Kultur im Ohr

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Kultur im Ohr episodes

  • Über die Kunst des besseren Zuhörens
    Die Journalistin und Autorin Anja Schauberger erzählt in ihrem Buch, warum das richtige Zuhören die Basis für Beruf, Alltag und Beziehungen ist und wie es auch zum Frieden beitragen kann.

    Über die Kunst des besseren Zuhörens – mit Anja Schauberger

    Wann haben wir eigentlich dem Gegenüber das letzte Mal richtig gut zugehört? Zuhören ist eine Grundlage für Beziehungen – privat wie beruflich. Gleichzeitig stehen dem echten Zuhören viele Dinge im Weg: Zeitdruck, Ablenkung, Vorurteile, der Drang, dem Gegenüber die eigene Meinung mitzuteilen.

    In dieser Folge von „Kultur im Ohr“ geht es um die Kunst des besseren Zuhörens. Denn Zuhören bedeutet mehr, als die Worte des Gegenübers akustisch wahrzunehmen. Es bedeutet, aufmerksam zu sein, sich auf einen anderen Menschen einzulassen und manchmal auch auszuhalten, dass man nicht sofort etwas sagen oder lösen muss.

    Zu Gast bei Moderatorin Viola Gräfenstein ist die Münchner Journalistin und Autorin Anja Schauberger. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Menschen, ihren Geschichten und den großen Fragen des Lebens. Schauberger studierte Germanistik an der LMU München, arbeitete als Redaktionsleiterin bei „Mit Vergnügen“ und ist heute als freie Journalistin und Autorin tätig. Sie schreibt unter anderem für Medien wie das SZ-Magazin und MERIAN. Ihr aktuelles Sachbuch „Besser zuhören – Warum eine scheinbar einfache Sache doch so schwer ist“ ist 2026 bei Rowohlt Polaris erschienen. Darin macht sich Schauberger auf eine persönliche und journalistische Reise: Sie begegnet Menschen, die ihr unterschiedliche Facetten des Zuhörens näherbringen – von der Paartherapeutin über eine Pfarrerin bis zum Zuhör-Coach und Barkeeper. Dabei geht sie der Frage nach, was wir gewinnen können, wenn wir einander wieder besser zuhören. Anja Schauberger interessiert dabei nicht nur die Frage, wie man besser zuhört, sondern auch, warum es sich lohnt. Was verändert sich, wenn wir unserem Gegenüber tatsächlich Aufmerksamkeit schenken? Was erfahren wir über andere – und vielleicht auch über uns selbst? Und was braucht es, damit aus einem Gespräch echte Begegnung werden kann? Anja Schauberger geht sogar noch weiter. Sie sagt: „Wir müssen uns wieder besser zuhören. Zuhören kann auch Friedensarbeit sein.“

    Auch ihr früheres Buch „Auf der Suche nach dem Sinn – 40 Gespräche über das Leben“, das sie gemeinsam mit der Fotografin Susanne Schramke realisiert hat, kreist um das, was entsteht, wenn wir Menschen Raum geben und ihnen wirklich zuhören. 40 Interviews mit ganz unterschiedlichen Menschen nähern sich der großen Frage nach dem Sinn des Lebens – und zeigen, wie vielfältig persönliche Antworten darauf ausfallen können. Das Buch ist 2022 bei Knesebeck erschienen.

    Dass Zuhören tatsächlich gelernt und praktiziert werden kann, zeigen unterschiedliche Angebote rund um das Thema. Stefan Brodbeck beschäftigt sich in seinen Workshops, Seminaren und Kursen mit der „Kunst des tiefen Zuhörens“ und der Dyaden-Kommunikation. Mehr Informationen und aktuelle Termine: Stefan Brodbeck – Zuhören und seine Angebote

    Ein Raum, in dem einfach zugehört wird:

    Wie wohltuend es sein kann, wenn jemand einfach zuhört, ohne zu bewerten oder ungefragt Ratschläge zu geben, zeigt auch „momo hört zu“ in München. Im ZUHÖRRAUM am Stephansplatz 2 können Menschen erzählen, was sie beschäftigt – vertraulich, anonym und kostenlos. Die Zuhörer hören bewusst ohne Bewertung und ohne Ratschläge zu. Der Zuhörraum versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Therapie, sondern als Begegnung von Mensch zu Mensch. momo hört zu – Zuhörraum München

    Die Bücher von Anja Schauberger

    „Besser zuhören – Warum eine scheinbar einfache Sache doch so schwer ist“
    Anja Schauberger
    Rowohlt Polaris, 2026

    „Auf der Suche nach dem Sinn – 40 Gespräche über das Leben“

    Anja Schauberger & Susanne Schramke
    Knesebeck, 2022

    Mehr über Anja Schauberger und ihre Arbeit:

    Anja Schauberger – Journalistin & Autorin

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    35 min
  • "Play the silence"
    How British clarinettist Steven Zade speaks about the fate of his Jewish family and gives them a voice again through his book "Play the Silence"

    (Please note that this special podcast episode on the topic of “remembrance culture” is in English!)

    “I had to play against the silence.”

    How British clarinettist Steven Zade speaks about the fate of his Jewish family and gives them a voice again through his book "Play the Silence".

    A very warm welcome to a new episode of Kultur im Ohr. I’m Viola Gräfenstein, journalist and lover of culture. Those who know me are aware that I like to stand up for justice and for inspiring people with big hearts. That’s why my podcast Kultur im Ohr introduces extraordinary individuals who make the world a better place through who they are, their ideas, and their actions.
    In this episode, I’m joined by Steven Zade from Paris. Steven was born in London 82 years ago. He is a musician, retired lecturer, and translator who has learned a great deal about life, yet for a long time, he never truly knew who he was or who his family really were.
    The reason: a large part of his family was murdered in Auschwitz. His father, who survived the Holocaust, remained silent about it for the rest of his life, leaving his son in the dark.
    But some time ago, Steven Zade’s past caught up with him. During a walk along the banks of the Rhine, Jutta Ermecke from Mettmann happened to find a small metal plate. After some investigation, it turned out to be the signature stamp of his Jewish grandmother, Martha Zade, who had lived as an artist in Langenfeld-Immigrath in the Rhineland, between Cologne and Düsseldorf. In 1944, she, her husband Hugo Zade, and their daughter Ursula were murdered by the Nazis in Auschwitz.
    Some time ago, I had the opportunity to visit Steven Zade in his adopted home of Paris and personally return his grandmother’s signature stamp to him. It is the only remaining object he has of her.
    I spoke with him about his grandmother, about what it was like to grow up as a Jewish descendant unable, and not allowed, to speak about this part of his past, and about how the silence surrounding the Holocaust shaped and dominated his own life.
    Today, he has written a book about his Jewish family, Play the Silence, in which he retraces his family’s footsteps and comes to terms with feelings of guilt. For him, the silence about his family’s origins and the guilt inherited from his father for being the only family survivor should never again define his life.
    “By writing this book, I celebrated my family’s life instead of focusing on their death, something that had led me to see and define myself as a victim for many years. I wanted to give my family a voice, because I celebrate life. That has also set me free,” says Steven Zade.
    I’m very pleased to have Steven Zade on my podcast Kultur im Ohr. This episode is entirely in English. Thank you for listening and thank you for allowing me to contribute, through Steven Zade’s story, to keeping the memory of his family and of Jewish families alive.
    The German translation of Steven Zade’s book is in preparation.

    Concluding remark:

    I would like to emphasize that I distance myself from all political opinions and decisions regarding the current political situation. It is important to me to remember the fate of the Jewish people and all those who perished under National Socialism, so that no one in the world will ever have to suffer the same fate again.
    I reject all forms of violence, hate, war, discrimination and injustice. I reject racism, antisemitism, and islamophobia. All people are equal. Children and women are particularly in need of protection. Human rights and dignity are inviolable to me. I stand for freedom and justice.

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    Musik: "Tea Room Jazz" von Viljami Mehto

    45 min
  • "Pflanzen sind gleichberechtigte Lebewesen!"
    Wie das Frankfurter Künstlerduo 431art, Haike Rausch und Torsten Grosch, mit der weltweit ersten Pflanzenklappe®, partizipativen Kunstpojekten und Empathietrainings ein neues Bewusstsein für Pflanzen und einen Perspektivwechsel anbieten möchte

    Das Frankfurter Künstlerduo Haike Rausch und Torsten Grosch arbeitet seit mehr als 20 Jahren gemeinsam unter dem Namen 431art an interdisziplinären Kunstprojekten an der Schnittstelle von Kunst, Natur, Wissenschaft und Gesellschaft. In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt und schaffen außergewöhnliche Erfahrungsräume, die zum Perspektivwechsel und Umdenken anregen. Humor, Poesie und gesellschaftliche Reflexion verbinden sich dabei mit einer klaren Haltung gegen die Wegwerfgesellschaft und für einen bewussteren Umgang mit der Natur. Besonders bekannt wurde das Künstlerpaar durch das Langzeitprojekt botanoadopt® und die von ihnen entwickelte Pflanzenklappe®. Hier können ungeliebte oder verwaiste Pflanzen anonym abgegeben werden. Die Pflanzen werden zunächst gepflegt, erhalten individuelle Namen, Charaktere und oft poetische Biografien, bevor sie an neue „Adoptiveltern“ vermittelt werden. Namen wie „50 Cent“, „Prinzessin Grünella“, „Monsieur Chlorophil“, „Fräulein Farn“, „Sir Carlos Calathea“ oder „Ludwig der Efeutige“ zeigen den humorvollen und liebevollen Ansatz des Projekts. Jede Pflanze wird als individuelles Lebewesen wahrgenommen und erhält eine eigene Geschichte. Eine Adoption wird vertraglich geregelt. Dabei geht es weniger um Besitz als um Verantwortung, Fürsorge und langfristige Bindung. botanoadopt® definiert Verantwortung als eine neue Form der Währung, ein künstlerischer Gegenentwurf zur Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Durch diese emotionale Verbindung möchten Haike Rausch und Torsten Grosch ein neues Bewusstsein für Pflanzen als gleichberechtigte Lebewesen schaffen und dazu anregen, pflanzliches Leben nicht als austauschbares Konsumgut zu betrachten. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die partizipative Kunst: Die Besucherinnen und Besucher werden nicht nur zu Betrachtenden, sondern aktiv in die Projekte eingebunden. Das Künstlerduo möchte Räume für Begegnung, Mitgestaltung und persönliche Erfahrungen schaffen. Menschen sollen nicht distanziert auf Kunst blicken, sondern sich emotional, sinnlich und gedanklich mit den Themen auseinandersetzen und Teil des künstlerischen Prozesses werden. Sie sollen Handlungsmöglichkeiten kennenlernen. „Share und care, teile und kümmere dich“, das Teilen und sich um Pflanzen zu kümmern, Netzwerke und Verbindungen zu schaffen, liegen dem Künstler-Duo am Herzen. Die Künstler laden Menschen dazu ein, Pflanzen und Natur nicht nur funktional wahrzunehmen, sondern emotionale Beziehungen zu ihnen aufzubauen und sich selbst zu reflektieren. Außerdem machen sie auf globale Themen wie Artensterben, Umweltzerstörung (Ecozide) und die Folgen menschlichen Handelns aufmerksam. Eine besondere Rolle spielen in ihren Projekten Akustik, Klangkunst und elektromagnetische Felder. Haike Rausch und Torsten Grosch arbeiten mit Sounds, die aus der Umgebung und aus natürlichen Prozessen entstehen. Elektromagnetische Felder von Bäumen, Pflanzen oder sogar Gebäuden werden technisch so übersetzt, dass Besucherinnen und Besucher sie hören können. Denn nach ihrem künstlerischen Verständnis besitzt jedes Lebewesen, aber auch jede gebaute Struktur, ein eigenes elektromagnetisches Feld und damit eine individuelle Präsenz. So entstehen immersive Klangwelten, die Natur auf völlig neue Weise erfahrbar machen. Auch die Ausstellung „A Trip to Distant Spheres II“ in Frankfurt (vom 14. April bis 10. Mai) verbindet diese Themen miteinander. Durch audiovisuelle Installationen, Klangräume und die akustische Übersetzung natürlicher Prozesse eröffnen die Künstler neue Perspektiven auf die verborgenen Ebenen unserer Umwelt. Für Dezember 2026 ist eine installative Arbeit zu Bäumen geplant.

    Mehr Informationen: https://431art.org/

    Literatur: Stefano Mancuso: "Die Pflanzen und ihre Rechte. Eine Charta zur Erhaltung unserer Natur“

    44 min
  • Als Brückenbauerin zum Frieden beitragen
    Wie die Erzieherin Marion Zabel zwischen Kulturen und Generationen seit Jahren Verbindungen schafft

    Heute lernen wir eine Frau kennen, die sich selbst als Brückenbauerin versteht: Marion Zabel, ein Kind der Boomergeneration, Erzieherin, Mutter, Tochter, Wegbegleiterin – und vor allem: eine Frau, die Verbindungen schafft, wo andere vielleicht nur Gräben sehen.

    Schon als Kind übernahm sie die Rolle der Brückenbauerin. Früh hat sie gelernt, dass Brücken Mut brauchen. Und Geduld. Und die Bereitschaft, sich auf unterschiedliche Perspektiven einzulassen.
    Diese Haltung prägt auch ihren Beruf als Erzieherin. Marion setzt sich für Kinder ein, für ihre Stimmen, ihre Bedürfnisse, ihre Geschichten. Sie weiß, wie wichtig es ist, Kindern sichere Übergänge zu ermöglichen – zwischen Herkunft und Zukunft, zwischen Angst und Vertrauen.
    Auch im Umgang mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter zeigt sich ihr Verständnis vom Brückenbauen zu anderen Generationen. Wenn Erinnerungen verblassen und Worte fehlen, sucht sie andere Wege der Begegnung, über Gefühle, Gesten, kleine Momente der Vertrautheit.
    Und ihr Engagement reicht noch weiter: Barbara unterstützt Kinder in Äthiopien, setzt sich für Bildung und Perspektiven ein und verbindet auch hier Lebenswelten miteinander.
    Was treibt einen Menschen an, immer wieder Brücken zu schlagen? Wie gelingt es, zwischen Kulturen, Generationen und Erfahrungen Verbindung zu schaffen? Und was können wir alle vom Brückenbauen lernen?
    Darüber spreche ich mit Marion Zabel – hier bei Kultur im Ohr.

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    Über den Podcast:

    In "Kultur im Ohr" stellt die Hörfunkjournalistin Viola Gräfenstein spannende Menschen vor, die etwas zur Verbesserung der Welt beitragen wollen und mit ihrem Projekt etwas verändert haben. Es gibt den Podcast "Kultur im Ohr" seit 2021. In den vorherigen Folgen ging es um das Thema, wie Kulturschaffende sich mit digitalen Mitteln ein neues Business aufbauen können und andere Menschen, insbesondere Kulturschaffende, damit inspirieren können. Der Hintergrund war die Zeit der Pandemie, als viele Dinge nicht mehr möglich waren und etliche Kulturschaffende neue Wege der Selbstvermarktung und Produktion gesucht haben. Seit 2024 geht der Podcast einen anderen Weg: Er möchte zur Inspiration und zum Nachdenken, wie die Welt mit Ideen und Engagement besser gemacht werden kann, einladen.
    Moderation, Konzept und Idee: Viola Gräfenstein
    Musik: "Tea Room Jazz" von Viljami Mehto

    36 min
  • "Den Krieg aus den Kindern holen"
    Wie sich die NGO "War Child" weltweit für das Wohlergehen von Kindern in und aus Kriegs- und Krisengebieten einsetzt

    „Den Krieg aus den Kindern holen“

    Gaza, Sudan, Libanon, Iran, Jemen, Kongo oder die Ukraine: Kriege prägen unsere Welt wie lange nicht. Überall leiden Kinder am stärksten unter der Gewalt.

    Rund 520 Millionen Kinder wachsen in Gebieten auf, in denen Krieg herrscht oder es bewaffnete Konflikte gibt. Eine so große Zahl, dass man sich nur schwer etwas darunter vorstellen kann. 520 Millionen Kinder – das sind mehr als alle Menschen in der EU zusammen.
    Bomben, Verluste, Flucht, psychische und körperliche Gewalt, Angst, Unsicherheit. Kriege und Konflikte greifen tief in alle Bereiche der Kindheit ein, oft mit lebenslangen Folgen.
    Doch die vielen betroffenen Kinder verdienen die Chance auf eine positive Zukunft – wir dürfen sie nicht vergessen.
    Die NGO „War Child“ setzt sich weltweit – und auch in Deutschland – für das Wohlergehen von Kindern in und aus Kriegs- und Konfliktgebieten ein. Im Jahr 2024 hat War Child weltweit knapp 2.240.000 Menschen erreicht und unterstützt. Mit ihren wissenschaftlich begleiteten Programmen in den Bereichen Schutz, Bildung und mentale Gesundheit stärkt die Organisation die Kinder nachhaltig und gibt ihnen neue Hoffnung.
    Was das in der Praxis bedeutet, welche Rolle Kunst und Kreativität sowie innovative Projekte dabei spielen – und vor allem: was uns das alle angeht – darüber spricht Viola Gräfenstein mit der Geschäftsführerin von „War Child Deutschland“, Nienke Teunissen.
    Diese Podcastfolge wird auch im Rahmen einer Aktion bei Podcasthon verbreitet und beworben. Das Ziel der Plattform Podcasthon ist es, Aufmerksamkeit auf interessante Podcasts sowie auf bedeutende Organisationen und Vereine zu lenken. Die Aktion läuft vom 14. bis zum 20. März 2026. Über 1000 Podcasts wurden ausgewählt. „Kultur im Ohr“ ist einer davon. @podcasthon_de

    Weitere Informationen zu War Child:

    Mehr über War Child auf www.warchild.de – oder schreibe Nienke Teunissen eine E-Mail: [email protected]
    Jede noch so kleine Spende ist herzlich willkommen!
    Spendenkonto:
    War Child Deutschland gGmbH
    IBAN: DE 91 4306 0967 2029 2741 00
    BIC: GENODEM1GLS

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    Über den Podcast:

    In "Kultur im Ohr" stellt die Hörfunk- und Printjournalistin Viola Gräfenstein spannende Menschen vor, die etwas zur Verbesserung der Welt beitragen wollen und mit ihrem Projekt etwas verändert haben. Es gibt den Podcast "Kultur im Ohr" seit 2021. In den vorherigen Folgen ging es um das Thema, wie Kulturschaffende sich mit digitalen Mitteln ein neues Business aufbauen können und andere Menschen, insbesondere Kulturschaffende, damit inspirieren können. Der Hintergrund war die Zeit der Pandemie, als viele Dinge nicht mehr möglich waren und etliche Kulturschaffende neue Wege der Selbstvermarktung und Produktion gesucht haben. Seit 2024 geht der Podcast einen anderen Weg: Er möchte zur Inspiration und zum Nachdenken, wie die Welt mit Ideen und Engagement besser gemacht werden kann, einladen.
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    30 min
  • Kunst aus Himmel und Erde
    Wie die Düsseldorfer Künstlerin Ulrike Arnold mit Meteoritenstaub und Erden mit und für die Natur malt

    Wenn andere Künstlerinnen Farben aus der Tube drücken, dann kniet die Düsseldorfer Künstlerin Ulrike Arnold in der Wüste, schabt Gestein aus Millionen Jahre alten Felsen, sammelt Staub, Asche, und Sand - und malt mit "der Haut unseres Planeten". Ausgebildet an der Kunstakademie Düsseldorf und zunächst Kunstlehrerin in Hilden, entschied sie sich eines Tages, alles hinter sich zu lassen und in die große Weite der Welt aufzubrechen, um mit Erden von allen Kontinenten zu malen. Ihre Werke entstehen dort, wo die Erde sich unverstellt zeigt: In Vulkanlandschaften, Salzbergen, Wüsten und unter Sternenhimmeln - manchmal sogar mit Materie aus dem All. Ulrike Arnolds Arbeiten wurden in mehr als 130 Ausstellungen weltweit gezeigt und befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen - auch der amerikanische Schauspieler und Regisseur Dennis Hopper gehörte zu Lebzeiten zu ihren Sammlern. Ulrike Arnold erhielt mehrere Stipendien und Preise. In "Kultur im Ohr" spricht die Journalistin Viola Gräfenstein mit einer Künstlerin, die Erde, Kosmos, Spiritualität und Verantwortung auf einzigartige Weise miteinander verbindet" und jedes Bild zu einem Mahnmal für den Umgang mit der Natur und der Erde macht. Außerdem engagiert sich die Künstlerin für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung, die sie an ihre Kunst tastend heranführen will. In diesem Zusammenhang hat sie in Kooperation mit der PR-Expertin Ulrike Brinkmann einen Workshop für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen im Gewerbepark Süd in Hilden veranstaltet. Mit ihrem Lebensgefährten Victor van Keuren hat sie außerdem den Dokumentarfilm über Landschaften "Dialogue earth" gemacht.

    Weitere Informationen: https://www.ulrikearnold.com,

    https://www.victorvankeuren.com/film

    https://www.bk-w.de

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    53 min
  • Warum das Ehrenamt eine wichtige Säule für Kultur und Gesellschaft ist
    Die Kuratorin Beate Domdey-Fehlau setzt sich seit über 40 Jahren ehrenamtlich für einen Kunstverein ein und wird von anderen Ehrenamtlern dabei unterstützt.

    Es gibt sie zum Glück, die zahlreichen ehrenamtlichen Mitbürger und Mitbürgerinnen, die ihre Freizeit opfern, um Projekte, Vereine oder andere Menschen zu unterstützen. Nicht nur im sozialen Bereich, wie beispielsweise in Altenheimen, Krankenhäusern, Schulen oder Vereinen spielen Ehrenamtliche eine große Rolle, sondern auch in der Kunst und Kultur. Gäbe es sie nicht, würden wichtige Säulen in unserer Gesellschaft fehlen.

    Die Kuratorin und Kunstliebhaberin Beate Domdey-Fehlau leitet seit über 40 Jahren ehrenamtlich einen Kunstverein in Langenfeld im Rheinland, der bekannte und noch unbekannte Künstlerinnen und Künstler fördert, die ihre zeitgenössischen Werke ausstellen. Der Verein ist zugleich ein Sprungbrett für angehende professionelle Künstlerinnen und Künstler. Derzeit wird sie von rund 25 Ehrenamtlichen unterstützt. Sie selbst sagt: "Ohne Ehrenamtler gäbe es den Kunstverein nicht."

    Die Journalistin Viola Gräfenstein hat mit der Kuratorin Beate Domdey-Fehlau über ihre mehr als 40-jährige Arbeit, die persönliche Leidenschaft für Kunst, über die Hilfe der Ehrenamtlichen, die Bedeutung von Kunst und ihre schönsten Momente im Rahmen ihrer Ausstellungsarbeit im Kunstverein Langenfeld e.V. gesprochen. Fazit: Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule für die Kultur und die Gesellschaft!

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    24 min
  • Ein Herz für Kinder
    Lesen, bewegen, hören - wie die Psychologin Sandra Kratz Kinder mit einem Bilderbuch über einen Kater stark macht.

    In dieser Episode spreche ich mit der Psychologin Sandra Kratz über ihr ehrenamtliches Herzensprojekt: Mit einem Bilder-Lesebuch und dem Stoffkater Salabim möchte sie Kinder stark machen und sie zugleich in Bewegung bringen. Ihr Motto: "Gib' nie auf!" Das Kinderbuch „Kater Salabim“ wurde von der Solinger Autorin La Vie geschrieben und ist ein Herzensprojekt über Freundschaft, Mut und die Kraft des Glücks.

    Entstanden aus einer Familienidee im Herbst 2019, ist daraus weit mehr geworden als nur eine Geschichte: Ein pädagogisches Konzept, Leseförderung, Musik, Bewegung – und ein wachsendes, kreatives Netzwerk.

    Gemeinsam mit Verlagsleiterin Julia Exner, Designerin Alexandra von Kriegstein und Illustratorin Saskia Diederichsen entwickelte das Salabim-Team die Figurenwelt rund um den verletzten Kater, ein vierblättriges Kleeblatt und ein Glückskäfermädchen.

    Mit Unterstützung der Diplom-Psychologin Sandra Kratz entstand außerdem ein begleitendes Lesungs- und Gesprächsformat für Kinder in Kliniken, Schulen und Kindergärten – inklusive Handpuppe, Gesprächsfragen und pädagogischem Leitfaden per QR-Code. Dank Spendenaktionen konnten erste Projekte wie der Druck der Bücher sowie ein Kinderspielplatz am Städtischen Klinikum Solingen erfolgreich, vor allem u.a. mit der Stiftung "It's for kids", umgesetzt werden. „Glück ist etwas, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen brauchen — und Salabim hilft, darüber ins Gespräch zu kommen“, sagt die Psychologin Sandra Kratz, die sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich für dieses Projekt einsetzt und selbst durch dieses Projekt persönlich gewachsen ist.

    Und auch das Projekt wächst weiter: Ein nachhaltiges Micro-Buch im DIN-A6-Format ermöglicht Übersetzungen in zahlreiche Sprachen, sodass Salabim auch interkulturell vorgelesen werden kann. Zudem erhalten Kinder bei Lesungen ein eigenes Buch als Geschenk – und Kater Salabim gibt es inzwischen sogar als Stofftier. Musikalisch wurde das Glücksprojekt durch die Musiker Angelo Chiavarini, Daniel Jiménez und Robert Schreiber erweitert. Unter dem Label „Audiokids“ entstand der erste Musical-Akt „Salabim findet sein doppeltes Glück“. Auch Bewegung und Gesundheit spielen eine Rolle: Gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Solingen, dem WMTV, der Bergischen Krankenkasse und der Universität Wuppertal wurde ein Bewegungsprogramm für übergewichtige und motorisch auffällige Kinder entwickelt, an denen auch Kinderärzte und Gesundheitsämter beteiligt sind. Im Städtischen Klinikum Solingen entstanden durch das Engagement von Sandra Kratz für die jungen Patienten außerdem eine Bewegungstour in Form einer Schnitzeljagd durch das Krankenhaus sowie ein Spielplatz. In diesem Jahr (2026 ) startet in Zusammenarbeit mit "Die Wegfinder" eine barrierefreie Rätseltour im Bus quer durch Solingen, auf der Kinder und Erwachsene zusammen mit Kater Salabim als Quizmaster spannende Geschichten und Informationen über die Stadt erhalten. Mehr: https://kater-salabim.de

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    24 min
  • "Ich möchte den Stillen unter Wasser eine Stimme geben"
    Wie Nicola Schlagenwerth als Artivistin mit ihrer Kunst versucht, Meerestiere und die Umwelt zu schützen

    Seid ihr gerade am Strand und genießt das Meer oder verzehrt einen leckeren Fisch bei einem guten Glas Wein? Prima. Und seid ihr mal etwas tiefer ins Meer hineingegangen, seid ihr mit Brillen und Flaschen getaucht und habt gesehen, was da unten so alles an Müll herumschwimmt und was zugleich an den Strand gespült wird? Nicola Schlagenwerth aus Norden tut das regelmäßig und ist geschockt über den Zustand des Meeres. Sie hat viele Tiere in Not erlebt und sich gesagt: "Ich möchte den Stillen unter Wasser eine Stimme geben!" Sie hat sich die Fragen gestellt: Wie kann ich etwas für die Umwelt tun? Wie mache ich auf die Plastikmüllberge im Meer und in der Landschaft aufmerksam? Die Artivistin hat schon immer zwei Dinge geliebt: Das Meer und das Zeichnen. Daraus entstand "meerkunstimkopf". Nicola Schlagenwerth zeichnet und malt am liebsten Meerestiere wie Haie, Robben, Quallen oder Krebse. Mit vielen ihrer gemalten Bilder engagiert sich die Wahl-Norderin zudem für den Naturschutz, insbesondere den Haischutz. Nicola taucht sogar mit Haien und macht mit ihrer Kunst und dem mit ehrenamtlichen SHARKPROJECT auf die desolate Situation von Haien aufmerksam. Ihre Kunstwerke, eine Wasserschildkröte aus Plastikmüll, Vögel, die in Plastiknetzen gefangen sind oder Bilder von Haien mit abgetrennten Flossen, findet man nicht nur symbolisch bei vielen ehrenamtlichen Aktionen, wie bei Elasmocean, sondern auch in ihrem Onlineshop sowie in ihrem kleinen Laden in Norden, den sie mit drei anderen Künstlerinnnen und Künstlern betreibt. Alle haben sich mit großer Liebe dem Meer verschrieben. "Ich will mit meinen Bildern nicht nur das Schöne zeigen, sondern auch aufrütteln und zur Diskussion anregen", sagt Nicola.

    Die Journalistin Viola Gräfenstein hat sich mit Nicola Schlagenwerth über das Thema Ozean- und Tierschutz unterhalten und sich erzählen lassen, was jeder Einzelne von uns für den Umwelt- und Tierschutz tun kann. Hier findet ihr mehr über Nicola: https://www.meerkunstimkopf.de/

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    27 min
  • "Jetzt erst recht! Vom Schicksalsschlag zur Kunst für kranke Kinder"
    Wie die Berliner Sängerin Una Gonschorr nach einem schweren Schicksalsschlag ihre Kunst nutzt, um damit todkranke und behinderte Kinder glücklich zu machen.

    Wie schafft man es, nach einem schweren Schicksalsschlag wieder Mut zu fassen und Kraft zu tanken, um es wieder zurück ins Leben zu schaffen? Wie schafft man es, danach noch einen Lebenssinn zu finden? Die Berlinerin Una Gonschorr erlebte einen schweren Schicksalsschlag und musste dazu noch mit einer schweren Krankheit kämpfen. Die Künstlerin schaffte es, durch ihr Denken und ihren Glauben sich aus einem tiefen Loch herauszuholen. Mit Mut, Engagement und großer Liebe für Kinder gab sie ihrem Leben eine neue Richtung. Mit ihrem gemeinnützigen Verein "namu Art for Life Network e.V. geht sie seit 20 Jahren in Krankenhäuser und Hospize und führt ein Musical für schwerkranke oder todkranke Kinder auf, um ihnen ein Stück Freude zu geben.

    Seit 2005 widmen sich der Verein mit inzwischen über 400 ehrenamtlichen Aufführungen und mehr als 200 ehrenamtlichen Unterstützern diesem Ziel.
    Der Schmetterling APONI fliegt mit vielen Freunden auf die Kinderstationen und entführt die kranken Kinder in fantasievolle Märchenwelten.
    Das neueste Projekt „Das Drachenmädchen“ ist ein interaktives Musical. Der Verein bietet es als inklusiven Workshop für Menschen mit und ohne Behinderung an. Thematisiert werden hier Mobbing und Glück. Die „namu-Allstars“ singen in Erwachsenen - Hospizen und anderen Einrichtungen.
    Musik und Entertainment können helfen, innewohnende Selbstheilungskräfte anzuregen. Heilende Worte, Farben, Düfte und Klänge stehen bei dieser Arbeit im Mittelpunkt. Der Schirmherr ist Dr. med. Patch Adams, der die Arbeit seit 2009 unterstützt. Er hat die „Clinic Clowns“ ins Leben gerufen und ist ein weltweit agierendes Beispiel für Menschlichkeit und soziales Engagement. Gefördert werden die Projekte u.a. von der Sparkassen Stiftung Berlin und der Aktion Mensch. Kontakt: [email protected] Website: namu
    Spenden: https://namunetwork.org/hilfe/spenden/
    Spendenkonto:
    Postbank Berlin, Kontonummer: 583 394 105, BLZ: 100 100 10, IBAN: DE78100100100583394105, BIC: PBNKDEFF

    Das Musical APONI hat am 12. Juli 2025 in Berlin Premiere.

    Kultur im Ohr: Du kannst meine Arbeit unterstützen:

    https://buymeacoffee.com/kulturimohr

    Vielen Dank!

    https://www.viola-graefenstein.de

    Über den Podcast:

    In "Kultur im Ohr" stellt die Hörfunkjournalistin Viola Gräfenstein spannende Menschen vor, die etwas zur Verbesserung der Welt beitragen wollen und mit ihrem Projekt etwas verändert haben. Es gibt den Podcast "Kultur im Ohr" seit 2021. In den vorherigen Folgen ging es um das Thema, wie Kulturschaffende sich mit digitalen Mitteln ein neues Business aufbauen können und andere Menschen, insbesondere Kulturschaffende, damit inspirieren können. Der Hintergrund war die Zeit der Pandemie, als viele Dinge nicht mehr möglich waren und etliche Kulturschaffende neue Wege der Selbstvermarktung und Produktion gesucht haben. Seit 2024 geht der Podcast einen anderen Weg und lädt zur Inspiration und zum Nachdenken ein.

    Moderation, Konzept und Idee: Viola Gräfenstein

    Musik: "Tea Room Jazz" von Viljami Mehto

    51 min

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