Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 14.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Minsk lässt 7000 Demonstranten frei
    Nach vier Tagen der gewalttätigen Konfrontationen in Belarus ist die Führung um den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko um Deeskalation bemüht. Seit Donnerstag wurden nach offiziellen Angaben mehr als eintausend festgenommene Regierungskritiker aus dem Gefängnis entlassen. Insgesamt waren bei den Demonstrationen rund 7000 Teilnehmer festgesetzt worden. Viele der Freigelassenen berichteten von schweren Misshandlungen. Auch seien in kleinen Zellen oft mehr als 30 Menschen zusammengepfercht worden. Mehrere Entlassene mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden.
    Scharfe Kritik von Palästinensern
    Als "Aggression" hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten verurteilt. Die Emirate hätten damit einen "Verrat an der palästinensischen Sache" begangen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres ließ dagegen über einen Sprecher mitteilen, man begrüße jede Initiative, die Sicherheit und Frieden in Nahost bringen könne. Zuvor hatten sich Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate unter Vermittlung durch die USA auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen verständigt.
    Tote bei Protesten in der Elfenbeinküste
    Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Alassane Ouattara sind in der Elfenbeinküste mindestens vier Menschen getötet worden. Die Demonstranten protestieren gegen die Ankündigung Ouattaras, bei der Wahl Anfang Oktober für eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen. Laut ivorischer Verfassung sind nur zwei Amtszeiten erlaubt. In der einst florierenden Elfenbeinküste gab es in den vergangenen Jahren schwere Krisen: einen Militärputsch 1999, einen Bürgerkrieg 2002 sowie - nach der Wahl vor zehn Jahren - Ausschreitungen, bei denen 3000 Menschen ums Leben kamen.
    Gefährliche Taliban kommen frei
    In Afghanistan hat die umstrittene Freilassung von 400 gefangenen Taliban-Kämpfern begonnen. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der Regierung, Dschawid Faisal, teilte mit, eine erste Gruppe sei am Donnerstag auf freien Fuß gesetzt worden. Die afghanische Stammesversammlung hatte am vergangenen Wochenende die Freilassung der 400 als besonders gefährlich geltenden Taliban-Kämpfer beschlossen. Dieser Schritt gilt als die letzte Hürde vor dem Beginn von Friedensgesprächen zwischen der Regierung und den radikalislamischen Taliban.
    Großbritannien verschärft Quarantäne
    Die britische Regierung hat wegen der Corona-Pandemie eine zweiwöchige Quarantäne für Menschen angeordnet, die von Reisen aus Frankreich, den Niederlanden und Malta zurückkehren. Verkehrsminister Grant Shapps sagte, Großbritannien könne es sich nicht leisten, neue Fälle von anderswo zu importieren. Frankreich ist nach Spanien - für das bereits Quarantäne-Regeln gelten - das zweitbeliebteste Reiseland der Briten. Schätzungen zufolge halten sich derzeit etwa 500.000 Briten in Frankreich auf. Die Regierung in Paris nannte die britische Entscheidung bedauerlich und kündigte Gegenmaßnahmen an.
    Daimler zahlt Milliardensumme
    Mit zwei Vergleichen in Milliardenhöhe will der Autohersteller Daimler die wesentlichen Verfahren in der Dieselaffäre in den USA beilegen. Es seien Grundsatzeinigungen mit den US-Umweltbehörden EPA und CARB, dem Justizministerium und der Zoll- und Grenzschutzbehörde sowie mit den Vertretern einer großen Verbraucher-Sammelklage erzielt worden, teilte Daimler mit. Den Konzern kostete die Einigung demnach rund 1,9 Milliarden Euro. Die betroffenen US-Behörden und die zuständigen Gerichte müssen noch zustimmen, damit die Vergleiche wirksam werden.
    Leipzig im Champions-League-Halbfinale
    Fußball-Bundesligaklub RB Leipzig hat mit einem 2:1 Erfolg gegen Atletico Madrid das Halbfinale in der UEFA Champions League erreicht. Beim Finalturnier in Lissabon gewann das Team von Julian Nagelsmann gegen die Spanier und trifft am kommenden Dienstag auf Paris Saint-Germain. Die Franzosen, die von dem deutschen Trainer Thomas Tuchel trainiert werden, hatten am Mittwoch Atalanta Bergamo in einem spektakulären Spiel in letzter Sekunde mit 2 zu 1 besiegt.
    10 min
  • 13.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Fehlende Hygiene an vielen Schulen
    Im Kampf gegen die Krankheit COVID-19 haben die Vereinten Nationen vor erheblichen sanitären Mängeln in vielen Schulen der Welt gewarnt. Rund 818 Millionen Kinder hätten in ihren Schulen nicht die nötigen Vorrichtungen zum Händewaschen, teilten die Weltgesundheitsorganisation und das Kinderhilfswerk UNICEF in Genf mit. Entweder gebe es überhaupt kein Wasser oder keine Seife. Der Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen müsse zu den zentralen Strategien aller Regierungen zählen, die in der Corona-Pandemie ihre Schulen wieder öffnen wollen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
    Biden und Harris greifen Trump an
    Das designierte Präsidentschaftskandidaten-Team der US-Demokraten ist zum Wahlkampfauftakt in die Offensive gegangen. Joe Biden und Kamala Harris warfen Präsident Donald Trump Versagen in der Corona-Krise und eine allgemeine Führungsschwäche vor. Biden sagte in Delaware, Jammern sei, was Trump am besten könne. Harris machte Trump für die hohen Corona-Opferzahlen in den USA verantwortlich. Sie sprach von "Missmanagement" des Präsidenten. Es war der erste gemeinsame Auftritt der beiden demokratischen Spitzenkandidaten. Biden hatte Harris am Dienstag für den Vizepräsidentinnenposten nominiert.
    Weiter US-Strafzölle für Airbus
    Die USA halten an den Strafzöllen von 15 Prozent auf Flugzeuge des europäischen Herstellers Airbus fest. Das teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in Washington mit. Zur Erklärung sagte er, die Europäische Union habe nicht genügend dafür getan, die Vorgaben der Welthandelsorganisation umzusetzen. Airbus erwiderte in einer Stellungnahme, man bedauere die Entscheidung der USA zutiefst und sei zuversichtlich, dass Europa angemessen darauf reagieren werde, um seine Interessen und die der europäischen Hersteller zu verteidigen.
    Ungarn schließt Mega-Rüstungsdeal mit USA
    Ungarn will von den USA Raketensysteme für eine Milliarde US-Dollar kaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der ungarische Verteidigungsminister Tibor Benkö und der US-Botschafter in Budapest, David Cornstein. Mit den radargelenkten Raketen vom Typ AMRAAM des US-Herstellers Raytheon will Ungarn veraltete Systeme ersetzen, die noch aus kommunistischer Zeit stammen. Es ist das größte Rüstungsgeschäft, das Ungarn jemals mit den USA abgeschlossen hat.
    Proteste gegen bulgarische Regierung
    Mehrere Hundert Demonstranten haben in Bulgarien den sofortigen Rücktritt der Regierung von Präsident Boiko Borissow gefordert. Andernfalls würden sie das Parlament bei einer Sondersitzung an diesem Donnerstag blockieren, um seinen Rückzug durchzusetzen. Die überwiegend jungen Regierungskritiker protestierten auch vor der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Sofia. Deutschland hat derzeit den EU-Ratsvorsitz inne. Die Europäische Union verschließt nach Ansicht der Demonstranten die Augen vor der Korruption im ärmsten EU-Mitgliedsstaat.
    Demonstrant stirbt in belarussischem Gefängnis
    Drei Tage nach seiner Verhaftung ist ein 25-jähriger Demonstrant im Gefängnis der belarussischen Stadt Gomel gestorben. Die Behörden bestätigten seinen Tod, machten jedoch keine Angaben zum Zeitpunkt und zur Ursache. Der Mann habe an einer "nicht genehmigten" Kundgebung teilgenommen. Medienberichten zufolge sagte die Mutter des jungen Mannes, ihr Sohn habe Herzprobleme gehabt und sei stundenlang in einem Polizeifahrzeug festgehalten worden. In Belarus protestieren seit Tagen Tausende Regierungsgegner gegen den umstrittenen Wahlsieg von Präsident Alexander Lukaschenko.
    7 min
  • 12.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Biden nominiert Harris als "Running Mate"
    Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat die kalifornische Senatorin Kamala Harris als seine mögliche Vizepräsidentin benannt. Die 55-Jährige ist selbst eine ehemalige Präsidentschaftsbewerberin und frühere Staatsanwältin. Biden hatte bereits Mitte März angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen. Infolge der landesweiten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt war der Druck auf Biden gewachsen, eine nicht-weiße Frau auszuwählen.
    Namibia lehnt Entschädigungsangebot ab
    Der namibische Präsident Hage Geingob hat das deutsche Angebot zur Wiedergutmachung von Kolonialverbrechen erneut abgelehnt. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entschädigung in Höhe von zehn Millionen Euro sei "nicht akzeptabel". Seit fünf Jahren wird über eine Vereinbarung verhandelt, die neben einer offiziellen Entschuldigung Deutschlands auch Zusagen für Entwicklungshilfen enthalten soll. Zwischen 1904 und 1908 waren unter der Kolonialherrschaft des Deutschen Reiches in Süd-West-Afrika Zehntausende Angehörige der Volksgruppen Herero und Nama durch deutsche Truppen getötet worden.
    Erneut mehr COVID-19-Fälle
    Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist wieder auf das Niveau von Anfang Mai gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden innerhalb eines Tages 1226 neue Ansteckungen gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 9. Mai. Anders als zuvor ist der jetzige Anstieg nicht auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen, sondern flächendeckend. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt. Als Anstiegsursache nannte RKI-Präsident Lothar Wieler Nachlässigkeit bei Maskenpflicht, Abstandsregelungen und Hygiene.
    Erweiterte Reisewarnung für Spanien
    Die Bundesregierung warnt vor Reisen in die spanische Hauptstadt Madrid und ins Baskenland. Beide Regionen sollten aufgrund hoher Infektionszahlen und örtlicher Absperrungen gemieden werden, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin. Das Robert-Koch-Institut hat die beiden Regionen als Risikogebiete eingestuft. Das heißt, dass Reisende sich bei ihrer Rückkehr in Quarantäne begeben oder einen Corona-Test machen müssen. Ende August hatte die Bundesregierung bereits für die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra eine Reisewarnung erlassen.
    Diskussion um neue Facebook-Regeln
    Der umstrittene niederländische Nikolaushelfer "Zwarte Piet" darf künftig nicht mehr als Stereotype auf Facebook und Instagram gezeigt werden. Dies geht aus den neuen Hausregeln hervor, mit denen Facebook gegen Rassismus auf seinen Plattformen vorgehen will. Zeichnungen oder Videos von stereotypen Piets mit schwarzer Schminke, dicken Lippen und Kraushaar-Perücke könnten nach entsprechenden Meldungen entfernt werden, hieß es. In den sozialen Netzwerken sprechen Anhänger der Piets von Angriff auf die Meinungsfreiheit, Anti-Rassismusorganisationen loben hingegen das positive Signal.
    Trauer um Trini Lopez
    Der US-Sänger Trini Lopez, der mit dem Kultsong "If I Had a Hammer" berühmt wurde, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Nach Medienberichten erlag er in einer Klinik in Palm Springs den Folgen einer COVID-19-Erkrankung. Als Sohn mexikanischer Einwanderer wuchs Lopez in ärmlichen Verhältnissen in Texas auf. Bei einem Auftritt in einem Nachtclub in Hollywood wurde er von Frank Sinatra entdeckt, der ihn bei seiner Plattenfirma Reprise Records unter Vertrag nahm. Lopez spielte auch in Hollywoodfilmen mit, darunter in Robert Aldrichs Kriegsfilm "Das dreckige Dutzend".
    Donezk und Sevilla im Europa-League-Halbfinale
    Der ukrainische Fußballmeister Schachtjor Donezk und der FC Sevilla aus Spanien haben das Halbfinale des Europa-League-Turniers erreicht. Donezk gewann mit 4:1 gegen den FC Basel. Sevilla setzte sich mit 1:0 gegen die Wolverhampton Wanderers durch. Die Halbfinalpartien sind Donezk gegen Inter Mailand und Sevilla gegen Manchester United.
    8 min
  • 11.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Experten warnten Libanon im Juli vor Explosion
    Sicherheitsexperten haben die libanesische Regierung nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters im Juli vor den verheerenden Folgen einer Explosion im Hafen von Beirut gewarnt. Dabei wurden explizit die 2750 Tonnen Ammoniumnitrat erwähnt, die in der vorigen Woche detoniert waren und große Teile der Stadt zerstört hatten. Die Chemikalie lagerte laut Regierung sechs Jahre lang ungesichert im Hafen. Am Montag kündigte die Regierung nach tagelangen Protesten der aufgebrachten Bevölkerung ihren Rücktritt an, bleibt aber übergangsweise im Amt. Ihr werden Versagen und Korruption vorgeworfen.
    Belarussische Oppositionskandidatin Tichanowskaja nach Litauen ausgereist
    Nach der umstrittenen Wiederwahl des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hat die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja das Land verlassen und hält sich im EU-Land Litauen auf. Die 37-Jährige sei nun in Sicherheit, teilte der litauische Außenminister Linas Linkevicius via Twitter mit. In Belarus kam es die zweite Nacht in Folge zu schweren Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften. Ein Mann wurde getötet. Lukaschenko drohte mit dem Einsatz der Armee, um seinen Machtanspruch auf eine sechste Amtszeit zu verteidigen.
    Weißes Haus wegen Schusswaffenvorfalls abgeriegelt
    US-Präsident Donald Trump musste eine Pressekonferenz im Weißen Haus wegen Schüssen in der Nähe seines Amtssitzes abbrechen. Er wurde von Sicherheitsleuten ins Oval Office eskortiert. Als er kurze Zeit später die Pressekonferenz fortsetzte, teilte er mit, der Sicherheitsdienst Secret Service habe außerhalb des Weißen Hauses jemanden durch Schüsse verletzt. Die Person, auf welche die Beamten geschossen hätten, sei bewaffnet gewesen. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
    Schon mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen
    Die Zahl der weltweit bestätigten Corona-Infektionen hat sich innerhalb der vergangenen sechs Wochen verdoppelt und liegt nun bei mehr als 20 Millionen. Etwa die Hälfte der bekannten Infektionen entfallen laut den Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore auf drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien. Weltweit seien bislang mehr als 730.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, so die US-Forscher.
    Sänger wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt
    Ein islamisches Gericht im Norden Nigerias hat einen 22-jährigen Sänger wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Der Mann hatte das Lied Berichten zufolge auf Whatsapp verbreitet. Was genau er gesungen hatte, ist unklar. Er kann gegen das Urteil Berufung einlegen. Kano im Norden Nigerias ist einer der Bundesstaaten, in dem Scharia-Gesetze gelten. Obwohl etliche Menschen seit 1999 zum Tode verurteilt wurden, gab es bislang nur eine Hinrichtung.
    Neue Spur im Berliner Tiergarten-Mord
    Die Slowakei hat drei russische Diplomaten ausgewiesen wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem schweren Verbrechen im Ausland. Medienberichten zufolge soll es eine Verbindung geben zwischen den Diplomaten und dem Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten im vergangenen Jahr. Die deutschen Behörden gehen davon aus, dass hinter der Tat ein Tötungsauftrag der russischen Regierung steht. Der russische Botschafter in Berlin hatte dies als haltlos zurückgewiesen.
    Leverkusen scheitert in Europa League
    Inter Mailand hat den Traum von Bayer Leverkusen vom Finale in der Europa League beendet. Der italienische Spitzenclub besiegte den Fußball-Bundesligisten in einem packenden Viertelfinale mit 2 zu 1. Die zweite Viertelfinalpartie entschied Manchester United für sich. Die Engländer gewannen 1 zu 0 nach Verlängerung gegen den FC Kopenhagen.
    8 min
  • 10.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schwere Krawalle nach Präsidentenwahl in Weißrussland
    Bei schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Weißrussland ist ein Mensch getötet worden. Das Opfer sei von einem Polizei-Transporter überfahren worden, teilte die Aktivistengruppe Spring 96 mit. Mindestens 120 Personen seien festgenommen worden. Tausende Menschen hatten gegen den verkündeten Sieg des autoritär herrschenden Staatschefs Aleksander Lukaschenko protestiert. Laut Staatsmedien bekam er bei der Wahl 80,2 Prozent. Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja soll lediglich 9,9 Prozent der Stimmen erhalten haben.
    Medienmogul in Hongkong festgenommen
    Auf Grundlage des neuen chinesischen Sicherheitsgesetzes ist der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai festgenommen worden. Ihm würden geheime Absprachen mit "ausländischen Mächten" vorgeworfen, teilte einer seiner engsten Mitarbeiter per Twitter mit. Lai ist eine führende Figur der Demokratiebewegung in der ehemaligen britischen Kronkolonie. Das umstrittene Sicherheitsgesetz sieht drakonische Strafen für zahlreiche Vergehen vor, die Chinas Behörden etwa als Subversion oder Terrorismus werten.
    US-Gesundheitsminister zu heikler Besuchsmission in Taiwan
    US-Gesundheitsminister Alex Azar ist von Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen empfangen worden. Bei der Begegnung in Taipeh lobte Azar das taiwanische Vorgehen gegen die Corona-Pandemie als "eines der erfolgreichsten der Welt". China kritisiert den Besuch scharf. Die Regierung in Peking betrachtet die südlich vom chinesischen Festland gelegene Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit der Volksrepublik vereinigt werden soll. Azar erklärte, er wolle mit seinem Besuch die "tiefe Partnerschaft" der USA mit Taiwan in den Bereichen Sicherheit, Handel und Gesundheitsversorgung unterstreichen.
    Millionenhilfe für den Libanon
    Die Teilnehmer einer von den Vereinten Nationen und Frankreich initiierten Geberkonferenz haben dem Libanon finanzielle Hilfe in Millionenhöhe zugesagt. Nach Angaben des Elysée-Palastes in Paris kamen dabei mehr als 250 Millionen Euro zusammen. Anlass der Konferenz war die verheerende Explosion im Hafen von Beirut, die am Dienstag weite Teile der Stadt zerstört hat. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte von der Regierung des krisengeschüttelten Landes politische und wirtschaftliche Reformen.
    Blutige Attacke in der Sahelzone
    Bei einem brutalen Angriff im westafrikanischen Niger sind nach offiziellen Angaben sechs Franzosen und zwei Einheimische ermordet worden. Schwer bewaffnete Menschen auf Motorrädern hätten die acht in der Region Tillabéri im Westen des Landes attackiert, berichtete der örtliche Gouverneur. Bei den getöteten Franzosen handelt es sich um Mitarbeiter der Hilfsorganisation ACTED. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand. In dem Gebiet sind radikal-islamische Gruppen aktiv.
    Ende der Corona-Zwangstrennung
    Deutschland lässt auch unverheiratete Partner aus Staaten außerhalb der Europäischen Union wieder einreisen. Bisherige Beschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie gelten von diesem Montag an nicht mehr. Voraussetzung für die Einreise des Partners oder der Partnerin auch ohne Ehe ist allerdings der Nachweis einer "auf Dauer angelegten Partnerschaft". Dazu muss ein vorheriger gemeinsamer Wohnsitz im Ausland oder ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland glaubhaft gemacht werden.
    8 min
  • 08.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump nimmt an Libanon-Konferenz teil
    US-Präsident Donald Trump hat seine Teilnahme an der von Frankreich organisierten internationalen Geberkonferenz für den Libanon zugesagt. "Alle wollen helfen", schrieb Trump nach einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron im Kurzbotschaftendienst Twitter. Auch in einem Telefonat mit seinem libanesischen Kollegen Michel Aoun sicherte Trump die Unterstützung der USA zu. Drei Flugzeuge mit Hilfsgütern an Bord sowie medizinisches Personal und weitere Einsatzkräfte seien bereits auf dem Weg in den Libanon. Am Dienstag hatten zwei gewaltige Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Nach jüngsten Angaben der Behörden wurden dabei mehr als 150 Menschen getötet und mehr als 5000 verletzt.
    Italien schnürt weiteres Corona-Hilfspaket
    Die durch die Corona-Krise geschwächte italienische Wirtschaft soll mit einem Konjunkturpaket im Umfang von 25 Milliarden Euro angekurbelt werden. Die Regierung in Rom beschloss ein Programm, das mehr als hundert Einzelmaßnahmen umfasst, darunter Steuererleichterungen. "Wir schützen Jobs, wir unterstützen Arbeitnehmer, wir reduzieren die Steuerlast, wir helfen den Regionen", sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Italien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Fast 250.000 Menschen steckten sich dort mit dem Virus an. Mehr als 35.000 Infizierte starben.
    Reisebeschränkung für unverheiratete Paare wird aufgehoben
    Paare ohne Trauschein, die in verschiedenen Ländern leben, können sich trotz strenger Corona-Regeln bald wieder treffen. Deutschland hebt die Reisebeschränkungen für sie auf. Nach Angaben des Innenministeriums können unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten ab Montag wieder einreisen. Voraussetzung ist eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden. Innenminister Horst Seehofer sagte, die Neuregelung könne im europäischen Rahmen umgesetzt werden.
    Kanada kündigt Vergeltungszölle gegen USA an
    Als Reaktion auf neue US-Strafzölle auf kanadische Aluminiumim-Importe will Kanada Gegenzölle einführen. "Wir werden nicht eskalieren und wir werden nicht zurückstecken", sagte Vize-Premierministerin Chrystia Freeland. Kanada werde im September auf US-Produkte Zölle von umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro einführen. Trump hatte den Zollaufschlag am Donnerstag in Ohio verkündet und erklärt, er wolle die US-Industrie verteidigen. "Kanada hat uns ausgenutzt, wie immer", sagte er. Freeland nannte Trumps Vorwürfe "absurd" und die US-Zölle ungerechtfertigt und inakzeptabel.
    Mauritius ruft nach Öl-Leck Umweltnotstand aus
    Nach der umfangreichen Freisetzung von Schiffsöl hat der Regierungschef von Mauritius, Pravind Jugnauth, den Umwelt- Notstand ausgerufen. Zugleich bat er um dringende Hilfe aus dem Ausland und wandte sich zunächst an Frankreich. Fast zwei Wochen lag der japanische Frachter "Wakashio" auf einem Korallenriff vor Mauritius, Dann sank eine Seite des Schiffs ab und Öl lief aus. Rund ein Viertel der rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord sollen bereits ausgelaufen sein. Versuche, das Schiff zu stabilisieren oder das Öl abzupumpen, sind bisher gescheitert. Umweltschützer befürchten eine Ölkatastrophe.
    Champions League: Manchester City schaltet Real Madrid aus
    Nach 148 Tagen Corona-Pause haben Manchester City und Olympique Lyon das Finalturnier der Champions League in Lissabon erreicht. Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan entschied im Gigantengipfel zwischen Manchester City und Real Madrid das deutsche Duell mit Weltmeister Toni Kroos mit 2:1 für sich. Die Franzosen verloren bei Juventus Turin zwar mit 1:2, doch nach dem 0:1 im Hinspiel reichten Turin auch die beiden Tore von Superstar Cristiano Ronaldo nicht. Das Viertelfinale bestreiten Lyon und Manchester City am 15. August in Lissabon.
    8 min
  • 07.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump geht gegen chinesische Firmen hinter Tiktok und WeChat vor
    US-Präsident Donald Trump hat eine Verordnung unterzeichnet, die alle Geschäfte mit dem chinesischen Inhaberkonzern der Videoplattform Tiktok und mit Tencent, Eigner der WeChat-App, verbietet. Das Verbot soll laut der Verordnung in 45 Tagen in Kraft treten. Trump beschuldigt den Bytedance-Konzern, dem Tiktok gehört, über die Plattform Spionage für Chinas Regierung zu betreiben. WeChat sammle gewaltige Mengen an Nutzerdaten und stelle daher eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar, hieß es weiter. Die Trump-Regierung hatte zuletzt schon angekündigt, aus Sicherheitsgründen gegen chinesische Apps vorgehen zu wollen.
    16 Hafenmitarbeiter in Beirut festgenommen
    Zwei Tage nach der verheerenden Explosion im Hafengelände der libanesischen Hauptstadt Beirut sind 16 Mitarbeiter des Hafens der Mittelmeer-Metropole festgenommen worden. Wie Militärstaatsanwalt Fadi Akiki weiter bekannt gab, handelt es sich bei ihnen vor allem um Beschäftigte der Hafenverwaltung und der Zollbehörde. Die libanesische Regierung, die unter Erfolgsdruck steht, versprach eine rasche Aufklärung der Hintergründe der Detonation. Viele Landsleute fordern internationale Ermittlungen. In den Trümmerbergen suchen Helfer weiter nach etwa 100 Vermissten. Die Zahl der Toten stieg laut Gesundheitsministerium auf 149.
    Deutliche Mehrheit für Sri Lankas Regierungspartei
    Die Partei SLPP von Sri Lankas Präsident Gotabhaya Rajapaksa hat bei der Parlamentswahl einen klaren Sieg erreicht. Sie erreicht 145 von 225 Sitzen, wie die Wahlkommission mitteilte. In einer Koalition mit kleineren Parteien käme die SLPP auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit, die für Verfassungsänderungen gebraucht wird. Der Präsident war zuvor Verteidigungsminister, als sein Bruder Mahinda Präsident war (2005-2015). Die Brüder Rajapaksa haben das Land stark geprägt. Nach Angaben der Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung bei 71 Prozent, was leicht tiefer ist als in Vorjahren. Das neue Parlament tritt erstmals am 20. August zusammen.
    New York will Waffenlobby NRA zerschlagen
    Die mächtige amerikanische Waffenlobby-Organisation NRA (National Rifle Association) gerät juristisch massiv unter Druck. Nach 18-monatigen Ermittlungen erhebt die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York Anklage gegen die NRA, um ihre Auflösung zu erreichen. Betrug und Missbrauch seien über Jahre an der Tagesordnung gewesen, sagte Letitia James in New York. Über drei Jahre hinweg seien Schäden in Höhe von mehr als 64 Millionen Dollar entstanden. Präsident Donald Trump kritisierte das Vorgehen scharf und warb für sich als Verteidiger des Rechts auf Waffenbesitz.
    Trump heizt Handelsstreit mit Kanada wieder an
    Die USA werden von Mitte August an einige Aluminium-Importe aus Kanada wieder mit einem zehnprozentigen Strafzoll belegen. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete Präsident Donald Trump. Während einer Rede im Bundesstaat Ohio sagte er, die Zölle seien notwendig, um die heimische Aluminium-Industrie zu schützen. Die kanadischen Hersteller hätten ihr Versprechen gebrochen, den US-Markt nicht mit billigem Aluminium zu fluten. Die Regierung in Ottawa drohte mit Vergeltungsmaßnahmen, sollten die Zölle eingeführt werden.
    US-Senatoren drohen Sassnitz mit "vernichtenden" Sanktionen
    Im Streit mit den USA um die Gaspipeline Nord Stream 2 sind drei US-Senatoren zum Angriff übergegangen. In einem Schreiben an das Management der Fährhafen Sassnitz GmbH auf Rügen drohten sie "vernichtende rechtliche und wirtschaftliche Sanktionen" an, sollte die Firma den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 weiter unterstützen. Der Fährhafen dient als logistische Basis für die Fertigstellung der noch fehlenden 160 Kilometer Strecke unter der Ostsee. Die Pipeline soll Deutschland und Russland miteinander verbinden. Das Auswärtige Amt reagierte verärgert auf den Brief.
    Präsident der Elfenbeinküste will für dritte Amtszeit kandidieren
    Der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, will bei der Präsidentschaftswahl Anfang Oktober für eine dritte Amtszeit kandidieren. Ouattara teilte seine Absicht in einer Fernsehansprache mit. Die Verfassung sieht eigentlich nur zwei Amtszeiten vor. Anfang Juli war Ministerpräsident Amadou Gon Coulibaly überraschend an einem Herzinfarkt verstorben. Der Vertraute von Staatschef Ouattara sollte als Kandidat der Regierungspartei bei der Präsidentenwahl antreten. Seit seinem Tod wurde in dem westafrikanischen Land darüber spekuliert, ob sich der 78-jährige Ouattara nochmals bewirbt.
    11 min
  • 06.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lufthansa erwägt auch Kündigungen in Deutschland
    Die Lufthansa schließt nach einem Milliardenverlust im zweiten Quartal betriebsbedingte Kündigungen auch in Deutschland nicht mehr aus. Dies teilte der Konzern bei der Vorlage der aktuellen Zahlen in Frankfurt mit. Von April bis Juni verzeichnete die größte deutsche Fluggesellschaft demnach einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe es 96 Prozent weniger Fluggäste gegeben. Vor 2024 werde die Nachfrage nach Flugreisen nicht wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen, heißt es weiter. Der Konzern will insgesamt 22.000 Vollzeitstellen abbauen.
    Twitter und Facebook gehen gegen Trump-Äußerungen vor
    Twitter hat das Konto der Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump komplett gesperrt. Der Kurzbotschaftendienst begründete die Maßnahme damit, dass eine dort platzierte Botschaft falsche Informationen über die Corona-Pandemie enthalte. Das Konto werde erst wieder entsperrt, wenn Trumps Wahlkampfteam den entsprechenden Tweet lösche. Darin wird behauptet, dass Kinder "fast immun" gegen das Coronavirus seien. Kurz zuvor hatte bereits Facebook eine fast gleichlautende Botschaft des Präsidenten gelöscht. Dabei handelte es sich um einen Video-Ausschnitt aus einem Interview im US-Sender Fox News.
    USA loben Kopfgeld für Hinweise auf Wahlmanipulierer aus
    Die US-Regierung hat ein Kopfgeld von bis zu zehn Millionen Dollar (ungefähr 8,5 Millionen Euro) ausgerufen. Erhalten sollen es diejenigen, die relevante Hinweise auf eine mutmaßliche Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl im November durch ausländische staatliche Akteure liefern. Außenminister Mike Pompeo erläuterte in Washington, es gehe darum, Verdächtige zu erkennen, die im Auftrag von - oder in Zusammenarbeit mit - einer ausländischen Regierung das Internet missbrauchten, um Einfluss auf die Wahlen am 3. November zu nehmen. Dazu gehörten auch Hacker-Angriffe.
    Internationale Hilfe für Beirut läuft an
    Nach der Explosionskatastrophe in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist die internationale Hilfe angelaufen. Zahlreiche Staaten - darunter auch Deutschland - sagten Millionensummen und Hilfsmannschaften zu. In Beirut suchen Rettungskräfte unter den Trümmern weiter nach Überlebenden. Das libanesische Kabinett rief einen zweiwöchigen Ausnahmezustand aus. Die Zahl der Toten durch die gewaltige Detonation in einer Lagerhalle im Hafen stieg auf mindestens 137. Mehr als 5000 Menschen wurden verletzt.
    Türkische Frauen protestieren gegen Gewalt
    Tausende Frauen haben in mehreren türkischen Städten gegen häusliche Gewalt und gegen die Aufkündigung der Istanbul-Konvention protestiert. In Istanbul skandierten sie: "Männer schlagen, der Staat schützt sie." Die Demonstrantinnen hielten Schilder mit den Namen getöteter Frauen hoch oder trugen Oberteile mit den Namen der Opfer. Gewalt gegen Frauen ist in der Türkei weit verbreitet. Die Regierung in Ankara überlegt, aus der Istanbul-Konvention des Europarats auszutreten. Die Vereinbarung aus dem Jahr 2011 soll einen europaweiten Rechtsrahmen schaffen, um Frauen vor Gewalt zu schützen.
    Japan gedenkt des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 75 Jahren
    Angesichts der Sorgen vor einem neuen atomaren Wettrüsten hat der Bürgermeister von Hiroshima zur nuklearen Abrüstung aufgerufen. Bei einer Gedenkzeremonie zum 75. Jahrestag des Abwurfs einer US-Atombombe auf die japanische Stadt forderte Bürgermeister Kazumi Matsui die Welt auf, sich gegen die Bedrohungen für die Menschheit zusammenzuschließen. Am 6. August 1945 wurden durch den ersten Atombombenabwurf schätzungsweise 70.000 Menschen sofort getötet. Drei Tage später fiel eine weitere US-Atombombe auf Nagasaki. Bis 1950 verloren 340.000 Menschen in Folge der Atomwaffenangriffe ihr Leben.
    Europa League: Wolfsburg scheitert an Donezk
    Der VfL Wolfsburg ist im Europa-League-Achtelfinale ausgeschieden und hat damit das Endrunden-Turnier verpasst. Die Niedersachsen unterlagen im Rückspiel beim ukrainischen Meister Schachtjor Donezk in Kiew 0:3. Schon das Hinspiel hatte der VfL kurz vor der Corona-Pause 1:2 verloren.
    10 min
  • 05.08.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.100 Tote und 4000 Verletzte bei Explosionen in Beirut
    Zwei gewaltige Explosionen am Hafen haben die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Das Rote Kreuz gab die vorläufige Zahl der Toten mit rund 100 an, die der Verletzten mit mehr als 4000. Weite Teile der Stadt sind verwüstet, die Krankenhäuser vollkommen überlastet. Auf Bildern waren unter Trümmern eingeklemmte Menschen zu sehen, viele von ihnen waren blutüberströmt. Regierungschef Hassan Diab mutmaßte, dass 2750 Tonnen Ammoniumnitrat die heftigen Detonationen ausgelöst haben könnten. Das Material, das auch zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden kann, sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Gebäude im Hafen von Beirut gelagert worden, sagte er. Die Explosionen waren auch im 240 Kilometer entfernten Nikosia auf der Mittelmeerinsel Zypern zu spüren.
    Weltweite Hilfszusagen an den Libanon
    Nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut haben sich Staaten weltweit erschüttert gezeigt und ihre Hilfe angeboten. Auch Kanzlerin Angela Merkel und US-Außenminister Mike Pompeo sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und boten Unterstützung an. Katar will Feldlazarette zur Versorgung der Tausenden Verletzten schicken. Kuwait sagte die Entsendung medizinischer Nothilfe zu. Israel, das sich formell immer noch im Krieg mit dem Nachbarn befindet, bot medizinische und humanitäre Hilfe an.
    Grundsteinlegung für Hindu-Tempel in Indien
    Im nordindischen Pilgerort Ayodhya wird an diesem Mittwoch der Grundstein eines umstrittenen Hindu-Tempels am Standort einer zerstörten Moschee gelegt. An der Zeremonie nimmt auch Premierminister Narendra Modi teil. Das Oberste Gericht hatte den Bau im November genehmigt, was zu heftigen Protesten in der muslimischen Bevölkerung führte. Kritiker werfen Modi vor, Indien in einen hindu-nationalistischen Staat verwandeln zu wollen. In Ayodhya wurde 1992 eine Moschee von Hindu-Extremisten zerstört. Bei anschließenden Unruhen wurden mehr als 2000 Menschen getötet, die meisten davon Muslime.
    Anti-Folter-Komitee appelliert an Erdogan
    Das Anti-Folter-Komitee des Europarats (CPT) prangert Missstände in türkischen Gefängnissen und Polizeistationen an. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan müsse stärker gegen mutmaßliche Misshandlungen von Festgenommenen in Polizeigewahrsam vorgehen, forderte das CPT-Gremium bei der Vorstellung zweier Berichte zur Lage in türkischen Gefängnissen. In einer Antwort auf den Report wiesen die Behörden die Vorwürfe zurück. Es sei nicht üblich, Geständnisse und Informationen durch die Anwendung von Gewalt zu erhalten, hieß es.
    Goldpreis übersteigt erstmals Marke von 2000 US-Dollar
    Der Goldpreis hat erstmals in seiner Geschichte die symbolische Marke von 2000 US-Dollar überschritten. Der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) des Edelmetalls stieg am Dienstag zwischenzeitlich auf mehr als 2008 Dollar (rund 1708 Euro). Seit Jahresbeginn verteuerte sich Gold um fast ein Drittel. Den jetzigen Rekordwert begründen Händler auch mit Sorgen der Anleger angesichts der Hängepartie im US-Kongress im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket. Generell gilt Gold angesichts der durch die Pandemie ausgelösten Ungewissheiten für viele als sichere Wertanlage, was den Preis nach oben treibt.
    Corona lässt Disney-Konzern schwer stürzen
    Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen Walt Disney tief in die roten Zahlen gebracht. Der Konzern verbuchte im Quartal von April bis Ende Juni einen Verlust von 4,72 Milliarden Dollar (etwa 4 Milliarden Euro), wie ein Sprecher im kalifornischen Burbank mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Nettogewinn von 1,43 Milliarden Dollar gegeben. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 11,78 Milliarden Dollar. Insbesondere Disneys Geschäft mit Vergnügungsparks, Kreuzfahrten und anderen touristischen Attraktionen litt unter der Pandemie.
    8 min
  • Zurück zum „normalen“ Schulbetrieb
    Die Sommerferien gehen langsam zu Ende. Im neuen Schuljahr soll der Unterricht zum größten Teil wieder in den Klassenzimmern stattfinden. Dann wird man sehen, ob die geplanten Maßnahmen zum Schutz vor Corona ausreichen.Klicke auf den unten stehenden Link, um zur Lektion mit interaktiven Übungen zu kommen. Dort findest du außerdem die Top-Thema-Folge sowie das Manuskript.
    3 min

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