Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 23.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump schickt Bundespolizisten nach Chicago
    US-Präsident Donald Trump macht seine Drohung wahr und entsendet Einheiten der Bundespolizei in weitere Großstädte. Hunderte Bundespolizisten würden nach Chicago und nach Albuquerque entsandt, um gegen eine Welle von Gewaltverbrechen anzukämpfen, erklärte Trump in Washington. Angesichts des Blutvergießens habe man keine andere Wahl. Laut Justizminister William Barr wurden bereits 200 Polizisten nach Kansas City geschickt. Die Bürgermeisterin von Chicago, Lori Lightfoot, kritisierte Trumps Ankündigung. Der Präsident wolle mit den Einsätzen nur von seinem Versagen in der Corona-Pandemie ablenken.
    Neue Waffenruhe in der Ostukraine vereinbart
    Im Kriegsgebiet in der Ostukraine gibt es wieder einmal einen Anlauf für eine dauerhafte Waffenruhe. Eine "völlige und allumfassende Feuereinstellung" trete am Montag um 0.01 Uhr Ortszeit in Kraft, teilte das Präsidialbüro in Kiew mit. Zuvor hatten bereits Vertreter der prorussischen Separatisten aus den Gebieten von Donezk und Luhansk die zwischen den Konfliktparteien und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erarbeitete Vereinbarung verkündet. Eine von allen Beteiligten eingehaltene Waffenruhe gilt als wichtige Voraussetzung für einen neuen Ukraine-Krisengipfel.
    Italienische Küstenwache setzt "Ocean Viking" fest
    Die italienische Küstenwache hat das private Seenotrettungsschiff "Ocean Viking" im Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien auf unbestimmte Zeit festgesetzt. Es handle sich um eine neue Stufe behördlicher Schikane mit dem Ziel, die lebensrettenden Einsätze zu blockieren, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. Nach Angaben der Küstenwache wurden bei der Inspektion des Schiffes technische und logistische Mängel festgestellt. Diese gefährdeten nicht nur die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung, sondern auch künftiger Migranten, die das Schiff nach Rettungseinsätzen aufnehme.
    Erste Flutung am Nil-Megastaudamm
    Im Streit um den größten Staudamm Afrikas hat Äthiopien weitere Fakten geschaffen. Der Stausee wurde mit 4,9 Milliarden Kubikmeter Wasser gefüllt. Regierungschef Abiy Ahmed sprach von einem "historischen" Moment. Die Teilflutung am Großen Renaissance-Staudamm sei gelungen, ohne den Wasserfluss stromabwärts zu unterbrechen, twitterte der zuständige Minister Seleshi Bekele. Addis Abeba will mit der Talsperre den für seine wirtschaftliche Entwicklung benötigten Strom erzeugen. Die beiden anderen Nil-Anrainer Ägypten und Sudan fürchten um ihre Wasserversorgung.
    Chinas erste eigene Mars-Mission gestartet
    China hat seine erste eigene Mars-Mission gestartet. Eine mit einer Mars-Sonde bestückte Rakete hob vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan ab. Im Rahmen der Mission mit der Bezeichnung "Tianwen-1" soll die Sonde zunächst auf eine Umlaufbahn gebracht werden. Dann soll ein Landegerät auf der Mars-Oberfläche aufsetzen. Die Reise der Sonde zum Roten Planeten wird wegen der Entfernung von 55 Millionen Kilometern sieben Monate dauern. Die Volksrepublik will auch in der Raumfahrt eine Großmacht werden. Unter anderem ist für 2022 die Inbetriebnahme einer eigenen Raumstation geplant.
    Tesla mit viertem Gewinn-Quartal in Folge
    Der Elektroauto-Pionier Tesla hat ungeachtet der Corona-Pandemie das vierte Quartal in Folge einen Gewinn verbucht und damit seine Aktien in die Höhe springen lassen. Im Zeitraum von April bis Juni habe unter dem Strich ein Plus von 104 Millionen Dollar gestanden, teilte das Unternehmen aus dem Silicon Valley mit. Tesla nimmt damit eine Hürde für eine etwaige Aufnahme in den S&P-500-Index. Die Firma des Tech-Milliardärs Elon Musk hält an dem Ziel fest, bis Ende des Jahres eine halbe Million Fahrzeuge auszuliefern. Die Aktie des US-Konzerns legte im nachbörslichen Handel sechs Prozent zu.
    8 min
  • 22.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ändert Tonfall in Corona-Krise
    Präsident Donald Trump hat die US-Amerikaner vor einer weiteren Zuspitzung der Pandemie gewarnt. "Es wird wahrscheinlich leider schlimmer werden, bevor es besser wird", sagte Trump wörtlich bei seinem ersten Corona-Briefing im Weißen Haus seit Ende April. Ziel sei es, die Pandemie nicht nur einzudämmen, "sondern sie loszuwerden". Erstmals forderte Trump die US-Bürger auch konkret zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf. Früher hatte er einen Gesichtsschutz noch als Symbol der Schwäche abgetan.
    EU verteidigt Krisengipfel-Beschlüsse
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Kritik an den Beschlüssen des Brüsseler Sondergipfels der Europäischen Union zurückgewiesen. Die neue Rechtsstaatsklausel, die die Auszahlung von EU-Geldern an die Einhaltung von Grundwerten koppeln soll, werde wirksam sein, betonte sie. Auch Einwände, der Klimaschutz komme im EU-Haushalt zu kurz, ließ von der Leyen nicht gelten. Bei dem Gipfel war nach viertägigen Verhandlungen ein rund 1,8 Billionen Euro schweres Paket aus siebenjährigem Gemeinschaftshaushalt und einem umfangreichen Corona-Hilfsfonds vereinbart worden.
    Corona-Krise verstärkt Kinderarmut in Deutschland
    Gut ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland lebt nach Angaben der Bertelsmann Stiftung in Armut. Betroffen sind rund 2,8 Millionen junge Menschen, wie aus einer in Gütersloh veröffentlichten Studie hervorgeht. Die Kinder- und Jugendarmut verharre trotz langer guter wirtschaftlicher Entwicklung seit Jahren auf diesem hohen Niveau, heißt es. Die Corona-Pandemie drohe das Problem zu verschärfen, da die Krise Eltern benachteiligter Kinder besonders hart treffe. Sie arbeiteten häufiger in Teilzeit oder als Minijobber und gehörten deswegen zu denjenigen, die als erste ihre Jobs verlören.
    Pompeo erhöht Druck auf China
    Im Dauerstreit mit China hat US-Außenminister Mike Pompeo die Weltgemeinschaft aufgerufen, gemeinsam der Pekinger Führung die Stirn zu bieten. Alle Nationen, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzten, müssten sich darüber klar sein, welche "Bedrohung von der Kommunistischen Partei Chinas" ausgehe, erklärte Pompeo in London. Dort traf er sich auch mit dem britischen Premierminister Boris Johnson. Zentrale Themen waren die Lage in Hongkong und die Verfolgung der Uiguren in China.
    Assads Partei gewinnt Wahl in Syrien
    Die Baath-Partei des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hat die Parlamentswahl in dem Bürgerkriegsland klar für sich entschieden. Die Partei und ihre Verbündeten gewannen 183 der 250 Sitze in der Volkskammer in Damaskus, wie aus dem amtlichen Wahlergebnis hervorgeht. Der deutliche Baath-Sieg war erwartet worden, wirkliche Oppositionskandidaten gab es bei der Abstimmung am vergangenen Sonntag nicht. Ein Oppositionsvertreter bezeichnete die Wahl als "ein Theaterspiel des Regimes".
    Geiselnahme im ukrainischen Luzk beendet
    Ein Geiseldrama in einem Bus im Westen der Ukraine ist unblutig zu Ende gegangen. Nach rund zwölfstündigem Nervenkrieg kamen alle 13 festgehaltenen Menschen unversehrt frei. Der Kidnapper ergab sich und wurde festgenommen, wie das Innenministerium in Kiew mitteilte. In die Verhandlungen mit dem schwer bewaffneten Mann hatte sich Präsident Wolodymyr Selenskyj persönlich eingeschaltet. Er kam der bizarren Forderung des 44-jährigen Täters nach, für einen Dokumentarfilm über die Misshandlung von Tieren zu werben.
    7 min
  • 21.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Einigung auf historisches Corona-Paket der EU steht
    Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise haben sich die EU-Staaten auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Der Kompromiss wurde nach mehr als viertägigen Verhandlungen am Morgen auf einem Sondergipfel in Brüssel von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen. Zusammen umfasst das Paket 1,8 Billionen Euro - davon 1074 Milliarden Euro für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden Euro für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die Folgen der Pandemiekrise. Mit dem Finanzpaket will sich die EU gegen den historischen Wirtschaftseinbruch stemmen.
    Macron räumt Spaltung der EU-Staaten bei Gipfel ein
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem EU-Gipfel eingeräumt, dass sich bei den Beratungen eine gewisse Spaltung der Mitgliedsstaaten gezeigt habe. Die Verhandlungen in Brüssel seien auch geprägt gewesen von unterschiedlichen Auffassungen von Europa", sagte Macron in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese sprach ihrerseits von einem guten Abschluss. Mit dem Konjunktur- und Investitionsprogramm - offiziell als Wiederaufbaufonds bezeichnet - sei "eine Antwort auf die größte Krise seit Bestehen der Europäischen Union" gegeben worden, betonte Merkel.
    Ägypten billigt Militäreinsatz in Libyen
    Das ägyptische Parlament hat den Weg geebnet für eine mögliche Militärintervention im benachbarten Bürgerkriegsland Libyen. Die Abgeordneten stimmten Kampfeinsätzen im Ausland gegen "kriminelle Milizen" und "ausländische Terrorgruppen" zu. Ägypten unterstützt wie Russland den abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar, der gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Einheitsregierung in Tripolis kämpft. Damit wächst in Libyen die Gefahr einer direkten Konfrontation türkischer und ägyptischer Streitkräfte. Die Türkei steht auf der Seite der Einheitsregierung.
    Prozess gegen Halle-Attentäter in Magdeburg
    Gut neun Monate nach dem antisemitischen Anschlag in der ostdeutschen Stadt Halle beginnt an diesem Dienstag der Prozess gegen den Angeklagten Stephan B. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen unter anderem Mord und versuchten Mord vor. Er hatte im Oktober vergangenen Jahres während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, bewaffnet in die Synagoge in Halle einzudringen. Als ihm dies nicht gelang, erschoss er auf offener Straße eine Frau und kurz darauf einen Mann in einem Imbiss.
    US-Gericht mildert Glyphosat-Urteil ab
    Der Bayer-Konzern hat das erste Glyphosat-Berufungsverfahren in den USA verloren. Der Kläger habe "reichlich" Belege dafür geliefert, dass seine Krebserkrankung durch den Wirkstoff im Unkrautvernichter "Roundup" ausgelöst worden sei, heißt es in einem Urteil des zuständigen Gerichts in San Francisco. Zugleich verringerte es die von Bayer zu zahlende Schadensersatzsumme auf 20,5 Millionen Dollar - von ursprünglich 289 Millionen. Der Konzern sprach in einer Stellungnahme von einem "Schritt in die richtige Richtung", erwägt aber den Gang vor den Obersten Gerichtshof Kaliforniens.
    Trump schwenkt in Masken-Frage um
    Entgegen seiner früheren Überzeugung hat US-Präsident Donald Trump für das Tragen von Masken im Kampf gegen die Corona-Pandemie geworben. "Wir sind vereint in unseren Bemühungen, das unsichtbare China-Virus zu besiegen", schrieb Trump auf Twitter wörtlich. Dazu veröffentlichte er ein Foto, das ihn selbst mit einem Mund-Nasen-Schutz zeigt. Nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement will Trump auch seine Corona-Pressekonferenzen wieder aufnehmen. Regelmäßige Briefings seien ein "sehr guter Weg", positive Nachrichten an die Öffentlichkeit zu bringen, sagte er in Washington.
    9 min
  • 20.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Gipfel geht am Nachmittag weiter
    Der EU-Gipfel zu den geplanten Corona-Hilfen ist am Morgen unterbrochen worden und soll am Nachmittag fortgesetzt werden. Die 27 Staats- und Regierungschefs verhandeln seit Freitag über einen insgesamt 750 Milliarden Euro schweren Aufbaufonds. Größter Streitpunkt ist der Anteil jener Gelder, die als Zuschüsse ausgezahlt werden sollen. Nach dem ursprünglichen Vorschlag sollten dafür 500 Milliarden Euro aufgewendet werden. Auf Druck von Österreich, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Finnland senkte EU-Ratspräsident Charles Michel diesen Betrag zuletzt auf 400 Milliarden Euro ab.
    WHO meldet neuen Rekord an Corona-Infektionen
    In vielen Ländern breitet sich die Coronavirus-Pandemie weiter rasant aus. Zuletzt seien innerhalb von 24 Stunden weltweit fast 260.000 Neuinfektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 registriert worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag mit. Die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion starben, überstieg laut US-Forschern inzwischen die Marke von 600.000. Besonders betroffen von der Pandemie waren zuletzt die USA, Brasilien, Mexiko, Indien und Südafrika.
    Mutmaßlicher Agent für CIA und Mossad im Iran hingerichtet
    Im Iran ist ein mutmaßlicher Spion für CIA und Mossad hingerichtet worden. Mahmud Mussawi Madschid habe den Geheimdiensten in den USA und Israel militärische Informationen geliefert, teilte die Justizbehörde nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in Teheran mit. Demnach informierte der Iraner die CIA auch über die Aufenthaltsorte von General Ghassem Soleimani und anderen Kommandeuren. Soleimani - Chef der Elite-Einheit Al-Kuds der iranischen Revolutionsgarden - war im Januar in der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem US-Drohnenangriff getötet worden.
    Tote und Verletzte bei Anschlag im Nordwesten Syriens
    Bei einem Autobombenanschlag im Nordwesten Syriens sind am Sonntag nach Angaben türkischer Medien fünf Menschen getötet und 85 weitere verletzt worden. Die Tat habe sich in der türkisch-syrischen Grenzstadt Siccu in der Region Asas ereignet, berichtet die Agentur Anadolu. In dem von jahrelangen Kämpfen gezeichneten Syrien war am Sonntag ein neues Parlament gewählt worden. Präsident Baschar al-Assad hat das Land auch aufgrund russischer Militär-Unterstützung inzwischen wieder weitgehend unter Kontrolle.
    Mars-Mission der Emirate nach zweimaliger Verschiebung gestartet
    Nach zweimaligem Aufschub wegen schlechten Wetters ist die erste Mars-Mission der Vereinigten Arabischen Emirate gestartet. Eine japanische Rakete mit der Mars-Sonde "Al-Amal" ("Hoffnung") an Bord hob in der Nacht zum Montag vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima ab. Nach den Plänen der Emirate soll die Sonde im Februar 2021 mit der Umrundung des Roten Planeten beginnen. Wegen der derzeit günstigen Lage des Planeten zur Erde planen auch die USA und China für diesen Monat eigene Mars-Missionen.
    Lufthansa-Vorstand kündigt schnellere Ticket-Erstattung für ausgefallene Flüge an
    Die Lufthansa will die Erstattung von Tickets für ausgefallene Flüge beschleunigen. "Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt", sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Insgesamt sind bei der deutschen Airline mehr als zwei Millionen Erstattungsanfragen eingegangen.
    8 min
  • 18.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neuer COVID-19-Höchststand
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen neuen Rekordanstieg der Corona-Infektionen. Bis Freitagabend seien innerhalb eines Tages weltweit fast 238.000 neue Ansteckungen registriert worden. Die am stärksten betroffene Gruppe ist das medizinische Personal mit etwa zehn Prozent aller COVID-19-Fälle. Zuletzt habe die Zahl der neu registrierten Erkrankungen vor allem in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika zugenommen, so die WHO in Genf. Die Zahl der Todesfälle bleibe derzeit dagegen konstant bei durchschnittlich rund 5000 täglich.
    Kein Durchbruch am ersten Gipfeltag
    Nach dem Wirtschaftseinbruch in der Corona-Krise versuchen die EU-Staaten ein Finanzpaket in Billionenhöhe zu schnüren. Der erste Tag eines Sondergipfels in Brüssel endete allerdings ohne greifbare Ergebnisse. An diesem Samstag soll weiter verhandelt werden. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag für ein 750 Milliarden schweres Programm zum wirtschaftlichen Wiederaufbau. Außerdem geht es um den nächsten siebenjährigen EU-Haushaltsrahmen, der mehr als eine Billion Euro umfassen soll. Bedenken haben vor allem die sogenannten "Sparsamen Vier": Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande.
    Maas-Aufruf im Sicherheitsrat
    Bundesaußenminister Heiko Maas will mehr Hilfen für Opfer von sexualisierter Gewalt in Konflikten. Diese verdienten medizinische und rechtliche Unterstützung, sagte der SPD-Politiker in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates, die er selbst leitete. Bei der Friedenskonsolidierung müssten Frauen eine zentrale Rolle spielen. Ohne Gleichstellung der Geschlechter und ohne Menschenrechte blieben dauerhafter Frieden und langfristige Aussöhnung unerreichbar. Sanktionen müssten eine größere Rolle spielen, um sexualisierte Gewalt zu beenden. Die Täter müssten stärker zur Verantwortung gezogen werden.
    Weitere Hinrichtung in den USA
    Zum dritten Mal innerhalb einer Woche ist in den USA ein auf Bundesebene verurteilter Straftäter per Giftspritze hingerichtet worden. Dustin Honken sei in einer Haftanstalt im Bundesstaat Indiana für tot erklärt worden, teilte das Gefängnisamt des US-Justizministeriums mit. Honken war 2005 zum Tode verurteilt worden. Er hatte dem Gericht zufolge unter anderem fünf Menschen erschossen, darunter auch zwei Kinder.
    Keine Konföderiertenflagge auf Army-Basen
    In der Rassismusdebatte in den USA hat Verteidigungsminister Mark Esper die Konföderiertenflagge auf Militäreinrichtungen de facto verboten. In einer vom Pentagon veröffentlichten Anordnung Espers heißt es, Flaggen auf Militäreinrichtungen müssten alle Amerikaner mit Würde und Respekt behandeln. Polarisierende Symbole müssten vermieden werden. Kritiker sehen in der historischen Flagge mit 13 Sternen in einem blauen Kreuz auf rotem Grund ein Symbol des Rassismus.
    Konsequenzen nach Polizei-Einsatz
    Die Polizei in London hat einen Beamten wegen der gewaltsamen Festnahme eines Schwarzen suspendiert. Ein weiterer Polizist wurde in den Innendienst versetzt. Auf Videos ist zu sehen, wie mutmaßlich die beiden Polizisten einen am Boden liegenden und mit Handschellen gefesselten Mann gewaltsam niederhalten. Einer der Beamten drückt dem Mann sein Knie ins Gesicht. Der Vorfall erinnert an den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, der Ende Mai bei seiner Festnahme in der US-Metropole Minneapolis ums Leben kam.
    Revision im Fall Yücel
    Die türkische Staatsanwaltschaft will offenbar das Urteil gegen den deutschen Journalisten Deniz Yücel anfechten. Wie die Zeitung "Welt" unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag der Anklage berichtet, findet die Staatsanwaltschaft das Urteil zu milde. In Abwesenheit war Yücel in dieser Woche in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Unter anderem vom Vorwurf der Volksverhetzung sprachen ihn die Istanbuler Richter jedoch frei. Dies wolle der Staatsanwalt nicht akzeptieren, schreibt die "Welt".
    8 min
  • 17.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Gipfel ringt um Einigung über Corona-Wiederaufbaufonds
    Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder beraten an diesem Freitag auf einem Sondergipfel über den geplanten Wiederaufbaufonds für schwer von der Corona-Krise betroffene Staaten. Auch über den Finanzrahmen bis 2027 soll eine Einigung gefunden werden. Insgesamt geht es um ein Volumen von rund 1,7 Billionen Euro. Besonders umstritten ist das von der EU-Kommission vorgeschlagene 750-Milliarden-Euro-Paket für schnelle Corona-Hilfen. Vor allem die Zuschüsse und die Konditionen der Auszahlung sorgen für Zündstoff. Gespräche im Vorfeld des Gipfels brachten keine Annäherung.
    Kluft zwischen Serbien und Kosovo bleibt groß
    Nach eineinhalb Jahren haben Serbien und das Kosovo erstmals wieder direkte Gespräche unter EU-Vermittlung geführt. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic warf dem kosovarischen Ministerpräsidenten Avdullah Hoti nach dem Treffen in Brüssel vor, unrealistische Forderungen zu stellen. Die Unterschiede in allen wichtigen Fragen seien im Moment zu groß, sagte Vucic. Das Kosovo hatte sich 2008 von Serbien losgesagt. Anders als die meisten EU-Länder erkennt die Regierung in Belgrad die Unabhängigkeit bis heute nicht an. Die EU macht dies aber zur Vorbedingung für einen Beitritt Serbiens.
    Karlsruhe entscheidet über Klagen gegen Datenweitergabe an Ermittler
    Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht an diesem Freitag eine Entscheidung zum staatlichen Zugriff auf persönliche Daten von Handy- und Internetnutzern. Polizei, Bundeskriminalamt und Nachrichtendienste dürfen für ihre Arbeit die sogenannten Bestandsdaten abfragen. Dazu gehören zum Beispiel Name, Anschrift und Geburtsdatum, nicht aber einzelne Verbindungen. In den zwei Klagen gegen Datenweitergabe wird kritisiert, dass der Zugriff schon bei Ordnungswidrigkeiten erlaubt ist. In bestimmten Fällen werden auch Passwörter und PIN-Nummern herausgegeben.
    Finanzminister Scholz schon 2019 über Verdacht bei Wirecard informiert
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz soll bereits vor knapp eineinhalb Jahren über verdächtige Vorgänge beim Dax-Unternehmen Wirecard informiert worden sein. Der SPD-Politiker sei am 19. Februar 2019 darüber unterrichtet worden, dass die Finanzaufsicht Bafin "in alle Richtungen wegen Marktmanipulation ermittelt", schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Wirecard hatte Ende Juni Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen eingestehen musste, dass in der Bilanz aufgeführte Barmittel von 1,9 Milliarden Euro nicht auffindbar seien.
    Berichte über neue Proteste im Iran
    Iranische Sicherheitskräfte sind Augenzeugenberichten zufolge mit Tränengas gegen Demonstranten in der Stadt Behbahan im Südwesten des Landes vorgegangen. Auch in anderen Städten - darunter in der Hauptstadt Teheran - gab es ein großes Sicherheitsaufgebot, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen war. Die Filme konnten nicht unabhängig überprüft werden. Im vergangenen Jahr hatten sich Demonstrationen wegen der schlechten Wirtschaftslage zu gewalttätigen Protesten gegen die Regierung entwickelt.
    Mehr als zwei Millionen Corona-Infizierte in Brasilien
    Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in Brasilien seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Im größten Land Lateinamerikas starben bisher über 76.000 Menschen an oder mit dem Krankheitserreger. Nur in den USA wurden bislang mehr Corona-Infektionen und Tote registriert.
    Ex-VW-Manager soll aus den USA überstellt werden
    Ein US-Richter in Detroit hat der Überstellung des inhaftierten Ex-Volkswagen-Managers Oliver Schmidt nach Deutschland zugestimmt. Der heute 51-Jährige sollte eigentlich erst im Dezember 2022 aus der US-Haft entlassen werden. Die restliche Strafe wegen Verschwörung zum Betrug im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal soll er nun in Deutschland absitzen.
    10 min
  • 16.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hackerangriff auf Twitter-Konten von Prominenten
    Unbekannte haben Twitter-Konten - unter anderen von Amazon-Chef Jeff Bezos, Tesla-Chef Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates, Ex-Präsident Barack Obama, Präsidentschaftskandidat Joe Biden und der Firma Apple - gehackt. Sie platzierten dort Werbung für dubiose Kryptowährungs-Deals. In einer über alle Accounts verbreiteten Nachricht wurde versprochen, auf ein Konto geschickte Bitcoins würden verdoppelt. Auf das angegebene Konto soll bereits Kryptowährung im Wert von mehr als 100.000 Dollar eingezahlt worden sein. Experten zeigten sich überrascht über den Umfang und das Ausmaß des Vorfalls.
    Nordmazedoniens Sozialdemokraten erklären sich zum Sieger der Wahl
    Nach der Parlamentswahl in Nordmazedonien haben die pro-europäischen Sozialdemokraten (SDSM) des früheren Ministerpräsidenten Zoran Zaev mit knappem Vorsprung ihren Sieg erklärt. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die SDSM auf gut 36 Prozent, auf die Nationalisten von Hristijan Mickoski entfielen nach Angaben der staatlichen Wahlkommission gut 35 Prozent. Die Albaner-Partei DUI konnte mehr als zwölf Prozent der Stimmen auf sich vereinen und dürfte damit zum Juniorpartner einer künftigen Koalitionsregierung werden. Die Wahlbeteiligung lag inmitten der Corona-Pandemie bei etwa 50 Prozent.
    Tunesiens Regierungschef Fakhfakh gibt auf
    Nach knapp fünf Monaten hat der tunesische Ministerpräsident Elyes Fakhfakh seinen Rücktritt eingereicht. Vorausgegangen waren Streitigkeiten innerhalb der Regierung. Fakhfakh steht im Zentrum einer parlamentarischen Untersuchung. Ihm wird vorgeworfen, Unternehmensanteile an Baufirmen nicht abgegeben zu haben, die zuletzt wichtige öffentliche Aufträge gewonnen hatten. Die größte an der Regierung beteiligte Partei, die islamisch-konservative Ennahda, erklärte, dem Regierungschef das Vertrauen entziehen zu wollen. Noch in diesem Monat sollte ein Misstrauensantrag im Parlament eingebracht werden.
    Impfbereitschaft in Corona-Krise gesunken
    Während weltweit mit Hochdruck an Corona-Impfstoffen gearbeitet wird, werden immer weniger Kinder gegen Tetanus, Masern, Keuchhusten und andere Krankheiten geimpft. Die WHO und das Kinderhilfswerk UNICEF schlagen Alarm. Beide Organisationen warnen vor einem gefährlichen Rückgang der Zahl der Kinder weltweit, die lebensrettende Impfungen bekommen. Impfstoffe seien eines der wirksamsten Instrumente in der Geschichte der öffentlichen Gesundheit, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bereits erzielte Fortschritte zur Bekämpfung von Krankheiten drohten verloren zu gehen.
    Viele Festnahmen bei Anti-Putin-Protesten
    Hunderte Menschen haben in Moskau gegen die umstrittenen Verfassungsänderungen demonstriert, mit denen sich Präsident Wladimir Putin die Option auf zwei weitere Amtszeiten gesichert hat. Auf dem Puschkin-Platz im Zentrum der russischen Hauptstadt kamen Kreml-Kritiker zu einer unangemeldeten Protestaktion zusammen. Sie starteten eine Unterschriftensammlung für eine mögliche Berufung vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Änderung der Verfassung und den damit verbundenen Machtzuwachs für den Präsidenten. Die Polizei stoppte die Demonstration und nahm mehr als 140 Menschen fest.
    Familie von George Floyd verklagt Polizisten
    Angehörige des vor fast zwei Monaten gewaltsam getöteten Afroamerikaners George Floyd haben Klage gegen Minneapolis und vier Ex-Polizisten wegen widerrechtlicher Tötung eingereicht. Die Beteiligten hätten dessen Grundrechte verletzt. Die Stadt Minneapolis wird beschuldigt, die Polizei in einer Kultur von "exzessiver Gewaltanwendung, Rassismus und Straflosigkeit für die Verantwortlichen" gewähren zu lassen. Es müsse ein Präzedenzfall geschaffen werden, damit Polizisten auch finanziell dafür büßen, wenn sie Angehörige von Minderheiten unrechtmäßigerweise töteten, sagte der Anwalt der Familie.
    9 min
  • 15.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verfügt Sanktionen gegen China
    Im Streit um die Autonomie Hongkongs hat der US-Präsident ein Sanktionsgesetz gegen China unterzeichnet. Damit solle China für "repressive Aktionen" gegen die Menschen in der Sonderverwaltungszone zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Donald Trump vor der Presse in Washington. Das Gesetz sei ein wirksames Werkzeug, um gegen Personen und Institutionen vorzugehen, die "Hongkongs Freiheit auslöschen wollen". Vorgesehen ist, den Besitz von Betroffenen in den USA einzufrieren und ihnen die Einreise zu verwehren. Trump erklärte zudem, die wirtschaftliche Vorzugsbehandlung von Hongkong werde beendet.
    Ausländische Studierende dürfen nun doch in USA bleiben
    Die US-Regierung will ausländischen Studenten, die wegen der Corona-Pandemie nur Online-Kurse an amerikanischen Hochschulen besuchen können, nun doch nicht zum Wintersemester die Visa entziehen. Damit gibt die US-Regierung dem Druck zahlreicher Hochschulen und mehrerer Bundesstaaten nach. Die Studiengebühren ausländischer Studenten machen einen wichtigen Teil der Einnahmen an vielen Universitäten aus. Beobachter hatten die geplante Visums-Regelverschärfung als einen Versuch der Regierung von Präsident Donald Trump gewertet, die Universitäten zu einer Rückkehr zum Präsenz-Unterricht zu drängen.
    Lukaschenko-Rivale darf nicht kandidieren
    Zur Präsidentenwahl in Weißrussland hat der aussichtsreichste Gegner von Staatschef Alexander Lukaschenko keine Zulassung bekommen. Viktor Babariko, der wegen angeblicher illegaler Geschäftspraktiken in Untersuchungshaft sitzt, wurde von der Wahlkommission die Kandidatur verweigert. Demnach werden bei der Abstimmung am 9. August insgesamt vier Bewerber gegen den seit mehr als einem Vierteljahrhundert autoritär regierenden Lukaschenko antreten. Bei Protesten hunderter Regierungsgegner gegen den Beschluss der Wahlkommission wurden in Minsk zahlreiche Menschen festgenommen.
    Nordmazedonien wählt neues Parlament
    In Nordmazedonien sind 1,8 Millionen Bürger zur Parlamentswahl aufgerufen. Gewählt werden 123 Abgeordnete der aus einer Kammer bestehenden Volksvertretung. In letzten Umfragen lagen die Sozialdemokraten des früheren Ministerpräsidenten Zoran Zaev knapp vor den Nationalisten von Hristijan Mickoski. Es ist die erste Parlamentswahl, seitdem das Balkanland im Februar 2019 seinen Namen von Mazedonien in Nordmazedonien umgeändert hat. Mit dem Schritt wurde der seit Jahrzehnten schwelende Namensstreit mit dem EU-Nachbarn Griechenland beigelegt, der eine Provinz hat, die ebenfalls Mazedonien heißt.
    Epstein-Vertraute Maxwell bleibt in U-Haft
    Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein hat dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell bei einer ersten Anhörung vor Gericht abgestritten, Epsteins Taten unterstützt zu haben. Sie habe keine Beihilfe geleistet, sagte die 58-Jährige bei der rund zweistündigen Anhörung in New York, der sie per Video zugeschaltet war. Maxwell plädierte auf "nicht schuldig". Das Gericht lehnte eine Freilassung Maxwells aus der Untersuchungshaft auf Kaution ab und nannte den 12. Juli 2021 als Datum für einen möglichen Prozessbeginn.
    EU-Gericht urteilt zu Steuernachzahlung bei Apple
    Im Streit um eine Rekord-Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro für Apple in Irland spricht an diesem Mittwoch das EU-Gericht in Luxemburg ein erstes Urteil. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte Apple im August 2016 aufgefordert, die Milliardensumme in Irland nachzuzahlen, weil das Land dem Konzern eine unzulässige Sonderbehandlung bei den Steuerkonditionen gewährt habe. Irland und Apple wehren sich dagegen. Der iPhone-Konzern betonte vor dem EU-Gericht, die Erträge der zwei irischen Tochterfirmen, um die es geht, seien vor allem in den USA zu versteuern gewesen.
    8 min
  • 14.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.WHO sieht noch keine Rückkehr zur Normalität
    Die Corona-Pandemie kann sich laut Weltgesundheitsorganisation noch deutlich verschärfen. Zu viele Länder seien im Umgang mit dem Virus auf dem falschen Weg, warnte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Corona-Pandemie würde "schlimmer und schlimmer und schlimmer", wenn sich die Menschen nicht an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen hielten: Abstandsregeln beachten, Händewaschen und Masken tragen. Es werde in absehbarer Zukunft "keine Rückkehr zur Normalität" geben, betonte Tedros.
    Coronavirus bremst Abschiebungen aus
    In Deutschland ist die Zahl der Rückführungen abgelehnter Asylbewerber während der Corona-Pandemie drastisch gesunken. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres lediglich 5022 Asylbewerber abgeschoben. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es mehr als doppelt so viele. Zahlreiche Staaten verweigerten wegen der Corona-Pandemie weiterhin die Einreise von Menschen, die abgeschoben werden sollten, oder beschränkten die Einreise auf "unabdingbare, wenige Fallkonstellationen", erläuterte das Ministerium.
    Peking verdammt Vorwahlen in Hongkong
    China hat die von der pro-demokratischen Opposition in Hongkong abgehaltenen Vorwahlen als "schwere Provokation" bezeichnet. Der Urnengang stelle mutmaßlich einen Verstoß gegen das neue Sicherheitsgesetz dar, erklärte das Verbindungsbüro der chinesischen Regierung in der Sonderverwaltungszone. Ungeachtet von Drohungen der Peking-treuen Hongkonger Regierung hatten am Wochenende mehr als 600.000 Bürger der Finanzmetropole an den Vorwahlen zur Regionalparlamentswahl im September teilgenommen. Viel Zustimmung erhielten dabei die "Lokalisten", eine Gruppe junger Demokraten.
    USA verschärfen Ton im Streit mit China
    Die US-Regierung hat Chinas weitgehende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer nun auch formell zurückgewiesen. Die Ansprüche auf die Ressourcen des Seegebiets seien rechtswidrig, sagte US-Außenminister Mike Pompeo. Die Welt werde China nicht erlauben, das Meer als maritimes Herrschaftsgebiet zu behandeln. Das gleiche gelte für die chinesische Kampagne zur Einschüchterung der asiatischen Anrainerstaaten. Die Führung in Peking habe kein Recht, die Souveränität anderer Küstenstaaten zu untergraben, um sich an Rohstoffen zu bereichern. China beansprucht mehr als 80 Prozent des Seegebiets.
    OSZE kritisiert einseitige Berichterstattung in Polen
    Die zweite Runde der Präsidentenwahl in Polen ist nach Einschätzung internationaler Beobachter von einseitiger Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien Polens sowie intoleranter Rhetorik begleitet gewesen. Die politische Polarisierung sowie die fehlende Unparteilichkeit in der Berichterstattung lenkten von einer gut organisierten Wahl ab, kritisierte Thomas Boserup von den Wahlbeobachtern der OSZE in Warschau. Die Stichwahl sei noch konfrontativer gewesen als die erste Wahlrunde Ende Juni. Amtsinhaber Andrzej Duda gewann die Wahl mit 51 Prozent knapp.
    8 min
  • 13.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Duda als Polens Präsident wiedergewählt
    In Polen ist Andrzej Duda nach Auszählung von 99,97 Prozent der Stimmen als Präsident wiedergewählt worden. Die noch nicht ausgewerteten Wahlzettel würden das Ergebnis nicht mehr maßgeblich ändern, teilte die Nationale Wahlkommission in Warschau mit. Nach ihren Daten entfielen auf Duda, der von der nationalkonservativen PiS-Partei unterstützt wird, 51,2 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Rafal Trzaskowski von der liberalen Bürgerplattform PO erhielt demnach 48,8 Prozent.
    Beratungen der EU-Außenminister zu Türkei und China
    Die EU-Außenminister kommen an diesem Montag erstmals seit Beginn der Corona-Beschränkungen wieder zu einem Treffen in Brüssel zusammen. Im Zentrum der Beratungen stehen die Konflikte in den Beziehungen zur Türkei. Dazu gehören unter anderen die Rolle Ankaras in Syrien und Libyen wie auch die von der EU als illegal eingestuften Öl- und Gasbohrungen vor Zypern und Griechenland. Ein weiteres Thema ist die mögliche Reaktion der EU auf das neue chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong. Die Grünen forderten die Bundesregierung auf, das Auslieferungsabkommen mit Hongkong auf Eis zu legen.
    Mexiko ist das Land mit vierthöchster Zahl von Corona-Toten
    Mexiko ist nun das Land mit der weltweit vierthöchsten Zahl von verzeichneten Todesopfern der Corona-Pandemie. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Toten auf 35.006. Damit rangiert das Land vor Italien. Noch mehr erfasste Todesopfer gibt es nur in den USA, Brasilien und Großbritannien. In den Vereinigten Staaten wurden bis Sonntag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität rund 135.000 Corona-Tote gezählt, in Brasilien etwa 72.000 und in Großbritannien knapp 45.000. Lateinamerika hat sich in den vergangenen Wochen zu einem neuen Brennpunkt der Pandemie entwickelt.
    Härtere Corona-Maßnahmen in Nordost-Spanien
    In der spanischen Region Katalonien haben die Behörden Konsequenzen aus dem zuletzt starken Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezogen. Seit Mitternacht gilt in der besonders betroffenen Stadt Lleida sowie in umliegenden Gemeinden eine strenge Ausgangssperre. Es ist die erste derartige Maßnahme seit dem Ende des landesweiten Ausnahmezustands am 21. Juni. In ganz Katalonien gibt es seit kurzem zur Eindämmung des Coronavirus eine Maskenpflicht auch im Freien. Diesem Beispiel folgen von diesem Montag an auch die Balearen.
    Neue Ausgangssperre in Südafrika
    Wegen weiter steigender Infektionszahlen hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa erneut eine nächtliche Ausgangssperre erlassen und den Verkauf von Alkohol ausgesetzt. Die Pandemie drohe das Land an die Grenzen seiner Ressourcen zu bringen, sagte Ramaphosa zur Begründung in einer Fernsehansprache. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen sei zuletzt auf mehr als 12.000 am Tag gestiegen. Die Maßnahmen waren schon einmal verhängt, später aber wieder aufgehoben worden. Südafrika ist nach offiziellen Angaben das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent.
    Alkohol im Sudan wieder erlaubt
    Die Regierung des Sudan hat mehrere Maßnahmen verkündet, mit denen das Land seine Rechtsordnung weiter liberalisieren will. So werde es erstmals seit Jahrzehnten Nicht-Muslimen wieder erlaubt, Alkohol zu trinken, teilte Justizminister Nasredeen Abdulbari im Staatsfernsehen mit. Bedingung sei, dass der Konsum nicht in der Öffentlichkeit stattfinde oder den Frieden störe. Im Islam ist Alkohol verboten, im Sudan gibt es allerdings auch eine bedeutende christliche Minderheit. Der Minister kündigte darüber hinaus an, der Übertritt vom Islam zu anderen Religionen solle entkriminalisiert werden.
    9 min

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