Emotionen & Ordnung: Wie Gefühle die Politik prägen
In dieser Folge unseres Podcasts widmen wir uns einem Thema, das aktueller kaum sein könnte: der Einfluss von Emotionen auf politische Ordnungen. Unser Gast Prof. Dr. Florian Weber-Stein, Experte für politische Theorie und politische Bildung, gibt spannende Einblicke in seine Forschung und erklärt, warum Gefühle mehr sind als persönliche Regungen – sie sind ein wesentlicher Faktor für soziale Stabilität und politischen Wandel.
Prof. Weber-Stein untersucht, wie Emotionen nicht nur gesellschaftliche Ordnungen aufrechterhalten, sondern auch als Motor für Transformation dienen können. Warum halten sich Gesellschaften an Regeln? Was passiert, wenn diese Regeln gebrochen werden? Und welche Rolle spielen Wut, Empörung oder Scham in Zeiten von Revolution oder Reform? Mit beeindruckenden Beispielen – vom Sturm auf die Bastille bis hin zu Gandhis Salzmarsch – zeigt unser Gast, wie kollektive Emotionen sowohl Stabilität schaffen als auch Veränderungen anstoßen können.
Darüber hinaus sprechen wir über den Einfluss moderner Medien: Wie verstärken Social Media Plattformen Emotionen und beeinflussen politische Debatten? Welche Rolle spielen Filterblasen und Algorithmen bei der Emotionalisierung öffentlicher Diskurse? Und was bedeutet dies für den Umgang mit emotional aufgeladenen Themen in der politischen Bildung?
Prof. Weber-Stein gewährt uns zudem Einblicke in seine eigene akademische Reise, die von der politischen Theorie bis hin zur praktischen Lehrerbildung reicht. Mit einer Mischung aus wissenschaftlicher Analyse und Praxisnähe diskutieren wir, wie Emotionen und Rationalität in der Politik zusammenwirken – und warum beides wichtig ist, um Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.
Eine Folge voller Denkanstöße, die dazu einlädt, Politik aus einer neuen Perspektive zu betrachten.