Behörden und Justiz geniessen unser besonderes Vertrauen. Die Anforderungen für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) sind daher besonders hoch. Für das Bundesgericht hat unser KI-Experte Marcel Gygli eigene Sprachmodelle entwickelt.
Das Bundesgericht fällt sehr viele Urteile und Leitentscheide pro Jahr. Diese müssen anonym publiziert werden – es müssen alle Personennamen, Firmen und Orte unkenntlich gemacht werden. Diese Aufgabe hat bisher einen immensen Aufwand bedeutet. KI kann dies wesentlich erleichtern.
Wäre ChatGPT datenschutzkonform, könnte man prompten: anonymisiere dieses Urteil. Selbstverständlich ist das für Behörden und die Justiz ein No-Go. Aber unser KI-Professor Marcel Gygli hat zusammen mit seinem Team ein Sprachmodell exklusiv für das Bundesgericht trainiert, dass diese Aufgabe löst. Dafür haben die Forschenden die KI auf historischen Daten des Gerichtes trainiert. Das hat so gut geklappt, dass sie nun ein zweites Projekt gestartet haben. Darüber und die Anforderungen an Ethik spricht er in der neuen Episode.
• Der Gast: Marcel Gygli
• Institut Public Sector Transformation
• Digital Sustainability Lab an der BFH Wirtschaft
• Publikationen von Marcel Gygli
• Dissertation von BFH-Forscher Joel Niklaus über das Sprachmodell für das Bundesgericht
• Podcast Folge 14: Wie trainierte Sprachmodelle in Verwaltung und Justiz eingesetzt werden
• Legal-NLP – eine Kompetenz der BFH Wirtschaft
Dieser Podcast wird produziert mit freundlicher Unterstützung von: Audioflair Bern und Podcastschmiede Winterthur.