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In den letzten mehr als 20 Folgen von Let’s talk SCIENCE! haben wir uns damit beschäftigt, auf welche Art und Weise die Doktorandinnen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ihre Wissenschaft kommunizieren und was ihnen dabei wichtig ist. Doch wie Kommunikation von Forschung genau abläuft, erforschen unsere Expertinnen Prof. Ilka Parchmann und Dr. Carolin Enzingmüller. Also Wissenschaft über Wissenschaftskommunikation und die darauffolgende erneute Wissenschaftskommunikation. Wir haben bereits viele Definitionen von Wissenschaftskommunikation bekommen, doch was sagen die Expertinnen dazu? Gibt es überhaupt die eine Definition und wenn nicht, warum ist die Thematik vielleicht schwerer zu greifen? Und warum ist Outreach wichtig in der Forschung? Auf den ersten Blick mögen uns Paper und andere wissenschaftliche Publikationen in den Sinn kommen, aber hört’s da schon auf? Der Fokus der Forschung des IPN liegt häufig auf Schülerinnen und Lehrkräften in ihrem Bildungsalltag. Doch als Forscherinnen im Bereich Wissenschaftskommunikation sind die beiden in vielen Outreach-Projekten in Exzellenzclustern und Sonderforschungsbereichen der Kieler Universität beteiligt und versuchen dort verschiedene Zielgruppen anzusprechen und sich damit einer großen Herausforderung zu stellen: Wissenschaft flexibel und kreativ nach außen zu tragen.
Shownotes:
Zu Gast:
Weiteres:
Viele Wissenschaftler*innen sehen sich in der Verpflichtung, ihre Forschung mit der Gesellschaft zu kommunizieren. Denn ohne Steuergelder wäre Forschung wohl so wie wir sie kennen, nicht möglich. Ganz nach dem Motto: der Gesellschaft etwas zurückgeben oder auch raus aus dem sogenannten Elfenbeinturm. Tobias Bünning geht da einen Schritt weiter. Bereits im Chemiestudium entdeckte er das Programm Ask a student für sich, bei dem Studieninteressierte mehr über Fächer, Studieninhalte und -abläufe erfahren können. Danach ging es von Rent-a-scientist, zur Science Show bis hin zur Expertenstimme in einem ZDF-Beitrag. Wie wichtig es hier ist, für die jeweiligen Zielgruppen die richtige Art der Kommunikation zu finden, weiß Tobias und berichtet darüber hinaus über seine eigenen Herausforderungen dabei. Die Belastung des Sprengstoffs in Ost- und Nordsee ist zudem auch eine Thematik, die in unmittelbarem Bezug zur Gesellschaft steht. Um mit der Politik über Lösungsstrategien sprechen zu können, bedarf es auch hier die richtige Form von Kommunikation. Denn nicht alle verstehen Fachsprache und schon bei dem Wort Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung entstehen die ein oder anderen Fragezeichen.
Shownotes:
Zu Gast:
Schätzungen zufolge lagern rund 300.000 Tonnen Munitionsaltlasten in der deutschen Ostsee und 1,3 Millionen Tonnen in der Nordsee. Bisher wurden diese nur dann geräumt, wenn sie Schifffahrt und marine Infrastrukturprojekte bedrohten. Nun sollen ab nächstem Jahr die Altlasten systematisch geortet, geborgen und vernichtet werden. Denn nach 75 Jahren schleichen sich nach und nach giftige Sprengstoffe wie TNT in das Meerwasser. Bei Fischen, die sich in der Nähe der Versenkungsgebiete aufhalten, wurden bereits vermehrt Tumore festgestellt. Doch noch besteht für Menschen weder beim Baden noch beim Verzehr der Meereslebewesen eine Gefahr. Trotzdem wird sich die Situation in den nächsten Jahren zuspitzen. Deshalb ist die Bergung elementar wichtig. Tobias Bünning promoviert in der Toxikologie und forscht an der Verbesserung von Methoden zur Erkennung und Untersuchung von Sprengstoffen in den Gewässern. Dazu entnehmen die Wissenschaftler*innen Wasser-, Sediment- und Tierproben. Unter anderem dienen Muscheln als Gradmesser der Vergiftung und werden dafür an den Fundstellen ausgesetzt. Tobias Bünning vom Institut für Toxikologie der Universitätsklinik Kiel erklärt das so: "Die Muscheln filtrieren das Wasser. Das heißt, sie saugen das Wasser ein, filtern die Nährstoffe raus, die sie brauchen und pusten das Wasser wieder raus. Dabei reichern sich Schadstoffe in ihren Geweben an"
Shownotes:
Zu Gast:
Produktion:
Normalerweise schreiben Doktorandinnen ihre Promotionsarbeit über ihre wissenschaftlichen Ergebnisse. Bei unserer Expertin Christin Nyhoegen geht es dabei um mathematische Strategien, die sich mit einer Lösung gegen Antibiotikaresistenzen beschäftigen. Aber etwas ist anders, denn Christin ist während ihrer Promotion der Wissenschaftskommunikation verfallen. Bei Rent-a-Scientist gehen Doktorandinnen an Schulen um dort auf unterhaltsame Art und Weise, ihre Forschung jungen Schüler*innen näher zu bringen. Christin erzählt uns von ihren Erfahrungen und ihrem Weg bis hinauf auf die große Science-Show-Bühne. Wie sie dieses Thema mit in ihre wissenschaftlichen Paper einbringt und was die Zukunft für sie bereithält, löst sie am Ende auch noch auf.
Shownotes:
Zu Gast:
Die Ausbreitung von Medikamenten-Resistenzen stellt ein sehr großes Problem bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen dar. Viele Antibiotika, die vor kurzer Zeit noch zu einem schnellen Behandlungserfolg geführt haben, scheinen mittlerweile wirkungslos zu sein. Christin Nyhoegen ist Doktorandin in der Abteilung für Evolutionstheorie am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön. Hier arbeitet sie vor allem mit mathematischen Modellen, die die Ausbreitung von resistenten Bakterien während einer Antibiotikabehandlung beschreiben. Ziel ihrer Forschung ist es, zu verstehen, welche Faktoren den Behandlungserfolg einer Antibiotikatherapie in Patient*innen beeinflussen und wie solch eine Behandlung optimiert werden kann. Experimente zeigen, dass schnelle Wechsel zwischen Antibiotika die Ausbreitung von Resistenzen verhindern können. Besonders geeignet für solche Therapien könnten Medikamentenpaare sein…
Shownotes:
Zu Gast:
Die Pressearbeit an einer Hochschule könnte herausfordernder gar nicht sein. Denn hier treffen interne auf externe Kommunikation aufeinander. Unser Gast Tobias Hahn stellt somit fast schon ein Bindeglied zwischen den Wissenschaftler*innen und der Gesellschaft dar: „Nach meiner Auffassung kann und sollte Wissenschaftskommunikation nicht nur durch kommunizierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch durch wissenschaftliche Kommunizierende erfolgen. Diese Zusammenarbeit erachte ich im Zuge der heutigen, sich schnell wandelnden Medien- und Kommunikationslandschaft für absolut notwendig, bereichernd und nachhaltig.
Shownotes:
Zu Gast:
Die vorerst letzte Doppelfolge lässt Let’s talk SCIENCE! mit dem Special Guest Tobias Hahn enden. Und der macht vor, dass Promotion und ein Zweijahresvolontariat für Wissenschaftskommunikation mit dem Schwerpunkt Meereswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gleichzeitig machbar sein kann. WOW! In der Folge unterhalten wir uns über Tobis beruflichen und wissenschaftlichen Alltag, seine Aufgaben im gemeinsamen Volontariat zwischen dem Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS und der Pressestelle sowie seine Lieblingsbereiche. Besonders Social Media hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und die Pressearbeit verändert. Seinen Alltag beschreitet Tobi ganz nach dem Grundsatz: "Wissen zu schaffen und Wissenschaft aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft heraus zu kommunizieren, ist für mich ein zentrales Anliegen. Gute und förderliche Wissenschaftskommunikation bedeutet für mich, dabei neben wissenschaftlichen auch journalistischen Grundsätzen einzuhalten.“
Shownotes:
Zu Gast:
In Folge 16 erzählt uns die Doktorandin Verena Wenzler von ihrer Vortragsangst und der großen Hilfe durch Coaching. Sie teilt mit uns ihre Science-Show-Erfahrungen und ihre Strategien, um die Nervosität langsam, aber sicher abzulegen. So hören wir in eine Konferenz mit ihr rein und kommen abschließend zurück zu ihrer Promotion. Denn am Ende muss jeder Mensch essen. Das macht die Ernährung – unabhängig davon, ob sich eine Person aktiv mit ihr auseinandersetzt oder nicht – zu einem der zentralsten Elemente im Leben. Die Untersuchung von gesellschaftlichen Phänomenen, bei denen es um Essgewohnheiten und darauf basierende Lebensstile geht, zeigt die Zusammenhänge der Nahrungsauswahl mit vorherrschenden sozialen Strukturen auf. Denn mit unserer Ernährung drücken wir kontinuierlich Beziehungen zu uns selbst sowie zu anderen Personen und zu unserer Umwelt aus.
Shownotes:
Zu Gast:
Vegane Ernährung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ob es das Angebot in Restaurants und Cafés ist oder aber die gewachsene Abteilung in Supermärkten - es lässt sich ein Trend erkennen. Aber sich vegan zu ernähren, ist nicht das Gleiche, im Sinne des Veganismus zu leben. Was bedeutet das? Unsere Expertin Verena Wenzler erforscht den Lebensstil des Veganismus innerhalb eines feministischen Kontextes. Dabei geht sie der Frage auf den Grund, wie stark der vegane Lebensstil mit einer feministischen Einstellung einhergeht und welche Rolle das Geschlecht im Zusammenhang mit unserer Ernährung spielt. Zusätzlich erzählt sie von ihrer Promotionssituation und kritisiert dabei vorherrschende strukturelle Begebenheiten.
Shownotes:
Zu Gast:
Unser Experte Patrick Nüß nimmt uns mit in das Zertifikatsprogramm Wissenschaftskommunikation. Welche Kurse können belegt werden und was hat Patrick besonders geholfen? Ein großer Anreiz für ihn war es, seine Wissenschaft gebündelt und verständlich einer größeren Gesellschaft zugänglich machen zu können. Inzwischen ist er ebenso am Ende seiner Promotion wie auch am Ende des Zertifikatsprogramms des Graduiertenzentrums und konnte sich seinen Wunsch erfüllen. So hilft ihm das Erlernte sowohl in der Lehre von Student*innen, aber auch beim Schnack in der Bar weiter. Und trotzdem hat er auch einen Wunsch an das GZ…
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Zu Gast:
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