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In unserer ersten Special-Folge Ende des Jahres wird es kreativ: Wir sprechen mit Antonia und Fiona, die viele Hörer*innen bereits aus ihren jeweiligen Promotionsfolgen kennen. Diesmal geht es jedoch nicht um Mikrobiologie oder Archäobotanik – sondern um etwas, das beide verbindet: ihre Leidenschaft für Wissenschaftskommunikation und die Entstehung eines völlig neuen Formats an der Uni Kiel.
Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie über das Zertifikatsprogramm Wissenschaftskommunikation am Graduiertenzentrum zusammengefunden haben und warum gerade die Science Show für sie ein Türöffner war. Aus ersten Kursen, gemeinsamen Auftritten und viel gegenseitigem Feedback entwickelte sich eine Idee, die schnell größer wurde: ein eigenes Science Theatre, in dem Promotionsprojekte nicht als Vortrag, sondern als humorvolle, zugängliche Sketches auf die Bühne gebracht werden.
Wir sprechen darüber, wie man wissenschaftliche Inhalte in Theater übersetzt, wo man sich kreativ von der Realität lösen muss – und wo Fakten trotzdem unverhandelbar bleiben. Antonia und Fiona berichten, wie es ist, auf der Kieler Woche plötzlich Bakterien zu spielen, warum Feedbackkultur so wichtig ist, und welchen Mut es braucht, auf einer Bühne etwas auszuprobieren, das weit weg von klassischem wissenschaftlichen Alltag liegt.
Zum Abschluss blicken wir nach vorne: Was bedeutet Wissenschaftskommunikation für ihre kommenden Jahre als Forscherinnen? Wie lässt sich kreative Kommunikation mit einer wissenschaftlichen Laufbahn verbinden? Und wie könnte eine Zukunft aussehen, in der Theater, Forschung und Outreach ganz selbstverständlich zusammengehören?
Eine inspirierende Folge über Mut, Kreativität und die Freude daran, Wissenschaft lebendig zu machen.
Shownotes:
Zu Gast:
Profil von Fiona Walker-Friedrichs
Science Theater beim Graduiertenzentrum der Uni Kiel](https://www.uni-kiel.de/de/cluster-roots/detailansicht/news/drei-roots-doktorandinnen-gestalten-women-science-show-mit))
Pressemeldung: ROOTS begrüßt neue Doktoranden](https://www.uni-kiel.de/de/cluster-roots/detailansicht/news/roots-begruesst-neue-doktoranden))
Antonia Habicht auf Linkedin
Science Theater beim Graduiertenzentrum der Uni Kiel](https://www.graduiertenzentrum.uni-kiel.de/de/science-dialog/science-theater))
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! treffen wir Fiona, Doktorandin im Exzellenzcluster ROOTS an der Universität Kiel. Sie verbindet Archäologie mit Naturwissenschaft – genauer gesagt: mit Isotopenanalysen und Archäobotanik. Ihr Forschungsfeld liegt weit entfernt von der klassischen Vorstellung der Archäologie mit Schaufel und Ausgrabungsstätte. Fiona untersucht verkohlte Getreidereste aus der Bronzezeit in Dänemark, um herauszufinden, wie Menschen vor über 3.000 Jahren ihre Felder bestellt, gedüngt und ihre Ernten organisiert haben.
Dabei nutzt sie Methoden aus der Chemie und Biologie, um Rückschlüsse auf landwirtschaftliche Praktiken zu ziehen: Welche Pflanzen wurden bevorzugt angebaut? Wie stark wurde gedüngt – und warum? Und was sagen die kleinen Unterschiede in der Isotopenzusammensetzung über das Leben und Wirtschaften früherer Gemeinschaften aus?
Fiona erzählt, wie sie über Kiel und Durham in dieses interdisziplinäre Forschungsfeld kam, was sie an der Verbindung von Biologie und Archäologie fasziniert und wie sich wissenschaftliche Arbeit zwischen Labor, Datenauswertung und Betreuerwechsel anfühlt. Wir sprechen außerdem über Herausforderungen im Forschungsalltag, über kollegiale Zusammenarbeit statt Konkurrenz und über den Wunsch, Wissen zu teilen, anstatt es zu hüten.
Ein spannender Einblick in die Welt zwischen Archäologie, Chemie und Geschichte – und in die Leidenschaft einer Forscherin, die selbst kleinste verkohlte Körner zum Sprechen bringt.
Shownotes:
Zu Gast:
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! sprechen wir mit Antonia Habich, ehemalige Mikrobiologin an der Universität Kiel, dem UKSH und am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie. Sie erforscht, wie sich sogar eng verwandte Bakterienstämme überraschend stark unterscheiden — und was diese feinen Unterschiede für Infektionen, Resistenzentwicklung und Behandlungsstrategien bedeuten.
Antonia erklärt, wie Bakterien miteinander konkurrieren, genetisches Werkzeug „nachrüsten“ und mit molekularen Waffen wie dem Typ-VI-Sekretionssystem Rivalen ausschalten. Wir diskutieren, warum gerade solche Mechanismen für Medizin und Mikrobiologie spannend sind, wie Grundlagenforschung zu neuen Erkenntnissen in der Infektionsbiologie führt und welche Herausforderungen Laboralltag und Datenanalysen mit sich bringen.
Außerdem sprechen wir über Antonias Weg in die Forschung, ihre Motivation und die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation — als Brücke zwischen Labor, Öffentlichkeit und interdisziplinären Teams.
Eine Folge voller faszinierender Mikroorganismen, wissenschaftlicher Neugier und der Frage, wie uns das Verständnis der kleinsten Lebensformen helfen kann, große Probleme zu lösen.
Shownotes:
Zu Gast:
In der zweiten Folge des Gesprächs mit Timm Lewerenz, wissenschaftlichem Mitarbeiter am Philosophischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, spricht Moderatorin Liv Schnoor über die Schnittstelle zwischen Denken und Vermitteln – und darüber, was geschieht, wenn Philosophie den Raum der Wissenschaftskommunikation betritt.
Ausgehend von seiner Promotion zur Bedeutung der Natur in der Religionsphilosophie der Aufklärung reflektiert Timm Lewerenz, wie sich Erkenntnisse, Zweifel und Diskurse aus der Philosophie in heutige Kommunikationsformen übersetzen lassen. Als Philosoph mit journalistischer Erfahrung bewegt er sich zwischen Forschung und Öffentlichkeit – und zeigt, dass Wissenschaftskommunikation weit mehr ist als die populäre Darstellung von Wissen: Sie ist ein ethischer und gesellschaftlicher Prozess.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie man komplexe Gedanken so teilt, dass sie Resonanz erzeugen, ohne ihre Tiefe zu verlieren. Über das Spannungsverhältnis zwischen Vernunft und Reichweite, zwischen Wissenschaftsjournalismus, Social Media und akademischer Lehre entsteht ein facettenreiches Bild davon, was es heute heißt, über Wissenschaft zu sprechen – und dabei selbst Teil ihrer Bewegung zu sein.
Shownotes:
Zu Gast:
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE, dem Podcast des Graduiertenzentrums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, spricht Moderatorin Liv Schnoor mit Timm Lewerenz, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut der CAU.
Das Gespräch eröffnet einen vielschichtigen Blick auf die Philosophie als Denk- und Forschungsraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Timm Lewerenz erzählt von seinem Weg vom Journalismus zurück in die Wissenschaft – und von seiner Promotion zur Bedeutung der Natur in der Religionsphilosophie der Aufklärung. Dabei wird deutlich, wie eng die Fragen der Vernunft, des Glaubens und der Natur miteinander verflochten sind – und wie die Aufklärung bis heute Maßstäbe für kritisches Denken und gesellschaftliche Selbstreflexion setzt.
Ein Gespräch über Erkenntnis, Neugier und die Kunst, Denken zu teilen.
Shownotes:
Zu Gast:
Was passiert, wenn Archäolog*innen ihre Forschung nicht nur ausgraben, sondern auch auf die Bühne bringen? In dieser Folge spricht Anna Loy – Doktorandin im Exzellenzcluster ROOTS an der Universität Kiel – mit uns über ihre vielfältigen Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation.
Shownotes:
Zu Gast:
Ausgrabungen, Alltagsleben und alte Knochen – Archäologie im 21. Jahrhundert: Was erzählen uns menschliche Überreste über vergangene Gesellschaften? Welche Methoden nutzt die moderne Archäologie – und wie fühlt es sich an, auf einer Ausgrabung buchstäblich in die Vergangenheit zu greifen? In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! sprechen wir mit Anna Loy, Doktorandin im Exzellenzcluster ROOTS an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Archäologie und Anthropologie. Sie interessiert sich besonders für soziale Ungleichheiten, Krankheitsbilder und Lebensbedingungen in Gesellschaften und setzt dabei den Fokus in ihrer Promotion auf historische Konflikte.
Im Gespräch gibt Anna Einblicke in ihren Forschungsalltag, in internationale Grabungskampagnen und in die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Außerdem sprechen wir über ihre Promotionszeit während der Corona-Pandemie und über die Rolle von Sichtbarkeit, Diversität und Wissenschaftskommunikation in der Archäologie von heute.
Eine Folge über die Wissenschaft vom Menschen – und über das, was bleibt.
Shownotes:
Zu Gast:
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! tauchen wir tief in die Welt der Wissenschaftskommunikation ein. Zu Gast sind erneut Dr.‘in Alice Hesse und Dr.‘in Jana Schmidt, die bereits in der letzten Episode ihre Promotion und ihre Leidenschaft für Wissenschaftskommunikation mit uns teilten. Nun, einige Jahre später, erzählen sie uns, welchen beruflichen Weg sie seitdem eingeschlagen haben. Alice ist an der Universität Heidelberg geblieben und verbindet dort ihre wissenschaftliche Arbeit mit spannenden Kommunikationsprojekten. Jana hingegen hat den Schritt in die Wirtschaft gewagt und setzt dort ihr Know-how in der Forschungskommunikation praxisnah um. Beide haben ihre Begeisterung für Wissenschaftskommunikation nie verloren und berichten, wie sie das WKZ-Zertifikat auf ihrem Karriereweg unterstützt hat. In dieser Episode sprechen wir darüber, welche Herausforderungen und Chancen die Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Arbeitsfeldern bietet. Wie kann der Brückenschlag zwischen Hochschule und Wirtschaft gelingen? Und welche Rolle spielt die Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte in einer zunehmend komplexen Gesellschaft? Freuen Sie sich auf persönliche Einblicke, spannende Rückblicke und einen inspirierenden Ausblick auf die Zukunft der Wissenschaftskommunikation!
Shownotes:
Zu Gast:
Immer wieder haben wir im Podcast darüber gescherzt, wie es wohl wäre, ehemalige Doktorandinnen, welche als Expertinnen hier bei Let’s talk SCIENCE! mitgewirkt haben, nach zwei oder drei Jahren nochmal einzuladen, um ihren beruflichen Werdegang interessiert weiter zu verfolgen… Genau das, haben wir jetzt einfach mal in die Tat umgesetzt! In den allerersten Folgen begegneten uns Dr.‘in Alice Hesse und Dr’in Jana Schmidt. Beide steckten damals in der Beendigung ihrer Promotionen. In beiden schlug ein Herz für die Wissenschaftskommunikation und beide wollten diesen Schwerpunkt auch bei ihrer Berufswahl berücksichtigen.
Shownotes:
Zu Gast:
Als Geophysiker arbeitet Dr. Peter Haas viel am Computer. Doch Forschung bedeutet in seinem Fall nicht nur am Schreibtisch sitzen und zu programmieren, sondern auch, eigene Forschungsergebnisse mindestens fachintern international sichtbar zu machen. Zusätzlich zur Promotion hat Peter sich vorgenommen auch einem fachfremden Publikum mehr über Wissenschaft zu erzählen und beschloss, das Zertifikatsprogramm am Graduiertenzentrum mit dem Schwerpunkt Wissenschaftskommunikation zu belegen. Dabei sind seine Erfahrungen im Schreibkurs oder auch bei Rent-a-Scientist für ihn prägende und bereichernde Momente gewesen. In dieser Zeit hatte Peter dann die Möglichkeit, im Rahmen von Workshops und Konferenzen vier Kontinente zu besuchen. Doch wie ist es eigentlich, wenn man in einem fernen Land außerhalb Europas selbst einen Workshop organisiert und durchführt? Wie arbeiten dort Wissenschaftlerinnen und welche Rahmenbedingungen stehen ihnen zur Verfügung? Wie stehen Wissenschaft und die Kultur des Landes in Verbindung? Genau diese Perspektive wollte Peter forschungsinteressierten Menschen transparent in seinem Blog mitteilen und sich als Forscher hinter seiner Arbeit greifbarer machen. Ist das vielleicht auch ein erfolgreicher Weg für die Wissenschaftskommunikation? Aus Forscherinnen potentielle Identifikations- und Vorbildpersonen zu schaffen? Peter sagt selbst: „Für mich beinhaltet Wissenschaftskommunikation zwei Komponenten: eine außerhalb und eine innerhalb der Wissenschaft. Zum einen bedeutet Wissenschaftskommunikation, meine Forschung einem fachfremden Publikum vorzustellen und dabei angemessen auf die Bedürfnisse des Publikums einzugehen. Dabei geht es mir vor allem darum, Interesse für mein Fachgebiet zu entwickeln und vielleicht zukünftige Wissenschaftlerinnen für geowissenschaftliche Studiengänge zu begeistern. Zum anderen hilft es mir, meine Position als Wissenschaftler innerhalb der Forschung zu etablieren. Denn auch hier stellt sich die Frage: was möchte ich vermitteln und wen möchte ich damit erreichen? Das ist nicht nur hilfreich, um sich ein Netzwerk aus nationalen und internationalen Wissenschaftlerinnen aufzubauen. Sondern auch, um zukünftige Forschungsprojekte zu entwickeln und zu finanzieren.“
Shownotes:
Zu Gast:
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