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Das Jahr 2025 startet mit einer Premiere: Wir haben Dr. Peter Haas vom Geomar zu Gast und damit das erste Mal einen Post-Doc. Die wissenschaftliche Laufbahn verläuft schon im Geophysik-Master beeindruckend. Nachdem Peter im Studium besonders die Satellitengeophysik anspricht, forscht er in seiner Masterarbeit mit sogenannten schweren Daten zur Antarktis. Dabei ist diese einer der Teile der Erde, über den wir am wenigsten wissen. Aufgrund des massiven Eispanzers ist die Erhebung geophysikalischer Informationen vor Ort extrem schwierig und teuer. Mithilfe von Satellitendaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ist es Peter dennoch gelungen, die Antarktis mit den Nachbarkontinenten in Verbindung zu bringen, mit denen sie eine lange tektonische Geschichte teilt. An den Superkontinent Gondwana und das Thema Plattentektonik können sich vielleicht einige unserer Zuhörer*innen auch noch aus der eigenen Schulzeit erinnern. Die Erkenntnisse aus der Masterarbeit waren wissenschaftlich so relevant, dass nicht nur die New York Times über seine Arbeit schrieb. In der Promotion legte Peter den Fokus dann auf die Kontinente Afrika und Südamerika und behielt dabei weiter abgelegene Orte der Welt im Blick. Dabei ist für uns besonders interessant, wie Kontinente in der Vergangenheit überhaupt auseinanderbrechen konnten. Denn mit diesen Informationen können wir auch jüngeres Aufbrechen wie bspw. rund um das Rote Meer erklären und frühzeitig vielleicht sogar erkennen. Peter erzählt zusätzlich von seinen internationalen Reisen und dem damit einhergehenden Austausch, seinen Networking-Eindrücken und seiner Leidenschaft für Wissenschaftskommunikation, die wir in der nächsten Folge weiter reflektieren.
Shownotes:
Zu Gast:
In unserer letzten Folge im Jahr 2024 schauen wir uns die Karrierewege von Dr. Katrin Knickmeier und Dr. Christine Köhler an. Vom Forschungsschiff, zur Selbstständigkeit hin zur Mitbegründerin der Kieler Forschungswerkstatt (KIFO) oder von der Lehrkraft zurück zur Promotion und hin zum deutlich wissenschaftsnäheren Bildungs- und Lehrauftrag an der KIFO, zeigen beide Wege mal wieder, dass Wissenschaftskommunikation ein berufsbegleitender Schwerpunkt ist, jedoch seltenst der erlernte Beruf selbst. Wie dabei das Elterndasein berufliche Entscheidungen beeinflusst, teilt Katrin am Rande mit uns. Zusätzlich diskutieren wir den Startpunkt von Wissenschaftskommunikation: Sprechen wir in der Schule von reiner Wissens- und somit Ergebnisvermittlung oder beginnt bereits dort Wissenschaftskommunikation. Und wer genießt in unserer Gesellschaft eigentlich die Legitimation Forschung kommunizieren zu dürfen? Können Kinder wie Schülerinnen und Projekte in Bürgerinitiativen auch Wissenschaft betreiben, die dementsprechende Anerkennung genießen? Denn grundsätzlich sollten partizipative Ansätze und Projekte deutlich mehr gefördert werden. Abschließend beleuchten wir die Zukunftsstrategien von Christine, nachdem sie die Leitung der KIFO übernommen hat, und lauschen zwei wundervollen beruflichen Erfahrungen, die beiden für immer in Erinnerung bleiben werden.
Wir wünschen euch hiermit eine wundervolle Weihnachtszeit und freuen uns auf das kommende wissenschaftskommunikationsreiche Jahr 2025 mit euch!
Shownotes:
Zu Gast:
Die Kieler Forschungswerkstatt ist eine gemeinsame Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Mit ihren kostenlosen außerschulischen Angeboten fördert sie das Interesse junger Menschen an Wissenschaft generell und an den MINT-Fächern im Speziellen. Darüber hinaus widmet sich die Kieler Forschungswerkstatt der Spitzenförderung, der Lehrkräfteaus- und -weiterbildung sowie der Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte in die Gesellschaft. In den thematischen Laboren beschäftigen sich Schüler*innen sowie Lehrkräfte und Lehramtsstudierende mit wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Meeres- und Nanowissenschaften, erfahren mehr über die gesellschaftlichen Aspekte von Energie, erhalten Zugang zu aktuellen Themen aus der humanmedizinischen und biologischen Forschung sowie der Lebensmitteltechnologie und der Archäologie, entdecken die Robotik oder lernen, warum Boden mehr als nur Dreck ist. Die geisteswissenschaftlichen Werkstätten bieten Angebote aus dem Bereich Sprache, Kunst und Theologie sowie zu historisch-politischen Themen. Aktuell befindet sich die Leitung der KIFO in einer Übergangsphase, so dass wir das Glück haben sowohl Dr. Katrin Knickmeier und Dr. Christine Köhler als Expertinnen begrüßen zu dürfen. Wir unterhalten uns über Strukturen der KIFO (Kieler Forschungswerkstatt), diskutieren die Notwendigkeit von außerschulischen Angeboten in der Wissenschaftskommunikation und gehen auf bereits mit jungen Menschen zusammen entwickelten Projekte wie die Plastik Piraten ein.
Shownotes:
Zu Gast:
Elisa Klein ist Meeresgeophysikerin und in den Entzügen ihrer Promotion. Dafür hat sie sich mit der Geomorphometrie instabiler und kollabierender Vulkaninseln beschäftigt. Aus ihren Erkenntnissen ist eine Datenbank aus Informationen über Meeresvulkanen der ganzen Welt entstanden, die Elisa weiterentwickelt und analysiert. Dabei hofft sie, herauszufinden, warum manche Vulkanbauten eher einstürzen als andere.
Shownotes:
Zu Gast:
In dieser Episode von Let’s Talk Science begrüßen wir Elisa Klein, eine Wissenschaftlerin am Geomar im Fachbereich Marine Geophysik, die derzeit am Ende ihrer Promotion arbeitet. Elisa ist seit April 2021 Doktorandin im PRE-COLLAPSE Projekt, in dem sie frei verfügbare Daten nutzt, die Aufschluss über die Beschaffenheit des Meeresbodens geben. Berge, die Feuer spucken, scheinbar aus dem Nichts entstehen und manchmal ähnlich schnell verschwinden: Vulkane gestalten seit Urzeiten das Antlitz unserer Erde. Was dabei unter der Erde und unter Wasser vor sich geht, ist eine eigene spannende Wissenschaft, die helfen kann, Leben zu retten und beispielsweise Frühwarnsysteme zu entwickeln. Mit Hilfe der Datenbank die Elisa erstellt, lassen sich dann Verbindungen zwischen Geomorphologie und der Instabilität von Vulkanischen Flanken identifizieren, was wichtig ist bspw. für das genauere Erkennen und Vorhersehen von Tsunamis, erklärt Elisa. Aber sie teilt auch persönliche Einblicke in ihrem Werdegang und ihre Motivation für die Promotion. Dabei sind Herausforderungen wie die Datenerhebung unter Wasser nur ein kleiner Ausblick. Denn was macht eine Forscherin, wenn einen auf einer Forschungsexpedition die Seekrankheit immer und immer wieder einholt. Erfahrt mehr über die faszinierende Welt der Vulkaninseln, aktuelle Forschungsergebnisse und die Bedeutung dieser Arbeit für die Vorhersage und das Verständnis von Vulkanaktivitäten.
Shownotes:
Zu Gast:
Wer forscht, kommuniziert immer auch Ergebnisse. Sowohl intern im eigenen Fachbereich oder auf Kongressen als auch extern an die Gesellschaft gerichtet. Die Herausforderung ist dabei, die richtige Art und Form der Kommunikation zu wählen. Welche Art der Präsentation ist geeignet? Wie setzt sich die Zielgruppe zusammen und welche Elemente oder Formate sprechen diese besonders an? Lieber ein kindlich angelehnter Comic oder eine interaktive Station auf der Kieler Woche? Wissenschaftskommunikation kann sehr unterschiedlich aussehen und vielschichtig sein. Doch nicht immer haben Dokotorandinnen die nötige Zeit und das Knowhow für die richtigen „kommunikativen Tools“. Häufig stellt sich auch die Frage, inwiefern dies einer wissenschaftlichen Karriere wirklich dient oder ob es doch nur eigenes, meist ehrenamtliches Engagement ist.
Shownotes:
Zu Gast:
Zucker - ohne sie wäre unser Leben nicht denkbar. Sie sind der Kraftstoff für unseren Körper und ohne sie würde unser Gehirn hungern. Zucker verbinden wir fast automatisch mit unserer Ernährung, aber sie leisten noch viel mehr Arbeit in unserem Körper. Sie spielen unter anderem wichtige Rollen in der Zellkommunikation, den Blutgruppen oder der Immunabwehr. Die Familie der Kohlenhydrate ist daher sehr groß und es gibt viele verschiedene Arten von Zuckern. Einige von ihnen zeigen Eigenschaften, die unseren heutigen Gast besonders interessieren: Sie bewegen sich auf atomarer Ebene. Zucker sind ringförmige, oftmals starre Moleküle, aber einige können mit ihrer ringartigen Struktur verschiedene räumliche Anordnungen annehmen, sogenannte Konformationen. Clemens Lütjohann gibt uns einen Einblick in seinen Beitrag zur Analyse und Verständnis solcher "beweglicher" Zucker. Er berichtet über sein Promotionsobjekt, Zucker D-Altrose, der eben jene Beweglichkeit zeigt.
Shownotes:
Zu Gast:
Wissenschaftskommunikation ist ein Schwerpunkt, den Doktorandinnen für sich im Rahmen ihrer überfachlichen Qualifikation während der Promotion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wählen können. Um die erworbenen Kompetenzen gebündelt abzubilden und ihnen diese von Seiten der Universität zu bestätigen, wurde dafür ein Zertifikatsprogramm entwickelt. Hier lernen Doktorandinnen, die eigenen Wissensthemen allgemeinverständlich zu vermitteln sowie andere zum selbstbestimmten und kritischen Hinterfragen anzuregen. Dazu gehört auch die Erfahrung der Selbstwirksamkeit und die Auseinandersetzung mit Chancen und Grenzen der eigenen Rolle als wissenschaftskommunizierende Person in der Forschung. Wissenschaftlerinnen gelangen täglich zu Erkenntnissen, die für Menschen relevant sind oder es in Zukunft sein können. Daher ist es wichtig, die Ergebnisse der Forschung breit zu kommunizieren. Die Wissenschaft darf kein elitäres Konstrukt sein, aus dem nichts nach außen dringt; die Öffentlichkeit sollte über Forschungsergebnisse informiert werden. Doch wie kann eine Vermittlung so gelingen, dass die Informationen, die vermittelt werden, von den Adressatinnen auch wahrgenommen und verstanden werden?
Shownotes:
Zu Gast:
Die Schriftstellerin Vicki Baum stammt aus Wien und verbrachte mehrere Jahre in Berlin, bevor sie 1932 nach Kalifornien auswanderte. „Menschen im Hotel“, der "Kolportageroman mit Hintergründen" erschien 1929 im Ullstein-Verlag. In mehr als 20 Sprachen übersetzt, begründete er Vicki Baums Weltruhm als Autorin der Unterhaltungsliteratur. 1931 wurde er in Hollywood unter dem Namen „Grand Hotel“ verfilmt. "Menschen im Hotel" beleuchtet das Schicksal einer Handvoll Personen, die Ende der 1920er Jahre zufällig in einem Berliner Grandhotel aufeinandertreffen. Sie sind vom Leben gezeichnet, enttäuscht, hoffnungsvoll, am Wendepunkt - und bilden ein Panorama der Gesellschaft Berlins vor fast 100 Jahren. Doch hierbei handelt es sich nur um eines der bekanntesten Werke von Vicki Baum. Unsere Gästin Cara Salto untersucht in ihrer Promotion Körper- und Geschlechterdiskurse in frühen Erzählungen bis Ende der 50er Jahre. Dabei diskutiert sie interdiskursive Verhandlungen von Körper, die im direkten Kontext der von Baum ausgeübten Kapitalismuskritik stehen. Welche Rollen spielen gesellschaftliche Ereignisse wie bspw. Weltkriege und können diese in den Werken wiedererkannt werden? Neben Caras Promotion selbst sprechen wir auch über die Herausforderungen von wissenschaftlichem Arbeiten generell.
Shownotes:
Zu Gast:
In der zweiten Folge mit Prof. Ilka Parchmann und Dr. Carolin Enzingmüller erkunden wir die Welt der Wissenschaftskommunikation weiter und zeigen auf, wie vielfältig und spannend dieser Bereich ist. Carolin und Ilka teilen ihre persönlichen Wege zur Wissenschaftskommunikation und erläutern, wie sie es geschafft haben, komplexe Forschungsinhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Wir diskutieren verschiedene Methoden und Formate der Wissenschaftskommunikation, von Ausstellungen bis hin zu Podcasts und untersuchen, wie wir die Zielgruppen frühzeitig in den Prozess einbeziehen können. Dabei betonen wir die Bedeutung von Teilhabe und Transparenz, um das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und aus dem Elfenbeinturm herauszutreten.
Außerdem beleuchten wir die Herausforderungen, junge Menschen zu erreichen und erforschen Strategien aus dem Designbereich, um die Kommunikation zu verbessern. Am Ende teilen wir persönliche Momente, die uns in unserer beruflichen Laufbahn dazu bewegt haben, uns für die Wissenschaftskommunikation zu engagieren. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Neugier und des Wissensaustauschs!
Shownotes:
Zu Gast:
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