Dresden
Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu Demokratien dominieren sie inzwischen als politische Systeme. Das östliche Europa bildet dabei keine Ausnahme. Neben den zentralasiatischen Staaten wird auch Russland nicht erst seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine autoritär geführt. In Ungarn baut Viktor Orbán Demokratie und Rechtsstaat systematisch ab. Und auch in der Slowakei geht die Regierung unter Robert Fico gegen unabhängige Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen vor. Unter dem Titel Autoritarismus und Gewalt im östlichen Europa greift die DGO-Jahrestagung 2026 diese Entwicklung auf und nimmt unterschiedliche Formen autoritärer Regime in den Blick. Dabei geht es um deren Funktionsweisen, um spezifische Gewaltkulturen, aber auch um die Attraktivität autoritärer Herrschaft.Alle Infos und Anmeldung unter: https://dgo-online.org/kalender/berlin/2026/autoritarismus-und-gewalt-im-oestlichen-europa/
Die Tagung findet zweisprachig (de/en) statt, eine Simultanübersetzung wird bereitgestellt
Programm
Donnerstag, 26. März 2026
18 Uhr: EröffnungHolger Kuße (Technische Universität Dresden)Ruprecht Polenz (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin/Münster)Jörg Ganzenmüller (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
PreisverleihungenKlaus Mehnert Preis Karin Wolff Preis
Musikalische Begleitung: Estuardo Hernandez (Klavier)
Leben im Autoritarismus VortragSergei Lebedew (Schriftsteller, Potsdam)
Im Anschluss:Sergei Lebedew im Gespräch mit Ines Geipel (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin) 20:00 Uhr: Empfang
Freitag, 27. März 2026
09:00 Uhr: Zur Attraktivität autoritärer HerrschaftVortragTimm Beichelt (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
09:30 UhrPodiumsdiskussionTimm Beichelt Irina Busygina (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin)Krisztián Ungváry (Historiker, Budapest)
11:00 Uhr: Kaffeepause
11:30 Uhr: Parallele Panels
Autokratische Macht und gesellschaftliche Ziele: Wissenschaft und KunstMichal Hvorecký (Schriftsteller, Bratislava)Ksenia Luchenko (Journalistin, Berlin)Tamar Qeburia (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg)
Sprache und politische Gewalt. Kriegsrhetorik und SagbarkeitsverschiebungenRiccardo Nicolosi (Ludwig-Maximilians-Universität München)Ewelina Woźniak-Wrzesińska (Herder-Institut Marburg)
Die Umdeutung der Geschichte: Geschichtspolitik in AutokratienUwe Backes (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)Éva Kovács (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien)Piotr Majewski (Universität Warschau)
Wie Demokratien enden: Der Übergang von Demokratie zu AutokratieGrigorij Mesežnikov (Institute for Public Affairs, Bratislava)Julia Simon (Institut für Europastudien, Bremen)
13:00 Uhr: Mittagspause 14:30 Uhr: Autoritarismus im Film Kommentierte FilmausschnitteClaudia Böttcher (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
15:30 Uhr: Kaffeepause
16:00 Uhr: Außenpolitik unter autoritären Bedingungen PodiumsdiskussionJohannes Gerschewski (Wissenschaftszentrum Berlin)Kadri Liik (Sicherheitsexpertin, Tallinn)
17:30: Ende der Konferenz