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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Geld für Griechenland? Investitionen europäischer Bankiers im 19. Jahrhundert
    Im Zuge seiner Nationalstaatsgründung Anfang der 1830er Jahre rückte der neue griechische Staat auch in den Blickpunkt europäischer Finanziers und Banken. Das Land braucht Geld, sein größtes Kapital waren nicht zuletzt die Euphorie in Europa während des griechischen Unabhängigkeitskampfes gegen das Osmanische Reich sowie ein kultureller Philhellenismus. In das kleine Königreich strömten bereits seit Beginn seines Unabhängigkeitskampfes im Jahr 1821 Spenden, Anleihen und Direktinvestitionen aus ganz Europa. Nach der Staatsgründung 1832 wurde es verstärkt als neuer Investitionsmarkt von europäischen Finanziers wahrgenommen. Am Beispiel Griechenlands stellt die Historikerin PD Dr. Korinna Schönhärl von der Universität Duisburg-Essen die vielschichtigen Motive für Kapitalinvestitionen britischer, französischer, schweizerischer und deutscher Bankiers untersucht werden: Aus welchen Gründen entschieden sich die Geldgeber zu ihren Kapitaltransfers in das neue Hellas? Welche finanziellen, ideologischen, konfessionellen, familiären und politischen Aspekte wirkten zusammen, um die Taschen der Bankiers und Anleger für Griechenland zu öffnen?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_corinnaschoenhaerl
    1 hr 16 min
  • Die Externalisierungsgesellschaft. Folgen des globalen Kapitalismus
    Wir leben auf Kosten der anderen, so lautet zugespitzt die These des Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ausgeführt hat er diese These in seiner jüngsten Publikation "Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis". Demnach ist das Weltgefüge politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch schief, unsere Lebensweise im Norden bzw. im Westen eine Belastung für den Rest der Menschheit. Diese Erkenntnisse seien nicht neu, so Stephan Lessenich, doch obwohl wir darum wüssten, ändere sich nichts. Woran liegt das? Diese und andere Fragen haben wir ihm in unserer Videogesprächsreihe "Zu Gast bei L.I.S.A. Wortwechsel im Stiftungshaus" gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/externalisierungsgesellschaft
    1 hr 2 min
  • „Die Kunst auf den Barrikaden!“ Ikonische Dynamik von der Reformation bis zur Revolution
    Mit entblößtem Busen und der Trikolore in der Hand führt die Freiheit in Gestalt einer Frau das sich erhebende Volk an. Eugène Delacroix' Gemälde, das kurz nach der Julirevolution von 1830 entstanden ist, zählt zu den berühmtesten Ikonen, die Revolution, Rebellion und Aufstand bildlich thematisieren. Bis heute rekurrieren Protestformen auf dieses Bild der Frau mit nackter Brust, beispielsweise in der sogenannten Femen-Bewegung, bei der Aktivistinnen oben ohne demonstrieren. Die Kunsthistoriker Prof. Dr. Andreas Beyer von der Universität Basel und Prof. Dr. Michael Diers von der Humboldt-Universität Berlin diskutieren in ihrem Gespräch dieses und andere Bilder aus der Kunstgeschichte seit der Reformation, die Revolutionen und andere politische Umbrüche begleitet und vielleicht sogar ausgelöst haben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salonsc_kunst_auf_den_barrikaden
    57 min
  • ISIS und dschihadistische Bedrohung in Europa
    Seit dem Tod Bin Ladens und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs ist die dschihadistische Bewegung nicht nur jünger und stärker geworden, sondern sie hat sich „demokratisiert“. Zu den schätzungsweise 5.000 europäischen Auslandskämpfern, die sich in Syrien dschihadistischen Gruppen angeschlossen haben, gehören nicht mehr nur verschrobene Intellektuelle, sondern junge Europäer aus allen Schichten und Bevölkerungsgruppen. Fast 20 Prozent sind Konvertiten, die vom Christentum zum Islam – und häufig: direkt in den Salafismus – übergetreten sind. Fünfzehn Prozent sind Mädchen und Frauen. Statt Universitätsstudenten wie zu Attas Zeiten rekrutieren die Dschihadisten heutzutage viele Kleinkriminelle und Perspektivlose. Mehr denn je ist der Dschihadismus in Europa eine Jugend‐ und Gegenkultur. Und der Islamische Staat, mit all seiner Grausamkeit und Brutalität, ist ihr alles überragendes Symbol. Sowohl Ursache als auch Folge dieser Demokratisierung ist, dass die Anforderungen an potentielle Rekruten geringer geworden sind. Der Dschihadismus ist nach wie vor islamisch und folgt der salafistischen Glaubensdoktrin, doch die komplizierte Theologie, mit der noch al‐Qaida ihre Anschläge zu rechtfertigen suchte, wurde vom Islamischen Staat durch eine diffuse Protestideologie ersetzt, die extreme Gewalt verherrlicht und vor allem aus Slogans und theologischen Versatzstücken besteht. Wichtiger als theologische Begründungen sind dem Islamischen Staat und seinen Rekruten die Möglichkeit zur Selbstinszenierung und das Image der Stärke und Überlegenheit, das die Gruppe in ihren Videos pausenlos projiziert. Als Protestideologie und Gegenkultur richtet sich der Dschihadismus des Islamischen Staates deshalb nicht mehr nur an junge Männer (und Frauen), die sich für Religion interessieren, sondern an alle, die nach Struktur, Ordnung, klaren Regeln und einem radikalen Gegenentwurf zur westlichen oder europäischen Gesellschaft suchen. Die Konsequenzen dieses Wandels werden und noch mindestens eine Generation lang beschäftigen.
    54 min
  • Revolutionen im 20. Jahrhundert - und was kommt dann?
    Hat sich das Programm der Revolution heute erschöpft? Liegt es an Vorstellungen über Gewaltakte, die mit Revolutionen untrennbar verbunden zu sein scheinen, dass diese inzwischen eher negativ konnotiert sind? Wie blutig aber waren Revolutionen des 20. Jahrhunderts tatsächlich? Sind es eher zwischenstaatliche Kriege und Bürgerkriege, die infolge revolutionärer Umstürze zu großem Blutvergießen geführt haben? Darüber diskutieren der Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Manfred Hildermeier von der Universität Göttingen, der Lateinamerika-Historiker Prof. Dr. Stefan Rinke von der Freien Universität Berlin sowie der Sinologe Prof. Dr. Rudolf G. Wagner von der Universität Heidelberg. Sie vergleichen dabei vor allem Revolutionen in Europa mit denen in Lateinamerika und Asien. Moderiert wird das Gespräch von der Historikerin und Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Prof. Dr. Ute Frevert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/revolutionen_im_20._jahrhundert_und_was_kommt_dann?nav_id=6878
    58 min
  • Wie revolutionär ist die Reformation?
    Die Frage, ob es sich bei der Reformation vor 500 Jahren um eine Revolution gehandelt hat, ist nicht neu. Schon im Umfeld der Französischen Revolution wurde darüber debattiert, ob die Reformation revolutionär gewesen sei? Wollte Luther tatsächlich eine Revolution? Ging es ihm um den politisch-sozialen Umbruch einer Ordnung oder eher um spirtuelle Erneuerung? Kann man im Mittelalter überhaupt revolutionär sein oder ist der Begriff der Revolution untrennbar mit der Moderne verbunden? Über diese und anschließende Fragen diskutieren die Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger von der Universität Münster, der Theologe Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf von der Universität München sowie der Journalist und Luther-Biograph Willi Winkler. Moderiert wird das Gespräch vom Theologen und Kirchenhistoriker Prof. Dr. Christoph Markschies.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wie_revolutionaer_ist_die_reformation?nav_id=6877
    48 min
  • Sind Revolutionen noch möglich?
    Revolutionen scheinen heute einer vergangenen historischen Epoche anzugehören. Die letzten, an die man sich im Westen noch gerne erinnert, sind die Umstürze in der DDR und in den anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks. Aber auch in diesen Fällen ist man sich nicht immer sicher, inwiefern der Begriff der Revolution das Geschehen damals tatsächlich trifft. Zu sehr ist der Gedanke an eine Revolution mit exessiver Gewalt, viel Blut und langem Schrecken verbunden. Verglichen mit den großen Revolutionen von 1766, 1789, 1848 oder 1917 ist der Systemwechsel von 1989/90 vergleichsweise friedlich verlaufen. Heute spricht man auch deshalb lieber von Reformen, wenn es darum geht, Gesellschaften umzubauen. Ist das Konzept von Revolution sogesehen berechtigterweise keine Option mehr für politisches Handeln? Sind die (westlichen) Gesellschaften inzwischen so gut austariert, dass Revolutionen heute nicht mehr nötig sind? Fehlen die fundamentalen Gegensätze, aus denen eine revolutionäre Situation entstehen könnte? Kurz: Sind Revolutionen überhaupt noch möglich? Über diese Fragen diskutieren unter der Leitung des Historikers Prof. Dr. Francois Etienne der frühere Bundesaußenminster Joseph Fischer, der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler und die Journalistin und Mitbegründerin von Attac Deutschland Jutta Sundermann.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sind_revolutionen_noch_moeglich?nav_id=6876
    56 min
  • Martin Grötschel | Eröffnung des Salons Sophie Charlotte
    Der „Salon Sophie Charlotte 2017“ stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von „Rebellionen, Revolutionen oder Reformen“. Was sind Ursachen, Chancen und Risiken dieser drei geschichtsmächtigen Kräfte? Mehr als 100 Mitwirkende, darunter Historiker, Sozial- und Islamwissenschaftler, Musik- und Literaturwissenschaftler, politische Aktivisten, Politiker a.D. und Politiktheoretiker, aber auch Natur- und Technikwissenschaftler stellten sich an diesem Abend diesen Fragen in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Der Päsident der Akademie, Prof. Dr. Martin Grötschel, hat den Abend eröffnet.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/martin_groetschel_eroeffnung_des_salons_sophie_charlotte?nav_id=6888
    15 min
  • Carl Duisberg 1861-1935. Anatomie eines Industriellen
    Prof. Dr. Werner Plumpe von der Goethe-Universität Frankfurt stellt im Gespräch mit Prof. Dr. Jörn Leonhard von der Universität Freiburg seine Studie über Carl Duisberg vor, die in der Reihe der Historischen Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienen ist. Carl Duisberg galt als einer der einflussreichsten Industriellen seiner Zeit. Auf Grundlage einer Quellenbasis von über 25.000 erhaltenen Briefen rekonstruiert Werner Plumpe die Karriere eines Bildungsaufsteigers aus Heimarbeitsmilieu, dessen Weg ihn von den Farbenfabriken Bayer an die Spitze der deutschen Industrie und in die höchsten Kreise der deutschen Gesellschaft führte. Werner Plumpe hat das Buch in seiner Zeit als Förderstipendiat des Historischen Kollegs München erarbeitet. Sein Gesprächspartner Jörn Leonhard verbringt selbst zurzeit sein Studienjahr am Historischen Kolleg.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_carlduisberg
    1 hr 44 min
  • Identität und kritische Selbstverhältnisse
    Die Frage nach dem, was deutsch ist, was deutsche Identität ausmacht, scheint wieder wichtig zu sein. Ein Indiz für ein neues Bedürfnis nach Festschreibung der eigenen bzw. der deutschen Identität ist möglicherweise die Betonung des Nationalkollektivs in zahlreichen Wir- und Unsere-Narrativen: "Du bist Deutschland", "Wir sind Papst", "Unsere Besten" oder auch die Debatte um eine deutsche Leitkultur. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Trawny von der Bergischen Universität Wuppertal hat sich der Frage "Was ist deutsch?" in einem gleichnamigen Essayband angenommen. Wir haben ihn im Rahmen unserer Videoreihe Zu Gast bei L.I.S.A. ins Haus der Gerda Henkel Stiftung eingeladen und mit ihm nach möglichen Antworten gesucht.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/petertrawny
    56 min

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