L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

By L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel StiftungSociety & CultureScienceSocial SciencesHistory
Download on the App Store

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Fernsehkrimis im geteilten Deutschland
    Was heute der "Tatort" und der "Polizeiruf 110" sind, waren in den 1950er und 1960er Jahren "Stahlnetz" und "Blaulicht": zwei Krimireihen aus zwei unterschiedlich geprägten Teilen des Nachkriegsdeutschlands - BRD und DDR, Westdeutschland und Ostdeutschland. Die Filmhistorikerin und Geschäftsführerin des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Dr. Nora Hilgert, hat sich in ihrer Dissertation mit den Krimireihen "Stahlnetz" und "Blaulicht" beschäftigt und sie als populäre Repräsentationen von Recht und Ordnung miteinander verglichen. Wie unterscheiden sich beispielsweise die Inszenierung von Fall, Tat, Täter, Opfer und Ermittler voneinander? Inwieweit finden sich in den einzelnen Sendungen Alltagsrealitäten und ideologischer Überbau beider deutscher Staaten wieder? Und: Wie knüpfen diese Formate an ihre heute produzierten Nachfolger an? In unserer Videoreihe "Zu Gast bei L.I.S.A." haben wir Dr. Nora Hilgert diese und daran anschließende Fragen gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_norahilgert_fernsehkrimis
    44 min
  • Jürgen Mittelstraß | Scientia Perennis: Wie in der Wissenschaft das Alte zum Neuen und das Neue zum Alten wird
    Die Philosophie war in ihrer Geschichte immer wieder der Frage ausgesetzt, was sie eigentlich Neues brächte. Alles sei doch schon einmal da gewesen, gedacht, niedergeschrieben und ausufernd diskutiert worden. Letztlich werde doch immer wieder nur das Alte zum Neuen und das Neue zum Alten: die philosophia perennis, die immerwährende Philosophie. Der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß von der Universität Konstanz überträgt diese Klage über die Philosophie auf die Wissenschaft. Leistet sie wirklich etwas Neues? Oder ist die Wissenschaft auch gefangen in diesem sich selbstperpetuierenden Kreislauf aus Alt und Neu? Falls allerdings doch etwas Neues entsteht, wie verläuft dann dieser Prozess? Und: Welche Bedeutung kommt dabei dem Irrtum zu?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/juergen_mittelstrass_scientia_perennis_wie_in_der_wissenschaft_das_alte_zum_neuen_und_das_neue_zum_alten_wird?nav_id=6672
    57 min
  • Rüdiger Campe | "Mögliche Welten" und "Fictio Analogica". Gottsched, Baumgarten und der Sinn der modernen Fiktionstheorie
    Fiktionale Literatur ist in der Lage Neues zu erfinden, indem sie unausdrückliches Wissen zur Sprache bringt. So verstanden, kann sie ein Kanal sein, über den neues Wissen Eingang in die Gesellschaft findet. Zentral ist dabei das kulturelle Wissen um die Fiktionalität der Literatur. An dieser Vorannahme schließt sich die Frage an, warum dieses unausdrückliche Wissen in der Literatur angenommen wird, obwohl es wesentlich für fiktional gehalten wird? Rüdiger Campe, Professor für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Yale University, geht in seinem Vortrag der Genese der fiktionalen Literatur um 1800 nach und fragt dabei im Rahmen der modernen Fiktionstheorie nach der Bedeutung des Leibnizschen Möglichkeitsdenkens für das westliche Literaturverständnis.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ruediger_campe_moegliche_welten_und_fictio_analogica._gottsched_baumgarten_und_der_sinn_der_modernen_fiktionstheorie?nav_id=6671
    54 min
  • Catrin Misselhorn | Neues Wissen in Literatur? Analogisches Denken als sinnliche Reflexion von Begriffen
    Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Direktorin des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart, steht der Begriff - genauer: begriffliches Wissen. Dabei geht sie der Frage nach, ob Literatur im Sinne einer Form von Kunst und verstanden als soziale Praxis begriffliches Wissen vermitteln kann. Anders ausgedrückt: Kann Literatur als Kunstform neue Begriffe schaffen bzw. unser begriffliches Repertoire erweitern? Und: Welchen Stellenwert nimmt dabei die Philosophie ein? Catrin Misselhorn setzt beide textschaffenden Gattungen - die Literatur und die Philosophie - in ein Verhältnis zueinander und kommt bei ihrer Analyse zu einem überraschenden Schluss.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/catrin_misselhorn_neues_wissen_in_literatur_analogisches_denken_als_sinnliche_reflexion_von_begriffen?nav_id=6667
    48 min
  • Horst Bredekamp | Leibniz' petites perceptions und der innovative Coup des Bildakts
    In Gottfried Wilhelm Leibniz' Erkenntnis- und Wahrnehmungstheorie spielen die petites perceptions eine zentrale Rolle. Anders als Descartes, der Körper und Geist voneinander trennte und in Wechselwirkung zueinander stellte, verstand Leibniz körperliche und geistige Vorgänge als zwei voneinander unabhängige Prozesse, die parallel zueinander verlaufen. Nach Descartes waren die Dinge so wie er sie erkannte - klar und deutlich. Leibniz reichte diese Betrachtungsweise nicht und formulierte über die kleinen, aber unmerklichen Wahrnehmungen sein Verständnis von einer angemessenen Erkenntnis. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp der Humboldt-Universität zu Berlin führt in seinem Vortrag diese Lehre Leibniz' aus und bezieht sie als ästhetische Theorie auf kunsthistorische Fragen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/horst_bredekamp_leibniz_petites_perceptions_und_der_innovative_coup_des_bildakts?nav_id=6666
    52 min
  • Wie entsteht Neues? Analogisch denken in Wissenschaft und Kunst - Leibniz' Idee der Erfindung
    Was ist neu und was heißt es überhaupt, von „neu“ zu sprechen? Ist absolut Neues als „Erschaffung aus dem Nichts“ denkbar und ist diese Idee kompatibel mit der Erfindung „möglicher Welten“ durch (Neu-)Kombination bestehender Elemente wie in Leibniz’ Universum? Das Rätsel des Neuen und seiner Entstehung betrifft gleichermaßen wissenschaftliches Auffinden wie technisches (Er-)Finden und künstlerisches Hervorbringen. Analogiebildungen spielen bei der Entwicklung von Neuem in verschiedenen Ausprägungen eine zentrale Rolle. Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander vertreten in „Surfaces and Essences. Analogy as the Fuel and Fire of Thinking“ (2013) sogar die These, dass die „Analogie“ das „Herz des Denkens“ ist. Sie durchzieht die gesamte Bandbreite der Erkenntnis in der Alltagserfahrung, in Denkoperationen der Logik und Wissenschaft wie auch in komplexen ästhetischen Prozessen und der Kunst.
    Im Sinne von Leibniz’ Multiperspektivität wurde auf der Konferenz die Erfindungskraft analogischen Denkens interdisziplinär beleuchtet. Von verschiedenen Gesichtspunkten aus wurden Differenzen und Schnittstellen des Neuen in Wissenschaft und Kunst in den Blick genommen und analysiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wie_entsteht_neues_analogisch_denken_in_wissenschaft_und_kunst_leibniz_idee_der_erfindung?nav_id=6665
    53 min
  • Der Mann Luther und seine Zeit
    Martin Luther befand sich in einer permanenten Auseinandersetzung mit seinem männlichen Körper, so die These der Frühneuzeithistorikerin Prof. Dr. Lyndal Roper von der University of Oxford in ihrer vielbesprochenen Luther-Biographie. Die äußere körperliche Beschaffenheit sowie die Veränderungen, die sie im Laufe der Zeit erfuhr, stehen sinnbildlich für die verschiedenen Phasen, die Luther in seinem Leben durchlaufen hat: die als Mönch, als Ritter und schließlich als Patriarch. Aus welchen Quellen zieht Lyndal Roper diese Rückschlüsse? Welche Fragen an seinen Körper haben Luther und sein Denken ihrer Meinung nach besonders geprägt? War der Mann aus Wittenberg ein Kind seiner Zeit oder war er vielmehr ein Sonderling? Wir haben diese und andere Fragen Prof. Dr. Lyndal Roper gestellt, die tags zuvor in Düsseldorf mit dem Gerda Henkel Preis 2016 für ihre besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Geschichte der Frühen Neuzeit ausgezeichnet worden war.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lyndalroper_martinluther
    54 min
  • Burgen, Ritter, Abendland. Die Gegenwart des Mittelalters
    Folgt man der in der Geschichtswissenschaft klassischen Periodisierung, ist das europäische Mittelalter vor ziemlich genau 500 Jahren ausgeklungen. Was in der heutigen Populärkultur von dieser Epoche übriggeblieben ist, sind vor allem konstruierte Vorstellungen, die verschiedene Projektionsflächen und Identifikationsmöglichkeiten bieten: romantisierende, ästhetisierende, idealisierende bis hin zu eskapistischen Sehnsüchten. Ritterspiele und Jahrmärkte in Burgen, PC-Spiele und Apps sowie Fantasy-Romane und Blockbuster im mittelalterlichen Gewand gehören zu den derzeit beliebtesten und marktträchtigsten Verfremdungen und Verklärungen jener Zeit. Wie gehen Mediävisten mit diesem Mittelalter-Bild und seiner Verwertung um? Was hat uns das Mittelalter jenseits dieser populären Verzerrungen zu sagen? Wir haben uns in der bereits 15. Ausgabe von Max meets LISA mit den Mittelalterhistorikern Prof. Dr. Valentin Groebner von der Universität Luzern und Dr. Martin Bauch vom Deutschen Historischen Institut in Rom über diese und andere Fragen unterhalten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/mml_mittelalter
    1 hr 13 min
  • "If time were absolutely kept". Rhythmen und Zeitgefühl im Eisenbahnzeitalter
    Fahrplan trifft soziale Rhythmen: In dieser Kurzformel kommt ein Verständnis des Eisenbahnzeitalters zum Ausdruck, das sich von den herkömmlichen Beschreibungen dieser wichtigsten Verkehrsinnovation des 19. Jahrhunderts unterscheidet. Die Eisenbahn wird damit nicht als eine die Wahrnehmung und das Verhalten harmonisierende Modernisierungswalze begriffen. Sie erscheint vielmehr als Innovation, die das Zeitgefühl der Menschen herausforderte, es je nach Situation und involviertem Milieu festigte, emotionalisierte oder veränderte. Die Eisenbahn gab den Takt an, indem sie die Lebensrhythmen der Menschen ein Stück weit in sich aufnahm.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_oliverzimmer
    1 hr 11 min
  • Von Haider bis Brexit. Populismus in Europa
    Auf den Begriff "Populismus" wird in der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte besonders häufig zurückgegriffen. Politische Artikulationen, die von Medien, Parteien und anderen gesellschaftlichen Akteuren als zu einfach oder als extrem betrachtet werden, ernten schnell das Attribut populistisch zu sein. Populismus wäre demnach ein Abwehrbegriff, über den unliebsame politische Bewegungen und Strömungen diskreditiert werden sollen. Das setzt wiederum voraus, dass Populismus grundsätzlich negativ konnotiert ist. Aber muss das zwangsläufig so sein? Können populistische Impulse möglicherweise sogar eine Demokratie beleben? Über diese und anschließende Fragen haben bei history@debate folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutiert: die Historikerin PD Dr. Heidemarie Uhl von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, die Historikerin und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Karin Priester von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Historiker Prof. Dr. Thomas Mergel von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Journalist und Publizist Adam Krzeminski vom polnischen politischen Wochenmagazin Polityka in Warschau, der Germanist und Historiker Dr. Thomas Serrier von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder sowie der Historiker Prof. Dr. Kiran Klaus Patel von der Universität Maastricht.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historydebate_populismus
    1 hr 52 min

About L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

From the publisher's feed

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung