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  • Geschichte und Genetik. Das neue Paradigma?
    Die Geschichtswissenschaft erhält eine neue Herausforderung aus den Naturwissenschaften - dieses Mal ist es die Genetik, die zu neuen Forschungsansätzen anregt. Genetische Spuren in menschlichen Überresten erlauben beispielsweise Rückschlüsse auf gemeinsames Erbgut, ethnische Herkunft oder verwandtschaftliche Verhältnisse. Das klingt auf der einen Seite ganz verlockend, ließen sich doch auf diesem Wege bestehende historische Lücken schließen, auf der anderen Seite kommt auch ein Gefühl des Unbehagens auf. Wohin führt eine Forschung, die sich auf genetische Determinationen konzentriert? Welche Begrifflichkeit kommt dabei zur Anwendung? Welches Mehr an historischer Erkenntnis ist insgesamt zu erwarten? Darüber diskutierten auf dem Workshop "Urkunde - DNA - Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?" in der Universität Köln am 17. Juni 2016 die Ethnologin Dr. Larissa Förster, die Historiker Dr. Jörg Feuchter und Dr. Markus Späth sowie der Genetiker Prof. Dr. Johannes Krause - unserer inzwischen sechsten Ausgabe von Max meets LISA spezial.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/mmlspezial_genetichistory
    57 min
  • Nationalismus, Heldengeschichten, Popkultur. Wissenschaft zwischen Politik, Kunst und Medien
    Wissenschaftler agieren nicht im luftleeren Raum. Das gilt insbesondere für Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler, die menschliches Sein, Handeln und Wirken analysieren, ordnen und deuten. Doch wie weit reicht der Kontakt zu anderen gesellschaftlichen Bereichen? Welche Rolle nimmt die Geisteswissenschaft im Spannungsfeld aus Politik, Kunst und Medien ein? Welche Sinnangebote stellt sie zur Verfügung? Ist dabei eher Zurückhaltung angebracht oder besteht sogar eine Art Verpflichtung, sich in aktuelles Geschehen einzubringen? In der inzwischen 13. Ausgabe von Max meets LISA haben wir mit der Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler von der Universität Heidelberg und mit dem Historiker Prof. Dr. Thomas Maissen, derzeit Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Paris, lebhaft und kontrovers über diese und andere Fragen diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/mml_popkultur
    1 hr 12 min
  • Konflikt- und Gewaltforschung
    Der Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick ist in diesen aufgeheizten Zeiten ein gefragter Mann: Er eilt unermüdlich durch die Republik, von Vortrag zu Vortrag, von Interview zu Interview. Denn Gesellschaft und Medien haben viele Fragen an den Wissenschaftler: Wie konnte die politisch weitgehend stabile, prosperierende Nachkriegsrepublik sich in so kurzer Zeit so stark radikalisieren? Wieso fallen extreme politische Meinungen auf so fruchtbaren Boden, wieso radikalisieren sich junge Menschen, wieso sind Gewalt gegen ethnische oder religiöse Minderheiten und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit mittlerweile allgegenwärtig?Zu all diesen Themen forscht der gelernte Sozialpsychologe Andreas Zick am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Und so reden wir in dieser Folge des Podcasts "Forschergeist" über Pyros in Fußballstadien, über Hogesa, Pegida, Hate Speech und die Ursachen dieser Phänomene. Andreas Zick erläutert mögliche Lösungsansätze, wie Gesellschaft und Demokratie mit Hass, Gewalt und Extremismus umgehen kann und wie man als Wissenschaftler all diese sensiblen Themen verantwortungsvoll in der Öffentlichkeit kommuniziert.
    1 hr 54 min
  • Mare Nostrum – Kulturerhalt in Krisenzeiten
    Im Grenzgebiet zu Syrien leben derzeit hunderttausende Kriegsflüchtlinge auf jordanischem Territorium. Allein das Flüchtlingslager Zaatari bietet aktuell rund 80.000 Menschen Zuflucht. Jordanische Behörden, syrische Helfer und archäologische Partner richten dort und in anderen Auffanglagern Kulturzentren ein, in denen sich syrische Flüchtlinge und Bewohner des jordanischen Umlandes begegnen sollen. Ziel der Projekte ist es, mit einem Bildungsprogramm das Bewusstsein für gemeinsame kulturelle Traditionen zu stärken und Wissen in den Bereichen Landschafts- und Denkmalkunde sowie Handwerk zu vermitteln. Ferner erforschen Wissenschaftler in Kooperation mit syrischen Flüchtlingen und Handwerkern zu regionalen archäologischen Projekten. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt mehrere dieser Projekte, die vom Archäologen Prof. Dr. Thomas Maria Weber-Karyotakis von der University of Jordan vor Ort koordiniert werden. Wir haben ihn zu einem Gespräch über seine bisherigen Erfahrungen eingeladen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/mare_nostrum
    32 min
  • „Zur Demokratie gehört die Rückholbarkeit von Entscheidungen“
    Die Zahl der nationalen Referenden in Europa ist seit dem Ende des Kalten Krieges regelrecht in die Höhe geschossen. Gab es von 1960 bis 1990 insgesamt gut vierzig Volksentscheide in Europa, wurden seitdem mehr als 140 abgehalten - die meisten davon in Ostmittel- und Osteuropa. Das jüngste Referendum, die Volksabstimmung zum sogenannten Brexit, hat in Europa ein politisches Beben ausgelöst wie kaum ein anderes. Nach wie vor ist unklar, was die Folgen der knappen Mehrheitsentscheidung für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union sein werden. Außerdem ist ein Streit darüber ausgebrochen, wie mit dem Votum umzugehen ist. Wird es ein weiteres Referendum geben? Was bedeutet es für die Demokratie, wenn solche Entscheidungen in Frage gestellt werden? Welche Auswirkungen haben Plebiszite überhaupt für parlamentarisch verfasste Demokratien? Diese und weitere Fragen haben wir dem Sozialwissenschaftler und Demokratieforscher Prof. Dr. Alex Demirović in Berlin gestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/demokratie_demirovic
    1 hr 7 min
  • Die weltweite Dimension der Hamburger Krise von 1799
    Im Zuge der Napoleonischen Kriege Ende des 18. Jahrhunderts hatte England eine Seeeblockade auch über die Elbmündung verhängt. Die Folgen für die Hansestadt Hamburg waren drastisch. 1799 mussten mehr als einhundert Banken- und Handelshäuser der Stadt Konkurs anmelden, nachdem viele der oft hochspekulativen Handelsgeschäfte mit Wechseln getätigt worden waren, die im Zuge der Blockade nicht mehr erfüllt werden konnten. Die Historikerin Prof. Dr. Margit Schulte Beerbühl forscht zurzeit zu dieser sogenannten Hamburger Krise von 1799 und deren Folgen. In ihrem Vortrag rekonstruiert sie den Verlauf der lokalen Spekulationskrise und untersucht sie auch mit Blick auf ihre globale Dimension.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_margitschultebeerbuehl
    50 min
  • "Die Mitte ist kein Schutzraum der Demokratie"
    Vor wenigen Tagen erschien unter dem Titel "Die enthemmte Mitte" die neueste Auflage der sogenannten Mitte-Studien. Seit 2002 erforscht eine Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig in einem Langzeitprojekt rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass rechtes Gedankengut nicht nur ein Phänomen am "Rande" der Gesellschaft ist, sondern gesamtgesellschaftlich weite Verbreitung findet. Die Studie wird derzeit kontrovers diskutiert und ihre wissenschaftliche Grundlage zum Teil kritisiert. Wir haben mit einem der Herausgeber, dem Sozialpsychologen PD. Dr. Oliver Decker, über die Reaktionen auf die Veröffentlichung und die Begrifflichkeiten der Studie gesprochen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/die_mitte_ist_kein_schutzraum_der_demokratie?nav_id=6380
    21 min
  • "Die Mitte ist kein Schutzraum der Demokratie"
    Vor wenigen Tagen erschien unter dem Titel "Die enthemmte Mitte" die neueste Auflage der sogenannten Mitte-Studien. Seit 2002 erforscht eine Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig in einem Langzeitprojekt rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass rechtes Gedankengut nicht nur ein Phänomen am "Rande" der Gesellschaft ist, sondern gesamtgesellschaftlich weite Verbreitung findet. Die Studie wird derzeit kontrovers diskutiert und ihre wissenschaftliche Grundlage zum Teil kritisiert. Wir haben mit einem der Herausgeber, dem Sozialpsychologen PD. Dr. Oliver Decker, über die Reaktionen auf die Veröffentlichung und die Begrifflichkeiten der Studie gesprochen.
    21 min
  • Politiker, Publizisten, Unternehmer. Wer waren die Akteure der Ost-West-Zivilluftfahrtpolitik im Kalten Krieg?
    Der Vortrag des Historikers Dr. Peter Švik zielt darauf, das verflochtene Verhältnis zwischen der technologischen Globalisierung und dem Kalten Krieg zu beschreiben. Im Rahmen einer Fallstudie soll anhand der Geschichte der zivilen Luftfahrt erklärt werden, wie sich zwischen 1945 und 1989 Technologien über die Grenzen von Staaten, Kontinenten und ideologischen Systemen verbreitet haben. Sein Forschungsprojekt fragt unter anderem nach den Gründen für diesen Transfer und untersucht, wie Staaten, internationale Organisationen und professionelle Netzwerke die Übertragung von Technologien beeinflussten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_petersvik
    59 min
  • Geteilte Vergangenheit - Russland und die Ukraine
    Kurz nach den proeuropäischen Protesten auf dem Kiewer Euromaidan wurde die Krim in die Russische Föderation eingegliedert. Bis heute dienen unterschiedliche Geschichtswahrnehmungen den Konfliktparteien als Begründung ihrer Ansprüche. Über die geteilte Geschichte Russlands und der Ukraine debattieren Alexey Miller und Georgiy Kasianov, moderiert von Katja Gloger.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historydebate_russland_ukraine
    1 hr 53 min

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