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  • Transmoderne: Eine postkoloniale Kunstgeschichte des Kontakts
    In das Zentrum seines Vortrags rückt Christian Kravagna, Professor für Postcolonial Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien, den Begriff der Transmoderne und das Motiv des Kontakts. Unter Bezugnahme auf das Konzept der Transversalität und die dekolonialen Entwürfe eines Gegendiskurses zur westlichen Moderne des argentinisch-mexikanischen Philosophen Enrique Dussel markiert der Begriff der Transmoderne eine Absage an eine eurozentrische Kunstgeschichtsschreibung. Erst die Konzentration auf das Motiv des Kontakts, der die vielfachen transkulturellen Austauschmomente und Wechselbeziehungen bezeichnet, und die Untersuchung dieses vielgestaltigen Kontakts vermöge, dies Kravagnas Grundtenor, die in der Global Art History eingeschriebenen dichotomen Strukturen aufzulösen.
    1 hr 2 min
  • Nach dem Frühling. Der „Islamische Staat“ (IS) im Nahen Osten und in Nordafrika
    Mit dem „Arabischen Frühling“ verbanden sich seit 2011 große Hoffnungen auf die Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten in Nordafrika sowie im Nahen und Mittleren Osten.  Bürgerkriege, Staatszerfall und die Restauration autokratischer Regime haben diese Hoffnungen jedoch zerstört. Seit der sogenannte „Islamische Staat“ im Sommer 2014 ein zusammenhängendes Gebiet in Syrien und im Irak unter seine Kontrolle gebracht hat und auch im nördlichen Afrika seinen Machtbereich auszudehnen begann, ist die Welt mit einem Herrschafts- und Ordnungsanspruch neuer Qualität konfrontiert.
    Auf Einladung des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung (Ruhr-Universität Bochum) und der Gerda Henkel Stiftung diskutierten im Düsseldorfer Industrie-Club Rosa Burç (Universität Bonn), PD Dr. Jochen Hippler (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Peter Neumann (King’s College London) und Dr. Stephan Rosiny (GIGA-Institut Hamburg) unter Moderation von Dr. Kristin Platt (Universität Bochum) die historischen, kulturellen, religiösen, sozialen und politischen Voraussetzungen und Auswirkungen des Vordringens des IS und dessen Konsequenzen für die Region, für Europa und für die globale Ordnung. 
    Wir haben die Veranstaltung für L.I.S.A. auf Video aufgezeichnet.
    1 hr 37 min
  • Hüter der Gerechtigkeit: „Gerechte Herrschaft“ in Russland von Zar Peter dem Großen bis Putin
    Stefan Plaggenborg ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum und im Kollegjahr 2015/2016 als Senior Fellow am Historischen Kolleg in München. In seinem Forschungsprojekt "Hüter der Gerechtigkeit. Zur Figur des gerechten Herrschers in Russland vom 16. bis ins 18. Jahrhundert" beschäftigt er sich mit den Legitimationsdiskursen und den Konzepten von "gerechter Herrschaft" im Zarenreich der frühen Neuzeit. Sein Forschungsvorhaben verknüpft dabei Diskurse, Praktiken und Kommunikation miteinander und bietet so Einblicke in die Kulturgeschichte der russischen Autokratie, die zugleich als eine Geschichte der russischen Staatsbildung gelesen werden kann. In seinem öffentlichen Vortrag, den er am 18. Januar 2016 im Historischen Kolleg hielt, setzt er sich mit dem Thema "Hüter der Gerechtigkeit. 'Gerechte Herrschaft' in Russland von Zar Peter dem Großen bis Putin" auseinander.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_stefanplaggenborg
    54 min
  • Hüter der Gerechtigkeit: "Gerechte Herrschaft" in Russland von Zar Peter dem Großen bis Putin
    Stefan Plaggenborg ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum und im Kollegjahr 2015/2016 als Senior Fellow am Historischen Kolleg in München. In seinem Forschungsprojekt "Hüter der Gerechtigkeit. Zur Figur des gerechten Herrschers in Russland vom 16. bis ins 18. Jahrhundert" beschäftigt er sich mit den Legitimationsdiskursen und den Konzepten von "gerechter Herrschaft" im Zarenreich der frühen Neuzeit. Sein Forschungsvorhaben verknüpft dabei Diskurse, Praktiken und Kommunikation miteinander und bietet so Einblicke in die Kulturgeschichte der russischen Autokratie, die zugleich als eine Geschichte der russischen Staatsbildung gelesen werden kann. In seinem öffentlichen Vortrag, den er am 18. Januar 2016 im Historischen Kolleg hielt, setzt er sich mit dem Thema "Hüter der Gerechtigkeit. 'Gerechte Herrschaft' in Russland von Zar Peter dem Großen bis Putin" auseinander.
    54 min
  • New Science on the Blog?
    In den Geisteswissenschaften ringen Blogs nach wie vor um Anerkennung als eine eigene Form der Wissenschaftskommunikation. Sie rangieren derzeit irgendwo zwischen traditionellen schriftlichen Plattformen, wie etwa Fachjournalen, und der mündlichen Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse, beispielsweise auf Fachtagungen oder in Workshops. Aber vielleicht ist gerade diese Mittelposition, die Position des Unfertigen mit Einblick in entstehende Forschung, die Stärke von wissenschaftlichen Blogs. In einer neuen Spezialausgabe von Max meets LISA haben wir auf dem 8. Forum für Wissenschaftskommunikation in Nürnberg mit der Islamwissenschaftlerin Dr. Nadia von Maltzahn, der Historikerin Dr. Mareike König, dem Social Media Manager Henning Krause und dem Blogger Lars Fischer über aktuelle Herausforderungen für wissenschaftliche Blogs diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/maxmeetslisa_blogs
    1 hr 17 min
  • Revolution und Krieg (5)
    Eine der wichtigsten Aufgaben der Historiografie der Ukraine heute, ist die Verortung ihrer Geschichte in transnationalen Bezügen. Dazu leistet die international hochkarätig besetzte Konferenz „Revolution und Krieg. Die Ukraine in den großen Transformationen des neuzeitlichen Europa“ einen Beitrag. In vier Sektionen setzten sich Historikerinnen und Historiker am 28. und 29. Mai 2015 in Berlin mit der ukrainischen Geschichte im Rahmen europäischer Transformationsprozesse vom 17. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert auseinander. Eckpunkte der wissenschaftlichen Debatte bilden Zäsuren wie der 30-jährige Krieg, 1618-1648, der Erste und Zweite Weltkrieg sowie die Entwicklung der Ukraine seit 1989.
    Die Konferenz fand am 28./29. Mai 2015 in Berlin in Kooperation mit dem Imre-Kertesz-Kolleg und der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (München/Regensburg) statt und ist Teil der Arbeit der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission.
    Teil VII unserer Serie beinhaltet Abschlussvortrag der Konferenz:Andreas KAPPELER, University of Vienna
    38 min
  • Theorie - Praxis und Lebensform
    Mit einem Merve-Band in der Jackentasche bezeugte man in den 1970er und 1980er Jahren vor allem eines: Theorie zu lesen - darunter Bücher von Michel Foucault, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Roland Barthes, Jean Baudrillard oder Paul Virilio. Wer deren Texte las, gehörte damals nicht nur einem bestimmten intellektuellen Milieu an, sondern demonstrierte damit auch eine konkrete Lebensform. Der Historiker Prof. Dr. Philipp Felsch von der Humboldt-Universität zu Berlin hat in seinem Buch Der lange Sommer der Theorie: Geschichte einer Revolte diese besondere Lese- und Lebenslandschaft von 1960 bis 1990 nachgezeichnet. Wir haben ihn in seinem Büro besucht, um ihm unsere Fragen zur seinem Verständnis von Theorie im Kontext von Philosophie, Praxis und Kritik zu stellen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/theorie
    1 hr 6 min
  • Finanz- und Versicherungswesen im Zeichen Leibniz'scher Auffassung von Gerechtigkeit
    Beim Gedanken an das Versicherungswesen, dazu noch im Zusammenhang mit Solidarität und Gerechtigkeit, landet man nicht gleich bei Leibniz. Und doch öffnet sich in diesem Zusammenhang ein Raum mit vielen verschiedenen Verbindungen, lässt man sich auf Leibniz und seine Theorien ein. Der Leibniz-Experte Prof. Dr. Eberhard Knobloch konzentriert sich dabei auf eine Leibniz'sche Spezialität - die Mathematik. Das Zahlen und Rechnen viel mit dem Versicherungswesen gemein haben, leuchtet gleich ein. Eberhard Knobloch stellt in seinem Vortrag die Mathematik als kulturelle, als juristische und schließlich als politische Kraft vor und fragt nach deren Wirkung auf Entstehung und Entfaltung des Versicherungswesens bis hinein in unsere heutige Zeit.
    41 min
  • Ist das meins oder muss ich das teilen? Open Access und Copyright in den digitalen Geisteswissenschaften
    Das Aushandeln von Urheber- und Nutzungsrechten ist nicht neu. Spätestens seit der Erfindung des Buchdrucks ringen Autoren, Verleger und die Öffentlichkeit um Rechte am Werk. Die Erfindung neuer Medien, beispielsweise Tonträger oder Filme, und neuer technischer Geräte wie den Kopierer führten stets zu Neuverhandlungen darüber, wie und von wem ein Werk genutzt werden darf - in der Regel innerhalb eines relativ eindeutigen juristischen Rahmens. Im Zuge des digitalen Wandels hat sich die Lage entschieden verändert, rechtliche Klarheit ist einer neuen Unsicherheit gewichen. Nicht selten wird dabei der Begriff der Grauzone bemüht, vor allem wenn es um Veröffentlichungsoptionen wissenschafticher Ergebnisse geht. Wir haben zu unserer elften Ausgabe von Max meets LISA Vertreter aus Wissenschaft, Prof. Dr. Thomas Kirchner vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris, Verlagswesen, Dr. Jonathan Beck vom C.H. Beck Verlag, und der digitalen Öffentlichkeit, Dr. Ziko van Dijk von der Wikimedia Foundation, eingeladen, um mit ihnen über Copyright und Open Access in den digitalen Geisteswissenschaften zu diskutieren.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/maxmeetslisa11
    1 hr 3 min

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