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  • "Dixi et salvavi animam meam" - Der Fall Hermann Grapow
    Der Name Hermann Grapows ist Ägyptologen als Mitherausgeber des „Wörterbuchs der ägyptischen Sprache“ geläufig. Ebenso unmittelbar verbindet man heute mit seinem Namen aber auch die politische Belastung der Ägyptologie in der Zeit des „Dritten Reiches“. Die „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten und ihre Eingriffe in die Wissenschaftspolitik ermöglichten dem zunächst zögernden Grapow neue Chancen zu beruflichem Erfolg und führten ihn in höchste Leitungsämter der Berliner Universität und der Akademie. Diese Konstellation und das Zeugnis von Zeitgenossen, die ihn als „Erz-Nazi“ bezeichneten, haben den Fokus der jüngeren historischen Forschung auf Grapow gelenkt. Jedoch wird die in der wissenschaftsgeschichtlichen Praxis bislang meistens zugrunde gelegte Dichotomie zwischen „gut“ und „böse“ dem Quellenbefund nicht gerecht, so die These des Ägyptologen und Wissenschaftshistoriker Dr. Thomas L. Gertzen.
    48 min
  • Höher, weiter, digital - wo bleibt die Wissenschaft?
    Die Bandbreite an technischen Möglichkeiten sowie die Versuchung, diese für möglichst alle Lebensbereiche nutzbar zu machen, wird größer. Das gilt nicht zuletzt für die Wissenschaft, die von ihrem Selbstverständnis her nach immer mehr und letztlich nach höherer Erkenntnis strebt. Helfen soll ihr dabei die neue digitale Sphäre, bespielsweise über digitale Werkzeuge, Funktionen, Speicher oder Kommunkationsmittel. Kritiker sehen in dieser Entwicklung eine Gefahr für die Wissenschaft insgesamt, die sich in der schönen neuen digitalen Welt verliere und Forscherinnen und Forscher an den Rand ihrer Kapazitäten dränge. Ist das wirklich so? Sind die Chancen, die sich durch den Einzug des Digitalen ergeben, nicht größer als die Risiken? Zum Abschluss der Tagung Die Zukunft der Wissensspeicher haben wir mit der Historikerin Prof. Dr. Maren Lorenz und dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Hubertus Kohle diese Fragen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive diskutiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/mmlspezial_lorenz_kohle
    45 min
  • Der erste Treibstoff des globalen Kapitalismus
    Um den Rohstoff Baumwolle spann sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein globales Netzwerk aus Baumwollplantagen, Baumwollspinnereien und -webereien sowie aus Händlern und Käufern - ein Baumwollimperium, wie es der Historiker Prof. Dr. Sven Beckert von der Universität Harvard in seinem Buch King Cotton. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus bezeichnet, beschreibt und ausführlich analysiert. Was auf den Baumwollplantagen in den US-amerikanischen Südstaaten von Sklaven gepflückt wurde, verarbeiteten im Vereinigten Königreich Heere von Männern, Frauen und Kindern in Fabriken, deren Erzeugnisse dann bis in die entferntesten Winkel der Erde verkauft wurden. Wie dieses Imperium genau entstanden ist, was daraus geworden ist und welche Rückschlüsse diese Geschichte über das Wesen des Kapitalismus insgesamt zulässt, darüber haben wir mit Sven Beckert gesprochen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/baumwolle_und_kapitalismus
    17 min
  • Der erste Treibstoff des globalen Kapitalismus
    Um den Rohstoff Baumwolle spann sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts ein globales Netzwerk aus Baumwollplantagen, Baumwollspinnereien und -webereien sowie aus Händlern und Käufern - ein Baumwollimperium, wie es der Historiker Prof. Dr. Sven Beckert von der Universität Harvard in seinem Buch King Cotton. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus bezeichnet, beschreibt und ausführlich analysiert. Was auf den Baumwollplantagen in den US-amerikanischen Südstaaten von Sklaven gepflückt wurde, verarbeiteten im Vereinigten Königreich Heere von Männern, Frauen und Kindern in Fabriken, deren Erzeugnisse dann bis in die entferntesten Winkel der Erde verkauft wurden. Wie dieses Imperium genau entstanden ist, was daraus geworden ist und welche Rückschlüsse diese Geschichte über das Wesen des Kapitalismus insgesamt zulässt, darüber haben wir mit Sven Beckert gesprochen.
    17 min
  • "Der entscheidende Medienbruch war das Taschenbuch"
    Was waren die 1970er Jahre, wenn man sie retrospektiv durch die Brille eines Intellektuellen betrachtet? Ein Jahrzehnt des Neomarxismus, die Dekade des Strukturalismus, Ausläufer des Modernisierungsparadigmas und Vorzeichen der Postmoderne? Unbestritten ist zumindest, dass die 1970er Jahre vor allem eine Zeitspanne umfassen, die theoriegesättigt war. Die entsprechende, arbeitsintensive Literatur hatte ihr Format im Taschenbuch gefunden. Ein Zeitzeuge und Mitgestalter dieses Jahrzehnts war Prof. Dr. Ulrich Raulff, heute Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Wie er sich an die 1970er als Lesezeitraum erinnert, hat er in seinem jüngsten Buch Wiedersehen mit den Siebzigern beschrieben. Wir haben ihn dazu befragt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/der_entscheidende_medienbruch_war_das_taschenbuch?nav_id=5674
    23 min
  • "Der entscheidende Medienbruch war das Taschenbuch"
    Was waren die 1970er Jahre, wenn man sie retrospektiv durch die Brille eines Intellektuellen betrachtet? Ein Jahrzehnt des Neomarxismus, die Dekade des Strukturalismus, Ausläufer des Modernisierungsparadigmas und Vorzeichen der Postmoderne? Unbestritten ist zumindest, dass die 1970er Jahre vor allem eine Zeitspanne umfassen, die theoriegesättigt war. Die entsprechende, arbeitsintensive Literatur hatte ihr Format im Taschenbuch gefunden. Ein Zeitzeuge und Mitgestalter dieses Jahrzehnts war Prof. Dr. Ulrich Raulff, heute Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Wie er sich an die 1970er als Lesezeitraum erinnert, hat er in seinem jüngsten Buch Wiedersehen mit den Siebzigern beschrieben. Wir haben ihn dazu befragt.
    22 min
  • Verwandte Diktaturen?
    Seit dem Historikerstreit der 1980er Jahre wird kontrovers diskutiert, in welchem Verhältnis Nationalsozialismus und Kommunismus der 1930er zueinander stehen. Schon wer vergleicht, so der Vorwurf, setzt gleich. Doch gerade für eine gemeinsame Erinnerungskultur in West- und Osteuropa ist die Gewichtung der Diktaturerfahrungen zentral. Eine Debatte zwischen den Zeithistorikern Jörg Baberowski, Norbert Frei und Martin Sabrow.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/verwandte_diktaturen?nav_id=5877
    1 hr 55 min
  • "Das Digitale löst unsere bisherige Gesellschaft auf"
    Immer schärfe Displays, immer genauere Daten – die Digitalisierung der Welt ist geprägt von Drang nach immer höherer Auflösung. Aber beinhaltet dieser Prozess auch eine andere Form der Auflösung, nämlich die Beseitigung alter gesellschaftlicher Ordnungen? Der Journalist Dr. Christoph Kucklick sieht in der Doppeldeutigkeit des Begriffs der Auflösung das Grundmotiv einer sich abzeichnenden "granularen Gesellschaft". Er identifiziert eine grundlegende Umwälzung des menschlichen Miteinanders auf allen sozialen Ebenen. Wie lässt sich die granulare Gesellschaft verstehen? Wie beeinflusst die Digitalisierung unsere Verständnis vom Menschen? Welchen Effekt hat der Überfluss an Information? Und wer hat in der granularen Gesellschaft überhaupt die Kontrolle? Wir haben mit Dr. Kucklick über die Zukunft in der Gegenwart gesprochen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/granulare_gesellschaft
    17 min
  • "Die Arbeit des Intellektuellen ist naturgemäß subversiv"
    Im bayerischen Schloss Elmau haben sich in der vergangenen Woche die Staats- und Regierungschefs zum sogenannten G7-Gipfel getroffen, um sich über die aktuelle politische und wirtschaftliche Weltlage auszutauschen und gemeinsame Vorgehensweisen abzustimmen. Kritiker bezeichnen die G7-Treffen als exklusive Zusammensetzung der mächtigsten Staaten des Westens, deren Vertreter nicht legitimiert seien, die gesamte Welt zu repräsentieren. Zu den Kritikern gehört auch der Schweizer Soziologe Prof. Dr. Jean Ziegler. Er klagt in seiner neuen Publikation die gegenwärtige Weltordnung als kannibalisch und absurd an. Entsprechend emphatisch lautet der Titel seines Buches: "Ändere die Welt!" Wir haben ihn am Telefon interviewt und wollten nicht zuletzt wissen, welchen Stellenwert er Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Veränderung der Welt beimisst.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/jeanziegler
    21 min
  • "Die Arbeit des Intellektuellen ist naturgemäß subversiv"
    Im bayerischen Schloss Elmau haben sich in der vergangenen Woche die Staats- und Regierungschefs zum sogenannten G7-Gipfel getroffen, um sich über die aktuelle politische und wirtschaftliche Weltlage auszutauschen und gemeinsame Vorgehensweisen abzustimmen. Kritiker bezeichnen die G7-Treffen als exklusive Zusammensetzung der mächtigsten Staaten des Westens, deren Vertreter nicht legitimiert seien, die gesamte Welt zu repräsentieren. Zu den Kritikern gehört auch der Schweizer Soziologe Prof. Dr. Jean Ziegler. Er klagt in seiner neuen Publikation die gegenwärtige Weltordnung als kannibalisch und absurd an. Entsprechend emphatisch lautet der Titel seines Buches: "Ändere die Welt!" Wir haben ihn am Telefon interviewt und wollten nicht zuletzt wissen, welchen Stellenwert er Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Veränderung der Welt beimisst.
    21 min

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