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  • "Wissenschaftskommunikation stärken"
    Wissenschaft verständlich kommunizieren - dieser Anspruch wird an Forschende immer häufiger erhoben. Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation, kurz: NaWik, hat sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaftlern verständliche Kommunikationsformen beizubringen. Wie sich das NaWik das genau vorstellt und welche Erfahrungen es bisher gemacht hat, darüber haben wir mit  Beatrice Lugger, Dozentin am NaWik und Stellvertretende Wissenschaftliche Direktorin des Instituts, am Telefon gesprochen.
    10 min
  • Bedeutung von Religion früher und heute
    Die Zurückdrängung der Religionen aus der staatlich-politischen Öffentlichkeit galt lange als gesetzmäßige Begleiterscheinung gesellschaftlicher Modernisierung. Ganz im Geiste der Aufklärung wurde eine schrittweise Säkularisierung des Politischen nicht nur erwartet, sondern war sogar erwünscht. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit und unsere Gegenwart offenbart indes ein anderes Bild: Religion ist heute wieder in den öffentlich-politischen Diskurs zurückgekehrt. Ob in Debatten über internationale Sicherheit und Terrorismus, um Integration, Bildungs- und Schulpolitik oder auch die mediale Fokussierung auf die Nachfolge auf dem Petrusstuhl - Religion ist heute wieder ein Thema.
    An der Universität Münster widmen sich seit 2007 Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen innerhalb eines Exzellenzclusters dem Themenkomplex "Religion und Politik" in Geschichte und Gegenwart. Mitglied des Vorstands und Sprecherin des Exzellenzclusters ist die Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger. Wir haben sie in unserer Reihe Zu Gast bei L.I.S.A. - Wortwechsel im Stiftungshaus zu einem Gespräch über Religion und Politik eingeladen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bedeutung_von_religion_frueher_und_heute?nav_id=4348
    39 min
  • "Pseudowissenschaftliche Begründung von Eroberungen"
    Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 stieg der Germanenkult zur Staatsideologie auf und diente vor allem zur Rechtfertigung späterer Angriffskriege - nach der simplen und verbrecherischen Logik: Was in der Geschichte germanischen Ursprungs gewesen sein soll, gehöre zum Reich und dürfe deswegen erobert werden. Den "wissenschaftlichen" Nachweis des frühhistorischen Germanentums in den umliegenden Ländern erbrachten nicht zuletzt die universitären Institute für Ur- und Frühgeschichte sowie für Archäologie in Deutschland und in Österreich. Im Bremer Focke-Museum thematisiert derzeit die Ausstellung "Graben für Germanien" die ideologischen Verbindungen zwischen Nationalsozialismus und Wissenschaft. Der Prähistorische Archäologe Prof. Dr. Otto Urban vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien hat sich in diesem Zusammenhang mit der Geschichte seines Instituts beschäftigt. Wir haben ihn dazu befragt.
    18 min
  • "Ideologische Überzeugungstäterin und gewiefte Regierungskünstlerin"
    Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher ist am Montag, den 8. April, im Alter von 87 gestorben. Kaum eine Frau hat die europäische Nachkriegsgeschichte so sehr geprägt wie die sogenannte Eiserne Lady. Kaum eine Politikerin hat so stark polarisiert wie sie. Laut Wikipedia belegte sie noch in jüngeren Umfragen (2002 und 2003) den 16. Platz unter den 100 größten Briten aller Zeiten als auch den dritten Platz unter den 100 schlechtesten. Wir haben mit dem Historiker Prof. Dr. Dominik Geppert von der Universität Bonn, der sich bereits in seiner Dissertation mit der Entstehung des Thatcherismus in Großbritannien befasst hat, über die Poltikerin Margaret Thatcher und ihr historisches Erbe gesprochen.
    14 min
  • Audio: „Religionspolitischer Handlungsbedarf“
    Über den Umgang mit religiöser Vielfalt in Deutschland hat Historiker Prof. Dr. Thomas Großbölting vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in der Ringvorlesung des Forschungsverbundes gesprochen. „Die aktuelle Diskussion um die Abweisung einer mutmaßlich vergewaltigten Frau in katholischen Krankenhäusern, die Debatte über die Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen oder die umstrittene Koranverteilung durch Salafisten zeigen, wie stark das religiöse Feld in Deutschland in Bewegung ist.“ Die Zahl der religionspolitischen Konflikte nehme zu, so der Forscher. Politik und Gesellschaft allerdings würden sich „weitgehend in den religionspolitischen Bahnen der alten Bundesrepublik“ bewegen und den religionspolitischen Handlungsbedarf notorisch unterschätzen. Prof. Könemann hielt den Vortrag am 29. Januar 2013 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“. Weitere Informationen zu dem Thema finden sich auf der Website des Exzellenzclusters „Religion und Politik“.
    58 min
  • Audio: Der Einfluss der Evangelikalen
    Über den Einfluss von Evangelikalen auf Politik und Wirtschaft in den USA hat der Münchner Historiker Prof. Dr. Michael Hochgeschwender in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ gesprochen. „Kaum eine Religionsgemeinschaft hat derart intensiv daran mitgewirkt, eine pluralistische, auf Privateigentum und abstraktem Marktdenken beruhende kapitalistische Wirtschaftsweise zu befördern wie die evangelikale Erweckungsreligiosität“, sagte der Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Evangelikalismus sei zur zentralen Kraft einer selektiven Modernisierung und Pluralisierung in der Ökonomie Nordamerikas geworden. Prof. Hochgeschwender hielt den Vortrag am 15. Januar 2013 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“. Weitere Informationen zu dem Thema finden sich auf der Website des Exzellenzclusters „Religion und Politik“.
    48 min

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