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  • Wie Pizza, Gyros und Döner Deutschland veränderten
    Nach dem Zweiten Weltkrieg war Arbeitskraft in Deutschland Mangelware. In der Bundesrepublik entschied man sich von den 1960er Jahren an, Arbeiterinnen und Arbeiter per Anwerbeabkommen ins Land zu holen. Die Arbeitsmigranten kamen fast ausnahmslos aus dem Süden - aus Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Jugoslawien und der Türkei. Sie arbeiteten in der Landwirtschaft und vor allem in der Industrie. Doch einige zog es bald in die Selbständigkeit, aus der dann nach und nach Pizzarien, Tavernen und Dönerbuden entstanden. Die Historikerin PD Dr. Maren Möhring hat die Geschichte der ausländischen Gastronomie in Deutschland untersucht und ein Buch geschrieben. Wir haben sie dazu befragt.
    18 min
  • Audio: Patchwork-Religiosität in Deutschland
    Mehr als ein Fünftel der Deutschen pflegen Soziologen zufolge eine Patchwork-Religiosität. „Die spirituellen Sinnsucher kombinieren Elemente verschiedener Religionstraditionen, ohne sich einer Richtung verpflichtet zu fühlen“, sagte Religionssoziologin Dr. habil. Christel Gärtner vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in der Ringvorlesung des Forschungsverbunds. „Sie suchen nach Antworten, die sie in ihrer ursprünglichen Tradition nicht finden.“ Die Bindung an eine Religionsgemeinschaft wechseln der Forscherin zufolge oft durch Veränderungen im Lebensweg, etwa durch Krisen in der Familie. Christel Gärtner hielt den Vortrag am 18. Dezember 2012 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“. Weitere Informationen zu dem Thema finden sich auf der Website des Exzellenzclusters „Religion und Politik“.
    47 min
  • Audio: „Kein geheimes Wissen für Insider“
    Über die Bedeutung von Astrologie, Esoterik und Wissenschaft für die europäische Religionsgeschichte hat der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Kocku von Stuckrad aus Groningen in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ gesprochen. Die Geschichte der Religion in Europa sei nicht nur eine Geschichte der christlichen Kirchen. Vielmehr zeige sie eine große Vielfalt an Religionen und Lehren, zu denen auch Astrologie und Esoterik gehörten. „Erst in der Vielzahl dieser Perspektiven gewannen Religion und auch Wissenschaft an Bedeutung“, sagte der Forscher. Das heutige Verständnis von Wissenschaft sei erst im Zeitalter der Aufklärung entstanden. Prof. von Stuckrad hielt den Vortrag am 13. November 2012 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“. Weitere Informationen zu dem Thema finden sich auf der Website des Exzellenzclusters „Religion und Politik“.
    41 min
  • Audio: Harmoniemodell religiöser Pluralität in China
    Über das Harmoniemodell religiöser Vielfalt in China hat Religionswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Gentz aus Edinburgh in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ gesprochen. „Ein Harmoniemodell brachte die unterschiedlichen Traditionen miteinander und mit der Staatsideologie in Einklang“, sagte Prof. Gentz in dem Vortrag, der Quellen aus 2000 Jahren darlegte. Das sei nicht mit modernem Pluralismus nach europäischem Verständnis gleichzusetzen. Demnach sei die im Westen häufig angenommene Toleranz der „drei Lehren Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus“ nicht frei von Widersprüchen, habe wahrscheinlich dennoch geholfen, Konfliktpotenziale zu entschärfen. Prof. Gentz hielt den am 30. Oktober 2012 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“.
    53 min
  • Audio: Hinduismus und religiöse Vielfalt
    Über den Hinduismus und seine Haltung zur religiösen Vielfalt hat der Religionswissenschaftler und Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in der Ringvorlesung des Forschungsverbunds gesprochen. Der Wissenschaftler relativierte die im Westen verbreitete Vorstellung, dass der Hinduismus und Buddhismus mit dem Nebeneinander der verschiedenen Religionen weniger Probleme hätten als das Christentum oder der Islam. Viele Menschen meinten, der Hinduismus sei allen anderen Religionen „wegen einer vermeintlich pluralistischen Haltung“ überlegen. „Pluralistische Konzeptionen, die den Gedanken der religiösen Vielfalt konsequent mit dem der Gleichwertigkeit verbinden, finden sich jedoch bestenfalls in einigen Ansätzen von Menschen wie Mahatma Gandhi.“ Er hielt den Vortrag am 23. Oktober 2012 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“.
    53 min
  • Audio: „Vielfalt trug zum Überleben bei“
    Über religiöse Vielfalt im Alten Israel hat Alttestamentler Prof. Dr. Rainer Albertz vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“ gesprochen. Der evangelische Theologe stellte in seinem Vortrag vom 16. Oktober 2012 die Unterschiede zwischen der familiär gelebten und der offiziellen altisraelischen Religion vom 11. bis 7. Jahrhundert vor Christus dar. Die damalige „religionsinterne Pluralität“ habe Konflikte, teilweise aber auch kreatives Potential hervorgebracht. „Eine maßvoll begrenzte Vielfalt innerhalb der Religion trug schließlich zu ihrem Überleben bei.“
    1 hr 2 min
  • "Die USA sind nach wie vor die einzige Supermacht"
    In einer Woche wird Barack Obama zum zweiten Mal als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Vor welchen Herausforderungen stehen er und die USA in den kommenden vier Jahren? Wie hat die Präsidentschaftswahl im vergangenen November auf die amerikanische Gesellschaft gewirkt? Und wie steht es um den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten?
    Wir haben darüber mit dem Zeithistoriker und Amerikaexperten Prof. Dr. Bernd Stöver von der Universität Potsdam gesprochen.
    18 min
  • Audio: Muslimische „Friedensrichter“ in Deutschland
    Die Tätigkeit muslimischer „Friedensrichter“ in Deutschland lässt sich laut Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Fabian Wittreck „nicht einfach verbieten“. Das Bild sei uneindeutig, sagte der Forscher des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster in einem Vortrag über „Religiöse Paralleljustiz im Rechtsstaat?“. Demnach sei es legal, wenn solche Streitschlichter in zivilrechtlichen Fällen tätig würden, sofern der Schlichter freiwillig eingeschaltet werde. Unproblematisch seien auch strafrechtliche Fälle, in denen ein „Friedensrichter“ vor Einschaltung der Behörden tätig werde. Erst wenn die Ermittler aktiv würden, stehe der Vorwurf der Strafvereitelung im Raum. Auch bei Schwerstkriminalität ist der Versuch, solche Taten per Schlichtung ‚in der Familie‘ zu regeln, verboten und strafbar, wie der Forscher erläuterte. Er hielt den Vortrag am 9. Oktober 2012 im Rahmen der Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt – Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“.
    47 min
  • Audio: „Beschneidung und Tattoo“
    Inwieweit sich religiös motivierte Beschneidungen von Jungen heute kulturell rechtfertigen lassen, hat Theologe Dr. Thomas Lentes vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ auf einer interdisziplinären Tagung an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg ausgeführt. Der Wissenschaftler sprach an der Hochschule für Jüdische Studien zum Thema „Beschneidung und Tattoo: Legitimierung und Delegitimierung von Körperzeichen in der Gegenwartskultur“. Die Veranstaltung trug den Titel „Beschneidung – Das Zeichen des Bundes in der Kritik“. Sein Vortrag lässt sich auf dieser Seite in voller Länge anhören. Neben Lentes hielt auch der Cluster-Wissenschaftler und Jurist Dr. Bijan Fateh-Moghadam einen Vortrag zum Thema Beschneidung.
    12 min

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