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  • Was wäre gewesen? Mandela stirbt auf Robben Island
    Nelson Mandela ist nicht nur die Ikone seines Landes Südafrika gewesen, sondern für viele Menschen die Verkörperung des Kampfes gegen Rassismus und Kolonialismus weltweit. Das war er nicht von Anfang an. Er wurde dazu erst während seiner 27-jährigen Haftzeit auf der Gefängnisinsel Robben Island. Als ihm schließlich 1990 die Freiheit zurückgegeben wurde, scheint es aus heutiger Perspektive beinahe zwingend, dass Mandela vier Jahre später der erste freigewählte Präsident der Republik Südafrika wurde. Seine Amtszeit stellte er unter die Leitmotive Gerechtigkeit und Versöhnung - möglicherweise wichtige Pfeiler für den insgesamt gewaltlosen Übergang von einer Apartheidsgesellschaft zur politischen und rechtlichen Gleichheit. Was aber wäre gewesen, wenn Nelson Mandela im Gefängnis gestorben wäre? Wäre er heute längst vergessen oder eher ein nationaler Märtyrer geworden? Mi welchen Folgen für die jüngste Geschichte Südafrikas? Diese und ähnliche Fragen haben wir in unserer Podcast-Reihe "Was wäre gewesen?" mit dem Afrikahistoriker Prof. Dr. Andreas Eckert von der Humboldt-Universität zu Berlin besprochen und ihn um ein alternatives Szenario gebeten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_andreaseckert_mandela
    59 min
  • Weltherrschaft und Völkermorden. Neues zu einem Schlüsseldokument nationalsozialistischer Weltanschauung
    Eigentlich sollte die Geheimrede Hitlers vor der Wehrmachtsführung am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg zu einem zentralen Beweisstück des Nürnberger Prozesses 1945/46 werden. Denn in dieser Ansprache hatte der „Führer“ kurz vor dem Krieg all seinen wichtigen Generälen enthüllt, dass er für die Deutschen die „Erd-Herrschaft“ anstreben und über kurz oder lang alle „minderwertigen Rassen“ vernichten lassen werde. Die gesamte Wehrmachtsführung wurde somit zum Mitwisser. Allerdings gelang es in Nürnberg nicht, die Weitergabe dieser Geheimrede am 25. August 1939 an den Berlin-Korrespondenten der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, Louis Lochner, durch den militärischen Widerstand unter Admiral Canaris zu rekonstruieren. Dabei war Lochner sogar beim Prozess als Berichterstatter anwesend. Die Hintergründe und Zusammenhänge, die einem Polit- und Geschichtsthriller ähneln, werden in dem Vortrag erstmals umfassend rekonstruiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_ns_weltherrschaft
    1 hr 5 min
  • Schaffen, verlieren, erhalten – vom Kulturverlust zum Kulturerhalt
    Es klingt vielleicht Paradox, aber der Mensch ist die Ursache für Kulturverlust und Kulturerhalt gleichermaßen. Erst erschafft er sie, dann zerstört und verliert er sie, schließlich erhält er sie. Aber wer ist hier "der Mensch"? Wer ist in welchem Stadium der antreibende Akteur? Welche Motive liegen jeweils zugrunde? Und was hat das eigentlich alles mit unserem Leben zu tun? Es diskutieren: Larissa Förster, Dieter Vieweger und Rebekka Habermas. Moderation: Georgios Chatzoudis.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salonsophiecharlotte22_kulturerhalt
    47 min
  • Musik in der frühneuzeitlichen Bildungsbiografie: Praxis und Prestige
    „Musik“ umfasst vielfältige Erscheinungsformen (Kompositionen, Theorie, lebensweltliche Praktiken), die erst gemeinsam den Gegenstand konstituieren, der auch in historischen Situationen perzipiert und konzeptualisiert wurde. Das Projekt untersucht die Bedeutung musikalischen Wissens für Gesellschaften der Frühen Neuzeit in Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei etwa die Fragen: Welchen Stellenwert hatte Musik in den Wissensordnungen? Welche Musikauffassungen können für soziale Kontexte rekonstruiert werden? In welchem Verhältnis zum „Gewussten“ stehen musikalische Repertoires und Praktiken?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_ingamaigroote
    26 min
  • Was wäre gewesen? Jan Hus wird nicht verbrannt
    Die politische Gemengelage Anfang des 15. Jahrhunderts war im abendländischen Europa kompliziert. Es gab im Heiligen Römischen Reich keinen Kaiser - die jeweils amtierenden römisch-deutschen Könige griffen nicht wie ihre Vorgänger nach der Kaiserwürde. Hinzu kam, dass sich drei Päpste - in Rom, in Avignon und in Pisa - um die Herrschaft in der Kirche bekriegten. Kurzum: Es waren unruhige Zeiten. Um wieder etwas mehr Ordnung in das Gefüge aus weltlicher und geistlicher Macht zu bringen und das Abendländische Schisma zu beenden, berief König Sigismund von Luxemburg für 1414 das Konstanzer Konzil ein. Dabei sollte es auch um die Wiederherstellung der reinen christlichen Lehre gehen, Abweichungen vom Dogma der katholischen Kirchen, wie sie unter anderen Jan Hus vertrat, unterbunden werden. Der exkommunizierte Prediger Jan Hus reiste aus Böhmen an, um sich zu erklären. König Sigismund sicherte ihm freies Geleit zu. Doch das sollte ihn nicht retten und seine Gegner nicht hindern, Jan Hus der Häresie anzuklagen und am 6. Juli 1415 in Konstanz öffentlich als Ketzter zu verbrennen. Wir haben die Mittelalterhistorikerin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gefragt, was gewesen wäre, wenn Jan Hus nicht verbrannt worden wäre. Hätte sich die politische Geschichte in Europa, aber auch die Religionsgeschichte ganz anders entwickelt?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_evaschlotheuber_janhus
    53 min
  • Babylon und Berlin, Bialystok und Boston. Diasporatypen im diachronen Blick
    Prof. Dr. Johannes Heil widmet sich in seinem Forschungsprojekt einer Leerstelle jüdischer Geschichte und unternimmt den Versuch, jenseits der Bibel Überreste der jüdischen Textkultur des Westens bis zur Übernahme des rabbinischen Judentums (um 800) zu identifizieren. Es handelt sich dabei um Texte unterschiedlicher Gattungen in lateinischer Sprache wie etwa Pseudo-Philos „Liber Antiquitatum Biblicarum“ oder Texte des Pseudo-Hieronymus. Sie sind – soweit erhalten – in kirchlicher Überlieferung zu fassen, weil der Abschluss des Sprachenwandels im Hohen Mittelalter eine Überlieferung auf jüdischer Seite unterband.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_johannesheil
    35 min

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