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  • Resozialisierung. Die Geschichte eines modernen Scheiterns
    Wer die Gesetze einer Gesellschaft verletzt, muss damit rechnen, seine Freiheit zu verlieren und weggesperrt zu werden. Das ist seit Menschengedenken so, und der leitende Gedanke war dabei, begangenes Unrecht mit einer Strafe zu vergelten. An diesem archaischen Prinzip der Vergeltung kamen im 19. Jahrhundert erste Zweifel auf. Als ein klassisches Projekt der Moderne entstand der Gedanke, aus "schlechten" Menschen "gute" machen zu können. Das war das Leitmotiv des Programms der Resozialisierung - straffällig gewordene Menschen zur Gesellschaftsfähigkeit zu erziehen. In der Bundesrepublik wurde die Resozialisierung mit großen Erwartungen seit den 1950er Jahren eingeführt. Die Resultate sind allerdings bis heute ernüchternd bis enttäuschend - die Zahlen deuten auf ein Scheitern dieses Moderneprojekts hin. Die Historikerin Dr. Annelie Ramsbrock vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) hat die Geschichte der Resozialisierung in der Bundesrepublik erforscht und ihre Ergebnisse jüngst in einem Buch publiziert. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_ramsbrock_resozialisierung
    45 min
  • Gesundheit als europäisches Projekt der Nachkriegszeit
    Es ist eine Besonderheit, dass neben den zahlreichen nationalen Identitäten innerhalb Europas auch eine gemeinsame europäische Identität besteht. Und dies gilt auch für das Gesundheitsverständnis - wie der Medizinhistoriker Prof. Dr. Volker Hess in seinem Vortrag ausführt: Solidarische Krankenversicherungen, Impfprogramme und Ethikkodizes sind nur einige der Aspekte, die das Leben in West- und Osteuropa beeinflussten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gesundheit_als_europaeisches_projekt_der_nachkriegszeit?nav_id=9362
    24 min
  • Das ayurvedische Gesundheitskonzept
    Dr. Christian Kessler, der sich am Immanuel Krankenhaus Berlin mit der Naturheilkunde beschäftigt, spricht im Rahmen des Symposiums "Verständnis(se) von Gesundheit" der BBAW über die traditionelle indische Heilkunst. Besonders ist dabei, dass sich der ayurvedische Gesundheitsbegriff bezieht sich nicht ausschließlich auf den Menschen, sondern beispielsweise auch auf Tiere bezieht. Dabei definiert sich die Wissenschaft selbst nicht per se als Medizin, sondern vielmehr als eine Lebenswissenschaft.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/das_ayurvedische_gesundheitskonzept?nav_id=9361
    35 min
  • Coronavirus. Denken mit Geländer
    Fast auf den Tag genau ist es sechs Monate her, dass der Philosoph Prof. Dr. Peter Trawny von der Universität Wuppertal zuletzt zu Gast bei L.I.S.A. war. Damals standen wir am Beginn des sogenannten Lockdowns - es war das erste Mal, dass ein Gast von uns nicht mit dem heute etwas vermissten Händeschütteln begrüßt wurde. Das war auch in der vergangenen Woche leider noch so - die Hygieneempfehlungen geben das nach wie vor nicht her. Um diesen Bestimmungen weiter zu entsprechen, haben wir das Gespräch dieses Mal auf die Terrasse der Stiftung verlegt - mit ausreichend Abstand, vor allem viel Frischluft und eingerahmt von einem Geländer. Um was zu tun? Um dieses Mal mit etwas mehr Wissen und Orientierung über das Coronavirus und seine gesellschaftlichen Auswirkungen nachzudenken - also nicht mehr ohne, sondern mit Geländer: Was hat sich in diesem halben Jahr getan? Wie haben wir vor sechs Monaten noch über Fragen gedacht, was man denn nun wissen könne, was zu tun sei, was man hoffen dürfe und was den Mensch ausmache. Wo lag wir richtig, wo daneben?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zugastbeilisa_trawny_denkenmitgelaender
    1 hr 2 min
  • Gesundheit: Perspektiven aus dem alten China
    Welche Gesundheitsvorstellungen dominierten das alte China? Dieser Frage geht die Medizinhistorikerin und Sinologin Prof. Dr. Angelika Messner nach und betont, dass es darum ging, die Endlichkeit des Lebens anzunehmen. Dabei bezog man sich bereits in der Vergangenheit auf frühere Zeiten und fragte, warum sich die Lebenszeit der Menschen scheinbar verkürzte. Welche Aspekte helfen, die Lebensdauer zu verlängern?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gesundheit_perspektiven_aus_dem_alten_china?nav_id=9360
    40 min
  • Fieber. Universum Berlin 1930-1933
    Zum Ende der ersten deutschen Demokratie sind viele Bücher geschrieben worden. Peter Walther stellt im Gespräch mit Christian Westerhoff, Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte, klar, dass es nicht sein Anliegen war, zu den zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen ein weiteres Werk hinzuzufügen. Sein Buch bewegt sich vielmehr in einem Grenzbereich zwischen Sachbuch und literarischer Darstellung, wobei der Autor – bekannt durch seine Bestseller-Biografie von Hans Fallada – betont, dass alle im Buch erwähnten Fakten historisch belegt seien. Durch die Reduzierung des geschilderten Geschehens auf bestimmte Handlungsstränge und Protagonisten entstehe aber ein ganz eigener Blick auf die historische Wirklichkeit. „Geschichte ist die Fiktion des Faktischen“ zitiert er den Historiker Reinhart Koselleck.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_fieber_universum_berlin
    1 hr 3 min
  • Patrimonial Projects – Protection of Cultural Heritage, Participation and Structural Development
    In the English language video Maruchi Yoshida, Dipl. Rest, and Dr. Natascha Bagherpour, M.A. are explaining how an archaeological project in Iran developed to a comprehensive program. Starting from the scientific research of the mummies and organic finds from Chehrabad Saltmine in Zanjan, conservational measures are now being carried out to keep the world´s heritage of the saltmummies. The village next to the excavation site is protector of the ancient saltmine. The people of Hamzelooh, however, live a precarious life. They will also be long-term profiteer of the archaeological site as soon as the measures – water supply and economic growths – will be implemented. Additionally, within an Open-Lab project the societies in Iran and Germany will be able – with an easy access – to participate in the projects and take part in the discussions. The continuity of work in difficult times and the success of the patrimonial projects are based on a trustful and amicable cooperation between European and Iranian scientists and local residents.
    Zusammenfassung:
    In dem englischsprachigen Video erklären Maruchi Yoshida, Dipl. Rest, und Dr. Natascha Bagherpour M.A. wie sich ein archäologisches Projekt in Iran zu einem umfassenden Programm entwickelt hat. Ausgehend von der wissenschaftlichen Erforschung der Mumien und der organischen Funde aus dem Salzbergwerk von Chehrabad/Zanjan werden jetzt Schutzmaßnahmen durchgeführt, um das Welterbe der Salzmumien zu bewahren. Das Dorf neben der Ausgrabungsstätte ist Beschützer des antiken Bergwerkes. Die Menschen in Hamzelooh führen jedoch ein Leben unter prekären Umständen. Sie werden allerdings langfristig Profiteure der archäologischen Stätte sein, wenn im Rahmen des sogenannten Wasserprojektes eine Wasserversorgung etabliert und eine strukturelle Entwicklung vorangetrieben wird. Darüber hinaus kann die Öffentlichkeit in Iran und in Deutschland an einem „Open-Lab-Projekt“ barrierefrei an den Projekten und an Diskussionen teilnehmen. Die Kontinuität der Arbeit in schwierigen Zeiten und der Erfolg der Patrimonialprojekte beruhen auf einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen europäischen und iranischen Wissenschaftlern und den Anwohnern vor Ort.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/patrimonial_projects
    13 min
  • Gesundheit im Judentum: Ein interkultureller Diskurs über Unverständnis und Missverständnisse in Vergangenheit und Gegenwart
    Welche Rolle spielt die körperliche Gesundheit im Judentum? Dieser Frage geht der Medizinhistoriker Prof. Dr. Robert Jütte in seinem Vortrag nach. Denn anders als im Christentum, das sich durch eine hohe Leibfeindlichkeit charakterisiert, habe das Judentum der Gesundheit stets einen hohen Stellenwert beigemessen, so Robert Jütte. Doch worin liegt diese Überzeugung begründet und worin wird sie deutlich?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gesundheit_im_judentum_ein_interkultureller_diskurs_ueber_unverstaendnis_und_missverstaendnisse_in_vergangenheit_und_gegenwart?nav_id=9358
    34 min

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