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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • 53. Historikertag | "Nicht abgesagt, sondern verschoben"
    Interview mit Eva Schlotheuber, Martin Zimmermann und Matthias Berg zum 53. Historikertag in München, der aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste. Es ist im Übrigen nicht der erste Historikertag, der aufgrund einer Seuche nicht stattfinden kann...
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historikertag_verschoben
    54 min
  • Schutzzone. Eine politische Spurensuche mit Nora Bossong
    Genf in der Schweiz auf der einen Seite, Burundi in Afrika auf der anderen - zwischen diesen beiden Polen oszilliert das Leben und die Arbeit vieler UN-Diplomaten. Im Roman "Schutzzone" von Nora Bossong ist es das Leben ihrer Hauptfigur Mira, die für das Büro der Vereinten Nationen in Genf arbeitet. Dabei begegnet sie einem früheren Freund, Milan, wieder. Beide haben im Zusammenhang mit dem Völkermord in Burundi zu vermitteln versucht, arbeiten diesen nachträglich auf, realisieren aber nach und nach die Grenzen und landen am Ende bei der Frage: Haben wir auch Schuld auf uns geladen? Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Ulrike Vedder stellt Nora Bossong ihr Buch vor und liest einzelne Passagen daraus.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/schutzzone._eine_politische_spurensuche_mit_nora_bossong?nav_id=9221
    47 min
  • FAIR enough? Building DH Resources in an Unequal World
    The world that Digital Humanities practitioners inhabit is a place defined by uneven distribution of wealth and systemic oppressions. As Boaventura de Sousa Santos argues in his recent book La cruel pedagogía del virus (The Cruel Pedagogy of the Virus) (Sousa Santos, 2020), the COVID-19 has exacerbated the inequalities in the Global North and in the Global South; but the unmask of inequalities is not a new topic in the field of Digital Humanities. For the last decade many scholars have been defending a critical approach to open access, computational tools, algorithms and cultural datasets (Galina, 2014; Fiormonte, Numerico and Tomasi, 2015; Rio Grande, 2018; Earhardt, 2018; Risam, 2019; Noble, 2019). In addition to the work of individuals, group initiatives like Global Outlook::DH have also enabled debates on social justice, diversity and inclusivity.
    In this presentation I aim to establish a dialogue with previous interventions that critique the Digital Humanities as a universalist, not situated and scientific field whose epistemological frameworks, methods and tools can be applied anywhere, anytime and under all conditions. To do so I will examine, expand and question the FAIR Principles initiated by FORCE11. These principles are four: Findability, Accessibility, Interoperability and Reusability. They implicitly suggest a moral idea of “fairness” or “justice” that should guide “data producers and publishers” to maximize the “added-value gained by contemporary, formal scholarly digital publishing” (Wilkinson et al., 2016). Although the FAIR Principles were originated in the context of e-science, they have already been adopted by library associations like LIBER and some DH scholars have also evaluated them (Dunning, Smaele and Böhmer, 2017) and used them as guiding principles for developing digital archives (Calamai and Frontini, 2018).
    Drawing on examples derived from the Programming Historian en español (PHes) and the Proyecto Humboldt Digital (ProHD), I will argue that, while the FAIR Principles can guide how we build DH resources in the Global North, any attempt to apply them in the Global South (especially in Latin American countries) may replicate colonialist practices that ignore the digital divide and local needs and practices in favor of hegemonic standards (Priani Saisó, 2019). This caveat is especially relevant for cooperation projects that involve scholars, librarians, archivists and other professionals with different backgrounds, that are based in different countries, speak different languages and have different needs and motivations. In brief, building FAIR resources is a praiseworthy goal, but in order to produce an emancipatory knowledge, that (perhaps) will repair some inequalities, we should avoid cultural cloning and cognitive extractivism and instead sustain an ecology of knowledge.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/fair_enough_building_dh_resources_in_an_unequal_world?nav_id=9351
    40 min
  • „Liaisons dangereuses?“ Mikropolitiken von Ehe und Mätressentum in der höfischen Gesellschaft Frankreichs im 17. und 18. Jahrhundert
    Erforscht wird die (mikro-)politische Funktion von Ehen und außerehelichen Beziehungen in der französischen höfischen Gesellschaft. Im Zentrum der Untersuchung steht die Kultur der Ehe des Hofadels unterhalb des Königs. Hierbei werden die Faktoren in den Blick genommen, die die Existenz nicht klandestiner außerehelicher Beziehungen hochadeliger Frauen ermöglichten, obwohl solche Beziehungen im Widerspruch zu den herrschenden Diskursen und Ehrvorstellungen standen. Gefragt wird unter anderem nach dem Verhältnis dieser Beziehungsmuster zum gesamteuropäischen Adelsethos und nach den Veränderungen, die zum Niedergang dieses Gesellschaftsmodells führten. Der Vortrag thematisiert Fragen zur Entwicklung von Staatlichkeit mit einer sozial- und geschlechtergeschichtlichen Perspektive.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_pascalfirges
    49 min
  • Miteinander teilen, was uns verbindet. Proyecto Humboldt Digital stellt sich vor
    Alexander von Humboldt besuchte im Laufe seiner Amerikareise zweimal Kuba - 1800/01 und 1804. Davon zeugen insbesondere seine handschriftlichen Dokumente, die bislang unerforscht in kubanischen Archiven lagern. Das Kooperationsprojekt „Proyecto Humboldt Digital (ProHD) – Initiative zur Fortbildung in den Digitalen Geisteswissenschaften (La Habana/Berlin)“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Oficina del Historiador de La Ciudad de La Habana (OHCH, Kuba) digitalisiert und erschließt diesen bisher ungehobenen Schatz. Im Salon Sophie Charlotte stellen Beteiligte und Förderer des Vorhabens ihre Ansätze und Ziele vor.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/miteinander_teilen_was_uns_verbindet._proyecto_humboldt_digital_stellt_sich_vor?nav_id=9261
    57 min
  • Von Nebenbefunden und Methodenadaptionen in den Digital Humanities am Beispiel von m*w
    Im Projekt m*w untersuchen Marie Flüh und Mareike Schumacherseit Sommer 2019 Genderstereotype und -bewertungen (in Form von Emotionen) in literarischen Texten. Anstelle einer Präsentation der literatur- und kulturwissenschaftlich relevanten Erkenntnisse aus dem Projekt (die Sie hier nachlesen können), setzten sie im Rahmen des Kolloquiums einen methodischen Schwerpunkt und zeigen Perspektiven auf eine literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Named Entity Recognition und Emotion Analysis.
    Im ersten Teil des Vortrags werden interessante Nebenbefunde vorgestellt, die aus den Bemühungen entstanden sind, ein Named Entity Recognition Tool so zu trainieren, dass es eine möglichst leistungsstarke automatische Annotation von weiblichen, männlichen und neutralen Figurenreferenzen erreicht. Die Wissenschaftlerinnen möchten zeigen, wie sie dabei “zufällig” zu einer Art Barometer für Texte mit besonders stereotypen Figurenreferenzierungen kamen und auf welche Art und Weise Texte ausfindig gemacht werden können, die ihrer Zeit im Hinblick auf die Darstellung von Gender voraus sind. Dabei wird die Methode der automatischen Figurenerkennung mit einigem Vergnügen gegen den Strich gebürstet. Toolbewertungsverfahren werden zum eigentlichen Hilfsmittel der Analyse und ein Scalable-Reading-Prozess setzt ein.
    Im zweiten Teil des Vortrags erläutern Marie Flüh und Mareike Schumacher unterschiedliche Perspektiven auf die digitale Analyse sentimenttragender Textmerkmale in novellistischen Texten. Gerade literarische Texte gelten als hochgradig emotionales Unterfangen, wobei die Kommunikation der Figuren eines der wichtigsten Bestandteile der literarischen Emotionalisierungstechniken darstellt (Anz 2007: 219). Auf welche Art und Weise lassen sich positive und negative Emotionen in Abhängigkeit zum Geschlecht einer Figur also wieder aus literarischen Texten herausfiltern? Wie könnte ein computergestütztes Verfahren aussehen, das sowohl der Spezifik literarischer Texte gerecht wird als auch (halb)automatische Arbeitsschritte beinhaltet, die einer emotionsbezogenen Korpusanalyse mit literaturwissenschaftlichem Erkenntnisinteresse den Weg bereitet?
    m*w liegt ein Mixed-Methods-Ansatz zugrunde, der methodische Anleihen bei den Sozialwissenschaften/Informationswissenschaften (Sentiment Analysis), den Literatur- und Kulturwissenschaften und Verfahren, die gegenwärtig zur digitalen Analyse von literarischen Texten in den sog. Computational Literary Studies – also: in der digitalen Literaturwissenschaft – eingesetzt werden, macht.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/von_nebenbefunden_und_methodenadaptionen_in_den_digital_humanities_am_beispiel_von_m_w?nav_id=9314
    57 min
  • Brüder. Eine Spurensuche mit Jackie Thomae
    Selbstbild und Weltbild sind miteinander verbunden, beides wirkt aufeinander ein, keines ist frei vom anderen. Das ist die Ausgangsthese der Schriftstellerin Jackie Thomae in ihrem Roman "Brüder. Eine Spurensuche". Gehalten im Jargon der gegenwärtigen Popliteratur geht die Autorin einem komplexen Geflecht aus Fremd- und Selbstzuschreibungen am Beispiel zweier Brüder nach, die als Jugendliche noch vor der Wende von Ost- nach West-Berlin umziehen und nach 1990 verschiedene Lebenswege gehen. Dass die Brüder einen afrikanischen Elternteil haben, lässt bereits erahnen, mit welchen Gegenwartsfragen sie im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden. Einen genaueren Eindruck davon vermittelt Jackie Thomae in ihrer Lesung, in die die Literaturwissenschaftlerin Ulrike Vedder einführt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/brueder._eine_spurensuche_mit_jackie_thomae?nav_id=9218
    48 min
  • Leibesgestimmtheit. Über das Gesundheitsverständnis der Neuen Phänomenologie
    Im Rahmen des Symposiums der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften spricht Prof. Dr. Damir Smiljanić von der Universität Novi Sad, Serbien, über den Zusammenhang von Phänomenologie und Gesundheit: Denn über die Gesundheit denken wir meist nur dann nach, wenn wir erkrankt sind. Müsste die Gesundheit nicht viel mehr Gegenstand philosophischen Denkens sein? Lässt sich gar eine Gesundheitsvergessenheit der Philosophie feststellen? Worin besteht das Wesen der Gesundheit?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/leibesgestimmtheit._ueber_das_gesundheitsverstaendnis_der_neuen_phaenomenologie?nav_id=9238
    33 min
  • Zur Funktion des Krankheitsbegriffs in der medizinischen Ethik
    Im Rahmen des Symposiums der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stehen Fragen der Gesundheit und Krankheit im Mittelpunkt. Prof. Dr. Dirk Lanzerath, Philosoph und Geschäftsführer des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften, diskutiert daher in seinem Vortrag, wie Wissen über Gesundheit gewonnen wird. Dabei untersucht er, welche Funktion der Krankheitsbegriff in der medizinischen Ethik hat.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zur_funktion_des_krankheitsbegriffs_in_der_medizinischen_ethik?nav_id=9237
    37 min

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