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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Verpfändete Kronen. Die Anfänge vormoderner Staatsverschuldung im Reich des 15. Jahrhunderts
    Mathias Kluge erforscht im Rahmen seiner Habilitation die Funktionalität und Wirkung des Agierens mit Krediten im Kontext der politischen Ordnung des 15. Jahrhunderts. Gegenüber dem etablierten wirtschafts- und verwaltungsgeschichtlichen Zugang sucht die Studie eine funktionsorientierte Erklärung für die wachsende Verschuldung des Königtums und erhellt dabei eine dunkle Seite finanzhungriger Reichspolitik. Statt der Bilanz nachzugehen, wird untersucht, wie das nötige Geld für steil ansteigende Ausgaben über ein immer stärker zu Lasten von Bürgern und Juden ausgebautes Netz von Krediten und Zwangsdarlehen beschafft wurde. Warum Könige dennoch nahezu uneingeschränkte Kreditwürdigkeit besaßen, ist eine der Fragen, die es zu klären gilt. In seinem Vortrag gibt er Einblick in seiner Forschungsergebnisse.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_mathiaskluge
    53 min
  • Gesundheit, Lebensstil und Verantwortung – Historische Wurzeln und gegenwärtige Perspektiven
    Welche Rolle spielen Gesundheit, Lebensstil und Verantwortung in Gegenwart und Vergangenheit? In seinem Vortrag im Rahmen der Tagung "Verständnis(se) von Gesundheit" betrachtet Prof. Dr. Philip van der Eijk diesen Themenkomplex. Dabei betrachtet er auch, inwieweit Gesundheit und Krankheit eine Frage des Glückes, Pechs oder des Zufalls sind. Und inwieweit sind Individuum und Kollektiv für die eigene Gesundheit verantwortlich?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gesundheit_lebensstil_und_verantwortung_historische_wurzeln_und_gegenwaertige_perspektiven?nav_id=9324
    32 min
  • Fotos aus Sobibor. Bilder als Quelle zum Holocaust und zum Nationalsozialismus
    Johann Niemann war stellvertretender Kommandant des Vernichtungslagers Sobibor. Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Gefangene den Aufstand und töteten dabei auch Niemann. Erst vor kurzem wurden mehr als 350 Fotos und zusätzliche schriftliche Quellen aus seinem Besitz entdeckt. Die privat gesammelten und teilweise in zwei Alben zusammengestellten Bilder erlauben anhand der visuellen Überlieferung seiner Karriere ganz neue Einblicke zum Holocaust im deutsch besetzten Polen und zu den Krankenmorden der sogenannten Euthanasie, an denen Niemann beteiligt war.
    Im Interview schildert der Autor, PD. Dr. Martin Cüppers, nicht nur den Inhalt und die besondere Bedeutung des Albums, sondern er spricht mit Dr. Christian Westerhoff auch über Fotos als historische Quelle und über die bisher zu wenig beachtete „Aktion Reinhardt“, bei der im Rahmen des Holocaust etwa 1,8 Millionen Juden ermordet wurden.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_fotos_aus_sobibor
    50 min
  • Verständis(se) von Gesundheit
    Das Symposium leitet die Arbeit an den begrifflichen Grundlagen der IAG ein und zeichnet die historische, regionale und kulturelle Entwicklung bzw. Poiesis der Begriffe »Gesundheit« und »Prävention« nach. Interessant ist, dass mit verschiedenen Definitionen von »Krankheit« auch die Aufgaben der Medizin unterschiedlich definiert werden – was jedoch Konstanten und Gemeinsamkeiten nicht ausschließt. Neben einer kultur- und begriffsgeschichtlichen Untersuchung der historischen Semantik und theoretischen Reflexionen werden auch philosophische Aspekte (Verantwortung für die eigene Gesundheit) bearbeitet und historischer Dimensionen (Prophylaxe in der Medizin, Diätetik) aufgezeigt. Prof. Dr. Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, begrüßt die Teilnehmer bevor Prof. Dr. Philip van der Eijk, Humboldt-Universität Berlin, über Definitionen von Gesundheit sowie die Verbindung von Gesundheit und Glück spricht.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/verstaendis_se_von_gesundheit?nav_id=9235
    24 min
  • Atlas der abgelegenen Inseln: Eine kartographische Spurensuche mit Judith Schalansky
    Es gibt noch Orte, die schwer zu erreichen sind. Judith Schalansky hat sie in ihrem Buch "Atlas der abgelegenen Inseln. Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde" (mare, 2009) gesammelt: entlegene Inseln, kleine Welten für sich, die in jeder Hinsicht weit entfernt sind, entfernt vom Festland und von Menschen, Flughäfen und Reisekatalogen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/atlas_der_abgelegenen_inseln_eine_kartographische_spurensuche_mit_judith_schalansky?nav_id=9199
    50 min
  • Wilhelm Dilthey und die Erfindung der Geisteswissenschaften aus der Defensive heraus
    Kaum eine Annahme über Wissen scheint weniger problematisch und zugleich weiter verbreitet als die, dass die Natur- und die Geisteswissenschaften durch eine tiefe Kluft voneinander getrennt seien. Die angeblichen "zwei Kulturen" – eine Bezeichnung, die Charles Percy Snow in den 1950er-Jahren geprägt hat – wirken unverrückbar. Aber wie andere, die Moderne kennzeichnende Dichotomien ist dieser Gegensatz jünger als vielfach angenommen wird. Einige seiner Wurzeln reichen zwar bis in die Frühe Neuzeit zurück, aber erst im langen 19. Jahrhundert begannen Forscher, sich entweder als Natur- oder als Geisteswissenschaftler zu sehen. Die Entstehung dieser Trennung stellt eine fundamentale Transformation in der Wissensgeschichte dar. Mit dieser Thematik beschäftigt sich Dr. Fabian Krämer, Junior Fellow des Historischen Kollegs, in seinem geförderten Forschungsvorhaben "Before the Two Cultures. How the Sciences and the Humanities Grew Apart". In einem öffentlichen Vortrag gibt der Historiker erste Einblicke in seine Forschungen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_fabiankraemer
    42 min
  • Herkunft. Lesung und Gespräch mit Saša Stanišić
    Bei der Vergewisserung über das eigene Selbst spielen zwei Fragen ein bedeutende Rolle, bei der sich die eine nicht zuletzt aus der anderen ergibt: die Frage nach der Herkunft, die unweigerlich mit Erinnern bzw. Vergessen verbunden ist. So hat es jedenfalls der Schriftsteller Saša Stanišić für sich erfahren, als er während des Jugoslawienkriegs als 14-jähriger aus Bosnien-Herzegowina nach Deutschland flüchtete. Im Gespräch mit dem Germanisten Prof. Dr. Ernst Osterkamp berichtet der Autor über sein Verständnis von Herkunft und seinen gleichnamigen Roman.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/herkunft._lesung_und_gespraech_mit_sasa_stanisi?nav_id=9188
    47 min
  • Role of Academia to Achieve the SDGs
    The second session of the symposium "Sustainable Development Goals" looks at the national development within the field of SDGs with special focus on Germany and Europe. As first contribution of the afternoon session, Partice Debré gives his keynote on the role of academia to achieve the SDGs and discusses amongst other the evolution of health and the involvement of France within the issue of global health.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/role_of_academia_to_achieve_the_sdgs?nav_id=9224
    20 min
  • „Fehlerbewusstsein ist die Essenz von Wissenschaft“
    Was kann ich wissen? Das ist eine der vier berühmten Fragen des Philosophen Immanuel Kant. Doch bevor man darauf eine Antwort finden kann, muss man sich darüber Klarheit verschaffen, was Wissen überhaupt ist. Woher kommt es? Ist es die Wissenschaft, die Wissen erzeugt? Oder verhält es sich eher umgekehrt - ist Wissen die Triebfeder der Wissenschaft? Aber was ist dann Wissenschaft? Und wie verlässlich ist das aus Wissenschaft erzeugte Wissen? Gerade heute, in Zeiten vieler und großer Unsicherheiten, werden diese Fragen wieder vermehrt gestellt und Verfahren, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der Wissenschaft öffentlich leidenschaftlich debattiert. Die Wissenschaftshistorikerin Prof. Dr. Lorraine Daston, bis zur ihrer Emeritierung 2019 Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, hat sich in ihrer Forschungsvita umfassend diesen Fragen gewidmet und mehrfach dazu publiziert. Ihr Werk würdigt die Gerda Henkel Stiftung mit dem Gerda Henkel Preis 2020. Wir haben auch das zum Anlass genommen, um mit Lorraine Daston über Wissen und Wissenschaft in Geschichte und Gegenwart zu sprechen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/interview_lorrainedaston
    42 min
  • Martin Niemöller. Ein Leben in Opposition
    Der Pfarrer Martin Niemöller (1892-1984) ist als Mitbegründer der Bekennenden Kirche und durch seine Reden zur Schuld der Deutschen nach 1945 bekannt. Dabei war er als Student in völkischen und antisemi­tischen Parteien und Verbänden aktiv und begrüßte 1933 die NS-Machtergreifung. Auch nach 1945 trat seine Judenfeindschaft wiederholt hervor.
    Benjamin Ziemann rekonstruiert die Biographie eines streitbaren Kirchenpolitikers und Nationalisten, der die Weimarer Republik ebenso ablehnte wie Adenauers Politik der Westbindung. Nach 1945 wurde Niemöller zum Pazifis­ten – und blieb doch dem Habitus des kaiserlichen Marine­offiziers treu. In diesem Leben voller dramatischer Mo­men­te werden die Umbrüche und Kontinuitäten der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert anschaulich.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_ziemann_niemoeller
    47 min

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