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Literaturclub episodes

  • Familienangelegenheiten: Neue Bücher von Michel Houellebecq, Yasmina Reza, Hiromi Ito und Annie Ernaux
    Nicola Steiner, Martin Ebel, Laura de Weck und – als Gast – die chinesisch-schweizerische Schriftstellerin und Autorin Wei Zhang diskutieren über «Vernichten» von Michel Houellebecq, «Serge» von Yasmina Reza, «Dornauszieher» von Hiromi Ito sowie über «Das Ereignis» von Annie Ernaux.
    Der aktuelle Roman von Michel Houellebecq kommt weniger pessimistisch daher als seine früheren. Das Provozierende an diesem Roman ist womöglich, dass sein Autor nicht mehr provoziert, sondern Mitmenschlichkeit und Liebe beschwört. In «Vernichten» zeigt sich der «Berserker der französischen Literatur» von einer sentimentaleren Seite. Dabei versucht er sich an allem zugleich: Sein neues Buch ist Politthriller, Satire, Familienroman.
    Yasmina Reza hat sich in ihrem aktuellen Roman «Serge» etwas Mutiges vorgenommen: komödiantisch über die Erinnerung an Auschwitz zu schreiben. Im Zentrum des Buches steht eine jüdische Familie, deren drei Geschwister sich nach dem Tod der Mutter immer mehr entfremden. Eine Enkelin schlägt der ganzen Familie einen Besuch in Auschwitz vor, weil ihre Grossmutter zu Lebzeiten nie über ihre Vergangenheit dort hat reden können. Vor der Kulisse dieses touristischen Gedenkortes spitzen sich die Familienkonflikte zu.
    Die japanische Lyrikerin Hiromi Ito hat einen Roman geschrieben, der vieles von einem Gedicht hat. «Dornauszieher» ist eine Art Globalisierungsposse über eine Dauerpendlerin zwischen Kalifornien und Japan, zwischen Christentum und Buddhismus. Die Erzählerin, die ebenfalls Hiromi heisst, reibt sich auf zwischen ihren verschiedenen Rollen als Mutter, Tochter und Ehefrau.
    Annie Ernaux ist in den letzten Jahren mit den Erinnerungen an ihre persönliche Vergangenheit zu einer der wichtigsten Schriftstellerinnen Frankreichs geworden. Sie begreift ihre Literatur als etwas zwischen «Literatur, Soziologie und Geschichte». In «Das Ereignis» beschreibt sie detailliert eine erschütternde körperliche Erfahrung. Sie berichtet über ihre quälenden Erinnerungen an das Frühjahr 1963 und ihre Abtreibung, die damals illegal war.
    Die Bücher der Sendung sind:
    Michel Houellebecq: «Vernichten» (Dumont)
    Yasmina Reza: «Serge» (Hanser)
    Hiromi Ito: «Dornauszieher» (Matthes & Seitz)
    Annie Ernaux: «Das Ereignis» (Suhrkamp)
    Gast der Sendung ist die chinesisch-schweizerische Autorin Wei Zhang.
    1 hr 16 min
  • Netflix und Nobelpreis: Gute Bücher, guter Filmstoff
    Nicola Steiner, Milo Rau, Raoul Schrott und – als Gast – die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen diskutieren über «Arsène Lupin» von Maurice Leblanc, «Das verlorene Paradies» von Abdulrazak Gurnah, «Die Gewalt der Hunde» von Thomas Savage sowie «Seitenwechsel» von Nella Larsen.
    «Arsène Lupin» ist einer der unsterblichen Helden der Kriminalliteratur. In Frankreich ist der Gentleman-Gauner mit der überragenden Intelligenz und den seherischen Fähigkeiten eine Kultfigur. Durch die aktuelle Netflix-Serie «Lupin» wird er nun in die Gegenwart geholt. Der von Maurice Leblanc geschaffene Verkleidungskünstler bestiehlt nur Leute, die auf zweifelhaften Wegen zu viel Geld gekommen sind. Nebenbei löst er verzwickte Kriminalfälle, obwohl er auf der anderen Seite des Gesetzes steht.
    Kürzlich hat Abdulrazak Gurnah den Nobelpreis für Literatur erhalten. Der heute in England lebende Schriftsteller kam in den 60er-Jahren aus dem heutigen Tansania nach Europa. Seine Romane und Essays beschreiben die Auswirkungen des Kolonialismus und Migration und sind nun auch im deutschsprachigen Raum zu entdecken. «Das verlorene Paradies» schildert das Leben eines Jungen im kolonialen Ostafrika, der von seinen Eltern an einen reichen Kaufmann verpfändet wird.
    Der Roman «Die Gewalt der Hunde» über zwei ungleiche Brüder gilt als Hauptwerk des Schriftstellers Thomas Savage. Savage thematisiert darin bereits 1967 toxische Männlichkeit und unterdrückte Homosexualität. Nun ist der Roman wiederzuentdecken, als Vorlage des Films «The Power of the Dog». Die Netflix-Produktion mit Benedict Cumberbatch und Kirsten Dunst in den Hauptrollen brachte Regisseurin Jane Campion in diesem Jahr den Silbernen Löwen in Venedig für die beste Regie ein und ist für sieben Golden Globes nominiert.
    Auch der Roman «Seitenwechsel» von Nella Larsen wurde von Netflix verfilmt. Es ist ein Roman über zwei Frauen, die ein gefährliches Geheimnis teilen. Larsen beschreibt das Leben zweier hellhäutiger Afroamerikanerinnen. Die eine engagiert sich in Harlem für die Rechte ihrer Schwarzen Community, während die andere sich als Weisse ausgibt und mit einem reichen Rassisten verheiratet ist, der nichts von ihrer Herkunft ahnt.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Maurice Leblanc: «Arsène Lupin, der Gentleman-Einbrecher» (Matthes &Seitz)
    – Abdulrazak Gurnah: «Das verlorene Paradies» (Penguin)
    – Thomas Savage: «Die Gewalt der Hunde» (btb)
    – Nella Larsen: «Seitenwechsel» (Dörlemann)
    Gast der Sendung ist die amerikanisch-schweizerische Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen.
    1 hr 17 min
  • Lesen mit Beni Thurnheer: Bücher von Daniel Schreiber, Elif Shafak, Helen Macdonald und Antje Ravic Strubel
    Nicola Steiner, Thomas Strässle, Daniela Strigl und – als Gast – der Schweizer Sportreporter Beni Thurnheer diskutieren über «Allein» von Daniel Schreiber, «Das Flüstern der Feigenbäume» von Elif Shafak, «Abendflüge» von Helen Macdonald sowie «Blaue Frau» von Antje Rávik Strubel.
    Daniel Schreiber macht in seinem Essay «Allein» das Lebensgefühl derer erlebbar, die nicht in einer Beziehung leben. Welchen Stellenwert hat die Freundschaft? Was unterscheidet «Allein sein» von «Einsam sein» – und wie fühlte sich die Pandemie für diese Menschen an?
    Das Schreiben über Natur und Landschaft erlebt in Zeiten von Klimawandel und Artensterben eine Blütezeit. Eine Meisterin des «Nature Writing» ist die britische Autorin Helen Macdonald. In ihrem Buch «Abendflüge» beschreibt sie ihre persönlichen Erlebnisse mit Tieren – und möchte so erlebbar machen, was im Verschwinden begriffen ist.
    Auch die türkische Schriftstellerin Elif Shafak schlägt in «Das Flüstern der Feigenbäume» die Brücke zwischen Mensch und Natur. Ein Feigenbaum wird in ihrem Roman zum Symbol für Liebe und Eintracht – während ein Liebespaar zwischen die Fronten des Bürgerkriegs in Zypern kommt.
    «Blaue Frau» von Antje Rávik Strubel gibt dem Thema «Sexualisierte Gewalt» eine starke literarische Stimme. Eine junge Frau aus Osteuropa wird in Deutschland von einem bekannten Kulturfunktionär vergewaltigt. Rávik Strubels Roman – gerade mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet – begibt sich kämpferisch auf die Wege einer verzweifelten Frau, deren Leben durch die Erfahrung der Gewalt zertrümmert wird.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Daniel Schreiber: «Allein» (Hanser Berlin);
    – Elif Shafak: «Das Flüstern der Feigenbäume» (Kein & Aber);
    – Helen Macdonald: «Abendflüge» (Hanser); und
    – Antje Rávik Strubel: «Blaue Frau» (S. Fischer).
    Gast der Sendung ist der Schweizer Sportreporter Beni Thurnheer.
    1 hr 16 min
  • Der Mensch als Raubtier: Neues von Michael Köhlmeier, Beat Sterchi, Werner Herzog, Sasha Marianna Salzmann
    Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und – als Gast – der Schriftsteller Pedro Lenz diskutieren über «Matou» von Michael Köhlmeier, «Capricho» von Beat Sterchi, «Das Dämmern der Welt» von Werner Herzog sowie «Im Menschen muss alles herrlich sein» von Sasha Marianna Salzmann.
    Der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier ergründet das Wesen des Menschen aus der Perspektive eines Katers. Auf knapp 1000 Seiten begleitet er diesen «Matou» durch die Weltgeschichte – und lässt ein Raubtier die Menschen als Raubtiere beschreiben.
    Beat Sterchi beschreibt in «Capricho» einen Sommer in einem Garten. Er erzählt vom Alltag in einem kleinen spanischen Dorf. Er philosophiert über die Schönheit von Kartoffeln, sinniert über das Landleben und seine Existenz als Schriftsteller.
    Der legendäre Filmregisseur Werner Herzog beschreibt eine unglaubliche Geschichte, die er immer verfilmen wollte. «Das Dämmern der Welt» erzählt vom einsamen Dschungelkampf eines japanischen Soldaten, der das Ende des Krieges «verpasst» hat.
    «Im Menschen muss alles herrlich sein» heisst der zweite Roman von Sasha Marianna Salzmann. Eine Geschichte über Mütter und Töchter und darüber, wie sich politische Umbrüche in Lebensgeschichten einschreiben.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Michael Köhlmeier: «Matou» (Hanser);
    – Werner Herzog: «Das Dämmern der Welt» (Hanser);
    – Beat Sterchi: «Capricho. Ein Sommer in meinem Garten» (Diogenes); und
    – Sasha Marianna Salzmann: «Im Menschen muss alles herrlich sein» (Suhrkamp).
    Gast der Sendung ist der Schriftsteller und Mundart-Dichter Pedro Lenz.
    1 hr 15 min
  • Bücher für alle: Aktuelles von Stephen King bis Paul Nizon
    Nicola Steiner, Laura de Weck, Martin Ebel und – als Gast – der Übersetzer, Autor und Literaturkritiker Rainer Moritz diskutieren über «Billy Summers» von Stephen King, «Die Anomalie» von Hervé Le Tellier, «Der Nachtwächter» von Louise Erdrich sowie «Der Nagel im Kopf» von Paul Nizon.
    Mit den Mega-Bestsellern «Es» oder «Shining» zählt Stephen King zu den erfolgreichsten Autoren unserer Zeit. Nun erregt sein neuer Roman «Billy Summers» Aufsehen. Es ist ein klassischer Thriller, keine Grusel- oder Horrorstory. Was kann dieser Autor, dass so viele Menschen ihn begeistert lesen?
    Was wäre, wenn es uns plötzlich doppelt gäbe? Der französische Schriftsteller Hervé Le Tellier erzählt eine völlig unwahrscheinliche Geschichte auf glaubwürdige Weise. Im preisgekrönten Roman «Die Anomalie» lässt er nach einem schweren Unwetter dasselbe Flugzeug mit denselben Passagieren zum zweiten Mal landen.
    Der Roman «Der Nachtwächter» versetzt seine Leserschaft in die Welt der indigenen Bevölkerung der USA. Pulitzer-Preisträgerin Louise Erdrich setzt mit diesem Buch ihrem Grossvater ein eindrucksvolles Denkmal. Dieser konnte 1954 – im Geburtsjahr der Autorin – erreichen, dass die «Terminationspolitik» ausgesetzt wurde.
    Paul Nizon ist einer der wichtigsten Schweizer Schriftsteller der Gegenwart. Seit mehr als 50 Jahren schreibt der heute 93-Jährige am Roman seines eigenen Lebens. Die Journale gelten vielen als Nizons Hauptwerk. Nun ist mit «Der Nagel im Kopf» das neueste Journal erschienen, das die Jahre 2011 bis 2020 umfasst.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Stephen King: «Billy Summers» (Heyne);
    – Hervé Le Tellier: «Die Anomalie» (Rowohlt);
    – Louise Erdrich: «Der Nachtwächter» (Aufbau); und
    – Paul Nizon: «Der Nagel im Kopf» (Suhrkamp).
    Gast der Sendung ist der Übersetzer, Autor und Literaturkritiker Rainer Moritz.
    1 hr 16 min
  • Das Leben mit voller Wucht
    Nicola Steiner, Raoul Schrott, Thomas Strässle und – als Gast – die LGBTQ-Aktivistin Anna Rosenwasser diskutieren über «Fern von hier» von Adelheid Duvanel, «Drei Kameradinnen» von Shida Bazyar, «Schicksal» von Zeruya Shalev sowie «Derborence» von Charles Ferdinand Ramuz.
    Mit Adelheid Duvanel ist eine der wichtigsten der Schweiz endlich wiederzuentdecken. Der Band «Fern von hier» versammelt sämtliche Erzählungen der Meisterin der knappen Form. Häufig handeln sie von Aussenseitern und Eigenbrötlern. «Drei Kameradinnen» ist der zweite Roman der deutschen Schriftstellerin Shida Bazyar. Die Autorin spricht in ihrem Text die Leserschaft sehr direkt an, schildert Erfahrungen mit deutschem Alltagsrassismus aus einer migrantischen Perspektive.
    «Schicksal» heisst der neue Roman der israelischen Bestseller-Autorin Zeruya Shalev. In bilderreicher Sprache erzählt sie, wie Atara und Rachel – Mutter und Tochter – mit ihrer Trauer fertig werden. Ein Text, der auch die Verunsicherung des Landes Israel aufgreift.
    In einer neuen Übersetzung ist ein Klassiker des Westschweizer Schriftstellers Charles Ferdinand Ramuz erschienen. «Derborence» beschreibt die verhängnisvolle Seite der Bergwelt und basiert auf den Geschehnissen um den Bergsturz, der im Jahr 1714 eine Alp begrub.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Adelheid Duvanel: «Fern von hier» (Limmat);
    – Shida Bazyar: «Drei Kameradinnen» (Kiepenheuer & Witsch);
    – Charles Ferdinand Ramuz: «Derborence» (Limmat); und
    – Zeruya Shalev: «Schicksal» (Berlin Verlag).
    Gast der Sendung ist die Schweizer Journalistin und LGBTQ-Aktivistin Anna Rosenwasser.
    1 hr 17 min
  • Von Landeiern und Schlechtmenschen
    Nicola Steiner, Usama Al Shahmani, Daniela Strigl und – als Gast – der Schriftsteller Christoph Keller diskutieren über «Eurotrash» von Christian Kracht, «Sister Outsider» von Audre Lorde, «Das Jahresbankett der Totengräber» von Mathias Enard sowie «Morituri» von Olga Flor.
    Jeder Roman von Christian Kracht erzeugt grosse Aufmerksamkeit. Mit «Eurotrash» knüpft der Schweizer Schriftsteller an sein Debut «Faserland» an. Darin macht sich ein Mann namens Christian Kracht mit seiner Mutter auf eine Reise durch die Schweiz auf die Spuren der Familiengeschichte.
    Die US-amerikanische Lyrikerin und Feministin Audre Lorde griff schon vor über 40 Jahren die Debatten unserer Tage um Feminismus, Rassismus und Diversität auf. Jetzt sind ihre Essays unter dem Titel «Sister Outsider» auf Deutsch zu entdecken.
    Vom Landleben erzählt der französische Schriftsteller Mathias Enard in seinem neuen Roman «Das Jahresbankett der Totengräber». Darin schreibt er sinnlich und opulent über Leben und Tod.
    «Morituri» heisst die Romansatire der österreichischen Autorin Olga Flor. Politisch, bissig und sprachlich dicht-erzählt sie von einer Optimierungsklinik in der Provinz.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Christian Kracht: «Eurotrash». Kiepenheuer & Witsch, 2021;
    – Audre Lorde: «Sister Outsider», Hanser, 2021;
    – Mathias Enard: «Das Jahresbankett der Totengräber», Hanser Berlin, 2021; und
    – Olga Flor: «Morituri», Jung und Jung, 2021.
    Gast der Sendung ist der Schweizer Schriftsteller Christoph Keller.
    1 hr 16 min
  • Von Menschen, Affen und Maschinen: Neue Bücher von Boyle, Edelbauer, Gorkow und Schubert
    Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und – als Gast – die Nationalrätin Jacqueline Badran diskutieren über «Sprich mit mir» von T. C. Boyle, «Dave» von Raphaela Edelbauer, «Die Kinder hören Pink Floyd» von Alexander Gorkow sowie «Vom Aufstehen» von Helga Schubert.
    «Sprich mit mir» heisst der neue Roman von T. C. Boyle. Der US-Autor erforscht auf unterhaltsame Weise die Grenzen zwischen Mensch und Tier – und fragt danach, ob Primaten ein Bewusstsein haben.
    Der Roman «Dave» verwandelt die Debatte um die Entwicklung künstlicher Intelligenz in Literatur. Die junge österreichische Schriftstellerin Raphaela Edelbauer behandelt dabei Fragen aus Naturwissenschaft, Philosophie und Religion.
    «Die Kinder hören Pink Floyd» heisst der neue Roman von Alexander Gorkow. Es ist eine nostalgische Reise in die 70er-Jahre zu den Helden der eigenen Kindheit
    Ein «Leben in Geschichten» erzählt die Schriftstellerin und Psychologin Helga Schubert. Sie versteht das literarische Schreiben auch als Therapie und Lebenshilfe. So blickt sie zurück auf ihr Leben in der DDR-Diktatur und ihre späte Versöhnung mit ihrer Mutter
    Die Bücher der Sendung sind:
    – T. C. Boyle: «Sprich mit mir». Hanser, 2021;
    – Raphaela Edelbauer: «DAVE». Klett-Cotta, 2021;
    – Alexander Gorkow: «Die Kinder hören Pink Floyd». Kiepenheuer & Witsch, 2020; und
    – Helga Schubert: «Vom Aufstehen». Suhrkamp, 2021.
    Gast der Sendung ist die Nationalrätin und Unternehmerin Jacqueline Badran.
    1 hr 17 min
  • Frauen lesen: Evaristo, Tolentino, Ditlevsen und Grigorcea
    Nicola Steiner, Martin Ebel, Milo Rau und – als Gast – die Schauspielerin Ursina Lardi diskutieren über «Mädchen, Frau etc.» von Bernardine Evaristo, «Trick Mirror» von Jia Tolentino, «Kopenhagen-Trilogie» von Tove Ditlevsen sowie «Die nicht sterben» von Dana Grigorcea.
    Die britische Autorin Bernardine Evaristo wird derzeit für ein literarisches Gesellschaftskaleidoskop gefeiert. Ihr Roman, «Mädchen, Frau, etc.», der das Leben ganz unterschiedlicher Schwarzer Frauen in London beschreibt, wurde 2019 mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet.
    Das Internet als Hort der Selbstdarstellung beschreibt die junge US-amerikanische Autorin Jia Tolentino. In ihren hochgelobten Essays beschäftigt sie sich mit der Freiheit, die das Netz einst versprach – und den heutigen Auswüchsen medialer Inszenierung, die gefördert werden, weil sie hochprofitabel sind.
    In Dänemark ist Tove Ditlevsen seit vielen Jahren eine bekannte Schriftstellerin und Schullektüre, im deutschsprachigen Raum ist sie jetzt neu zu entdecken. Nun erscheint ihre Kopenhagener Trilogie, in der sie ihr eigenes Leben poetisch-intensiv beschreibt, von der Kindheit bis zum Suizid.
    Die schweizerisch-rumänische Schriftstellerin Dana Grigorcea zeichnet in ihrem neuen Roman «Die nicht sterben» ein Porträt der rumänischen postkommunistischen Gesellschaft. Darin kehrt eine junge Bukarester Malerin nach ihrer Zeit in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit im rumänischen Transsilvanien zurück.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Bernardine Evaristo: «Mädchen, Frau etc.», Tropen, 2021;
    – Jia Tolentino: «Trick Mirror. Über das inszenierte Ich». S. Fischer, 2021;
    – Tove Ditlevsen: «Kindheit»/«Jugend»/«Abhängigkeit». Aufbau, 2021; und
    – Dana Grigorcea: «Die nicht sterben». Penguin, 2021.
    Gast der Sendung ist die Schauspielerin Ursina Lardi.
    1 hr 16 min
  • «1984» bis heute: Bücher von Orwell, Moshfegh, Akhtar, Dones
    Nicola Steiner, Usama Al Shahmani, Laura de Weck und – als Gast – der Schriftsteller und Lyriker Jürg Halter diskutieren über «1984» von George Orwell, «Homeland Elegien» von Ayad Akhtar, «Der Tod in ihren Händen» von Ottessa Moshfegh sowie «Verbrannte Sonne» von Elvira Dones.
    In seinen «Homeland Elegien» verbindet Schriftsteller Ayad Akhtar seine Familiengeschichte mit US-Gesellschaftsanalyse. Intim und voller Witz erzählt er von der Zerrissenheit seines Landes.
    George Orwells literarischer Klassiker «1984» fasziniert bis heute und erscheint 2021 in mehreren Verlagen in neuer Übersetzung. Wie aktuell ist der Roman in Bezug auf Überwachung, «Fake News» und den Umgang mit Sprache?
    Der Roman «Verbrannte Sonne» führt nach Albanien. Die in der Schweiz lebende Autorin Elvira Dones erzählt Mafia und Frauenhandel in ihrem Heimatland – und von einer Gesellschaft, die vom Wandel überfordert ist.
    Ottessa Moshfegh gilt als kommende Star-Autorin der USA. In ihrem neuen Kriminalroman «Der Tod in ihren Händen» schreibt sie über Einsamkeit – und darüber, wie einfach es ist, nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst zu belügen.
    Die Bücher der Sendung sind:
    – Ayad Akhtar: «Homeland Elegien». Claassen, 2020;
    – George Orwell: «1984». Manesse und dtv, 2021;
    – Elvira Dones: «Verbrannte Sonne». Ink Press, 2020; und
    – Ottessa Moshfegh: «Der Tod in ihren Händen». Hanser, 2021.
    Gast der Sendung ist der Schriftsteller und Lyriker Jürg Halter.
    1 hr 17 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Im «Literaturclub» werden jeweils vier…