
Sign up to save your podcasts
Or


Märchen kennen wir aus unserer Kindheit. Sie spielen in längst vergangener Zeit. Manchmal schmunzeln wir über die Naivität der Menschen damals. Aber gilt das wirklich nur für dieses Damals? Ich erzähle Euch in dieser Episode ein Märchen, das in nicht weit entfernter Zeit spielt und nun ja, hört es Euch an und entscheidet dann, ob es ein Märchen ist.
Schreibt mir gerne Eure Meinung in die Kommentare. Ich bin gespannt auf Eure Gedanken.
Fünf Wochen sind seit der Wahl in Sachsen-Anhalt vergangen. Hier bringe ich eine kurze Übersicht, was seither geschah und was das bedeutet.
Zum Welttag der Nutztiere nehme ich mir einen scheinbar selbstverständlichen Begriff etwas genauer vor. Was unterscheidet biologische Kategorien wie Säugetier oder Primat von Bezeichnungen wie Nutz-, Haus- oder Versuchstier? Warum fällt es uns manchmal so schwer, den Menschen selbst als Tier zu begreifen? Und was erzählen unsere Kategorien eigentlich über die Tiere – und was über uns? Eine Einladung, gemeinsam hinzusehen, Fragen zu stellen und vielleicht manches Vertraute ein wenig anders zu betrachten.
Wem gehört was – und warum?
Enteignung – ein Wort, das schnell Alarm auslöst. Doch Enteignungen gibt es auch im ganz gewöhnlichen kapitalistischen Rechtsstaat. Gleichzeitig werden öffentliche Güter privatisiert, ohne dass dies dieselbe Aufregung hervorruft. Aber was bedeutet Eigentum eigentlich? Was unterscheidet Enteignung, Verstaatlichung und Vergesellschaftung? Und wem gehört etwas, wenn es „der Gesellschaft“ gehört?
Wir gehen zurück zur Allmende, zu den Einhegungen und Vertreibungen in England und Schottland und fragen mit Marx, Engels und Bebel, wie unsere heutigen Eigentumsverhältnisse überhaupt entstanden sind. Denn Eigentum ist keine Naturgegebenheit. Es hat eine Geschichte.
Von der Berliner Enteignungsdebatte bis zur einfachen Frage: Wem gehört was – wer darf darüber verfügen – und warum eigentlich?
Ein aktueller Fall sorgt für Schlagzeilen. Diskutiert wird über prominente Angeklagte, Erpressung, Geld und mögliche Strafen. Doch während sich alles um die Erwachsenen dreht, gerät das Kind aus dem Blick.
Was brauchen Kinder, um ihre Grenzen wahrzunehmen und sich Gehör zu verschaffen? Warum ist altersgerechte Körperbildung keine „Frühsexualisierung“? Und weshalb bleibt Kinderschutz immer die Verantwortung der Erwachsenen?
Darüber spreche ich in dieser Episode von Love, Peace and Tofu, dem Podcast, der Position bezieht.
Hier die Hilfsangebote für Betroffene:
43,8 Grad – ein Fieberschub.
43,8 Prozent hat die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erreicht. Ein Ergebnis, das erschreckt. Aber was wird dadurch sichtbar, das vielleicht schon lange im Argen liegt?
Wir schauen auf Sachsen-Anhalt, auf die Menschen und ihre Lebensbedingungen, auf die AfD und ihre Antworten – und auf eine Demokratie, die vielleicht mehr sein müsste als Gehörtwerden und Wählen.
Und wir bleiben dran: In den kommenden Wochen werden wir beobachten, was nach der Wahl tatsächlich geschieht. Wer mit wem spricht, was angekündigt, beschlossen und umgesetzt wird – und was von den Versprechen übrig bleibt.
Denn vielleicht entscheidet sich die Bedeutung dieses Wahlergebnisses nicht nur am Wahlabend, sondern vor allem an dem, was danach geschieht.
Heute wird es ein wenig ungewöhnlich: Wir gehen ins Labor.
Dort wartet Professor Emil Kern. Weißer Mantel, zerzauste Haare, beschäftigt. Ob er uns überhaupt bemerkt hat? Vermutlich. Er bekommt meistens mehr mit, als man denkt.
Gemeinsam wollen wir herausfinden, was geschieht, wenn man Geschichten extrahiert. Was darf weg? Was muss bleiben? Wann ist ein Text konzentriert – und wann haben wir einfach nur zu viel entfernt?
Wir werden ausprobieren, verwerfen und vielleicht auch einen Versuch ins Regal stellen, weil er noch Zeit braucht. Denn im Wortlabor darf etwas danebengehen. Manchmal ist gerade das Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hat, das interessanteste.
Professor Kern wird uns helfen. Er wird widersprechen. Und wenn wir Glück haben, wird er sich auch einmal irren.
Die Regeln nehmen wir ernst. Das Spielen auch.
Willkommen im Wortlabor. Die Tür steht offen.
Nicht das gegenseitige Brauchen macht eine Beziehung wertvoll. Gerade wenn Menschen nicht aus ökonomischer, gesellschaftlicher oder funktionaler Notwendigkeit zusammenleben müssen, stellt sich die viel interessantere Frage: Warum sollen wir miteinander sein? Freiheit muss Beziehung nicht zerstören. Sie kann ihre Voraussetzung sein.
Mit wem ich bei dieser Episode im Gespräch war:
Horaz – Oden: Was heißt es eigentlich, den gegenwärtigen Tag anzunehmen, wenn die Zukunft unverfügbar bleibt?
Albert Camus – Der Fremde: Was bleibt, wenn es keine letzte Garantie gibt – und welches Gewicht bekommt dadurch dieses konkrete Leben?
Karl Marx – Ökonomisch-philosophische Manuskripte: Kann der Mensch überhaupt als isoliertes Individuum gedacht werden – oder werden wir erst in unseren gesellschaftlichen Beziehungen zu dem, was wir sind?
Martin Buber – Ich und Du: Was geschieht, wenn mir der andere nicht als etwas begegnet, das ich gebrauchen kann, sondern als Du?
Erich Fromm – Die Furcht vor der Freiheit: Warum kann Freiheit, nach der wir uns sehnen, zugleich Angst machen?
Emmanuel Levinas – Die Spur des Anderen: Was geschieht, wenn meine Freiheit auf einen anderen Menschen trifft, über den ich gerade nicht verfügen kann?
Was macht einen Vater eigentlich zum Vater? Ist es die biologische Verwandtschaft – oder entsteht Vaterschaft dort, wo ein Mensch Verantwortung übernimmt, Beziehung wachsen lässt und einem Kind verlässlich zur Seite steht?
In dieser Episode geht es um Väter, aber vor allem um das Werden. Denn niemand wird als fertige Mutter oder fertiger Vater geboren. Elternschaft wächst in Beziehung – durch Nähe und Unsicherheit, durch Fehler und Erfahrung und nicht zuletzt durch das Zutrauen anderer.
Ausgehend von der Frage, was biologische und soziale Vaterschaft verbindet, führt der gedankliche Weg zu Sarah Blaffer Hrdy und ihrer Forschung über Väter und gemeinschaftliche Fürsorge, zu Donald Winnicotts Idee der „good enough mother“ und schließlich zu einer vielleicht ganz einfachen Frage: Was geschieht mit einem Menschen, wenn wir ihm etwas zutrauen?
Es geht um Verletzlichkeit und das alte Bild vom starken Mann, um Worte, die entmutigen oder aufrichten können, und um die Freiheit, den eigenen Weg als Vater zu finden.
Keine Anleitung zum richtigen Vatersein. Keine neue Rolle, die erfüllt werden muss.
Sondern eine Einladung, Vaterschaft als Beziehung zu betrachten – und Männern den Raum zu geben, in diese Beziehung hineinzuwachsen.
Denn vielleicht brauchen Kinder keine perfekten Väter. Vielleicht brauchen sie Väter, die Vater werden dürfen.
From the publisher's feed
Love, Peace and Tofu ist ein Podcast, der politisch eindeutig Position bezieht, für Menschlichkeit, gelungenes Miteinander, Respekt, gegen Rassismus, Speziesismus und Faschismus. Dazwischen wird es…

3 Listeners

3 Listeners

0 Listeners