Es war DIE Kult-Marke der DDR und wer in der deutschen Hauptstadt feiern geht, findet das Relikt noch heute: Die Club Cola. Ein westdeutscher Unternehmer sorgte dafür, dass die Marke überlebte. Rhönsprudel aus Hessen, einer der größten Mineralwasserhersteller Deutschlands, kaufte Spreequell nach der Wende und damit auch das Kultgetränk.
Christian Schindel, Chef von Rhönsprudel, und sein Vater waren nach der Wende findige Unternehmer. Mit dem Familienbetrieb wollten sie expandieren und kauften sich direkt nach dem politischen Umbruch im Osten ein. Mit dem damaligen Bürgermeister von Bad Liebenwerda, wo die Marke Spreequell abgefüllt wird, machte Schindel einen Deal und baute einen neuen Brunnen, investierte hunderttausende Euro für eine neue Abfüllanlage. Die Mitarbeiter waren dankbar, so wurde Spreequell zum größten Mineralwasserlieferanten der Hauptstadt, während andere Betriebe in die Pleite gingen. Dass bekannte Marken der DDR wie Club Cola weiter bestehen blieben, war auch Teil einer gewieften Marketingstrategie. Die hat sich ausgezahlt, zumindest in Berlin und in Ostdeutschland besetzt der Konzern damit einen Nischenmarkt. Besonderes beim jungen Publikum ist die Marke dadurcClub Cola, DDR, Berlin, Kultgetränk, Röhnsprudel
h bekannt und beliebt. Julia Henrichmann