„Wer bin ich, wenn ich einfach nur bin?“
Diese große Frage beschäftigte Anna im letzten Jahr, in dem sie sich ganz bewusst entschieden hat, eine „Pause“ zu machen. Mit diesem mutigen Richtungswechsel ging sie ihren eigenen, nicht immer gradlinigen Weg weiter.
Nach ihrem Materialwissenschafts- und Maschinenbaustudium startete sie ihr Berufsleben in einem großen Konzern, wo sie nicht nur für die Marke, sondern auch für die Aufgaben brannte. Im Lauf der Jahre änderte sich das jedoch und so entschied sie sich, ein Corporate Start-up, ihr damaliges Herzensprojekt, nicht auszugründen, sondern den Konzern vollständig zu verlassen. Ohne Rückfahrschein und ohne neuen Job. Was dann folgte, war eine Zeit voller Selbsterfahrung, Auf und Abs, Erfahrungen außerhalb der Komfortzone, und vor allem ein neuer Zugang zu sich selbst sowie das Wissen, dass sie sich auf sich und ihr Bauchgefühl verlassen kann.
Ihrem neugierigen Charakter folgend, investierte sie Zeit in vielfältige Projekte, darunter ein Fellowship bei Tech4Germany. Danach kam für sie aber auch der Moment, in dem sie innehalten wollte, um die nächsten Schritte gestärkt und bewusst zu gehen. Denn ja, sie ist leistungsgetrieben, ambitioniert und unglaublich neugierig. Aber sie möchte all diese Stärken auch in einem Umfeld einbringen, das gut für sie ist und in dem sie sie selbst sein kann.
Wie sie mit der Herausforderung umgegangen ist, „auf dem Papier“ nichts zu tun, den eigenen Wert jenseits der Leistung zu finden, und das alles, obwohl sie wie wir alle täglich unter Druck steht, sich zu beweisen, erzählt sie uns ausführlich und ehrlich. Ganz offen berichtet sie auch über die Herausforderung, als homosexuelle Frau in einem kleinen Dorf aufzuwachsen und wie sehr die Verhaltensstrategien, die sie damals rund um ihr Coming Out entwickelt hat, sie heute noch begleiten. Außerdem teilt sie, was die Erziehung ihres jungen Dackel-Welpens mit Führung und Selbstführung zu tun hat und was sie von dem tierischen Familienmitglied über sich selbst lernt.
Anna macht uns Mut, dass es gelingen kann, den oder die innere Antreiber:in in Balance zu bringen mit dem inneren Ruhepol. Sie gibt uns Ideen und Strategien an die Hand, wie man Frieden mit den inneren Stimmen schließen kann, berichtet aber auch ganz ehrlich von der Herausforderung, diesen Weg wirklich konsequent zu gehen. Bewusstsein, Achtsamkeit (was für sie mehr als Meditation ist) und die Vogelperspektive auf das eigene Leben sind einige ihrer Ansätze.
Wir sind uns sicher, dass Annas Neugier und ihre Ambition gepaart mit ihrem klaren Wissen, wer sie ist, sie ein Umfeld finden lässt, in dem sie etwas Bewirken und Gutes für diese Welt tun kann. Und währenddessen wird sie sicher wie bisher alles, was kommt, als Lernerfahrung mitnehmen können - getreu ihrem Motto: Der Weg ist das Ziel!
Danke Anna für deine Offenheit und dein Vertrauen!
Wir freuen uns auf dein Feedback - gerne direkt unter diesem Podcast oder via LinkedIn:
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Hinweis: Den Podcast mit Anna haben wir am 6. Januar 2023 aufgenommen.
Hier die Links zu den Angeboten, von denen Anna erzählt:
Meditations-App Headspace: https://www.headspace.com/de
Kostenloser Coursera Kurs "The Science of Wellbeing"
Kurse der University of Oxford Mindfulness Foundation
Über diesen Podcast:
Mit unserem Podcast wollen wir vermeintlich „ganz normalen“ Menschen eine Stimme geben. Denn viele Menschen haben spannende Wege in ihrem Leben beschritten, Entscheidungen für Abzweigungen getroffen, Herausforderungen bewältigt - und genau das in ihrem Leben auch noch vor sich, oder sind sogar gerade mittendrin.
Die Idee zu diesem Podcast kam uns, weil wir das Gefühl hatten, dass in den meisten Interviewformaten vor allem die Menschen zu Wort kommen, die sehr erfolgreich sind und oft in Positionen, die es in unserer Gesellschaft selten gibt – und damit auch die Lebensrealität selten ist (z.B. Politiker:innen, Geschäftsführer:innen, Gründer:innen). Oft fällt es schwer, daraus konkret etwas für sich selbst abzuleiten, da der eigene Alltag zu verschieden ist.
Und doch sind gerade Vorbilder (oder neudeutsch: Role Models) so wichtig für die persönliche Entwicklung und (nochmal neudeutsch) self empowerment.
Wir sind der Meinung: Viele Menschen können Vorbild sein und Denkanstöße geben, gerade diejenigen, die an ähnlichen Punkten im Leben stehen wie man oder frau selbst.