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Drei Jahre lang war Volker Wissing FDP-Verkehrsminister in der Ampel-Regierung. Dann kam der 7. November. In der Nacht zuvor war die Ampel zerbrochen, Kanzler Olaf Scholz hatte seinen Finanzminister Christian Lindner rausgeworfen. Zwei andere FDP-Minister gingen mit. Wissing blieb. Es war ein spektakulärer Schritt, fast schon drehbuchreif: Die einen sahen in ihm einen Verräter, die anderen einen Helden. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt er, wie die entscheidenden Stunden im Kanzleramt abliefen. Eigentlich sei er sehr robust, „aber in diesem Abend habe ich mich wirklich physisch sehr gequält“, sagt er heute, „ich hielt alles für falsch.“ Hat er seitdem noch mal mit Christian Lindner geredet? Hat er sich gefreut, dass die FDP aus dem Bundestag geflogen ist? Am Ende des Gesprächs scrollt er durch die Fotos auf seinem Handy – und erinnert sich an einen ganz besonderen Moment.
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Bodo Ramelow ist ein linker Christ, ein Westdeutscher in Ostdeutschland, Legastheniker und jetzt Vizepräsident des Bundestags. Bundesweit bekannt wurde er als erster Regierungschef der Linkspartei. Als Ministerpräsident von Thüringen war er über die Parteigrenzen hinaus beliebt.
Auch deshalb, weil Ramelow offen mit seinen eigenen Schwächen umgeht. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele spricht Bodo Ramelow über das Sterben seiner Mutter und den Moment, als die Ärzte die Geräte abstellen wollten. Diese Situation habe ihn „an die Grenzen auch des selbst Ertragbaren gebracht“, erinnert sich Ramelow. „Ich stand da im Flur, habe mich dann erstmal hingesetzt und habe eine Viertelstunde lang nichts mehr gesagt.“ Ungewöhnlich offen spricht Ramelow auch über seine Gedanken zu seinem eigenen Lebensende.
Die Vorstellung, „irgendwie mich in einem Siechtum zu bewegen oder meine Erinnerung zu verlieren“, sei für ihn bedrückend. Daher stelle sich die Frage, „ob ich nicht lieber vorher die Entscheidung treffen möchte, das nicht zu erleben.“
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Armin Laschet war schon vieles: Ministerpräsident, CDU-Chef, Kanzlerkandidat. Mitten in der Pandemie wollte der CDU-Mann Bundeskanzler werden – und scheiterte. Doch das hat ihm nicht geschadet. Er mischt weiterhin mit und gehört heute zu den CDU-Politikern, mit denen sich sogar die Grünen gerne auf ein Bier treffen.
Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt er, wie er als „Laschet, der Lockere“ in der Pandemie oft im Konflikt mit Angela Merkel, Markus Söder und Christian Drosten vom „Team Vorsicht“ lag. Und wie es dann weiterging – vom Erstarken der AfD bis zum Wahlsieg von Friedrich Merz. Den kennt er schon sehr lange und weiß viel über ihn – zum Beispiel über seine Abneigung gegenüber Leuten, die ständig aufs Handy schauen: „Das hasst er geradezu“, erzählt Laschet. „Und ich weiß, er selbst schaut manchmal stundenlang nicht auf sein Handy.“
Und dann ist da noch die Sache mit seinem Doppelgänger: Laschet wird ständig mit Boris Pistorius verwechselt – vor seiner Wohnung in Berlin, bei der Münchner Sicherheitskonferenz, auf den Straßen im Regierungsviertel. „Ich fahre ja morgens immer mit dem E-Scooter zum Bundestag“, erzählt er. Aufmerksame Polizisten hätten das neulich gesehen und direkt im Verteidigungsministerium Alarm geschlagen. Der Minister, ganz ohne Personenschutz! Große Verwirrung, großes Gelächter.
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Karl Lauterbach wollte erst Mathematiker werden, dann Herzchirurg. Doch dann begriff er, dass man die Welt nicht am OP-Tisch verändern kann. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt er, wie er als Junge beinahe sein Bein verlor, wie er es von der Hauptschule an die Elite-Uni Harvard geschafft hat und warum er erst in die CDU eintrat und dann zur SPD wechselte. Es geht um Salz, Fleisch und Alkohol - und wie viel davon gesund ist. Und er verrät, was sein Superfood ist, wenn er dringend neue Energie braucht.
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Lars Klingbeil ist im Schatten von Kasernen, Panzern und Kampflugzeugen aufgewachsen – am Heeresstandort Munster. Das hat ihn geprägt, bis heute.
Klingbeils Vater war Berufssoldat, trotzdem habe er es akzeptiert, dass sein Sohn nicht zur Bundeswehr wollte, erzählt der SPD-Chef. In seiner Schule habe es jedoch Anfeindungen gegeben, einmal sei er aus der Pause gekommen, da hatte jemand „Zivilversager“ auf sein Heft geschrieben. Heute dagegen kann sich Klingbeil vorstellen, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen. Er habe kein Land kennengelernt, in dem er lieber leben würde als in Deutschland. Wenn dieses Land und seine Familie unter Druck geraten würden, dann wäre er bereit, „das alles zu verteidigen“, sagt Klingbeil.
Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt er, vor welchem furchtbaren persönlichen Dilemma er stand, als er 2011 im Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan entscheiden musste. Wer ihm dabei geholfen hat – und warum er Boris Pistorius so schätzt.
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Seit sie nicht mehr Grünen-Chefin ist, kann Ricarda Lang offen reden – über ihre Ängste beim Rücktritt und über die besonderen Spielregeln für junge Frauen in der Politik.
Es sind Spielregeln, bei denen junge Frauen nur verlieren können – weil sie nicht zu erfüllen sind: „Wir sollen eigentlich sein wie alte Männer“, sagt die 31-Jährige. „Aber gleichzeitig sollen wir bitte auch authentisch und individuell und wir selbst sein.“ Nach ihrem Rücktritt sei ihr klar geworden, dass man die Spielregeln ändern müsse, „wenn man ein bestehendes Spiel eigentlich gar nicht gewinnen kann“.
Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt Lang, was es für sie bedeutet hat, dauernd in der Öffentlichkeit zu stehen, wie Robert Habeck auf ihren Rücktritt reagiert hat - und warum sie trotz massiver Hassattacken weiter an die Sozialen Medien glaubt. Und dann ist da noch ein alter Traum – den sie sich jetzt vielleicht erfüllen kann.
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Wenn es dem Konzern Thyssenkrupp schlecht geht, dann hat das Folgen: für das Ruhrgebiet und für die ganze deutsche Industrie. Der neue Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ erklärt das Machtgeflecht rund um den Konzern und die daraus entstehenden Schwierigkeiten. Warum steckt Thyssenkrupp in der Krise? Wem gehört Thyssenkrupp? Wie wichtig ist Thyssenkrupp für die Politik? Und gelingt Thyssenkrupp mit grünem Stahl die Wende?
Die Wirtschaftsjournalisten Ulf Meinke und Oliver Hollenstein stellen in jeder Folge die wichtigsten Akteure vor und erklären die unterschiedlichen Interessen, um zu verstehen, wo Thyssenkrupp heute steht.
Am dem 28.01. gibt es die ersten beiden Folgen. Abonnieren Sie jetzt den Podcast auf Spotify, Amazon Music und Apple Podcasts, um keine Folge zu verpassen.
Diese zwei Unionspolitiker werden wohl keine Freunde mehr: Daniel Günther und Markus Söder - es läuft nicht gut zwischen den beiden.
Einer der Gründe dafür ist Günthers politische Partnerwahl: Der Regierungschef in Schleswig-Holstein konnte es sich 2021 aussuchen, ob er mit den Grünen oder mit der FDP regieren wollte - und entschied sich für die Grünen. Es war eine der schwersten Entscheidungen seines politischen Lebens, bis heute muss er sich dafür rechtfertigen. Doch er steht dazu - und findet es extrem ärgerlich, wie CSU-Chef Söder und andere Unionspolitiker derzeit auf die Grünen eindreschen. Es sei falsch zu glauben, dass man sich nur dadurch stark mache, dass man andere schlecht rede, findet Günther.
So etwas zeuge am Ende von Schwäche. "Da würde ich mir von Markus Söder", sagt Günther im Podcast, "im Moment auch wirklich mehr Selbstbewusstsein wünschen."
Im Gespräch mit Laura Himmelreich und Julia Emmrich erzählt er, wie es ist, wenn er den CSU-Chef trifft, warum er sich gegen die Koalition mit der FDP entschieden hat und warum er den Politikbetrieb in Berlin "abschreckend" findet: Die Art und Weise, wie die Leute dort miteinander umgehen, "das widert mich teilweise wirklich an".
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Sie habe laut werden müssen, erzählt sie, „um dem Kanzler zu sagen, dass es Grenzen gibt der Loyalität, wenn es darum geht, die Ukraine zu unterstützen”. Heute ist Strack-Zimmermann Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament. Doch ihre Sprache bleibt nicht weniger deutlich.
Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Laura Himmelreich erzählt sie:
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Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ist im Ruhrgebiet aufgewachsen als zweitälteste von sechs Geschwistern, ihr Vater war Busfahrer, die Mutter Hausfrau. Im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ erzählt sie, dass sie auf der Straße spielen musste, weil sämtlicher Platz im kleinen Kinderzimmer durch die Betten der Kinder belegt war.
Als schwerste Entscheidung ihres politischen Lebens nennt sie, sich mit ihrer Arbeiterherkunft, ihrer Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg, das hohe Staatsamt der Bundestagspräsidentin zuzutrauen.
Heute verdient sie rund 22.700 Euro im Monat. Den Wohlstand, den sie heute habe, empfinde sie „auf jeden Fall beruhigend“, sagte die SPD-Politikerin. Auf der anderen Seite habe sich in ihrem Leben nicht viel verändert. „Ich wohne immer noch zur Miete, also bin, glaube ich, nach wie vor recht bodenständig unterwegs.“ Ihre Berliner Wohnung ist gerade einmal 42 Quadratmeter groß. Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Laura Himmelreich erzählt Bas, wie sie ihre Selbstzweifel überwand und warum es Frauen im Bundestag noch immer schwerer haben als Männer.
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