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Es ist wohl einer der bekanntesten und wichtigsten Mikroorganismen der Wissenschaftsgeschichte: Escherichia coli. Millionen dieser Bakterien leben in unserem Darm und spielen dort eine wichtige Rolle für das mikrobielle Gleichgewicht. Gleichzeitig ist E. coli ein absolutes Arbeitspferd der modernen Molekularbiologie und prägt bis heute Forschung, Gentechnik und Biotechnologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! sprechen wir über die Entdeckung des Bakteriums, seinen Weg zum Modellorganismus und seine vielfältige Anwendung.
Kapitel
00:00 – Intro
01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli
03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung
04:41 – E. coli als Krankheitserreger
08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie
15:18 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Erstbeschreibung und Benennung
Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick
Genomsequenzierung
Rolle als Darmbakterium
E. coli auf Münzgeld
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Welches ist das schnellste Lebewesen der Welt? Der Gepard, der mit bis zu 120 km/h sprinten kann? Der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 350 km/h erreicht? Oder liegt die Antwort vielleicht doch in der Welt der Mikroben? In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! lernen wir Methanocaldococcus jannaschii kennen, eine Archaee, die alle Geschwindigkeitsrekorde knackt. Mit bis zu 500 Körperlängen pro Sekunde schießt sie durch die Welt der hydrothermalen Quellen am Meeresgrund. Wie das geht und warum die Archaee das braucht? Hört rein und findet es heraus!
Kapitel
00:00 – Intro
00:36 – Das schnellste Lebewesen der Welt – eine Mikrobe?
04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum
06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist
09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens
11:17 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert.
Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’
Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii
Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261.
Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13.
Schwimmverhalten von M. jannaschii
Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674.
M. jannaschii am Ursprung des Lebens
Helmbrecht, V. et al. (2025), Nat Ecol Evol, 9(5), pp. 769–778.
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Bakterien, die sich am Erdmagnetfeld orientieren? Ja, die gibt es wirklich. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro beschäftigen wir uns mit Magnetospirillum gryphiswaldense. Hört gerne rein und lernt, wie das Bakterium entdeckt wurde, warum es magnetisch ist und was das alles mit Leben auf dem Mars und der Medizintechnologie der Zukunft zu tun hat.
Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil. #AudioAward #BestesDebutAudio
Kapitel
00:00 – Intro
01:27 – Erste Beschreibungen von Magnetospirillum
03:56 – Die Entdeckung von M. gryphiswaldense
05:00 – Magnetosomen – Wie der Magnetsinn in Bakterien funktioniert
08:07 – Magnetosomen als Zeichen von Leben im All?
09:26 – Magnetospirillum in der aktuellen Forschung
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Mikrobe des Jahres 2019 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V.
Video von Magnetospirillen unter dem Mikroskop
Entdeckung und Erstbeschreibung von Magnetospirillum
Bellini, S. (2009), Chinese J. Oceanol. Limnol., 27(1), pp. 3–5.
Blakemore, R. (1975), Science, 190(4212), pp. 377–379.
Maratea, D. and Blakemore, R.P. (1981), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 31(4), pp. 452–455.
Schleifer, K.H. et al. (1991), Syst. Appl. Microbiol., 14(4), pp. 379–385.
Bildung und Funktionsweise der Magnetosomen
Schüler, D. (1999), J. Mol. Microb. Biotech., 1(1), pp. 79–86.
Blakemore, R.P. and Frankel, R.B. (1981), Sci. Am., 245(6), pp. 58–65.
Magnetosomen in Marsgestein
Friedmann, E.I. et al. (2001), Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., 98(5), pp. 2176–2181.
Magnetospirillum in der Bioremediation
Krawczyk-Bärsch, E. et al. (2022), J. Hazard. Mater., 437, p. 129376.
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Am 14. April 1912 um 23.40 Uhr kollidiert die RMS Titanic mit einem Eisberg. Wenige Stunden später wird das als unsinkbar geltende Schiff untergehen. Fast 75 Jahre liegt das Wrack am Grunde des Meeres und verwittert. In Folge seiner Entdeckung wird deutlich: eisenfressende Mikroben setzten dem Wrack stark zu. Halomonas titanicae könnte dafür verantwortlich sein, dass von der sagenumwobenen RMS Titanic bald nichts mehr übrig ist. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! tauchen wir in die Geschichte der Titanic ein und erkunden, wie H. titanicae auch die robustesten Stahlstrukturen dem Meeresgrund gleichmacht.
Kapitel
00:00 – Intro
01:38 – Die RMS Titanic
04:40 – Die Entdeckung des Wracks
06:25 – Der Wrackfresser H. titanicae
07:51 – Wie H. titanicae das Wrack der Titanic verschwinden lässt
09:37 – Was wir von H. titanicae lernen können
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Allgemeines zur Titanic
Entdeckung von H. titanicae
Biokorrosion der Titanic
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Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt? Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines, lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen.
Kapitel
00:00 – Intro
01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi
03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren
04:02 – Die Domänen des Lebens
05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht
06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist
09:20 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern
Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi
Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71.
Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi
Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291.
Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise
Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169
Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392.
Funktionsweise von Halomucin
Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249.
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In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger, der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes
02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes
05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing)
08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri
09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester
10:23 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes
Symbiose mit E. scolopes
Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679.
Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654.
Quorum Sensing in A. fischeri
Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626.
Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24.
Geschichte und Namensgebung
Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829.
Anwendung in Wasserqualitätstests
Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938.
Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262.
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Biologisch abbaubare Kabel, die unsere elektronischen Geräte mit Strom versorgen und dabei ganz aus Bakterien bestehen? Das klingt wie aus einem Science-Fiction Roman, ist aber näher an der Realität als man vielleicht denkt. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Candidatus Electronema, einer Gattung von Kabelbakterien. Diese haben die Fähigkeit Elektronen aus sauerstoffarmen in sauerstoffreiche Sedimentschichten zu übertragen. Damit haben sie sich eine einzigartige ökologische Nische erarbeitet. Wenn ihr wissen wollt, wie das funktioniert und wie dieser Prozess genutzt werden kann, hört gerne rein!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema
03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie
07:03 – Electronema als echtes Kabel
07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen
09:44 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung von Candidatus Electronema
Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074.
Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221.
Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen
Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996.
Kabelbakterien in der Bioremediation
Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706.
Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878.
Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten
Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.
Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern
Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta
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Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat.
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh
03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern
06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte
09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen.
Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten.
P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier,
Links & weitere Infos
Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow
https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow
https://allthatsinteresting.com/angels-glow
Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose
Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183.
Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377.
Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens.
Toxine und Pathogenität
Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747.
Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen
Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19.
Eintrag im MicrobeWiki
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Im Film von 1982 kämpft „Conan, der Barbar“ in rauen Landschaften gegen übermächtige Gegner. Nicht weniger beeindruckend ist Deinococcus radiodurans, das wegen seiner extremen Strahlenresistenz auch „Conan, das Bakterium“ heißt. Wie Mikroben Strahlung überstehen, die über 5.000-mal stärker ist als jede natürliche Belastung auf der Erde, erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro.
Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil. #AudioAward #BestesDebutAudio
Kapitel
00:00 – Intro
01:33 – Die Entdeckung von D. radiodurans
03:29 – Warum D. radiodurans Rekordhalter in Strahlungsresistenz ist
07:51 – Warum Bakterien überhaupt Strahlung aushalten
10:13 – Deinococcus im Weltall und Anwendungen in der Wissenschaft
12:18 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
D. radiodurans wurde 1956 bei Sterilisationstests für Konserven entdeckt.
Es übersteht über die 1.000-fache Strahlendosis eines Menschen – dank einer hocheffizienten DNA-Reparatur, die eigentlich der Trockenheitsresistenz dient.
In der Forschung spielt Deinococcus eine wichtige Rolle: Es war auf der ISS, hilft bei der Reinigung radioaktiv verseuchter Abwässer und dient der Entwicklung langlebiger DNA-Speicher.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder von D. radiodurans
Entdeckung von Deinococcus radiodurans
Anderson et al. (1956) Radiat. Res. 5(2): 187-198.
Strahlungsresistenz & DNA-Reparatur
Cox (2005). Nat. Rev. Microbiol. 3 (11): 882–892.
Makarova et al. (2001) Microbiol. Mol. Biol. Rev. 65(1): 44-79.
Battista (1997) Annu. Rev. Microbiol. 51: 203-224.
Zahradka et al. (2006) Nature 443(7111):569-573.
White et al. (1999) Science 286(5444): 1571-1577.
Daly (2012) DNA Repair (Amst). 11(1):12-21.
Weltall & weitere Anwendungen
Kawaguchi et al. (2020) Front. Microbiol. 11: 2050.
Brim et al. (2003) Appl. Environ. Microbiol. 69(8): 4575-4583.
Wong et al. (2003). Commun. ACM 46 95–98.
Bis zu zwei Zentimeter lang, mit bloßem Auge sichtbar und innen komplexer aufgebaut, als man es Bakterien je zugetraut hätte. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um Thiomargarita magnifica – die riesenhafte „Schwefelperle“ aus den Mangroven Guadeloupes – und darum, wie sie das Wissen über Bakterien auf den Kopf gestellt hat und uns einen überraschenden Blick auf die Evolution komplexer Zellen erlaubt.
Kapitel
00:00 – Intro
01:15 – Die Entdeckung von Thiomargarita magnifica
03:45 – Warum Bakterien so klein sind
05:05 – Wie Thiomargarita magnifica die Grenzen bakterieller Zellgröße überwinden konnte
07:52 – Die Besonderheiten des Erbguts von Thiomargarita magnifica
08:58 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Thiomargarita magnifica ist mit bis zu 2 cm Länge das größte, bislang bekannte Bakterium. Entdeckt wurde die Art in den Mangrovenwäldern von Guadeloupe.
Die Größe von Bakterienzellen ist eigentlich durch die Diffusionsgeschwindigkeit begrenzt. Durch große Nährstoffbeutel und eine beginnende Unterteilung kann Thiomargarita magnifica diese Begrenzung umgehen.
Thiomargarita magnifica weist viele Eigenschaften weiter entwickelter Zellen auf. Damit stellt das Bakterium eventuell einen Zwischenschritt der Evolution hin zu komplexeren Lebensformen dar.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung und Erstbeschreibung von Thiomargarita magnifica (inkl. Bildern)
Volland, J.-M. et al. (2022). Science, 376 (6594), 1453–1458.
https://www.gbif.org/species/194785935
Informationen zu Thiomargarita namibiensis
Schulz, H. N., et al. (1999). Science, 284 (5413), 493–495.
https://www.mpg.de/4670997/riesenbakterien-im-meer
Übersichtsbeiträge zu Thiomargarita magnifica
https://bigthink.com/life/impossible-big-bacteria/
Levin, P. A. (2022). Science, 376(6594), 1385–1386.
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