MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! episodes

  • MTM 09 - Penicillium expansum

    Neues Jahr – neue Mikrobe des Jahres. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf den diesjährigen Preisträger, der durch die VAAM gekürt wurde: Penicillium. Dabei handelt es sich um einen Schimmelpilz mit lebensrettenden Eigenschaften. Taucht ein in die Geschichte zur Entdeckung von Pencillin und erfahrt, wie ihr euch vielleicht schonmal einige Vertreter der Gattung Penicillium einverleibt habt!

    Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil. #AudioAward #BestesDebutAudio

    Kapitel

    00:00 – Intro

    01:04 – Die Gattung Penicillium

    02:19 – Zur Entdeckung des Penicillins

    04:44 – Die Erfolgsgeschichte von Penicillin

    08:42 - Was Penicillin mit Käse zu tun hat

    09:58 – Fazit & Verabschiedung

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Die Gattung Penicillium wurde zur Mikrobe des Jahres 2026 gekürt. Es handelt sich um einen Schlauchpilz, der oft einfach als Schimmelpilz bezeichnet wird.

  • Aus Penicillium wurde im Jahre 1928 zum ersten Mal das Antibiotikum Penicillin isoliert, welches 1941 das erste Mal an einem Patienten getestet wurde. Alexander Fleming, Howard Florey und Ernst Chain erhielten für ihre Arbeit daran einen Nobelpreis.

  • Neben Penicillinproduzenten sind Penicilliumarten auch in der Lebensmittelindustrie relevant. So sind beispielsweise Penicillium camemberti und Pencillium roqueforti ausschlaggebend für Geschmack und Aussehen der entsprechenden Käsesorten.

  • Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

    Links & weitere Infos

    Originalarbeiten von Fleming, Florey & Chain

    • Fleming, A. (1929), British Journal of Experimental Pathology, 10, S. 226–236.

  • Florey, H.W., Chain, E., Heatley, N.G., Jennings, M.A., Sanders, A.G., Abraham, E.P. & Fletcher, C.M. (1940), The Lancet, 236(6104), S. 226–228.

  • Florey, H.W., Chain, E., & Abraham, E.P. (1941), The Lancet, 237(6138), S. 177–189.

  • Penicillium in der Käseindustrie

    • Thom, C., & Fisk, W. W. (1918). The book of cheese. Macmillan.

    Pressemitteilung der VAAM zur Mikrobe des Jahres 2026 inkl. Bildern

    • Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) (2025), Mikrobe des Jahres 2026: Penicillium

  • Deutschlandfunk (2021), Erste Penicillin-Behandlung vor 80 Jahren – Der lange Weg zum Erfolg

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  • 12 min
  • MTM 08 - Myxococcus llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochensis

    Ja, dieser Folgentitel ist tatsächlich der Name eines real existierenden Mikroorganismus. Myxococcus llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochensis wurde im Jahre 2020 aus einer Bodenprobe isoliert, die in der Nähe der nordwalisischen Stadt Llanfairpwll gefunden wurde. Um den wundervollen Namen dieses Mikroorganismus, die Stadt, aus der er kommt und welche spannenden Fähigkeiten er hat, soll es in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! gehen.

    Kapitel

    00:00 – Intro

    00:43 – Eine kurze Geschichte von Llanfairpwll

    02:18 – Zur Entdeckung von Myxococcus llanfairpwll

    04:44 – Myxobakterien – Die Wolfsrudel der Mikrobenwelt

    07:54 – Fazit & Verabschiedung

     

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Llanfairpwll ist eine Stadt auf der nordwalisischen Insel Anglesey. Der Name entstand als eine Art Werbegag im 19. Jahrhundert.

  • Myxococcus llanfairpwll wurde aus einer Bodenprobe aus der gleichnamigen Stadt isoliert. Der Name ist seit seiner Veröffentlichung 2021 validiert und offiziell anerkannt.

  • Myxococcus gehört zu den Myxobakterien, die man auch die Wolfsrudel der mikrobiellen Welt nennt. Sie schließen sich zu multizellulären Verbänden zusammen und bejagen dann gemeinsam andere Bakterien.

  •  

    Links & weitere Infos

    Erstbeschreibung von Myxococcus llanfairpwll

    • Chambers, J. et al. (2020), Genome Biology and Evolution, 12(12), S. 2289–2302.

    Validierung des Artnamens nach Internationalem Code der Nomenklatur der Prokaryoten 

    • Trujillo, M. E. et al. (2021), International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology

    Räuberisches „Wolfsrudel“-Verhalten und Kooperation bei Myxobakterien 

    • Kaimer, C. et al. (2023), Microbiology, 169(7), 001372.

  • Marshall, R. C. und Whitworth, D. E. (2019), BioEssays, 41(4), e1800247.  

  • International Code of Nomenclature of Prokaryotes (ICNP)

    Infos zu Llanfairpwll

    • https://llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/

  • Wikipedia-Artikel

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  • 9 min
  • MTM 07 - Yersinia pestis

    Der Black Friday ist gerade vorbei, und in Anlehnung an diese Bezeichnung wollen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! mit dem schwarzen Tod beschäftigen. Wir beschäftigen uns heute mit dem Auslöser der Pest, dem Bakterium Yersinia pestis, und verfolgen diese Mikrobe auf eine Spurensuche durch die Jahrtausende, von 3.800 v. Chr. bis in die heutige Zeit!

    Kapitel

    00:00 – Intro

    00:43 – Der schwarze Freitag

    02:18 – Der schwarze Tod

    04:44 – Yersinia pestis - Isolation und Erstbeschreibung

    07:54 – Y. pestis - langjähriger Begleiter durch die Menschheitsgeschichte

    12:58 – Fazit & Verabschiedung

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Der „Schwarze Tod“ bezeichnet die zweite große Pestepidemie, die Mitte des 14. Jahrhunderts vor allem in Europa wütete und etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahinraffte.

  • Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht, dessen primäre Wirte Ratten sind. Die Übertragung zwischen Tieren und auf den Menschen erfolgt durch Flöhe.

  • Yersinia pestis begleitet die Menschheit bereits seit ca. 5.000 Jahren, dabei unterlief es vor allem Änderungen der Übertragbarkeit. Auch heute löst Yersinia pestis noch Pesterkrankungen aus. Diese verbreiten sich aber langsamer und sind weniger tödlich als noch vor einigen hundert Jahren.

  • Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

  • Links & weitere Infos

    Wortherkunft des Black Friday

    • Apfelbaum, M.L. (1966): American Philatelist 69(4), 239.

    Erstbeschreibung von Yersinia pestis und die Yersin-Kitasato-Kontroverse

    • Bibel, D.J. & Chen, T.H. (1976): Bacteriol. Rev. 40(3), 633–651.

  • Yersin, A. (1894): Ann. Inst. Pasteur 8, 662–667.

  • Yersinia pestis und die verschiedenen Pestepidemien

    • Hänsch, S. et al. (2010): PLoS Pathog. 6(10), e1001134.

  • Wagner, D.M. et al. (2014): Lancet Infect. Dis. 14(4), 319–326.

  • Achtman, M. et al. (1999): Proc. Natl. Acad. Sci. USA 96(24), 14043–14048.

  • Identifikation von Yersinia pestis auf menschlichen Überresten aus verschiedenen Epochen

    • Seersholm, F.V. et al. (2024): Nature 632(8023), 114–121.

  • Spyrou, M.A. et al. (2018): Nat. Commun. 9, 2234.

  • Bos, K.I. et al. (2011): Nature 478, 506–510.

  • Schuenemann, V.J. et al. (2011): Proc. Natl. Acad. Sci. USA.

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  • 14 min
  • MTM 06 - Chaos chaos

    Chaos gibt es nicht auf dem heimischen Schreibtisch, wenn man den Papierkram zu lange nicht sortiert hat, sondern auch in der Welt der Mikroben. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! werfen wir einen Blick auf die Amöbe Chaos chaos und tauchen in das historische Chaos ein, das durch die Entdeckung, Bennennung und Klassifizierung amoeboider Lebensformen seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Hört gerne rein und lernt Riesenamöben, kleine Landwirtschaftsmeister und mehr dieser Wechseltierchen kennen!

    Kapitel

    00:00 – Intro

    01:38 – Chaos chaos – Erstbeschreibung durch Carl von Linné

    02:33 – Amoeboide Lebensformen – viel gemeinsam und doch verschieden

    04:12 – Wie Amöben zum Namen „Wechseltierchen“ kamen – Fortbewegung & Nahrungsaufnahme

    06:20 – Eine kurze Sammlung spannender Amöbenarten

    08:07 – Joseph Leidy und der Versuch die Taxonomie der Amöben zu vereinfachen

    09:19 – Fazit & Verabschiedung

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Chaos chaos ist die Typusart der Gattung Chaos, bei der es sich um eine vielzellige amoeboide Lebensform handelt.

    • Amoeboide Lebensformen existieren in allen Domänen des Lebens. D.h. die meisten Amöbenarten sind nicht miteinander verwandt.

    • Amöben werden auch „Wechseltierchen“ benannt, da sie keine feste Körperform besitzen. Zur Fortbewegung und Nahrungsaufnahme nutzen sie Ausstülpungen, die Pseudopodien oder Scheinfüßchen genannt werden.

    Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

     

    Links & weitere Infos

    • Mikroskopische Aufnahme einer Amöbe, die ein Pantaffoltierchen (Paramecium) phagozytiert

  • Erstbeschreibung von Chaos chaos

  • Linnaeus, C. (1758): Systema Naturae.

    • Phylogenie, Klassifikation und Evolution von Amöben

    Smirnov, A.V. et al. (2011): Protist 162(3), 347–358.

    • Bewegung und Nahrungsaufnahme

    Grobecki, A. (1982): Int. Rev. Cytol. 75, 73–108.

    • Agrikulturelles Verhalten von Dictyostelium discoideum

    Brock, D.A. et al. (2011): Nature 469, 393–396.

    • Die Wiederentdeckung von Chaos illinoisense

    Cohen, A.E. (1979): J. Protozool. 26(3), 384–386.

    • Joseph Leidy zur Taxonomie von Amöben

    Leidy, J. (1879): Fresh-water Rhizopods of North America.

    • Weiterführende Links

    https://arcella.nl/chaos/

    http://www.william-hogarth.de/Amoebe.html

     

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    11 min
  • MTM 05 - Corynebakterium glutamicum

    Diese Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! ist ein besonderer Leckerbissen für alle Freunde des guten Geschmacks – oder zumindest die des starken Geschmacks. Heute erfahrt ihr allerlei über die Geschmacksrichtung „umami“, wie sie entsteht und lernt die Mikrobe Corynebakterium glutamicum, die großen Mengen eines vielverwendeten Geschmacksverstärkers produzieren kann. Wohl bekomm's!

    Kapitel

    00:00 – Intro

    01:04 – Wie Nudelsuppe zur Entdeckung von Umami geführt hat

    01:55 – Glutamat – Das Geheimnis der Würzigkeit

    03:37 – Die Suche nach Glutamat-produzierenden Mikroben

    04:39 – Corynebakterium glutamicum – Keulenbakterien mit besonderer Teilung

    06:32 – Die Bedeutung von Corynebakterium glutamicum in der Biotechnologie

    07:46 – Modellorganismus in der Forschung gegen Diphterie, Tuberkulose und Lepra

    08:45 – Fazit & Verabschiedung

     

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Die Grundgeschmacksrichtung Umami wurde 1907 erstmals beschrieben und entsteht aus der Anwesenheit von Mononatriumglutamat, das heute ein vielgenutzter Geschmacksverstärker ist. In vielen Lebensmittel sind aber auch natürlich sehr hohe Konzentrationen von Glutamat vorhanden, was sie besonders schmackhaft macht.

    • Durch die großen Mengen an Glutamat, die Corynebakterium glutamicum produziert, ist es zu einer der wichtigsten Mikrobe in der Biotechnologie geworden. Auf ihr Konto geht die Produktion von etwa 3,5 Mio. Tonnen Glutamat jährlich.

    • Auch in der Forschung spielt Corynebakterium glutamicum eine Rolle, bspw. als ungefährlicher Verwandter der Auslöser von Diphterie, Tuberkulose und Lepra.

    Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

     

    Links & weitere Infos

    • Entdeckung von Umami und Glutamat als Ursache des Geschmacks

    https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2005/jul/10/foodanddrink.features3

    • Erstbeschreibung von Corynebakterium glutamicum

    Kinoshita, S., Udaka, S. und Shimono, M. (1957) „Studies on the Amino Acid Fermentation“, The Journal of General and Applied Microbiology, 3(3), S. 193–205. Verfügbar unter: https://doi.org/10.2323/jgam.3.193.

    • Wissenschaftlicher Artikel zur Schnappteilung

    Krulwich TA, Pate JL. Ultrastructural explanation for snapping postfission movements in Arthrobacter crystallopoietes. J Bacteriol. 1971 Jan;105(1):408-12. https://doi.org/10.1128/jb.105.1.408-412.1971

    • Ernennung zur Mikrobe des Jahres 2025, VAAM inkl. Bilder von Corynebakterium glutamicum

    https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/mikrobe-des-jahres-2025/

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    10 min
  • MTM 04 - Vampirovibrio chlorellavorus

    Heute wird es gruselig! Zumindest schauen wir uns in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! eine Mikrobe an, die den Namen Vampirovibrio chlorellavorus nicht ohne Grund trägt. Hört gerne rein und erfahrt, was diese Mikrobe mit blutsaugenden Sagengestalten gemein hat, welche anderen schaurigen Räuber es in der Welt der Bakterien noch so gibt und mit was für perfiden Methoden sie sich ihre Nahrung beschaffen.  

    Kapitel

    00:00 – Intro

    01:11 – Ein Name mit Bedeutung: Vampirovibrio chlorellavorus

    02:31 – Winzige Vampire – nicht nur Sagengestalten?

    03:55 – Die Entdeckung von Vampirovibrio chlorellavorus

    04:46 – Räuber der Bakterienwelt und ihre perfiden Strategien  

    06:25 – Melainabakterien – die Nymphen der Dunkelheit

    07:50 – Fazit & Verabschiedung

     

    Was ihr in der heutigen Folge lernen konntet...

    • Vampirovibrio chlorellavorus ist eine von wenigen räuberischen Bakterienspezies und ernährt sich von Grünalgen der Gattung Chlorella

    • Mithilfe eines darauf spezialisierten Proteinkomplexes, sticht Vampirovibrio seine Beute an und saugt sie aus

    • Andere räuberische Bakterienspezies haben es eher auf andere Bakterien abgesehen, sie können ihre Beute von innen heraus verdauen oder jagen sie teilweise im Verbund ähnlich einem Wolfsrudel

    Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

     

    Links & weitere Infos

    • Lebenszyklus und Nahrungsbeschaffung von Vampirovibrio chlorellavorus

    Soo RM, Woodcroft BJ, Parks DH, Tyson GW, Hugenholtz P. 2015. Back from the dead; the curious tale of the predatory cyanobacterium Vampirovibrio chlorellavorus. PeerJ 3:e968 https://doi.org/10.7717/peerj.968

    • Überblick über die verschiedenen Strategien räuberischer Bakterien

    R. Guerrero, C. Pedrós-Alió, I. Esteve, J. Mas, D. Chase, & L. Margulis, Predatory prokaryotes: Predation and primary consumption evolved in bacteria, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 83 (7) 2138-2142, https://doi.org/10.1073/pnas.83.7.2138 (1986).

    • Erstbeschreibung von Vampirovibrio chlorellavorus

    Gromov, B. V., & Mamkaeva, K. A. (1972). [Electron microscopic study of parasitism by Bdellovibrio chlorellavorus bacteria on cells of the green alga Chlorella vulgaris]. Tsitologiia, 14(2), 256–260.

     

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    9 min
  • MTM 03 - Bacillus subtilis

    Superheld mit Spülkraft! Von der Toilette auf der Autobahnraststätte bis ins Weltall – Bacillus subtilis hat schon viel gesehen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! entdecken wir einen echten Alleskönner unter den Mikroben: für den Menschen vollkommen ungefährlich und doch haben es seine Sporen faustdick hinter den Ohren. Hört rein und erfahrt, wie es ein Bakterium schafft, Risse in Beton zu reparieren, Flecken zu entfernen, wie es an der Entstehung von Lebensmitteln beteiligt ist und selbst die lebensfeindlichen Bedingungen im All überstehen kann.

    Kapitel

    00:00 – Intro

    01:28 – Versteckt im Spülkasten: Bacillus subtilis auf Raststättentoiletten
    03:21 – Darf ich vorstellen Bacillus subtilis
    05:45 – Weltraumtauglich: Apollo 16 und Experimente im All
    06:47 – Millionen Jahre alte Sporen wiederbelebt?
    08:00 – Bacillus subtilis und Natto
    09:00 – Waschmittelenzyme und Vitamine: Bacillus subtilis in der Biotechnologie
    09:38 – Selbstheilender Beton: Risse einfach zuwachsen lassen
    10:34 – Biofilme: Soziale Gemeinschaften unter Mikroben
    12:16 – Fazit & Verabschiedung

    Was du in der heutigen Folge lernen konntest...

    • Bacillus subtilis schützt Raststättentoiletten vor gefährlicheren Mikroben.

  • Seine Sporen überstehen extreme Bedingungen – sogar im All und über Millionen von Jahren.

  • In der Industrie kann Bacillus subtilis tonnenweise Enzyme und Vitamine herstellen – und potenziell Risse in Beton verschließen.

  • Als Modellorganismus hilft Bacillus subtilis in der Forschung, Biofilme besser zu verstehen.

  • Links & weitere Infos

    • Mikrobe des Jahres 2023, VAAM

    https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/archiv/2023-bacillus-subtilis/mikrobe-des-jahres-2023/

    •  Resistenz von Bacillus subtilis Sporen

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6279046/

    •  Bacillus subtilis im Weltall

    https://link.springer.com/article/10.1007/BF01581989

    https://www.frontiersin.org/journals/microbiology/articles/10.3389/fmicb.2019.00333/full

    •  Auswirkung von Bacillus subtilis im Beton

    https://www.nature.com/articles/s41598-023-34837-x

    •  Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

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    14 min
  • MTM 02 - Serratia marcescens

    Blut auf dem Altar! Was im Mittelalter als göttliches Wunder galt, entpuppt sich heute als das Werk eines unscheinbaren Bakteriums: Serratia marcescens. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Reise durch die Geschichte – vom legendären Blutwunder von Bolsena im 13. Jahrhundert, über rätselhafte, blutbefleckte Polenta im Italien des 19. Jahrhunderts, bis hin zu geheimen Biowaffenexperimenten während des Kalten Krieges. Taucht ein in die faszinierende Geschichte von Serratia marcescens und erfahrt, was dieses „Wunderbakterium“ so besonders macht!

    Kapitel

    00:00 – Intro

    00:35 – Das Blutwunder von Bolsena
    03:05 – Serratia marcescens: Das „Wunderbakterium“
    04:00 – Prodigiosin: Die rote Farbe hinter den Mythen
    06:42 – Polenta mit Blutflecken: Bartolomeo Bizio entdeckt Serratia marcescens
    09:40 – Prodigiosin und Serratia marcescens in Forschung und Medizin
    10:48 – Operation Seaspray: Biowaffenversuch vor San Francisco
    11:33 – Serratia marcescens als Bedrohung für Korallenriffe
    12:28 – Fazit & Verabschiedung

    Was du in der heutigen Folge lernen konntest...

    • Das Blutwunder von Bolsena ging wahrscheinlich auf den roten Farbstoff Prodigiosin von Serratia marcescens zurück.

  • Die Häufung solcher Wunder im 13. Jahrhundert hing mit ungesäuertem Brot und feuchten Kirchenräumen zusammen.

  • Bartolomeo Bizio identifizierte 1819 erstmals Serratia marcescens als Ursache mysteriöser roter Flecken.

  • Serratia marcescens spielt nicht nur in Mythen eine Rolle, sondern auch in der Forschung, Biowaffen-Geschichte und als Gefahr für Korallenriffe.

  • Links & weitere Infos

    Das Blutwunder von Bolsena und Serratia marcescens

    https://mikrobenzirkus.com/tag/blutwunder-von-bolsena/
    https://www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/stanze-di-raffaello/stanza-di-eliodoro/messa-di-bolsena.html

    Serratia marcescens als Krankheitserreger & Operation Seaspray

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3194826/

    Gemälde „Messe von Bolsena“ im apostolischen Palast, Vatikanstadt

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Raphael_-_The_Mass_at_Bolsena.jpg

    Historisches Dokument, Brief von Bartolomeo Bizio zur Entdeckung von Serratia marcescens

    https://journals.asm.org/doi/pdf/10.1128/jb.9.6.527-543.1924

    Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

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    14 min
  • MTM 01 - Streptomyces coelicolor

    Riecht ihr das? Das riecht doch – nach Regen! In dieser ersten Folge Microbe Things Macro -Mikroben ganz groß wollen wir das Geheimnis des unverwechselbaren Geruchs von nassem Waldboden auf den Grund gehen. Wir schauen uns an wie dieser Geruch, der sogenannte Petrichor, entsteht und welche Rolle das Bodenbakterium Streptomyces coelicolor, ein wichtiger Antibiotikaproduzent, dabei spielt. Erfahre, wie S. coelicolor den Geruch nach Regen in unsere Nasen bringt, wie es damit Menschen und Tiere beeinflussen kann und was es noch so alles zu bieten hat!

    Kapitel

    00:00 – Intro

    00:37 – Der Waldspaziergang

    01:05 – Was ist Petrichor? Ursprung & Bedeutung

    01:58 – Geosmin: Molekül des Erdgeruchs

    02:36 – Das Bakterium hinter dem Duft: Streptomyces coelicolor

    03:44 – Das „blaue Wunder“ und seine Farbstoffproduktion

    05:40 – Wie der Regen von der Erde in die Luft kommt

    06:33 – Warum gibt es eigentlich Petrichor? Die Rolle von Geosmin in der Umwelt

    09:14 – Wissenschaftliche Relevanz

    10:17 – Fazit & Verabschiedung

    Was du in der Folge lernen konntest...

    • Petrichor ist der wissenschaftliche Name für den Duft von Regen auf trockener Erde.

  • Hauptverursacher ist das Molekül Geosmin, produziert u. a. von Streptomyces coelicolor.

  • Geosmin beeinflusst Mensch, Tier und sogar den Geschmack von Lebensmitteln und Wein.

  • Links & weitere Infos

    Information zu Petrichor und Geosmin

    https://www.nature.com/articles/201993a0

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3013058/

    Bilder von Streptomyces coelicolor

    https://www.cell.com/trends/microbiology/abstract/S0966-842X(18)30284-1

    Slow Motion Videos zur Entstehung von Aerosolen durch Regentropfen

    https://www.nature.com/articles/ncomms7083

    https://news.mit.edu/2015/rainfall-can-release-aerosols-0114

    Wirkung & Wahrnehmung von Geosmin

    https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.4c01515

    Die Folge zum Nachlesen findest du hier.

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  • 12 min
  • MTM 00 - Trailer

    Herzlich willkommen bei MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!, einem Podcast, in dem wir in die faszinierende Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihrer Vielfalt begeistern lassen wollen!

    In diesem Podcast geht es um die kleinen Dinge im Leben, also mikroskopisch kleine Lebensformen, wie Bakterien, Pilze und Mikroalgen. Wir schauen uns gemeinsam an, was diese Mikroben so alles Faszinierendes können - ob Risse im Zement verschließen, das Meer zum Leuchten bringen oder den charakteristischen Geruch von Regen auf trockener Erde auslösen.

    Locker aufbereitet und gut verständlich soll dieser Podcast zeigen, welche vielfältigen Rollen Mikroorganismen in unserem Alltag einnehmen können und wo wir ihnen allen vielleicht schonmal begegnet sind - vielleicht ohne es zu merken!
    Hört gerne mal rein und wenn es euch hier gefällt, abonniert gerne den Kanal und lasst eine Bewertung da. Und wenn es einen Mikroorganismus gibt, für den ihr euch ganz besonders interessiert, sind Themenvorschläge jederzeit willkommen!

    Danke fürs Reinhören und bleibt neugierig!

    3 min

About MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus…