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Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Philipp Felsch (Humboldt-Universität zu Berlin) spricht im Interview mit den Kollegiaten Steffen Bodenmiller und Noah Willumsen über die „stille Leserevolution“ durch das Paperback, akademische Textgläubigkeit und das Verhältnis von Theorie und Philosophie. Interview mit Philipp Felsch, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und…
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Gegessen wird immer. Umso mehr und umso lieber, wenn es etwas zu feiern gibt, wenn Verträge besiegelt, Hochzeiten geschlossen oder große Bauwerke eröffnet werden. Doch das Essen will auch eine Form finden; so groß es auch sein mag, es findet die kleine Form der Menükarte. Diese taucht erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf, weil sie aufgrund vorherrschender Servier- und Esstechniken…
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Mit ihren ellenlangen Texten, ebenso ausgedehnten Titeln und ihren archaisch wirkenden Satzkonstruktionen steht die britische Druckkultur des 18. Jahrhunderts bei VerehrerInnen der New Media nicht besonders hoch im Kurs. Zu Unrecht. Denn mit der Veröffentlichung seiner biographischen Enzyklopädie 1769 löste der Brite James Granger bei seinen bürgerlichen Lesern eine Welle der Medieneuphorie aus…
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Dr. Maren Jäger (Humboldt-Universität zu Berlin) im Gespräch über quantitative und qualitative, absolute und relative, autonome und heteronome sowie über aphoristische und komische Kürze. Maren Jäger ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen. Ihr Habilitationsprojekt trägt den Arbeitstitel „Brevitas: Kürze zwischen Ästhetik und Ökonomie“.
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Epitaphien sind nicht nur eine sehr alte, sondern eine nach wie vor sehr lebendige kleine Form. Es ist das Andenken an den Verstorbenen im Wissen um die Endlichkeit allen Lebens, was die Lektüre von Epitaphien so beliebt macht und zu Diskursen post mortem anregt. Und es ist ebenso die Exzentrik und Exotik des Geschriebenen, die Epitaphien zu einer reichen Quelle an Geschichte und Geschichten über…
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Seit Johann Peter Hebels „Rheinländischem Hausfreund“ gehört die Kalendergeschichte zum deutschen Kulturgut. Generationen von Schülern haben seinen ‚Kannitverstan‘ oder sein ‚Unverhofftes Wiedersehen‘ als Beispiele eines Genres analysiert, dessen Charakteristika vor allem in der Kürze der Erzählung und ihrer moralischen Pointe liegen. Doch sind gerade Hebels Texte mehr als das. Sie sind aus der…
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Marie Czarnikow, Doktorandin am Graduiertenkolleg “Kleine Formen”, über das Tagebuch, sein Verhältnis zu Aktualität und Geschichtlichkeit und sein Potential, zum Sammelsurium verschiedenster kleiner Formen zu werden. Das vorgestellte Tagebuch von Milly Haake befindet sich im Deutschen Tagebucharchiv Emmendingen. Czarnikow, Marie: Tagebuch, in: Enzyklopädie der kleinen Formen [Audio…
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Das Emblem ist eine Kunstform, die Text und Bild in ein komplexes Zusammenspiel bringt. Es nimmt um die Mitte des 16. Jahrhunderts Form an und verbreitet sich über die folgenden zwei Jahrhunderte über ganz Europa. Im Beitrag wird diese kleine Form im Spannungsfeld von antikebegeistertem Humanismus und dem Buchdruck als Hightech der frühen Neuzeit vorgestellt. Fundstück: Ein Emblem aus Andrea…
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Ausgehend von einer kleinen Episode über die österreichischen Psychiater Sigmund Freud und Julius Wagner-Jauregg spricht Florenz Gilly, studentische Hilfskraft im Graduiertenkolleg, über die Geschichte der Anekdote, ihr prekäres Verhältnis zur Wahrheit, Tendenzen und Verirrungen der Anekdotenforschung und die eigentümliche Nähe der Anekdote zum Altherrenwitz. Die Wiedergabe des Ausschnitts aus…
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Marie Czarnikow, Jasper Schagerl, Stephan Strunz und Noah Willumsen waren im Dezember 2017 zu Gast beim Theoriefestival #lutherlenin in Prag. In ihrer Lecture Performance diskutieren sie auf vier Schauplätzen – Martin Luthers Kleinem Katechismus, dem barocken Gesprächsspiel, dem kommunistischen Manifest und der Tagebuchbewegung des ,neuen‘ Menschen in der Sowjetunion –, wie neue Formgebungen…
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