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Die kleine Form ‚Comic‘, so schreibt es Ole Frahm in Die Sprache des Comics, ist Teil einer strukturellen Parodie, die sich über alles Universale, Metaphysische lustig macht: „Immer lacht das Kleine gewitzt über alles Große. […] Klein heißt in Comics nicht weniger, sondern mehr. Zu viel kleine Schrift, zu viele kleine Bilder, zu viele kleine Geschichten.“ (Frahm 2010, S. 341) In Anschluss an…
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Durchmustert man Donald Trumps Tweets, wird eines schnell klar: Dieser Präsident will um jeden Preis und mit allen Mitteln populär sein. Und er will die Popularität der Marke Trump immer weiter steigern und immer aufs Neue bestätigt bekommen – er will messbare, quantifizierbare und vergleichbare Popularität, Ratings und Rankings, um damit prahlen zu können. Welchen Dynamiken und Mechanismen…
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Bildarchiv von Universitätsbibliothek und Universitätsarchiv Gießen Die Legitimität der Neuzeit, Die Genesis der kopernikanischen Welt, Arbeit am Mythos—by looking at the titles of Hans Blumenberg’s main works, one could get the impression that he was a philosopher of the grand narrative. Towards his later years, however, Blumenberg turned to the small form, in particular, to fables, glosses…
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Der Romantikspezialist Günther Oesterle untersucht in seinem Vortrag eine heute fast vergessene Kleinform, die in SMS und WhatsApp-Nachrichten in der Gegenwart doch ein eigentümliches Nachleben erfährt: das Billet. Aus Paris kommend entwickeln sich Billets im 18. Jahrhundert in ganz Europa neben dem Brief zu einer eigenständigen medientechnischen…
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Stephan Strunz spricht über die Geschichte des Lebenslaufs als Bewerbungsunterlage. Schon um 1800 versuchten Bewerber für den preußischen Staatsdienst ihre Karriere per Lebenslauf zu steuern. Hier tritt zum ersten Mal der berüchtigte ‚rote Faden‘ auf, der bis heute beim Verfassen von Lebensläufen wichtig ist. Das Beispiel Google wiederum zeigt, dass der klassische Lebenslauf im Zeitalter von…
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Was ist ein Exemplum? Und worin unterscheidet es sich vom Kasus? Jasper Schagerl geht dieser Frage mit Blick auf frühneuzeitliche Verbrechenserzählungen nach. Anhand einer Geschichte aus Georg Philipp Harsdörffers Exempelsammlung Der grosse Schau=Platz jämmerlicher Mordgeschichte lässt sich zeigen, dass das Exemplum kaum als eine eigenständige literarische Gattung zu begreifen ist.
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Am 25. Juli 1929 sendet Walter Benjamin an Siegfried Kracauer eine Postkarte aus der toskanischen Stadt San Gimignano, die auf der Vorderseite den Brunnen auf der „Piazza della Cisterna“ zeigt. Auf der Rückseite beginnt Benjamin mit folgenden Zeilen: „Lieber Kracauer, auf diesem Platz wohne ich; er sieht aber nicht finster aus wie hier, sondern heimatlich-hell.
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Ob Außerirdische, die dem Weißen Haus einen unverhofften Besuch abstatten; mathematische Gleichungen, die Verbindungen stiften zwischen der Nanosphäre und dem unendlichen Weltall; ob Anspielungen auf Kants „bestirnten Himmel“ über uns oder astronomische Referenzen – Motive des Kosmischen sind omnipräsent im literarischem Werk von Alexander Kluge. German Studies-Professorin Leslie Adelson (Cornell…
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Die Stadt ist ein vielschichtiges Gebilde, meint die Berliner Autorin Annett Gröschner im Gespräch mit Feuilletonforscher Christoph Winter. Das Interview, das im Frühjahr 2019 in Berlin-Adlershof aufgezeichnet wurde, steigt ein mit Gröschners früher Liebe zu Stadtplänen, nimmt mit Webcams, Straßenbahnen und dem Feuilleton seinen Lauf, um schließlich bei den veränderten Schreibgewohnheiten durch…
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São Paulo in den 1930er Jahren: Inmitten der Weltwirtschaftskrise berichtet Mário de Andrade, „Papst des brasilianischen Modernismus“, über die Kaffeeverbrennung in der Stadt. Tausende Kilo Kaffee landen im Feuer, um die Preise auf dem Weltmarkt zu stabilisieren. Für eine lokale Zeitung kommentiert Andrade die Vorgänge und greift hierfür auf die in Brasilien so populäre Form der crônica zurück…
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