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Was passiert, wenn eine der weltweit renommiertesten naturwissenschaftlichen Hochschulen beginnt, ihre eigene koloniale Geschichte zu untersuchen? Und wer trägt diese Arbeit – intellektuell, emotional und institutionell?
In dieser Folge von Missing Chapters spricht Anja Nunyola Glover mit dem Historiker und Doktoranden Sarujan Theivendran über koloniale Verflechtungen der ETH Zürich, über Rassismus und Klassismus im Hochschulkontext – und über die Frage, wer in akademischen Räumen als selbstverständlich dazugehört.
Sarujan Theivendran ist Doktorand am Lehrstuhl für Geschichte der modernen Welt an der ETH Zürich (seit August 2025), wo er am vom SNF geförderten Projekt «Engineering Empires from the Margins: Globaler Techno-Kolonialismus und die Eidgenössische Technische Hochschule (ca. 1860–1980)» arbeitet. Seine Doktorarbeit untersucht globale Verflechtungen und disziplinäre Wandlungen innerhalb der Geologie und konzentriert sich dabeiauf die Werdegänge des ETH-Geologieprofessors Albert Heim und seines Sohnes Arnold Heim, eines weltweit tätigen Erdölgeologen. Er hat einen M.A. in Zeitgeschichte der Universität Freiburg mit einer Masterarbeit überdie Schweizer Entwicklungshilfe in Sri Lanka (1961–1982) und verfügt über Berufserfahrung im Archiv- und Museumsbereich.
Gemeinsam sprechen wir über:
seinen Weg in die akademische Welt
Klassismus, Rassismus und Zugehörigkeit an Hochschulen
prekäre akademische Arbeitsverhältnisse
koloniale Verflechtungen der ETH Zürich
die Rolle von Gegenarchiven und Erinnerungspolitik
die Frage, warum Naturwissenschaften koloniale Geschichte nicht ausklammern können
Repräsentation und Verantwortung in akademischen Institutionen
Kürzungen, politische Verschiebungen und die Zukunft rassismuskritischer Forschung
Wir diskutieren, warum koloniale Geschichte keine Randnotiz der Wissenschaft ist – sondern zentral dafür, zu verstehen, wie Wissen, Institutionen und globale Machtverhältnisse entstanden sind.
🎧 Triggerhinweis: In dieser Folge sprechen wir über Rassismus, koloniale Gewalt, strukturelle Ungleichheiten und Ausschlüsse im Hochschulkontext.
Diese Episode ist Teil des Projekts „Bildungsräume transformieren: Rassismus angehen, Intersektionalität verankern“ am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung.
Buchempfehlung in dieser Folge:
Tauben Fliegen auf - Melinda Nadj Abonji
In dieser Folge von Missing Chapters veröffentlichen wir die Keynote «Rassismus und Pädagogische Hochschulen: Institutionelle Verstrickungen und (De-)Stabilisierungen hegemonialer Wissensordnungen» von Oxana Ivanova-Chessex, die im Rahmen der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» gehalten wurde.
Pädagogische Hochschulen bilden im staatlichen Auftrag Lehrpersonen aus und sind damit zentrale Orte, an denen legitimiertes Wissen über Bildung, Schule und Gesellschaft entsteht und vermittelt wird.
Im Zentrum steht ein double bind: Sie reproduzieren ein hegemoniales Wissen, das in koloniale, rassifizierte und kapitalistische Ordnungen verstrickt ist und nationale Selbstbilder der Schweiz stabilisiert. Zugleich kann sich darin der emanzipatorische Anspruch von Bildung artikulieren. Aus der Position «outside in the teaching machine» (Spivak) analysiert die Keynote Aushandlungen um Wissensordnungen und fragt, wie Rassismuskritik institutionell verankert werden kann.
In dieser Folge geht es um:
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In this episode of Missing Chapters, we publish the keynote "Racism and Universities of Teacher Education: Institutional Entanglements and the (De-)Stabilisation of Hegemonic Knowledge Orders" by Oxana Ivanova-Chessex, delivered at the national conference "Racism and Higher Education".
Universities of teacher education train teachers on behalf of the state, making them key sites where legitimised knowledge about education, schooling and society is produced and passed on.
At the heart of the keynote lies a double bind: these institutions reproduce hegemonic knowledge entangled in colonial, racialised and capitalist orders that stabilises Switzerland's national self-image. Yet the emancipatory promise of education can also find expression within these orders. Speaking from the position of "outside in the teaching machine" (Spivak), the keynote analyses struggles over knowledge orders and asks how critiques of racism can be institutionally anchored.
In this episode:
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Dans cet épisode de Missing Chapters, nous publions la keynote «Racisme et Hautes écoles pédagogiques : enchevêtrements institutionnels et (dé-)stabilisations des ordres de savoir hégémoniques» d'Oxana Ivanova-Chessex, donnée lors de la conférence nationale «Racisme et hautes écoles».
Les Hautes écoles pédagogiques forment les enseignant·e·s sur mandat de l'État et sont ainsi des lieux centraux de production et de transmission d'un savoir légitimé sur l'éducation, l'école et la société.
Au cœur de la réflexion se trouve un double bind : ces institutions reproduisent un savoir hégémonique, pris dans des ordres coloniaux, racialisés et capitalistes, qui stabilise l'image nationale de la Suisse. En même temps, l'aspiration émancipatrice de l'éducation peut s'y exprimer. Depuis la position «outside in the teaching machine» (Spivak), la keynote analyse les luttes autour des ordres de savoir et interroge l'ancrage institutionnel de la critique du racisme.
Dans cet épisode, il est question de :
Dans cet épisode de Missing Chapters, nous publions la keynote «Qui pense la Suisse ?» d'Anne Lavanchy, donnée lors de la conférence nationale «Racisme et hautes écoles».
Partant de la question qui lui donne son titre, la keynote interroge la blanchité dans le champ académique – une position hégémonique, souvent invisible, qui participe à la distribution inégale des privilèges. L'université y est envisagée comme lieu de travail et comme lieu de production des savoirs.
Au cœur de la réflexion : les effets matériels du racisme structurel sur les carrières académiques et la violence épistémique dans la production des savoirs. La keynote montre comment les hautes écoles prolongent les rapports de pouvoir et comment la notion d'«excellence» masque la distribution inégale des privilèges. Elle demande aussi pourquoi les sciences sociales soumettent si rarement leurs propres ordres de savoir à une analyse critique.
Dans cet épisode, il est question de :
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In dieser Folge von Missing Chapters veröffentlichen wir die Keynote «Qui pense la Suisse ?» von Anne Lavanchy, die im Rahmen der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» gehalten wurde.
Ausgehend von der titelgebenden Frage, wer die Schweiz denkt, beleuchtet die Keynote Weißsein im akademischen Feld – als hegemoniale, oft unsichtbare Position, die an der ungleichen Verteilung von Privilegien beteiligt ist. Die Universität rückt dabei als Arbeitsort und als Ort der Wissensproduktion in den Blick.
Im Zentrum stehen die materiellen Auswirkungen des strukturellen Rassismus auf akademische Laufbahnen und epistemische Gewalt in der Wissensproduktion. Die Keynote zeigt, wie Hochschulen Machtverhältnisse fortschreiben und wie Vorstellungen von «Exzellenz» die ungleiche Verteilung von Privilegien verdecken. Zugleich fragt sie, warum gerade die Sozialwissenschaften ihre eigenen Wissensordnungen so selten kritisch analysieren.
In dieser Folge geht es um:
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In this episode of Missing Chapters, we publish the keynote "Qui pense la Suisse ?" ("Who thinks Switzerland?") by Anne Lavanchy, delivered at the national conference "Racism and Higher Education".
Starting from the question in its title, the keynote examines whiteness in academia – a hegemonic, often invisible position that contributes to the unequal distribution of privilege. The university comes into view both as a workplace and as a site of knowledge production.
The keynote centres on the material effects of structural racism on academic careers and on epistemic violence in knowledge production. It shows how universities perpetuate power relations and how notions of "excellence" obscure the unequal distribution of privilege. It also asks why the social sciences so rarely subject their own knowledge orders to critical analysis.
In this episode:
Wir unterbrechen unsere Sommerfolgen, um den Fall Jason Arday zu thematisieren. Wir fragen nach der Verantwortung der unterschiedlichen Akteur:innen: unter anderem von Hochschule, Medien und Gesellschaft und danach, wie diese Verantwortlichkeiten miteinander verflochten sind. Wir fragen nach den Entstehungsbedingungen - institutionellen, strukturellen, individuellen – ebenso wie nach den möglichen Implikationen des Falles. Wir fragen nach den verschiedenen Formen von Diskriminierung, unter anderem Ableismus, Rassismus, Ageismus, die den Kontext strukturieren. Wir fragen, ohne Antworten geben zu können, oder das zwingend zu wollen, aus tiefem Bedauern und der Überzeugung, dass gerade komplexe und schwer durchschaubare Situationen nicht zum Anlass genommen werden sollten, wichtige Fragen auszuklammern.
Der Fall zeigt die Wichtigkeit auf, Hochschulen als Orte zu verstehen, die von Mächten geprägt entstehen, jedoch auch selbst Macht ausüben, gesellschaftliche Diskurse prägen, unter anderem als Orte der Wissensproduktion. Im Rahmen unsere Projektes erscheint im März 2027 die Publikation “Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen”, die sich mit ebensolchen Fragen auseinandersetzt. Wir sprechen in dieser Folge auch darüber, wie auch ihr Teil dieser Publikation werden könnt.
In dieser Folge geht es um:
Den Fall Jason Arday und das komplexe Geflecht institutioneller, medialer und gesellschaftlicher Verantwortung
Die Verschränkung von Diskriminierungsformen wie Rassismus, Ableismus und institutionellen Machtverhältnissen
Unsicherheit und die Schwierigkeit, sich innert der diversen Debatten zu orientieren
Die geplante Publikation: «Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen» und unseren Call for Contributions
Wie lässt sich Verantwortung denken, wenn institutionelle Strukturen, rassifizierte und ableistische Machtverhältnisse, mediale Debatten und gesellschaftliche Diskurse ineinandergreifen? Und wie können wir mit komplexen Situationen umgehen und ihre Ambiguität tolerieren?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Julian ist eine Meerjungfrau – Jessica Love
Children of blood and bone – Toni Adeyemi
Decolonizing anthropology: An introduction – Soumhya Venkatesan
Call for Contributions:
Weitere Informationen zur Publikation, zum Call for Contributions und zu den möglichen Beitragsformen findet ihr auf unserer Projektwebsite.
In this episode of Missing Chapters, we feature the keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» by Faten Khazaei, Assistant Professor of Sociology at Northumbria University. The keynote was delivered at the national conference «Racism and Higher Education».
Khazaei examines the contradictory position of Muslim women in academic spaces: while they are often rendered visible as a “problem” in public, political, and institutional discourses, they remain underrepresented as knowledge producers. She focuses on anti-Muslim racism and the ways in which universities reproduce racialised epistemic orders and hierarchies through diversity policies and extractive research practices.
The keynote asks how universities can move beyond symbolic representation towards more inclusive, plural, and power-critical forms of knowledge production.
This episode explores:
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Dans cet épisode de Missing Chapters, nous présentons la keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» de Faten Khazaei, professeure assistante de sociologie à Northumbria University. La keynote a été présentée dans le cadre de la conférence nationale «Racisme et enseignement supérieur».
Khazaei analyse la position paradoxale des femmes musulmanes dans les espaces académiques : alors qu’elles sont souvent rendues visibles comme un «problème» dans les discours publics, politiques et institutionnels, elles restent sous-représentées comme productrices de savoirs. Elle examine le racisme antimusulman et la manière dont les universités reproduisent des ordres épistémiques et des hiérarchies racialisés à travers leurs politiques de diversité et leurs pratiques de recherche extractives.
La keynote interroge les possibilités de dépasser la représentation symbolique pour développer des formes de production des savoirs plus inclusives, plurielles et critiques des rapports de pouvoir.
Dans cet épisode, il est question de :
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In dieser Folge von Missing Chapters ist die Keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» von Faten Khazaei, Assistant Professor of Sociology an der Northumbria University, zu hören. Die Keynote wurde im Rahmen der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» gehalten.
Khazaei untersucht die widersprüchliche Position muslimischer Frauen in akademischen Räumen: Während sie in öffentlichen, politischen und institutionellen Diskursen häufig als «Problem» sichtbar gemacht werden, bleiben sie als Wissensproduzentinnen vielfach unsichtbar. Im Zentrum stehen antimuslimischer Rassismus sowie die Frage, wie Hochschulen durch Diversitätspolitiken und extraktive Forschungspraktiken rassifizierte Wissensordnungen und Hierarchien reproduzieren.
Die Keynote fragt danach, wie Hochschulen über symbolische Repräsentation hinausgehen und inklusive, plurale und machtkritische Formen der Wissensproduktion entwickeln können.
In dieser Folge geht es um:
In dieser zweiten Sommerfolge von Missing Chapters spricht Jovita dos Santos Pinto über «Wissensproduktion im ‹postkolonialen Moment› der Schweiz. Eine Kritik aus schwarzfeministischer Perspektive». Die Keynote hielt sie im Rahmen der Konferenz «Rassismus und Hochschule».
Aus schwarzfeministischer Perspektive beleuchtet dos Santos Pinto, wie koloniale Machtverhältnisse die Wissensproduktion bis heute prägen.
Im Zentrum steht der «postkoloniale Moment» der Schweiz: die zunehmende öffentliche Auseinandersetzung mit ihren kolonialen Verflechtungen seit 2020 und die Frage, wie sich bestehende Machtverhältnisse in Institutionen fortsetzen. Anhand von Beispielen zeigt der Vortrag, wie epistemisches Silencing, Extraktivismus und Dehumanisierung wirken – und welche transformativen Wissens- und Beziehungsweisen innerhalb, gegen und über Hochschulstrukturen hinaus entstehen.
In dieser Folge geht es um:
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Dans ce deuxième épisode estival de Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto parle de la « Production des savoirs dans le ‹moment postcolonial› de la Suisse. Une critique depuis une perspective féministe noire ».
Depuis une perspective féministe noire, elle examine comment les rapports de pouvoir coloniaux continuent de façonner la production des savoirs.
Au cœur de son intervention se trouve le « moment postcolonial » de la Suisse : l’attention publique croissante portée depuis 2020 à ses imbrications coloniales et la question de la perpétuation des rapports de pouvoir au sein des institutions. À partir d’exemples, elle montre comment le silenciement épistémique, l’extractivisme et la déshumanisation opèrent, et explore les formes de savoirs et de relations transformatrices qui émergent au sein, contre et au-delà des structures universitaires.
Dans cet épisode :
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In this second summer episode of Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto speaks about «Knowledge Production in Switzerland’s ‘Postcolonial Moment’: A Critique from a Black Feminist Perspective”.
From a Black feminist perspective, dos Santos Pinto examines how colonial power relations continue to shape knowledge production.
At the heart of her keynote is Switzerland’s «postcolonial moment”: growing public engagement with its colonial entanglements since 2020 and the question of how existing power relations are reproduced within institutions. Drawing on examples, she shows how epistemic silencing, extractivism, and dehumanization operate, and explores transformative forms of knowledge and relational practices that emerge within, against, and beyond university structures.
In this episode:
Den Auftakt unserer Sommerfolgen macht die Keynote «Le rôle de l’Histoire dans l’analyse, la déconstruction et la lutte contre le racisme» von Izabel Barros, Doktorandin an der Universität Lausanne. Der Vortrag wurde am 27. März an der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» in Bern gehalten.
Ausgehend von ihrer Forschung zu versklavten Frauen auf einer brasilianischen Plantage einer Berner Patrizierfamilie im 19. Jahrhundert zeigt Barros, weshalb die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Versklavung und der Beteiligung der Schweiz an kolonialen Verhältnissen zentral für das Verständnis von Rassismus heute ist. Indem sie versklavte Frauen als historische Subjekte sichtbar macht, eröffnet sie neue Perspektiven auf die Schweizer Geschichte und hinterfragt, welche Geschichten erinnert und welche ausgeblendet werden.
Die Keynote zeigt, wie koloniale Kontinuitäten Wissensordnungen, Institutionen und Hochschulen prägen, und versteht Geschichte als Werkzeug antirassistischer, feministischer und dekolonialer Wissensproduktion.
In dieser Folge geht es um:
Die Verflechtungen der Schweiz mit Kolonialismus und Versklavung
Versklavte Frauen als historische Subjekte
Koloniale Kontinuitäten in Gesellschaft und Hochschulen
Antirassistische, feministische und dekoloniale Wissensproduktion
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The opening episode of our summer series features the keynote «The Role of History in the Analysis, Deconstruction, and Struggle Against Racism» by Izabel Barros, a doctoral researcher at the University of Lausanne. The keynote was delivered on 27 March at the national conference «Racism and Higher Education» in Bern.
Drawing on her research on enslaved women on a Brazilian plantation owned by a Bernese patrician family in the nineteenth century, Barros shows why engaging with colonialism, enslavement, and Switzerland’s involvement in colonial relations is crucial to understanding racism today. By foregrounding enslaved women as historical subjects, she offers new perspectives on Swiss history and questions which histories are remembered and which remain obscured.
The keynote highlights how colonial continuities shape knowledge, institutions, and higher education, and presents history as a tool for anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production.
In this episode, we discuss:
Switzerland’s entanglements with colonialism and enslavement
Enslaved women as historical subjects
Colonial continuities in society and higher education
Anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production
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Le premier épisode de notre série estivale est consacré à la keynote « Le rôle de l’Histoire dans l’analyse, la déconstruction et la lutte contre le racisme » d’Izabel Barros, doctorante à l’Université de Lausanne. Cette intervention a été présentée le 27 mars lors de la conférence nationale « Racisme et enseignement supérieur », à Berne.
S’appuyant sur ses recherches sur les femmes réduites en esclavage dans une plantation brésilienne appartenant à une famille patricienne bernoise au XIXe siècle, Barros montre pourquoi l’étude du colonialisme, de l’esclavage et de l’implication de la Suisse dans les rapports coloniaux est essentielle pour comprendre le racisme aujourd’hui. En rendant visibles les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques, elle ouvre de nouvelles perspectives sur l’histoire suisse et interroge les récits retenus et ceux qui restent occultés.
La keynote montre comment les continuités coloniales façonnent les savoirs, les institutions et les hautes écoles, et présente l’histoire comme un outil de production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale.
Dans cet épisode, nous abordons :
Les imbrications de la Suisse avec le colonialisme et l’esclavage
Les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques
Les continuités coloniales dans la société et les hautes écoles
La production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale
In dieser Folge von Between the Lines verabschieden wir uns in die Sommerpause und nutzen die Gelegenheit, über Ferien, Erholung und die Bedingungen nachzudenken, unter denen Pausen überhaupt möglich sind. Wir sprechen über den Unterschied von Ferien und lohnarbeitsfreier Zeit, darüber, dass Care-Arbeit auch während der Ferien weitergeht und welche Erwartungen mit dem Sommer als Zeit der Erholung verbunden sind. Ausserdem geben wir einen Ausblick auf die kommenden Konferenzfolgen und darauf, was euch nach der Sommerpause erwartet.
In dieser Folge geht es um:
Ferien und arbeitsfreie Zeit
Care-Arbeit und die Frage, weshalb sie keine Pause kennt
Die Vorstellung vom Sommer als Zeit der Erholung und der Lektüre
Eine Einführung in die kommenden Konferenzfolgen
Was bedeutet es eigentlich, frei zu haben – und was sind die Bedingungen für Erholung?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Elefanten im Garten – Meral Kureyshi
Oroppa – Safae al Khannoussi
Wind, der uns heimträgt - Hemley Boum
Was bedeutet es, in Institutionen zu arbeiten, die zugleich Orte von Macht und Transformation sind? Und wie verhandeln sich Diversität, Wissen und Öffentlichkeit in einem zunehmend medialisierten Kontext?
In dieser Folge von Missing Chapters spricht Anja Nunyola Glover mit Dr. phil. Yuvviki Dioh über:
Institutionen als Räume von Verantwortung, Machtausübung und Veränderung
Diversitätspolitiken im Kontext struktureller Veränderungen und symbolischer Performativität
Medien und Wissenschaft als Orte hegemonialer Wissensproduktion
Formen „akademischen Aktivismus“ im Kontext von Neutralitätsansprüchen und Positionierung
Die Tätigkeit als Diversitätsagentin in der Schweiz
Umgang mit Konflikt, Sichtbarkeit und Meinungsfreiheit in sogenannten ‘diversen Institutionen’
Repräsentation im Spannungsfeld von Abbild und tatsächlicher Transformation
In der Episode wird aufgezeigt, wie institutionelle Strukturen Diversitätsarbeit zugleich ermöglichen und begrenzen. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Verhältnis von Repräsentation und strukturellem Wandel sowie nach der Rolle von Medien und Wissenschaft in der Reproduktion oderInfragestellung bestehender Machtverhältnisse. Zudem wird thematisiert, welche Bedeutung aktivistische Positionierungen innerhalb akademischer Kontexte einnehmen können.
🎧 Trigger Warning:
Diese Folge thematisiert Rassismus, strukturelle Ungleichheiten und mediale Konflikte.
Buchempfehlungen in dieser Folge:
So, in etwa, ist es geschehen von Sharon Dodua Otoo
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What does it mean to work within institutions that are simultaneously sites of power and transformation? And how are diversity, knowledge, and the public sphere negotiated in an increasingly mediatized world?
In this episode of Missing Chapters, Anja Nunyola Glover speaks with Dr. Yuvviki Dioh about:
What kinds of change are truly possible within existing institutions? And how can diversity and justice be embedded sustainably beyond symbolic measures?
Book recommendation featured in this episode
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Que signifie travailler au sein d'institutions qui sont à la fois des lieux de pouvoir et de transformation ? Et comment la diversité, les savoirs et l'espace public se négocient-ils dans un contexte de médiatisation croissante ?
Dans cet épisode de Missing Chapters, Anja Nunyola Glover s'entretient avec Dr Yuvviki Dioh autour des thèmes suivants :
Quelles formes de transformation sont réellement possibles au sein des institutions existantes ? Et comment ancrer durablement la diversité et la justice au-delà de simples mesures symboliques ?
Recommandation de lecture de cet épisode
Between the Lines ist der Raum, in dem wir als Projektteam über die Fragen, Beobachtungen und Spannungsfelder sprechen, die uns zwischen den Episoden von Missing Chapters begleiten.
In dieser Folge reflektieren wir den 14. Juni als feministischen Streiktag und Abstimmungssonntag und nehmen dies zum Anlass, über Zugehörigkeit, politische Praxis und die Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe nachzudenken. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen diskutieren wir, wie Machtverhältnisse unseren Zugang zu Räumen prägen, wie Sprache sich entlang sozialer Kontexte verändert und weshalb eine intersektionale Perspektive auf sexualisierte Gewalt unverzichtbar ist.
In dieser Folge geht es um:
· Den 14. Juni als feministischen Streiktag – und die Spannungen, die entstehen, wenn feministische Räume nicht für alle gleich zugänglich sind
· (Linke) Räume der Zugehörigkeit, des Ausschlusses und die Frage, wer sich wo sicher, legitimiert und wohl bewegen kann
· Sprachliche Anpassung als Aushandlung von Sichtbarkeit, Anerkennung und sozialer Positionierung
· Die Verschränkung von Rassismus und Sexismus in gesellschaftlichen Debatten über sexualisierte Gewalt
· Gedanken und Impulse aus der Lesung von Tupoka Ogette
Wir sprechen über feministische Praxis, gesellschaftliche Teilhabe und die Bedingungen solidarischen Handelns.
Wie prägen Rassismus und Sexismus die Räume, in denen wir uns bewegen, und die Sprache, mit der wir uns ausdrücken?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
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