In dieser Folge spreche ich mit Timo Wans darüber, warum uns die Rettung des Einzelhandels wichtig ist, wie das MYZELIUM aktuell schon Rettungen begleitet und wie das funktioniert. Hört rein und meldet euch, wenn auch euer Lieblingsladen von der Schließung bedroht ist oder ihr als Untenehmer:in euer Geschäft aufgeben bzw. weitergeben möchtet!
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Transkription
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Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue
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Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften. Und dieser Podcast unterstützt
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dich dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Herzlich Willkommen in unserer 105. Folge zur Einzelhandelsrettung.
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Ich freue mich sehr, dass heute ganz oldschool mal wieder Timo Wanz bei mir alleine sitzt.
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Und zwar besprechen wir heute das Thema Einzelhandelsrettung.
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Und passend zum Thema sind wir auch sozusagen zwischen Tür und Angel an einem
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Freitagnachmittag ein bisschen abgenervt von der Technik hier zusammengekommen.
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Nichtsdestotrotz ist es ein wichtiges Thema, weil, und das wäre sozusagen die
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erste Frage, mit der wir rein starten, ins Gespräch.
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Warum sprechen wir heute über Einzelhandelsrettung? Was bewegt uns darin?
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Ja, dass Läden vorkommen unnötig sterben.
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Also sie sterben vor allem deswegen, weil Inhaberinnen innerlich gekündigt haben
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mit ihrem eigenen Geschäftsmodell.
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Der Meinung sind, dass sie alleine dastehen, dass ihnen niemand helfen wird
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und dass es jetzt einfach genug ist und jetzt machen sie den Laden dicht.
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Deswegen sterben Läden und,
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Die Alternative ist verhältnismäßig einfach. Man könnte nochmal seine Stammkundschaft
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fragen, ob sie nicht darunter leiden würden, wenn der Laden schließt.
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Und wenn man dann einen klaren Fahrplan im Gepäck hat, dann kann es eine Zukunft
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geben, mit oder ohne den Inhaber.
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Und genau, deswegen reden wir darüber.
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Aber vielleicht auch nochmal ein bisschen weiter ausholend, warum wir uns als
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MYZELIUM auch damit befassen, überhaupt mit Einzelhandelsrettung.
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Es ist ja so, dass wir nicht unbedingt die Gruppe oder die Organisation sind,
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die jetzt sozusagen besonders viel Wert auf Konsum und so weiter legt.
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Aber was uns vielleicht an dem Thema wichtig ist, ist, dass wir einfach feststellen,
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glaube ich, egal wo man lebt und wie man lebt, dass gerade die Vielfalt in der
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Wirtschaft verloren geht.
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Also dass gerade inhabergeführte, kleine, dezentrale, schöne Läden,
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mit denen man sich auch verbunden fühlt und wo man gerne hingeht und wo man
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irgendwie auch nicht nur eine Nummer ist, sondern wo einem vielleicht auch eine
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gemeinsame Geschichte verbindet,
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weil man diesen Laden schon länger begleitet,
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weil man sich drin wohlfühlt, weil man den Inhaber oder die Inhaberin auch kennt,
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dass die gerade immer mehr einfach zum Schließen gezwungen sind oder zumindest
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sich so fühlen, als seien sie zum Schließen gezwungen, weil eben die Marktbedingungen
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immer schwieriger werden, gerade für diese kleinen Unternehmen.
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Und ich will auch nochmal die Relevanz für diese Läden hervorheben,
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hervorheben für unsere Wirtschaft, weil da arbeiten dann vielleicht nur drei
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bis zehn oder maximal vielleicht 15 Leute oder so in diesem Laden.
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Vielleicht auch mal 20. Aber in Summe ist es, glaube ich, richtig krass,
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was gerade der Inhaber geführte, ja, Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen
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hier für unsere Wirtschaftsleistung auch insgesamt beitragen.
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Weil es sind dann am Ende eben summiert, weil es eben viele dieser Läden noch
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gibt, schon richtig viele Arbeitsplätze.
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Das ist das eine sozusagen von der Wirtschaftsleistung, aber das andere ist
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von der Lebensqualität auch einfach. Also was würde man in so einer Stadt tun,
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wenn es eben nur diese großen Ketten gäbe, wo man anonymisiert irgendwie unterwegs ist?
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Genau und gleichzeitig funktionieren deren Geschäftsmodelle ja auch nicht mehr.
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Also die großen Filialisten sind ja auch am Schließen, H&Z, Zara und Co.
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Denen geht es ja auch nicht gut und der Lebensmitteleinzelhandel,
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der zieht sich ja einfach auf die grüne Wiese zurück und profitiert dann vom Automobil.
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Und genau so löst das Ganze halt eine Kettenreaktion aus. Am Ende gibt es halt
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kaum noch Orte, wo man auch einfach gerne hingeht und dem Menschen wird das
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aber auch ganz häufig einfach präsentiert als Naturgesetz.
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So läuft das nun mal, man kann nichts mehr machen, man kann eigentlich auch
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nicht wirklich irgendwas gegen Leerstand machen.
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Alle sind hilflos, genau, Verantwortung übernehmen geht auch ganz schlecht,
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findet euch ab, ne, so, und dann ist der Unternehmer drin,
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dem wird halt die ganze Zeit gesagt, so, ja, du bist halt einfach nicht mehr
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zeitgemäß, die Leute kaufen jetzt alle im Internet ein und gleichzeitig hast
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du aber trotzdem eine Stammkundschaft, die in deinen Laden kommen und die eigentlich
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bei dir konsumieren wollen,
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wo aber das Geschäftsmodell nicht mehr dazu passt, ne, und ich sage zumindest,
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also in sehr vielen kleinen Läden, sage ich immer scherzhaft,
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ja, jeder erwachsene Mensch hat ein Recht darauf, Kaufmannsladen zu spielen.
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Und das hört sich jetzt so despektierlich an, aber darum geht es tatsächlich.
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Du kommst irgendwo rein, du bist keine Nummer, es freut sich jemand,
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dass du kommst, die Leute kennen dich mit Namen, die Flüsterkasse muss da nicht
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extra eingeführt werden, sondern
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ist da nonstop am Laufen und es ist eigentlich auch ein Ort für mehr.
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Also weil aus diesen Orten entspringen immer wieder neue Initiativen,
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sie sind nicht nur Orte, wo konsumiert werden kann, sondern,
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keine Ahnung, wenn die Schule gegründet werden muss,
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dann entsteht vielleicht auch so ein Ort, weil die Menschen,
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die dort einkaufen, auch noch Interesse an anderen Sachen haben.
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Also genau, es ist ein Ort, wo einfach Mehrwert entstehen kann,
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in einer sozialen Perspektive und weniger in einer ökonomischen.
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Und jetzt muss man sich halt fragen, ist es deswegen nichts wert?
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Ja genau, nach rein ökonomischen neoliberalen Kriterien haben diese Orte keinen Wert.
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Da sollte man sich halt fragen, wenn wir aber wollen, dass die existieren,
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und das ist ja, wenn man die Kundschaft fragt, willst du, dass der Laden weiter
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existiert, sagen die ja.
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Also ist das so, die Kundschaft hätte gern den Ort, das neoliberale Marktverständnis
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sagt, der Ort hat keinen Wert, deswegen muss er weg.
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So, und jetzt ist halt die Frage, wer hat recht?
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Genau und vielleicht auch nochmal um die Perspektive der Unternehmerinnen und
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Anbieterinnen damit reinzubringen, mit denen wir ja zusammenarbeiten.
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Es ist halt auch wirklich, was die oft daraus rausbekommen, jetzt mal monetär
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gesprochen und mit diesem neoliberalen Setting dahinter, ist halt richtig wenig
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für das, was sie da reingeben.
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Also die sind meistens einfach richtig Hardcore-Arbeitsmaschinen,
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die alles Mögliche gleichzeitig koordinierend im Kopf haben müssen,
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rund um die Uhr ansprechbar sind, immer wieder einspringen, wenn ihr Personal
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mal krank ist und so weiter und am Ende dann doch irgendwie mit 1,
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5 sozusagen Überschissen im Monat irgendwie da rausgehen.
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Und dass man das nicht lange durchhält und nicht lange machen will,
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kann ich auch verstehen. Und deshalb braucht es auch, glaube ich, eine ganz...
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Ja, eine ganz neue Wertschätzung auch für diese Rolle der kleinen Unternehmerinnen
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und kleinen Anbieterinnen.
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Und das passiert halt aber auch nur, wenn sozusagen das, was hinter den Kulissen
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passiert, die Leistung, die diese Menschen einbringen, wenn die auch mal transparent
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gemacht wird und kommuniziert wird darüber.
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Und das passiert halt oft nicht, weil man hinter so einer Leinwand sozusagen
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immer fröhlich Kundinnen bedient und die oft gar nicht mitbekommen,
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was eigentlich im Hintergrund brodelt und dann auch eben dementsprechend entsetzt sind,
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wenn dann einer ihrer Lieblingsläden plötzlich sagt, ah ja, genau,
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ich mache das jetzt noch bis zum Ende des Jahres und dann höre ich auf.
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Und genau in dem Moment wollen wir ja reinkommen. Genau in dem Moment wollen
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wir als MYZELIUM eigentlich ein neues Angebot, was wir schon immer mal wieder
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so nebenbei gemacht haben, was aber jetzt strukturierter und auch, sag ich mal,
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umfassender in der Standardisierung auch wirklich an die Menschen gebracht werden soll,
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dass wir nämlich Einzelhandelsläden retten möchten und mit denen zusammenarbeiten
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möchten und eben aus dieser Ohnmacht rauskommen wollen, gemeinsam mit Anbieterinnen
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und Verbraucherinnen eben zu sagen, nein,
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wir wollen nicht, dass der Laden schließt und wir schauen nach Lösungen.
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Und da sind wir schon sozusagen am Ausprobieren und vielleicht kannst du mal
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erzählen, was da gerade so läuft.
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Ja, also ich glaube, was wir ja schon seit 2022 machen, ist so retten auf die
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lange Frist in Anführungsstrichen.
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Also in einem sechsmonatigen Prozess, in aller Ruhe, bestehende Geschäftsmodelle,
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auf ein gemeinschaftsbasiertes Geschäftsmodell umzubauen mit der Unternehmerin gemeinsam,
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Also mit der Unternehmerin gemeinsam, darauf liegt die Betonung,
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die dann den Laden auch weiterführt.
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Und faktisch geht es immer darum, dass Konsumenten einen Mitgliedsbeitrag und
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einen Konsumgutschein ziehen und damit einen Teil der Betriebskosten übernehmen.
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Hört sich im ersten Schritt einfach an, ist es eigentlich auch,
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nur der Teufel liegt halt im Detail und in unserer Sozialisierung,
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die halt eben anders tickt.
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Und das Mithilium führt die Unternehmerinnen, das müssen wir nicht gendern,
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das sind ja kaum Männer, die Männer sind hier mit gemeint,
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die führen wir da durch und am Ende gibt es ein mehr oder weniger stabiles neues Geschäftsmodell.
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Die Kunden werden dann zu Mitgliedern und haben die Möglichkeit,
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dann tatsächlich die Erfahrung zu machen, dass sie mit einer kleinen Übernahme
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an Verantwortung in Form eines Mitgliedsbeitrags und eines Konsumgutscheins,
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die ihren Lieblingsladen weiter erhalten können.
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Das ist das, was wir die ganze Zeit schon machen.
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Worüber wir eigentlich immer gelitten haben, war, dass wir so Nachrichten bekommen
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haben, Laden macht in einem Monat dicht und wir können nichts mehr tun.
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Ja, und das ist auch ganz häufig der Moment, wo die meiste Stammkundschaft das überhaupt erst hört.
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Ja, und was wir jetzt gemacht haben, ist, wir haben jetzt ein...
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Ihr Angebot entwickelt Anfang des Jahres, wo es darum geht,
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Läden, die schon öffentlich verkündet haben, dass sie schließen werden,
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wo es klar ist, dass der Laden in ein oder zwei Monaten schließt,
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in einem superschnellen Prozess eine Nachfolge zu organisieren und neue Betreiber
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zu finden, die den Laden dann gemeinschaftsbasiert weiterführen.
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Das ist wirklich das Neue.
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Also wenn ihr irgendwo hört, euer Lieblingsladen schließt, dann ist es noch nicht zu spät.
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Ihr könnt so agieren wie unser super tolles Fördermitglied Klaus Hoffmann in
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Frankfurt uns einfach anrufen und sagen, hey,
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die Auffüllerei schließt, das kann ja nicht sein, da kann man nicht noch was machen.
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Und dann ist die Antwort, ja, man kann was machen.
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Und dieser Mann ist gerade vor allem Timo Wanz, der ruft dann da an und sagt,
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hey, ich habe vollkommen verstanden, du machst den Laden dicht,
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du wirst dich nicht mehr umstimmen lassen, vollkommen klar, ich stimme dich nicht um.
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Aber du als Inhaber hast nochmal die Chance, wirklich was für deinen Laden zu
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bekommen, vor allem von deiner Stammkundschaft, die möchte, dass es dir gut geht.
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Und dann gehen wir zur Stammkundschaft gemeinsam und sagen, ey,
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klar, der Laden macht dicht, die Inhaberin kann nicht mehr und möchte vielleicht auch nicht mehr.
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Aber ihr als Stammkundschaft könnt dafür sorgen, dass es weitergeht.
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Und zum Beispiel in der Auffüllerei in Frankfurt war das so,
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dass wir sieben Menschen gefunden haben, die Gesellschafter geworden sind und
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wir haben genügend Investoren gefunden, die die Ladeneinrichtungen und die Ware finanziert haben.
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Genau. Und die Pia, die übernimmt jetzt als ehemalige normale Mitarbeiterin,
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begleitet von uns die Geschäftsführung.
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So, und dieser Laden, von diesem Laden haben wir am 10.
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Januar gehört. Wir haben jetzt den 6.2.
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Heute ist der Notartermin, wo die neuen Gesellschafter offiziell neue Inhaber werden.
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Und genau, und Peer zur Geschäftsführung ernannt wird und wir haben diesen Prozess
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mit den Gesellschaften begleitet und wir begleiten jetzt die Peer beim Aufbau
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eines neuen Geschäftsmodells.
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Ja, vielleicht kannst du mal aus den Erfahrungen, die du bisher gesammelt hast
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und wie immer beim MYZELIUM ist es sozusagen Prozesse, die entstehen oder Angebote,
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die entstehen einfach aus einer Notwendigkeit heraus, weil sie gebraucht werden.
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Und wir springen da erstmal rein und geben sozusagen unsere Skills in Prozessbegleitung
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und in dem, was wir über Entscheidungsstrukturen,
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über gemeinschaftliche Organisationen und so weiter wissen, geben wir da rein
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und viel Energie und ich glaube Motivation auch.
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Vielleicht kannst du aber mal erzählen, was sind denn so die Zutaten,
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die es braucht, um so eine Nachfolge, so eine Rettung, so eine kurzfristige
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auch gut über die Bühne zu bekommen? Was braucht es?
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Also ich glaube, die wichtigste Zutat liegt in den bisherigen Inhaberinnen selbst,
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die auf der einen Seite klar haben, dass sie es nicht selber machen wollen,
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aber die immer noch der Meinung sind, dass es ihren Laden braucht.
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Und die nochmal bereit sind, mit dem MYZELIUM trotz aller schlechten Erfahrungen
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nochmal einmal noch einen Versuch zu starten.
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Nochmal bereit sein, diesen einen Versuch zu wagen, dass es nicht vielleicht
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doch eine Zukunft für den Laden geben könnte, auch ohne sie.
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Und in der Regel ist es ganz einfach. Wir rufen an.
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Und entweder ist sofort Begeisterung auf der anderen Seite oder eben nicht.
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Aber wenn es diese Begeisterung gibt auf der anderen Seite, das sind in der
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Regel auch so Gespräche wie, ja, die sind so assoziativ, da gibt es Menschen,
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das ist eher so Ja-und-Gespräche und nicht Ja-aber-Gespräche.
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Also da telefoniere ich nicht mit jemandem, der mir erzählt,
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warum das nicht funktioniert, was ich mache, sondern das ist jemand,
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der sich freut wie Bolle und erzählt, ja, und da gibt es ja noch dieses Konzept
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und jenes Konzept und davon habe ich schon gehört.
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Als ich zum Beispiel mit Marga von Naturpur, dem anderen Projekt,
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was wir gerade begleiten, in Wertingen telefoniert habe, hat sie mir noch erzählt,
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welche Genossenschaftskonzepte es um die Ecke gibt und dass sie doch die Montessori-Schule gegründet hat.
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Da musste ich nur grinsen und wusste, ja, das wird was werden mit dir, Marga.
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Und Stichwort, was werden mit Marga, das haben wir am Mittwoch gemacht.
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Da haben wir eine Einkaufsgemeinschaft gegründet mit der Stammkundschaft.
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Sieben Leute unterstützen das Marga auch im Laden und bei der Kampagne.
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Und bei MAGA haben wir jetzt im Unterschied noch nicht die Möglichkeit,
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dass wir sofort die Nachfolge hatten.
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Bei der Auffüllerei in Frankfurt, da ist ja sofort die Mitarbeiterin in die
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Position der Geschäftsführung gewechselt und die unternehmerische Position war
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klar, es konnte weitergehen. Bei MAGA suchen wir das noch.
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Aber was die Einkaufsgemeinschaft gemacht hat, sie hat im ersten Schritt schon
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mal einen Großteil des aktuellen Minus gestoppt,
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Und jetzt machen wir eine Kampagne über die lokale Presse und sorgen dafür,
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dass wir da jetzt auf jeden Fall die Person finden,
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die auf jeden Fall Bock hat, einen Bioladen zu betreiben, mit einer tollen Gemeinschaft
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und unter der Begleitung des Myceliums.
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Und was natürlich auch total cool ist, wir gehen da immer rein mit der Unterstützung
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der Genossenschaft Fairbio-EG, die genau solche Prozesse gerade am Start auch unterstützt.
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Und unser nächster Schritt ist, dass wir eigentlich den ordentlichen Großhändler
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auch immer mit in Verantwortung nehmen.
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Und das funktioniert bei Naturpur jetzt gerade auch schon sehr gut.
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Also was ist die Konstellation Unternehmerin, die...
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Die noch widerständig ist, die noch Bock hat, dass es eine Zukunft gibt,
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die vielleicht so im Bauch so, ob das wirklich funktioniert,
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aber sich dann doch auch vom MYZELIUM so ein bisschen prophetisch mitreißen
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lässt, im Sinne von der self-fulfilling prophecy,
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daran zu glauben, dass doch die anderen Menschen, wenn man sie aufruft,
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dass sie kommen, dann sind wir als MYZELIUM immer wieder aufs Neue,
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aber zusammen mit der Unternehmerin dann doch wieder überrascht,
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dass die Leute kommen, dass sie doch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
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So, und dann muss man auch daran glauben, dass da draußen noch jemand so verrückt
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genug ist, einen Bioladen zu betreiben.
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Aber, und jetzt in einer Konstellation zusammen mit einer Gemeinschaft,
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die Verantwortung übernimmt, mit einer Supportstruktur, wo der Großhändler mit im Boot ist.
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Wo die Kundschaft mit im Boot ist, wo eine unterstützende Genossenschaft wie das FIBIO da ist,
0:16:23–0:16:30
die Fairbio-EG da ist, und wo das MYZELIUM noch als Begleitung für die Stammkundschaft
0:16:30–0:16:33
und für die Unternehmerin bereitsteht und den Prozess zu organisieren.
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Unter den Bedingungen ist es auf jeden Fall sehr schlau, einen Laden weiter zu betreiben.
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Und das ist dann natürlich nicht irgendein Laden, weil es ist ja schon ein Laden,
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der bewiesen hat, dass es nicht der Markt ist, der entscheidet,
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ob so ein Laden existiert, sondern die Menschen, die dort drin einkaufen.
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Und was mit Wertingen saßen wir da mit 30 Leuten auf diesen Zukunftstag Und
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es ist halt sehr deutlich geworden, wenn diese 30 Leute, die können mit ihrem
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persönlichen Konsum und ihren Entscheidungen einfach fast selber entscheiden,
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ob dieser Laden weiter existiert.
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Das gibt richtig viel Macht und Selbstständigkeit. Also was braucht es?
0:17:05–0:17:11
Eine Unternehmerin, die daran glaubt, die in dem Prozess auch Energie verspürt,
0:17:11–0:17:13
zusammen mit der Myceliumbegleitung.
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Man gibt sich gegenseitig die Kraft.
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Daraus haben wir die Möglichkeit, die Stammkundschaft zu motivieren.
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Wir können Supportstrukturen mit hinzuziehen und dann finden wir am Ende auch
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eine neue Ladenleitung.
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Neuen Betreiber, Neubetreiberin. Dann haben wir ganz neue Möglichkeiten geschaffen.
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Wir haben nicht nur einen Laden weitererhalten, sondern wir haben eine Geschichte
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des Gelingens in einer Welt, wo alles auseinanderbricht, geschaffen.
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Wo anscheinend nichts mehr funktioniert, alles auseinanderbricht.
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Kann jeder, der Teil dieser Gemeinschaft ist, am Küchentisch,
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beim Familienkreis, im Freundeskreis, wenn jemand beginnt zu nörgeln und sagt,
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es wird immer alles schlecht, dann kann die Person sagen, also wir haben gerade
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unseren Bioladen gerettet.
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Genau, das ist vielleicht auch nochmal gesagt, wir sind da gerade sehr mit den
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ersten Piloten sozusagen in der Ernährungsbranche unterwegs.
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Ich glaube, es ist auch in vielen anderen Bereichen vorstellbar.
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Also sei es ein Spielzeugladen, sei es ein Textilladen, sei es ein Buchladen.
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Genau, ich mache da mal einen Fahrradladen. Also ich glaube,
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da sind viele verschiedene Branchen möglich.
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Wir probieren es jetzt gerade in der Ernährungsbranche aus.
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Und also es braucht eigentlich nicht viel. Es braucht eine Inhaberin oder einen
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Inhaber, der noch nicht ganz die Hoffnung ausgegeben hat und will,
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dass sein Laden in die Zukunft geht.
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Und es braucht Menschen, die sagen, ja, ich will, dass dieser Laden existiert.
0:18:33–0:18:37
Und alles Weitere lässt sich dann gemeinsam organisieren.
0:18:37–0:18:45
Eine Sache fehlt noch. Oder ein Stammkunde, der von uns weiß und uns Bescheid sagt.
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Sagt direkt uns Bescheid. Geht gar nicht zu der Ladnerin, weil die ist,
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sagt, meldet euch direkt bei uns, wir melden uns dann bei der Ladnerin,
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weil im Zweifel ist die Person schon, als gesagt, ich habe schon alles durch
0:18:57–0:19:00
und so weiter, lasst jemanden vom MYZELIUM anrufen, wir haben da nochmal,
0:19:00–0:19:04
ja, ganz eigene Überzeugungsskills.
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Oder vielleicht beides. Vielleicht hilft es auch, wenn die schon mal vom Stammkunden
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gehört hat, dass es schön wäre, wenn es den Laden weitergibt.
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Weil das ist ja auch so ein Ding, so InhaberInnen kriegen ja auch oft gar nicht
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mit, was für eine Wertschätzung für sie existiert in ihrer Stammkundinenschaft.
0:19:20–0:19:24
Und das wird auch erstmal in so einem Prozess klar, was überhaupt da für eine
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Wertschätzung da ist für den Laden und den Ort.
0:19:28–0:19:34
Und dann braucht es aber, wenn man das mit Selium dann hat und dann die ersten
0:19:34–0:19:38
Menschen einlädt, sozusagen zu fragen, hey, wollen wir gemeinsam in diesen Prozess
0:19:38–0:19:40
gehen als Gemeinschaft, die da ist?
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Dann geht es ja erst richtig los, sozusagen, wenn man die ersten Menschen in der Angel hat.
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Da scheint mir auch so diese Zahl sieben irgendwie so eine spannende Zahl zu
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sein, weil es sind dann oft irgendwie sieben Menschen, die sich finden und sagen, Jo,
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wir helfen in diesem Übergabeprozess mit, wir übernehmen Verantwortung und gehen
0:19:58–0:20:03
auch aus dieser nörgelnden Ohnmacht raus und dann tun was für diesen speziellen
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Ort, damit der weiter existiert.
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Und dann braucht sie aber schon noch weitere sozusagen Zutaten,
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um das zum Gelingen zu bringen.
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Und vielleicht kannst du da mal erzählen, was jetzt an diesen beiden Beispielen
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auch passiert ist, was da an Ressourcen freigesetzt wurde aus der Gemeinschaft,
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die dann sozusagen den weiteren Prozess möglich gemacht hat,
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dass ein Laden weiter Bestand möglich wird.
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Ja, also was alle Beteiligten brauchen, ist einen klaren Prozessplan.
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Also in dieser kurzen Zeit kann niemand für sich erstmal rausfinden,
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wie man denn so eine Nachfolge gestalten kann, ja?
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Das ist der große Vorteil, dass wir als MYZELIUM das einfach wissen.
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Wir tun sowohl mit den, die Gemeinschaft organisieren, als auch die zukünftige
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Inhaberschaft aufzeigen, wie sie sinnvoll Verantwortung übernehmen können.
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Geld ist übrigens in der Regel nie ein Problem, weil das ist da.
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Ich sage immer scherzhaft, es gibt genügend Menschen in der Gemeinschaft,
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die für 60.000 Euro ihr Bad sanieren.
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Das heißt, jeder, der auf der Suche ist nach einem Impact Investment,
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den geben wir eine tolle Möglichkeit, auch selber für sein Geld zu arbeiten in dem Laden.
0:21:08–0:21:12
Oder auch, also wenn du nicht weißt, wo ist das grüne Investment,
0:21:12–0:21:16
dein Bioladen vor deiner Nase ist dein grünes Investment, da helfen wir gerne.
0:21:18–0:21:20
Das heißt, Geld ist nicht das Problem, es ist da, was häufig fehlt,
0:21:20–0:21:24
ist das Prozesswissen und das ist das, was wir als MYZELIUM eben reingeben,
0:21:24–0:21:26
aus sehr, sehr vielen Begleitungen.
0:21:27–0:21:31
Und wir als MYZELIUM machen nicht einfach mal hier und da einen Workshop,
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sondern wir verhalten uns wie eigentlich so regenerative Geschäftspartner auf
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Zeit. Wir sind einfach da.
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Wir sind für die Menschen da, die ihren Laden abgeben.
0:21:40–0:21:45
Wir sind für die neuen Inhaberstrukturen da, die den Laden dann auch tragen.
0:21:45–0:21:50
Wir sind für die Stammkundschaft da, die Mitglied wird und wir sind für die neuen Betreiber da.
0:21:51–0:21:56
Führen diese ganze Konstruktion zusammen, sodass sie sich gegenseitig Energie
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gibt, dass sie auch für ein Ort des Wandels wird und ja, wo auch so eine positive
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Geschichte des Gelegens entsteht.
0:22:04–0:22:09
Und gerade in dieser Zeit, wo es wirklich schnell gehen muss,
0:22:09–0:22:12
das ist eine Zeit, wo ich wirklich empfehlen kann, auf uns zuzukommen.
0:22:13–0:22:21
Wir sind da gerade sehr motiviert. Wir haben neue Prozesse am Laufen und seit
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Januar zwei sehr erfolgreiche Beispiele schon am Laufen, gerade für diese kurzfristigen Rettungen.
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Und wir tun das nicht nur für die Läden, sondern auch für uns,
0:22:29–0:22:32
weil wir haben eigentlich immer darunter gelitten, wenn wir irgendwo so einen
0:22:32–0:22:36
Zeitungsartikel gelesen haben, Laden schließt, weil da konnten wir noch nichts tun.
0:22:36–0:22:39
Jetzt können wir da reingehen und unterstützen.
0:22:40–0:22:44
Genau, und vielleicht nochmal was, wo liegt die Motivation eigentlich des Mytheniums?
0:22:45–0:22:49
Wir sind nicht dafür da, in letzter Sekunde irgendwo Läden zu retten.
0:22:49–0:22:54
Worunter wir leiden ist, dass hinter jedem Laden stand eine Vision,
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ob sie explizit war oder implizit, also offen oder eher versteckt.
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Aber es ging immer darum, hey, diese Welt könnte auch anders sein.
0:23:01–0:23:05
Und wenn so ein Laden schließt, dann stirbt diese Vision für die Unternehmerin
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und sie stirbt eigentlich auch für die ganze Stammkundschaft.
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Und das ist in unserer heutigen Welt schwierig, weil wir müssen einfach uns
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neu entdecken als Gesellschaft.
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Und diese neue Welt, die anpassungsfähig, resilient ist, die ist gar nicht so schwierig zu bauen.
0:23:25–0:23:29
Das ist eine Welt, die wir uns selber bauen können, nämlich nach demselben Prinzip,
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wie wir so einen Bioladen retten. Und darin steckt unsere Motivation.
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Weil als nächstes können wir mit den Leuten natürlich über alle ihre anderen Bedürfnisse reden.
0:23:37–0:23:42
Vom Häuser selber dämmen, Karsch einfach mal die Nase zu setzen oder wie Marga,
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Marga hat es andersrum gemacht, erst die Montessori-Schule gegründet und dann
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den Bioladen. Aber das kann man auch andersrum machen.
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Mehr-Generationen-Projekt. Du kannst ausgehend von der Rettung deines Dorfladens
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oder in einer Großstadt, kannst du danach erleben,
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wie man gerne auch in Zusammenarbeit mit den Mezilliums dein eigenes Umfeld
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selber gestalten kann. Und das ist unsere Motivation. Genau.
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Unsere Vision ist es, dass an den Orten, wo die ersten Läden zum Beispiel gerettet
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werden, da dann das Potenzial für mehr entsteht.
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Aber wir beginnen natürlich erstmal total vernünftig mit dem ersten.
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Aber… Versteckt durch die Hintertür kommt dann die Transformation von allem.
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Also richtig versteckt nicht, aber das ist es ja auch.
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Warum müssen wir immer vernünftig sein? Also warum dürfen wir nicht total vernünftig
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einen Laden retten und danach total vernünftig weitermachen und uns die Welt
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so bauen, wie wir sie in dieser krisenden Welt brauchen?
0:24:42–0:24:45
Und das motiviert. Und das ist allein die Erfahrung, die Menschen machen,
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dass sie wirksam sind direkt.
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Und so einen Leerstand zu verhindern, eine Schließung zu verhindern,
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ist halt ein sehr krasses Selbstwirksamkeitsgefühl, auch was da entsteht in
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der Gemeinschaft und was dann tragen kann, um sozusagen wirklich in diese gemeinschaftliche
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Handlungsfähigkeit auch zu kommen.
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Und das hat ja viele Auswirkungen, wenn wir jetzt gesellschaftlich reden,
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auf den Zusammenhalt in der Gesellschaft, auf Demokratie und so weiter.
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Was ich nochmal betonen würde, weil auch dieses...
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Wir retten ja dann nicht im Schnellverfahren sozusagen einen Laden,
0:25:20–0:25:26
um dann jemanden einzusetzen, dem es dann genauso, ich sage mal in Anführungszeichen.
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Schlecht geht wie den Inhabern davor.
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Also ich glaube, was ich auch nochmal gerne hier betonen würde oder hier drüber
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sprechen würde mit dir, ist dieses Bild vom selbstständigen Kaufmann,
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das Bild von dem selbstständigen Inhaber, von dem selbstständigen Unternehmer
0:25:43–0:25:46
oder der Unternehmerin, die alles sozusagen selber schaffen muss,
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selber leisten muss, die auch nie sich krank melden kann, weil dieser ganze Laden an ihr hängt,
0:25:52–0:25:58
die immer selbst und ständig sozusagen aktiv sein muss für den Laden und die...
0:25:58–0:26:06
Genau, auch diese ganzen Probleme, Existenzängste, wirtschaftlichen Aufs und
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Abs sozusagen mit sich selber ausmachen muss.
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Und ich glaube, das ist halt, das ist wirklich ein großer Unterschied,
0:26:12–0:26:15
den wir auch zusammen sozusagen gerade am Herausfinden sind.
0:26:15–0:26:19
Und wie sieht denn eine neue Rolle aus eines selbstständigen,
0:26:20–0:26:24
also eines inhabergeführten Ladens, eines kleinen Ladens, der aber eben nicht
0:26:24–0:26:25
nur an einer Person hängt,
0:26:26–0:26:29
nicht nur an der einen Impulsgeberin, die sozusagen alleine die Verantwortung
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trägt, sondern wirklich auch eine Gemeinschaft im Rücken hat,
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wo mehr Menschen auch einfach Verantwortung übernehmen.
0:26:37–0:26:41
Genau und vielleicht magst du zu der Rolle noch mal was sagen,
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also was entsteht da für eine neue Rolle des kleinen Unternehmertums?
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Ich glaube, es gibt da eine grundsätzliche Herausforderung.
0:26:53–0:26:58
Bei dieser Idee des Kaufmanns oder der Kauffrau, die den Laden aufmacht,
0:26:58–0:27:03
dahinter steht ja, wenn du deinen Job nur gut genug machst, dann funktioniert das Geschäftsmodell.
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Und das funktioniert halt eben dann, also zum Beispiel bei einer Bäckerei oder
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bei irgendeinem Laden, da muss
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das Geschäftsmodell Bäckerei nicht neu erfunden werden, das ist früher.
0:27:15–0:27:18
Sondern du hast einfach eine Bäckerei am richtigen Standort aufgemacht,
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hast deine Technik beherrscht, Produkt war gut, Geschäft läuft.
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Und ich glaube, das ist das größte Missverständnis, dass das funktioniert heute nicht mehr.
0:27:28–0:27:31
Und das heißt nochmal, vielleicht den Unterschied zwischen Entrepreneur und
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Unternehmer mal einzuführen, so ein bisschen so für die Geeks hier.
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Der Unternehmer ist genau dieser Techniker, dieser technische oder Techniker
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des Unternehmertums in Anführungsstrichen, der einfach alles richtig macht,
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gutes Produkt, gutes Standort, kann rechnen.
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Früher hat das ausgereicht, damit es funktioniert.
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Und das ist häufig auch das Bild von vielen, wenn es irgendwo nicht läuft.
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Ja, dann war das Produkt halt nicht gut oder kann ich rechnen.
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Das stimmt heute gar nicht. Also das sind nicht die Gründe, warum die Läden nicht funktionieren.
0:28:03–0:28:07
Die größte Schwierigkeit ist eigentlich, dass heute jeder Kaufmann in Anführungsstrichen
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eigentlich Entrepreneur sein muss.
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Also das Geschäftsmodell, in dem du wirtschaftest, an dem Ort,
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wo du bist, komplett neu erfinden und zusammensetzen und Dinge machen,
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die vor dir in deiner Region noch niemand so gemacht hat.
0:28:25–0:28:29
Das machen Entrepreneure. Entrepreneure bauen neue Geschäftsmodelle,
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also schaffen die Möglichkeit, überhaupt erst wirtschaften zu können,
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selbst neu und setzen dann ihr Geschäftsmodell in die Mitte.
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Und das überfordert vollkommen zu Recht diese ganzen Betreiberinnen von zum
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Beispiel Bio-Läden, Unverpackt-Läden, Buchläden um die Ecke.
0:28:44–0:28:49
Und da ist der große Vorteil, dass das MYZELIUM dein Partner für dieses neue
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entrepreneurhafte Geschäftsmodell sein kann.
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Wir helfen dir, das zu etablieren und zeigen dir dann, wie du in diesem neuen
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Umfeld dann als Unternehmerin dieses neue Geschäftsmodell dann eben weiterführen kannst.
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Aber du musst nicht es neu erfinden.
0:29:05–0:29:09
Wir helfen dir dabei, das zu tun. Das ist die Arbeitsteilung.
0:29:09–0:29:13
Ja, wir helfen einerseits und haben es schon an anderen Stellen ausprobiert,
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ein neues, anderes Geschäftsmodell sozusagen zu etablieren, was marktunabhängiger funktioniert, ja.
0:29:19–0:29:23
Und gleichzeitig bedeutet es eben auch, dass die Person, die da als Unternehmerin,
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als Anbieterin drinsteht, eben auch nicht alles selber können muss.
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Also nicht selber Kommunikationsexpertin sein muss,
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nicht selber die Handwerkskunst bis ins letzte Detail kennen muss,
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nicht selber Buchhaltung und Steuer und das Klassische sozusagen Kaufmännische
0:29:41–0:29:42
können muss, sondern...
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Sondern, dass wir da die Gemeinschaft einladen, auch ihre Skills und Ressourcen einzubringen.
0:29:50–0:29:55
Und das ist auch das Spannende jetzt in den Prozessen, die gerade schon gestartet sind.
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Wenn man in die Gemeinschaft reinruft, was da an Potenzial und Ressourcen rauskommt,
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ist, glaube ich, Wahnsinn.
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Und vielleicht kannst du da nochmal ein Beispiel geben, was da gerade entsteht,
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auch in der Auffüllerei zum Beispiel, wo man reinruft und da kommen ExpertInnen
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für alles Mögliche plötzlich zum Vorschein, die sagen, ja klar,
0:30:13–0:30:17
für die Auffüllerei, für die Weiterführung dieses Ladens gebe ich gerne meine Kompetenz da.
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Genau, also da kommt die Sozialarbeiterin um die Ecke, die das Viertel organisiert
0:30:23–0:30:29
hat, da kommt ein anderer Einzelhändler um die Ecke, der super gut mit Zahlen ist zum Beispiel.
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Also in deiner Gemeinschaft, wenn du eine Gemeinschaft von 100 Leuten bist,
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kann die eigentlich alles.
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Kannst du auch ein Haus bauen, Steuerkanzlei führen. Wenn man jetzt ganz kurz
0:30:39–0:30:43
fragt, was ist eigentlich die Kernfähigkeit dieser neuen Unternehmerin,
0:30:43–0:30:44
dieser gemeinschaftsbasierten Unternehmerin?
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Steckt schon im Namen. Sie muss die Gemeinschaft schaffen können.
0:30:48–0:30:54
Die Person muss Menschen motivieren können, zusammen an diesem Ort etwas gemeinsam zu schaffen.
0:30:54–0:31:00
Du bist nicht die oberste Erbsenzählerin, sondern es ist richtig wichtig,
0:31:00–0:31:04
dass du einfach Menschen motivieren kannst, zusammen etwas zu machen.
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Und dann hast du eigentlich alle Fähigkeiten, die du brauchst,
0:31:08–0:31:12
um das Geschäftsmodell gut zu betreiben zu können, eigentlich in deiner Gemeinschaft.
0:31:12–0:31:17
Und dann steckt sich die Frage, wie schaffe ich Prozesse, um diese ganzen Fähigkeiten zu integrieren?
0:31:18–0:31:22
Und das sind keine Full- oder Hardtagsjobs, sondern viele Tätigkeiten sind einfach
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mal so ein Stündchen hier und da, mal ein bisschen unterstützen, das reicht schon.
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Und gleichzeitig wollen das auch viele Menschen. Also viele unserer Projekte
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sind auch von Natur aus Mehrgenerationenprojekte.
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Es sind super viele Leute in Rente mit super krassen Skills,
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die sich einfach einbringen wollen.
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Lasst uns dieses Potenzial nutzen, ja? Gleichzeitig gibt es Menschen,
0:31:43–0:31:46
die unglücklich sind in Jobs und auf der Suche nach Neuorientierung.
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Wie kann man Dinge anders machen, ja? Wie funktioniert Soziokratie in der Praxis?
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Das kannst du natürlich in deinem Corporate-Job, ja, irgendwie versuchen zu
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lernen mit einem teuren Training.
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Oder du gehst einfach mal mit deinen ganzen Trainingsskills und versuchst das
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mal in deinem Umverpacktladen zu erleben, ja?
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Also Menschen, die Orientierung suchen, finden einen Ort, der eine Orientierung schafft.
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Menschen, die eigentlich Zeit haben, sich einbringen wollen,
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finden hier einen Ort, wo sie sich einbringen können.
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Und in der Mitte ist eine Unternehmerin, die vor allem am Ende Gemeinschaft organisiert.
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Und das sind am Ende auch ganz neue Formen. Ich werde immer gefragt,
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warum findet man dann die Unternehmerin?
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Wir finden nicht den Unternehmer, wie du ihn da gerade hast,
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den kriesgrämigen Krämer.
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Sondern es ist eher jemand, der Menschen motivieren kann, ja,
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wo man gegenseitig Energie spendet, das sind die Leute, ja, und genau,
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also wenn ihr da draußen selber so eine Person seid oder jemanden kennt,
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dann kommt auf uns zu.
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Wenn ihr auch Unternehmer seid und sagt, oder mal Unternehmerin wart oder mal
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einen Bioladen hattet und sowas eigentlich gerne betreiben wollt,
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meldet euch auch bei uns.
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Also wir werden bald ganz viele Betreiber brauchen.
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Also es nochmal versuchen. Was du können musst ist, du musst an Menschen glauben,
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du musst Menschen motivieren können. Wenn du das kannst, das sind die Kernfähigkeiten.
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Alles andere, das kann man lernen heutzutage ohne große Probleme.
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Ich glaube auch vielleicht die Bereitschaft zum Vertrauensvorschuss.
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Ja, auch gegenüber uns.
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Gegenüber uns, gegenüber den Menschen, die bereits den Bein tragen.
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Also ich glaube, dass, genau, und eben so ein Grund...
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Grundoptimismus, dass Dinge gelingen dürfen, weil nichts ist schlimmer.
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Wir hatten ja eine zynische Folge als Menschen, die einfach die ganze Zeit sagen, ja, aber nee.
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Ja und.
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Genau. Ja und ist die Einstellung, die wir suchen. Wenn du die hast,
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kannst du alles bei uns machen.
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Genau, dann findest du nämlich die Menschen in deiner Umgebung,
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die darunter auch unter diesem ganzen Zynismus die ganze Zeit leiden.
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Da draußen sind super viele konstruktive Menschen.
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Die meisten Menschen glauben an das Gute, wollen sich allen bringen.
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Und denen wird das aber die ganze Zeit ausgeredet. Und mit diesem Projekt gibst
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du diesen Leuten alle die Möglichkeit, sich zu Beteiligen.
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Also das ist quasi der Aufruf. Glaubt daran, dass da draußen die Menschen sind, die wir brauchen.
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Wenn man eine ehrliche Frage stellt, zeigen die sich.
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Keine Sorge, die Nörgler kommen nicht oder kommen nur einmal.
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Also in den anderen beiden Prozessen haben sich die Nörgler nicht mal getraut zu zeigen.
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Also das Härteste, was ich erlebt habe, war eine Person, die gesagt hat in der
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Runde, Also ich werde jetzt hier nicht Mitglied, aber ich verspreche,
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ganz viel einkaufen zu gehen.
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Also das war die Höchstform von Kritik, die ich erlebt habe.
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Also in diesem Sinne, meldet euch bei uns, wenn ihr zu einer der besagten Gruppen
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gehört und lasst uns einfach das Gute im Menschen in neue Versorgungsstrukturen
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gießen. Da freuen wir uns drauf, oder?
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Ja, das ist doch ein gutes Schlusswort. Genau, meldet euch, wenn euer Laden
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nicht schließen soll. Meldet euch, wenn ihr Lust habt, einen Laden zu führen
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mit einer Gemeinschaft.
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Meldet euch, genau, wenn ihr Interesse an unserer Arbeit habt.
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Werdet Fördermitglied, das auch nochmal gesagt.
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Und bleibt uns treu. Vielen Dank fürs Zuhören heute in dieser kurzen und knackigen
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Einzelhandel-Rettungsfolge.
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Danke, Timo, dass du dir Zeit genommen hast und da warst. Und bis bald. Tschüss.
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Danke euch, danke dir. Tschüss.
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Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen.
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Schön, dass du heute mit dabei warst. Wenn du andere Menschen kennst,
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