Myzelium Podcast

MP106 - SWITCH - Gemeinschaftsgetragene Wirtschaftsformen aufbauen, Gesellschaft transformieren


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    Wir hören vom Projekt SWITCH – ein Forschungsprojekt in Kooperation mit NELA e.V., dem IÖR, dem CSX Netzwerk, dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und dem MYZELIUM, in dem 30 CSX-Gründer:innen begleitet und unterstützt werden. Diese Erfahrungen werden erforscht, um Grenzen und Möglichkeiten von CSX in verschiedenen Versorgungsfeldern zu erfahren. Wir erzählen: Was ist SWITCH, was ist in den letzten 1,5 Jahren passiert und was darf jetzt daraus erwachsen? Hört rein und informiert euch weiter unter: https://www.ioer.de/projekte/switch.
    Wenn ihr mehr von SWITCH hören wollt oder beitragen wollt, dann schreibt eine Mail an [email protected].

    Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort.

    Transkription

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    Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue
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    Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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    Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften. Und dieser Podcast unterstützt
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    dich dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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    Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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    und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung.
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    Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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    Herzlich willkommen zu unserer 106. Folge. Ich freue mich sehr,
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    dass ich heute sehr viele Gäste hier zu Besuch habe in unserem Podcast.
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    Nämlich leider nicht unser komplettes Switch-Team, aber zumindest die Hälfte unseres Switch-Teams.
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    Und da ist natürlich die Frage, was ist überhaupt Switch? Genau,
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    es ist ein Projekt, was wir gerade gemeinsam durchführen. Und ich freue mich
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    sehr, dass heute Julia Rottermann bei mir ist, Dr.
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    Christine Reis bei mir ist und Karin Walter bei mir ist und wer diese Menschen
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    sind und was die mit Switch zu tun haben, das sage ich jetzt nicht einfach ganz
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    langweilig vor mich hin, sondern lasst es euch einfach selbst erzählen.
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    Also deshalb einmal in die Runde geblickt, was ist Switch und wer bist du?
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    Vielleicht in der umgekehrten Reihenfolge.
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    Julia, magst du anfangen? Klar, gerne. Hallo zusammen. Ich freue mich sehr,
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    dass wir hier alle zusammensitzen.
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    Und ich würde sagen, erstmal die Basic Facts. SWITCH ist ein Reallabor,
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    also ein Forschungsprojekt.
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    Was aber transdisziplinäre Forschung macht, also so ein bisschen anderes Forschungsverständnis hat.
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    Das spiegelt sich ja auch schon wieder gerade in der Konstellation, wie wir hier sitzen.
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    Wir sind sozusagen ein Mix aus Menschen, die eher aus der Forschung kommen,
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    die aus der Praxis kommen, aus der Beratung.
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    Und wir alle gemeinsam versuchen quasi über drei Jahre gemeinschaftsgetragenes
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    oder basiertes Wirtschaften besser zu erkunden und auch ganz praktisch Menschen darin zu begleiten,
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    das zu gründen, umzusetzen, weiterzuentwickeln.
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    Und du bist ja auch voll in der Doppelrolle eigentlich unterwegs.
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    Also du bist schon ganz lange engagiert fürs CSX-Netzwerk und aber hier im Switch-Projekt
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    eigentlich mit dem Hut der Forschenden mit dabei, weil du gerade deine Promotion machst.
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    Am Institut für ökologische Raumentwicklung.
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    Ich bin in Dresden jetzt gelandet, seit quasi anderthalb Jahren.
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    Also ich bin auch schon ein bisschen für Switch dahin gezogen.
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    Davor habe ich mal Psychologie studiert, habe in Jena gewohnt,
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    auch schon in anderen Forschungsprojekten so ein bisschen Erfahrung gesammelt.
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    Außerdem auch noch Initiato mitgegründet, was auch ein Beratungsunternehmen ist.
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    Das trifft es vielleicht nicht ganz, aber wir machen da auf jeden Fall auch
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    Prozessbegleitung mit verschiedenen Akteuren sozial-ökologischer Transformation ganz wuchtragen.
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    Und ich bin super dankbar, dass jetzt in Switch quasi diese verschiedenen Kontexte
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    auch so zusammenfließen können und alles, was ich da so gelernt habe,
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    auch in den letzten Jahren, gut einbringen kann.
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    Also wir machen ja Workshops auch und versuchen ja eben auch Prozesse zu gestalten,
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    um genau da eben gemeinsam zu lernen.
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    Cool, danke. Jule, dann gebe ich mal weiter an unsere Projektleitung.
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    Christine, genau, magst du vielleicht nochmal erzählen, vielleicht auch so den
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    Rahmen insgesamt nochmal kurz schildern und vielleicht auch so ein bisschen
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    zur Geschichte, weil du hast ja auch diesen Antrag damals geschrieben.
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    Wie Julia schon meinte, es ist ein transdestinäres Forschungsprojekt,
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    das jetzt drei Jahre läuft, finanziert von der VW-Stiftung.
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    Und tatsächlich ist die Historie ziemlich weit zurück,
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    weil es schon mal einen Antreizprozedere gab, wo wir versucht haben,
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    dieses Thema Gemeinschaftsgruppen mit Wirtschaften sozusagen mehr in die Forschung
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    aufzubringen und sozusagen mehr Gelder auch dafür zu akquirieren,
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    damit zu experimentieren.
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    Und Ausgangspunkt ist letztendlich das Konzept der solidarischen Landwirtschaft,
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    wo wir gesehen haben, okay, da passiert super viel in dem Feld.
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    Es gibt mehr und mehr sozusagen Initiativen, die sich gründen.
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    Und der Ansatz ist also sehr spezifisch auf die Art und Weise,
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    wie sozusagen Wirtschaft organisiert wird und wir können dafür auch für andere
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    Versorgungsbereiche Sachen lernen und das war letztendlich die Idee vom Switch-Antrag zu sagen,
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    okay, wie können wir denn diese Prinzipien,
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    die wir sozusagen sehr gut funktionierend aus der Landwirtschaft kennen, auf Energie,
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    auf Mobilität, auf den Kulturbereich ummünzen,
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    und letztendlich ist das ein Projekt, was sozusagen in der Antragsorganisierung
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    schon mit den Praxispartnern, die jetzt auch hier versammelt sind, mit CEUM,
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    mit dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.
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    Milanex Economy Lab und genau dem CSX-Netzwerk sozusagen entstanden ist,
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    zu gucken, wie können wir denn eigentlich schauen,
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    Was sind so unterstützende Faktoren? In welchen Versorgungsbereichen funktioniert
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    es überhaupt? Funktioniert es in allen Versorgungsbereichen?
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    Was dann vielleicht auch für die Barrieren, für so einen Aufbau von solchen Unternehmen?
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    Und wir, wie Julia auch schon meinte,
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    versuchen halt nicht nur das theoretisch zu durchdringen, sondern haben einen
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    Prozess gestartet, wo wirklich mittlerweile 30 Initiativen teilnehmen,
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    die das halt wirklich in die Praxis auch versuchen umzusetzen in verschiedenen
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    Feldern und damit halt experimentieren und gucken halt,
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    wie kann ich jetzt sozusagen eine solidarische Wärmeversorgung aufziehen.
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    Und die Idee ist tatsächlich dann rauszufiltern, ah ja, für welche Versorgungsbereiche
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    gelten vielleicht welche.
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    Sozusagen Kriterien in der Umsetzung und wie können wir aber vielleicht auch
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    Pfade hin zu einer Verknüpfung dieser verschiedenen Versorgungsbereiche eruieren.
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    Also letztendlich ist schon die Idee auch zu schauen, wie könnte eine gemeinschaftsgetragene
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    Gesellschaft eigentlich funktionieren.
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    Also hehre Ziele für zweieinhalb Jahre Forschung.
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    Eineinhalb Jahre sind jetzt schon rum, aber genau, ihr merkt schon,
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    wir sind alle schon richtig heiß auf die Inhalte und vergessen dabei total,
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    uns selbst vorzustellen. Deshalb darfst du gerne auch noch kurz erzählen, wer bist du eigentlich?
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    Genau, mein Name ist Christine Neis, ich bin Transformationsforscherin,
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    habe verschiedene Hintergründe,
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    komme aus der Technologie, aber habe auch nachhaltiges Wirtschaften studiert
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    und dann in Umweltwissenschaften promoviert und mich bin seit zehn Jahren anleitend
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    im Institut für ökologische Raumentwicklung, die wirklich ihren Forschungsschwerpunkt
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    im Bereich sozial-ökologischer Transformationsforschung haben.
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    Genau, und habe mich seit zehn Jahren eigentlich schon mit sozialen Innovationen
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    und vor allem auch alternativ-ökonomischen Ansätzen auseinandergesetzt.
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    Und Switch ist jetzt sozusagen ein Projekt, was ich leiten darf,
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    zusammen auch mit Markus Egermann, der halt den Fachbereich transformative Kapazitäten da leitet.
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    Genau, und wir sind ein ziemlich großes Team mit den ganzen Praxispartnerinnen,
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    die wir schon in der Antenne bauen.
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    Genau, vielleicht noch einmal, bevor ich an dich gebe, Karin,
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    wer heute nicht da ist, ist einmal Simon Scholl vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.
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    Dann Lottie, auch mit dem Hut CSX-Netzwerk, auch Lottie von Charlotte von Wulfen.
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    Entschuldigung, wir arbeiten hier schon alle länger zusammen und sind auch schon
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    sehr vertraut miteinander. Genau, Charlotte von Wulfen alias Lotti und Jonas
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    Bote von Nela von der Next Economy Lab.
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    Die sind heute leider nicht unter uns, aber wir denken sie natürlich mit.
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    Und wer aber heute noch mit uns am Tisch sitzt, ist Karin Walter,
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    eine geschätzte Kollegin von MYZELIUM auch, die aber noch gar nie im Podcast
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    war und ich freue mich sehr, dass du heute da bist. Und genau,
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    erzähl doch mal, wer bist du?
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    Was hast du vielleicht auch schon gemacht in deinem Leben?
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    Bevor du bei uns jetzt gelandet bist, bei MYZELIUM. Und genau,
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    was ist Switch? Was gibt es dazu noch zu sagen?
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    Mein Name ist Karin, Karin Walter wurde gerade schon gesagt.
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    Ich komme ursprünglich auch aus der nachhaltigen Regionalentwicklung.
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    Ich habe das 2006 abgeschlossen an der Uni Kassel bei Ulf Hane,
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    der damals schon einen sehr guten Blick hatte auf die Frage,
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    wie regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden können.
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    Und für mich hat dieses Thema jetzt eigentlich mit der CSX-Bewegung erst richtig
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    Fahrt aufgenommen, sozusagen als eine sehr logische, naheliegende Lösung anstelle
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    von Clustern und komparativen Kostenvorteilen etc.
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    Und ich habe sehr viele Jahre mich mit ökonomischen Alternativen beschäftigt
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    und Aktivisties darin begleitet, eigene Projekte in diesem Feld auch umzusetzen,
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    also auch im Netzwerk ökonomischer Wandel oder in der Praxiswirtschaft ökonomischer Wandel.
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    Und da hat sich für mich immer mehr herauskristallisiert, dass eben kommensbasierte
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    oder gemeinschaftgetragene Ansätze wirklich die Ansprüche an eine bedürfnisorientierte
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    Wirtschaft wirklich erfüllen kann,
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    was die anderen Ansätze, mit denen wir uns beschäftigt haben,
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    unterm Strich nicht wirklich können.
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    Genau. Ich bin beim Metzeeling jetzt schon seit, also mit meiner Ausbildung
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    quasi dort mitlaufen dürfen, schon seit zweieinhalb Jahren.
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    Und zum MYZELIUM brauche ich euch, glaube ich, gerade nicht viel erzählen.
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    Was jetzt für Switch, also warum für mich das richtig spannend ist,
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    bei Switch dabei zu sein, ist das, was wir so intuitiv merken.
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    Also diese Frage, in welchen Bereichen lässt sich das, was MYZELIUM immer verkündet,
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    nämlich TSX lässt sich auf alles anwenden.
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    Wo steckt da eigentlich der Teufel im Detail? Also welche Konzepte taugen wirklich
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    in der Praxis? und wo es aber auch auf der Seite der Nutzerinnen,
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    also der Mitglieder, wo sind da auch wirklich Zugangshürden und Schwierigkeiten teilzunehmen.
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    Und da kommen wir vielleicht auch noch drauf, da haben wir jetzt schon erste
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    Zwischenergebnisse aus dem tollen Forschungsprojekt hier auch gewonnen,
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    die richtig hilfreich sind.
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    Bevor wir auf die Ergebnisse schauen, würde ich gerne noch einmal kurz so,
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    weil für alle, die nicht an Switch teilnehmen, und es sind ja einige,
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    die an Switch teilnehmen, Genau, die davon noch nie gehört, da würde ich gerne
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    einmal so ein bisschen den Rahmen machen. Was machen wir denn da den ganzen Tag?
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    Und was haben wir vielleicht auch jetzt schon die eineinhalb Jahre gemacht,
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    seitdem das Projekt läuft?
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    Und genau, MYZELIUM ist übrigens, ich weiß nicht, ob ich es vorhin erwähnt habe,
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    einer dieser Praxispartner.
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    Genau, zusammen mit dem CSX-Netzwerk und dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.
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    Und Nela und das IÖR halten eher so den Forschungs- und Koordinationsrahmen.
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    Obwohl, Nela ist, glaube ich, in beiden Rollen drin, Praxis und Koordination. Vielen Dank.
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    Genau, aber vielleicht erst mal als Praxispartnerin gesprochen, als MYZELIUM.
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    Wir sind sozusagen, wir begleiten Cluster, Cluster von Projekten von Menschen,
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    die ihre Idee, ihr Herzensprojekt gemeinschaftsgetragen in die Welt bringen wollen.
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    Und da sind eben ultra viele unterschiedliche Menschen mit an Bord tatsächlich.
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    Und dann haben wir eben noch die Brille der Forschung, die da mit drauf schaut
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    und haben sozusagen diese Online-Cluster-Begleitung einmal im Monat,
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    wo die fünf verschiedenen Cluster, wenn ich mich nicht täusche,
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    mit so drei bis fünf Projekten sich treffen.
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    Dann haben wir einmal im Monat einen Impuls, einen inhaltlichen Impuls,
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    der auch sozusagen für alle Menschen zugänglich ist.
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    Den könnt ihr euch auch anschauen. Wie kann man sich den anschauen?
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    Ich schreibe uns eine Mail und das ist immer sozusagen ein Termin im ersten
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    Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr.
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    Genau, also am ersten Mittwoch im Monat kann man sozusagen live teilnehmen und
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    sonst gibt es aber dann auch eine Aufzeichnung.
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    Und genau, in den Shownotes werden wir euch da auch einen Link für eine Internetseite
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    empfehlen, wo ihr euch dann melden könnt, wenn ihr daran Interesse habt,
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    noch die Impulse jetzt der letzten anderthalb Jahre, aber auch vielleicht des
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    kommenden Jahres, wo es noch läuft,
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    mit anzuschauen, wo einfach so Standardthemen behandelt werden,
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    die es braucht für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften, die wir auch in unserer
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    Begleitung immer wieder, wo wir reingehen,
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    mit unserer MYZELIUM-Begleitung und die ich glaube ich jetzt hier gar nicht
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    mehr so ausführen muss, weil die Podcast-HörerInnen eigentlich schon einen ganz guten Überblick haben,
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    beziehungsweise die stehen auch im Transformationsleitfaden drin.
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    Also wir schauen uns Bedürfnisse an, wir schauen uns Ressourcen an,
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    wir schauen uns das Angebot an, wir schauen uns die Vision an und so weiter.
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    Und so sind eben auch die Impulse aufgebaut. Aber ja, vielleicht wollt ihr nochmal
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    ergänzen, was ist im letzten anderthalb Jahren in Switch passiert?
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    Was macht, ja. zur Strukturerstenarbeit.
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    Du bist jetzt nochmal auf die Praxis eingegangen und ich glaube aber,
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    damit sich die Zuhörenden, die vielleicht noch gar nichts von SWITCH gehört
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    haben, das nochmal genauer vorstellen können.
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    Also transdisziplinäre Forschung
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    ist wirklich Forschung aus der Gesellschaft für die Gesellschaft.
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    Das heißt, wir sind wirklich losgestartet mit Fragen, die ja eigentlich auch
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    aus der Bewegung kommen.
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    Und eine davon ist eben, wie können halt diese Prinzipien aus der solidarischen
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    Landwirtschaft eben auf andere Versorgungsbereiche übertragen werden und wie
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    hat Kevin schon meinte, funktioniert das überall oder wo steckt halt dieser Teufel im Detail?
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    Und dann auch, wie anschlussfähig ist dieses Konzept letztendlich.
    0:12:43–0:12:45
    Weil wir sehen, dass viele Leute partizipieren.
    0:12:45–0:12:49
    Aber wer ist da wirklich sozusagen in diesen Initiativen und nehmen wir wirklich
    0:12:49–0:12:50
    die Breite der Bevölkerung mit?
    0:12:50–0:12:54
    Und wenn nicht, was braucht es dafür, um sozusagen auch andere Gesellschaften,
    0:12:55–0:12:59
    die Milie beispielsweise anzusprechen und dann mit Blick auf sozusagen eine
    0:12:59–0:13:00
    Verbreiterung des Ansatzes auch,
    0:13:01–0:13:05
    Was sind denn eigentlich Schritte für eben eine gemeinschaftsgetragene Wirtschafts-
    0:13:05–0:13:06
    und Gesellschaftsform?
    0:13:06–0:13:10
    Also über einzelne Settien hinaus, was braucht es an Verknüpfungen,
    0:13:10–0:13:13
    was braucht es an sozusagen Metastrukturen? Und das hat eigentlich möglich zu machen.
    0:13:13–0:13:15
    Und das waren Fragen, mit denen wir gestartet sind.
    0:13:16–0:13:21
    Und der Kern transizipulärer Forschung ist aber auch immer sozusagen eben mit
    0:13:21–0:13:26
    allen Praxisakteuren auch zu gucken, okay, was für Erkenntnisse entwickeln wir auch im Tun?
    0:13:26–0:13:29
    Und das ist ja genau das, was in Switches passiert. Miriam, ihr habt jetzt von
    0:13:29–0:13:32
    der Praxisbegleitung schon sozusagen gesprochen.
    0:13:32–0:13:35
    Also wir haben dann sozusagen groß eingeladen, haben gesagt,
    0:13:35–0:13:36
    hier, wir haben dieses Projekt.
    0:13:36–0:13:40
    Wenn ihr Interesse habt, das ausprobieren, nehmt doch gerne teil.
    0:13:40–0:13:45
    Und das muss man schon erstmal als ein, ich sag mal, Erfolg vielleicht vom Projekt sagen, dass wir,
    0:13:46–0:13:50
    wenn ihr euch erinnert, in der ersten Infoveranstaltung hatten wir knapp 110
    0:13:50–0:13:54
    oder 120 Personen, die teilgenommen haben in diesem Online-Format,
    0:13:54–0:13:57
    die wirklich waren so, hey, ich habe da total das Interesse,
    0:13:57–0:14:01
    mir das anzuschauen und zu verstehen, wie es funktioniert und vielleicht auch teilzunehmen.
    0:14:01–0:14:05
    Das war eine Größenordnung, die wir tatsächlich gar nicht abdecken konnten mit
    0:14:05–0:14:08
    dem, was wir an Kapazitäten hatten, weswegen wir dann nochmal ins Gespräch gegangen
    0:14:08–0:14:11
    sind und gesagt haben, hey, wir haben richtig, richtig los, möglichst viele
    0:14:11–0:14:14
    da drin zu begleiten und mit den Ressourcen,
    0:14:14–0:14:19
    wir haben fünf Praxispartnerinnen dabei und trotzdem können wir das nicht leisten in der Größenordnung.
    0:14:19–0:14:22
    Schaut nochmal, welches Commitment ihr wirklich geben könnt,
    0:14:23–0:14:25
    weil ihr werdet zwei Jahre lang in einem Prozess eingebunden,
    0:14:25–0:14:30
    wo ihr Stück für Stück in diesem Aufbau oder auch in der Umstellung eures bestehenden
    0:14:30–0:14:35
    Unternehmens sozusagen gekleidet werdet und das wirklich irgendwie so umsetzt.
    0:14:36–0:14:43
    Und letztendlich sind wir dann auf eine Kohorte von 30 Initiativen zusammengekommen,
    0:14:43–0:14:47
    wo wir das jetzt wirklich real machen und ihr in der Praxispartnerin dann sehr
    0:14:47–0:14:53
    klar diese Beratung einfach auch diesen Aufbau mit unterstützt und wir aber
    0:14:53–0:14:56
    auch aus diesem Prozess ja immer wieder auch Fragen rausentwickeln von wegen A.
    0:14:56–0:15:00
    Ja, okay, wir sehen an den Stellen gibt es gerade sozusagen bestimmte Themen,
    0:15:00–0:15:02
    wo wir noch mehr reingehen müssen und noch besser verstehen müssen,
    0:15:03–0:15:04
    was braucht es an der Stelle.
    0:15:04–0:15:07
    Und das ist irgendwie der Kern von transdisziplinärer Forschung,
    0:15:07–0:15:11
    in diesem Prozess immer wieder auch, genau, mit allen gesellschaftlichen Akteuren,
    0:15:12–0:15:16
    Fragen zu beantworten, aber auch neue Fragen zu generieren. Und da stecken wir gerade mittendrin.
    0:15:16–0:15:19
    Und Jules, vielleicht magst du noch mal was für eine Erhebung sagen,
    0:15:19–0:15:21
    in dem wir jetzt von Wissenschaftlerseite jetzt wirklich auch drinnen stecken.
    0:15:22–0:15:23
    Also was wir jetzt tatsächlich auch
    0:15:23–0:15:28
    an qualitativen und quantitativen Untersuchungen gerade alles anstoßen.
    0:15:28–0:15:32
    Ja, ich wollte vor allem auch gerne noch sagen, dass, und das schließt sehr
    0:15:32–0:15:36
    gut an das, was du gerade gesagt hast, wir auch am Anfang des Projekts nicht vorgegeben haben, ah,
    0:15:36–0:15:41
    hey, Energie müsste jetzt auf jeden Fall bespielt werden oder in Mobilität wollen
    0:15:41–0:15:45
    wir das unbedingt wissen, sondern die Menschen kamen quasi mit ihren Ideen.
    0:15:45–0:15:47
    Und das heißt, das, was inhaltlich gerade in Switch passiert.
    0:15:48–0:15:52
    Eben fängt einfach unmittelbar bei den Menschen an. und darum sie stehen.
    0:15:52–0:15:58
    Das macht es natürlich auch herausfordernd, weil es eine große Bandbreite ist
    0:15:58–0:16:00
    eben an unterschiedlichen Ideen,
    0:16:00–0:16:03
    unterschiedlichen Branchen und gar nicht so leicht ist dann zum Beispiel in
    0:16:03–0:16:10
    Clustern so zusammenzufassen oder so ähnliche Herausforderungen zu thematisieren.
    0:16:10–0:16:13
    Also da glaube ich, können wir auch gleich nochmal dazu sprechen,
    0:16:13–0:16:16
    so was sind vielleicht auch Herausforderungen im Prozess oder wo ist es gar
    0:16:16–0:16:19
    nicht so leicht, dann wirklich auch da bedürfnisorientiert.
    0:16:20–0:16:23
    Zu begleiten und zu forschen. Aber genau, vielleicht zu den Erhebungen,
    0:16:23–0:16:25
    was ist bis jetzt schon passiert.
    0:16:25–0:16:29
    Wir haben letztes Jahr auf der einen Seite angefangen, Interviews zu führen,
    0:16:30–0:16:37
    mit quasi bestehenden CSX-Unternehmen, um da auch einfach schon aus ihren Gründungserfahrungen,
    0:16:37–0:16:39
    aus ihren Gründungsgeschichten zu lernen.
    0:16:39–0:16:41
    Kannst du ja vielleicht auch nochmal mehr dazu erzählen, das ist,
    0:16:42–0:16:47
    wie zu sagen, Christin ist auch steckenpferd, da ziehen wir gerade auch unglaublich
    0:16:47–0:16:52
    viel Information raus und sind quasi noch mittendrin in der qualitativen Analyse.
    0:16:52–0:16:58
    Das, was genau so ein bisschen mehr bei mir lag, war so eine erste quantitative Umfrage,
    0:16:59–0:17:03
    weil de facto im Bereich solidarische Landwirtschaft gibt es ja schon einiges
    0:17:03–0:17:07
    an Forschung, national wie international, aber eben in dieser Übertragung auch
    0:17:07–0:17:12
    auf andere Branchen haben wir de facto einfach noch keine Datengrundlage gehabt.
    0:17:12–0:17:17
    Und vor allem eben das Thema, wer macht damit, mit wie anschlussfähig ist das,
    0:17:17–0:17:20
    wen erreichen wir auch bisher nicht und wo dran liegt das,
    0:17:21–0:17:28
    wollten wir quasi mit so einer breit angelegten Umfrage ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
    0:17:28–0:17:33
    Und deswegen haben wir quasi von September bis Dezember letzten Jahres eine
    0:17:33–0:17:36
    Umfrage mit ungefähr 80 Fragen erstellt,
    0:17:36–0:17:40
    die quasi sowohl an CSX-Mitglieder als auch an Nicht-Mitglieder gingen,
    0:17:41–0:17:44
    weil uns eben vor allem auch interessiert hat, wo sind denn da Barrieren,
    0:17:44–0:17:47
    wo sind denn da Hemmungen und was sind dann auch eigentlich Gründe mitzumachen.
    0:17:49–0:17:53
    Und genau, da haben wir eben auch schon mal reingeguckt hier im Team in die
    0:17:53–0:17:56
    Zwischenergebnisse, aber ich weiß gar nicht, ob das jetzt schon im Moment ist.
    0:17:56–0:18:01
    Gleich, genau. Ich würde noch einmal an Karin, an dich geben, so ein bisschen was.
    0:18:01–0:18:06
    Was hat Switch für dich ausgemacht die letzten eineinhalb Jahre? Was hast du erlebt?
    0:18:06–0:18:11
    Genau, was möchtest du vielleicht noch dazulegen, neben den Dingen,
    0:18:11–0:18:12
    die jetzt einfach schon genannt wurden?
    0:18:14–0:18:19
    Also ich bin ja vor allen Dingen mit der Begleitung von einem Cluster betraut,
    0:18:19–0:18:22
    was sehr spannend und gleichzeitig auch sehr herausfordernd ist.
    0:18:22–0:18:27
    Und was für mich da, also ich erzähle mal kurz, was die Menschen da wollen,
    0:18:27–0:18:29
    um es auch mal ein bisschen greifbar und plastisch zu machen.
    0:18:29–0:18:34
    Es gibt eine Person, die arbeitet mit Pferden, also bildet quasi Arbeitspferde
    0:18:34–0:18:36
    aus für solidarische Landwirtschaften etc.
    0:18:38–0:18:43
    Und hatte schon immer so Ansätze von sehr beziehungshaften Wirtschaften mit
    0:18:43–0:18:46
    den Menschen, mit denen sie also gearbeitet hat.
    0:18:46–0:18:51
    Und die experimentiert jetzt mit Formen, die gar nicht so klassisch dem CSX-Muster
    0:18:51–0:18:54
    entsprechen, also gar nicht unbedingt so eine Beitragsrunde.
    0:18:54–0:18:58
    Also mit dem Ziel, sozusagen einen Teil ihrer Arbeit wirklich in die Hände der
    0:18:58–0:19:01
    Gemeinschaft, also die Finanzierung in die Hände der Gemeinschaft zu legen.
    0:19:01–0:19:05
    Und das ist so ganz spannend, weil sie so ganz intuitiv und sehr vorsichtig
    0:19:05–0:19:10
    mit dem, wo sie spürt, was irgendwie geht oder was so leicht zu vermitteln ist,
    0:19:10–0:19:13
    wo Solidarität auf Resonanz stößt,
    0:19:13–0:19:18
    da wirklich auch so reingeht und sich so reinspürt mit den Menschen, mit denen sie arbeitet.
    0:19:18–0:19:21
    Denn das sind sehr spannende Erfahrungen auch so für die Frage,
    0:19:21–0:19:26
    wie schaffen wir es auch bei unseren Kundinnen, die wir als Mitglieder haben
    0:19:26–0:19:30
    wollen, so innere Wandlungsprozesse auch auf eine Art und Weise zu gestalten,
    0:19:30–0:19:32
    die funktionieren. So, ganz spannend.
    0:19:33–0:19:36
    Eine andere herausfordernde Situation ist tatsächlich.
    0:19:37–0:19:41
    Eine Frau, die Organisationsentwicklung machen möchte für soziale Einrichtungen,
    0:19:41–0:19:42
    die es dringend brauchen,
    0:19:43–0:19:48
    wo aber gar kein Geld für vorgesehen ist und die jetzt vor der Herausforderung
    0:19:48–0:19:53
    steht, Menschen, die in so Systemen, die sehr verwaltungstechnisch anmuten, stecken,
    0:19:54–0:19:57
    die halt mit öffentlichen Geldern und mit Pflegekassengeldern umgehen müssen,
    0:19:58–0:20:03
    rauszufinden, also ist es überhaupt für diese Leute verstehbar und für die Angehörigen,
    0:20:03–0:20:06
    die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen Und für die Menschen,
    0:20:07–0:20:09
    die selber vielleicht mal wissen, ich werde in Pflege landen,
    0:20:09–0:20:12
    ist es in diesem Feld eigentlich machbar,
    0:20:13–0:20:20
    eine Gemeinschaftsstruktur aufzubauen, die ihre Arbeit letzten Endes finanziert.
    0:20:20–0:20:23
    Und das ist ein ganz spannender Prozess, also auch mit der Frage.
    0:20:24–0:20:28
    Auf wen versuche ich eigentlich auch anzusprechen und zu gewinnen,
    0:20:28–0:20:31
    wer ist überhaupt für das, wofür Gemeinschafts- und Tagungswirtschaft steht,
    0:20:31–0:20:32
    auch wirklich ansprechbar.
    0:20:32–0:20:36
    Und das ist, finde ich, auch eine ganz tolle Überleitung zu den Forschungsergebnissen,
    0:20:36–0:20:40
    die wir jetzt hatten, weil wir da, glaube ich, auch wenn der Fokus jetzt vor
    0:20:40–0:20:45
    allem auf solidarische Landwirtschaft war, aber es ist voraussetzungsvoll.
    0:20:45–0:20:49
    Und ich glaube, dass wir aber mit Switch an einen Punkt kommen,
    0:20:49–0:20:55
    wo wir wissenschaftlich fundiert wirklich die Menschen, die wir erreichen wollen,
    0:20:56–0:20:59
    also wo wir Tools und Herangehensweisen, Kommunikationsweisen,
    0:20:59–0:21:05
    Anpassungen wirklich entwickeln können, die sowas wirklich auch normaler machen
    0:21:05–0:21:07
    und mehr in den Mainstream bringen können.
    0:21:09–0:21:14
    Ja, und damit leite ich vielleicht nochmal an dich über, dass du mal so vielleicht
    0:21:14–0:21:19
    ein paar Haupterkenntnisse sozusagen von den Daten, die du jetzt erhoben hast.
    0:21:21–0:21:22
    Einfach mal teilst hier.
    0:21:23–0:21:25
    Was hast du schon gelernt? Was haben wir schon gelernt? Mhm.
    0:21:27–0:21:29
    Ich würde sagen, ich kann ja einfach mal starten und ergänze sehr gerne,
    0:21:30–0:21:34
    weil wir ja hier jetzt so flüssig übergegangen sind und mich natürlich auch
    0:21:34–0:21:36
    sehr interessiert, was jetzt bei euch auch hängen geblieben sind.
    0:21:37–0:21:40
    Ihr könnt euch vorstellen, dass wir gerade so einen richtig schönen Deep Dive
    0:21:40–0:21:43
    hatten in 70 Folien mit Zahlen und Grafiken.
    0:21:43–0:21:47
    Deswegen, genau, ich fange mal vielleicht damit an. Wir haben uns ja auf der
    0:21:47–0:21:52
    einen Seite gefragt, wer ist jetzt so ein bisschen das prototypische Mitglied gerade?
    0:21:52–0:21:59
    Und ausgehend von unserer Stichprobe, die insgesamt quasi 565 Menschen erreicht
    0:21:59–0:22:03
    hat und davon so 250 eben CSX-Mitglieder,
    0:22:04–0:22:09
    dass diese Mitglieder vor allem auszeichnen, dass es eine eher weibliche Stichprobe war.
    0:22:11–0:22:15
    Altersmäßig haben wir gelernt. Relativ repräsentativ für den Bundesdurchschnitt,
    0:22:15–0:22:18
    das hat uns überrascht, mit 44 Jahren im Schnitt.
    0:22:19–0:22:22
    Was wenig überraschend ist von den politischen Einstellungen,
    0:22:22–0:22:26
    sind es auf jeden Fall eher linke, progressive Menschen, die teilnehmen.
    0:22:27–0:22:32
    Und tatsächlich relativ 50-50 haben sich die Menschen entschieden für Elternschaft,
    0:22:33–0:22:34
    also Kinder bekommen oder nicht.
    0:22:35–0:22:39
    Also wenn wir jetzt überlegen, ist CSX anschlussfähig und warum vielleicht auch
    0:22:39–0:22:43
    nicht, vielleicht da nochmal reinzutauchen.
    0:22:43–0:22:45
    Also wer sind denn gerade Mitglieder?
    0:22:46–0:22:48
    Du hast es gerade schon beschrieben, wer teilgenommen hat.
    0:22:48–0:22:54
    Aber vielleicht auch Gründe für die Teilnahme. Also warum entscheiden sich Menschen
    0:22:54–0:22:57
    dieses neue Wirtschaftsmodell im Kleinen?
    0:22:57–0:23:02
    Jetzt meistens, also die meisten Mitglieder waren ja Mitglieder in der Solavi
    0:23:02–0:23:06
    und dann eben noch einige davon in anderen Bereichen sozusagen noch zusätzlich.
    0:23:06–0:23:09
    Aber meistens ist sozusagen die Solavi die Einstiegsdroge, wenn ich es mal so
    0:23:09–0:23:15
    formuliere, die genau, wo man quasi zum ersten Mal dieses Konzept kennenlernt
    0:23:15–0:23:20
    und dann vielleicht auch noch andere Bereiche findet, wo man eben auch noch mit eintaucht.
    0:23:20–0:23:27
    Und diese Teilnahme an CSX-Organisationen, an CSX-Initiativen steigt,
    0:23:27–0:23:30
    die Wahrscheinlichkeit, wenn ich das jetzt mal richtig zitiere, wenn man Kinder hat.
    0:23:30–0:23:36
    Also wenn man Kinder hat, nimmt man eher an CSX oder an gemeinschaftsbasierten
    0:23:36–0:23:38
    Konzepten, an gemeinschaftsgetragenen Organisationen teil.
    0:23:39–0:23:42
    Wenn man ein geringes Einkommen hat, nimmt man eher teil.
    0:23:43–0:23:47
    Und wenn man von der politischen Meinung eher links ist. Genau, genauso...
    0:23:48–0:23:51
    Ja, was nicht erstaunlich ist, wenn man offener ist für neue Erfahrungen.
    0:23:52–0:23:55
    Erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, CSX auszuprobieren.
    0:23:55–0:23:58
    Lass uns da vielleicht nochmal bleiben, weil das ja eigentlich,
    0:23:58–0:24:01
    würde ich sagen, auch so eine Art von Kernerkenntnis ist.
    0:24:01–0:24:04
    Also genau, die wenig überraschend ist, wie du sagst, aber die sich schon einfach
    0:24:04–0:24:07
    in verschiedenen Analysen auch nochmal deutlich gezeigt hat,
    0:24:07–0:24:13
    dass eben in der Psychologie ist es auch eine Dimension von Persönlichkeit,
    0:24:13–0:24:15
    Offenheit für neue Erfahrungen.
    0:24:15–0:24:19
    Und das hat sich wirklich in verschiedenen Fragen gezeigt. Also einmal gefragt,
    0:24:20–0:24:21
    was sind denn für dich Gründe mitzumachen?
    0:24:22–0:24:27
    War es auf jeden Fall das Thema, hey, genau, ich mag mich für Nachhaltigkeit
    0:24:27–0:24:30
    einsetzen. Ich mag Transformation mitgestalten.
    0:24:30–0:24:34
    Ich habe da auch Bock, neue Dinge auszuprobieren. Genau, und habe da einfach
    0:24:34–0:24:38
    Lust, Dinge anders zu machen, mit anderen gemeinsam das anders zu machen.
    0:24:38–0:24:42
    Das waren so auf jeden Fall so Muster, die sich gezeigt haben.
    0:24:42–0:24:47
    Aber auch so eine andere Gruppe von Gründen und Motivationen war schon auch,
    0:24:48–0:24:52
    hey, individuell gesehen habe ich auch Bock einfach auf gute Qualität,
    0:24:52–0:24:56
    auf Gesundheit und am Ende auch meine Region irgendwie zu stärken.
    0:24:57–0:25:00
    Wollt ihr noch irgendwas dazulegen an Dingen, die euch aufgefallen sind,
    0:25:00–0:25:03
    sozusagen in den Ergebnissen jetzt erstmal oder die bei euch hängen geblieben sind?
    0:25:05–0:25:10
    Super gern. Ich finde ja die andere Perspektive, nämlich warum kommen Leute
    0:25:10–0:25:12
    nicht dazu eigentlich die spannendere.
    0:25:13–0:25:18
    Also das andere wissen wir intuitiver, wer sozusagen uns, das ist unsere Bubble
    0:25:18–0:25:19
    quasi, die da dazu kommt.
    0:25:20–0:25:23
    Und da haben wir ein Gespür dafür und ich glaube ein ganz großer Wert dieser
    0:25:23–0:25:27
    Forschung liegt darin, mal wirklich so raus zu zoomen und sich klar zu machen,
    0:25:28–0:25:29
    hey, wir sind einfach ein spezielles Milieu.
    0:25:30–0:25:33
    Wir haben bestimmte Charaktereigenschaften, bestimmte Werten,
    0:25:33–0:25:34
    eine bestimmte politische Orientierung.
    0:25:34–0:25:39
    Wir sind vielleicht in manchen Fällen offener als andere, aber auch da zu gucken,
    0:25:39–0:25:43
    okay, das sind aber auch, sagen wir dazuliegen, auch so bestimmte Persönlichkeitsmerkmale,
    0:25:43–0:25:46
    die auch ein Stück weit unabhängig sind von der politischen Orientierung zum Beispiel.
    0:25:48–0:25:51
    Und diese Persönlichkeitsmerkmale auch unter die Lupe zu nehmen und zu sagen,
    0:25:51–0:25:56
    okay, wow, wenn da so ein Bild ist zum Beispiel von, ich gehe da rein und dann
    0:25:56–0:26:00
    wird für mich erwartet, dass ich irgendwas da anders mache als in meinem bisherigen Leben.
    0:26:00–0:26:04
    Also für mich wird erwartet, dass ich irgendwas mitgestalte und irgendwie zu
    0:26:04–0:26:10
    irgendwelchen Treffen komme oder was auch immer, dass das für Leute total abschreckend wirken kann.
    0:26:11–0:26:16
    Also dass wir uns klar machen, es gibt Leute, die haben einfach keinen Bock, was anders zu machen.
    0:26:16–0:26:19
    Die wollen einfach vielleicht gerne das Gemüse unterm Strich ein bisschen noch
    0:26:19–0:26:23
    bereit, ihren Beitrag zu zahlen, aber irgendwie da jetzt, keine Ahnung,
    0:26:23–0:26:27
    den Abholraum aufräumen oder da irgendwie Zeit für einen planen,
    0:26:27–0:26:28
    das ist einfach sehr schwierig.
    0:26:29–0:26:32
    Es gibt Leute, die haben Angst vor anderen Menschen.
    0:26:32–0:26:38
    Die haben keinen Bock auf Gemeinschaft. Die haben Angst, in eine Beitragsrunde
    0:26:38–0:26:43
    zu gehen und daraus zu lernen, es muss von vornherein klar sein,
    0:26:43–0:26:45
    das ist keine Voraussetzung, dass du zu diesem Treffen kommst.
    0:26:45–0:26:49
    Sondern wir können dich da ganz anders auch an die Hand nehmen und abholen.
    0:26:50–0:26:55
    Und da auch so eine Serviceorientierung vielleicht auch an manchen Stellen mehr reinzunehmen.
    0:26:55–0:26:59
    Es gibt Leute, für die wäre das einfach eine total pragmatische Lösung,
    0:26:59–0:27:01
    ein leckeres Essen zu kommen.
    0:27:02–0:27:05
    Aber die haben mit diesem ganzen Nachhaltigkeits- und Transformationsgedöns
    0:27:05–0:27:08
    einfach nichts am Hut und sagen, okay,
    0:27:08–0:27:15
    lass uns da schauen, wie bringen wir das an diese Leute ran und was ist so das,
    0:27:16–0:27:17
    was wir auch lernen können.
    0:27:18–0:27:21
    Und du hattest, vielleicht hast du das nochmal parat, was ich ganz schön finde,
    0:27:21–0:27:26
    auch so dieses, ah ja, lass uns klug sein und gucken, wie wir Menschen aus verschiedenen
    0:27:26–0:27:30
    Milieus, über welche Wertebrücken wir die eigentlich auch erreichen können.
    0:27:30–0:27:34
    Da hat es die Silke Klein-Nickel-Cotton zitiert, das hat mich gerade nicht mehr
    0:27:34–0:27:38
    parat, aber sozusagen so, okay, es gibt bestimmte Milieus, die sind für uns
    0:27:38–0:27:41
    erreichbar, wenn wir Sachen entsprechend framen,
    0:27:42–0:27:44
    bestimmte Sachen hervorheben in der Kommunikation und auch Sachen,
    0:27:44–0:27:48
    wofür Leute Angst haben oder was sie nicht mögen, wirklich mehr reinnehmen in
    0:27:48–0:27:51
    die Art und Weise, wie wir solche Strukturen gestalten.
    0:27:52–0:27:56
    Vielleicht das mal als Frage in die Runde. Wenn wir uns diese Ergebnisse anschauen,
    0:27:56–0:27:59
    wenn wir jetzt auch unsere Erfahrungen in der Clusterbegleitung anschauen,
    0:28:00–0:28:04
    wenn wir die Erfahrungen auf den Real-Workshops anschauen, weil das vielleicht
    0:28:04–0:28:08
    auch noch dazu gesagt hat, wir haben auch alle halb Jahr mit allen Teilnehmenden
    0:28:08–0:28:11
    auch zwei, drei Tage, je nachdem, vor Ort,
    0:28:12–0:28:16
    wo wir gemeinsam Dinge erarbeiten können, uns austauschen können.
    0:28:16–0:28:18
    Da ist immer auch eine richtig schöne Energie da.
    0:28:18–0:28:21
    Aber wenn wir auf all diese Dinge schauen, dann so die Frage,
    0:28:21–0:28:27
    okay, was ziehen wir da raus für unsere Arbeit im CSX-Feld und vielleicht auch für Switch?
    0:28:27–0:28:33
    Ja, was wir den Teilnehmenden und den Partizipierenden auch mitgeben wollen.
    0:28:34–0:28:37
    Es gibt eine Bandbreite an Sachen, weil das war jetzt eine Erhebung.
    0:28:37–0:28:38
    Es gibt ja auch eine Erhebung zu Gründerinnen.
    0:28:39–0:28:41
    Also wer sind die Personen, die das eigentlich starten und lostreten?
    0:28:41–0:28:44
    Was brauchen wir eigentlich, um solche Organisationen aufzubauen?
    0:28:45–0:28:49
    Und die Person haben wir jetzt gerade auch sozusagen als Teilnehmerin bei uns dabei.
    0:28:49–0:28:53
    Und die qualitative Erhebung, wo es nochmal in Richtung Befragung von bereits
    0:28:53–0:28:58
    existierenden CSX ging, die ging wirklich auch in eine Bandbreite von Versorgungsbeleuchten,
    0:28:58–0:29:03
    also Energie, Mobilität, Kultur, Handwerk, genau, und nochmal andere Stufen
    0:29:03–0:29:04
    im Nahrungsmittelbereich.
    0:29:04–0:29:10
    Also nicht sozusagen die direkte Produktion, aber sozusagen verarbeitende Gewerbe
    0:29:10–0:29:11
    wie Gastronomie oder Bäckerei.
    0:29:12–0:29:16
    Und was wir da zum Beispiel sehen, ist, dass bestimmte Näheformen eine Rolle
    0:29:16–0:29:18
    spielen sozusagen. Wer kommt da eigentlich zusammen?
    0:29:18–0:29:22
    Und ideelle Nähe beispielsweise ein großer Treiber ist. Also das deckt sich
    0:29:22–0:29:25
    dann auch bei den Mitgliedern, dass es sozusagen Übereinstimmung mit Blick auf
    0:29:25–0:29:29
    bestimmte Werte gibt und das sozusagen schon so einen Initialschuss für eigentlich
    0:29:29–0:29:32
    so eine Gründung sozusagen von so einem Unternehmen geben kann.
    0:29:33–0:29:37
    Und dann sich aber auch zeigt, okay, wenn wir mal losgelaufen sind,
    0:29:37–0:29:40
    welches Wissen zum Beispiel wird eigentlich gebraucht und auch wer kommt da
    0:29:40–0:29:42
    wieder zusammen und wo es funktioniert.
    0:29:42–0:29:45
    So was wir sehen können, dass es eigentlich in der Regel es Branchenwissen gibt.
    0:29:45–0:29:47
    Also ganz oft zum Beispiel, wenn wir jetzt eine Bäckerei nehmen,
    0:29:48–0:29:51
    gibt es zumindest eine ausgebildete Bäckerin, die wirklich Expertise hat,
    0:29:51–0:29:52
    die dieses Handwerk kennt.
    0:29:53–0:29:58
    Und das geht zusammen mit mindestens einer Person, die irgendwie aus dem CSX-Feld
    0:29:58–0:30:01
    schon kommt. Also das Prinzip kennt und irgendwie auch diese Kultur,
    0:30:02–0:30:04
    die wir eigentlich leben wollen, damit reintragen kann.
    0:30:04–0:30:09
    Also sozusagen, was wir sehen ist, dass es eigentlich eine erlebte Erfahrung braucht.
    0:30:10–0:30:14
    Um da dann anschließen zu können. Also wir können ganz viel Texte schreiben
    0:30:14–0:30:18
    und jetzt, was wir im Blick auf Mitglieder halt überlegen, wie kann eine zielgruppenspezifische
    0:30:18–0:30:22
    Ansprache funktionieren, ist voll der wichtige Link und gleichermaßen überträgt
    0:30:22–0:30:24
    sich einfach super viel aus der gelebten Erfahrung.
    0:30:24–0:30:28
    Und wenn wir sozusagen Pionierinnen haben, die halt dieses Konzept sehr gut
    0:30:28–0:30:32
    verkörpern können und halt auch diese Prinzipien von, warum ist eine solidarische
    0:30:32–0:30:33
    Umverteilung beispielsweise so wichtig,
    0:30:34–0:30:36
    darin auch irgendwie gut verargumentieren können, dann wird sich das auf die
    0:30:36–0:30:40
    Kultur in der Organisation sozusagen ausweiten, übertragen.
    0:30:40–0:30:46
    Und was wir auch sehen, ist, dass das Wissen, was sozusagen ganz oft fehlt und
    0:30:46–0:30:49
    eigentlich von extern irgendwie dazu organisiert werden muss,
    0:30:50–0:30:54
    spezifisches Rechtsformwissen ist und aber auch Finanzwissen,
    0:30:54–0:30:57
    tatsächlich die Hard Facts BWL,
    0:30:57–0:31:00
    warum wir dann wieder sehen, dass so Intermediäre wie ihr jetzt mit Cegium,
    0:31:01–0:31:04
    aber auch CSNX-Netzwerk, also wo es jetzt auch die Idee gibt,
    0:31:04–0:31:08
    sozusagen einen Beraterin-Pool aufzubauen für den Aufbau solcher Organisationen,
    0:31:08–0:31:10
    enorm wichtig ist.
    0:31:10–0:31:14
    Weil das tatsächlich ein Wissen ist, was nicht viele in sich tragen oder sozusagen,
    0:31:14–0:31:18
    wo sie ausgebildet sind und ganz oft sozusagen ein Bein geholt werden muss.
    0:31:18–0:31:21
    Also ich glaube, das auf Organisationsebene nochmal, also es ist eher nochmal
    0:31:21–0:31:26
    ein Blick, wie funktioniert oder wie wird so eine Organisation überhaupt aufgebaut
    0:31:26–0:31:27
    und mit Blick auf Mitglieder.
    0:31:28–0:31:30
    Genau, ist einfach der nächste Step sozusagen für uns eben zu gucken,
    0:31:30–0:31:36
    ah ja, wie könnte eben eine zielgruppenspezifische Ansprache von Personen stattfinden,
    0:31:37–0:31:40
    die gerade noch nicht Teil sozusagen dieser Bewegung sind.
    0:31:41–0:31:46
    Und da finde ich schon nochmal Region als solches, das habe ich noch nicht weiter
    0:31:46–0:31:51
    so ausgeführt, aber bei allen auch Werteunterschieden ist dieser Faktor von,
    0:31:51–0:31:55
    ich bin regional verankert und ich habe da Bezüge,
    0:31:55–0:31:58
    die ich vielleicht eher sozusagen antapfen kann.
    0:31:59–0:32:02
    Voll das wichtige Einfallstor. Also dass wir sagen können, ich sehe vor Ort,
    0:32:03–0:32:04
    es gibt halt diese Produktion.
    0:32:04–0:32:08
    Ich könnte hier überlegen, meine eigene Energieversorgung eigentlich mit meinen Nachtarren etc.
    0:32:08–0:32:12
    Aufzubauen. Das ist ja was, wo wir gerade auch in der Diskussion so weit überlegen,
    0:32:12–0:32:16
    wie könnte es über Switch hinausgehen, eigentlich CSX-Regionen wirklich aufzubauen
    0:32:16–0:32:20
    und zu schauen, wie könnten halt diese Versorgungsbereiche auch miteinander gekoppelt werden.
    0:32:20–0:32:23
    Aber eben weil der Wirkungsbereich von Menschen einfach vor Ort,
    0:32:23–0:32:25
    vor ihrer Haustür ist. Und ich glaube, das ist immer wichtig,
    0:32:25–0:32:27
    irgendwie auch mit zu berücksichtigen.
    0:32:27–0:32:31
    Und ich finde es voll nochmal spannend, bei der Frage zu bleiben,
    0:32:31–0:32:33
    die ich bei dir so ein bisschen auch rausgehört habe.
    0:32:33–0:32:36
    Also dieses, wen wollen wir eigentlich erreichen mit CSX?
    0:32:37–0:32:42
    Und wir haben jetzt in den Daten wurde auch viel mit so Milieustudien gearbeitet
    0:32:42–0:32:44
    und da gab es dann verschiedene Milieus.
    0:32:46–0:32:51
    Genau, von irgendwie konservativ, also konservativ etablierte sind irgendwie
    0:32:51–0:32:55
    neun Prozent in der Bevölkerung, konventionelle Mitte, das sind die meisten
    0:32:55–0:32:56
    mit irgendwie 30 Prozent.
    0:32:56–0:33:04
    Dann traditionelle, prekäre, ohne jetzt genau diese ganzen Kategorien beschreiben zu wollen.
    0:33:04–0:33:07
    Aber da sehen wir, dass eigentlich unsere Zielgruppe oder die,
    0:33:07–0:33:10
    die jetzt schon anspringen auf dieses Konzept CSX,
    0:33:11–0:33:15
    sich trauen, da reinzugehen und es auszuprobieren, sind Postmaterielle,
    0:33:15–0:33:21
    also eher gut betuchte, gebildetes Milieu, was aber irgendwie halt sich ausrichtet
    0:33:21–0:33:25
    auf sozial-ökologische Ziele und nicht auf dieses Wachstum und mehr.
    0:33:25–0:33:28
    Und noch ein Häuschen und noch ein Auto.
    0:33:28–0:33:33
    Dann gibt es da die progressiv-adaptive Mitte mit 11 Prozent.
    0:33:34–0:33:39
    Die sind unter 50, mittlere und höhere Bildung, eher geringeres oder mittleres
    0:33:39–0:33:44
    Auskommen, eher besorgt um ihre eigene materielle Situation,
    0:33:44–0:33:45
    aber offen für Entwicklung.
    0:33:46–0:33:50
    Und dann die kritisch-idealistische Gruppe mit 6 Prozent.
    0:33:51–0:33:55
    Sehr weiblich, noch jünger sozusagen, Unter 40, hohe Bildung,
    0:33:55–0:34:00
    auch mittleres, geringes Einkommen und dann eben sehr bereit für Engagement
    0:34:00–0:34:04
    mit einem ausgeprägten Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Krisen, in denen wir stecken.
    0:34:05–0:34:09
    Das sind sozusagen die drei Milieus, die erreichen wir und die anderen noch nicht so.
    0:34:10–0:34:15
    Und meine Frage so ein bisschen auch für die Runde ist oder allgemein ist,
    0:34:15–0:34:20
    Naja, also ich habe gelernt, dass 3 Prozent oder sogar weniger,
    0:34:20–0:34:23
    0,3 Prozent reichen für eine Transformation.
    0:34:24–0:34:28
    Wenn man 3 Prozent organisiert, ich habe über die Quäker gelesen,
    0:34:29–0:34:31
    ganz kurzer Ausflug zu den Quäkern.
    0:34:31–0:34:34
    Die haben ja mit dazu beigetragen, den Sklavenhandel abzuschaffen.
    0:34:34–0:34:38
    Und zumindest nach Rutger Präckmann, den ich da jetzt zitiere aus dem Buch.
    0:34:39–0:34:44
    Und die waren nur ultra wenige, die waren aber ultra überzeugt von ihrer Haltung.
    0:34:44–0:34:49
    Sich ultra gut organisiert und sind halt raus und haben das sozusagen unter die Leute gebracht.
    0:34:49–0:34:54
    Und dann hat er so die irgendwie eher reaktionäre Mitte, sage ich mal,
    0:34:54–0:34:56
    halt irgendwann gesagt, ja doch, stimmt, eigentlich haben wir keine Argumente
    0:34:56–0:34:59
    dagegen und dann machen wir es halt so ungefähr.
    0:35:00–0:35:04
    Und ich will sagen, dass Veränderung eigentlich von einer kleinen kritischen
    0:35:04–0:35:06
    Masse auch immer wieder abhängt.
    0:35:06–0:35:10
    Also das passiert einfach immer wieder in der Geschichte und wie viel Prozent
    0:35:10–0:35:12
    das jetzt dann auch sein, um diesen Wandel zu erzeugen.
    0:35:12–0:35:17
    Aber ich meine, wenn wir jetzt die 6 Prozent da, 6 Prozent kritisch-idealistische
    0:35:17–0:35:23
    und 11 Prozent progressive, adaptive Mitte und 9 Prozent Postmaterial,
    0:35:23–0:35:26
    also dann sind wir schon bei über 25 Prozent, ein Viertel der Gesellschaft.
    0:35:27–0:35:32
    Damit könnte man ja schon arbeiten. Also wenn wir die in ein Boot bekommen und
    0:35:32–0:35:35
    sagen, hey Leute, wir sagen jetzt wirklich nein.
    0:35:36–0:35:41
    Wir wollen unsere Wirtschaftstätigkeit nicht mehr nach Bruttoinlandsprodukt
    0:35:41–0:35:47
    und Anhäufung von Durchfluss von Produkten und Dienstleistungen.
    0:35:47–0:35:51
    Irgendwie ausrichten, sondern eben an anderen Werten, nämlich dass wir unseren
    0:35:51–0:35:54
    Planeten erhalten und so weiter. Ich glaube, das muss ich ja auch nicht ausführen.
    0:35:55–0:35:59
    Und wir wollen nicht mehr in Konkurrenz zueinander uns organisieren,
    0:35:59–0:36:00
    sondern irgendwie in Kooperation.
    0:36:00–0:36:04
    Und wir wollen nicht mehr, dass da ein Haufen Leute einfach viel zu wenig Geld
    0:36:04–0:36:10
    hat, um ihr Leben zu gestalten und deshalb abgehängt ist und nicht teilhaben
    0:36:10–0:36:13
    kann, sondern wir wollen, dass alle Menschen teilhaben können erstmal.
    0:36:13–0:36:18
    Also wenn wir diese Werte jetzt erstmal so in den Raum stellen und uns darin
    0:36:18–0:36:20
    organisieren, ich habe das Gefühl, es würde.
    0:36:21–0:36:24
    Genau, also mein Impuls ist gerade eher zu sagen, okay, ich nehme diese Daten
    0:36:24–0:36:30
    und ich will dieses Feld wirklich davon überzeugen, dass CSX funktioniert und dass,
    0:36:30–0:36:35
    wenn wir uns mit diesen 25 Prozent gemeinschaftsgetragen organisieren,
    0:36:35–0:36:38
    dass wir wirklich auch Gesellschaft,
    0:36:39–0:36:44
    unser Wirtschaftssystem wirklich komplett anders aufstellen können mit diesen
    0:36:44–0:36:48
    drei kleineren Milieus, sage ich mal. Und das fände ich eine spannende These.
    0:36:48–0:36:53
    Oder ist es jetzt unsere Aufgabe, es ist alles so angepasst und so vorsichtig
    0:36:53–0:37:00
    und so massentauglich zu kommunizieren, als dass wir dann hier auf die konservative
    0:37:00–0:37:03
    Mitte abzielen oder so. Das fände ich spannend von euch zu hören.
    0:37:03–0:37:06
    Ja, ich fühle mich da gerade angesprochen, weil ich da vorhin ja schon was zu gesagt habe.
    0:37:07–0:37:11
    Also ich finde es richtig wichtig, sich auf diese drei Milieus erstmal zu fokussieren,
    0:37:11–0:37:17
    weil das sind die, die wir erreichen können, weil die Voraussetzungen dafür
    0:37:17–0:37:18
    erstmal grundsätzlich da sind.
    0:37:19–0:37:25
    Und was ich aber darin spannend finde, ist vielleicht sich ein bisschen Vorbild zu nehmen,
    0:37:25–0:37:30
    Biotop Oberland, wo wir hier gerade sind in der Nähe, die halt sagen,
    0:37:30–0:37:33
    okay, wir haben eine Solawi, aber wir haben eingesehen, dass eine Solawi nicht
    0:37:33–0:37:37
    für alle taugt, weil Leute vielleicht am Wochenende nicht da sind,
    0:37:37–0:37:41
    Freitag die Kiste, also um das Essen zu verbrauchen, was am Freitag geliefert
    0:37:41–0:37:44
    wird, weil Leute den Weg nicht machen können, weil die Abholstation zu weit weg ist etc.
    0:37:44–0:37:47
    Das heißt, es gibt Hürden und sie haben gesagt, okay,
    0:37:47–0:37:51
    wir wollen aber, dass diese regionale Versorgung mit diesen guten Produkten,
    0:37:51–0:37:55
    die wir hier haben, möglich wird und haben zusätzlich noch einen Laden gemacht
    0:37:55–0:38:00
    und haben sozusagen die Frage gestellt, okay, worum geht es eigentlich?
    0:38:00–0:38:04
    Es geht darum, die regionalen Erzeuger abzusichern.
    0:38:04–0:38:07
    Es geht darum, möglichst viele Menschen mit diesen Produkten zu versorgen,
    0:38:07–0:38:10
    da Verbindungen und Verbindlichkeit herzustellen,
    0:38:10–0:38:15
    da Strukturen zu schaffen, die unterm Strich erstmal für alle Beteiligten wirklich
    0:38:15–0:38:19
    eine resiliente Versorgungsstruktur auch ausmachen und darin auch lernen.
    0:38:19–0:38:23
    Und natürlich ist das Spannungsfeld, wie sehr bedienen wir Gewohnheiten von
    0:38:23–0:38:26
    Menschen, sodass sie dort quasi wie in einem Bioladen oder wie in einem Supermarkt
    0:38:26–0:38:29
    quasi einkaufen können, statt Mitglied der Solabi zu werden.
    0:38:30–0:38:35
    Also wie sehr bedienen wir das, weil dadurch es zugänglicher wird und wie sehr
    0:38:35–0:38:36
    nehmen wir damit Leute auch an die Hand,
    0:38:37–0:38:40
    vielleicht andere Kulturen oder andere Sachen auch dadurch, dass sie dort sind
    0:38:40–0:38:43
    und mit Leuten sprechen, auch lernen und dann auch merken, okay,
    0:38:43–0:38:48
    ich bin jetzt vielleicht doch bereit, die Hürde zu nehmen, an der Solabi teilzunehmen und sich
    0:38:48–0:38:51
    Und sich innerhalb dieser Milieus wirklich bewusst zu machen,
    0:38:51–0:38:54
    wie groß die Bandbreite an unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen ist.
    0:38:54–0:39:00
    Wir hatten zum Beispiel auch die Frage Fähigkeit, körperliche Fitness, Beeinträchtigungen.
    0:39:00–0:39:06
    Dass sich Menschen auch dadurch ausgeschlossen fühlen, weil die dann denken,
    0:39:06–0:39:09
    ich bin vielleicht gar kein wertvolles Mitglied, wenn ich nicht mit auf den
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    Acker gehen kann bei den Mitmachttagen.
    0:39:11–0:39:14
    Darf ich dann überhaupt dabei sein oder bin ich dann genauso willkommen?
    0:39:14–0:39:19
    Und da in der Tiefe, wirklich mal in der Breite, sich die ganzen Analysen anzuschauen,
    0:39:19–0:39:24
    also auf dieser persönlichen, individuellen Ebene, psychischen Ebene,
    0:39:24–0:39:26
    da wirklich schlaue Sachen draus abzuleiten.
    0:39:26–0:39:29
    Ich glaube, da könnte man alleine schon ein ganzes Toolkit draus machen.
    0:39:30–0:39:33
    Ich würde vielleicht auch dazu sagen, was du gerade aufgemacht hast,
    0:39:34–0:39:36
    Hannah, die These, so wenn wir diese drei Milieus erreichen,
    0:39:36–0:39:38
    dann ist doch nein. Auf jeden Fall.
    0:39:38–0:39:41
    Und dann hätten wir schon so eine krasse Masse. Auf der anderen Seite.
    0:39:42–0:39:45
    Nur mal so andersrum angeguckt, es hätte halt auch die Gefahr,
    0:39:46–0:39:47
    irgendwie elitär zu sein.
    0:39:47–0:39:48
    Und dass wir halt hier ein Konzept entwickeln,
    0:39:48–0:39:51
    was halt super gut in diese Lebensrealitäten und Modelle passt.
    0:39:52–0:39:55
    Das ist halt die Frage, wo wollen wir hin? Und ich glaube, das ist ja genau
    0:39:55–0:39:57
    das Spannungsfeld, in dem wir uns auch bewegen, so,
    0:39:57–0:40:02
    wie transformativ ist es oder was ist der Kern nach der Transformativität und
    0:40:02–0:40:07
    das ist ja irgendwie schon auf jeden Fall für mich die Beziehungsqualität zum Beispiel,
    0:40:07–0:40:12
    aber wie voraussetzungsvoll macht es das an vielen Stellen auch und genau,
    0:40:12–0:40:15
    wie doll, genau, können wir das stretchen oder so,
    0:40:15–0:40:18
    was heißt denn dann noch Anschlussfähigkeit, so inwieweit, genau,
    0:40:19–0:40:22
    ist es dann noch eine Frage der Kommunikation oder ist es auch eine Frage eben
    0:40:22–0:40:25
    der ganz konkreten Umsetzung der Idee, also ich würde das gerne so von,
    0:40:25–0:40:28
    also in der Zukunft auch von beiden Seiten anschauen,
    0:40:29–0:40:32
    um nicht nur so zu sagen, ah ja, wir haben hier dieses supergute,
    0:40:32–0:40:35
    tolle Konzept und jetzt müssen wir das so allen überstülpen.
    0:40:35–0:40:37
    Also ich glaube, das ist was, was ich voll gerne vermeiden würde.
    0:40:38–0:40:43
    Ja, ich finde, also die Frage ist schon sozusagen in die Breite gehen.
    0:40:43–0:40:46
    Erstmal, klar, wen sprechen wir an, wie ist da drin inkludiert?
    0:40:46–0:40:50
    Und dann aber auch, was von den Prinzipien sozusagen bleibt da drin auch,
    0:40:50–0:40:51
    sozusagen überlebt da drin.
    0:40:51–0:40:54
    Weil was man dann aus der Transformationsforschung kennt, ist schon auch sozusagen,
    0:40:54–0:40:58
    dass bei zum Beispiel einfach einer Vergrößerung oder so, ganz oft so ist das
    0:40:58–0:41:03
    Kernprinzipien von einer sehr, sehr sozusagen ein ganz, ja, von einem kritischen
    0:41:03–0:41:05
    Punkt ausgestatteten Idee dann verwässern.
    0:41:05–0:41:07
    Und ich glaube, das ist auch ein Faktor, den wir, glaube ich,
    0:41:07–0:41:11
    so mit berücksichtigen müssen. Wie kann dem entgegengewirkt werden?
    0:41:12–0:41:15
    Und ich glaube auch nochmal für eine gesellschaftliche Verankurve müssen wir
    0:41:15–0:41:19
    tatsächlich auch noch antworten auf die Frage finden, wie kann ich denn wirklich
    0:41:19–0:41:21
    in verschiedenen Versorgungsbereichen eigentlich Teil davon sein?
    0:41:21–0:41:26
    Also so, klar, es gibt momentan viele Personen, die halt eben Teil einer solidarischen
    0:41:26–0:41:29
    Landwirtschaft sind, aber selbst da sagen ja Leute schon, es ist gar nicht kompatibel
    0:41:29–0:41:34
    mit meinem Lifestyle, weil nicht mal das schaffe ich an einem Freitag dann sozusagen
    0:41:34–0:41:35
    da meine Gemüseküste abzuholen.
    0:41:36–0:41:40
    Wie ist es, wenn wir das jetzt wirklich irgendwie auf eine Breite von Versorgungsfeldern denken?
    0:41:41–0:41:44
    Da brauchen wir ja wirklich noch Metastrukturen, die halt eigentlich überhaupt
    0:41:44–0:41:52
    ermöglichen, dass das irgendwie eine Form findet, die ermöglichbar ist sozusagen für Individuen.
    0:41:52–0:41:55
    Und ich glaube, da gehen wir wirklich auch im Bereich rein, wie viel Wohnarbeit
    0:41:55–0:42:00
    betreiben Leute, wie viel Zeit brauche ich, um wirklich in dieser Gemeinschaft
    0:42:00–0:42:03
    wirken zu können, um mitbestimmen zu können. will. Das sind Kernprinzipien von CSX.
    0:42:04–0:42:06
    Müssen nicht. Genau, es gibt eine Mannbreite da drin.
    0:42:07–0:42:10
    Für die Leute, die es nicht sehen, Hannah, es schüttet den Kopf so ein bisschen.
    0:42:11–0:42:13
    Genau, das ist auf jeden Fall eine Debatte, die wir auch noch haben.
    0:42:13–0:42:16
    Was sind eigentlich Kernprinzipien oder was macht CSX eigentlich aus?
    0:42:16–0:42:19
    Das können wir auch noch mal reintoppen. Aber ich finde schon,
    0:42:19–0:42:21
    dass es auch in die Richtung irgendwie noch Antworten braucht.
    0:42:21–0:42:22
    Da stehen wir vor der Wampfen.
    0:42:24–0:42:29
    Ja und nein. Ich finde es total spannend, was ihr alle drei gesagt habt.
    0:42:29–0:42:32
    Und ich versuche jetzt mal die Aspekte, die mir in den Kopf geploppt sind,
    0:42:32–0:42:35
    dabei irgendwie nochmal rauszuholen.
    0:42:36–0:42:40
    Mit dieser, wir machen es jetzt für diese drei Milieus, will ich nicht sagen,
    0:42:40–0:42:43
    dass sozusagen am Ende nur diese drei Milieus CSX machen sollen,
    0:42:43–0:42:48
    sondern ich meine genau das, wir sind in so einer Phase, wo halt ultra viel
    0:42:48–0:42:52
    noch unklar ist, wo die rechtlichen Rahmenbedingungen auch noch überhaupt nicht
    0:42:52–0:42:55
    so sind, als dass CSX einfach und gut funktionieren würde.
    0:42:55–0:42:58
    Wir haben nicht mal eine gute, passende Rechtsform, in der man sozusagen das,
    0:42:59–0:43:03
    was wir mit CSX erreichen wollen, nämlich ein geteiltes unternehmerisches Risiko
    0:43:03–0:43:07
    sozusagen auf mehreren Schultern abbilden können in dieser Rechtsform.
    0:43:07–0:43:12
    Also es gibt da immer wieder den Huddel, dürfen Mitglieder überhaupt,
    0:43:12–0:43:18
    dürfen die überhaupt in unserem rechtlichen Rahmen, dürfen die überhaupt mitarbeiten
    0:43:18–0:43:22
    oder begebe ich mich da eigentlich in gesetzliche Grauzonen?
    0:43:22–0:43:28
    Ja, genau, diese ganzen Fragen sind sozusagen da,
    0:43:28–0:43:33
    aber sind eben noch nicht geklärt und es gibt eben noch keinen groß genügend
    0:43:33–0:43:38
    Druck oder auch noch nicht sozusagen die Sichtbarkeit dieser CSX-Bewegung und dieser neuen Ansätze,
    0:43:39–0:43:43
    damit die Politik überhaupt sozusagen diesen rechtlichen Rahmen weitet, damit das möglich wird.
    0:43:43–0:43:47
    Und ich glaube, was ich mir wünschen würde, ist, dass wir uns fokussieren auf
    0:43:47–0:43:52
    diese 25 Prozent jetzt erstmal und sagen, okay, die holen wir mit rein,
    0:43:52–0:43:53
    mit denen probieren wir es aus.
    0:43:53–0:43:57
    Die sind eh schon offen, die haben vielleicht auch ein bisschen eine Frustrationstoleranz,
    0:43:57–0:43:59
    wenn es beim ersten Mal nicht so klappt.
    0:44:00–0:44:04
    Genau, aber die sind noch nicht so, dass sie sagen, okay, das funktioniert,
    0:44:04–0:44:06
    jetzt ist es irgendwie komisch, dann höre ich sofort wieder auf,
    0:44:06–0:44:09
    sondern die haben irgendwie auch eine Bereitschaft für Neues.
    0:44:09–0:44:13
    Und mit denen kommen wir dann so weit, dass wir wirklich auch gesetzlich,
    0:44:13–0:44:18
    also staatliche Institutionen so verändern können, dass CSX breiter funktioniert.
    0:44:19–0:44:23
    Und dann ist halt die Frage, genau, wie funktioniert denn mein Leben,
    0:44:23–0:44:26
    wenn ich sage, ich bin Mitglied in einer Solavie.
    0:44:26–0:44:30
    Dann bin ich noch Mitglied in einer gemeinschaftsgetragenen Food Corp,
    0:44:30–0:44:36
    wo ich dann mein Trockenzeug bekomme, meine Nudeln, mein Reis, meine Haferflocken.
    0:44:36–0:44:41
    Dann bin ich Mitglied in einer Textil-Solavie, wo ich irgendwie meine Kleider
    0:44:41–0:44:43
    neu kaufen kann, aber auch meine Kleider reparieren kann.
    0:44:43–0:44:49
    Dann bin ich noch Mitglied in einem Fahrradreparaturladen, wo ich mein Fahrrad
    0:44:49–0:44:52
    gekauft habe und auch reparieren lasse, wenn ich es brauche.
    0:44:52–0:44:56
    Dann bin ich noch Mitglied in einem Carsharing-Gemeinschaft,
    0:44:56–0:45:00
    wo ich halt diverse Autos irgendwie gemeinsam nutzen kann. Dann bin ich in einer
    0:45:00–0:45:02
    Wohngemeinschaft, wo ich irgendwie lebe.
    0:45:03–0:45:07
    Dann bin ich in einer Pflegegemeinschaft, wo ich dann vielleicht auch ankommen
    0:45:07–0:45:09
    kann und keine 5000 Euro im Monat bezahlen kann.
    0:45:09–0:45:14
    Für alle möglichen Versorgungsbereiche gibt es Möglichkeiten,
    0:45:14–0:45:15
    gibt es kleine erste Piloten.
    0:45:16–0:45:19
    Und die Frage ist ja auch, funktioniert es überhaupt, sozusagen sein ganzes
    0:45:19–0:45:22
    Leben gemeinschaftsgetragen zu organisieren.
    0:45:22–0:45:27
    Wenn ich dann für jede dieser Organisation alle zwei Wochen oder einmal im Monat
    0:45:27–0:45:29
    nur ins Plenum muss, dann drehe ich ja durch. Und.
    0:45:31–0:45:35
    So wie das MYZELIUM zumindest, wie wir das verstehen, sind es eben oft Anbieterinnen,
    0:45:35–0:45:39
    die die Entscheidung treffen und ich kann sozusagen durch die Beziehung,
    0:45:40–0:45:44
    die ich habe zur Anbieterin, kann ich irgendwie meine Wünsche und Bedürfnisse damit reingeben.
    0:45:46–0:45:49
    Und die Anbieterin muss dann für sich entscheiden, in diesem Rahmen,
    0:45:49–0:45:53
    in dem ich gerade drinstehe, kann ich das leisten oder kann ich das nicht leisten
    0:45:53–0:45:56
    oder kann es vielleicht auch von der Gemeinschaft geleistet werden,
    0:45:56–0:45:59
    dieses Bedürfnis zu erfüllen, was ich dann, was weiß ich, habe.
    0:45:59–0:46:03
    Aber ich habe überhaupt nicht den Anspruch, also ich bin tatsächlich bei einem
    0:46:03–0:46:06
    umgekrempelt Ultra, das ist ja für die Zuhörerin auch ein Begriff,
    0:46:06–0:46:10
    ich habe überhaupt nicht den Anspruch, da irgendwie mit über Sortiment zu bestimmen,
    0:46:10–0:46:13
    da irgendwie, sondern am Ende gehe ich halt wirklich auch in den Laden,
    0:46:14–0:46:18
    und habe da eine Auswahl, die sie getroffen hat, Isabel, und suche mir dann
    0:46:18–0:46:21
    da halt eine Hose aus, so wie in einem ganz anderen stinknormalen Laden.
    0:46:21–0:46:24
    Auch nur, dass ich weiß, dass die Person, die diese Sachen ausgesucht hat,
    0:46:24–0:46:27
    dass ich der vertraue und dass sie die gleichen Werte teilt wie ich,
    0:46:28–0:46:31
    nämlich dass Textilien lange halten und irgendwie nicht scheiße produziert sind.
    0:46:31–0:46:37
    Genau, und wenn wir das hinbekommen, in verschiedenen Regionen,
    0:46:37–0:46:41
    also für dieses Milieu erstmal auszuprobieren, zu ermöglichen,
    0:46:42–0:46:46
    viele dieser kleinen Dinge aufzubauen, ich glaube, dann haben wir schon eine
    0:46:46–0:46:50
    Chance, dass es sozusagen diese Normalität verrückt und...
    0:46:51–0:46:56
    Auch andere Leute, genau, und dann kommt sozusagen Stufe 2, wo die Frage ist,
    0:46:57–0:46:59
    kommunizieren wir dann sozusagen nochmal anders?
    0:46:59–0:47:03
    Passen wir dann vielleicht nochmal Kriterien an, die es anderen Menschen leichter
    0:47:03–0:47:07
    macht, teilzuhaben oder sich da umzustellen?
    0:47:07–0:47:11
    Vielleicht nochmal direkt, weil genau, was wir ja auch gesehen haben,
    0:47:11–0:47:15
    ist, dass wirklich viele von Nichtmitgliedern sozusagen auch nicht wissen,
    0:47:15–0:47:18
    ich weiß gar nicht, ob es CSX bei mir im Umkreis gibt oder so.
    0:47:18–0:47:22
    Das ist wirklich so ganz banal, dass wir wirklich immer noch Aufklärungsarbeit,
    0:47:22–0:47:25
    sozusagen Kampagnenarbeit leisten können, mit Blick auf so, es gibt dieses Konzept,
    0:47:26–0:47:28
    schaut doch mal bei euch irgendwie um die Ecke oder so.
    0:47:28–0:47:31
    Gibt es zum Beispiel diesen Laden, geht mal hin und probiert es aus.
    0:47:31–0:47:34
    Und was wir eben auch sehen, was du jetzt gerade auch angesprochen hast oder
    0:47:34–0:47:37
    was ich vorhin schon mit der anderen Erhebung meinte, dass eben diese Art von
    0:47:37–0:47:39
    Vertrauensbasis so zentral da drin ist.
    0:47:39–0:47:42
    Also entweder bin ich eh schon wertegetrieben und sage so, hey,
    0:47:42–0:47:47
    ich suche nach Ansätzen, die sozusagen im Einklang mit beispielsweise meinem
    0:47:47–0:47:50
    ökologischen Selbstverständnis sind oder so. Und dann stoße ich vielleicht auch eher drauf.
    0:47:51–0:47:54
    Aber was wir eben auch sehen, ist, dass halt eben diese Vertrauenskomponente
    0:47:54–0:47:59
    von, ah, okay, meine beste Freundin geht immer diesen Laden, das macht das mit mir.
    0:47:59–0:48:02
    Und da muss ich jetzt gar nicht mal diese Werte im Assis teilen,
    0:48:02–0:48:06
    sondern es kann halt einfach sein, dass dadurch, dass ich ihr halt so vertraue,
    0:48:06–0:48:09
    ich auch viel mehr eher in diesen Kontakt, in diesem Ansatz komme.
    0:48:09–0:48:14
    Und ich glaube, das finde ich schon auch immer zentral an alle Überzeugungstäterinnen da draußen.
    0:48:15–0:48:17
    Dass ihr euch vielleicht dann wirklich irgendwie auch eure Leute in eurem nahen
    0:48:17–0:48:20
    Impffeld schnappt und einfach sozusagen vielleicht mal einen Ausflug macht in
    0:48:20–0:48:24
    den Unkrempeltladen oder in Radau irgendwie die Fahrradbergstadt,
    0:48:25–0:48:27
    wo es einfach anders funktioniert und da halt wirklich auch zugegen geschafft.
    0:48:27–0:48:30
    Also ich glaube, als Bewegung sind wir schon darauf angewiesen,
    0:48:30–0:48:32
    dass es halt nicht nur an den intermediären Strukturen hängt,
    0:48:32–0:48:35
    dass es nicht nur an Forschungsinstitutionen hängt, die halt sagen,
    0:48:35–0:48:36
    hier, das Konzept ist irgendwie sinnvoll,
    0:48:37–0:48:40
    sondern dass wirklich irgendwie alle Personen, die irgendwie schon Kontakt dazu
    0:48:40–0:48:45
    haben, loslaufen und Leute mitnehmen und sagen so, hey, kommt einfach mal mit und guckt euch das an.
    0:48:46–0:48:50
    Und gerade weil ja Leute vielleicht aus dem postmateriellen Milieu ja durchaus
    0:48:50–0:48:54
    auch in ihrer Familie durchaus auch konservative Leute ansprechen können.
    0:48:55–0:48:57
    Das ist ja auch alles gar nicht so abgezirkelt.
    0:48:57–0:49:01
    Genau, da bin ich total bei dir. Und aber an dem Punkt würde ich auch nochmal
    0:49:01–0:49:04
    ergänzen wollen, dass wir ja auch sehen, dass bestimmte Werte,
    0:49:04–0:49:07
    die in CSX vertreten, werden total anschlussfähig auch an solchen Milösen.
    0:49:08–0:49:12
    Also es ist ja gar nicht so, dass irgendwie total die Trennung da existiert,
    0:49:13–0:49:16
    sondern das, was wirklich irgendwie da als regionale Grundversorgung umgesetzt
    0:49:16–0:49:20
    wird, geht total in Kreise, da würde ich auch noch dieses Neue in Frage stellen.
    0:49:20–0:49:26
    Das sind teilweise Praktiken, die sind sehr alt. Also, Karin,
    0:49:26–0:49:30
    wir kommen beide und Juli, wir kommen aus dem Osten, da gibt es so viele Bezüge sozusagen,
    0:49:31–0:49:34
    wirklich schon allein auf so einer Praktikenebene, dass ganz viele Akteure eigentlich
    0:49:34–0:49:39
    das kennen, was wir in CSX jetzt sozusagen als so neuen Wein verkaufen oder so.
    0:49:39–0:49:43
    Das sind einfach Sachen, die sind sehr anschlussfähig. Ja.
    0:49:45–0:49:50
    Ja, ich würde gerne nochmal diesen Punkt aufgreifen. Boah, ich habe jetzt so
    0:49:50–0:49:52
    viele Beitragsrunden alle zwei Wochen.
    0:49:53–0:49:56
    Also sagen nur, damit da keine Ängste entstehen. Ich vermute mal,
    0:49:56–0:50:00
    dass ihr auch das vielleicht schon auch euch gedacht habt, dass das ja wirklich
    0:50:00–0:50:04
    auf einer regionalen Ebene dazu führen kann, dass Leute, die solche Initiativen machen,
    0:50:04–0:50:08
    sowas wie Commonsverbünde auch gründen, wo einfach die ganzen Versorgungsstrukturen
    0:50:08–0:50:12
    wirklich ihre Betriebskosten gemeinsam transparent machen.
    0:50:12–0:50:17
    Und die Mitglieder, die einen Teil der Angebote oder auch die ganzen Angebote
    0:50:17–0:50:21
    nutzen, wirklich in eine gemeinsame Beitragsrunde gehen, was das ganze System
    0:50:21–0:50:23
    total vereinfacht. Die Fuchsmühle macht das so.
    0:50:23–0:50:28
    Also da ist irgendwie die Miete von den gemeinschaftseigenen Wohnungen,
    0:50:28–0:50:31
    die Miete von den fremdgemäßigen Wohnungen, der Bewegungsraum,
    0:50:31–0:50:34
    die Coworking Space, die Food Coop, die Autos.
    0:50:34–0:50:38
    Das ist irgendwie alles in einer Beitragsrunde, die online gemacht wird.
    0:50:38–0:50:42
    Und es ist super easy, sozusagen sowas auch zu denken und zu machen.
    0:50:43–0:50:47
    Und mit den entsprechenden Tools. Und was ja aber auch da drin steckt,
    0:50:47–0:50:50
    weil wir uns ja auch die Frage stellen, wie geht es denn weiter mit diesen Ansätzen,
    0:50:51–0:50:55
    Das einmal zu sagen, diese regionale Ebene mit verschiedenen Angeboten und verschiedenen
    0:50:55–0:50:59
    Bedürfnissen miteinander verweben und möglich machen für eine Community,
    0:50:59–0:51:04
    die auch offen ist, aber auch klar definiert sein muss, damit es funktioniert,
    0:51:05–0:51:09
    ist ja auch die Frage, innerhalb von einer Wertschöpfungskette,
    0:51:10–0:51:12
    zum Beispiel im Klamotten- oder Ernährungsbereich,
    0:51:13–0:51:16
    da auch Sachen neu zu denken und zu gucken, was
    0:51:16–0:51:20
    lernen wir hier aus diesen Forschungsergebnissen, Was bedeutet es denn,
    0:51:21–0:51:24
    wenn wir so eine Wertschöpfungskette vom Saatgut über die Landwirtin,
    0:51:25–0:51:30
    zwischen Großhandel, kleine Läden oder vielleicht Foodcoops bis hin zu Verbraucherinnen,
    0:51:30–0:51:35
    was bedeutet es denn, da diese Miliebrille oder diese Wertebrille oder diese
    0:51:35–0:51:40
    Persönlichkeitsbrille draufzulegen mit der Frage, wie kann da drin denn sowas passieren,
    0:51:40–0:51:44
    wie dass auf einmal alle innerhalb dieses Systems füreinander Verantwortung
    0:51:44–0:51:49
    übernehmen wollen und sagen, hier, okay, ich mache meine Kosten transparent,
    0:51:49–0:51:52
    was die meisten da drin nicht gewohnt sind.
    0:51:52–0:51:57
    Und ich bin bereit, sozusagen da, wo kein Geld ankommt, meinen Gewinn zu teilen,
    0:51:57–0:51:58
    was ja meistens die Bioläden sind.
    0:51:58–0:52:01
    Also die Erzeuger und die Großänder, die verdienen viel.
    0:52:02–0:52:06
    Also da sehe ich große Berge auf uns zukommen, wo diese Brille aber auch total
    0:52:06–0:52:11
    hilfreich ist, zu überlegen, okay, wie kann es denn gehen und wo wird es auch schon gemacht?
    0:52:11–0:52:14
    Da gibt es auch viele Beispiele, aber das ist vielleicht eher eine eigene Podcast-Folge.
    0:52:15–0:52:18
    Ja, beziehungsweise auch wieder eine super Überleitung. Also zu der Frage,
    0:52:18–0:52:21
    was soll jetzt eigentlich noch passieren im Rahmen von Switch?
    0:52:22–0:52:26
    Weil wir sind jetzt, im letzten Real-Workshop haben wir so ein bisschen den
    0:52:26–0:52:29
    Kick-Off gegeben im Sinne von, hey, wir haben jetzt irgendwie mit euch einmal
    0:52:29–0:52:34
    die Konzeptarbeit, die Konzeptionalisierung von euren Ansätzen gemacht.
    0:52:35–0:52:40
    Mal ist das gelungen sozusagen, mal nicht, je nach Projekt, je nach Person,
    0:52:40–0:52:40
    die man auch begleitet hat.
    0:52:41–0:52:46
    Aber jetzt ist sozusagen der Kick-off, wir gehen raus, wir gehen in die Öffentlichkeit,
    0:52:46–0:52:49
    wir versuchen wirklich ein Team vielleicht auch zu finden, was das mit uns umsetzt.
    0:52:50–0:52:53
    Wir versuchen irgendwie die richtigen Worte zu finden für das, was wir tun.
    0:52:54–0:52:57
    Und wir versuchen das irgendwie jetzt wirklich in eine sichtbare,
    0:52:58–0:53:00
    greifbare Realität zu bringen um uns herum.
    0:53:00–0:53:03
    Sei der Ansatz, sei der erste Schritt sozusagen auch noch so klein.
    0:53:03–0:53:07
    Da stehen wir jetzt gerade mal so ein bisschen. Der nächste Real-Workshop ist
    0:53:07–0:53:10
    im März, wo wir uns auch noch ausdenken dürfen, was da passiert.
    0:53:10–0:53:13
    Und vielleicht können wir da mal so ein bisschen spinnen. Was würden wir uns
    0:53:13–0:53:16
    denn wünschen, was jetzt noch passieren darf im Rahmen von Switch?
    0:53:16–0:53:21
    Und ich finde diese Themen, wo wir gerade auch schon so vorbeigeschraubt sind,
    0:53:21–0:53:25
    auch richtig wichtig. Weil diese Frage von Kommunikation, wie erkläre ich überhaupt
    0:53:25–0:53:26
    den Leuten, was ich mache?
    0:53:26–0:53:30
    Also sollte ich überhaupt CSX benutzen als Begriff?
    0:53:30–0:53:37
    Ehrlich gesagt würde ich sagen, nee. Weil es ist so, eigentlich ist es ultragesunder
    0:53:37–0:53:41
    Menschen des Verstands zu sagen, hey, wir wirtschaften transparent.
    0:53:41–0:53:45
    Wir sagen einfach, was wir tun und wie viel es kostet. Wir sammeln Leute zusammen,
    0:53:45–0:53:49
    die Lust haben, das mitzumachen und dann geben sie Geld rein und zwar nur so
    0:53:49–0:53:52
    viel sie können und mit dem sich gut fühlen. Und wenn es halt nicht reicht,
    0:53:52–0:53:53
    brauchen wir noch mehr Leute.
    0:53:53–0:53:58
    Und ansonsten haben wir die Fülle erreicht und können dieses Angebot halt in die Welt bringen.
    0:53:58–0:54:01
    Also es ist irgendwie so und das Ganze machen wir halt nicht,
    0:54:01–0:54:05
    um möglichst viel Gewinn für ein paar wenige Personen rauszuholen,
    0:54:05–0:54:12
    sondern um möglichst viele Bedürfnisse zu befriedigen von den Menschen, die dabei sind.
    0:54:12–0:54:14
    Also ich finde, es hört sich, wenn man das so einfach formuliert,
    0:54:15–0:54:18
    an wie einfach nur ein gesunder Menschenverstand.
    0:54:19–0:54:23
    Und vielleicht braucht es auch, und dann auch dieses, es gab es alles auch schon mal.
    0:54:23–0:54:26
    Also in der Region irgendwie die Ressourcen zu nutzen, die du hast und irgendwie
    0:54:26–0:54:30
    miteinander was auf die Beine zu stellen, ist jetzt auch irgendwie jetzt nicht
    0:54:30–0:54:33
    die neueste Erfindung zum Glück, das 21.
    0:54:34–0:54:36
    Jahrhundert, sondern wir waren schon mal viel eher so organisiert.
    0:54:36–0:54:42
    Und trotzdem gibt es ja diese Hürde von wegen, wir kommen irgendwie aus dem
    0:54:42–0:54:47
    Akademischen und wir formulieren es irgendwie so fancy und tun irgendwie so, als wäre es was Neues.
    0:54:48–0:54:52
    Auf der einen Seite, es wirkt irgendwie abschreckend, zumindest auf alle Leute,
    0:54:52–0:54:57
    die jetzt nicht in ihrer Charaktereigenschaft so eine große Offenheit haben für neue Erfahrungen.
    0:54:57–0:55:03
    Und dann dieser zweite Punkt von wegen, ja, diese ganz sensible,
    0:55:03–0:55:04
    wie kriegt man überhaupt.
    0:55:05–0:55:10
    Also wie schafft man es überhaupt, das auch so zu verlernen,
    0:55:11–0:55:14
    wie wir eigentlich gelernt haben zu wirtschaften, in Konkurrenz zueinander und
    0:55:14–0:55:17
    wirklich transparent über Geld zu sprechen zum Beispiel.
    0:55:17–0:55:21
    Also es hört sich einfach an, aber in Wirklichkeit ist es halt sozusagen die
    0:55:21–0:55:24
    Praktiken, die wir gelernt haben,
    0:55:24–0:55:28
    so zu wirtschaften, wie wir wirtschaften, die sitzen halt schon tief und über
    0:55:28–0:55:32
    Generationen auch tief und da wieder so ein...
    0:55:33–0:55:37
    Zu uns Zugang zu bekommen, zu diesem gesunden Menschenverstand,
    0:55:38–0:55:43
    der halt nicht so durchstrukturiert und durchreguliert ist durch dieses kapitalistische,
    0:55:43–0:55:45
    konkurrenzorientierte System, in dem wir gerade drinstecken.
    0:55:46–0:55:48
    Also genau, aber jetzt habe ich schon wieder so viel gesprochen.
    0:55:48–0:55:49
    Deshalb die Frage nochmal in die Runde.
    0:55:50–0:55:54
    Was darf jetzt noch passieren? Was sind Themen, die noch rein müssen jetzt für
    0:55:54–0:55:57
    die Teilnehmers, aber auch für uns?
    0:55:58–0:56:01
    Also ich meine, es gibt ja tatsächlich ein Forschungsprogramm sozusagen.
    0:56:01–0:56:04
    Switch ist ja nicht ganz nur Wunschkonzert, sondern es gibt ja tatsächlich sehr
    0:56:04–0:56:08
    klare Forschungsfragen, die auch mitbestimmen, was da drin passiert.
    0:56:08–0:56:12
    Aber eben, wir sind gerade an dem Punkt, dass es mit diesen Jürgenstudien auch weitergeht,
    0:56:13–0:56:17
    so was sind eben zielgruppenspezifische Ansprachen und das ist eben der Vorteil
    0:56:17–0:56:19
    in transizizinerer Forschung,
    0:56:19–0:56:23
    dass wir jetzt irgendwie als nächsten Schritt einfach wirklich das mal ausprobieren
    0:56:23–0:56:27
    dürfen, dass die Teilnehmenden sozusagen mit bestimmten Ideen rausgehen und
    0:56:27–0:56:29
    eben sozusagen diese Ansprachen mal wirklich versuchen.
    0:56:30–0:56:33
    Und wir halt gucken, was da drin funktioniert und was da drin funktioniert nicht.
    0:56:34–0:56:37
    Das heißt, es hat einen praktischen Nutzen, dass die Switch-Teilnehmer eigentlich
    0:56:37–0:56:41
    sehen, so können wir Mitglieder gewinnen, so können wir andere Akteure irgendwie
    0:56:41–0:56:42
    sozusagen mit einbinden.
    0:56:43–0:56:45
    Und es hat wieder forschungsseitig sozusagen, es ist für uns auch ein Erkenntnisgewinn,
    0:56:46–0:56:50
    der auch für eine Forschungskommunität total relevant ist.
    0:56:50–0:56:53
    Wir haben außerdem diese Fragestellung nach Rahmenbedingungen.
    0:56:53–0:56:56
    Das heißt, eigentlich versuchen wir noch auf einer anderen Ebene dann zu eruieren,
    0:56:56–0:56:59
    was brauchst du, denn du hast gerade schon Rechtsformgeschichte angesprochen,
    0:57:00–0:57:06
    wirklich an Rahmenbedingungen, die halt nicht sozusagen allein in unserer Hand
    0:57:06–0:57:09
    liegen, sondern die wirklich dann auf gesetzliche Vorschriften etc.
    0:57:09–0:57:12
    Nochmal auf eine andere Ebene gehoben werden müssen, wo wir vorhaben,
    0:57:12–0:57:18
    tatsächlich auch mit Vertreterinnen von IHKs, mit Vertreterinnen von Lokalpolitik etc.
    0:57:18–0:57:22
    Auch nochmal zusammenzukommen, um zu diskutieren, was wäre möglich eigentlich
    0:57:22–0:57:26
    in der Umsetzung, wo müssen Anfassungen vorgenommen werden, um halt eine gemeinschaftsgetragene
    0:57:26–0:57:27
    Wirtschafts- und Gesellschaftsform zu unterstützen.
    0:57:28–0:57:30
    Und ich mag nochmal einen Zusatz zu dem,
    0:57:30–0:57:34
    Es gab es alles schon, es ist trotzdem innovativ, weil in der Zusammensetzung
    0:57:34–0:57:36
    der Prinzipien ist es schon eine Neuartigkeit.
    0:57:37–0:57:41
    Ich meine, diese Anschlussfähigkeit mit bestimmten Prinzipien sind in bestimmten
    0:57:41–0:57:46
    gesellschaftlichen Gruppen sozusagen verbreitet gewesen oder waren sozusagen auch schon gewohnt.
    0:57:46–0:57:49
    Aber weil ich vorhin eben sozusagen diesen Ausbezug gemacht habe.
    0:57:50–0:57:56
    Da ist sozusagen die Bestimmung von was wird produziert ja nicht durch die Person,
    0:57:56–0:57:58
    die es komplett betroffen hat, gefallen.
    0:57:58–0:58:02
    Es wurde nicht wirklich in dem Maß sozusagen partizipiert,
    0:58:02–0:58:06
    sondern das ist was, was sozusagen der Staat getroffen hat und da ist ja sozusagen
    0:58:06–0:58:11
    ECSX sehr neuartig, das mag ich nochmal hinzufügen, weil es ist schon sozusagen
    0:58:11–0:58:14
    in der Konstellation, wie diese Prinzipien zusammengeführt wird,
    0:58:14–0:58:15
    was neuartig ist und das finde ich wichtig.
    0:58:16–0:58:19
    Ja, also ich habe jetzt nochmal zwei Impulse mitgenommen. Zielgruppengerechte
    0:58:19–0:58:22
    Ansprache und auch wirklich zu
    0:58:22–0:58:25
    überlegen, was sind denn überhaupt Rechtsformen, die gerade Sinn machen.
    0:58:25–0:58:29
    Und genau, da haben ja Menschen unter uns, die sich sehr gut mit Genossenschaften
    0:58:29–0:58:36
    auskennen. Dann aber auch Kombinationen aus gemeinnütziger Verein und irgendwie noch einer UG, GmbH.
    0:58:36–0:58:40
    Aber das finde ich auf jeden Fall auch richtig wichtig, dass wir da irgendwie
    0:58:40–0:58:48
    nochmal auch Juristen unserer Wahl, Juristin reinholen, die da vielleicht mal einen Input macht.
    0:58:48–0:58:52
    Und ich meine, was noch passieren darf und soll, ist, was bei uns jetzt unter
    0:58:52–0:58:56
    diesem Terminus Transition Toolkit läuft, dass wir natürlich versuchen,
    0:58:57–0:58:59
    all das Wissen, was es für einen Aufbau solcher Organisationen braucht,
    0:59:00–0:59:01
    zur Verfügung zu stellen.
    0:59:01–0:59:06
    Und das heißt wirklich, auch wieder zielkrochen spezifisch, ich bin eine Unternehmerperson
    0:59:06–0:59:09
    und habe die Lust, das, was ich schon aufgebaut habe, irgendwie auf eine andere
    0:59:09–0:59:12
    Art und Weise zu machen und Gemeinschaft damit reinzuholen. Welche Schritte muss ich gehen?
    0:59:13–0:59:16
    Ich bin eine Person, die Lust hat, sozusagen als Mitglied zu partizipieren.
    0:59:16–0:59:18
    Was sind meine Möglichkeiten? Wo setze ich an?
    0:59:19–0:59:23
    Oder ich habe halt eigentlich eine Organisation, die ich im Art of Physio stellen
    0:59:23–0:59:26
    will. Wie kann ich so eine Neugründung von CSX eigentlich irgendwie betreiben?
    0:59:26–0:59:29
    Also das sind ja Sachen, die wir jetzt eigentlich ab nächstes vorhaben,
    0:59:29–0:59:31
    wo wir ja direkt gleich nochmal ins nächste Arbeitstreffen gehen.
    0:59:32–0:59:35
    Wie könnte so ein Transition Toolkit aussehen? Welche Form kann das haben,
    0:59:35–0:59:37
    so dass es halt möglichst nicht wegschwellig zugänglich ist?
    0:59:38–0:59:40
    Damit werden wir uns jetzt auch konkret beschäftigen.
    0:59:40–0:59:44
    Und ich glaube, was ich nochmal so sagen mag oder vielleicht auch irgendwie
    0:59:44–0:59:48
    so ein schöner Abschluss sein könnte, dass das halt auch auf jeden Fall erst der Anfang war.
    0:59:48–0:59:53
    Also, dass wir Bock haben, auch definitiv nach Switch weiter zu schauen.
    0:59:53–0:59:58
    Wir sind jetzt bis nächstes Jahr Sommer noch gemeinsam unterwegs hier als Projektzusammenhang,
    0:59:58–1:00:02
    aber merken auch, dass wir richtig Bock haben, da dran zu bleiben.
    1:00:02–1:00:06
    Und auch schon quasi neue Ideen gesponnen haben, aber ich glaube,
    1:00:06–1:00:08
    das lassen wir vielleicht als Kiffen ja auch so ein bisschen offen.
    1:00:09–1:00:12
    Ja, voll. Also genau. In einem Jahr lade ich euch dann alle nochmal ein.
    1:00:13–1:00:15
    In den Podcast oder in einem halben Jahr.
    1:00:15–1:00:17
    Wenn wir vielleicht wissen, wie es weitergeht danach.
    1:00:18–1:00:21
    Genau, und vielleicht ein Aspekt, den wir jetzt zu dem Ganzen,
    1:00:22–1:00:25
    wir wollen CSX in die Welt bringen, noch nicht so gesagt haben.
    1:00:26–1:00:30
    Also ich finde es ein richtig wertvoller Aspekt für mich an Switch ist eben auch,
    1:00:30–1:00:35
    dass ihr so viele Organisationen, Menschen vertreten sind, Menschen vertreten
    1:00:35–1:00:39
    sind, die auch in ultra vielen verschiedenen Bereichen irgendwie fähig sind
    1:00:39–1:00:42
    und involviert sind auch.
    1:00:42–1:00:46
    Also hier ist einfach richtig viel Erfahrungswissen zu dem Thema im Raum und
    1:00:46–1:00:51
    richtig viele verschiedene Organisationen mit unter einem Projektdach.
    1:00:51–1:00:54
    Und ich glaube, das ist auch so eine richtig krasse Qualität,
    1:00:54–1:00:57
    die ich schätze an Switch, dass wir einfach als Team so zusammengerückt sind.
    1:00:58–1:01:01
    Dass Organisationen sich miteinander synchronisieren und ausrichten,
    1:01:01–1:01:06
    wir voneinander wissen überhaupt, was wir tun und genau,
    1:01:06–1:01:11
    da vielleicht auch nochmal die Einladung an Menschen, die zuhören und irgendwie
    1:01:11–1:01:15
    denken, okay, ich mache aber auch was in die Richtung und ihr solltet davon
    1:01:15–1:01:19
    wissen oder genau, ich möchte da auch mein Wissen teilen, dass man sich da auch
    1:01:19–1:01:20
    richtig gerne melden kann zu.
    1:01:20–1:01:24
    Und wie gesagt, ein Link wird in den Shownotes sein, wo ihr mal draufklicken
    1:01:24–1:01:27
    könnt, wo ihr euch zu dem Projekt auch noch was durchlesen und anschauen könnt
    1:01:27–1:01:30
    und wo ihr auch Kontaktdaten findet, wo ihr euch melden könnt,
    1:01:31–1:01:32
    wenn ihr noch irgendwas beitragen wollt.
    1:01:32–1:01:35
    Genau, und wenn ihr anders beitragen wollt, ich weiß nicht, ob ihr das schon
    1:01:35–1:01:37
    gespoilert habt, aber es ist ja eine CSX-Stiftung in Gründung.
    1:01:38–1:01:41
    Und gerade wenn es irgendwie finanzielle Mittel gibt, die sozusagen irgendwie
    1:01:41–1:01:46
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    1:01:46–1:01:48
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    1:01:48–1:01:51
    Da wird das sozusagen veröffentlicht, weil dann könnt ihr auch genau diese Strukturen,
    1:01:51–1:01:55
    dieses Ökosystem für die CSX-Bewegung massiv unterstützen, wenn ihr da tatsächlich
    1:01:55–1:01:59
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