Musik-Interviews

Musik-Interviews

By radioeins (rbb)MusicMusic Interviews
Download on the App Store

Musik-Interviews episodes

  • Sophe
    Nicht weniger als "Hörer*innen aus gewohnten Hörmustern zu reißen" hat sich Sophia Bicking alias Sophe auf die Fahnen geschrieben. Dies gelingt ihr auf ihrer aktuellen, zweiten EP "Hey, Calm Down" indem sie ihre Jazz-Ausbildung auf unkonventionelle Art einbringt und mal beispielsweise Eighties-Synthies auf Breakbeats treffen lässt, mal ganz auf die Kraft ihrer einprägsamen Stimme setzt und diese hypnotisierend über komplex verwobenen Background-Vocals schweben lässt. So begeisterte sie mit ihren Klangwelten zwischen Pop und Rock, Jazz, Indie und sogar freier Vokalimprovisation unter anderem bereits das Publikum beim Storkower Alínæ Lumr-Festival im vergangenen Jahr. Derzeit arbeitet sie nach zwei EPs an ihrem Debütalbum, das 2025 erscheinen soll und sich thematisch intensiv mit ihrer ostdeutschen Sozialisation auseinandersetzt. Wir sind gespannt auf die "faszinierende Fusion aus Neuinterpretationen und Samples des DDR-Rock-, Pop- und Jazz-Repertoires sowie ihren eigenen Kompositionen, die sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gesungen werden" sowie besonders auf das, was uns Sophe darüber heute im Interview erzählen wird. Vielleicht wird sie auf der kleinen Bühne des studioeins gemeinsam mit ihrer Band auch schon den ein oder anderen Song daraus vorstellen – auf jeden Fall dürfte ihr heutiger Besuch Appetit machen auf ihr nächstes Konzert, das Sophe am 15.1. in der Orangerie Neukölln als Support von Laura Grandy geben wird.
    26 min
  • Lles
    Nach fast zwei Jahrzehnten als Gitarrist, Backing-Sänger und Songschreiber der mecklenburgisch-vorpommerischen Punk-Band Feine Sahne Fischfilet beschloss Christoph Sell 2022, dass es an der Zeit sei, neue, eigene Wege zu gehen – auch musikalisch. Wie Letzteres klingt, kann seit November 2024 auf "Lost Times", seinem Solo-Debütalbum unter dem Namen Lles, nachgehört werden. Heute Abend stellt er es im studioeins vor.
    29 min
  • Saturndaze
    Auch, wenn keines ihrer Mitglieder damals schon auf der Welt war, findet die junge Hamburger Band Saturndaze ihre größte Inspirationsquelle in den Siebzigern. Aber keine Angst: Das Quintett um Sängerin und Pianistin Rilana Wronowski bietet keinen faden Zweitaufguss eines altmodischen Sounds an.
    Vielmehr eifern die fünf auf ihrem Debütalbum "Facades" Vorbilder wie Queen und besonders Supertramp darin nach, Pop-Songs zu schreiben, die zugleich von anspruchsvoller Komplexität wie zeitloser Eingängigkeit sind – mit Erfolg.
    27 min
  • ApfelÜ
    Am bekanntesten dürfte René Marik als der "Mann hinter dem Maulwurf" sein, jener drolligen Bauchrednerpuppe mit dem eigenwilligen Wortschatz. Doch der gebürtige Hildesheimer hat durchaus mehr zu sagen als "Autschn!" oder "Rapante" – und tut dies unter anderem singend: "Liebe geht" heißt das im Oktober 2024 erschienene Debütalbum seiner Band ApfelÜ, in der er zudem sein Talent als Gitarrist unter Beweis stellt. Textlich "fließen seine Erfahrungen aus der Hausbesetzer-Szene Mitte der Neunzigerjahre genauso (...) ein wie zwischenmenschliche und gesellschaftliche Betrachtungen aus der Jetztzeit. Persönliches wird dabei politisch und Politisches persönlich" – selbstredend alles ansprechend pointiert verfasst und vorgetragen. Klanglich untermalt werden Mariks Worte von einem knackig-melodiösen Rock-Sound, der unter Mitwirkung der renommierten Musiker Bodo Goldbeck (Bass, u.a. Ichfunktion), Benoît Ribot (Gitarre, Ex- Lord Mouse and the Calypso Cats) sowie Alexander Cumming (Schlagzeug, Irdorath) entsteht. Besondere Veredelung erfahren die Songs last but keineswegs least durch Trompeterin Ulrike Arzet, die bereits mit Adele auf Tour war und ansonsten festes Mitglied von Rainald Grebes Orchester der Versöhnung ist. Wir freuen uns, René Marik und ApfelÜ als erste musikalische Gäste des neuen Jahres im studioeins für ein Interview und den ein oder anderen live dargebotenen Song zu begrüßen!
    26 min
  • Jeanette Hain

    Wer auf seine Kindheit und Jugend zurückblickt und den Satz sagen kann "Ich war von Liebe umgeben", der darf sich glücklich schätzen, denn er - oder sie - bekommt dadurch sicherlich schon mal einen ordentlichen Werkzeugkoffer mit, um sich all den Debakeln, Veränderungen und Widersprüchlichkeiten des Lebens gegenüber möglicherweise besser zu wappnen. Das scheint aufzugehen bei Jeanette Hain, die 1969 in München zur Welt kam und lange schon in Berlin lebt. Dass sie Schauspielerin werden würde, stand für sie früh fest. So hängte Hain auch das Studium an den Nagel, als sie von Regisseurin Sherry Horman als Hauptdarstellerin für "Die Cellistin" quasi entdeckt wurde. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Jeanette Hain in der Serie "Bis in die Spitzen". In ihren Rollen durfte und darf sie gegen das Elfenhafte anspielen, das ihr Wesen irgendwie mitbringt, ob weich, verwirrt, klar oder streng, so richtig einordnen ließen sich ihre Figuren nie und das ist ja nicht das Schlechteste. Aktuell spielt sie eine der Hauptrollen in einer ZDF-Event-Reihe, die dem Friedrichstadtpalast nebst all seiner Mythen huldigt. Wir hoffen mal, dass das jetzt gut geht auf dem Sessel vorm Mikro bei uns im Studio, denn angeblich kann sie nicht gut stillsitzen, Frau Hain, und angeblich besitzt sie nicht mal ein Sofa. Na, wir lassen es mal drauf ankommen.

    Playlist:

    Jeff Beck & Johnny Depp - Isolation
    Led Zeppelin - Stairway to Heaven
    Nick Cave - I'm your Man
    Tom Waits - Jockey full of Bourbon
    Element of Crime - Seit der Himmel
    Iggy Pop - Lust for Life
    Jonas Hain - Alice

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 23 min
  • Neujahrsgespräch "Der Tagesspiegel"

    (00:00) INTRO: Thilo Mischke - Vorstellung der Studiogäste vom Tagesspiegel: Anke Myrrhe - Christian Tretbar | (05:36) Der Tagesspiegel und der Offene Brief zu ttt | (16:04) Der Tagesspiegel - Konkurrenz, Presseähnlichkeit, Veränderung in der Chefredaktion 2025, Ausspielwege, Checkpoint, Veranstaltungsbereich | (32:49) Der Tagesspiegel und KI | (40:34) BONUS: Nachfrage: Elon Musk | (44:55) BONUS: in memoriam: Frank “Wayne” Schlegel - Tommy Wosch || Jörg Wagner

    48 min
  • Andi Fins

    Andi Fins ist ein gefragter Studio- und Live-Musiker, und dürfte auf diesem Wege schon dem einen oder der anderen auf Platten beziehungsweise bei Konzerten von Cäthe, Moritz Krämer, Clueso, Boy oder Super700 und so manchen mehr vor Ohren gekommen sein. Doch auch unter eigenem Namen weiß der in Berlin lebende Multiinstrumentalist durchaus hörenswerte Musik hervorzubringen. Fünf Alben, vier davon mit englischen Texten und eines auf bayrisch-deutsch eingesungen, hat er bereits veröffentlicht. Im Februar 2025 wird sich "Cooking, Puzzling, Working" in diese Diskografie einreihen und sie um weitere zehn beschwingte Pop-Songs erweitern.

    15 min
  • Paul Freitag
    Die musikalische Reise von Paul Freitag hat als Hobby im Alter von 14 Jahren angefangen. Recht klassisch mit Band, die vor allem Coverversionen wie "Wonderwall" oder "Boulevard Of Broken Dreams" spielte. Schnell merkte er, dass er mehr wollte als Coversongs auf Familienfeiern zu spielen. Der Umzug nach Berlin 2018 war dann der Wendepunkt in seiner Karriere. Paul Freitag schreibt jetzt seine eigenen Songs auf deutsch und ist als Solokünstler unterwegs. Aktuell arbeitet er an seiner ersten EP, die voraussichtlich im Frühjahr 2025 erscheinen wird.
    11 min
  • Anna Dushime

    Es hätte sicherlich in der Vergangenheit schon mehrere Anlässe gegeben, um die Arbeit unseres heutigen Gastes hervorzuheben und auszuzeichnen. Aber gut: dann war es also das Gesprächsformat "Der letzte Drink mit Anna Dushime". Dafür gab es den Grimme Preis, hoch verdient allein schon für die Episode mit Roberto Blanco, einem auf mehreren Ebenen herausfordernden Gesprächspartner. Im Wort "Herausforderung" liegt dann aber wohl auch der Schlüssel für die Persönlichkeit der 1988 in Kigali (Ruanda) geborenen Anna Dushime. Ihr Leben begann quasi mit einer Herausforderung, der essentiellsten, die es gibt: überleben. Nicht getötet werden, was ihr, ihrer Mutter und ihren Schwestern glücklicherweise gelang, als 1994 rund eine Million Menschen einem Völkermord zum Opfer fielen. Sie flohen nach Uganda, England, später nach Deutschland. Dushime studierte Internationales Marketing, arbeitet als Podcasterin und Moderatorin und steht als Redaktionsleiterin des Browser Balletts auch selbst vor der Kamera. Hier sitzt sie heute einfach nur vorm Mikrofon, herzlich willkommen Anna Dushime.

    Playlist:

    Pharell Williams - Frontin
    Kendrick Lamar - Alright
    Cecile Kayirebwa - Kana
    Sunday Service Choir - Rain
    Joe - I wanna know
    Doechii - Nissan Altima
    Glorilla - Whatchu know about me

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 16 min

About Musik-Interviews

From the publisher's feed

radioeins holt Musikerinnen und Musiker ins Studio und ans Mikrofon zu Interviews, Livesets und Konzerten. Und wir sprechen über Film, Literatur, Theater und bildende Kunst – mit Gästen aus Berlin,…