Musik-Interviews

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Musik-Interviews episodes

  • Balbina
    Balbina zählt zweifelsohne zu den besonderen Künstlerinnen unserer Zeit. Nicht umsonst wird die gebürtige Warschauerin gerne mit Björk verglichen, denn wie die Isländerin scheint auch sie in ihrer ganz eigenen musikalischen Welt zu leben. Genregrenzen? Nein danke! Freiheit des Schaffens? "Davon lebt die Kunst", gab die 41-Jährige unlängst zu Protokoll. Für 2025 hat sie sich einiges vorgenommen – nicht, dass sie in jüngerer Vergangenheit untätig gewesen wäre. So arbeitete sie beispielsweise mit Herbert Grönemeyer zusammen und war bzw. ist Mitglied der Berliner Akademie für Populäre Musik. Nur was die Veröffentlichung eigener neuer Musik betraf, machte sie sich etwas rar. Das wird sich demnächst ändern, denn in Form der bereits im Februar erschienenen Single "Das Gefühl ist tot" entsandte sie einen ersten klanglichen Vorboten ihres neuen Albums, mit dem sie 2025 eine dann gut fünfjährige Auszeit in dieser Hinsicht beendet. "Infinity Tunes" betitelt, soll es gebührend auf dieser Welt willkommen geheißen werden: Begleitet vom zu ihrem cinematischen Art-Pop-Sound hervorragend passenden Deutschen Filmorchester Babelsberg (und damit eine bereits mehrfach bewährte Zusammenarbeit fortsetzend), wird Balbina im April zwei exklusive Konzerte spielen. Eines in der Elbphilharmonie in Hamburg und eines in der Berliner Philharmonie.
    12 min
  • Benno Fürmann

    Er ist ein Berliner und kam im West-Teil der Stadt zur Welt, 1972 war das, zu einer Zeit also, als es ziemlich politisch zuging auf den Straßen und in den Kneipen der Stadt, die damals noch nicht wieder Hauptstadt war. Aber dafür der Ort, in dem am meisten los war, was Kreativität und Nonkonformismus anging. Benno Fürmann wuchs in Kreuzberg auf, früh verlor er seine Mutter, mit 15, also ebenfalls viel zu früh, auch seinen Vater. Eine Weile spielt er mutmaßlich mit seinem Leben und verliert es dann fast, beim S-Bahnsurfen. Er geht aufs Internat, macht Jobs, nimmt Schauspielunterricht. Offenbar passt jetzt alles: erste Rollen in Serien und Filmen, New York, wieder Deutschland, eine Rolle im "Schicksalsspiel" 1994, eine feste Serienrolle als "Günni" in einer erfolgreichen RTL-Serie. Das war der Anfang, zahlreiche Produktionen folgten, bis heute. Serien wie "Babylon Berlin" oder "Der Palast" oder auch mal eine ganz besondere Dokumentation über die Ostsee.

    Playlist:

    The Smile - The Smoke
    Sniff’n the Tears - Driver’s Seat
    Nusrat Fateh Ali Khan - Sochta Hoon
    Gladys Knight & The Pips - Midnight Train to Georgia
    The Internet - Just Saying
    New Order - Blue Monday
    Iron and Wine - House by the sea
    Musa Eroglu - Yine Karlar Yagdi Gönül Dagima
    The Roots - The Seed

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 19 min
  • Medienbuch-Empfehlungen für die Zeit "zwischen den Jahren"
    Thilo Baum: „Immun gegen Unsinn – Erkennen, was stimmt und was nicht“(Verlag: GABAL, Offenbach) | Ray Kurzweil: “Die nächste Stufe der Evolution. Wenn Mensch und Maschine eins werden” (Piper Verlag, München) | Lutz Hachmeister: Hitlers Interviews: Der Diktator und die Journalisten (Kiepenheuer & Witsch, Köln) | Christian Uhle: “Künstliche Intelligenz und echtes Leben. Philosophische Orientierung für eine gute Zukunft” (S. Fischer Verlage, Frankfurt am Main)
    39 min
  • King Josephine
    Majestätisch geht die musikalische Woche im "Schönen Wohnzimmer" zu Ende, denn am heutigen Freitag begrüßen wir niemand Geringeres als King Josephine. Die heißt eigentlich Joey Steffens, wuchs in Amsterdam auf und nennt ihre Musik recht treffend "Soul-Pop". Damit steht die klassisch ausgebildete Pianistin und Sängerin durchaus in der Tradition des großen und von ihr als wichtiger Einfluss genannten Motown-Labels, dem wir unter anderem die Werke von Diana Ross sowie in jüngerer Vergangenheit auch so mancher HipHop- und R'n'B-Künstler:innen zu verdanken haben. King Josephine thematisiert in ihren Songs Dinge, die sie selbst beschäftigen, wie sie im Juni 2024 im Interview als radioeins-Lokalamatadorin erzählte: "Ich bin queer, ich bin schwarz, ich singe über Verluste – Menschen, die mir sehr nahestanden, die nicht mehr da sind." Auch Fragen der oft tabuisierten psychischen Gesundheit kommen zur Sprache, jedoch alles ohne erhobenen Zeigefinger, wie sie bei gleicher Gelegenheit betonte. Einen (bildlichen) solchen sucht man zum Glück bei ihren elegant-seelenvollen Songs dann auch vergeblich. Da King Josephine uns auch bei ihrem etwas später folgenden Besuch im studioeins nicht nur mit ihrer sympathischen Art und der Live-Präsentation besagter Songs begeistert hat, sondern sich damals im Sommer auch als "Winter-Fan" zu erkennen gab, liegt es nahe, sie nun bei entsprechender Witterung einmal mehr dorthin zu bitten – als Gast im "Schönen Wohnzimmer".
    27 min
  • Kingsley Q
    Die Sonntage in der Jugend unseres heutigen Gastes waren bestimmt von zwei festen Programmpunkten: Zuerst stand ein Besuch in der Methodisten-Kirche der ghanaischen Community an, in deren Chor seine Mutter sang, anschließend wurden zuhause mit ebenso großer Andacht die vom Vater auf VHS-Kassetten gesammelten Videoclips und Liveauftritte eines gewissen Michael Jackson geschaut und studiert. Wen wundert's da, dass der junge Kingsley Q alsbald seine Begeisterung für Tanz und vor allem Gesang entdeckte?
    Und so machte sich der Deutsch-Ghanaer auf den Weg, seine eigene musikalische Identität zu finden. Dieser führte ihn zunächst an die Berliner "Academy", eine Bühnenkunstschule in Kreuzberg, und zuletzt konnte er Ende 2023 im unweit davon gelegenen Privatclub stolz zur Kenntnis nehmen, dass sein dortiges Konzert ausverkauft war. Im Sommer des folgenden Jahres war er dann auch anlässlich seiner damals neuen Single "Thinkin' Bout You" zu Gast im studioeins, wo er bescheiden erklärte: "Ich würd' sagen, dass ich immer noch in der Findungsphase bin, 'mein Ding' komplett zu machen. Ich bin auf jeden Fall schon auf einem guten Weg und probier' mich einfach aus – ich mach' Pop, ich mach Urban, ich mach' Dance … einfach alles, was cool für mich klingt. Und so kreiere ich meinen Sound." Und dieser Sound, in dem sich auch R'n'B-, House- und Afroklänge finden, hat uns so überzeugt, dass wir Kingsley Q erneut ins studioeins bitten wollen. Vielleicht kann er uns ein bisschen über die gleich mehreren Songs erzählen, deren Veröffentlichung er für 2025 geplant hat – und gerne auch schon den ein oder anderen davon auf der kleinen Bühne live anstimmen.
    29 min
  • RAH & The Ruffcats
    Aus Lagos, der Stadt in der Fela Kuti lebte und wirkte, kam vor einigen Jahren ein junger Mann mit dem schönen Namen Rapturous Apollo Helios nach Berlin. Da er Live-Musik liebt, tauchte RAH, wie er sich auch nennt, umgehend in die Funk-, HipHop- und Soul-Session-Szene der deutschen Hauptstadt ein, in der auch die Ruffcats ihre Kreise zogen. Bald wurde man aufeinander aufmerksam, und die etablierten Studio- und Bühnenmusiker taten sich mit dem talentierten Sänger, Rapper und MC zusammen. Ein "Match made in Heaven" sozusagen, wie der tonträgergewordene Afrobeat-Funk-Hybrid "Orile To Berlin" beweist.
    28 min
  • Joy Bogat
    Nicht vorgefertigten Idealen von Glück und einem erfüllten Leben nachzujagen, sondern "unsere eigenen Träume zu weben" – dazu ermutigt uns Joy Bogat mit ihrem aktuellen Album "Fabric Of Dreams". Außerdem wirbt sie für eine "radical softness", also eine radikalen Sanftheit. Dazu passen die gefühlvollen, souligen Songs der Hannoveranerin natürlich ganz hervorragend, die sich im März nach einer Babypause mit besagtem Album und auch auf der Konzertbühne zurückmeldete.
    28 min
  • fiora

    Die Sängerin und Songwriterin fiora schafft mit ihrer Musik eine sanfte Mischung aus Indie- und Bedroom-Pop zu kreieren, sehr ehrlich und nostalgisch in ihren Texten.

    22 min
  • Maris Rauch aka "Volane"

    Wie viele zeitgenössische Malerinnen sind Ihnen namentlich bekannt? Denken Sie mal kurz nach. Bekommen Sie Fünf zusammen? Drei vielleicht? Und wenn wir weiter zurückgehen in der Zeit? Auch nicht viel besser? Ja, das ist schon bitter. Frau Manet, Frau Monet und Frau Magritte mögen ihren Männern mal Modell gesessen oder den Pinsel gehalten haben, vielleicht - und das ist gar nicht unwahrscheinlich - haben sie auch selbst gemalt, möglicherweise sogar sehr gut, aber so richtig bekannt konnten Frauen in der Kunst nicht werden. In den deutschen Kunstakademien beispielsweise waren Studentinnen im Allgemeinen erst ab 1919 überhaupt zugelassen. Wer dann noch Kinder zur Welt bringen wollte oder musste, flog schnell wieder aus der Kunst-Kurve. Und heute? Wird der Kunstmarkt unverändert von männlichen Künstlern dominiert, aber es gibt Amazonen, die das Bild der Künstlerinnen in der Öffentlichkeit verschieben. Volane ist so eine Person, geboren 1986 in Hanau, Mutter von vier Kindern, Malerin. Auf Instagram zeigt sie auch mal, wie ihre großen, manche sagen provokativen Werke entstehen, sie erzählt, sie erklärt, sie setzt sich auseinander. Mit wem? Mit Hass-Kommentatoren, beispielsweise, mit Leuten, die Volanes Kunst als anstößig empfinden. Humorvoll, freundlich und sehr lässig kontert Volane dann und schiebt sich eine ihrer wahnsinnig großen Brillen zurück auf die Nase. Dafür wird sie von einer Viertelmillion Follower gefeiert. Wir feiern sie auch und wir feiern es, dass sie es heute endlich mal zu uns nach Berlin geschafft hat.

    Playlist:

    Paula Hartmann - Baby Blau
    Herbert Grönemeyer - Was soll das?
    Suzanne Vega - Tom’s Diner
    Ami Warning - Schöne Stunden
    Judith Holofernes - Pechmarie mit Mama Rosin
    Paul Wetz - Tanz in Deiner Wohnung
    Apollo Sissi - Kokain
    Bruckner feat. Eli Preiss - Party mit mir selbst

    Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

    1 hr 25 min
  • Rundfunkbeitrag | OBS-Trendreport | Deutscher Podcast Preis
    Was passiert mit dem Rundfunkbeitrag? Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten hatten eine Entscheidung über die Empfehlung der Beitragskommission KEF zur Höhe des Rundfunkbeitrags auf den 12.12.2024 verschoben. Sie beschlossen nun ein sogenanntes "Widerspruchsmodel", das in einer Protokollnotiz Bayern und Sachsen-Anhalt nur in die Parlamente gegeben wollen, wenn ARD und ZDF die Klage vor dem BVerfG zurückziehen. Die ARD bleibt bei der Klage. // OBS-TRENDREPORT: Tragische Einzelfälle? Medien berichten zu wenig über strukturelle Probleme bei Gewalt gegen Frauen // Wie weiter beim Deutschen Podcast Preis? Am Mittwoch (11.12.2024) wurde bekannt, dass es den Deutschen Podcast Preis 2025 nicht geben wird. Es sei "trotz größter Bemühungen nicht gelungen, ausreichend Partner aus der Podcast-Szene für das Format zu gewinnen."
    40 min

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