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Geräusche, Klänge und Musik begleiten uns seit wir geboren wurden und verstärken Gefühle, die in uns sind. Besonders deutlich wird dies, wenn das Hören mit dem Sehen gekoppelt wird, in Filmen beispielsweise. Und besonders anschaulich wird das in dem Anti-Kriegsfilm "Im Westen nichts Neues", für dessen Soundtrack unser heutiger Gast unlängst einen Oscar gewonnen hat. And the Winner is… Volker Bertelmann alias Hauschka, Jahrgang 1966 aus dem Siegerland. Seinen Künstlernamen, von einem böhmischen Komponisten geliehen, entdeckte er früh die Magie der Musik, als er Chopin begegnete. Seine Großtante schenkte ihm ein gebrauchtes Klavier und mit 14 gründete er seine erste Rockband. Es folgten viele Jahre Klavierunterricht, dann aber ein Medizin-, später ein BWL-Studium. Beides brach er nach der Hälfte und schlug sich durch, so kann man es wirklich sagen, freiberuflich Tätige wissen, was gemeint ist. Mit 18 schrieb er bereits Filmmusik für die ZDF-Serie "Ein Fall für Zwei". 2004 kam er in den Bergen von Wales bei Aufnahmen einer Soloplatte auf eine Idee, die zu seinem zukünftigen Markenzeichen und Label werden sollte. Sounds mit einem präparierten Piano zu erzeugen, wie etwa Kronkorken, Pergamentpapier, Plastikmüll oder Tischtennisbälle, die bei Anschlag der Tasten auf den Saiten umherfliegen und erstaunlich perkussive Geräusche und Klänge erzeugen. Sein aktuelles Album "Philanthropy" steht für "Wohltätiges Handeln" und "Die Liebe zur Menschheit". Wie aber kam es zum Oscar? Und was passierte danach? Das alles erzählt uns Volker Bertelmann selbst in dieser Folge der Hörbar.
Playlist:
Múm - Prophecies & Reversed Memories
J.S. Bach - Goldberg Variationen, BWV 988
Portishead - Mysterons
Frederic Chopin, Fazil Say - Nocturne No. 1 in B-Flat Minor, Opus 9 No. 1
Faithless -Music Matters
Cameo - She’s strange
Hauschka - Inventions
Daniel Barenboim & Chicago Symphony Orchestra - Verklärte Nacht, Op. 4
Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Bei der "schönsten Sache der Welt" nimmt unsere tierische Verwandtschaft im wahrsten Sinne des Wortes kein Blatt vor den Mund. Bei Primaten gehören laute Rufe zum Paarungsakt unter freiem Himmel dazu. Und wie hört es sich bei uns Menschen an? Schwer zu sagen, denn es gibt dazu wenige wissenschaftliche Daten. Ein Forscher der schwedischen Lund University hat 34 Stunden Audiomaterial untersucht. Das Ergebnis: Sexuelle Äußerungen werden beim Orgasmus sowohl bei Männern als auch bei Frauen länger, lauter, höher, stimmhafter und unvorhersehbarer. Männer sind insgesamt nicht weniger stimmhaft, aber Frauen beginnen früher mit dem Stöhnen. Warum sich die Wissenschaft für Sex-Geräusche interessiert, erklärt uns Dr. Mark Benecke. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Was würden Sie den Papst fragen? Wären Sie ehrfürchtig? Wie würden Sie Erdogan gegenübertreten? Wären Sie zornig? Für die meisten von uns bleiben diese Fragen irgendwo im Konjunktiv stecken, zumal es selbst für erfahrene Journalisten in der Regel unmöglich ist, an bestimmte Leute heranzukommen. Unser heutiger Gast hat es geschafft, weil er geduldig warten konnte, aber auch, weil ihm ein professioneller Ruf vorauseilt, den er sich in etwas mehr als 4 Jahrzehnten erarbeitet hat. Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, Journalist, Autor, Herausgeber und Moderator von „3 nach 9“, weiß, wie der Hase läuft im Medienbusiness. Der 1959 in Stockholm zur Welt gekommene Sohn einer Ostpreußin und eines Italieners wäre vielleicht Psychotherapeut geworden oder Manager, hätte es damals nicht dieses Schülerpraktikum gegeben. Sofort merkten die zwei, der Junge und der Journalismus, dass sie fortan zusammenbleiben, weil es beiden damit besser gehen würde. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Eine alte Liebe.
Playlist
Adriano Celentano - Il ragazzo della via Gluck
Fonola Band - Bella Ciao
Scorpions - Rock you like a Hurricane
John Lennon - Imagine
Udo Jürgens - Wohin geht die Liebe, wenn sie geht?
Frank Sinatra - Angel Eyes
Billie Eilish - What was I made for?
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Delfine, Pferde, Elstern, Menschenaffen und Putzerfische haben eine Gemeinsamkeit: Sie erkennen sich selbst im Spiegel. Der "Spiegeltest" soll als Beleg dafür dienen, dass diese Tierarten ein Ich-Bewusstsein haben. Doch beweist der Blick in den Spiegel wirklich, dass all diese Tiere ein Selbst-Bewusstsein haben? Um dieser Frage auf die Schliche zu kommen, haben Forschende der Osaka Metropolitan University in Japan den Versuchstieren anstelle eines Spiegels statische Fotos gezeigt. Anders als in einem Spiegelbild können bei einem Bild die Bewegungen nicht abgeglichen werden. Was bei dieser Studie genau herauskam, weiß Dr. Mark Benecke. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Irgendjemandem könnten sie ja mal passiert sein, die Situationen, aus den Mythen entstehen oder Klischees und vielleicht auch Träume. Unser heutiger Gast hält gleich für 2 solcher Geschichten her, einmal für den Klassiker „Vom Tellerwäscher zum Millionär“, auch wenn es sich hier um eine MillionärIN handelt und eher um Klickzahlen, als um Geld. Ihre Musik wurde bislang über eine Milliarde mal gestreamt, das muss man erstmal schaffen.
Abends nach der Uni hat sie Teller in einem Altenheim um die Ecke gespült, um Geld anszusparen. Denn, modernes Märchen Teil 2: ihre Songs wurden von einigen Plattenfirmen abgelehnt. „Alles klar, dann nehme ich das eben selbst in die Hand", sagte sich Alice Merton und veröffentlichte ihren Superhit „No Roots“ in Eigenregie, der Song wurde ein Chartbreaker. Sie war zu Gast in der US-amerikanischen Talkshow von Jimmy Fallon und Jurorin bei "The Voice of Germany“, wo ihr Team auch gewann. Der Rest ist Geschichte. Eine schöne Geschichte, von der die 1993 in Frankfurt am Main geborene und in Kanada und München aufgewachsene Alice jetzt bestimmt ein paar Episoden preisgibt.
Playlist
Scala & Kolacny Brothers - Enyoy the Silence
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Wenn wir schlafen, ruht unser Körper und unser Geist, - wir sind von der Welt abgekoppelt. So wird es zumindest oft angenommen. Eine neue Studie zeigt jetzt: Die Barriere zwischen Wachsein und Schlaf ist viel durchlässiger als gedacht. So können wir laut den Forschenden auch im Schlaf auf verbale Reize reagieren, indem wir das Gesicht anspannen. Das funktioniert fast in allen Schlafphasen in bestimmten Zeitfenstern. Um das herauszufinden, wurden den schlafenden Probanden echte und erfundene Wörter vorgelesen. Die Teilnehmer sollten daraufhin lächeln oder die Stirn runzeln. Durch die Ergebnisse der Studie könnten in Zukunft standardisierte Kommunikationsprotokolle entwickelt werden, um besser zu verstehen, wie sich unsere mentale Aktivität, während wir schlafen, verändert. Mehr dazu von Dr. Mark Benecke. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Der Weg ist das Ziel. Sollte jemand auf der Suche sein nach einer lebenden Bestätigung dieses Mottos, dann könnte er sich aus unserer Sicht ruhig an Jule Lobo wenden, die einige noch als Jule Wasabi kennen. Oder als Juliane Wieler, als die sie nämlich zur Welt kam, im Feburar 1993, an der Grenze zu Bayern, im schwäbischen Crailsheim.
Sehr beschaulich. Vielleicht zu beschaulich, denn Jule musste dringend raus da. 2012 machte sie das Abitur, reiste durch Asien und begann ein Studium der Rechtswissenschaften in Berlin. Und so wenig wir sie bislang noch kennen, so typisch erscheint es für diese junge Frau: keine halben Sachen. Vollgas. Das kam sicherlich auch Jan Böhmermanns Redaktion zugute, für die sie zwei Jahre lang arbeitete, wie auch an diversen Hiphop-Projekten, Podcasts und Interview-Formaten. Achja, Autorin, Kolumnistin und Mutter ist sie ja auch. Wenn wir richtig gerechnet haben, kommt bald ihr dritter Sohn innerhalb von vier Jahren zur Welt, der Vater ist der Journalist und Autor Sascha Lobo, mit dem Jule den Podcast "Feel the News" moderiert.
Playlist:
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Zitronenduft macht unsere Welt gelber, und Kaffeegeruch wiederum brauner - zumindest nehmen wir die Umgebung in diesen Momenten so wahr - je nachdem welchen Duft wir gerade in der Nase haben. Denn: Gerüche und Düfte verändern unsere Farbwahrnehmung. Forschende von der Liverpool John Moores University haben herausgefunden, dass wir nicht nur bestimmte Gerüche mit bestimmten Farben in Verbindung bringen, sondern die Düfte auch dafür sorgen, dass sich unsere Wahrnehmung zu Farben verändert. Wie genau die Forschenden das herausgefunden haben, erklärt uns Dr. Mark Benecke. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Zu Gast: Katty Salié, Moderatorin & Autorin
Playlist 8.10.
Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
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