Ein alter Mann steht in seiner Wohnung, der Kaffee dampft, die Zeitung raschelt, die Uhr hält den Takt eines scheinbar gewöhnlichen Morgens. Doch ein Zettel in Georgs eigener Handschrift öffnet einen Riss: Aus der Stille lösen sich Stimmen, kalt, wütend, verführerisch nah – und eine von ihnen trägt den Namen, den er nicht vergessen durfte.
Was wie ein Aussetzer beginnt, wird zu einem inneren Verhör. Schuld, Erinnerung und Selbstschutz geraten ineinander, bis Georg nicht mehr sicher weiß, welcher Gedanke noch ihm gehört. Zwischen der Sorge der Nachbarin, dem Echo eines verlorenen Kindes und der Gewalt lange verschlossener Wahrheit entsteht ein Kammerspiel über Schweigen, Verantwortung und die Frage, ob ein Leben auf Verdrängung stehen kann.
Dieses Drama arbeitet mit einem engen Klangraum: tickende Uhren, Regen an Fenstern, Atem, Nähe, Stimmen im Kopf. Es ist ein leises, düsteres Hörspiel über das, was nicht verschwindet, nur weil niemand darüber spricht – und lädt dazu ein, Georgs brüchiger Ordnung bis an ihre Grenze zu folgen.
Nachklang ist ein deutscher Hörspiel-Podcast. Alle Folgen und mehr unter https://nachklang.fm