Napfgespräche - Experten über Ernährung von Hunden und Katzen und smarte Supplemente

Napfgespräche - Experten über Ernährung von Hunden und Katzen und smarte Supplemente

By Joe Rahn / Sabine Thöne-GroßHealth & FitnessNutritionKids & FamilyPets & Animals
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Napfgespräche - Experten über Ernährung von Hunden und Katzen und smarte Supplemente episodes

  • #86 - Fellwechsel beim Hund: Warum Lachsöl allein nicht reicht
    Was dein Hund wirklich für glänzendes Fell braucht – und warum Protein wichtiger ist als jedes Öl

    Dein Hund haart wie verrückt und du fragst dich, ob Lachsöl die Lösung ist? In dieser Folge erfährst du, warum das nur die halbe Wahrheit ist.

    Darum geht's:

    Warum 25–30 % des täglichen Proteins allein für Haut und Fell draufgehen

    Welche Aminosäuren dein Hund für die Keratinbildung wirklich braucht
    Wie du gutes von schlechtem Futter unterscheidest – trotz verwirrender Deklarationen
    Warum kaltgepresste Öle einen echten Unterschied machen
    Der Drei-Säulen-Plan für einen gesunden Fellwechsel

    **Erwähnte Produkte:

    **
    Marina-Öl-Mischung von Canina

    Canina Hanfpulver und Hanfsticks von Canina

    35 min
  • #85 - Kotfarben beim Hund – Teil 2: Was tun, wenn’s nicht besser wird?
    Von Knochenkot bis Schleim: Soforthilfe am Napf, typische Fehler – und wann Diagnostik Pflicht ist.

    Viele reagieren auf „komischen Kot“ mit Panik – und genau dann passieren die Klassiker: Futterhopping, zu viele Hausmittel, zu wenig Ruhe. Wir sortieren das sauber: Was bedeutet welche Kotfarbe, was hilft wirklich (ohne Glaskugel), und wann du nicht mehr experimentierst, sondern Diagnostik einforderst.

    Das erwartet dich in der Folge:

    • Weiß/kreidig („Knochenkot“) & bröselig-hart: Warum zu viel Calcium + zu wenig Feuchtigkeit zum Problem wird – und wie du in der Akutphase sinnvoll gegensteuerst (Knochen raus, Hydration rauf, weichere Calciumquellen).
    • **Gelb/grün, breiig, wechselhaft: **Dünndarmpassage zu schnell – warum Schonkost nicht automatisch „nur Reis“ heißt und welche gelierenden Fasern den Gamechanger machen (Moro, Pektine, Flohsamenschalen richtig anwenden).
    • Schleim auf geformtem Kot: Dickdarm-Schutzschicht oder Reizung – was das über Stress, Faserarten und die Darm-Hirn-Achse verrät.
    • Stopp-Signale: Gewichtsverlust trotz Heißhunger, fettig-glänzender/lehmfarbener Kot, Blut/„Himbeer“-Schleim, Gestank + hohe Frequenz – ab hier: Labor statt Küchenmedizin.
    • **Was du beim Tierarzt konkret verlangst: **Kotprofil (Parasiten/Giardien, Bakteriologie/Dysbiose, Ausnutzung) plus Blutwerte (u. a. B12/Folsäure) und TLI als Goldstandard-Hinweis auf exokrine Pankreasprobleme.

    Merksatz: Kot zeigt Regulation, nicht Schuld. Du brauchst einen Plan – keinen Aktionismus.

    **Kontakt: **Wenn du Laborwerte/Verläufe einordnen lassen willst: [email protected]

    33 min
  • #84 - Kotfarbe beim Hund - Teil1
    Wenn Hundekot zur Ferndiagnose wird

    In dieser Episode der Napfgespräche widmen sich Joe und Sabine einem oft vernachlässigten Thema: der Farbe des Hundekots. Sie erörtern, wie viele Hundebesitzer durch die Konsistenz und Farbe des Kotes verunsichert werden und oft nicht wissen, was sie daraus ablesen können. Während Kot normalerweise als ein eher unangenehmes Thema betrachtet wird, ist er in Wirklichkeit ein wichtiger Indikator für die Gesundheit eines Hundes. Joe und Sabine betonen, dass Kot nicht nur Resultat der Verdauung ist, sondern auch verschiedene Aspekte wie Stress, Ernährung und die Darmflora widerspiegelt.

    Sie starten mit der Erklärung, dass die Farbe des Kotes eine entscheidende Rolle für die Wahrnehmung der Gesundheit des Hundes spielt. Brauner Kot wird oft fälschlicherweise als das ausschlaggebende Zeichen für Gesundheit betrachtet, obwohl zahlreiche andere Faktoren im Körper eine Rolle spielen könnten. Joe und Sabine führen aus, dass Veränderungen in der Kotfarbe – wie Gelb, Grün oder gar Schwarz – zu Panik bei den Haltern führen können, jedoch oft nicht sofort auf schwerwiegende gesundheitliche Probleme hinweisen.

    Ein weiteres zentrales Thema sind die Mythen, die sich um verschiedene Kotfarben ranken, wie beispielsweise die Annahme, dass grüner Kot Entgiftung bedeutet oder dass gelber Kot auf Unverträglichkeiten hindeutet. Die Hosts machen klar, dass solche Annahmen oft den Kontext und den Verlauf der Symptome ignorieren. Die Wichtigkeit des ganzheitlichen Ansatzes wird hervorgehoben, und sie fordern die Zuhörer dazu auf, aufmerksam und wissbegierig zu sein, wenn es um das Wohl ihrer vierbeinigen Freunde geht.

    Im Laufe des Dialogs wird das Thema der physiologischen Hintergründe jeder Kotfarbe vertieft. Joe und Sabine erklären, was die unterschiedlichen Farben bedeuten können, und geben Ratschläge, wann es angebracht ist, sich keine Sorgen zu machen und wann ein Besuch beim Tierarzt ratsam ist. Sie ermutigen die Zuhörer, sich aktiv mit dem Kot ihres Hundes auseinanderzusetzen und die häufigsten Fragen zu klären, etwa was ein gesunder Kot ist und was bei Auffälligkeiten zu tun ist.

    Am Ende der Episode stellen Joe und Sabine fest, dass jeder Hundekot eine Geschichte erzählt und dass durch die richtige Interpretation dieser „Geschichten“ die Gesundheit des Hundes besser verstanden und potenzielle Probleme frühzeitig erkannt werden können. Sie kündigen an, in der nächsten Episode tiefer auf die einzelnen Kotfarben einzugehen und hilfreiche Tipps für die Kommunikation mit Tierärzten und bei der Ernährung geben werden. Das Ziel ist es, das Wissen der Zuhörer zu erweitern und ihnen das nötige Handwerkszeug an die Hand zu geben, um besser auf die Bedürfnisse ihrer Hunde eingehen zu können.

    26 min
  • #83 - Die Darmschleimhaut des Hundes Teil2
    Regeneration und Wiederaufbau

    In dieser Episode von "Napfgespräche" widmen wir uns einem entscheidenden Thema: der Unterstützung und Regeneration der Darmschleimhaut. Nach der letzten Folge, in der wir die Funktion der Schleimhaut und die Rolle der Tight Junctions beleuchtet haben, gehen wir nun einen Schritt weiter und erzählen, wie Halter ihre Tiere im Alltag gezielt unterstützen können.

    Viele Hundebesitzer glauben, dass eine einfache Schonkost ausreichend ist, um die Darmschleimhaut zu regenerieren. Doch ich erfahre euch, dass Regeneration nicht von alleine geschieht. Die Schleimhaut benötigt Schutz, um sich zu erholen. Ich ziehe einen Vergleich heran: Ähnlich wie bei einer verletzten Hautstelle muss die betroffene Stelle geschützt werden, damit der Körper seine Heilungsprozesse ungestört durchführen kann. Hier kommen die sogenannten Mutzilagen ins Spiel – pflanzliche Schleimstoffe, die einen beruhigenden Schutzfilm über die Schleimhaut legen und so deren Reizempfindlichkeit reduzieren.

    Im Gespräch verdeutliche ich, dass Mutzilagen nicht mit Ballaststoffen verwechselt werden dürfen, da sie auf einer anderen Wirkungsweise basieren. Während Ballaststoffe die Bewegung des Darms anregen, dienen Mutzilagen primär als Stoßdämpfer, die der Schleimhaut die Möglichkeit geben, sich in einem geschützten Umfeld zu regenerieren. Es ist wichtig, die richtige Anwendung zu beachten: Das Mischen in Nahrung sollte vorsichtig geschehen, genau so wie das Vorquellen der Mutzilagen. Wir diskutieren auch die Herausforderungen, denen Halter begegnen, wenn ihre Hunde negative Reaktionen zeigen, und wie wichtig es ist, Geduld zu haben und die Menge sowie die Art der Fütterung anzupassen.

    Nachdem wir die Bedeutung der Schutzfunktion der Mutzilagen und den sanften Einstieg in die Fütterung erklärt haben, behandeln wir die Wiedereinführung von Ballaststoffen. Ich betone, dass es wichtig ist, den Darm nicht zu überfordern und die Fortschritte genau zu beobachten. Bei gutem Fortschritt kann dann nach etwa 10 bis 14 Tagen in einem kontrollierten Rahmen mit Ballaststoffen begonnen werden.

    Wir enden mit praktischen Tipps zur Zubereitung von Leinsamen und Brühe, die als unterstützende Elemente für die Regeneration der Darmschleimhaut dienen. Ich empfehle, alles möglichst schonend und selbst zubereitet zu gestalten, um die beste Wirkung zu erreichen. Haltet die Schleimhaut eurer Vierbeiner im Blick und geht den Weg zur Regeneration gemeinsam geduldig und konsequent. Denn nur so könnt ihr euren Hunden helfen, wieder gesund und glücklich zu werden.

    20 min
  • #82 - Die Darmschleimhaut des Hundes: Das vergessene Organ
    Was die Schleimhaut wirklich ist – und warum diese so wichtig ist

    In dieser aufschlussreichen Folge der Napfgespräche tauchen Joe und Sabine in den Hundedarm ein und beleuchten die oft ignorierte Darmschleimhaut (Mucosa). Joe erklärt, warum viele Hunde kein Futter-, sondern ein Schleimhautproblem haben: Die Mucosa bildet das Fundament der Verdauung und ist äußerst sensibel für Stress, Futterwechsel und Entzündungen.

    Die Hosts nutzen das anschauliche Bild einer Schleusenwand (Enterozyten) und erklären die Funktion der Tight Junctions (Schleusentore) und des Regulationsproteins Zonulin ("Türsteher"). Du erfährst, wie ein dauerhaft erhöhter Zonulinwert zum Leaky-Gut-Syndrom führt – einem Barriereverlust, der durch Stress, Medikamente oder schnelle Futterwechsel ausgelöst werden kann.

    Joe und Sabine betonen, dass typische Verdauungsprobleme wie Bauchgrummeln, Reflux und wechselnder Kot oft auf geschädigte Schleimhäute zurückzuführen sind. Das Ziel ist die Reparatur der Schleusen. Sie geben einen kurzen Überblick über notwendige Bausteine wie Leinsamen-Gel, Knochenbrühe und Apfelpektin und warnen, dass zu viele Ballaststoffe bei gereizter Schleimhaut kontraproduktiv sein können.

    Abschließend präsentiert Joe einen klaren Vier-Phasen-Fahrplan zur Regeneration (Entlastung, Stabilisierung, Refeeding, Vollration) und einen Selbsttest mit acht Fragen, mit dem du schnell erkennst, ob dein Hund ein Schleimhaut-Thema hat. Die Hosts kündigen an, in der nächsten Folge detaillierte Schritte zur aktiven Regeneration zu teilen. Hör rein und verstehe, warum eine stabile Darmschleimhaut der Schlüssel zur Hunde-Gesundheit ist!

    23 min
  • #81 - Das Ballaststoff Trio für Hunde und Katzen
    Die Rolle von Ballaststoffen wie Flohsamenschalen und Leinsamen für die Verdauung

    In dieser Episode der Napfgespräche widmen wir uns einem Thema, das viele Hundebesitzer interessiert: Ballaststoffe und deren Auswirkungen auf das Verdauungssystem unserer Hunde. Gemeinsam mit Sabine bespreche ich das kraftvolle Trio bestehend aus Flohsamenschalen, Leinsamen und Akazienfaser. Wir klären, warum diese drei Zutaten in der Ernährung von Hunden unverzichtbar sind und welche Wirkung sie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Tiere haben.

    Wir beginnen mit einer Einführung, warum Ballaststoffe so entscheidend für einen gesunden Darm sind. Dabei beleuchten wir ihre Rolle bei der Regulierung der Kotkonsistenz, der Förderung der Verdauung und des allgemeinen Wohlbefindens. Besonders die Auswirkungen auf Stress und Verhalten von Hunden durch eine gesunde Darmflora werden hervorgehoben. Wir stellen fest, dass häufig unterschätzte Probleme wie Verstopfung, Durchfall und analbedingte Beschwerden durch die richtige Ernährung und gezielte Supplements entscheidend verbessert werden können.

    Im Detail gehen wir dann auf jedes der drei Ballaststoffquellen ein. Flohsamenschalen zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, viel Wasser zu binden, was sie zu einem natürlichen Regler für die Verdauung macht. Sie helfen sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung, indem sie die Kotkonsistenz verbessern und die Darmwände stimulieren. Leinsamen hingegen wirken beruhigend und bilden einen schützenden Schleimfilm im Magen-Darm-Trakt, ideal für Hunde mit empfindlichem Magen oder Stress. Schließlich führt die Akazienfaser als Präbiotikum dazu, die guten Bakterien im Dickdarm zu füttern und die Zusammensetzung der Darmflora positiv zu beeinflussen.

    Wir erklären auch, wie wichtig es ist, die richtige Kombination und Dosierung dieser Ballaststoffe zu wählen, um die individuellen Bedürfnisse jedes Hundes zu berücksichtigen. Praktische Beispiele verdeutlichen, dass je nach Symptomatik gezielte Mischungen empfohlen werden: Vor allem bei Durchfall und Verstopfung sollte spezifisch darauf geachtet werden, welche Fasern zuerst gegeben werden müssen. Zudem besprechen wir die essentielle Rolle der Flüssigkeitsaufnahme, ohne die die Wirkung der Ballaststoffe stark eingeschränkt sein kann.

    Abschließend geben wir Tipps zur sicheren und effektiven Anwendung dieser Ballaststoffe und beantworten häufige Fragen zu Dosierung und mögliche Nebenwirkungen. Dabei wird auch auf die Verwendung bei Katzen eingegangen, wobei wir auf die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen aufmerksam machen, da Katzen in unserer Betrachtung besondere Bedürfnisse haben. Gemeinsam versuchen wir, den Zuhörern praktische Informationen und Werkzeuge an die Hand zu geben, um das Wohlbefinden ihrer vierbeinigen Freunde zu fördern.

    **Ballaststoff-Trio: Einsatz & Dosierung für Hund und Katze

    **
    Ballaststoffe wirken je nach Sorte an völlig unterschiedlichen Stellen im Verdauungssystem und sollten deshalb immer gezielt eingesetzt werden. Flohsamenschalen stabilisieren die Kotkonsistenz, binden überschüssiges Wasser bei Durchfall und erhöhen das Volumen bei Verstopfung. Leinsamen legen durch ihre Schleimstoffe einen schützenden Film über Magen und Darm und eignen sich besonders bei Gastritis, Reflux und gereizten Schleimhäuten. Die Akazienfaser arbeitet feiner: Sie dient als präbiotisches Futter für die guten Darmbakterien im Dickdarm, verbessert das Milieu, stärkt die Schleimhaut und unterstützt die Bildung kurzkettiger Fettsäuren – wichtig bei Stressdarm, Dysbiose oder nach Antibiotika.

    Bei Hunden richtet sich die Auswahl nach dem Beschwerdebild: Bei Durchfall hilft die Kombination aus Flohsamenschalen und einer kleinen Menge Akazienfaser, während bei Verstopfung Flohsamenschalen plus frisch gemahlene Leinsamen sinnvoll sind. Liegt der Fokus auf einer gereizten Schleimhaut, startet man zuerst mit Leinsamen. Bei Stressdarm oder Dysbiose beginnt man mit Akazienfaser und ergänzt später vorsichtig Flohsamenschalen. Auch Analdrüsenprobleme profitieren von Flohsamenschalen und Leinsamen, weil sowohl Volumen als auch Gleitfähigkeit verbessert werden. Entscheidend ist, alle Komponenten langsam einzuschleichen, ausreichend Flüssigkeit zu geben und niemals alle drei Mittel gleichzeitig zu starten.

    Die Dosierungen orientieren sich am Körpergewicht: Für Flohsamenschalen brauchen kleine Hunde etwa 0,5–1 g pro Tag, mittelgroße 1–2 g und große 2–4 g – immer 10–15 Minuten in Wasser gequollen. Leinsamen werden frisch gemahlen und eingeweicht gegeben, je nach Größe zwischen 0,5 und 2 Teelöffel täglich. Die Akazienfaser ist sehr gut verträglich, sollte aber behutsam aufgebaut werden: kleine Hunde starten mit 0,5 g, größere mit 1–3 g pro Tag. Bei Katzen sind Mikro-Mengen Pflicht, da ihr Darm deutlich kürzer ist: Flohsamenschalen 0,25–0,5 g gequollen, Leinsamen nur als kurzfristiges Schleimhautpflaster in Messerspitzenmenge, und Akazienfaser im Bereich von 0,1–0,2 g extrem langsam eingeschlichen.

    Wichtig ist außerdem, die Grundregeln zu beachten: Ballaststoffe niemals trocken verabreichen, bei Flohsamenschalen immer genügend Wasser zuführen und jede Veränderung im Stuhlbild aufmerksam beobachten. Da jede Art auf eine andere Weise wirkt, sollten neue Komponenten immer einzeln gestartet werden, damit klar erkennbar bleibt, was gut tut und was nicht. Bei anhaltenden Problemen, unklaren Symptomen oder stark wechselndem Kotbild ist ein gezieltes Darmscreening empfehlenswert, um Schleimhautstatus, Mikrobiom und Entzündungsmarker sicher abklären zu lassen.

    19 min
  • #80 - Wenn´s hinten kneift - Die Wahrheit über die Analdrüse

    Es wird deutlich, dass viele Besitzer nicht verstehen, wofür die Analdrüsen dienen. Diese Drüsen produzieren ein Sekret, das beim Kotabsatz freigesetzt wird und für die Kommunikation zwischen Hunden von entscheidender Bedeutung ist. Joe beschreibt die Analdrüse als ein Kommunikationsorgan mit großer Bedeutung für die soziale Interaktion unter Hunden und hebt hervor, dass Gesundheitsprobleme der Analdrüse oft durch ein Ungleichgewicht im Verdauungssystem verursacht werden. Wenn der Kot nicht die richtige Konsistenz hat, kann dieser Prozess gestört werden, was zu chronischen Entzündungen und anderen ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann.

    Das Gespräch vertieft sich, als Joe und Sabine auf die Rolle der Ernährung eingehen. Ein gesunder Kot ist essenziell für die ordnungsgemäße Funktion der Analdrüsen. Sie erörtern, wie eine ausgewogene Fütterung, unterstützt durch Ballaststoffe und ausreichend Bewegung, dazu beitragen kann, die Gesundheit der Analdrüsen zu erhalten. Hierbei betonen sie, dass die Fütterung eine fundamentale Rolle spielt, um verhindern zu können, dass Hunde regelmäßig zum Ausdruck der Analdrüsen zum Tierarzt müssen.

    Zusätzlich wird diskutiert, wie wichtig es ist, das Mikrobiom der Analdrüse zu unterstützen. Joe erläutert, dass eine gestörte Mikrobiota sowohl im Darm als auch in der Analdrüse dazu führen kann, dass sich Krankheiten entwickeln. Sie ermutigen Hundebesitzer dazu, Ursachen anstelle von Symptomen zu behandeln, und schlagen vor, dass eine gezielte Ernährung und natürliche Hausmittel helfen können, die Gesundheit des Hundes zu stabilisieren.

    Das ausführliche Gespräch wird abgerundet mit der Feststellung, dass die Pflege der Ernährung und die Förderung der Bewegung essenziell sind, um die Analdrüse funktionsfähig zu halten. Beide betonen, dass ein gesunder Hund nicht nur weniger Probleme mit den Analdrüsen hat, sondern auch insgesamt ein glücklicheres Leben führt. Sie schließen die Episode, indem sie Zuhörer ermutigen, ihre Fragen zu stellen und sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, um ein besseres Verständnis für die Gesundheit ihrer vierbeinigen Freunde zu entwickeln.

    Der in der Sendung beschrieben Ballaststoff-Mix:

    https://canina.de/products/144006-ballaststoff-mix?cat_id=10

    17 min
  • #79 - Wenn Zähne schweigen
    Die unsichtbaren Zahnschmerzen des Hundes und der Katze

    Chronischer Zahnschmerz bei Hund und Katze bleibt oft unbemerkt – und doch wirkt er tief in den Körper hinein. In dieser Folge der Napfgespräche sprechen Joe und Sabine über die unterschätzte Bedeutung der Zahngesundheit und erklären, warum Zähne, Darm und Immunsystem untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn Zähne schweigen, ist das kein gutes Zeichen: Hunde und Katzen zeigen Schmerzen selten durch Winseln oder Lautäußerungen, sondern durch subtile Veränderungen im Verhalten – sie kauen nur auf einer Seite, lassen Futter fallen, bevorzugen weiche Kost, speicheln, riechen aus dem Maul oder ziehen sich zurück. Bei Katzen kommen Kopfneigung, verändertes Putzverhalten und Gewichtsverlust hinzu – mit gefährlichen Folgen wie hepatischer Lipidose.

    Joe erklärt die neurobiologischen Hintergründe: Schmerz aktiviert das Notfallzentrum im Gehirn und die HPA-Achse, wodurch der Körper in dauerhaften Stress versetzt wird. Eine unbehandelte Zahnentzündung schwächt so langfristig das Immunsystem, stört die Verdauung und verändert das Verhalten. Sabine zeigt, dass auch der Biofilm – oft fälschlich nur als „Plaque“ bezeichnet – eine entscheidende Rolle spielt: Er ist ein lebendiger Bakterienfilm, der sich nach jeder Mahlzeit bildet. Wird er nicht entfernt, verhärtet er zu Zahnstein und löst Entzündungen im Zahnfleisch und Zahnhalteapparat aus.

    Speichel, Kaudruck und Fütterung sind dabei zentrale Faktoren. Speichel wirkt antibakteriell und pH-puffernd, während weiche oder stark verarbeitete Nahrung den natürlichen Kaureiz reduziert. Hoch extrudiertes Trockenfutter liefert kaum Kaubelastung, aber viele Einfachzucker – und begünstigt so Entzündungen. Ein gesunder Darm wiederum produziert kurzkettige Fettsäuren, die das Immunsystem stabilisieren und auch die Schleimhaut im Maul stärken. Oder wie Joe es formuliert: „Wer den Darm stärkt, stärkt auch das Maul.“

    Die Hosts geben praxisnahe Tipps: Zähneputzen von klein auf trainieren, Enzymzahnpasta oder Spray nutzen, Kaumaterial mit Struktur anbieten und regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt durchführen. Auch moderne Ultraschallzahnbürsten können – richtig angewendet – helfen, Zahnstein vorzubeugen. Ergänzend unterstützen eine darmfreundliche Fütterung, Mikrosilber-Produkte und die Stabilisierung des pH-Wertes die Mundgesundheit.

    Zahngesundheit ist immer Körpergesundheit – denn eine Entzündung im Maul ist nie lokal. Sie beeinflusst Immunsystem, Stoffwechsel und Organe und kann sogar über den Speichel auf den Menschen übertragen werden. Joe und Sabine appellieren daher: Achtet auf Mundgeruch, Fressunlust oder Rückzug – und nehmt Zahngesundheit ernst. Ihr tut damit etwas für die Gesundheit eurer Tiere von der Zelle bis zur Seele.

    Produkte zur Darmgesundheit bei Canina:

    Darm- und Zahngesundheit Hunde

    Darm- und Zahngesundheit Katzen

    24 min
  • #78 - Praxistipps: So überlistest du die Katze
    Medikamente, Öle und Pulver sicher verabreichen

    Wie du Supplemente und Medikamente stressfrei ins Tier bekommst

    Katzen sind Meister der Misstrauenskunst.

    Ein Tropfen Öl im Futter, ein Pulver darüber, eine Tablette versteckt im Käse – und schon ist der Napf tabu.
    Doch was viele als „Zickigkeit“ abtun, ist in Wahrheit ein überlebenswichtiges Programm: Katzen wurden von ihrer Mutter darauf trainiert, kein fremdes Futter anzunehmen.

    In dieser Folge sprechen Joe Rahn (Diätetiker & Tierpsychologe) und Sabine Thöne-Groß (Ernährungsberaterin) darüber, warum Katzen so sensibel auf Gerüche reagieren, wie man Medikamente richtig verabreicht und wie man Supplemente in kleinen Schritten einschleicht, ohne das Vertrauen zu verlieren.

    Du erfährst:

    • warum das Gehirn der Katze fremde Gerüche als Gefahr interpretiert,
    • wie du Öle, Pulver und Flüssigkeiten richtig dosierst und anwendest,
    • welche Techniken bei Tabletten funktionieren – und welche nicht,
    • wann es Sinn macht, transdermale oder aromatisierte Präparate zu nutzen,
    • und wie du mit Ruhe, Routine und positiver Verstärkung Vertrauen aufbaust.

    Eine Folge für alle, die ihre Katze nicht austricksen, sondern verstehen wollen.

    Denn: Geduld, Geruchssinn und Gelassenheit sind die beste Medizin.

    21 min
  • #77 - Hunde und Katzen herbst- und winterfest machen
    Der Gesundheitsleitfaden für das Immunsystem

    Die zentrale Rolle des Darms wird hervorgehoben, da er maßgeblich für die Verarbeitung von Nährstoffen verantwortlich ist, die zur Stärkung des Immunsystems benötigt werden. Wir erörtern gezielte Ergänzungsmöglichkeiten mit Produkten wie Probiotika und speziellen Fellpflegeprodukten, die eine ganzheitliche Unterstützung für das Wohl unserer Tiere bieten. Die Teilnahme des Unternehmens Canina unterstreicht dabei, wie wichtig präventive Maßnahmen sind, um die Gesundheit unserer tierischen Begleiter während der kälteren Monate zu sichern.

    Zudem gehen wir auf alltägliche Probleme ein, die sich durch Umgebungsfaktoren wie Kälte und Heizungsluft ergeben. Die Verdauung unserer Haustiere kann aus dem Gleichgewicht geraten, was zu Anfälligkeit für Infektionen führt. Um dem entgegenzuwirken, präsentieren wir einen durchdachten „Herbst- und Winter-Gesundheitsfahrplan“, der sich gezielt auf die Bedürfnisse der Tiere anpasst. Dieser Plan berücksichtigt die Stabilisierung der Darmflora, die Stärkung der Abwehrkräfte und die notwendige Pflege von Haut und Fell, um diesen schwierigen Jahreszeiten vorzubeugen.

    In der Diskussion werden nützliche Produkte wie das Petvital-Darm-Gewinnspiel, das die guten Bakterien im Darm unterstützt, sowie die Magenbalance, die den Magen beruhigt und einen Schutzfilm über die Schleimhäute legt, hervorgehoben. Diese Produkte helfen, die Gesundheit aktiv zu fördern und bereits geschwächte Tiere wieder zu stabilisieren. Wir beleuchten die Bedeutung der Versorgung mit Vitaminen, insbesondere B-Vitaminen, für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung, und führen an, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist, um Nährstoffdefizite während dieser Zeit zu vermeiden.

    Weitere Themen, die angesprochen werden, sind die Rolle von Stresshormonen und deren Auswirkungen auf das Immunsystem, die Notwendigkeit, die Haut unserer Tiere vor Kälte und Trockenheit zu schützen, und die gezielte Ergänzung mit Omega-Fettsäuren, Zink und Biotin, um die Hautbarriere zu stärken.

    Am Ende des Gesprächs fassen wir zusammen, dass es entscheidend ist, proaktiv Maßnahmen zu treffen, um das Immunsystem unserer Tiere zu fördern. Wir ermutigen unsere Zuhörer, sich an uns zu wenden, falls sie Fragen oder Anregungen haben, und laden sie ein, weiterhin Teil unserer Community zu sein, um das Wohl ihrer vierbeinigen Freunde zu unterstützen.

    Alle Produkte sind hier auf der Seite von Canina zu finden

    25 min

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