Nicht nur schön

Nicht nur schön

By Laura Breitschmid, Jonas WandelerSociety & CultureArtsBooksDesign
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Nicht nur schön episodes

  • NNS 21: The Sori Yanagi Appreciation Society

    NNS21: The Sori Yanagi Appreciation Society


    Mit «The Sori Yanagi Appreciation Society» erscheint die erste englischsprachige Publikation über den japanischen Designer Sori Yanagi ausserhalb Japans. Geplant war eine kleine, 16-seitige Begleitbroschüre zu einer Ausstellung im Londoner Fahrradladen Tokyobikes – am Ende wurde es eine Publikation mit 256 Seiten.

    In rund 100 Beiträgen erzählen Designer:innen, Sammler:innen und Bewunderer:innen jeweils eine Anekdote zu ihrem Yanagi-Lieblingsobjekt. Bekannt wurde dieser für seine unscheinbaren, präzisen Alltagsobjekte, nebst Wasserkessel und Spaghettizange hat dieser aber auch Fussgängerbrücken, Ausstellungskataloge und Fackeln für die Olympischen Spiele entworfen.
    Die Herausgeber sind der Londoner Produktedesigner Michael Marriott und der Publizist Duncan Riches. Begleitet vom Gestalter und Verleger Urs Lehni sprechen wir mit den beiden über ihre eigene Faszination für Yanagi, über die Idee der «Appreciation Society» als offenes, nicht hierarchisches Format und wie sich dieses im Buchkonzept niederschlägt. Dabei geht es um die Qualität von leisem, unspektakulären Design, bei dem nicht der Designer im Vordergrund steht.

    IMPRESSUM

    Herausgeberschaft: Duncan Riches & Michael Marriott
    Gestaltung: Urs Lehni
    Verlag: Rollo Press, Zürich
    Druckerei: Printon, Estland
    ISBN: 978-3-906213-53-8

    EXPERT:INNEN

    Duncan Riches, Herausgeber und Kurator
    Michael Marriott, Herausgeber und Produktedesigner
    Urs Lehni, Grafiker und Verleger

    BILDER

    Porträt Duncan Riches: Luciana Britton Newell
    Porträt Michael Marriott: SCP
    Porträt Urs Lehni: Katharina Lütscher
    Reproduktion Buch: Rollo Press

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Webseite der Sori Yanagi Appreciation Society
    Duncan Riches' Galerie Unit.d
    Michael Marriott's online shop für Objekte aus Holz, Metall und Plastik
    Tokyobike
    Sori Yanagi Design Studio

    1 hr 2 min
  • NNB04: I Never Read, Art Book Fair Basel

    In dieser Folge tauchen wir in eine Geschichte ein, die mit einem Andy-Warhol-Zitat beginnt und sich über die Jahre zu einer Liebesgeschichte entwickelt hat: zwischen Menschen und Büchern, aber auch zwischen Eveline Wüthrich und Johannes Willi. Seit 15 Jahren organisieren die beiden die Kunstbuchmesse «I Never Read». Während der Art Basel versammeln sich dort Buchliebhaber:innen, Verlage und Künstler:innen, um Bücher zu betrachten, zu besprechen und zu erwerben.

    Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums durchstöbern wir mit den beiden Gründer:innen ihr Archiv. Gemeinsam packen wir eine Tasche voller Flyer, Kataloge, Sticker und Schallplatten aus und erzählen dabei die Geschichte der Art Book Fair: von den Anfängen in einem Basler Hinterhof, über die vielen Jahre in der Kaserne Basel, bis hin zur diesjährigen Ausgabe im «Basel Social Club» im leerstehenden Aubildungszentrum der UBS.
    Das Gespräch hat live vor Ort stattgefunden und wurde von der hauseigenen Temporary Radio Station aufgenommen. Reinhören lohnt sich für alle, die sich für Publishing, Selbstorganisation und Grafikdesign interessieren.

    EXPERT:INNEN

    Eveline Wüthrich, Kuratorin
    Johannes Willi, Künstler

    LISTE INVOLVIERTER GRAFIKER:INNEN

    Atelyeah / Marcel Freymond
    Jonas Hegi
    Philippe Karrer
    Lorenzo Mason
    Martina Perrin

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    I Never Read Shop
    Our Rags Magazine

    46 min
  • NNB03: Coline Sunier + Charles Mazé

    Das Grafik Design Duo Coline Sunier & Charles Mazé wurde 2026 vom Bundesamte für Kultur (BAK) mit dem Jan Tschichold Preis ausgezeichnet. Dieser wird jährlich an Personen oder Institutionen für herausragende Leistungen in der Buchgestaltung verliehen.

    Während der Ausstellung der Schönsten Schweizer Bücher im Helmhaus Zürich haben wir mit Coline Sunier und Charles Mazé anhand von drei Publikationen über ihren Zugang zu Typografie und Buchgestaltung gesprochen. Die besprochenen Publikationen zeigen, wie Grafikdesign als Forschung, Archivarbeit und kollaborative Praxis funktionieren kann: ein typografisches Alphabet aus dem Pariser Vorort Brétigny-sur-Orge, ein monografischer Katalog über die Keramikerin und Bildhauerin Valentine Schlegel, und ein Buch über Reform-Pädagogik in Frankreich.
    Das Gespräch bewegt sich zwischen Feldforschung und Archiv, zwischen Strassenschildern und mittelalterlichen Petroglyphen, zwischen «Je dors» und «Je travaille» und der Frage: Welche Erkenntnisse lesen wir in den Zeichen, die uns hier und jetzt umgeben.

    IMPRESSUM


    The ABCC of CACB
    Ein Langzeitprojekt für das CAC Brétigny (Centre d'art contemporain Brétigny-sur-Orge, südlich von Paris). Sunier und Mazé sammelten über ein Jahrzehnt Zeichen, Buchstaben und Symbole aus dem Stadtbild von Brétigny: von Ladenschildern und Graffiti über Instagram-Stories bis zu mesolithischen Petroglyphen. Daraus entstand die Schrift «Lara» mit 901 Zeichen, die für die Kommunikation des Kunstraumes verwendet wurde.
    Verlag: Rollo Press, 2026
    ISBN: 978-3-906213-50-7

    Valentine Schlegel – Je dors, je travaille
    Ein Katalog über die französische Keramikerin und Bildhauerin Valentine Schlegel (1925–2021), der Biografie und Werküberblick verbindet, strukturiert nach dem Prinzip «Je dors» (Leben) und «Je travaille» (Werk). Mit Archivfotografien von Agnès Varda, die eine Gefährtin Schlegels war.
    Herausgeber:innenschaft: future und CAC Brétigny, 2017
    ISBN: 978-2-9560078-0-7

    Marie Preston – Inventer l’école : penser la co-création
    Ein Buch über alternative Bildungsmodelle in Frankreich im 20. Jahrhundert. Sunier und Mazé gestalteten nicht nur das Layout, sondern durchforsteten auch umfangreiche Bild- und Textarchive. Das Resultat wirkt trotz dichtem Text eher wie ein Kinderbuch als eine akademische Dissertation.
    Verlag: Tombolo Presses, 2023
    ISBN: 979-10-96155-26-2

    The Most Beautiful Swiss Books 2025, awarded in 2026
    Katalog zu den Schönsten Schweizer Büchern 2025
    Herausgeber:innenschaft: vom Schweizer Bundesamt für Kultur, Bern, 2026

    Gestaltung: Sabo Day
    ISBN 978-3-907488-04-1

    Weiterführende Links:


    Coline Sunier & Charles Mazé
    Jan-Tschichold-Preis
    CAC Brétigny
    ANRT Nancy
    Valentine Schlegel
    Agnès Varda
    Helmhaus Zürich

    36 min
  • NNS20: Heatwave

    An der 19. Architekturbiennale in Venedig 2025 zeigte das Königreich Bahrain ein Projekt mit dem Titel Heatwave. Nicht nur wurde der Beitrag mit dem Goldenen Löwen für den besten Pavillon prämiert – auch der dazu erschienene Katalog wurde ausgezeichnet: sowohl beim Wettbewerb der schönsten Schweizer Bücher als auch bei den Schönsten Büchern aus aller Welt.

    Die bahrainer Architektin und Urbanismusforscherin Wafa Al-Ghatam war Teil des kuratorischen Teams. Mit ihr sprechen wir über den Einfluss der enormen Hitze auf die Architektur und Städteplanung in Bahrain, aber auch welche sozialen Veränderungen die Klimaanlage mit sich brachte.
    Im zweiten Gespräch erzählt uns Larissa Kasper, Grafikerin aus St. Gallen, wie aus einem begrenzten Budget und der Wahl eines holzhaltigen Papiers ein Katalog entstanden ist, dessen Cover langsam verblasst, wie sie im Team arbeitet und warum an gewissen Stellen des Katalogs die venezianische Renaissance durchschimmert.

    IMPRESSUM

    Herausgeber:innenschaft: Bahrain Authority for Culture and Antiquities, Andrea Faraguna
    Gestaltung: Kasper Florio, Samuel Bänziger
    Verlag: Bahrain Authority for Culture and Antiquities
    Druckerei: DZA Druckerei zu Altenburg

    EXPERT:INNEN

    Wafa Al-Ghatam, Architektin, Urbanismusforscherin
    Larissa Kasper, Gestalterin

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    John Yarwood, Architekt, forschte Mitte der 1980er Jahre zur traditionellen Bahrainer Architektur
    Bill Hillier, «The Logic of Space», Cambridge University Press

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    55 min
  • NNS19: Sheila Hicks. a little bit of a lot of things

    Die US-amerikanische Künstlerin Sheila Hicks (*1934) hat sich über sechs Jahrzehnte hinweg immer wieder neu erfunden: von der Arbeit im Kontext des textilen Kunsthandwerks hin zu einer international renommierten zeitgenössischen Künstlerin. 2023 zeigte das Kunstmuseum St. Gallen in der Lokremise eine umfassende Einzelausstellung mit dem Titel «a little bit of a lot of things». Wir besprechen das gleichnamige Buch erschien zwei Jahre später und ist weit mehr als ein Ausstellungskatalog.

    Mit dem dem Kurator und Direktor des Kunstmuseums St. Gallen Gianni Jetzer haben wir einerseits darüber gesprochen, wie ein Museum lokale Themen mit internationaler Kunstgeschichte verwerben kann, andererseits darüber, wie enge Freund:innenschaften die Entstehungsprozesse von Ausstellungen beflügeln können.
    Im Gespräch mit den Gafiker:innen Jana Liebe und Jonas Vögeli (Hubertus Design, Zürich) erhielten wir zudem Einblick in den zweijährigen Entstehungsprozess und wie sie vorgegangen sind, um die Stofflichkeit von Hicks' Werk in ein Buch zu übersetzen.

    IMPRESSUM

    Herausgeber:innenschaft: Gianni Jetzer, Kunstmuseum St. Gallen
    Gestaltung: Hubertus Design mit Jana Liebe
    Verlag: Hatje Cantz
    Druckerei: robstolk amsterdam
    ISBN: 978-3-7757-5978-6

    EXPERT:INNEN

    Gianni Jetzer, Kurator
    Jana Liebe, Gestalterin
    Jonas Vögeli, Gestalter

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Sheila Hicks in der Online-Sammlung des Museum für Gestaltung Zürich

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    1 hr 4 min
  • NNS18: Florian Graf. School Models

    Was passiert, wenn Kinder auf ihrer eigenen Schule klettern können? Der Schweizer Künstler Florian Graf hat für den Pausenplatz des Hofacker Schulhauses in Zürich drei Steinmodelle der Schulgebäude im Massstab 1:20 gebaut: aus Muschelkalk, begehbar, bespielbar. Das dazugehörige Buch School Models (2025) dokumentiert dieses Kunst- und Bauprojekt. Wir sprechen mit Florian Graf über Architektur, die Verschiebung von Dimensionen, Pädagogik und die Frage, was länger bleibt – das Original oder das Modell. Ausserdem zu Gast: das Grafik-Studio A Language (Martin Stoecklin & Melina Wilson). Mit Ihnen sprechen wir über die Kultur von Glitches, den Archetyp von einem Buch und gewünschte Störfaktoren in der Gestaltung.

    IMPRESSUM

    Herausgeber:innenschaft: Florian Graf, Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich
    Gestaltung: Stoecklin & Wilson
    Verlag: Scheidegger & Spiess
    Druckerei: DZA, Druckerei zu Altenburg
    ISBN: 978-3-03942-250-0

    EXPERT:INNEN

    Florian Graf, Künstler
    Martin Stoecklin und Melina Wilson (Stoecklin & Wilson), Gestalter:in

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Videoporträt zum Projekt
    Making Of
    Ausflugstipps:
    📍 Hofacker Schulhaus, Zürich – School Models von Florian Graf
    📍 Ticket Pagoda von Florian Graf beim Fussballstadion, Lausanne
    📍 Anne-Sophie von Alex Hannimann, Zürich, beim Toni-Areal
    Verwandte Folge aus unserem Archiv: Folge 16: Freinet Techniques

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    53 min
  • NNS17: Kazuo Shinohara

    In dieser Episode von «nicht nur schön» nähern wir uns dem Werk des japanischen Architekten Kazuo Shinohara (1925–2006) anhand von vier Büchern, die vom Schweizer Architekt:innen-Duo Christian Dehli und Andrea Grolimund herausgegeben wurden. Gestaltet wurden sie allesamt vom Zürcher Büro Elektrosmog.

    «Three Houses» porträtiert drei ikonische Gebäude aus drei verschiedenen Stilepochen: das House in White (1966), das House in Uehara (1976) und das House in Yokohama.
    «View from this Side» hält im Taschenbuch-Format fotografische Notizen von Shinoharas Reisen durch Nordamerika, Nordafrika und Europa (1972–1985) fest.
    «The Umbrella House Project» dokumentiert die Geschichte eines Shinohara-Hauses, das vom Abriss gerettet wurde und auf den Vitra Campus in Weil am Rhein ein neues Zuhause fand.
    
«Residential Architecture» ist die erste vollständige englische Übersetzung von Shinoharas Text zu japanischer Wohnarchitektur, der 1964 im Original erschien.
    Mit den Herausgeber:innen und dem Grafiker Marco Walser sprechen wir über das Verständnis von Architektur über das Nachzeichnen von Plänen, die Fotografie als Entwurfspraxis und Shinoharas eigene Behauptung, ein Haus sei ein Kunstwerk.

    IMPRESSUM

    Herausgeber:innenschaft: Dehli-Grolimund
    Gestaltung: Elektrosmog
    (für alle vier Publikationen)
    


    
«Three Houses»
    Erste Ausgabe, 2019 bei Quart Verlag
    ISBN 978-3-03761-167-8
    Zweite Ausgabe, 2025 bei Park Books
    ISBN 978-3-03860-457-0

    «View from this Side»
    Erste Ausgabe, 2019 bei Rollo Press
    IBSN 978-3-90621-328-6
    Zweite (erweiterte) Ausgabe, 2022 bei Rollo Press
    ISBN 978-3-906213-38-5

    «The Umbrella House Project»
    2022 bei Vitra Design Museum
    ISBN 978-3-945852-55-2

    «Residential Architecture»
    2026 bei Park Books
    ISBN 978-3-03860-458-7

    EXPERT:INNEN

    Christian Dehli, Architekt, Herausgeber
    Andrea Grolimund, Architektin, Herausgeberin
    Marco Walser (Elektrosmog), Gestalter

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Vitra Design Museum

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Jingle und Sounds von Giacomo Bastianelli

    1 hr 2 min
  • NNS16: Freinet Techniques

    In dieser Folge von «nicht nur schön» sprechen wir über die Ursprünge, die Haltung und den Geist der Freinet-Pädagogik. Das Konzept umfasst unter anderem die Praxis von Drucktechnik, Schulpressen und kollektivem Lernen. Wir gehen der Frage nach, wie Wissen, Werte und Ästhetiken über Generationen hinweg weiter getragen werden.

    Mit ihrem pädagogischen Ansatz und der Arbeit mit der Druckpresse prägten Élise und Célestin Freinet im frühen 20. Jahrhundert die Reformpädagogik massgeblich mit. Die Publikation «Freinet Technik» versammelt von Kindern geschrieben, gedruckte und publizierte Texte. Das Buch nähert sich dem Konzept aus Sicht von Gestaltung, Design und auch Typografie. Wir sprechen mit den Freinet-Mitgliedern Lulu Müller und Donatus Stemmle über den pädagogischen Ansatz von Freinet und ihre persönliche Erfahrungen in modernen Klassenräumen. Die Diskussionen beleuchten die Philosophie hinter Freinets Methoden und betonen Demokratie und Zusammenarbeit. Im Gespräch mit Paul Gangloff, dem Gestalter und Herausgeber des Buches, sprechen wir über das Potenzial von Fehler und ob die Ästhetik der Druckerpresse sein Schaffen beeinflusst.

    IMPRESSUM

    Herausgeber: Paul Gangloff
    Gestaltung: Paul Gangloff
    Verlag: Rollo Press, Zürich (CH)
    Druckerei: Drukkerij Raddraaier, Amsterdam (NL)
    ISBN: 978-3-906213-44-6

    EXPERT:INNEN

    Paul Gangloff, Herausgeber und Gestalter
    Lulu Müller, Primarlehrperson, Mitglied Freinet Schweiz
    Donatus Stemmle, ehem., Dozent PH Zürich, Mitglied Freinet Schweiz

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Freinet Gruppe Schweiz
    Paul's Shawarma-Tipp in Amsterdam, Tyros Lebanese Foodtruck
    Coffee & Pastry im Uncommon

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Stimme Jurybericht mit KI von Descript generiert
    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    52 min
  • NNS15: Vergissmeinnicht

    Achtung, hier kommt das schönste Buch der Welt! Mit ihrer Installation «Forget Me Not/Vergissmeinnicht» reaktivierte die Schweizer Künstlerin Stéphanie Baechler den sogenannten «Tröckneturm» der Ostschweizer Stadt St. Gallen. Wurde dieser im 19. Jahrhundert noch für das Trocknen eingefärbter Stoffbahnen benutzt, so wandelte sich das auffällige Gebäude mit dem Abklang der lokalen Textilindustrie zu einem stillen Protagonisten – bis zum Sommer 2024. Nach vier Jahren Recherche, hartnäckiger Überzeugungsarbeit und akribischer Vorbereitungen hingen endlich wieder Stoffbahnen vom Turm – für die meisten St. Galler:innen eine Premiere.

    Das gleichnamige Buch zeigt nicht nur Stéphanie Baechlers langen Weg zur finalen Installation, sondern auch Ladina Bischofs fotografische Dokumentation der 26 anderen verbliebenen «Tröcknetürme» der Schweiz. Beide Erzählstränge wurden in der Publikation über 400 Seiten zu einer einzigen, poetischen Geschichte verwoben – ein Effort, der mit der «Goldenen Letter» der Stiftung Buchkunst in Leipzig ausgezeichnet wurde.
    Anlässlich einer Gruppenausstellung im Gewerbemuseum Winterthur haben wir Stéphanie Baechler zu einem Gespräch getroffen. Dabei ging es um den Stellenwert von Handwerk in ihrer künstlerischen Praxis, um in Vergessenheit geratenes Wissen aus der Textilindustrie und um die Rolle, welche Bücher in ihrem Alltag spielen.
    Im Gespräch mit dem Gestalter Rudy Guedj konnten wir in Erfahrung bringen, wie diese monumentale Recherche in eine verdauliche Publikation verwandelt wurde, was die Vorzüge eines eigenen Verlags sind und wie sich Notlösungen manchmal als perfekte Entscheidungen herausstellen.

    IMPRESSUM

    Herausgeberin: Stéphanie Baechler
    Fotografie: Ladina Bischof
    Gestaltung: Rudy Guedj
    Verlag: Building Fictions, Amsterdam (NL)
    Druckerei: Rob Stolk, Amsterdam (NL)
    ISBN: 978-90-833756-2-5

    EXPERT:INNEN

    Stéphanie Baechler, Künstlerin
    Rudy Guedj, Gestalter und Verleger

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Wettbewerb der Besten Niederländischen Bücher
    Wettbewerb der Schönsten Bücher aus aller Welt der Stiftung Buchkunst
    Ausstellung «Gib Stoff!» im Gewerbemuseum Winterthur
    Bestellt unsere erste Publikation «NNB02: Squama Recordings» bei Präsens Editionen (CH) oder direkt bei Squama (D)

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Stimme Jurybericht mit KI von Descript generiert
    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    55 min
  • NNS14: Sophie Calle – Overshare

    In dieser Episode von «nicht nur schön» tauchen wir ein in das Werk der französischen Konzeptkünstlerin Sophie Calle, die bekannt dafür ist, in ihren Arbeiten die Grenze zwischen Intimität und Öffentlichkeit, Dokumentation und Inszenierung auszuloten. Ausgangspunkt ist das Buch «Overshare» zur gleichnamigen Übersichtsausstellung im Walker Art Center in Minneapolis (USA) – die erste in Nordamerika überhaupt.

    Im ersten Gespräch haben wir die Kuratorin Nadine Wietlisbach getroffen. Als Direktorin des Fotomuseums Winterthur konnte sie bei der Konzeption und Durchführung der Einzelausstellung «Un certain regard» das Werk und die Künstlerin Sophie Calle aus nächster Nähe erfahren. Sie verrät uns Details zu ihrer kuratorischen Perspektive, die Rezeption von Calles Arbeiten im Wandel der Zeit und zur Strategie der Institution in Sache Publikationen.
    Mit der Zürcher Buchgestalterin Julia Born unterhalten wir uns über die Herausforderungen, ein Buch für eine Künstlerin zu entwerfen, die selbst für ihre Artist Books berühmt ist. Es geht dabei um Calles präzise Verknüpfung von Text und Fotografie, über die konzeptuellen Regeln, die ihr Werk strukturieren, und darüber, wie sich ihre Strategien in Buchform übersetzen lassen.

    IMPRESSUM

    Herausgeber:innenschaft: Henriette Huldisch
    Gestaltung: Julia Born
    Verlag: Walker Art Center, Minneapolis (US)
    Druckerei:
    ISBN: 978-1-935963-30-1

    EXPERT:INNEN

    Nadine Wietlisbach, Kuratorin
    Julia Born, Gestalterin

    WEITERFÜHRENDE LINKS

    Ausstellung «Sophie Calle – Un certain regard», Fotomuseum Winterhur
    Übersicht der Publikationen von Sophie Calle

    ZUSÄTZLICHE TONSPUREN

    Stimme Jurybericht mit KI von Descript generiert
    Jingle und Musik von Giacomo Bastianelli

    1 hr 1 min

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