nSonic – Der Podcast – nSonic

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By Boris NienkeEducationHobbies
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nSonic – Der Podcast – nSonic episodes

  • nSonic #226 – Denk Mal – Von der Kunst der Selbstorganisation (4)

    Software hilft

     

    Software hat nur ein prinzipielles Problem: Sie ist meistens nicht dort, wo Du gerade bist. Wie sollst Du also unterwegs neue Aufgaben erfassen oder beim Büroartikel-Händler vor Ort nachschauen, was Du sonst noch so brauchst?

    Zum Glück leben wir aber inzwischen in einer Zeit, in der diese Probleme lösbar sind. Voraussetzung dafür ist nur, dass Du neben einem Rechner auch einen mobilen Rechner hast. Ich gehe in diesem Fall von einem Mac und einem iPhone aus. Es gibt aber sicher auch Lösungen für Windows, Linux, Android, RIM oder Symbian etc. Da musst Du allerdings dann selbst mal auf die Suche gehen.

    Weblösungen

    Es gibt kleinere und größere ToDo-Listen die sich rein im Web bearbeiten lassen. Alles was man also benötigt ist ein Browser. Damit ist dieses Konzept natürlich am flexibelsten und von überall auch ohne teure Mobilgeräte zu nutzen.

    Ich muss aber gestehen, dass alles, was ich bisher gesehen habe, nur für einfachste Anwendungen genügt. Sobald die Lösungen etwas mehr können benötigt wird man häufig monatlich zur Kasse gebeten oder sie sind einfach unübersichtlich oder unnötig kompliziert.

    Dennoch gibt es viele Anwender von solchen Lösungen die damit zufrieden sind und oftmals gibt es auch Software für den lokalen oder mobilen Client. Ein Blick lohnt also durchaus.

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    Der Vorteil ist, dass die Daten im Web gespeichert und somit von überall zugänglich sind. Der Nachteil ist, dass Du immer online sein musst um Deine Aufgaben zu sehen und zu verwalten. Außerdem bist Du direkt abhängig vom Anbieter: Verliert der die Daten eines Servers, dann sind unter Umständen auch Deine Aufgaben weg. Wird der Dienst eingestellt sind Deine Daten weg. Wie es um die Datensicherheit steht weißt Du normalerweise auch nicht. Es wäre also gut, keine allzu vertraulichen oder brisanten Daten einzutragen.

    Vertreter dieser Art sind unter anderem:

    • Remember the milk
    • Toodledo
    • Weitere Möglichkeiten
    • Offline Lösungen

      Neben den reinen Weblösungen gibt es aber auch Software die lokal auf dem Rechner läuft. Vorteile und Nachteile sind im Grunde genau umgekehrt wie bei den Weblösungen. Datensicherheit ist gegeben bzw. hängt von Dir selbst ab. Du kommst auch ohne Internetverbindung an Deine Daten. Allerdings liegen diese Daten nur lokal auf einem Rechner…

      Um die Daten jetzt wirklich überall dabei zu haben, müssen sie zwischen den verschiedenen Geräten synchronisiert werden, was aber glücklicherweise inzwischen kein so großes Problem mehr ist.

      Es gibt mindestens zwei große Programme dieser Kategorie: Things und OmniFocus. Ich möchte jetzt kein komplettes Review an dieser Stelle wiedergeben, daher nur kurz ein paar grobe Punkte dazu:

      Things
      • Anbieter: Cultured Code
      • Verfügbar für Mac, iPhone, iPad
      • Sieht sehr schick aus
      • Schnell zu verstehen und zu nutzen
      • Praktische “Heute” Übersicht. Zeigt automatisch Aufgaben die Heute zu erledigen sind. Man kann Aufgaben mit Klick auf einen Stern aus dieser Liste entfernen, diese tauchen dann am nächsten Tag automatisch wieder auf
      • Projekte, Aufgaben
      • Kein Kontext. Stattdessen Tags von denen beliebig viele zu einer Aufgabe zugeordnet werden können
      • Sync der Geräte nur im lokalen Netzwerk. Bevor Du aus dem Haus gehst solltest Du also Things am Mac und am iPhone und ggf. auch am iPad einmal starten, damit alle auf dem selben Stand sind.
      • Things ist im Grunde ein sehr einfaches System das man sich aber auch etwas komplexer gestalten kann. Sehr intuitiv und für kleinere bis mittlere Anforderungen locker ausreichend. Ich würde es noch immer einsetzen, wenn der versprochene Sync über das Internet denn mal gekommen wäre. Jeden Tag, ggf. mehrmals, die Software auf allen Geräten (zwei Macs und iPhone) starten zum Abgleich? Theoretisch in Ordnung. Praktisch klappt das nicht – weil man es schlicht vergisst oder aus zeitlichen Gründen nicht macht.

        Things findest Du hier

        OmniFocus
        • Anbieter: OmniGroup
        • Verfügbar für Mac, iPhone, iPad
        • Optisch eher altbacken. OmniFocus entstand aus dem Outliner aus gleichem Hause und das merkt man auch. Hat einen eher trocken, technischen Charme. Allerdings kann man sich das Programm sehr umfangreich anpassen. Schriftarten, Farben, etc. kann man komplett anpassen und so einen gewissen Stil in die Software bekommen. Man muss allerdings ein Händchen dafür haben, sonst sieht es hinterher schlimmer aus als vorher oder es ist Schick, aber unübersichtlich. Ich habe noch die Standardeinstellungen… Wer hier gute Einstellungen für etwas mehr Stil hat möge sie mir mitteilen smile
        • Komplizierter zu nutzen. Die richtige Bedienung und korrekte Nutzung erschließt sich einem nicht sofort. Zum Glück gibt es viele Videos und Tutorials. Die braucht man aber auch. Selbst danach kommt einem manches noch unnötig kompliziert vor. OmniFocus setzt GTD konsequent um und zwingt einen mehr oder weniger in diese festen Abläufe. Nicht immer gut, teilweise zu umgehen. Man muss einen Weg in das Programm aber erst finden, was dauern kann.
        • Projekte, Aufgaben, Kontext. Dazu noch (relativ) frei definierbare Ansichten. Fast alles geht, aber vieles muss eben auch gemacht werden.
        • Synchronisation aller Geräte kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum Beispiel wie Things im lokalen Netzwerk, über ein Laufwerk, über einen eigenen WebDAV-Server aber auch über MobileMe.
        • Zu OmniFocus bin ich allein wegen der Synchronisation über MobileMe gekommen. Das funktioniert bei mir von Anfang an mit beiden Macs und dem iPhone problemlos. Am iPhone dauert es beim starten der Anwendung einige Sekunden (bis zu 30 Sekunden können es schon mal sein am iPhone 3G) bis die Datenbank abgeglichen wurde. In der Zeit kann man zwar neue Aufgaben erfassen aber nicht in den vorhandenen stöbern. Zumindest war das mal so. Bei meinem iPhone4 geht der Sync deutlich schneller und ich konnte währenddessen auch schon mal durch Aufgaben und Projekte schauen.

          Ich finde es insgesamt sehr mächtig aber teils auch sehr umständlich. Die Erfassung am iPhone könnte sicher einfacher gehen aber es funktioniert auch so ganz gut.

          Ich brauche den Sync über das Internet weil ich nur so meine Daten immer aktuell habe. OmniFocus bietet das und das Programm wird ständig weiterentwickelt.

          Die iPad-Version sieht komplett anders aus und hat einen schickeren Look bekommen. Einige Ideen sind auch schon in die Mac-Version eingeflossen damit das Programm übersichtlicher und etwas einfacher wird. Ich gewöhne mich langsam an OmniFocus. Sollte Things aber einen wirklich funktionieren Abgleich über MobileMe oder Dropbox anbieten, könnte ich evtl. wieder zurück wechseln weil es für mich einfach klar war wie es funktioniert, bzw. ich einfach besser gesehen habe, was zu tun ist.

          OmniFocus findest Du hier

           

          Fazit

          Egal ob Papier, Web oder lokale Software. Wichtig ist nur, dass Du es aufschreibst, terminierst und dann kontrolliert abarbeitest. Wenn Du Dir Software anschaust, lass Dich nicht von 1001 Funktionen blenden. Probiere es mit Deinen konkreten Projekten aus und schaue Dir an, was am besten für Dich funktioniert. Lass es lieber etwas hässlicher aussehen wenn es dafür schnell und einfach ist. Du möchtest Dinge vorrangig erledigen – nicht sie verwalten.

          Welche Lösung nutzt Du? Welche Vor- und Nachteile hast Du im Laufe der Zeit festgestellt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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        • nSonic #225 – Denk Mal – Von der Kunst der Selbstorganisation (3)

          Bis hier hin – oder weiter?

          GTD steht für “Getting Things Done” also sinngemäß: “Bekomme Deinen Kram erledigt”.

          Die oben beschriebenen Punkte sind es im Prinzip schon. Es sind die Grundlagen für das GTD-Prinzip. Wie bei allen Grundlagen, kann man natürlich immer noch etwas oben drauf setzen und so ist es auch beim klassischen GTD-Ansatz.

          Kontext

          Möchtest Du GTD noch kompletter umsetzen, dann benötigst Du neben Deinen Projekten auch noch Kontexte. Ein Kontext steht dabei für etwas oder jemanden, wo oder mit wem Du eine Aufgabe lösen kannst.

          Mal ein Beispiel:

          Angenommen, Du hast den Auftrag ein paar Flyer für eine Firma zu erstellen und diese zu drucken. Dann wirst Du dafür ein Projekt angelegt haben “Flyer für Firma Grobi erstellen” und Du wirst dieses Projekt in einzelne Aufgaben zerlegt haben. Eine dieser Aufgaben heißt vielleicht “Druckerpapier kaufen” und eine weitere “Tinte kaufen”.

          Jetzt nehmen wir weiter an, es ist ja nur ein Beispiel, dass Du dieses Zubehör nicht online sondern in der Stadt kaufst. Bei einem Händler für Büromaterial.

          Nun wäre es natürlich blöd, wenn Du zwei mal in die Stadt fährst nur weil die Aufgabe mit der Tinte erst nach der Aufgabe mit Papier stand und Du es nicht gesehen hast. Außerdem könnte es ja sein, dass Du noch andere Aufgaben für andere Projekte hast, die ebenfalls einen Einkauf bei diesem Händler erfordern. Vielleicht brauchst Du für das Projekt “Steuererklärung” noch einige Klarsichtfolien und für das Projekt “Kindergeburtstag Toni” noch einige Müllbeutel und Luftballons.

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          Hier kommt jetzt der Kontext ins Spiel. Die Aufgaben hängen natürlich am Projekt aber all diese oben genannten Aufgaben bekommen z. B. den Kontext “Büromaterial”. Wie diese Kontexte zu benennen oder zu nutzen sind, darüber kann man lange diskutieren. Ich sage: Mach es so, wie Du es verstehst. Du könntest auch den Kontext “Büroartikel Walter GmbH” eintragen wenn Du immer alles dort kaufst.

          Der Trick ist nur der Folgende: Du hast eine(!) bestimmte Aufgabe die Du jetzt erledigen möchtest. Du möchtest Druckerpapier kaufen. Du fährst also zum Händler. Jetzt schnappst Du Dir Deine Listen und suchst Dir alle Aufgaben heraus, die denselben Kontext haben wie das, was Du gerade tun möchtest. In diesem Fall würdest Du direkt sehen, dass Du neben Druckerpapier auch noch Tinte, Klarsichthüllen, Müllbeutel und Luftballons besorgen musst. Kaufe gleich alles ein und hake alle Aufgaben ab.

          Magie! Plötzlich hast Du in einem Rutsch an drei Projekten gearbeitet und alle Projekte nach vorne gebracht.

          Manche GTD-Nutzer geben sich z. B. eine Stunde am Tag für Telefonate. Sie erfassen dann diverse Aufgaben und immer wenn für die Aufgabe eine Absprache mit jemandem nötig ist, gibt es den Kontext “Telefon”. Nun kann man sich ins Büro setzen, alle Dinge telefonisch zu klären sind heraus suchen und die Liste, nach Terminreihenfolge, abarbeiten, die Ergebnisse notieren und die Aufgabe ggf. streichen. Nach einer Stunde hört man auf und widmet sich dem normalen Ablauf.

          Software hilft

          Der einfachste Weg ist es natürlich, seine Listen mit Stift und Papier zu führen. Das ist auch gar nicht so ungewöhnlich und im Grunde ist es ein gutes Training. Sobald man aber zu Dingen wie dem Kontext kommt, wird es mit Papier umständlich. Entweder Du musst lange suchen, bis Du alle passenden Einträge gefunden hast oder Du musst alles doppelt notieren. Nicht so schön, denn schlussendlich möchtest Du ja Aufgaben erledigen und Dich nicht stundenlang mit der Organisierung der Arbeit befassen.

          Die Lösung ist etwas Software. Jedenfalls soll sie das sein. Zum Glück ist sie das inzwischen auch. Jedenfalls dann, wenn man beherzigt, was ich eingangs gesagt habe: Man muss es wirklich wollen und dann auch durchziehen.

          Software hat nur ein prinzipielles Problem: Sie ist meistens nicht dort, wo Du gerade bist. Wie sollst Du also unterwegs neue Aufgaben erfassen oder beim Büroartikel-Händler vor Ort nachschauen, was Du sonst noch so brauchst?

          Zum Glück leben wir aber inzwischen in einer Zeit, in der diese Probleme lösbar sind. Mehr dazu im nächsten Teil.

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        • nSonic #224 – Denk Mal – Von der Kunst der Selbstorganisation (2)

          Termine

          Wir hassen sie alle. Trotzdem, ohne geht es nicht. Wenn Du im Winter nicht auf der Straße rutschen möchtest, dann sollten ab Oktober die Winterreifen drauf. Wenn Dein Kunde die Flyer zu Weihnachten verteilen möchte, dann kannst  Du sie ihm nicht erst am 24.12. zum korrekturlesen vorlegen. Wenn Du bis zum 40. Lebensjahr ein Eigenheim haben möchtest, dann solltest Du nicht erst mit 35 anfangen zu sparen.

          Termine helfen Dir dabei, die vielen einzelnen Punkte auf den drei Listen in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen. Die Termine setzen dabei gewissermaßen die erste wichtige Priorität. Du hast Dich ja dazu entschlossen diese Dinge zu erledigen, es ist also völlig egal was als nächstes dran ist. Dank Listen und Terminen musst Du aber nicht mehr ständig über die Reihenfolge nachdenken, sie ergibt sich von ganz alleine.

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          Du solltest die Termine aber realistisch setzen. Das ist im Grunde ein komplettes Buch für sich alleine aber so viel sei gesagt: Mit der Zeit wirst Du Erfahrungen sammeln und wissen wie lange ein Projekt braucht oder wie schnell der Kunde selbst ist. Plane aber immer einen guten Puffer mit ein. Du glaubst, dass Du etwas in 2 Wochen erledigen kannst? Mach lieber 3 Wochen draus. Wenn es schneller geht, super! Wenn Du aber krank wirst, der Rechner ausfällt oder sonst etwas unvorhersehbares passiert, dann hast Du genug Reserve für eine Lösung ohne andere Dinge verschieben zu müssen.

          Listen anpassen

          Das Leben ist nicht statisch, Du bist nicht statisch. Wir alle unterliegen einem ständigen Wandel. Natürlich sind bestimmte Dinge fix. Wenn Du ein Projekt angenommen hast, dann soll es auch fertig gestellt werden. Es kann aber täglich passieren, dass etwas anderes dazwischen kommt. Das bedeutet, dass Du die Listen immer mal wieder an die aktuelle Situation anpassen musst. Termine können sich ändern und somit auch die Reihenfolgen in der die Punkte abzuarbeiten sind. Vielleicht entstehen aber auch ganz neue Ziele die wiederum alte Ziele obsolet werden lassen.

          Pass die Liste einfach an – und zwar gleich. Dir fällt etwas neues ein? Schreib es sofort auf.

          Anpassen heißt natürlich auch, dass erledigte Dinge gestrichen werden. Hast Du also etwas erledigt, dann streiche es möglichst gleich von der Liste damit Du es nicht jedes Mal wieder siehst wenn Du auf die Liste guckst. Dein Hirn wird dann immer wieder dasselbe lesen und sich sagen: “Ist ja schon erledigt”. Lache oder glaube es: Genau diese kleinen Dinge sind es, die uns einen großen Haufen Arbeit vorgaukeln oder, viel schlimmer, uns in einem Gefühl der Ruhe wiegen weil wir glauben, schon so viel erledigt zu haben.

          Überlasse den Fortschritt nicht Deinem Gefühl. Erfasse neue Ideen und streiche erledigtes. Nur so hast Du eine störungsfreie Übersicht.

          Sofort erledigen

          Es gibt Dinge, die man im Grunde auch gleich tun könnte. Dinge, die nur wenige Minuten benötigen. Müll rausbringen, Lampe wechseln, Mail weiterleiten, die ganze kleinen Dinge eben, die direkt vor Ort erledigt werden können. Wenn das Dinge sind, die erfahrungsgemäß nicht länger als 2 oder vielleicht 3 Minuten in Anspruch nehmen, dann erledige sie besser sofort. Gleich weg damit, statt diese Dinge erst aufwendig in einer Liste zu verwalten.

          Du hast auch genug Zeit für diese Dinge denn, wie ich oben schon schrieb, solltest Du bei den Terminen genügend Puffer kalkulieren. Irgendwas ist doch immer smile

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        • nSonic #223 – Denk Mal – Von der Kunst der Selbstorganisation (1)

          Du kennst das, richtig? Ständig ist überall irgendetwas zu tun. Mehrere Kunden warten auf die Fertigstellung Ihrer Projekte, Du wartest wiederum auf Antworten von Kunden, die Garage sieht chaotisch aus – zum Glück nicht so chaotisch wie Dein Büro, neue Fotos sollen schon lange an die Wand – aber die Tapeten…, das Auto muss zur Inspektion, drei neue Programme wolltest Du noch ausprobieren, der Urlaub ist noch nicht gebucht und das Backup Deiner Rechner ist auch schon wieder eine Weile her.

          Du kommst nach Hause, den Kopf voll mit all diesen Dingen die erledigt werden wollen und das erste was Du denkst ist: “Später!”. Du schiebst alles vor Dir her weil Du ohnehin nicht so genau weißt wo Du anfangen sollst. Hier und da wird mal etwas erledigt aber so richtig ein Ziel ist nicht zu erkennen – und wenn, dann nur für kurze Zeit.

          Wie kann man diesen Haufen verknoteter Spaghetti lösen und die einzelnen Aufgabenstränge gezielter abarbeiten?

           

          Voraussetzungen

          Im Grunde alles ganz einfach:

           

          1. Willst Du es wirklich tun? Du MUSST es WOLLEN! Wenn Du nicht aus tiefster Überzeugung WILLST, dann kannst Du direkt aufhören darüber nachzudenken. Gemeint ist: a) Organisation und b) die Arbeiten selbst!
          2. 100% – weniger gibt es nicht. Entweder ganz, oder gar nicht. Du willst es? Gut – Dann tu es auch! Gemeint ist wieder a) Organisation und b) die Arbeiten selbst!
          3. mehr nach dem Klick

             

             

            Es gibt immer Aufgaben, die Du nicht gerne erledigen möchtest. Wenn Du diese Aufgabe aber angenommen hast oder sie unausweichlich an Dir hängt, dann gibt es nur eine einzige Konsequenz: Tu es! Ich meine, entweder Du hast diese Aufgabe als “zu erledigen” in Deinem Kopf oder nicht. Wenn Du sie im Kopf hast, dann musst Du da auch durch, erledige es! Wenn Du 100%ig weißt, dass Du diese Aufgabe nicht lösen möchtest, dann gib sie ab. Kannst Du das nicht, egal aus welchem Grund, dann musst Du es selber tun.

            Ganz wichtig ist: Egal wie, egal womit Du Dich organisieren möchtest, nichts wird die Arbeiten für Dich erledigen. Arbeiten musst Du selbst. Die Organisation kann Dir aber helfen den Kopf frei zu bekommen, zu verhindern, dass Du etwas vergisst. Wenn Dir das in letzter Konsequenz klar ist, wenn Du wirklich die Arbeiten erledigen möchtest und Du Dich wirklich organisieren möchtest, dann bist Du bereit smile

             

            Die Liste

            Zum einkaufen hast Du sicherlich eine Liste dabei, einen Einkaufszettel. Brot, Butter, Tomaten, Aufschnitt, … Das ist bereits eine Organisation, eine Ordnung die Du Dir ganz automatisch geschaffen hast. Wirklich, mehr ist es nicht. Eine einfache Liste kann Dein ganzes Leben vereinfachen.

             

            Übertrage den Einkaufszettel auf Dein Leben. Ja, Dein Leben! Zum einen gibt es natürlich die Aufgaben die einfach so anfallen wie z. B. Glühbirnen die getauscht werden müssen, Blumen die gegossen werden sollen und so weiter. Zum anderen gibt es da Aufgaben die Du persönlich steuerst wie z. B. Auftragsarbeiten für Kunden oder Bekannte. Es gibt aber auch Aufgaben, besser gesagt Ziele, die Du Dir für Dich selbst setzt wie z. B. einen bestimmten Abschluss oder eine besondere Ausbildung zu erreichen, eine besondere Reise zu machen oder ein eigenes Haus zu bauen.

            All diese Dinge begleiten Dich. Werden es zu viele, dann werden sie Dich belasten und überfordern oder Du wirst unbewusst, aus purem Selbstschutz, einen Teil davon einfach verdrängen oder vergessen.

            Darum die Liste. Schreib all diese Dinge auf. Das ist der einfachste Weg. Stift, Zettel, schreiben. Wirklich, es ist so einfach. Keine Magie. Nur eine Liste – aber was für eine!

            Listen aufteilen

            Wenn bei Dir sehr viele Dinge aus den verschiedenen Kategorien (siehe oben) anfallen, dann kann es helfen, wenn Du Dir drei Listen machst.

            • Eine Liste für alles was sehr kurzfristig anfällt oder passiert. Die Glühbirne die getauscht werden soll, ein Paket das verschickt werden muss, ein Geschenk das Du besorgen sollst.
            • Eine Liste für alles, was Du selbst steuern kannst. Deine Kundenprojekte.
            • Eine Liste für Deine persönlichen, langfristigen Ziele. Ausbildung, Reise, Hausbau, Karriereziele
            • Das bringt schon eine Menge Ordnung in den wilden Gedankenstapel.

              Die erste Liste solltest Du Dir täglich anschauen und sie nach Möglichkeit abarbeiten. Nichts auf dieser Liste gehört auf die lange Bank geschoben. Es sind die kurzfristigen Tätigkeiten die einfach erledigt werden müssen und oft sind sie auch wirklich schnell abzuhaken.

              Die zweite Liste solltest Du mindestens wöchentlich anschauen und den Fortschritt vermerken, sprich, erledigte Dinge streichen. Danach siehst Du gleich, welche Dinge für die nächste Woche anstehen. Diese Liste enthält all die Dinge, die eher mittelfristig zu erledigen sind oder die eine längere Zeit benötigen bis sie abgearbeitet sind. 
              Sehr oft werden einzelne Punkte auf dieser Liste zu grob formuliert sein, so dass Du sie besser in einzelne Unterpunkte auflöst. Kleine Dinge lassen sich einfacher erledigen als das große Ganze. Statt: “Bandshooting mit den hüpfenden Tontauben” solltest Du also besser einzelne Punkte notieren wie:

              • Besprechung mit Band. Stil der Fotos, weitere Anwendungen besprechen
              • Location Suche
              • Akkus laden
              • Fototasche packen (Kamera, 4 Blitze, 4 Blitzstative, Akkus für Blitze, Ladegerät, (etc. – Du schreibst natürlich auf was Dir einfällt und was Du brauchst und ergänzt es ggf. sobald Dir etwas neues einfällt)
              • Shooting. Sets: (…auch hier ergänzt Du was abgesprochen war. So vergisst Du kein Set)
              • Fotos importieren, Auswahl treffen
              • Auswahl online stellen; Band wählt 5 Fotos
              • Bandauswahl bearbeiten
              • Bearbeitete Fotos brennen, versenden, Rechnung erstellen
              • Zahlungseingang prüfen
              • Das ist jetzt natürlich nur eine mögliche Idee die Du inhaltlich an Deinen Arbeitsablauf anpassen solltest aber es gibt doch eine konkrete Idee was ich mit der Aufteilung großer Aufgaben meine.

                Die dritte Liste enthält alle langfristigen Projekte und Ziele. Hier solltest Du mindestens einmal pro Monat drauf schauen. Das sind lächerliche 12 Blicke pro Jahr aber sie helfen dabei, die richtigen Pfade zu finden und sie dann auch einzuschlagen.

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              • Apple Heute und vor fünf Jahren


                Apple hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und mit Apple auch die Hard- und Software.
                Hier meine kritischen Gedanken in einer sicher unvollständigen Liste. Wenn Euch weitere Punkte einfallen, ergänzt diese doch bitte in einem Kommentar.

                Vor nur 5 Jahren…
                • …hatten die PowerBooks matte Bildschirme in denen man sich nicht spiegelte (von 12″ bis 17″)
                • …hatten die iMacs matte Bildschirme. Die gibt es Heute nicht mal für einen Aufpreis.
                • …lief OS-X und dafür entwickelte Hardware extrem stabil. Mein m-audio Audiodevice störte sich nicht am Standby des PB und lief einfach weiter. Seit Intel und 10.4 gab es immer wieder Probleme. Mag an den Herstellern liegen, oder daran, dass die Architektur doch nicht so super zu beherrschen ist, wenn sie sich mit jedem Release grundlegend ändern kann. Seit 10.6 lief es dann endlich wieder stabil.
                • …hatten die Geräte selbstverständlich Firewire-Anschlüsse. Auch der iPod, der rasend schnell synchronisiert wurde ohne ewig lange Sicherungen und schnarchend lahme Datenübertragung (wie heute bei iPod-Touch/iPhone). Morgens kurz ins Dock, Sekunden später fertig, mitnehmen, glücklich sein.
                • …konnte sich das Adressbuch über Bluetooth mit diversen Handys verbinden und so eingehende SMS am Bildschirm anzeigen und zum Kontakt im Adressbuch archivieren. Per SMS antworten konnte man natürlich auch, direkt vom Rechner aus während das Handy in der Jackentasche blieb. Seit das ach so mächtige iPhone kommen sollte, verschwand diese Funktion aus dem System und das iPhone kann dies bis Heute nicht. Wo bleibt das tolle Zusammenspiel von Geräten bei Apple?
                • …hat man im iCal die Details zu einem Termin direkt mit einem Klick sehen und ändern können, ohne ein extra Fenster öffnen und ggf. noch in den Edit-Modus schalten zu müssen. Man konnte über die Suche mit einem leeren Suchbegriff auch schnell alle Termine in einem Kalender auflisten lassen um sich das lästige blättern durch die Monatsansicht zu ersparen.
                • …gab es einen MacMini für 499,- Euro. Heute werden über 800,- fällig
                • …konnte man ein Programm KOMPLETT deinstallieren, indem im Finder einfach den Programmnamen in die Suche eingetragen hat. Es wurden neben der Anwendung auch die zugehörigen Einstellungsdateien gezeigt. Alles markieren, löschen, fertig. Heute blendet die Suche die Systemdateien (z.B. Programm-Einstellungen) komplett aus und man kommt nur über Umwege an ein Ergebnis wie früher.
                • Das klingt alles nicht so schön. Teils mögen es Kleinigkeiten sein – es sind aber alles Punkte, die mich persönlich schon ärgern und/oder die mich in meiner Arbeitsweise einschränken oder behindern.

                  Auch Gutes

                  Auf der anderen Seite hat es aber auch einen gewaltigen positiven Ruck gegeben in den letzten 5 Jahren:

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                  • Mit 10.4 kam Spotlight und damit eine irre schnelle Volltextsuche die eine völlig neue Arbeitsweise ermöglichte. Programme, Dokumente, Mails, Adressen – Alles war plötzlich nur noch ein paar Tastendrucke und wenige Sekunden entfernt.
                  • Der Automator ermöglicht es plötzlich, dass man ohne Programmierkenntnisse eigene Routineaufgaben abbilden und automatisiert ablaufen lassen kann. So kann man sich Aktionen bauen die im Dock liegen oder die starten, wenn Dateien in ein bestimmtes Verzeichnis kopiert werden u.v.a.m.
                  • Die Umstellung auf Intel-Prozessoren brachte einen enormen Leistungsschub bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch. MacBooks wurden flacher, leiser, kühler, schneller.
                  • iMacs wurden immer günstiger und dabei immer leistungsfähiger. Die Bildschirmdiagonale wuchs von 17″ bis auf 27″, die Auflösung nahm dabei ebenfalls zu.
                  • Der iTunes-Store etablierte sich. Es wurde nicht nur normal, seine Musik online zu kaufen, es wurde auch einfach. Nach einigen Kämpfen mit den Labels fiel sogar (teilweise) der DRM-Schutzzaun.
                  • Mit dem iPhone wurde ein komplett neuer Markt geschaffen. Das Ding war und ist nicht nur ein Handy oder SmartPhone, es ist das mobile Internet in der Hosentasche, der Immer-Dabei-Informations-und-Kommunikations-Riegel. Um das Gerät herum entwickelte sich schließlich eine Entwicklungsplattform und der App-Store. Nie zuvor wurden Anbieter und Kunden einfacher zusammen geführt. Ein unglaubliches und trotz einiger Kritiken sehr erfolgreiches Konzept.
                  • Mit dem iPad wurde, ob man es braucht oder nicht, eine ganz eigene Interpretation des Tablet-Computer auf den Markt geworfen. Mit ihm auch der Book-Store. Ob dieser so erfolgreich wird wie der App-Store, werden die nächsten 5 Jahre zeigen
                  • Apples Strategie geht derzeit sehr gut auf und der Aktienkurs ist nahezu ununterbrochen auf einer steilen Fahrt nach oben. Das wird natürlich nicht ewig so weiter gehen können, irgendwann wird dieser Kurs einknicken.

                    Hochmut kommt vor dem Fall

                    Ich meine zu bemerken, dass Apple wieder hochnäsiger geworden ist, überheblicher, irgendwie “mutig” in einer nicht immer sehr schönen Form. Das gab es in der Vergangenheit schon einmal bis sie hart dafür bestraft wurden und fast komplett am Boden lagen. Ich wünsche mir, dass sich das nicht wiederholt.

                    Es ist ja gut, Visionen zu haben und nach vorne zu schauen. Anders kann man keine innovativen Produkte entwickeln. Ich finde es aber übertrieben, wenn man etablierte Standards nicht mehr unterstützt ohne echte Alternativen anzubieten. Was ich damit meine?

                    • Firewire verschwindet immer mehr bei Apple. Warum? Es ist nach wie vor die schnellere und CPU schonendere Übertragungsschnittstelle. Geräte können in Kette geschaltet werden, sich direkt miteinander unterhalten und es taugt nicht nur für Festplatten sondern für alle möglichen Geräte. USB als Alternative? Ach Bitte… Höhere CPU-Last, deutlich niedrigere Netto-Übertragungsraten, keine Kette möglich. USB3? Bei Apple nicht mal von Weitem zu sehen (wobei sich USB3 auch erst einmal bei Herstellern von Geräten etablieren muss – Aber: Henne/Ei…). Die iPods haben kein Firewire mehr und zu allem Überfluss werden nicht mal mehr die Stromleitungen der Firewire-Pins im Dock-Connector genutzt. Altes Zubehör, was die iPods darüber geladen hat, ist also obsolet.
                    • E-SATA für schnellen Anschluss externer Festplatten? Fehlanzeige. An sich nicht immer tragisch, aber wenn Firewire auch weg fällt?
                    • Blu-Ray? Klare Absage von Apple. Nun gibt es aber HD-Filme auf BD und es gibt Anwender, die solche Scheiben produzieren möchten. Mit einem Apple wird das nun schwierig.
                    • Ein AppleTV das eigentlich gar kein TV ist, sondern einen (oder mehrere) Macs mit dem TV verbinden soll. Man kann nun zwar Inhalte vom Mac über das lokale Netzwerk anschauen, aber dafür ein extra Gerät? Warum hat das Gerät keinen DVD-Slot (von Blu-Ray brauche ich ja gar nicht erst reden, s.o.)? Dann könnte es den heimischen DVD-Spieler gleich mit ablösen und ich prophezeie, dass das AppleTV dann ein deutlich größerer Erfolg wäre.
                    • Aber nein, Scheiben sind ja Computer-Steinzeit, sagt Steve Jobs und er schaut in die Zukunft. Er, bzw. Apple bietet Miet- und Kauf-Videos online an. Mal davon abgesehen, dass ich meine bereits gekauften Filme nicht noch einmal bezahlen möchte – Es gibt ja nicht mal alle Filme oder Dokumentationen im iTunes-Store! Es gibt keine Extras, keine zusätzlichen Audiospuren oder Untertitel, oder hat sich das inzwischen geändert? Ich glaube nicht.

                      Was Apple auch nicht anbietet, ist ein ausreichend schneller Internetzugang für dieses Angebot. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA ist es keinesfalls selbstverständlich eine 50 oder wenigstens 30 oder 16 mbit Leitung zu haben. Das Problem sind dabei oft gar nicht die monatlichen Kosten sondern schlicht die nicht vorhandene Verfügbarkeit! Für gut aufgelöste Video-Inhalte braucht man aber eine schnelle Leitung. Mit DSL-1000 (= 1 mbit/s – und damit hat man oft schon Glück, von DSL-300 möchte ich gar nicht reden und die Zwangs-ISDN-Nutzer tun mir echt Leid) kann man schon viele Vimeo- oder Youtube-Filmchen nicht flüssig anschauen ohne lange Wartezeiten – einen ganzen Kinofilm kann man gleich vergessen, oder man muss schon zwei Tage vorher wissen, dass man ihn gucken möchte.

                      Ein völlig unangemessen hoher Stromverbrauch im “Standby” kommen nur noch hinzu.

                    • Glossy wohin das Auge schaut. Ja, es sieht brillant aus und ja, es kann verdammt störend sein. Ich habe es jetzt wirklich ausprobiert (15″ MacBookPro seit über einem Jahr im Einsatz). Ich bin nicht allein wenn ich sage, ich möchte keinen iMac mit 27″ Glossy Bildschirm. Ich möchte auch dunkle Fotos bearbeiten können ohne mich im Bildschirm zu sehen. Ich möchte auch bei Sonnenschein im Zimmer arbeiten können, ohne ein helles Holzregal hinter mir im Display sehen zu müssen. Das alles geht mit meinem alten 24″ iMac (weißes Modell) problemlos. Mit dem MacBookPro auf dem Schreibtisch bekomme ich eine grobe Idee dessen, was mich mit dem neuen iMac erwarten würde. Viele Nutzer sehen das wie ich. Apple bietet aber keine Alternative. “Unsere Kunden LIEBEN Glossy” – Sprach es und packte noch eine nicht-entspiegelte Glasscheibe davor.
                    • Alles was, abseits des Livestyle, mit Arbeit zu tun hat kommt immer wieder viel zu kurz. Vernünftiger Jahresplaner in iCal? Wochenansicht auf dem iPhone? Wichtige Termine auf dem iPhone-Anmeldeschirm? ToDo?
                    • Selbst beim Life-Style werden schleichend Abstriche gemacht. Das neue iMovie’09 macht bei DV-Cams gerne mal Probleme beim Import. Geht einfach nicht, es kommen nur unsortierte Sekundenbruchstücke an bei einigen Geräten. Eine Nachvertonung ist im neuen iMovie auch schwerer als im alten, vor allem, wenn man verschiedene Musikstücke platzieren möchte. Früher gab es immerhin ein “Senden an Garageband” in iMovie, damit man dort präzise vertonen konnte. Diesen Menüpunkt gibt es nicht mehr. Natürlich geht es noch (Export mit QuickTime, dann manuell in Garageband öffnen) aber der einfache Weg ist weg. Das neue QuickTimeX kann nur ein Bruchteil dessen, was mit dem alten QuickTime (Player) möglich war. Man kann die alte Version noch installieren, wenn man weiß, dass es auf der CD in einem Zusatz-Paket steckt, sonst hätten alle Pro-User wohl auch Drohbriefe an Apple geschickt.
                    • Neue Tastaturen kommen auf den Markt und als ob es nicht schon kontrovers genug wäre, eine Notebook-Tastatur für den Desktop zu bauen, wird bei der kabellosen Version einfach mal der Ziffernblock weg gelassen. Was soll das? Ich verstehe sehr gut, dass viele Kunden so eine schmale Tastatur für das Wohnzimmer lieben. Ich bin aber erneut nicht alleine wenn ich sage, ich liebe kabellose Tastaturen auf dem Schreibtisch, aber ich tippe viele Beträge und Termine und brauche den Ziffernblock. Fazit: Es gibt derzeit für den Apple keine einzige kabellose (Bluetooth ist gemeint) Tastatur mit Ziffernblock von Apple. Wer eine gute Bluetooth-Tastatur mit 10er Block von einem anderen Hersteller kennt, der möge sich bei mir melden. Ich kann nur hoffen, dass meine alte Apple-Tastatur noch eine Weile hält.
                    • Ich finde es ja schon gut, wenn Apple nicht einfach blind und unüberlegt einfach alles in die Geräte einbaut, was irgendwann mal von einzelnen Kunden gewünscht wurde. Sonst würde man irgendwann bei unförmigen Geräten landen die wenig effizient, unnötig kompliziert und zudem noch hässlich sind.

                      Ein unglaublich freches “Function follows Form”, wie es Apple aber derzeit immer wieder macht, ist aber auch nicht in Ordnung:

                      • Sorry – Aber wieder Glossy: Ja, sieht toll aus. Aber seit Jahrzehnten versucht man Monitore sinnvoll zu entspiegeln und hat das auch sehr gut hin bekommen. Das geschah nicht aus Spaß sondern weil es für viele Anwendungsbereiche äußerst sinnvoll ist. Apple mag es aber wenn es dünn ist und glänzt. Zum Glossy-Bildschirm auch noch eine Glasscheibe, der absolute Design-Wahnsinn für einen Computer. (Und ja, ich weiß, dass viele sehr gut damit leben können – sehr viele andere aber nicht)
                      • Natürlich sieht ein iMac klasse aus – er lässt sich aber weder schwenken noch in der Höhe verstellen, dafür sieht das Design des Standfußes aber ganz toll aus.
                      • iCal sieht natürlich sehr hübsch und aufgeräumt aus, weil man alle Details zu einem Termin einfach nicht mehr im selben Fenster anzeigt. Dass nun aber viele Klicks nötig sind um einen Termin zu bearbeiten kann nicht im Sinne des Erfinders sein. (Tipp: cmd+e auf einem Termin geht schneller als Doppelklick + Klick auf Bearbeiten)
                      • Die neuen Antennen am iPhone4 sind schick und haben sogar eine Funktion. Wenn man nun aber eine Anleitung braucht, wie man das Telefon in der Hand zu halten hat, damit man das Signal nicht über die Maßen beeinträchtigt, dann ist das nicht in Ordnung. Ein Gerücht behauptet, Apple sei es vorher vermutlich nicht aufgefallen, weil man die Geräte in einer iPhone3G-Verkleidung (getarnt) getestet haben soll und somit die Antennen nie direkt berührt wurden von den Testern. Ich denke schon, dass Apple diesen Signalabfall bemerkt hat in den eigenen Testlabors. Sie werden abgewogen haben was schwerer wiegt: Design ändern, Gerät vielleicht dicker machen und die Antenne in alter Form einbauen – oder Gerät so dünn lassen und dem Anwender nahe legen das Telefon anders zu halten oder einen Bumper zu verwenden… Ich sagte ja schon, Apple mag es glänzend und dünn, die Entscheidung war also vermutlich nicht sehr schwer. Ob das Problem wirklich so groß ist, werde ich erst beurteilen können, wenn ich selbst ein iPhone4 habe… Jemand hier, der mir eines aus England schicken kann? wink
                      • Fazit

                        Apple Heute und vor fünf Jahren. Es hat sich viel getan. Für Apple läuft derzeit sehr vieles außerordentlich gut. Sie nehmen dabei allerdings auch in Kauf, dass sie langjährigen Kunden immer mal wieder vor den Kopf stoßen. Ich bin gespannt, wie lange das gut gehen wird. Mangels echter Alternative könnte das noch eine Weile so weiter laufen. Zu Windows werden wohl nur wenige wechseln wollen und Linux ist längst nicht in jedem Bereich eine Lösung.

                        Ich gebe die Hoffnung vorerst nicht auf. Beim Glossy-Thema ist Apple eingeknickt und bietet die MacBookPro inzwischen ab 15″ optional auch in matt. Wer weiß, wie der nächste iMac aussehen wird? Ich denke mal positiv: Solange es Apple so gut geht, so lange haben sie auch das Kapital um neue, außergewöhnliche Produkte zu realisieren und das ist wohl das Beste, was wir uns wünschen können.

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                      • Foto&Pferd Hatten 2010 – Das Video

                        Zwei Workshops, ein gemeinsames Wochenende.

                        Am 26./27. Juni konnten Paare trotz verschiedener Interessen ein gemeinsames Wochenende verbringen und dabei noch etwas lernen. Natürlich waren auch “Singles” herzlich Willkommen.

                        Bei Viola Ehrenheim (www.pferdeohren.de) kamen die Reiter auf Ihre Kosten. Die Gruppe entschied sich für das Thema “Trail”.

                        Bei Boris Nienke (www.nsonic.de) konnten Fotobegeisterte mehr über ihre Kamera erfahren und lernen, mit welchen Mitteln man Bilder interessanter gestalten kann.

                        Wir, Viola und Boris, sagen Danke für diese tolle Gruppe und wir freuen uns, dass die Gespräche in den Pausen gruppenübergreifend stattfanden und ein gegenseitiges Interesse entstehen konnte.

                        Update: Die HD-Version ist jetzt ebenfalls online.

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                      • nSonic #221 – Foto – Lightroom 3 Upgrade

                        UPS hat pünktlich geliefert und so konnte ich Lightroom3 als Upgrade installieren.

                        Da ich mehrfach gefragt wurde, wie man dabei vorgehen muss, dachte ich mir, ich nehme das ganze mal als Video auf und kommentiere es etwas. Ich hoffe, es hilft Euch etwas und nimmt Euch die Angst vor dem Upgrade.

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                      • Video – Happy Shooting Workshop Berlin 2010

                        Hier ein paar Eindrücke vom Happy Shooting Workshop in Berlin 2010.

                        Ein großes Lob an alle Teilnehmer: Ihr wart eine super Truppe.

                        Infos über weitere Workshops findet Ihr unter happyshooting.de/workshop und hier unter nsonic.de/workshops

                        Update: Das Video gibt es jetzt auch in 720p bei vimeo.

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                        Musik: “Brother Love” – www.brotherloverocks.com

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                      • nSonic #220 – Mac – ScanSnap

                        Dieses ist mal eine ganz andere Folge außer der Reihe. Es hat entfernt mit dem Mac zu tun, weshalb ich es mal dort eingeordnet habe.

                        Es geht um den Fujitsu ScanSnap S1500M mit dem ich nun seit einiger Zeit meine Dokumente scanne. Ich bin seitdem immer wieder gefragt worden, wie schnell der eigentlich ist und ob ich zufrieden bin. Nun ist es immer schwierig die Geschwindigkeit zu beschreiben und gestoppt habe ich es nie wirklich.

                        In dieser Folge zeige ich nun also die Geschwindigkeit indem ich 16 A4-Seiten einscanne. Das Video zeigt den gesamten Vorgang in Echtzeit.

                        Angeschlossen ist der Scanner an meinem iMac 24″ (altes, weißes Modell).

                        Gescannt wird hier doppelseitig, wobei die Software automatisch leere (Rück-)Seiten erkennt und entfernt.
                        Die Scanner-Software ist so eingestellt, dass sie ein PDF an DevonThink Pro Office schickt. Darin verwalte ich meine Dokumente. DevonThink lässt beim Import automatisch eine Texterkennung (OCR) über das PDF laufen, damit man hinterher alles im Volltext durchsuchen kann. Wer kein DevonThink hat, der kann diese Funktion auch direkt im Scanner-Treiber aktivieren der ScanSnap beiliegt (man kann also PDFs einfach auf die Festplatte scannen, Text erkennen lassen und somit von Spotlight durchsuchen lassen)

                        Erwartet in dem Video keine komplette Review. Es soll nur ein kurzer Blick auf die Geschwindigkeit sein. Wenn Ihr Detailfragen habt, dann gehe darauf gerne in den nächsten Folgen ein smile

                        http://nsonic.podplace.de/nsonic_220_mac_scansnap.mp4

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                      • nSonic #219 – Mac – Backups sind wichtig


                        Egal welches Betriebssystem: Backups sind wichtig!
                        Stellt Euch einfach mal vor: Ihr kommt nach Hause und wollt nur kurz an den Rechner um ein paar Fotos vom letzten Wochenende zu bearbeiten oder den Verwandten zu schicken. Ihr schaltet den Rechner ein und – weg! Entweder die Platte macht komische Geräusche oder Ihr habt in der letzten “Nachtschicht” im übermüdeten Zustand doch das Verzeichnis eine Ebene zu weit oben gelöscht… Alles weg. Unwiderruflich in den meisten Fällen.

                        Ich mache regelmäßig Backups von meinen Festplatten und in dieser Folge erkläre ich mal, was und wie ich das so mache und wie ich Time Machine dabei in einen Käfig zwänge, damit sie mir nicht den kompletten Drobo voll schreibt.

                        Mehr nach dem Klick.

                        Meine Backup-Strategie in Kürze
                        • Eine Externe Platte (derzeit eine 500GB Platte) mit meiner Musik-/Podcast-Bibliothek und meinen Geschäftsdokumenten wird 1:1 in eine Image-Datei gesichert, das ich mit der Software “SuperDuper!” erzeuge. SuperDuper erkennt bei einem erneuten Backup welchen Daten bereits im Image vorhanden sind und kopiert nur die neuen und geänderten Dateien.
                        • Die interne Platte vom iMac (derzeit eine 2TB Platte mit ca. 500GB Daten) sichere ich 1:1 in ein Image. Wenn ich etwas vom iMac gelöscht habe, wird es auch im Image gelöscht. Ein 1:1-Image eben, mit dem ich bei einem Plattenausfall oder -Wechsel schnell wieder starten kann.
                        • Bisher hatte ich zusätzlich eine Image-Datei der internen Platte, aus dem niemals etwas gelöscht wurde. Geänderte und neue Dateien kamen hinzu aber nichts wurde gelöscht. Das war bisher mein Archiv für den Fall, dass mir erst später auffällt, dass ich etwas zu viel gelöscht hatte oder dass irgendeine wichtige Datenbank kaputt gegangen war. Dieses Image führe ich nun jetzt nicht mehr. Stattdessen nutze ich ab sofort Apples Time Machine.
                        • Die interne Platte wird seit Neuestem bei mir von Time Machine gesichert. Die Vorteile gegenüber meinem alten Image sind, dass es automatisch läuft und dass auch dann keine alten Daten verloren gehen wenn diese durch neuere Versionen ersetzt wurden. Es bleibt immer ein Archiv der letzten Versionen erhalten (natürlich nur, wenn diese Version in dem Zeitraum auch vom TimeMachine gesichert wurde)
                        • Außerdem habe ich eine zweite externe Festplatte die NICHT gesichert wird. Auf ihr lagere ich sperrige Dateien, Video-Schnitt-Dateien und ähnliches welches ich nicht unbedingt sichern muss/möchte
                        • Wohin mit den Daten?

                          Backups brauchen viel Platz. Daher habe ich mir dafür einen Drobo angeschafft. Im Podcast erkläre ich genauer warum, hier nur so viel: Er wächst mit und ist dabei einfach zu handhaben.

                          Time Machine und Drobo

                          Da gibt es einen Haken:

                          Der Drobo belügt das Betriebssystem. Er gibt sich z.B. als 16TB Laufwerk aus – auch dann, wenn physikalisch nur 3TB genutzt werden können, mit dem aktuellen Plattenausbau. Das ergibt nun zwei Probleme: Zum einen würde die Time Machine einfach den gesamten Drobo für sich alleine nutzen (wohin dann mit anderen Images die man machen möchte?), zum anderen würde die Time Machine nicht erkennen, dass der Drobo eigentlich schon voll ist. Der Drobo würde sich natürlich melden und nach größeren Platten verlangen, aber nur die wenigsten benötigen wirklich ein 16TB Archiv uralter Daten.

                          Man muss also die Time Machine irgendwie in ein engeres Korsett zwängen – und genau das geht!

                          Die Lösung ist ein mitwachsendes Image auf dem Drobo mit einem ganz bestimmten Namen (bestehend u.a. aus Rechner-Name und -Adresse). Findet die Time Machine auf einem Backup-Laufwerk so ein Image (passend zum Rechner der gerade gesichert werden soll), dann benutzt sie es automatisch!

                          So kann man also z.B. ein 2TB Image anlegen und TimeMachine dort hinein sichern lassen.

                          Bei der TimeCapsule von Apple wird genau dieses Prinzip genutzt, damit mehrere Rechner ein TimeMachine-Archiv auf dieser einen Platte anlegen können.

                          Damit man nicht lange über den korrekten Namen und Image-Typ grübeln muss, gibt es auf der Drobo-Webseite das Automator-Skript “TimeTamer”. Einfach starten und das Backuplaufwerk wählen. TimeTamer ermittelt die Größe der internen Platte und erzeugt auf dem Backuplaufwerk eine passende Image-Datei mit doppelter Größe – Wobei die Datei natürlich zunächst DEUTLICH kleiner ist! Sie wird erst größer, wenn auch Daten ins Image geschrieben werden.

                          Bei mir hat das nicht auf Anhieb geklappt. TimeTamer kam offenbar mit GB und TB durcheinander und legte mir ein Image im einstelligen Gigabyte-Bereich an. Das reicht natürlich überhaupt nicht smile

                          Das Problem ist mit dem Festplatten-Dienstprogramm aber schnell gelöst:

                          • Image-Datei im Festplatten-Dienstprogramm auswählen und “Größe ändern” wählen
                          • Gewünschte Zielgröße (bei z.B. 4TB) eintragen und bestätigen.
                          • Jetzt das Image öffnen (AKA “mounten”) und den vorhandenen Partitionsnamen notieren
                          • Nun über die Auswahlliste über der Partitionsansicht einfach “1 Partition” wählen. Die bestehende Partition wird dabei entfernt und eine neue in voller Größe angelegt. Nun dieser neuen Partition den notierten Namen geben und alles übernehmen.
                          • Fertig.
                          • Nun braucht man die Time Machine einfach nur einzuschalten, den Drobo als Ziellaufwerk wählen und schon findet TimeMachine das “spezielle” Image und nutzt dieses automatisch.

                            …oder mit dem Terminal

                            Wer sich mit dem Terminal auskennt, der kann das natürlich auch noch einfacher machen. TimeTamer erzeugt auf dem Schreibtisch eine Textdatei. Darin steht auch das Kommando, mit dem das Image erzeugt wurde. Ihr könnt also einfach das bestehende Image löschen, das Kommando aus der “Readme”-Datei kopieren, die Größe im Aufruf direkt korrigieren und den Befehl abschicken. Fertig.

                            Der Befehl dazu sieht ungefähr so aus (hier für die 3,6GB die mir TimeTamer geben wollte):

                            hdiutil create -size 3.6g -fs HFS+J -volname “TM-backup-of-[Rechnername]” /Volumes/Drobo1/[Rechnername]_[Rechnernummer].sparsebundle

                            Man müsste also nur die Kommastelle in der Größenangabe etwas verschieben und z.B. “3600g” statt “3.6g” übergeben. Das sollte funktionieren. Ob auch “3,6t” (für Terabyte) funktioniert entzieht sich meiner Kenntnis. Probiert es einfach aus smile

                            Aussichten

                            Time Machine könnte bei mir sowohl das 1:1 Image von der internen Platte als auch mein altes Archiv-Image ersetzen. Installiert man nämlich OS-X neu, so kann man schon während der Installation wählen, dass man sein System aus einem Time Machine Backup wiederherstellen möchte. Ich habe damit noch keine Erfahrung und werde daher neben dem TimeMachine-Archiv weiterhin ein 1:1 Image mit SuperDuper erzeugen.

                            Von meiner externen Platte bleibt mir nur die 1:1-Image-Methode mit SuperDuper, leider sichert TimeMachine ja nur die interne Platte. Ich wünschte, ich könnte auch meine externe Platte mit Time Machine sichern… Wer weiß, vielleicht geht das ja auch mal irgendwann.

                            Wie macht Ihr Eure Backups?

                            Links

                            SuperDuper!
                            Apple TimeMachine
                            Drobo
                            TimeTamer
                            Flattr

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