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Die Frage ist für mich nicht ganz leicht zu beantworten, da ich selbst keine HD-Videokamera besitze. Ich halte aber selbst immer die Augen offen und beobachte die Entwicklung der neuen Technik. Eine Fotokamera mit Video-Funktion kann wohl auch Heute nicht in jedem Fall eine richtige Videokamera ersetzen. Gerade im Consumer-Bereich gibt es gute Videokameras mit denen man sehr schnell und einfach gute Ergebnisse erzielt.
Irgendwann will man aber vielleicht doch mehr, mit anderen Objektiven, mit weniger Schärfentiefe die Motive besser freistellen etc. Und genau dann, wenn man etwas überlegter arbeiten möchte, kommen die aktuellen Fotokameras ins Spiel.
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…genau das macht iStat Menus und es zeigt mir gleich noch Datum + Uhrzeit kompakt nebeneinander an. Was will man mehr?
Nutzt Du ein ähnliches Tool? Findest Du so etwas komplett überflüssig? Was sind Deine Erfahrungen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.
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Wie/Wofür setzt Ihr TextExpander ein? Nutzt Ihr Alternativen? Schreibt mir einen Kommentar.
Hier das Skript um eine URL in eine TinyURL zu verwandeln:
ignoring case
— Run the script and get the result:
return tinyURL
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Auch diese Version kann man sich kostenlos herunterladen und 30 Tage ausprobieren und genau das haben viele bereits getan. Die Erfahrungen sind dabei allerdings extrem gespalten. Bei einigen Anwendern scheint die Anwendung gut zu laufen, andere sind überhaupt nicht zufrieden und klagen über akute Geschwindigkeitsprobleme und häufige Abstürze. Mit diesen Klagen sind sie nicht allein, auch Scott Bourne hat sich über “The good, the bad and the ugly” zu Aperture 3 ausgelassen.
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Was passiert da?
Nach allem was ich bisher über Aperture 3 lesen konnte hat sich an diesen Problemen nichts geändert. Die Vorschaubilder sollen nun deutlich schneller generiert werden, alles andere aber unterliegt wohl denselben “Phänomenen” wie noch bei Version 2 und lokale Anpassungen mit Pinsel machen dies nicht besser (da können auch die Lightroom-Anwender Lieder von singen)
Ich muss auch gestehen, dass es mir unterm Strich egal ist warum Aperture bei einigen Anwendern so unglaublich lahm läuft. Wenn man allein die Tatsache nimmt, dass es bei den einem “ganz gut” und bei dem anderen “quasi gar nicht” läuft, ist das für mich – leider – ein großer Grund gegen diese Software. Natürlich kann ich es ausprobieren und, vielleicht, feststellen, dass es bei mir “ganz gut” läuft. Aber das garantiert mir ja ganz offensichtlich nicht, dass dies auch auf einem zweiten Rechner genau so sein wird. Ich möchte aber einen neuen Mac kaufen können ohne Angst haben zu müssen, dass eine Brot-und-Butter-Anwendung plötzlich die Handbremse anzieht – und offenbar kann einem mit Aperture genau dies passieren.
Ich lese dann häufig die Erklärung von Anwendern, dass das eben daran liegt, dass Aperture stark auf die GPU setzt und diese in MacBook Pro eben nicht so großartig sein soll. Aber bei aller Liebe, dies kann ich nicht gelten lassen. Die GPU-Nutzung sollte eine Lösung sein und kein neues Problem. Sie sollte Vorteile bringen und keine Nachteile.
Die neuen Funktionen in Aperture 3 sind klasse. Allein die Tatsache, dass auch HD-Videos mit verwaltet und sogar etwas geschnitten werden können dürfte für viele ein Kriterium sein. Version 3 ist wirklich ein großes Update, ohne Frage.
Es ist aber wohl offensichtlich, dass diese Version noch einige Probleme hat. Der Speicher läuft gerne voll (was zum Absturz führt), Externe Editoren (z.B. von Nik) sind noch nicht in 64-Bit verfügbar und die Ausführungsgeschwindigkeit ist… “durchwachsen”
Ich bin ziemlich sicher, dass Apple das Speicherleck stopfen wird. Nik und andere werden sicher bald mit 64-Bit Versionen der Editoren folgen. Was die generelle Performance angeht habe ich allerdings wenig Hoffnung. Ja, Version 2 wurde etwas schneller und ein Update brachte noch mal ein kleines Bisschen aber es gab eben keinen Aha-Effekt diesbezüglich. Wenn Version 3 jetzt offensichtlich noch immer zu denselben Erfahrungen führt, dann wird sich daran kurzfristig auch nichts ändern.
Wenn es bei Euch flott (genug) läuft, dann freut Euch. Wenn nicht, dann findet Euch entweder damit ab, oder kauft einen Rechner mit stärkerer Grafikkarte oder schaut Euch den Mitbewerb an (Lightroom, Bibble Pro, …)
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Ich fotografiere ja sehr gerne und dabei spiele ich auch gerne mit neuem Zubehör und neuen Objektiven. Dabei gibt es zwei Herzen die in meiner Brust schlagen: zum einen der Perfektionist. Für den muss es ein immer besseres Objektiv sein, schneller, schärfer, lichtstärker – Ihr wisst was ich meine… wenn man diesen Teil nicht unter Kontrolle bringt, endet das schnell im finanziellen Ruin.
Na, jedenfalls wurde dieses Kind in mir heute mit neuem Spielzeug versorgt, mit einem neuen Objektiv. Nachdem ich mir vor ein paar Jahren ein russisches Fischauge gekauft hatte, ein Peleng mit 8mm Brennweite, musste es dieses mal ins andere Extrem gehen. Was sind schon 400mm? Dann doch lieber so eine Russentonne die gibt es in 300mm, 500mm und mit satten 1000mm Brennweite. Die 300mm knacke ich ja schon mit meinem Canon-Zoom und die 500mm machen den Kohl dann auch nicht mehr fett. Also wurden es die 1000mm – Ein ganzer Meter Brennweite, nur für mich smile – und das für unter 160,- Euro. Wie geht das?
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Was genau ist so eine Russentonne eigentlich? Im Grunde sind das Spiegelteleskope.
Bei normalen Objektiven fällt das Licht vorne in die Objektiv-Öffnung und sucht sich dann seinen Weg durch diverse Linsengruppen bis es gebündelt am anderen Ende wieder heraus kommt um ein Abbild der Wirklichkeit auf dem Sensor zu hinterlassen. Starke Teleobjektive sind im Grunde auch nur Linsenfernrohre. Diesen Typ nennt man auch Refraktor. Da das Licht in einer Richtung durch das Objektiv läuft, führt das zu ziemlich langen Konstruktionen je länger die Brennweite wird.
Bei den Spiegelteleskopen wird die Baulänge mehrfach genutzt. Das Licht kommt wie gehabt vorne in das Objektiv hinein und wird von einer einfachen Linse ein wenig korrigiert. Danach läuft das Licht völlig ungestört bis zum hinteren Ende des Gehäuses wo es dann auf einen gewölbten Spiegel trifft. Dieser Spiegel wirft das Licht wieder zurück nach vorne wobei es dieses in einen kleinen Teil der Gehäusemitte bündelt. Dieses kleine Lichtbündel trifft nun vorne im Objektiv erneut auf einen Spiegel der das Licht jetzt wieder zurück durch ein Loch im Spiegel am hinteren Ende des Gehäuses schickt. Hier muss es nur noch durch ein oder mehrere Korrekturlinsen und schon entsteht das Bild auf dem Sensor.
Linsen- und Spiegelobjektive unterscheiden sich also in der Art und Weise wie das Licht eingefangen und gebündelt wird. Es gibt aber noch einen entscheidenden Unterschied: Bei den Linsenobjektiven gibt es eine variable Blende. Je kleiner man die Blende macht, desto höher wird die Schärfentiefe im Bild. Man kann damit also kreativ spielen und man kann sehr große Blenden nutzen um auch bei wenig Licht zu fotografieren.
Die Russentonne ist also für die gigantische Brennweite relativ kurz gebaut, Gerade mal 22cm ist sie lang, aber nicht unbedingt ein Wunder an Lichtstärke. Man braucht also viel Licht oder hohe ISO-Werte.
Und diese Objektive sind rein manuell zu verwenden. Einen Autofokus-Motor gibt es nicht und die Fokus-Sensoren in der Kamera melden auch kein erfolgreiches scharf stellen. Diese russischen Tonnen sind also vom Prinzip her sehr simpel gebaut, nicht besonders lichtstark und haben keinerlei Elektronik im inneren. Das ist der Grund, warum man diese Objektive schon für ca. 300,- Euro oder weniger neu bekommen kann. Gebraucht kann man bei eBay oft ein Schnäppchen machen. Ich habe es für unter 160,- Euro inklusive Anschluss für das Canon EF-Bajonett bekommen.
Bei 1 Meter Brennweite wird jeder Pulsschlag der Hand am Objektiv zu einem mittleren Erdbeben im Bild. Wenn man dann noch bedenkt, dass man komplett manuell arbeiten muss, dann ist klar, dass der Einsatz so eines Objektives eher weniger spontan möglich ist. Es sollte dann schon ein stabiles Stativ benutzt werden um die gut 2kg nicht ständig halten zu müssen. Dabei wird man schnell feststellen, wie wackelig selbst ein gutes Stativ mit gutem Kopf sein können smile
Die Russentonne kostet gebraucht unter 200 Euro und dafür können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen – wenn man denn richtig fokussiert und wenn man nicht verwackelt.
Ich habe bisher nur ein paar Testaufnahmen vom Kirchturm in der Nachbarschaft machen können, während es so richtig schön am schneien war. Dabei habe ich es aus der Hand, mit auflegen auf dem Fensterrahmen und mit einem Stativ versucht. Zum Vergleich habe ich vom selben Standpunkt ein paar Aufnahmen mit dem Canon 100-400L bei 400mm gemacht. Außerdem habe ich die Aufnahme vom Canon Zoom auf den Ausschnitt der Russentonne beschnitten, wobei da nicht mehr all zu viele Pixel übrig bleiben. Damit ich nicht verwackele habe ich ISO 1600 und eine 1/1000 Sekunde gewählt. Das Canon-Objektiv hatte ich dabei ebenfalls auf Blende f/10 abgeblendet.
Hier die Aufnahmen mit der Russentonne:
Zum Vergleich eine Aufnahme mit dem Canon 100-400/4L und ein Zuschnitt des Bildes um denselben Ausschnitt wie bei 1000mm zu zeigen:
Hier noch 100% (unverkleinerte) Ausschnitte aus den Bildern:
Was bei diesem kleinen Test schnell klar wurde: Mit Autofokus und Bildstabilisator ist alles viel einfacher aber es schützt nicht vor Verwacklern. Das erste Bild mit dem Canon war extrem unscharf, beim zweiten hatte sich der Autofokus auf die Äste des Baumes auf dem Grundstück vor der Kirche geschmissen. Erst das dritte Bild gelang wirklich gut. Trotzdem dauerten diese drei Aufnahmen nur einen Bruchteil der Zeit, die ich mit der Russentonne verbrachte.
Der Fokusring der Russontonne läuft recht schwergängig, dafür ist er aber auch sehr fein einzustellen und verrutscht nicht wenn man dagegen stößt. Trotzdem wird man damit keine Actionbilder machen können weil man den Fokus gar nicht schnell genug bewegt bekommt. Auf heutigen Mattscheiben ist es auch nicht besonders einfach einen definierten Schärfepunkt zu erkennen. Man erkennt sehr wohl wenn man über diesen Punkt hinaus ist. Irgendwo zwischen Front- und Backfokus ist es im Sucher schön scharf aber dieser Bereich ist durchaus etwas größer. Hier würde vielleicht ein Schnittbildsucher helfen wobei ich nicht weiß, ob der bei so einem Objektiv genug Licht bekäme. Hilfreich stelle ich mir dabei den Live-View-Modus mit zugeschalteter Vergrößerung an neuen Kameras vor. Außerdem ist ein Verwackeln wirklich eher normal. Dagegen hilft wirklich nur ein verdammt stabiles Stativ mit richtig gutem Kopf oder etwas wie ein Beanbag, damit man die Kamera absolut stabil auf einem Tisch, einer Fensterback oder dem Boden ablegen kann. Mein Stativkopf und die Mini-Connect Vorrichtung sind jedenfalls leicht überfordert smile
Was man bei den Bildern auch gut sehen kann ist das sehr unruhige Bokeh von diesen Spiegelobjektiven. Da das Objektiv ja nicht komplett geöffnet ist, wegen des kleinen Spiegels in der Mitte, haben auch alle Unschärfekreise dieses Loch in der Mitte. Es sind also eher Unschärfe-Donuts. Das wirkt sich auch auf die Äste im Unschärfebereich aus, die dann zu unruhigen und unscharfen Doppelästen mutieren. Da wird der echte Einsatz zeigen müssen wie sehr das stört und wie gut man das mit der Nachbearbeitung in den Griff bekommen kann.
Was soll ich noch sagen? Klar kann man auch einfach einen 2x Konverter hinter seine Objektive schnallen und würde für einen ähnlichen Preis auf 800mm kommen die auch lichtschwach und manuell zu fokussieren sind. Wie die Bildqualität im Vergleich aussehen würde weiß ich nicht. Vermutlich würde es sich nicht viel nehmen. Vielleicht hole ich mir mal so einen Konverter, der wäre auch viel praktischer beim Transport.
Aber dieses kribbeln im Bauch, diese Funkeln, dieses Strahlen in den feuchten Augen, diesen Spieltrieb… Das alles löst nur so ein russisches Ofenrohr mit Spiegel aus. Sagt was ihr wollt, mir ist es das wert smile
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Diesmal geht es um zwei sehr günstige Systeme
Beide Systeme bewegen sich in einer ähnlichen Preisklasse wie die Cactus V2 und Cactus V4. YongNuo ist dabei wenige Euro teurer, verspricht aber mit einer Reichweite von 100m einiges mehr als die anderen Billig-Kandidaten. Da ist man natürlich skeptisch. Also nichts wie raus vor die Tür und es direkt ausprobiert.
Empfänger
Sender
Test
Ein kleines Problem gab es schon bei den Vorbereitungen: Drückte ich den Testknopf am Sender so leuchtete auch die Bestätigungslampe am Empfänger auf – aber der Blitz leuchtete nicht. Nach kurzer Ursachenforschung war klar, dass der Kontakt zwischen Empfänger und Blitz offenbar nicht ganz exakte passte. Ich schob den Blitz etwas zurück und wieder vor und schließlich klappte es. Es konnte also los gehen.
Die Phottix PT-04 II sind als direkte Alternative zu den Cactus V2 zu verstehen. Sie liegen in einer ähnlichen Preisklasse, sehen sehr ähnlich aus und funktionieren auch nahezu identisch. Die Reichweite ist bei beiden eher nicht vorhanden und die Zuverlässigkeit dürfte bei echten Anwendungen ebenfalls sehr ähnlich sein.
Sollte man nun auf Phottix PT-04 setzen statt auf Cactus V2? Ich bin ehrlich und empfehle inzwischen keine der beiden Systeme mehr. Für nur ein paar Euro mehr gibt es nämlich besseres.
Gerade in der Strobist-Szene mischt der Name YongNuo in letzter Zeit die Blogs auf. Die chinesische Firma bringt gerade so einiges für die Fans mobiler Blitze auf den Markt und das zu erstaunlich niedrigen Preisen. Die Funkauslöser RF-602 gibt es inzwischen für ca. 60,- Euro (für ein Sender-Empfänger-Pärchen) direkt in Deutschland zu kaufen. Damit liegen sie preislich über den Cactus und Phottix Systemen aber YongNuo verspricht auch satte 100 Meter Reichweite. Im Gegensatz zu den anderen Systemen, die irgendwo um 433 MHz funken, unterhalten sich die YongNuo-Geräte auf 2,4 GHz.
Verpackung
Empfänger
Zwei Dinge sind besonders auffällig am Empfänger:
Viele Kontakte
Ungewöhnlicher Stecker
Das tolle an diesem Stecker ist aber, dass er nicht abfallen kann. Er kann nämlich über das Gewinde gesichert werden. Man Steckt das Kabel in den Empfänger und dreht dann die Sicherung vom Kabel über die Buchse am Empfänger. Das sitzt!
Warum aber drei Kontakte? Weil man mit dem RF-602 auch Kameras auslösen kann! Und zwar nicht nur einfach auslösen sondern man kann wirklich zwei Druckpunkte zur Kamera schicken, wie mit einem Kabelauslöser auch. Halb drücken zum fokussieren und voll durchdrücken zum auslösen. Das geht hiermit über Funk. Der Testknopf am Sender hat dafür auch zwei Druckpunkte, wie der Auslöser an der Kamera auch.
Sender
Nicht so schön ist, dass der Sender nur “lose” auf die Kamera gesteckt wird. Es gibt keine Sicherung. Wirklich nötig schien es mir allerdings auch nicht denn der Sender saß recht stramm auf der Kamera, vermutlich auch wegen der 5 Kontakte.
Test
Die Verarbeitung der YongNuo RF-602 ist einwandfrei und für so günstige China-Ware absolut vorbildlich. Sie fassen sich sogar hochwertiger an als die sündhaft teuren PocketWizard Plus II.
Die Reichweite stellt in dieser Preisklasse aber alles in den Schatten was ich bisher gesehen habe. Bei Sichtkontakt werden die 100 Meter fast problemlos erreicht und auch weit größere Distanzen sind, direkter Sichtkontakt vorausgesetzt, kein Problem. Sobald dieser direkte Sichtkontakt allerdings nicht gegeben ist wird es knifflig. Dies war in meinem Test zum Teil bei 90m und bei 140m der Fall. Ich muss mir mal einen Testaufbau überlegen, bei dem ich das genauer prüfen kann.
Die YonNuo RF-602 haben mich wirklich überrascht. Für knapp 60,- Euro für ein Sender-Empfänger-Pärchen bekommt man etwas wirklich solides an die Hand. Gut verarbeitet und mit guter Reichweite lassen sie alle anderen Billig-Anbieter (die ich testen konnte) weit hinter sich. Natürlich muss man Abstriche machen. So muss man mit einer speziellen Buchse am Empfänger klar kommen wenn man nicht über den Blitzschuh arbeiten möchte und man muss etwas Mut haben einen Blitz mit mehreren Kontakten auf den Empfänger zu schieben, weil man nicht weiß, wie die Kontakte geschaltet sind. Dafür kann man aber auch eine Kamera auf größere Entfernung auslösen und dabei auch die zwei Druckpunkte zum fokussieren und messen der Belichtung nutzen.
Ich konnte die YongNuo natürlich nicht bei einem echten Auftrag testen und werde das auch nicht können, da ich nur einen Empfänger habe. Nach dem was ich aber im Test sehen konnte werde ich ab diesem Tag genau diese RF-602 für jeden Empfehlen, der für wenig Geld in das entfesselte Blitzen einsteigen möchte. Die 60,- Euro sind sicher gut angelegt. Gut verarbeitet, immerhin zum Teil mit normalen Batterien zu nutzen und deutlich bessere Reichweite und Zuverlässigkeit als Cactus V2. Vielleicht wird man ja auch bald Pakete mit mehreren Empfängern oder auch einzelne Empfänger zum aufrüsten kaufen können, denn zwei oder drei Blitze wird man schon aus der Ferne zünden wollen.
Über die Phottix PT-04 möchte ich nicht mehr viel sagen. Sie sind wie die Cactus V2, nur in klobiger. Wem das genügt, der hat den Vorteil wenigstens im Empfänger mit AAA-Akkus arbeiten zu können. Ansonsten sind keine Vorteile erkennbar. Die YongNuo RF-602 liegen um 10,- bis 15,- Euro drüber und bieten so viel mehr.
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Nun gibt es Funklösungen von ca. €30 bis fast €400 für ein Sender-Empfänger-Pärchen. Die Frage, die nicht nur ich mir dabei immer wieder gestellt habe ist: Wo sind eigentlich die Unterschiede bei den Systemen dass sich die Preise so heftig unterscheiden?
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich schildere Euch nun meine ganz persönlichen Erfahrungen mit drei Funk-System:
Um es vorweg zu nehmen: Die Unterschiede bestehen u.a. in der Größe der Geräte, in der Funktionalität und vor allem in der Reichweite bzw. Zuverlässigkeit.
Nehmen wir den Cactus V2. Ein Set besteht aus einem Sender und einem Empfänger. Der Sender wird auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt oder mit einem Sync-Kabel mit der Kamera verbunden. Der Empfänger hat selbst einen Blitzschuh. Das ist praktisch, weil man so einfach einen Blitz auf den Empfänger stecken kann um diesen per Mittelkontakt auszulösen. Hier ist kein Extrakabel notwendig aber man kann trotzdem ein Kabel verwenden um z.B. Studioblitze auszulösen.
Im Sender steckt eine kleine Knopfzelle zur Stromversorgung. Die soll sehr lange halten aber natürlich weiß man nicht genau wie leer sie schon ist. Es ist also dringend zu empfehlen, immer einen Ersatz dabei zu haben. Im Empfänger sorgt eine kleine 3V Batterie vom Typ CR2 für ausreichend Strom. Das ist etwas unglücklich, denn diese Batterien sind im Geschäft nicht immer zu bekommen und sie kosten dann gerne 10 Euro und mehr pro Stück. Hier kann ich nur dazu raten, rechtzeitig Ersatzbatterien online zu kaufen. Dann zahlt man zwischen 2 und 4 Euro pro Stück.
Die Gehäuse vom Sender und Empfänger sind sehr klein. Das ist gut, denn die Geräte nehmen in der Fototasche nicht viel Platz weg.
Wie sieht es mit der Reichweite aus?
Bei einem bezahlten Shooting haben mich die Empfänger bereits nach ca. 12m zu oft im Stich gelassen – das hatte ich zum Glück noch bei der Sichtung der Location bemerkt und habe aufgerüstet. Dazu gleich mehr.
Die Cactus V2 sind praktisch für den Einstieg in die entfesselte Blitztechnik weil sie sehr billig zu bekommen und sehr klein im Packmaß sind. Auf engem Raum kann man sie durchaus nutzen obwohl ich sie für bezahlte Aufträge nicht mehr empfehlen kann. Die Batterien sind wegen der besonderen Formate unpraktisch und die Reichweite ist arg begrenzt. Außerdem kann man max. auf eine 1/160 Sekunde gehen. Noch kürzere Belichtungszeiten schaffen die Cactus nicht.
Es gibt inzwischen den Nachfolger, die Cactus V4. Bei einem Workshop in Northeim hatten einige Teilnehmer diese Geräte dabei und es stellte sich auch hier heraus, dass man zuverlässig nur bei 1/160 Sekunde arbeiten kann. Die V4 Empfänger arbeiten mit AA Batterien/Akkus was natürlich deutlich praktischer ist. Außerdem ist die V4-Version deutlich stabiler gebaut und der Empfänger kann auch als Standfuß für einen Systemblitz genutzt werden – auch praktisch. Die Reichweite haben wir nicht getestet.
Die Pulsar spielen in einer ganz anderen Kategorie. Sie werden als wirklich professionelle Funklösung angeboten und das schlägt sich auch im Preis nieder. Ein Gerät kann jeweils als Sender und Empfänger fungieren, das nennt man dann Transceiver. Zwei Stück benötigt man natürlich mindestens und so ein Set kostet so um 270 bis 320 Euro. Viel Geld. Dafür sollten die dann schon einiges bieten.
Die Geräte sind deutlich größer als die Cactus V2 und sie haben eine externe Antenne. Die Bauform ist etwas merkwürdig: Vom Blitzschuh geht das Gehäuse im 90° Winkel nach vorne weg um dann am anderen Ende den Antennenstummel wieder 90° nach oben gehen zu lassen. Dieses Zick-Zack-Design wirkt besonders sperrig in der Fototasche. Da ich sie in der großen Studiotasche im Originalkarton transportiere störte mich das aber nur selten.
Am Gehäuse gibt es einen Schalter um das Gerät in den gewünschten Betriebsmodus zu schalten. Man wählt zwischen Sender, Empfänger und aus. Ist das Gerät eingeschaltet, dann blinkt eine kleine rote Lampe in regelmäßigen Abständen. Das ist echt hilfreich, denn so vergisst man nicht alle Geräte wieder auszuschalten wenn man sie einpackt. Dann gibt es einen Schalter um eine von 6 Gruppen zu wählen (A-F). Man kann also, genügend Empfänger und Blitze vorausgesetzt, mehrere Setups aufbauen und am Sender die gewünschte Blitzgruppe wählen. Mit einem dritten Schalter kann man außerdem noch einen von 4 Kanälen wählen. Man hat also für jeden der 4 Kanäle 6 Gruppen zur Verfügung. Mehrere Setups mit mehreren Fotografen in der Nähe sollten also kein Problem werden. Man kann außerdem auf allen 4 Kanälen gleichzeitig senden oder Empfangen. Sehr viel flexibler geht es wohl kaum.
Der Sender kann wieder auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt werden oder man verbindet ihn mit einem Sync-Kabel mit der Kamera. Der Empfänger muss allerdings zwingend per Kabel mit dem Blitz verbunden werden denn die Geräte haben keinen eigenen Blitzschuh. Für Systemblitze bedeutet das, dass man entweder solche mit Sync-Buchse kaufen sollte oder dass man Blitzschuhadapter mit Sync-Kabel benötigt.
Wie sieht es jetzt mit der Zuverlässigkeit und der Reichweite aus?
Die Reichweite wird von Bowens mit 100m angegeben. Bei dem besagten Shooting hatte ich aber bei geschätzten 20-30m ohne direkten Sichtkontakt echte Probleme. Es waren viele Fotos notwendig um wirklich zwei, drei zu erwischen auf denen der Blitz ausgelöst wurde. Also raus vor die Tür und denselben Test wie mit den Cactus gemacht.
Versuchte Kontaktaufnahme
Die Bowens Pulsar sind deutlich stabiler gebaut als die Cactus V2 und bieten mit 4 Kanälen mit je 6 Gruppen, die auch alle einfach umzuschalten sind, weit mehr Möglichkeiten. Sie laufen mit AAA Batterien was praktisch ist und jedes Gerät ist sowohl Sender als auch Empfänger, man muss es nur passend am Gerät einstellen.
Wer billig kauft, kauft zweimal – oder dreimal. Und nun war ich selbst darauf hereingefallen. Ich wollte eigentlich direkt nach den Cactus V2 zu den PocketWizards greifen aber der Preis hatte mich abgeschreckt weshalb ich bei den Bowens Pulsar landete.
Die PocketWizards sind die größten Geräte in meinem Test. Im Gegensatz zu den Bowens Pulsar kann man sie aber flach oder hochkant in die Tasche legen weil sie vom Design her nicht so verwinkelt sind. Das Gehäuse geht vom Blitzschuh gerade nach oben und die Antenne zeigt ebenfalls nach oben. Die Antenne ist außerdem sehr flexibel, da kann also nichts brechen.
Kaum waren meine Geräte gekommen bin ich gleich raus gegangen um denselben Test wie mit den Cactus V2 und Bowens Pulsar zu machen. Dabei wiederholte ich auch die Tests mit Cactus und Bowens um sicher zustellen, dass wirklich dieselbe Situation herrschte. Also gleiche Wetterlage, gleiche Nachbarschaft mit evtl. laufenden WLANs etc. Die Ergebnisse von Cactus V2 und Bowens Pulsar waren dabei identisch wie beim letzten Mal.
Nun die PocketWizards.
Inzwischen hatten die PocketWizards auch schon einen echten Einsatz bei dem sie mich nicht enttäuscht haben. Dabei waren die Entfernungen zwar sehr klein aber es gab wirklich genau Null Fehlauslösungen und Null Nichtauslösungen. 100%iger Erfolg.
Die PocketWizard stecken preislich die obere Grenze bei den Funkauslösern ab und sie stecken in einem recht großen Gehäuse. Dafür laufen sie aber mit normalen AA-Batterien/Akkus was den Vorteil hat, dass man für Blitze und Funkauslöser denselben Akku-Vorrat nutzen kann. Sie sind Sender und Empfänger in einem und erkennen die Betriebsart automatisch. Reichweite und Zuverlässigkeit ist absolut erstaunlich.
Soviel zu meinen Erfahrungen mit verschiedenen Funkauslösern. Sicher, das waren jetzt keine Labortests aber die interessieren mich ehrlich gesagt auch nicht. Die Geräte müssen in der harten Realität zeigen was sie können.
Es gibt übrigens bestimmt noch den ein oder anderen Unterschied den ich hier nicht erwähnt habe. Wenn Euch noch etwas wichtiges eingefallen ist, bitte schreibt es mir als Kommentar.
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