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onda episodes

  • „Bukele geht es um Macht und Geld“
    Von Darius Ossami, Markus Plate
    Andere Zeiten: Expräsident Sánchez Cerén (links) von der FMLN und Nayib Bukele 2015. Nun ist Bukele Präsident und will die FMLN „zerstören“. Foto: Flickr/Presidencia El Salvador (CC0 1.0)
    Bei den Wahlen in El Salvador Ende Februar hat der junge Unternehmer Nayib Bukele die absolute Mehrheit geholt. Damit hat er sowohl die linke FMLN als auch die rechte ARENA-Partei weit hinter sich gelassen. Zuvor war Bukele aus der FMLN ausgeschlossen worden und sagt ihr nun den Kampf an. Kritiker*innen fürchten einen Rückfall in die Diktatur.
    César Augusto Sención Villalona ist ein in El Salvador bekannter dominikanisch-salvadorianischer Wirtschaftswissenschaftler mit 35 Jahren Erfahrung in der Wirtschafts- und Sozialforschung sowie in der Hochschullehre. Sención Villalona hat mehrere Bücher veröffentlicht und ist Leiter des Berufstätigenverbandes PROES. Er steht der linken Partei FMLN nahe, kritisiert diese aber für ihre schlechte Informationspolitik. Den Wahlsieg Bukeles wertet er nicht als Rechtsruck, sondern als Resultat einer Spaltung der FMLN. Bukele selbst gehe es allerdings vor allem um Macht und Geld.
    Eine etwas ausführlichere Textfassung des Interviews findet ihr auch bei poonal.
    8 min
  • Raubbau, Stigmatisierung und indigener Widerstand in der Pandemie
    Von Tobias Mönch
    Mit einem Erdwall abgeriegeltes Barrio Gran Toba in Resistencia (Chaco). Quelle: Screenshot vom Noticiero 9 Report (Youtube)
    Wie wirkt sich der Umgang mit der Corona-Pandemie auf das Leben indigener Gruppen im Chaco aus? Was hat der Anstieg rassistischer Diskriminierung gegen sie und die Abholzung der Wälder im Chaco mit der Pandemie zu tun? Wir schauen uns verschiedene Aspekte des indigenen Lebens in der Corona-Pandemie an.
    Hier gehts zum passenden Artikel von poonal.
    12 min
  • Kosmovision und Geschichte indigener Gruppen im Chaco
    Von Tobias Mönch
    In den noch übrig gebliebenen Urwäldern des nordargentinischen Chaco leben nur noch wenige Menschen. Viele von ihnen Indigene der Wichí, Mocovie und Qom. Seit der Kolonialisierung und der Unabhängigkeit Argentiniens haben die Indigenen des Chaco Diskriminierung, Gewalt und Enteignungen erfahren. Die ökumenische Junta Unida de Misiones (JUM) unterstützt seit mehr als 50 Jahren die Belange der indigenen Gruppen der Region. Eines ihrer Arbeitsfelder ist es heute, indigene Jugendliche dabei zu begleiten, sich mit ihrer Kosmovision, ihrer kulturell eigenen Sicht auf die Welt, zu beschäftigen.
    Und hier gehts zum passenden Artikel von poonal.
    10 min
  • Paso de la Reyna – Kampf für den Fluß in Zeiten von Covid
    Von Miriam Flores & Knut Hildebrandt
    Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Situation von Menschenrechtsverteidiger*innen und Umweltschützer*innen weltweit zum Teil drastisch verschlechtert. Vor allem in Lateinamerika sind sie mit zunehmenden Bedrohungen und immer brutaleren Angriffen konfrontiert. In dem für seinen erfolgreichen Kampf gegen einen Mega-Staudamm über die Grenzen Mexikos hinaus bekannten Paso de la Reyna sind seit Anfang des Jahres fünf Menschen ermordet worden. Darauf hin wurden nicht nur in Mexiko sondern auch im Ausland Kampagnen zum Schutz der Umweltschützer*innen gestartet.
    12 min
  • Weg frei für eine neue Verfassung – Wahlen stärken Unabhängige
    Von Leonel Yáñez Uribe, Ute Löhning
    Chilen*innen haben am 15./16.Mai den Verfassungskonvent gewählt Foto: Yañez/Ramirez
    Die chilenische Rechte hat es nicht geschafft. Sie kann eine neue Verfassung nicht aus eigener Kraft blockieren. Denn bei den Wahlen zum Verfassungskonvent, der in den kommenden Monaten eine neue Verfassung für Chile schreiben wird, hat die Liste der rechten Parteien „Vamos por Chile“ deutlich weniger als ein Drittel der Sitze erreicht. So haben UDI, RN und Evópoli keine Möglichkeit mehr, inhaltliche Änderungen zu blockieren – oder aber auf die 1980 während der Diktatur geschriebene Verfassung zurückzugreifen.
    Jahrelange Proteste von Studierenden, Feministinnen, Ökobewegung und denen, die einfach nicht über die Runden kommen mit miserablen Löhnen und Renten im Hochpreisland Chile waren die Basis für die Revolte, die im Oktober 2019 nach einer Fahrpreiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr ausbrach.
    Die Protestierenden forderten eine basis-demokratisch organisierte Verfassungsgebende Versammlung. Dazu kam es zwar nicht, stattdessen beschlossen die politischen Parteien ein institutionalisiertes Verfahren für einen verfassungsgebenden Prozess. Bei einem Referendum im Oktober 2020 stimmten 80% dafür, eine neue Verfassung zu schreiben und damit das Erbe der Diktatur und des neoliberalen Wirtschaftsmodell abzuschütteln.
    Am Wochenende haben die Chilen*innen ihre Vertreter*innen in den Verfassungskonvent gewählt. Nach einer coronabedingten Terminverschiebung und deutlich erschwerten Bedingungen für die Mobilisierung vor allem in ärmeren Regionen. Das Ergebnis ist dennoch sehr klar: ein erdrutschartiger Sieg linker, feministischer, ökologisch-orientierter und vor allem unabhängiger Kandidat*innen.
    Nun ist der Weg frei für eine neue Verfassung für Chile. Ahora sí: se puede!
    Wir haben darüber mit Leonel Yañez Uribe gesprochen.
    Interview auf Spanisch / Entrevista en español
    7 min
  • onda-info 512
    Von ondistas
    Hallo und willkommen zum onda-info 512. Unsere heutige Sendung steht ganz im Zeichen der Menschenrechte. Denn diese werden in ganz Lateinamerika mit Füßen getreten. Kolumbien ist eines der tödlichsten Länder des Kontinents für soziale Aktivist*innen Während der Proteste, welche das Land seit Wochen erschüttern, wurden insbesondere indigen Aktivist*innen brutal angegriffen.
    In Chile löste eine Fahrpreiserhöhung vor zwei Jahren eine landesweite Protestwelle gegen die desolate Sozialpolitik aus. Eine zentrale Forderung der Demonstrierenden war die Ersetzung der aus der Zeit der Diktatur stammenden Verfassung durch eine demokratische. Am 15. und 16. Mai wurden die Mitglieder des Verfassungskonvents gewählt. Das Ergebnis: Die organisierte Rechte liegt weit abgeschlagen zurück. Eine neue Verfassung scheint möglich! Ute Löhning sprach mit Leo Yañez Uribe, der in Santiago de Chile lebt, über die Wahl.
    Unser nächster Beitrag führt uns in den Süden Mexikos. Im Bundesstaat Oaxaca setzt sich die Gemeinde Paso de la Reyna seit Jahren erfolgreich gegen den Bau eines Mega-Staudammes zur Wehr. Doch seit Anfang des Jahres wurden in der 500-Seelen-Gemeinde fünf Menschen ermordet. Wie das mit der Corona-Pandemie zusammenhängt und warum Mexiko zu einem der gefährlichsten Länder Lateinamerikas für Umweltaktivist*innen zählt, erfahren wir von Sara Méndez und Philipp Gerber.
    Wir schließen unser Programm mit einem Interview zur Lage in El Salvador nach dem Wahlsieg Nayib Bukeles. Darius Ossami sprach mit dem salvadorianischen Wirtschaftswissenschaftler César Augusto Sención Villalona.
    Eine interessante halbe Stunde wünschen das onda-info-Team.
    30 min
  • onda-info 511: Indigene in Argentinien especial
    Von onda
    Natajh is toj lanohemen
    – das heißt Guten Tag und Herzlich Willkommen
    auf der Sprache der Wichí, einer indigenen Gruppe aus dem Norden Argentiniens.
    Denn in diesem onda-info widmen wir uns ganz dem Thema der indigenen Gruppen des Landes.
    Zu Beginn hören wir einen Beitrag aus dem nordargentinischen Chaco.
    Warum eine Auseinandersetzung mit der gewaltvollen Geschichte indigener Gruppen genau so wichtig für indigene Menschen ist, wie mit ihrer Kosomovision, berichtet der junge Leandro Suarez.
    Weiter gehts mit Musik von der Mapuche Anahi Rayen Mariluan und ihrem Album Mankewenüy.
    Passend dazu hören wir ein Interview, das Lola mit der Mapuche-Indigenen Llanquiray Painemal geführt hat.
    Sie berichtet von den Auswirkungen von Fracking, dem Erdgasabbau an Land, in indigenen Territorien in Patagonien und was die Umweltzerstörung dort mit unserem Leben in Europa zu tun hat.
    In unserem letzten Beitrag gehts nochmal auf die staubigen Straßen der Provinz Chaco, wo wir uns fragen:
    Wie wirkt sich hier die Corona-Pandemie auf das Leben indigener Gruppen aus? Was hat der Anstieg rassistischer Diskriminierung gegen Indigene und die Abholzung von Urwäldern im Chaco mit der Pandemie zu tun?
    Eine interessante halbe Stunde wünscht
    euer onda-info Team
     
    30 min
  • „Das Land läuft Gefahr, ein gescheiterter Staat zu werden“
    Der honduranische Anwalt Joaquín Mejía im Gespräch mit dem Journalisten José Peraza. Foto: Voces Nuestras
    Es war ein erwarteter Paukenschlag: am 30. März hat ein New Yorker Gericht Tony Hernández zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bruder des honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández war in den USA festgenommen und im Oktober 2019 wegen des Schmuggels von 185 Tonnen (!) Kokain und Waffenbesitzes schuldig gesprochen worden.
    Die Verurteilung des Bruders des Präsidenten vertieft Honduras‘ Ruf als Narco-Staat. Immer wieder gibt es auch Anzeichen für die Beteiligung von Polizei und Armee in den Drogenschmuggel. Im Prozess hat die New Yorker Staatsanwaltschaft auch dem Präsidenten selbst Beteiligung am staatlich geförderten Drogenschmuggel vorgeworfen; noch ist er allerdings nicht angeklagt. Mittlerweile haben Dutzende Organisationen der honduranischen Zivilgesellschaft den sofortigen Rücktritt des Präsidenten und aller Spitzenfunktionäre der Regierung gefordert. Doch Juan Orlando Hernández genießt zumindest bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2022 Immunität.
    Im Interview mit Radio Progreso erklärte der honduranische Anwalt Joaquín Mejía, was die Verurteilung und der Machtwechsel in den USA für das Verhältnis zwischen Zentralamerika und den USA bedeuten. Das von José Peraza geführte Interview wurde im spanischen Original von Voces Nuestras online veröffentlicht.
    10 min
  • Spendenaufruf: Die Zapatistas kommen nach Europa!
    Aktivist*innen beim internationalen zapatistischen Frauentreffen 2018. Foto: Flickr/Global Justice Now (CC BY 2.0)
    Die Zapatistas aus Mexiko sind immer noch da und kämpfen für ihre Autonomie und ein würdiges Leben. Genau 500 Jahre nach der Kolonialisierung Mexikos kommen sie nun ihrerseits nach Europa. Erstmals wird eine Delegation der zapatistischen Bewegung und des Indigenen Rates aus dem mexikanischen Chiapas alle fünf Kontinente besuchen.
    Seit 1994 sind viele Aktivist*innen aus Europa nach Chiapas gereist, um sich von der zapatistischen Bewegung inspirieren zu lassen. Im Rahmen der Rundreise 2021 kommen nun ihrerseits über 100 Aktivist*innen der zapatistischen Bewegung zunächst nach Europa. Für die Reisekosten und die Logistik ist sehr viel Geld notwendig. Jede Spende ist Willkommen. Wenn ihr etwas spenden wollt, könnt ihr das hier tun:
    1.)Zwischenzeit e.V.
    (gemeinnütziger Verein)
    Bankleitzahl: 430 609 67
    Konto-Nummer: 335 767 00
    IBAN: DE91 4306 0967 0033 5767 00
    BIC: GENODEM1GLS
    GLS Gemeinschaftsbank
    Stichwort: »Spende Delegation Zapatistas«
    2.) Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
    IBAN: DE54 4306 0967 2039 2873 00
    BIC: GENODEM1GLS
    GLS Gemeinschaftsbank
    »Spende Delegation Zapatistas«
    4 min
  • onda-info 510
    Hallo und willkommen zum onda-info 510!
    Wir haben diesmal ein echt buntes Mix aus mehreren hochinteressanten Meldungen und zwei Beiträgen.
    Fracking ist ein Begriff, den viele kennen, aber von dem wenige wissen, was sich wirklich genau dahinter verbirgt. Dabei hat Fracking massive Auswirkungen auf uns alle und wird gerade im Globalen Süden weiterhin viel praktiziert. Lola hat mit dem argentinischen Wissenschaftler und Aktivisten Esteban Servat gesprochen, der die Seite „Ecoleaks“ gründete und sich gegen Fracking einsetzt.
    Doch unser Schwerpunkt liegt diesmal auf Honduras. Ein New Yorker Gericht hat am 30 März den Bruder des honduranischen Präsidenten wegen des Schmuggels von 185 Tonnen (!) Kokain zu lebenslanger Haft verurteilt. Neben einer Nota zu diesem Urteil senden wir ein Interview mit dem honduranischen Anwalt Joaquín Mejía, der erklärt, was das alles für das Verhältnis zwischen Honduras und den USA bedeutet.
    Eine interessante halbe Stunde wünschen wir vom onda-info.
    PS: In diesem Frühjahr ist eine Rundreise einer Delegation der zapatistischen Bewegung EZLN nach Europa geplant. Das europäische Solidaritätsnetzwerk organisiert und koordiniert diese Reise. Für die Reisekosten und die Logistik ist sehr viel Geld notwendig. Wenn ihr spenden wollt, könnt ihr das hier tun:
    1.)Zwischenzeit e.V.
    (gemeinnütziger Verein)
    Bankleitzahl: 430 609 67
    Konto-Nummer: 335 767 00
    IBAN: DE91 4306 0967 0033 5767 00
    BIC: GENODEM1GLS
    GLS Gemeinschaftsbank
    Stichwort: »Spende Delegation Zapatistas«
    2.) Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
    IBAN: DE54 4306 0967 2039 2873 00
    BIC: GENODEM1GLS
    GLS Gemeinschaftsbank
    »Spende Delegation Zapatistas«
    30 min

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