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Orange 94.0 episodes

  • Demokratiekrise im Ernährungssystem? Kapitel 3
    Kapitel 3 der dreiteiligen Reihe „Demokratiekrise im Ernährungssystem?“ widmet sich abschließend der Frage, wie Demokratie im Alltag vor Ort gelebt und gelernt werden kann, um Angriffen auf demokratische Strukturen etwas entgegenzusetzen. Im Mitmach-Supermarkt MILA in Wien werden im Gespräch mit Julianna Fehlinger neue Formen von Teilhabe und Zusammenarbeit sichtbar, beispielsweise beim gemeinsamen Einräumen der Supermarktregale. Morgan Ody, General Coordinator von La Via Campesina, ergänzt die Notwendigkeit von Allianzen zwischen Arbeiter*innen im gesamten Lebensmittelsektor, um den Kampf für ein besseres Leben für alle zu ermöglichen – für sie die Basis, um Gegner*innen der Demokratie entgegenzutreten.Im Gespräch: Julianna Fehlinger (MILA), Morgan Ody (La Via Campesina) und Michael Kubiena (Ernährungsrat Wien)

    Fotos: Konsultori, Zoe Opratko, privat

    Gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

    24 min
  • Dirty Dragging: Buchpräsentation und Diskussion

    Buchpräsentation und Diskussion über rechte Spektakelkultur, politische Gewalt und widerständige performative Strategien – im Koperation mit Depot – Kunst und Diskussion

    Drag gilt als subversive queere Auftrittsform. Doch was passiert, wenn Nonkonformität von rechts vereinnahmt wird? Welche historischen Vorläufer gibt es für rechte Spektakelkulturen – und welche widerständigen Formen lassen sich dem entgegensetzen?Über diese Fragen spricht die Politikwissenschaftlerin Monika Mokre mit der Kulturwissenschaftlerin Evelyn Annuß anlässlich der Präsentation von Annuß’ Buch Dirty Dragging. Performative Transpositions. Darin geht es um politische Gewalt, performative Strategien und historische Bezüge zu Apartheid, Nationalsozialismus und US-Segregation.

    Evelyn Annuß leitet das International Research Center Gender and Performativity an der mdw Wien. Monika Mokre ist Politikwissenschaftlerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

    Die Sendung ist eine Aufzeichnung der Buchpräsentation und Diskussion „Dirty Dragging“, aufgenommen am 24. Juni im Depot – Kunst und Diskussion in Wien.

    Das Buch ist unter einer Creative-Commons-Lizenz frei zugänglich und kann über den hier verlinkten Zugang gelesen und heruntergeladen werden.

    1 hr 12 min
  • Demokratiekrise im Ernährungssystem? Kapitel 2

    Kapitel 2 der dreiteiligen Reihe „Demokratiekrise im Ernährungssystem?“ führt nach Brasilien, wo die Entstehung des Ernährungsrates CONSEA im Gespräch mit Elisabetta Recine, der Präsidentin von CONSEA, sowie mit Mariza Rios von FIAN Brasilien beleuchtet wird. Dieses erfolgreiche Beispiel zeigt, wie sich die Zivilgesellschaft eine dauerhafte Mitbestimmung in den Ernährungsfragen der Regierung erkämpft hat. Zudem wird deutlich, welche Bedeutung die Forderung nach dem Recht auf Nahrung für demokratische Bewegungen historisch in Brasilien hatte – und warum diese Strukturen gerade deshalb unter der Regierung von Jair Bolsonaro angegriffen wurden.

    Agnes Sieben im Gespräch mit: Mariza Rios (FIAN Brasilien), Elisabetta Recine (CONSEA), Michael Kubiena (Ernährungsrat Wien) und Morgan Ody (La Via Campesina)

    Fotos: Konsultori, privat

    Gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

    26 min
  • Das Imaginäre Opernensemble – Katharina Jing An Gebauer im Studiogespräch

    Vor etwa 10 Jahren entstand das Imaginäre Opernensemble zunächst als Idee in den Köpfen der Sopranistin Katharina Jing An Gebauer und des Pianisten Wolfgang Fritzsche. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Menge Opern-Erfahrung gesammelt, mit prominenten Künstler*innen und an großen Häusern gearbeitet. Dennoch konnte der Plan, große Opern mit minimalem Aufwand und Klavierbegleitung auf kleinen Bühnen szenisch aufzuführen, getrost als waghalsig bezeichnet werden.

    So dauerte es auch einige Zeit, bis es 2020 zur den ersten Vorstellungen kam. Seither wurden im Schnitt jährlich zwei Produktionen auf die Bühne gebracht, von Mozart bis Puccini, von Weber bis Strauss spannt sich das Repertoire. Dazu noch Konzerttätigkeit und konzertante Aufführungen, der Erfolg gibt dem ebenso eigenwilligen wie mutigen Konzept Recht. Das selbstgesteckte Ziel, freischaffenden Sänger*innen Rollendebüts auf hohem Niveau zu ermöglichen, wurde und wird unbestreitbar erreicht. Doch auch manch prominenter Name findet sich auf den Programmzetteln.

    Live im Studio berichtet Katharina Jing An Gebauer von Mühen der Ebene, Triumphen der Gipfel und künftigen Vorhaben. Nicht zuletzt wird sie sich aber auch die Frage gefallen lassen müssen, wie der zugehörige Youtube Channel zu seinem irreführenden Namen kam.

    Website Imaginäres Opernensemble (IOE)

    Facebook Imaginäres Opernensemble (IOE)
    Website Katharina Jing An Gebauer
    Youtube Channel Musik zum Einschlafen

    Lizenz: (CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 – Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)

    57 min
  • Was ist antifaschistische Wirtschaftspolitik, Sabine Nuss?

    „Kapitalismus ist per se krisenhaft. Das lässt sich schwer regulieren. Wir hören ständig, dass wir alle international wettbewerbsfähig sein müssen. Und für die internationale Wettbewerbsfähigkeit müssen wir den Gürtel enger schnallen. Alle. Was aber dazu führt, dass wir ein Herrschaftsverhältnis haben, das verschleiert wird. Ich kriege das ständig zu hören, wenn ich mich für Vergesellschaftung einsetze. Die will die DDR wiederhaben. Das ist alles Sozialismus und so, da müsste man ansetzen, dass man sagt, wir müssen die Betriebe wieder zu demokratischen Unternehmen machen und müsste die Wirtschaftssphäre durchgängig demokratisieren. Und da kann jeder was machen, in jedem Betrieb alle.“

    Im Jahr 2024 sorgte ein Tweet von Isabella Weber für Aussehen, die konstatierte, dass ökonomische Krisensituationen den rechten Parteien zugutekommen – und festhielt, dass es Zeit sei, über antifaschistische Wirtschaftspolitik zu sprechen. Zu deren Maßnahmen zählen u. a. Umverteilungsinstrumente wie die Vermögens- und Erbschaftssteuer, die Stärkung von Arbeitnehmer:innenrechten und staatliche Investitionen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die grüne Reindustrialisierung einzuleiten – sowie staatlicher Katastrophenschutz in der Krise, wie etwa eine Deckelung der Gaspreise. Diese Maßnahmen gehen aus von der Idee des regulierbaren Kapitalismus.

    Für Sabine Nuss ist antifaschistische Wirtschaftspolitik zwar notwendig, aber nicht ausreichend: Sie bezweifelt, dass der Kapitalismus so stark reguliert werden kann, dass er dem Wohle aller dient und sieht ihn per se als krisenhaft, schwer regulierbar und von Herrschaftsverhältnissen durchdrungen. Zum anderen sei ökonomische Benachteiligung nicht der einzige Beweggrund, rechte Parteien zu wählen – wie sich anhand von Superreichen wie Elon Musk sehen lässt.

    Stattdessen zeigt sie auf, wie das dem Kapitalismus innewohnende Konkurrenzdenken ein solidarisches Miteinander verunmöglicht und ihn dadurch unter bestimmten Bedingungen anschlussfähig für rechtes Gedankengut macht – und was die bürgerliche Mitte damit zu tun hat. Zuletzt sprechen wir über einen Thomas-Bernhard-KI-Chatbot und die Probleme der Sozialdemokratie, die aktuellen Probleme an der Wurzel zu lösen.

    Sabine Nuss ist Politologin und Publizistin. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin an der Axel Springer Journalistenschule Hamburg studierte sie Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und promovierte über Eigentum im digitalen Kapitalismus. Sie ist Herausgeberin und Autorin verschiedener Bücher zu den Themen Ideologie, Genese und Praxis des Privateigentums, Naturverhältnisse, sowie Digitalisierung im Kapitalismus. Sie war Leiterin der Politischen Kommunikation bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und bis April 2023 war sie Geschäftsführerin des Karl Dietz Verlags. Zur Website

    Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung

     

    27 min
  • Wie emotional darf Politik sein, Anna Durnová?

    „Es geht gar nicht darum, ob wir eine Emotionalisierung in der Politik zulassen, sondern wie wir sie betreiben. Wir können nicht automatisch sagen, das ist eine Emotion, und deshalb ist es authentisch und richtig. Wir müssen uns zutrauen, über Emotionen zu sprechen, Emotionen ablehnen zu können und Emotionen sortieren zu können.“

    Die Politik ist nicht vor Emotionalität gefeit, wie auch Schreiduelle im Hohen Haus immer wieder zeigen. Sind diese ein Ausdruck davon, dass es den Beteiligten um etwas geht, oder schaden solche Emotionen der politischen Debatte? Mit Anna Durnová sprechen wir über die Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften und wie diese helfen können, Gerechtigkeit herzustellen.

    Für Anna Durnová, Professorin für politische Soziologie an der Universität Wien, sind politische Emotionen stark eingebettet in unsere Sozialisierung – durch Herkunft, Gender und soziale Strukturen. Als solche prägen sie unsere Wahrnehmung von Politik. Doch die Rolle von Emotionen in der Politik hat sich stark verändert, zum einen durch die zunehmende Individualisierung, zum anderen durch die Emotionalisierung der Öffentlichkeit. Das sorgt dafür, dass oftmals individuelle Gefühle mit Argumenten gleichgesetzt werden.

    Emotionen traten laut Durnová in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in die politischen Debatten ein und wurden etwa durch Bürger:innenkonferenzen, Referenden, Diskussionen in Dörfern rund um den Bau von Kraftwerken sichtbar. Neben dem Aktivismus nutzt jedoch auch der Populismus Emotionen der Bürger:innen – vielfach jedoch, um diese zu manipulieren.

    Durnová plädiert dafür, sich zu trauen, über Emotionen zu sprechen. Wichtig für sie ist, dass Politiker:innen auf die Emotionen der Bürger:innen hören; diese gilt es jedoch einzuordnen – und sie dürfen auch abgelehnt werden.

    Anna Durnová ist Professorin für Politische Soziologie am Institut für Soziologie der Universität Wien und Faculty Fellow am Center for Cultural Sociology der Yale University. Zudem ist sie Mitglied der Redaktionsbeiräte der Zeitschriften „Policy & Politics“ und „Critical Policy Studies“. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften. Derzeit ist sie Konsortialleiterin des CIDAPE-Projekts (Climate, Inequality and Democratic Action: The Force of Political Emotions; Horizon Europe 2024–2027) und ist Hauptforscherin des ERC Advanced Grant LONERS (2026–2031). Im Jahr 2024 erhielt sie den Preis der Mattei-Dogan-Stiftung für europäische politische Soziologie.

    Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung

    27 min
  • Barrierefrei online

    Wie zugänglich ist die digitale Welt wirklich? Über Barrieren im Netz, gesetzliche Vorgaben in Österreich und darüber, was es für digitale Teilhabe braucht.

    In dieser Ausgabe von „auf-hören – ungeniert konfrontiert“ dreht sich alles um digitale Barrierefreiheit. Websites, Apps und digitale Dokumente sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – aber sind sie auch für alle Menschen zugänglich und nutzbar? Was bedeutet digitale Barrierefreiheit eigentlich, welche Hindernisse gibt es und wie können digitale Angebote so gestaltet werden, dass sie möglichst vielen Menschen offenstehen?

    Wir sprechen über die Grundlagen digitaler Barrierefreiheit, unterschiedliche Formen digitaler Barrieren und über die Frage, wie Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen digitale Angebote nutzen. Außerdem geht es um den rechtlichen Rahmen in Österreich: Welche Vorgaben gelten für öffentliche und private digitale Angebote, welche Rolle spielen das Web-Zugänglichkeits-Gesetz, das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und das seit 2025 geltende Barrierefreiheitsgesetz? Und wer überprüft eigentlich, ob diese Vorgaben eingehalten werden? Ein Blick auf aktuelle Monitoring-Ergebnisse zeigt schließlich, wo Österreich bei der digitalen Barrierefreiheit steht.

    Quellen:

    • BGStG: https://www.ris.bka.gv.at/geltendeFassung.wxe?Abfrage=bundesnormen&Gesetzesnummer=20004228
    • WZG: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20010727
    • BEinstG: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008253
    • Definition Barrierefreiheit, FFG: https://www.ffg.at/erklaerung-zur-barrierefreiheit
    • BaFG: https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Soziales/Menschen-mit-Behinderungen/Barrierefreiheitsgesetz.html
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/monitoringstellen/monitoringstellen-in-oesterreich/ffg-monitoringstelle-des-bundes
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/monitoring/monitoring-berichte/zwischenbericht-2025
    • Definition Behinderung, WHO: https://www.who.int/health-topics/disability#tab=tab_1
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/verstehen/worum-geht-es-bei-digitaler-barrierefreiheit
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/verstehen/barrierefreiheitskriterien
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/verstehen/rechtlicher-rahmen
    • https://www.w3.org/WAI/standards-guidelines/wcag/
    • https://www.monitoringausschuss.at/un-konvention/
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/monitoring/monitoring-prozess#zusaetzliche-aufgaben-der-monitoringstelle-des-bundes
    • https://www.myability.org/wissen/wissens-blog/inklusion-unternehmen/erfolgsfaktoren/inklusives-wording
    • https://www.digitalbarrierefrei.at/de/umsetzen/barrierefreiheitserklaerung
    • 27 min
    • Demokratiekrise im Ernährungssystem? Kapitel 1

      Demokratie wird von vielen als Bedingung für die Umsetzung der Menschenrechte gesehen und umgekehrt sind die Menschenrechte ein Grundpfeiler der Demokratie. Was passiert jedoch mit der Demokratie, wenn diese Menschenrechte ins Wanken geraten?

      Kapitel 1 der dreiteiligen Reihe „Demokratiekrise im Ernährungssystem?“ fragt: Was bedeutet es für Teilhabe und Demokratie in Österreich, wenn das Recht auf Nahrung nicht vollständig verwirklicht wird? Im Neunerhauscafé erzählen Anja Christanell und Laura Wahlhütter, wie sich das für armutsbetroffene Menschen auswirkt und wie das Café versucht, Selbstbestimmung über gutes Essen zu verteidigen. Im Anschluss erklärt die französische Gemüsebäuerin und General Coordinator von La Via Campesina, Morgan Ody, welche Rolle die Bewegung für Ernährungssouveränität dabei spielt – und warum sie schon immer eine Demokratisierung unseres Alltags fordert.

      Agnes Sieben im Gespräch mit: Anja Christanell (Neunerhaus), Laura Wahlhütter (Neunerhaus), Morgan Ody (La Via Campesina), Michael Kubiena (Ernährungsrat Wien)

      Fotos: Konsultori, Christoph Liebentritt, privat

      Gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

      27 min
    • AFRIKATAGE WIEN 2026

      Die Afrikatage fanden heuer bereits zum 22. Mal statt. Schauplatz war auch dieses Jahr wieder die Donauinsel und es gab wieder viel zu erleben: Kamelreiten, Trommelworkshops, Musik, Kosmetik, Schmuck, Kleidung, Schuhe und eine Vielzahl an Düften und Gerüchen von verschiedensten Speisen und Gewürzen. Und nicht zu vergessen die Menschen, die auf den Afrikatagen einen Stand betrieben haben, um ihr Geschäft und ihren Kontinent zu präsentieren. Ein Fest so bunt, vielseitig und spannend wie das Leben!

      Isabell Lustig

      29 min
    • Zusammenfassung des 76. Netzpolitischen Abends AT

      Zusammenfassung der Veranstaltung von Dienstag 08. September 2026 auf der MQ Sommerbühne

      ABC der Offenheit – Für demokratische Teilhabe und Gerechtigkeit

      Offenheit wird oft als einfaches Prinzip verstanden: Wissen, Daten und Software frei zur Verfügung stellen und schon ist die Welt ein Stück gerechter. Doch die Realität ist komplexer. Offenheit ist umkämpft, wird vereinnahmt und kann, wenn sie nicht sorgfältig gestaltet wird, bestehende Machtverhältnisse sogar verstärken. Das Handbuch „ABC der Offenheit“ widmet sich genau dieser Herausforderung: Es zeigt, wie offene Wissenskulturen tatsächlich zu mehr Teilhabe und Gerechtigkeit beitragen können.Die Podiumsdiskussion bringt vier der Autorinnen des Handbuchs zusammen, um über die zentralen Fragen unserer Zeit zu sprechen: Wie kann Offenheit zum Werkzeug für mehr Gerechtigkeit werden? Wie schaffen wir digitale Gemeingüter, die wirklich allen nutzen? Und welche Rolle spielen Projekte wie Wikipedia, Wikidata, Mastodon und offene Bildungsressourcen (OER) dabei?

      Podium

      • Sonja Fischbauer ist Obfrau von Wikimedia Österreich, arbeitet als Organisationsentwicklerin und Strategin an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft. Sie war acht Jahre in leitenden Positionen bei der Open Knowledge Foundation Deutschland, bei Jugend hackt und Code for Germany. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Wikiversum, bei Code for All und dem taiwanischen Civic-Tech-Netzwerk g0v.
      • Magdalena Reiter arbeitet selbstständig an der Schnittstelle von Digitalität, Technologie, Kunst, Kultur und Bildung und ist Obfrau-Stellvertreterin von Wikimedia Österreich. Sie entwickelt Formate, die vor allem marginalisierte Menschen befähigen, Technologie kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten. Bildung versteht sie als zentralen Hebel, um digitale Infrastrukturen nicht nur zu nutzen, sondern demokratisch mitzuprägen.
      • Melanie Bartos ist Wissenschaftskommunikatorin an der Universität Innsbruck. Ihre Schwerpunkte liegen in der Entwicklung von multimedialen Formaten wie Podcasts und generell in der Online- bzw. Social-Media-Kommunikation. Inhaltlich beschäftigen sie vor allem Klima- und Transformationsthemen. Engagement für gemeinnützige und datenschutzfreundliche Ansätze prägt dabei all ihre Arbeitsbereiche. Sie ist Vorstandsvorsitzende von FREIRAD, dem Freien Radio Innsbruck und Vorstandsmitglied von Wikimedia Österreich.
      • Moderation

        • Claudia Garád ist Präsidentin von Wikimedia Europe und Geschäftsführerin von Wikimedia Österreich. In dieser Funktion unterstützt sie seit 2012 die Menschen hinter der Wikipedia, fördert ihre Ideen und engagiert sich für mehr Vielfalt und Inklusivität in der Wikimedia-Gemeinschaft. Garád wirkt außerdem in den Advisory Boards des Cultural Broadcastings Archives (CBA) und der Open Knowledge Maps.
        • Zum ungekürzten O-Ton des 76. Netzpolitischen Abends

          Blog Netzpolitischer Abend ATHandbuch ABC der Offenheit

          Website Wikimedia Österreich
          Website Universität Innsbruck Wissenschaftskommunikation

          57 min

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