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Als Soziologin forscht Katja Mayer an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Wer die Zusammenhänge verstehen will, muss sich notwendigerweise mit ihrer Geschichte auseinandersetzen. Die technische Entwicklung und insbesondere ihre Folgen sind keineswegs alternativlos oder gar zwingend vorgegeben. Das sind und waren sie zu keinem Zeitpunkt, auch wenn bisweilen so scheinen mag.
Viel mehr als technischen Gegebenheiten und Erfordernissen gehorcht sie den Logiken der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systeme, innerhalb derer sie entstehen. Und diese sind derzeit fast ausschließlich profitorientiert ausgerichtet, der gesellschaftliche Benefit eines gedeihlichen Miteinanders, das ‚gute Leben‘ für möglichst viele Menschen, ist als Ziel weitestgehend aus dem Blick geraten.
Genau hier setzt die Idee des Digitalen Humanismus an: wie können wir technologische Entwicklung so steuern, dass sie einem gesellschaftlichen Fortschritt dient. Technik soll den Erfordernissen der Menschen entsprechen, nicht umgekehrt. Interdisziplinäre Ansätze erlauben es, Blickwinkel aus allen Richtungen in die Analysen einzubeziehen und auf diesem Weg zu einem möglichst umfassenden Gesamtbild zu kommen.
In diesem Sinn fand 24. bis 26. Juni 2026 bereits die zweite Digital Humanism Conference in Wien statt. Katja Mayer berichtet im Studiogespräch vom Stand der Dinge.
Website Digital Humanism
Website Agents of Chaos
Lizenz: (CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 – Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)
Das fröhliche Wohnzimmer und PS/ Politisch Schreiben präsentieren literarische O-Töne –
dieses Mal von:
# Lisa Spalt: „das verwirrte tier“ (Czernin 2026)
# Thomas Antonic: milford graves, Hörstück auf Englisch und Deutsch
Mit freundlicher Unterstützung der MA7 Literatur
Auf den 4. Dezember 2025 fällt der 50. Todestag Hannah Arendts. Diesen Anlass markiert ein Gespräch zwischen Alice Pechriggl und Sabine Kock. Alice Pechriggl ist Professorin für Philosophie an der Universität Klagenfurt, Sabine Kock Philosophin und Kulturwissenschaftlerin, Autorin von „Topographie der Einbildungskraft. (Re-)Lektüre aus dem Diskurs des Gedenkens“ (Wien 2022).
Camilo Giraldo speaks with Anni Räty, Assistant Professor at the University of Vienna, about the duty of beneficence. We often think of giving to charity as generous but optional—something that earns admiration without being required. But what if this is mistaken? What if failing to help others, when we can, is morally wrong? Many philosophers have argued that we are obligated to do much more for others than we typically assume. Yet this duty raises difficult questions: how much are we required to give, whom should we help, and how should these demands be balanced against our own lives?
Was haben Taiwan, Irland und Österreich gemeinsam? Alle drei grenzen an einen großen Nachbarstaat, dessen Sprache sie teilen. Nicht ohne Schwierigkeiten. Anneliese Rieger-Roschitz hat sich mit Stefan Dollinger diesem Thema in einem Buch gewidmet: „Österreichisches Deutsch. Eine 300-jährige Liebesgeschichte“ (New Academic Press, 2025. https://www.newacademicpress.at/). Im Gespräch mit Herbert Hrachovec beschreibt sie die geschichtlich wechselnden Formen dieses Verhältnisses. Inklusive eines Exkurses über Ludwig Wittgensteins „Wörterbuch für Volksschulen“ und Large Language Models.
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