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Im Herbst erscheint im Sonderzahl-Verlag ein neues Buch mit Texten des 2017 verstorbenen deutschen Philosophen und Literaturtheoretikers Werner Hamacher, der als einer der eigenständigsten Vertreter einer dekonstruktiven Literaturtheorie gilt. Im aka|radio bringen wir Ausschnitte aus einer Veranstaltung mit dem Literaturwissenschaftler Dominik Zechner, dem Herausgeber des Bandes, der in die zentralen Positionen Hamachers einführt und einen der Texte näher vorstellt. Dabei geht es vor allem und immer wieder um die Sprache – nicht als Kommunikationsinstrument oder Darstellungsmittel, sondern als „Verhältnis“: So lautet auch der Titel des vorgestellten Buches.
Gestaltung: Ingo Pohn-Lauggas
Zu Gast im Studio: Konrad Sveceny, Betreiber der Likörstube Sveceny in der Brünner Strasse
2Der Morgendämmer einer besseren Zeit kommt nicht wie der nomale Morgendämmer nach durchschlafener Nacht“ B.Brecht
Patrick Scherhaufer, Mag.Dr.phil.
von der Boku (Leiter der Inter- und Transdisziplinäre Nachhaltigkeits- und Demokratieforschung) im Interview mit Jutta Matysek
https://boku.ac.at/mitarbeiterinnensuche#/personen/person/104C85E754DF773E
Ethische Aspekte unserer Bekleidungswahl im Fokus.
Wenn von Veganismus gesprochen wird, denken die meisten Leute intuitiv an Ernährung. Allerdings erschöpft sich ein veganer Lebensstil nicht beim Essen und Trinken. Und die Frage nach rein pflanzlichen Produkten erweitern die meisten vegan lebenden Menschen auch durch zusätzliche ethische Erwägungen. Da spielen Umweltschutz, Menschenrechte und wirtschaftliche Wechselwirkungen häufig ebenfalls eine wichtige Rolle. In der heutigen Snedung wollen wir einigen langjährig vegan lebenden Menschen auf die Finger schauen, was ihren Umgang mit Kleidung angeht.
Geschlecht wird zunehmend politisch aufgeladen – oft weniger als Frage der Gleichstellung, sondern als Instrument gesellschaftlicher Spaltung. Während trans und queere Menschen zur Projektionsfläche von Ängsten und politischen Konflikten gemacht werden, geraten grundlegende Fragen nach Verteilung, Macht und wirtschaftlicher Ungleichheit in den Hintergrund.
Wer profitiert von dieser Polarisierung? Und wie können wir zu einer Debatte zurückfinden, die Geschlechtervielfalt als Teil einer offenen und demokratischen Gesellschaft versteht?
Darüber diskutieren:
Alyssa Schneebaum – Professorin und Forscherin mit Schwerpunkt Geschlecht und Ökonomie
Moderation: Hannah Berger & Niclas Eidlitz von der Wirtschaftspolitischen Akademie (Wipol)
Die Diskussion fand am 21. Mai 2026 im Wiener FAKTory statt und wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftspolitischen Akademie (Wipol) veranstaltet.
Liebe Freunde des Wiener und wienerischen Liedes!
Wieder einmal hat mich jemand gefragt, was ein echtes Wienerlied ausmacht. Aber ich hatte kaum eine Chance es dem Betreffenden zu erklären, denn schon nach etwa 5 Minuten hat er verzweifelt abgewunken und gemeint ob es vielleicht eine einfachere Erklärung geben könnte. Jetzt war es an mir einen Erklärungsnotstand auszurufen, denn es war unmöglich ihm es verständlich zu machen dass unsere Musik sehr unterschiedlich und vielschichtig ist.
Aus Anlass der Gründung der Initiative Minderheiten vor 35 Jahren diskutierten im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) am 16. Juni 2026 Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Akteur:innen, die sich seit Anfang der 1990er Jahre aktiv gegen Rechtspopulismus und Rassismus engagieren und vernetzen.
Es berichten und diskutieren Ursula Hemetek, Mirjam Karoly, Josef Haslinger, Doron Rabinovici und Anny Knapp.
Sendungsgestaltung: Stefan Resch
„Wir haben die Sorge, dass an dieser ganz tiefen Basis, die existenziell ist für einen demokratischen Rechtsstaat, genagt wird.“
Im Kern der neuen Podcast-Staffel steht die Frage nach Gerechtigkeit(en). Wir möchten der Frage nachgehen, was Gerechtigkeit(en) in einer pluralistischen Gesellschaft bedeuten kann und welche Rolle sie für den sozialen Frieden spielt.
Für Barbara Helige haben Gerichte eine zentrale Funktion für den sozialen Frieden, da sie vermitteln, was Recht und Unrecht ist. Die Richterin und Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte zählt zu den führenden Stimmen in Fragen richterlicher Ethik und Unabhängigkeit und hat sich wie kaum eine andere mit den ethischen Grundlagen der Rechtsprechung sowie der Verantwortung der Justiz auseinandergesetzt. Mit ihr sprechen wir über die Rechtsnormen, unter denen sich eine Gesellschaft wohlfühlt und die Bedeutung der Akzeptanz von Recht und Rechtsprechung – auch im Spannungsfeld von Social Media. Außerdem diskutieren wir die Gefahren autoritärer Tendenzen und die Rolle der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie die Notwendigkeit, deren Grundlagen zu schützen.
Barbara Helige studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien, wurde 1980 promoviert und ist seit 1985 als Richterin tätig – seit 2000 als Vorsteherin des Bezirksgerichts Döbling. Standesrechtlich engagierte sie sich in mehreren Führungspositionen, unter anderem als Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter (1998–2007) und übernahm 2009 die Präsidentschaft der Österreichischen Liga für Menschenrechte. 2011 leitete sie die „Kommission Wilhelminenberg“, die 2013 physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch im ehemaligen Kinderheim Schloss Wilhelminenberg bestätigte und die Stadt Wien zur öffentlichen Entschuldigung aufforderte. 2012 wurde sie mit dem Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung ausgezeichnet.
„Es gibt kein sachliches Argument gegen Erbschaftssteuern.“
Wenn Vermögen sich extrem konzentriert, gerät Demokratie in Gefahr. Das ist die zentrale These des österreichischen Finanzministers Markus Marterbauer. Im Gespräch erklärt er, warum Österreich in der Einkommenswelt vergleichsweise fair ist, in der Vermögenswelt aber nicht: Das reichste Prozent der Haushalte besitzt mehr als 40 Prozent des gesamten Vermögens. Wer so viel besitzt, formt auch Medien, Politik und Regeln. Aus Demokratie wird dann schleichend eine Oligarchie.
Markus Marterbauer ist ehemaliger Vizepräsident des Fiskalrats und früherer Chefökonom der Arbeiterkammer. Seit 2025 ist er Finanzminister der Republik Österreich. Außerdem ist er Mitglied im SPÖ-Bundesparteivorstand.
„Gerechtigkeitskonzeptionen ohne Solidarität hätten keine Hände und Solidarität ohne Gerechtigkeit hätte kein Gehirn.“
Im Zentrum dieser Podcastfolge steht das Spannungsfeld zwischen Solidarität und Gerechtigkeit – zwei Begriffe, die oft zusammen genannt, aber selten klar unterschieden werden. Wir fragen, wie sie in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zusammenwirken und was sie für sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität bedeuten.
Für Barbara Prainsack, Professorin an der Universität Wien, ist klar: Solidarität und Gerechtigkeit sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Gerechtigkeit schafft Regeln und faire Verteilung, Solidarität zeigt sich im konkreten Handeln. Erst zusammen tragen sie eine funktionierende Gesellschaft. Ein zentraler Streitpunkt ist das Nullsummendenken: die Vorstellung, dass Gewinne der einen Verluste der anderen sind. Prainsack hält dagegen: Investitionen in Bildung, Gesundheit oder Armutsbekämpfung stärken langfristig alle – und machen Gesellschaften stabiler. Dabei spielt auch institutionalisierte Solidarität eine Schlüsselrolle: Sozialstaat, Steuern und öffentliche Infrastruktur schaffen Vertrauen und bilden die Grundlage für gelebte Solidarität im Alltag. Und schließlich geht es um die digitale Zukunft: Mit dem Konzept der „Datensolidarität“ plädiert Prainsack dafür, Nutzen und Risiken von Daten fairer zu verteilen.
Barbara Prainsack ist Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien und war Professorin am Department of Global Health & Social Medicine des King’s College in London sowie Fellow des Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie hat mehrere Sachbücher zu Fragen der Bioethik, Medizin- und Gesundheitspolitik, zum Grundeinkommen sowie zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht.
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