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Von 1. bis 11. Juli beschwört Claudia Bosse abwesende Landschaften in ihrer multisensorischen Installation gleichen Namens. Bereits tags zuvor, Dienstag 30. Juni, findet ab 18:00 eine Eröffnungsperformance statt, auch an allen den anderen Tagen sind unterschiedlichste Performances des theatercombinats sowie zahlreicher Freund*innen zu erleben. Die akustischen Erforschungen liegen einmal mehr in den bewährten Händen von Sound Artist Günther Auer. Den Schlusspunkt bildet eine 8-stündige performative Landschaft mit Aktivierungen der Installation und Lektüren von Landschaften eingeladener Künstler*innen. Schauplatz des gesamten Geschehens wird Das Weiße Haus, Hegelgasse 14, 1010 Wien sein.
Claudia Bosse und Günther Auer schildern live im Studiogespräch, wie es zu dieser Produktion kam und in welchem Kontext mit ihrer bisherigen Arbeit, insbesondere den Zyklen der letzten Jahre, sie zu sehen ist.
Website theatercombinat Über Evocation of Absent Landscapes
(CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 – Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)
Im zweiten Teil unseres Themenschwerpunkts „Göttliches Geld“ melden wir uns vom Badeschiff. Dort befindet sich derzeit die Festivalzentrale der „Wiener Festwochen“. Die beschäftigen sich heuer mit dem Göttlichen und fragen, wie eine „Republic of gods“, also eine Republik der Götter und Göttinnen aussehen könnte.
Auf dem Schiff spinnen wir Geschichten über unsere eigenen Götter und Göttinnen. Welche Superkräfte haben sie? Wie klingen unsere göttlichen Welten und Wesen? Wie sind sie entstanden? Und wann kam eigentlich das Geld in die Welt und was hat das mit dem Göttlichen gemacht? Oder ist das Geld am Ende gar selbst eine Gottheit?
Fragen über Fragen, auf die wir spielerisch Antworten suchen. Eine göttliche Sendung!
Eine Kooperation zwischen dem Bildungs- und Kulturverein AREAL, Radio Orange und den Wiener Festwochen.
https://areal.co.at/
Wir sprechen mit Aktivist:innen von „Schule brennt“ über das seit Februar 2026 gültige Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an Österreichs Schulen. Derzeit ist „Probephase“: das Gesetz gilt, aber es wird erst ab September gestraft.
Weitere Infos: www.schulebrennt.at/
Eines vorweg: Ich habe den Mut, Dinge auszuprobieren, auch wenn mein Umfeld oft voller Angst um mich ist und mir abrät. Doch dieses Mal haben wir etwas gewagt, das mein Verständnis und hoffentlich auch eures komplett auf den Kopf stellt.
Gemeinsam mit der wunderbaren Ute Hennig (bekannt aus Inside Orange) reflektiere ich in dieser Folge eine ganz besondere Initiative, die wir vor kurzem auf der Mariahilfer Straße in Wien gestartet haben: „Free Listening“ oder Gratis Zuhören.
Wir standen dort mit Schildern, bereit, den Menschen einfach nur zuzuhören. Doch was als offenes Gesprächsangebot geplant war, hat eine tiefere, schmerzhafte gesellschaftliche Wunde offengelegt – besonders durch die Erfahrungen meiner drei mutigen Gäste, die mit einer Behinderung durchs Leben gehen oder rollen.
Das Problem mit dem Mitleid: Warum wir uns hinterfragen müssen
Es ist mir ehrlich gesagt peinlich, dass ich mir früher selbst so wenig Gedanken über diese Community gemacht habe. Aber besser spät als nie! Wir beleuchten in dieser Episode auch die frustrierenden systemischen Fehler unseres Staates: Ein System, das zwar Fürsorge bietet, aber Menschen knallhart bestraft und ausbremst, sobald sie Eigeninitiative zeigen und arbeiten wollen. Das macht einfach nur verdammt wütend.
„Bitte Leute, schaut’s nicht weg. Schaut es einfach nicht weg, weil es könnte euch selbst auch treffen.“ – Markus Berger
Diese Folge ist eine Einladung, die eigenen Berührungsängste zu hinterfragen. Lasst uns lernen, den Menschen zu sehen, nicht die Behinderung.
Jetzt reinhören, reflektieren und teilen!
Themen: Was bringt die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems GEAS? | Marsch für’n Arsch 2026 | Václav Němec über die Zukunft von Freiheit und Demokratie | Proteste gegen das Sparbudget der Bundesregierung | Buchvorstellung: „Inside Refugee Support Work. An Ethnography of Language, Labour and Subjectivity“ | Gastbeitrag: Boykottaufrufe zur Fußball-WM
Sendungskoordination: Stefan Resch
Was bringt die Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems GEAS?
Mit dem 12. Juni sind die neuen Regelungen der GEAS-Reform in Kraft getreten. Die Neuerungen sollen Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Mitgliedsstaaten klarer abgrenzen und enthalten auch einen neuen Verteilungsmechanismus. Im Kern bringt die Reform aber vor allem Verschärfungen wie Schnellverfahren und Anhaltung an den Grenzen. Lukas Gahleitner-Gertz von der Asylkoordination ordnet die Änderungen ein.
Beitragsgestaltung: Yann Pütz
Marsch für’n Arsch 2026
Während der Regenbogenparade hat es jahrelang Gegendemonstrationen aus christlich-fundamentalistischer Richtung gegeben. Diesen als „Gebersmärsche“ oder „Marsch für die Familie“ bezeichneten Veranstaltungen stellte sich der „Marsch für’n Arsch“ entgegen. 2026 war letzterer Marsch im zweiten Jahr in Serie erfolgreich: Wie schon 2025 wurde der Gebetsmarsch dieses Jahr abgesagt. Der „Marsch für’n Arsch“ will auch weiter den kämpferischen Charakter der Pride der Kommerzialisierung entgegen halten.
Beitragsgestaltung: Janis Steinhöfler
Václav Němec über die Zukunft von Freiheit und Demokratie
Der tschechische Philosoph Václav Němec war in Wien zu Gast, um über seine „Ketzerischen Thesen zur Zukunft von Freiheit und Demokratie“ zu diskutieren. In seinem gleichnamigen Buch spannt Němec den Bogen von den Demokratien das antiken Griechenland und ihren Wertvorstellungen von Öffentlichkeit und Privatheit bis hin zum Rechtspopulismus des 21. Jahrhunderts.
Beitragsgestaltung: David Breit
Proteste gegen das Sparbudget der Bundesregierung
Keine sechs Stunden nach der Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer zogen bereits rund 300 Menschen die Mariahilfer Straße entlang, um gegen die Einsparungsvorhaben darin zu protestieren. Sie sehen die Pläne für 2027 und 2028 als „Zwei-Jahres-Budget des sozialen Kahlschlags“. Besondere Kritik ernteten das Fehlen von Vermögens- und Erbschaftssteuer und Geldmittel für militärische Anschaffungen.
Beitragsgestaltung: Janis Steinhöfler und Stefan Resch, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler
Buchvorstellung: „Inside Refugee Support Work. An Ethnography of Language, Labour and Subjectivity“
Der Sprachwissenschafter Jonas Hassemer setzt sich in seinem neuesten Werk mit Flüchtlingsarbeit auseinander. Im Spannungsfeld zwischen professioneller und ehrenamtlicher Arbeit spielen Sprache und Sprachkenntnisse eine besondere Rolle, die über einfaches verstanden werden hinaus geht. So sehr, dass Akteur*innen dazu tendieren, sich selbst und Kolleg*innen darüber (mit) zu definieren.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Gastbeitrag: Boykottaufrufe zur Fußball-WM
Radio Z in Nürnberg hat mit Bernd Beyer von der Initiative „Fairness United“ über die Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA gesprochen. Gerade die Vereinigten Staaten von Amerika sind während der zweiten Trump-Präsidentschaft ein problematischer Gastgeber.
Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden.
Eine Ringvorlesung stärkt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Mensch-Tierbeziehung
Frau Dr. Reingard Spannring berichtet von den Herausforderungen und Erfolgen dieses besonderen nun schon seit zehn Jahren vorhandenen Bildungsangebots zum gleichnamigen internationalen Forschungsschwerpunkt.
Sozialexperte Martin Schenk spricht diesmal mit dem Sozialforscher Daniel Schönherr. Eine aktuelle Studie zeigt im Detail, wie tief Klassismus im Bildungsbereich, der Arbeitswelt, im Gesundheitssystem und bei Behörden verankert ist – mit gravierenden Folgen für Betroffene und Gesellschaft. Diskriminierung aufgrund sozial-ökonomischer Herkunft schränkt Menschen in ihrem Zugang zu guter Arbeit und hochwertiger Gesundheitsversorgung ein. Treten solche Erfahrungen systematisch auf, fühlen sich Betroffene dadurch wie Menschen zweiter Klasse.
Martin Schenk, Sozialexperte der Diakonie, spricht in seiner monatlichen Sendung mit Martin Rümmele, Gesundheitsjournalist und Autor, anlässlich seines neuen Buches „Krank gespart“ über die Funktion und Finanzierung des Gesundheitsystems, mögliche Verbesserungen, Lücken und Fehlentwicklungen.
In dieser Ausgabe spricht Martin Schenk mit Meinrad Ziegler über sein Buch „Josef Finster. Eine Recherche“ (2026). Josef Finster (1900-1941) wurdein Linz geboren. Die Familie kam aus dem Salzkammergut. Seine Geschichte steht für die bis heute wenig beachteten Frauen und Männer, die als Tagelöhner in prekären Verhältnissen lebten. Das NS-Regime deportierte ihn, der in der Vergangenheit mindere Haftstrafen abgebüßt hatte, als „Berufsverbrecher“ in ein Konzentrationslager. Von dort kehrten nur wenige lebend zurück. Ihre Familien sowie die Nachkriegsgesellschaften vergaßen diese Opfer des Nationalsozialismus aus Scham und Eigennutz. Dieses Buch schildert, was seine Großnichte über ihn in Erfahrung bringen konnte.
Die international tätige Gesundheitsökonomin Ingrid Zechmeister-Koss beschäftigt sich mit Projekten mit gesundheitsökonomischen und/oder psychiatrischem Schwerpunkt. Sie ist diesmal bei Sozialexperte Martin Schenk im Gespräch zu Gast.
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