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„Wissen macht Leute“ dreht sich heute nur zum Teil um Berghexen, Mauerfüchse und Landkärtchen, also Schmetterlingsarten in Österreich. Zu Gast ist Johannes Rüdisser von der Uni Innsbruck, der das Projekt Viel-Falter Monitoring vorstellt. Aber auch wenn die bunten Schmetterlinge verständlicherweise die Stars der Citizen Scientists sind und so bildhafte Namen wie „Faulbaum-Bläuling“, „Schachbrett“ oder eben Berghexe tragen, sind die Falter für den Landschaftsökologen und Biodiversitätsforscher nur Mittel zum Zweck. Zu welchem? Das hört ihr (Achtung, cliffhanger!) im Interview.
Über Indikatorarten, Probleme des Naturschutzes und wie man Vielfalt misst, darum dreht sich die fünfundvierzigste (!) Ausgabe unseres Citizen Science Podcasts. Auf der Österreichischen Citizen Science Konferenz haben wir unter anderem darüber gesprochen, wie man Schmetterlinge am besten schützt und ihr erfahrt natürlich, wie man sich an der Schmetterlingsforschung beteiligen kann!
Österreich forscht-Tipp des Monats: Petra Siegele vom OEAD stellt den diesjährigen Citizen Science Award vor, an dem heuer einige Österreich forscht Projekte beteiligt sind. So etwa das Projekt Biodiversität am Friedhof, das wir mit „Wissen macht Leute“ letztes Jahr auf dem Friedhof besucht haben.
Die Themen „beauty bias“/charismatische Arten und Zeigerarten bzw. Indikatoren haben wir bei “Wissen macht Leute” schon häufiger aufgegriffen und sie werden uns bestimmt noch eine Weile begleiten. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald eine Sonderfolge dazu? Bis dahin verweisen wir gerne auf vergangene Sendungen, die den „Indikator-Komplex“ aus verschiedenen Disziplinen gestriffen haben. Hier kann man mehr dazu aus phänologischer Perspektive erfahren. Und tierischer wird’s in unserer Sendung zu StadtWildTieren!
Aktuelle Projekte, bei denen Sie mitforschen können, finden Sie auf der Website von Österreich forscht: www.citizen-science.at. Österreich forscht ist die österreichische Citizen Science Plattform, die von der BOKU University koordiniert wird.
Wenn Sie Allgemeines zu Citizen Science erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unsere erste Sendung. Wir freuen uns auch über Fragen, Anregungen oder Feedback an [email protected].
Ein halbes Jahrhundert lang stand Christa Ludwig als eine der gefragtesten Sängerinnen auf den Bühnen und Podien dieser Welt. Die Liste der Musiker und Musikerinnen, mit denen sie zusammenarbeitete, liest sich wie das Who is Who dieser Epoche, kaum ein prominenter Name fehlt.
Am 24. April 2021 verstarb sie im Alter von 93 Jahren. Drei Jahre zuvor entstand anlässlich ihres 90. Geburtstages ein Radiogespräch, das aufgrund technischer Mängel damals nicht gesendet werden konnte. Mittlerweile gibt es dank Auphonic Tools, mit deren Hilfe das Material in einen sendefähigen Zustand gebracht werden konnte.
Christa Ludwig spricht über Höhen und Tiefen ihrer langen, außerordentlich erfolgreichen Laufbahn, schildert unter anderem, wie schwer ihr Lampenfieber zu schaffen machte, welches Verhältnis sie mit Luigi Nono verband und weshalb sie zuletzt kaum mehr in Konzerte oder Opern ging.
Diese Sendung wurde mit Hilfe von Auphonic produziert.
Playlist (Serviervorschlag):
Gioacchino Rossini: Der Barbier von Sevilla – Frag ich mein beklomm’nes Herz
Markus Jägers dritter Roman erzählt die Geschichte einer unwahrscheinlichen schwulen Liebe. Benjamin, Innsbrucker, Mitte dreißig, lebt seit einigen Jahren in Wien. Dort arbeitet er als Sanitäter. Obwohl seine Eltern sich scheiden ließen, hat er eine Kindheit und Jugend erlebt, die ihm ein unerschütterliches Grundvertrauen ermöglicht haben. Im Theater lernt er eines Tages Konstantin, den Direktor des Hauses, kennen. Konstantin ist Ende vierzig und stammt aus einer Familie, in der Verdrängung dafür gesorgt hat, dass er einzig in seiner Arbeit Lebensinhalt empfindet. Als er dem lebensfrohen Tiroler begegnet, beginnt Konstantin zu erkennen, dass es nie zu spät ist, wieder Vertrauen zu fassen. Er lernt durch Benjamin, sich fallen zu lassen – in die Liebe und das Leben. Im Laufe einiger Monate kreuzen sich ihre Alltagswege und Sehnsüchte immer öfter, und beide Männer stellen fest: Auch unterschiedliche Wurzeln im Leben hindern die Liebe nicht daran, sich ihren Weg zu bahnen.
Markus Jäger: Sein Kuss im Regen
Was bedeutet Gleichberechtigung heute – und wie sieht die Zukunft für Mädchen und junge Frauen aus? Die Schüler:innen der 3FSA und 3FSB der Islamischen Fachschule Wien wollten genau das wissen – und vor allem: ihre eigenen Stimmen hörbar machen.
Im Rahmen des Fachs „Projektmanagement“ haben sie sich mit Themen wie Bildungschancen, Rollenbildern, Zukunftsvorstellungen und Frauenrechten beschäftigt. Aus intensiven Diskussionen im Klassenzimmer wurde ein Radiobeitrag, der nach draußen geht – dorthin, wo Meinungen aufeinandertreffen.
Für die Sendung waren sie mit Petra Unger auf einem Stadtspaziergang zur Mädchen- und Bildungsgeschichte unterwegs und haben die Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dommuseum Wien besucht. Außerdem haben sie Passant:innen befragt, eigene Jingles produziert und kreative Frauenporträts gestaltet. Dabei holen sie beeindruckende Frauen aus der Geschichte ins Hier und Jetzt – darunter Johanna Dohnal, Mariette Blau, Gertrud Herzog-Hauser, Anna Boschek, Maria Tusch, Emilia Flöge, Rosa Jochmann, Brigitte Bierlein, Theresia Schlesinger und Caroline von Perin-Gradenstein.
Eine vielstimmige Sendung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Frauenrechten – und darüber, warum es wichtig ist, die eigene Stimme zu erheben.
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der OeAD-Initiative „Kultur:Bildung“ umgesetzt.
Rund 500–700 Personen protestierten am 18. April 2026 im Jazzpark in Wien-Essling gegen den Bau der Lobau-Autobahn und gegen einen im kommenden Jahr drohenden Baustart für den ersten Abschnitt.
2 Dateien zur Auswahl:
Sendungsmitschnitt: „Lobau bleibt!“ und „St. Marx für alle“ zu Gast bei Radio Widerhall
Letzte Woche wurden in Wien 2 Großprojekte gestartet:
Heute sprechen wir mit 2 Aktivist:innen der Initiativen über den aktuellen Stand:
* Die Veranstaltungshalle in St. Marx wird nicht für uns Wiener:innen gebaut.
Was können wir in dieser Stadt eigentlich mitentscheiden?
Infos unter: lobaubleibt.at
Themen: Proteste gegen die droehende Abschiebung von Victoria und Joseph | GraL – Rassismussensible Lehrer*innenbildung | NGOs warnen vor Kürzungen bei internationalem Engagement | Neuer AHS-Lehrplan | Gastbeitrag: Wie geht es nach den Wahlen in Ungarn weiter?
Sendungskoordination: Stefan Resch
Proteste gegen die droehende Abschiebung von Victoria und Joseph
Die Geschwister Victoria und Joseph sind in Tirol aufgewachsen, in die Schule gegangen und haben ihre Ausbildungen absolviert. Trotzdem droht den beiden die Abschiebung nach Nigeria, in ein Land, zu dem sie keinen Bezug mehr haben und niemanden mehr kennen. Dagegen demonstrierten in Wien rund 500 Menschen vor dem Innenministerium. Alle Reden auf der Kundgebung können unter https://cba.media/768173 nachgehört werden.
Beitragsgestaltung: Franziska Knörr, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler.
GraL – Rassismussensible Lehrer*innenbildung
Rassismus ist ein strukturelles Problem, das sich auch in der Schule niederschlägt. Lehrer*innen sollen im Zuge ihrer Ausbildung das Rüstzeug bekommen, damit umzugehen. Wie das gelingen kann erforscht die die Forschungsgruppe GraL – Kurz für Gelingensbedingungen rassismussensibler Lehrer:innenbildung. Die Gruppe von der Universität Bielefeld in Deutschland hat ihre Arbeit auch in Wien vorgestellt.
Beitragsgestaltung: Michael Haderer, mit Aufnahmen der FAKtory via ViennaRec
NGOs warnen vor Kürzungen bei internationalem Engagement
Österreich plant im Zuge des Doppelbudgets 2027/28 Kürzungen bei internationalen Entwicklungsgeldern und humanitärer Hilfe. Dagegen protestiert der Dachverband „Globale Verantwortung“ mit 39 heimischen NGOs. Sie warnen: Wer heute bei Krisenprävention und Entwicklungszusammenarbeit spart, bekommt die Folgekosten morgen in vielfacher Höhe zurück.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
Neuer AHS-Lehrplan
Ab dem Schuljahr 2027/28 soll in den Gymnasien ein neuer Lehrplan gelten. Neu dazu kommen sollen laut Bildungsminister Wiederkehr „21st century skills“ etwa ein stärkerer Fokus auf KI in der Informatik. Medien und Demokratie soll als gänzlich neues Fach eingeführt werden, dafür allerdings lebende Fremdsprachen und Latein reduziert werden.
Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz, Lena Beck, Janis Steinhöfler
Gastbeitrag: Wie geht es nach den Wahlen in Ungarn weiter?
Am 12. April hat Ungarn nach 16 Jahren Viktor Orbán und seine Partei Fidesz abgewählt, Péter Magyar und die Partei Tisza werden die neue Regierung des Landes bilden. Bei aller Freude über das Wahlergebnis unter den Gegner*innen Orbáns sind noch viele Fragen offen. Unsere Kolleg*innen von Radio Corax in Halle über die Erwatungen an die neue Regierung mit Gina Böni gesprochen. Sie lebt als freie Journalistin in Budapest. Das gesamte Interview kann unter https://www.freie-radios.net/141928 nachgehört werden.
Tierrechtsaktivisten diskutieren die Folgen des Regimewechsels.
Die FPÖ in Österreich hat Orbans Ungarn üblicherweise als Vorbild dargestellt. Und Orban war dafür bekannt, die Zivilgesellschaft, die freien Medien möglichst einzuschränken und die Korruption geriet in Ungarn immer mehr außer Rand und Band. Außerdem war Orban sehr verbunden mit sowohl Putin als auch Trump, die ja beide offenbar geregelte demokratische Abläufe gering schätzen.
Auf internationalen Tierschutzkonferenzen zeigt sich deutlich, dass es im europäischen Vergleich keine strukturierten Tierschutzinitiativen in Ungarn gibt. Der neue Ungarische Premierminister Péter Magyar mit seiner Tisza-Partei hat sich zumindest klar pro-Europäisch positioniert – auch wenn selbst seine Standpunkte im konservativen Spektrum liegen. Kann er dazu beitragen, nicht nur in Ungarn sondern sogar noch weiter in Europa demokratische Strukturen zu stärken?
I feel a deep joy in archiving those who archive the archive—
This special Ženergija episode is dedicated to my residency project VBKÖ: When Archives Speak.
A collage of voices, sounds, and moments—this show brings together fragments recorded during the opening of the renovated VBKÖ space on March 14, and the exhibition Polyphonic Archive, Entangled Voices, which you can visit until May 2, 2026.
In this episode, you heard voices of visitors, artists, and collaborators—sharing thoughts, impressions, and pieces of the archive—voices that together create a living, breathing memory of that day.
With deep gratitude, I would like to thank everyone who contributed—if I may have misspelled a name, please forgive me:
Within this collage, you also heard fragments of installations by Tahereh Nourani (Archive of Futures), as well as fragments from works by Vinko Nino Jaeger, including Unter deinem Schatten and Hollenstein und Kameradinnen, engaging with the question: where are the queer people in the VBKÖ archive?
A special thank you to the artists and collaborators who shared their work, thoughts, and presence in this residency:
Thank you to Tahereh Nourani for the beautiful jingle, to Andrej Ostroški for the design, and to the incredible team who made this show possible—Marija Jociūtė and my dear collaborator MJ from Allystreet Studios. Don’t miss their show O-Sounds 94.0 on Radio Orange.
More info: https://cba.fro.at/podcast/zenergija
#WhenArchivesSpeak #VBKOE #Ženergija #SoundArt #FeministArchives
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