Palliativ.Detektiv | Geht der Palliativversorgung auf die Spur

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Palliativ.Detektiv | Geht der Palliativversorgung auf die Spur episodes

  • #011 FSJ im Kinder- und Jugendhospiz – Interview mit Kerstin Wülfing über das multiprofessionelle Team im Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal

    In dieser Podcastfolge spreche ich ein weiteres Mal mit Kerstin Wülfing aus dem Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal. Diesmal befassen wir uns mit dem multiprofessionellen Team der Möglichkeit ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) vor Ort zu absolvieren.


    Um im Kinder- und Jugendhospiz Burgholz arbeiten zu können ist die richtige Grundeinstellung wichtig. Jede*r sollte sich schon einmal mit dem Thema Sterben und Tod auseinandergesetzt haben und nicht nur eine Einstellung zum Tod, sondern vor allem zum Leben haben.


    Das multiprofessionelle Team besteht aus mehreren Fachbereichen, die sich optimal ergänzen. Die größte Gruppe ist das Pflegeteam, dieses arbeitet direkt an und mit den Kindern. Sie sorgen dafür, dass die Pflege und auch Behandlungspflege stattfinden und bestehen aus Kinder- und Gesundheitskrankenpfleger*innen, examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger*innen und Heilerziehungspfleger*innen. Durch die Mischung der drei Berufsgruppen mit unterschiedlichem Fokus können sie sich gegenseitig ergänzen und in ihrer Arbeit voneinander profitieren.


    Des Weiteren gibt es Ehrenamtliche, Hauswirtschaftskräfte, das Familienteam und eine Seelsorgerin. Das Familienteam besteht aus pädagogischen Fachkräften, die vor allem die Familien sehr eng begleiten. Viele von ihnen haben zusätzlich eine Ausbildung im Bereich der Trauerbegleitung gemacht.


    Sowohl im Familien-, als auch im Pflegeteam gibt es neben den Fachkräften auch FSJler. Die Motivation das FSJ im Kinder- und Jugendhospiz Burgholz zu absolvieren sind sehr unterschiedlich. FSJler im Pflegeteam dürfen viel selbstständig machen. Sie dürfen beispielsweise in enger Zusammenarbeit mit einer Pflegekraft die Kinder mitversorgen. Im pädagogischen Team haben die FSJler viel Kontakt mit Geschwistern, planen Ausflüge und Veranstaltungen im Haus.


    Durch ein FSJ kann ein vielseitiger Eindruck der Arbeit im Kinder- und Jugendhospiz Burgholz gewonnen werden. Wenn du dich für ein FSj im Kinder- und Jugendhospiz Burgholz interessierst schau doch gerne mal auf der Website vorbei und nimm Kontakt zum Team auf.


    Ich hoffe sehr, dass dir die Folge gefallen hat. Schau gerne mal auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile deine Gedanken unter dem neuen Beitrag.


    Website Kinder- und Jugendhospiz Burgholz: www.kinderhospiz-burgholz.de

    Podcast Schluss mit lustig: www.anchor.fm/kinderhospiz-burgholz

    Musik: www.adrian-karperien.de

    16 min
  • #010 Die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) – Interview mit Dr. med. Robert Gaertner

    In dieser Podcastfolge spreche ich mit Dr. med. Robert Gaertner über die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Herr Gaertner ist Allgemeinmediziner mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und leitet seit 2013 eine SAPV im Hochtaunuskreis in Hessen.


    Wir sprechen über den Aufbau der SAPV und wer an der multidisziplinären Versorgung beteiligt ist. Neben Ärzt*innen und Palliative Care Fachkräften sind nämlich auch weitere Disziplinen wie beispielsweise die Kunst- und Musiktherapie vorhanden. Eine Versorgung durch die SAPV muss übrigens im Krankenhaus oder von einem niedergelassenen Haus- oder Facharzt verschrieben werden.


    Des Weiteren geht es um den Ablauf der Versorgung von der Verschreibung, über das Kennenlernen und die Bestandsaufnahme bis hin zur medizinischen und pflegerischen Versorgung. Eine der Schlüsselfunktionen der SAPV ist neben der Versorgung, Erklärung und Dokumentation auch die Koordinierung und Vernetzung der verschiedenen Versorger*innen.


    Außerdem berichtet Herr Gaertner von einem Projekt für Kinder, deren Eltern an Krebs erkrankt sind. Sowohl die Kinder, als auch die Eltern, sind in dieser Situation vor besondere Herausforderungen gestellt. Im Rahmen des Projektes wurde u.a. eine Schreibwerkstatt entwickelt, um die Kinder (kreativ) zu unterstützen.


    Am Ende der Folge gibt es noch ein paar schöne Denkanstöße von Herrn Gaertner, also hör dir die Folge unbedingt bis zum Ende an.


    Ich hoffe sehr, dass dir die Folge gefällt und einige Informationen für dich dabei sind. Schau gerne mal auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile mir deine Gedanken zu dieser Folge unter dem neuen Beitrag.


    Website Palliativteam Hochtaunus: www.palliativteam-hochtaunus.de

    Musik: www.adrian-karperien.de

    18 min
  • #009 Mit dem Hund ins Hospiz – Tiergestützte Therapie in der Palliativversorgung

    In dieser Podcastfolge spreche ich mit Ines Hinz über die Tiergestützte Therapie und den Einsatz von Therapiehunden in der Palliativversorgung. Ines ist Ausbilderin, Trainerin und seit 2011 Leiterin des Therapiehundezentrums PARA-dogs.


    In der Tiergestützten Therapie besteht das Team aus einem Menschen mit seinem*ihrem Therapiehund. Der Mensch hat einen therapeutischen, pflegerischen oder sozialpädagogischen Grundberuf und setzt den Hund in diesem Rahmen professionell ein. Das heißt, der Hund macht die Therapie nicht selber, sondern unterstützt den Menschen dabei die therapeutischen, pflegerischen oder sozialpädagogischen Ziele zu erreichen.


    Wir sprechen darüber, wie die tiergestützte Therapie in der Palliativversorgung konkret aussieht und worauf muss auch bei einem Einsatz geachtet werden muss. Ines berichtet von einem konkreten Beispiel aus dem Bereich der Palliativversorgung. Sie hat nämlich gemeinsam mit dem Therapiehund Emil eine Dame im Hospiz besucht und die beiden haben ihr viele schöne Hundemomente beschert.


    Des Weiteren sprechen wir auch über die 11-monatige Ausbildung. Dort gibt es neben vielen praktischen Anteilen auch einiges an theoretischem Wissen zu lernen, wie beispielsweise Genetik, Basiswissen Tiermedizin, sowie das Lernverhalten und Ausdrucksverhalten der Hunde.


    Welche Erfahrungen hast du schon mit der Tiergestützten Therapie, vielleicht sogar im Rahmen der Palliativversorgung, gemacht? Schau doch mal auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile diese mit der Community unter dem Beitrag zur heutigen Folge.


    Website Therapiehundezentrum PARA-dogs: www.para-dogs.de

    Musik: www.adrian-karperien.de

    18 min
  • #008 Was lernt man im Medizinstudium über die Palliativversorgung? – Interview mit Medizinstudentin Vanessa

    In der neuen Podcastfolge habe ich mich mit Vanessa über ihre Erfahrungen mit der Palliativversorgung im Rahmen des Medizinstudiums unterhalten. Vanessa studiert im 4. Fachsemester Humanmedizin an der Uni Essen, engagiert sich bei der Johanniter Unfallhilfe und Johanniter Jugend. Zusätzlich teilt sie Wissenswertes rund um medizinische Themen sowie Tipps zum Studium auf ihrem Instagram-Account @dr.medness.


    Die Palliativversorgung ist noch nicht so lange im Medizinstudium zu finden, wie man vielleicht vermutet: Seit 1996 ist die Palliativmedizin im Curriculum für Medizinstudent*innen verankert und erst seit 2009 ist dieses Gebiet als Pflichtlehr- und Prüfungsfach verordnet.


    Vanessa hat im Rahmen der medizinischen Psychologie und Soziologie an einem Projekttag zum Thema Palliativversorgung teilgenommen. Besonders der Fokus auf den Erhalt der höchst möglichen Lebensqualität der Palliativpatient*innen wurde dabei thematisiert. Es wurde Wert auf die Sensibilisierung für die Situation und Empfindungen der Palliativpatient*innen und Angehörigen gelegt und das Bewusstsein für eine ehrliche und an den Bedürfnissen der Palliativpatient*innen orientierte Kommunikation gestärkt.


    Ich hoffe sehr, dass dir diese Folge gefallen hat. Wie siehst du das, wie wichtig empfindest du die Verankerung der Palliativversorgung im Medizinstudium? Teil es gerne unter meinem neuen Beitrag auf Instagram @palliativ.detektiv


    Instagram Vanessa: www.instagram.com/dr.medness

    Musik: www.adrian-karperien.de

    13 min
  • #007 Der Trost-Tiger – Interview mit Petra Berghaus über Trost-Geschichten für kleine und große Kinder

    In dieser Podcastfolge reden Petra Berghaus und ich gemeinsam über den Trost-Tiger und seine Geschichte. Der Trost-Tiger ist ein kuscheliger, freundlicher Tiger, der große und kleine Menschen tröstet, wenn sie sich einsam fühlen und traurig sind. Petra erzählt, wie sie auf die Idee gekommen ist, den Trost-Tiger ins Leben zu rufen und was der Tiger so alles mitbringt.


    Vor über einem Jahr ist Petra mit dem Gedanken aufgewacht, dass es einen Trost-Tiger geben muss. Sofort hat sie sich mit Stift und Papier hingesetzt und begonnen ihn zu zeichnen. Aus dieser Zeichnung entstand auch schnell ein Plüschtier zum Anfassen und Kuscheln. Mittlerweile hat der Trost-Tiger auch Postkarten, Affirmationskarten und tolle Armbänder auf seiner Reise dabei.


    Wenn man traurig ist, verschlägt es einem oft die Sprache und irgendwie ist es auch schwierig sich einzugestehen „ich bin traurig“. Der Trost-Tiger kann Groß und Klein dabei helfen, über die Dinge zu sprechen, die einen bedrücken und die eigene Stimme wiederzufinden. Und auch wenn du mal nicht reden möchtest - man kann auch super mit ihm kuscheln.


    Schau unbedingt mal auf der Website des Trost-Tigers vorbei! Dort gibt es nicht nur den tollen Trost-Tiger als Plüschtier, die Karten und Armbänder zu kaufen, es gibt auch einen tollen Trost-Tiger-Song zum Mitsingen und Bilder zum Ausmalen.


    Ich hoffe sehr, dass dir diese Podcastfolge gefällt. Wenn du magst, schau doch gerne mal auf Instagram @palliativ.detektiv vorbei und lass mir unter dem heutigen Bild deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Trost und Trost spenden da. Vielleicht hast du einen Tipp, was dir oder einer lieben Person, die du kennst, Trost gespendet hat. Lass es mich gerne wissen, ich freue mich riesig auf deinen Kommentar!


    Website Trost-Tiger: www.trost-tiger.de

    Musik: www.adrian-karperien.de

    16 min
  • #006 Trauer ist eine Chance zu wachsen – Interview mit Trauercoach Eva über einen richtigeren Umgang mit Trauer

    In dieser Podcastfolge sprechen Eva und ich gemeinsam über das Thema Trauer und den Umgang mit Trauer. Eva studiert Wirtschaftspsychologie und arbeitet zusätzlich als Trauerbegleiterin und Trauercoach. In diesem Rahmen begleitet sie Menschen, die aufgrund eines Schicksalsschlags in Trauer sind. Sie fokussiert in ihrer Tätigkeit vor allem die Ressourcen der Menschen und coacht sie, wie sie ihren individuellen Umgang mit der eigenen Trauer finden können.


    Trauer ist eine natürliche und ganz normale Reaktion auf einen Verlust.


    Nach einem Schicksalsschlag ist es oft so, dass das ganze Leben umgekrempelt wird und man vor einem Haufen an (körperlichen) Reaktionen und vor allem auch Emotionen steht. Oft weiß man dann nicht wo und wie man anfangen soll. Eva und ich sprechen gemeinsam darüber wie sich Trauer äußern kann und  warum es wichtig ist, sich mit der eigenen Trauer auseinander zu setzen.


    Es gibt nicht den einen richtig Weg zu trauern, aber es gibt einen richtigeren Umgang damit. In unserer Gesellschaft wird viel zu oft verpönt, wenn man Schwäche zeigt und genau das ist doch einfach nur menschlich und völlig normal. Daher ist es besonders wichtig, sich mit den eigenen Emotionen in so einer Situation auseinanderzusetzen und sich und seinem Körper auch Zeit zu geben. In welchem Ausmaß man in diesen Prozess eintauchen möchte kann jeder für sich selbst entscheiden, doch es ist sehr wichtig die Trauer und die damit verbundenen Gefühle anzunehmen und nicht zu verdrängen.


    Jeder Trauerprozess ist individuell, jede Person trauert anders und dabei gibt es einfach kein Richtig oder Falsch. Welche Erfahrungen hast du schon in einem Trauerprozess von dir oder von Angehörigen gemacht? Und welche Tipps hast du vielleicht, was dir oder deinen Angehörigen in dieser Situation geholfen hat. Teile es gerne unter meinem neuen Beitrag auf Instagram @palliativ.detektiv mit der Community.


    Musik: www.adrian-karperien.de

    17 min
  • #005 Das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz – Interview mit Kerstin Wülfing

    In dieser Podcastfolge sprechen Kerstin Wülfing und ich gemeinsam über das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal. Frau Wülfing ist gelernte Kinderkrankenschwester und leitet das stationäre Kinder- und Jugendhospiz.


    Die Kinderhospizarbeit unterscheidet sich von der Erwachsenenhospizarbeit vor allem darin, dass nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch das soziale Umfeld betreut wird. Dazu gehören beispielsweise die Eltern, die Großeltern und auch die Geschwister. Die Begleitung der Familien findet nicht nur (teilweise Jahre) bevor das Kind oder der*die Jugendliche verstirbt statt, auch nachdem das Kind oder der*die Jugendliche verstorben ist stehen Trauerbegleiter*innen und Trauergruppen im Kinder- und Jugendhospiz den Familien zur Verfügung.


    Um die gesamte Familie zu unterstützen gibt es neben den 10 Einzelzimmern für die Kinder und Jugendlichen auch separate Zimmer für die Angehörigen. Diese können in der Zeit, in der das Kind oder der*die Jugendliche im Hospiz ist, ebenfalls dort wohnen. Viele Familien kommen nicht nur in der letzten Phase, sondern auch vorher (teilweise mehrmals im Jahr) zur „Entlastung“ ins Kinder- und Jugendhospiz.


    Auch der Austausch unter den Familien ist sehr bedeutsam und kann durch die Strukturen im Kinder- und Jugendhospiz gefördert werden. Im Bergischen Kinder- und Jugendhospiz Burgholz darf jede*r so sein wie er*sie ist und wird auch so akzeptiert.


    Ich hoffe, dass dir diese Podcastfolge gefällt. Schau gerne mal auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile deine Gedanken und gerne auch deine Erfahrungen zum Thema Kinder- und Jugendhospiz unter dem neuen Beitrag.


    Website Bergisches Kinder- und Jugendhospiz Burgholz: www.kinderhospiz-burgholz.de

    Instagram Bergisches Kinder- und Jugendhospiz Burgholz: www.instagram.com/kinderhospizburgholz

    Musik: www.adrian-karperien.de

    16 min
  • #004 Aromapflege: Anwendung von ätherischen Ölen in der Palliativversorgung – Interview mit Sabine Pfeiffer

    In dieser Podcastfolge geht es um die Anwendung von ätherischen Ölen in der Palliativversorgung. Sabine Pfeiffer und ich sprechen gemeinsam darüber, welche Öle es gibt, wie man sie anwenden kann und worauf beim Kauf und bei der Anwendung geachtet werden sollte. Sabine ist gelernte Krankenschwester und arbeitet seit über 4 Jahren mit ätherischen Ölen.


    Unter Aromapflege versteht sich die Anwendung von ätherischen Ölen im Bereich der Pflege. Die Öle können bei vielen pflegerischen Tätigkeiten angewandt werden wie zum Beispiel beim Waschen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind u.a. die Vernebelung in einem Diffuser, die verdünnte Anwendung auf der Haut, in Form von Kompressen oder in Form von einem Spray.


    Achtung! Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt unbedingt vorher an einer kleinen intakten Stelle gucken, inwiefern die Haut auf das Öl reagiert!


    Im Bereich der Palliativpflege ist besonders Lavendel gut geeignet, da es ein tolles Öl für die Hautpflege ist und auch beruhigende Eigenschaften hat. Für die Mundpflege kann Grapefruit angewandt werden und im Bereich der Schmerztherapie eignen sich Nadelöle besonders gut zur Unterstützung.


    Auch bei der Aromapflege sollten die Vorlieben und auch die Abneigungen der Palliativpatient*innen hinsichtlich der verschiedenen Aromen beachtet werden. Was gefällt ist gut, was nicht gefällt sollte auch nicht verwendet werden.


    Viel Spaß beim Hören dieser Podcast-Folge, ich hoffe sie gefällt dir. Welche Erfahrungen hast du denn schon mit der Anwendung von ätherischen Ölen in der Palliativversorgung gemacht? Schau gerne auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile sie unter dem neuen Beitrag.


    Musik: www.adrian-karperien.de

    18 min
  • #003 Der SterbeNotruf Deutschland: kein Mensch soll einsam sterben müssen – Interview mit Tim Komischke

    In dieser Podcastfolge geht es um den SterbeNotruf Deutschland. Tim Komischke, der Gründer des SterbeNotrufs erzählt uns im Interview wie er auf die Idee kam, an welchem Punkt das Projekt derzeit steht und wie es auf lange Sicht weitergehen soll.


    Rund 10% der sterbenden Menschen in Deutschland sterben einsam, da sie keine Verwandten oder Freunde (mehr) haben. Des Weiteren gibt es eine große Lücke im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung im Rahmen der Palliativversorgung. Durch die Einführung des @sterbenotruf soll eine psychosoziale Erstversorgung in diesen Akutsituationen geleistet werden.


    Letztes Jahr hat Tim die schlimmen Bilder aus Italien gesehen, dass sich viele Menschen aufgrund der Corona-Situation nicht mehr von ihren Angehörigen verabschieden konnten und durften. Ihm kam die Idee, dass es ein digitales Angebot geben muss, um einen Abschied gestalten zu können -  so wurde die Idee geboren.


    Der SterbeNotruf Deutschland wird technisch auf drei Ebenen ausgebaut: Zunächst erfolgt eine telefonische Beratung. Im nächsten Schritt soll die psychosoziale Erstversorgung online bzw. virtuell per Video erfolgen. Als dritten Schritt kann sich Tim vorstellen, auch die vorhandenen örtlichen Strukturen einzubinden und je nach Bedarf entsprechende Fachkräfte einzuschalten.


    Wenn du den SterbeNotruf Deutschland unterstützen möchtest schau gerne mal auf www.sterbenotruf.de vorbei. Unter „Helfen“ kannst du dich sowohl finanziell, als auch personell (z.B. als Trauerbegleiter*in) einbringen.


    Wie findest du die Idee einen SterbeNotruf zu implementieren? Schau gerne mal auf meinem Instagram-Account @palliativ.detektiv vorbei und teile deine Gedanken unter dem neuen Beitrag.


    Website SterbeNotruf Deutschland: www.sterbenotruf.de

    Musik: www.adrian-karperien.de

    18 min
  • #002 Was ist Palliativversorgung überhaupt? – Interview mit Nils Wommelsdorf

    In dieser Podcastfolge sprechen Nils Wommelsdorf und ich gemeinsam darüber, was die Palliativversorgung überhaupt ist. Nils ist Palliativfachpfleger, sowie Dozent und Fachautor für Palliativversorgung und Schmerztherapie. Gemeinsam finden wir heraus wo die Palliativversorgung stattfindet und wer daran beteiligt ist.


    Grundsätzlich gilt: das Sterben ist an sich nichts schlimmes, es gehört einfach zum Leben dazu.


    In der Palliativversorgung geht es darum ein gutes Sterben zu ermöglichen und dafür wird die Versorgung von multiprofessionellen Teams durchgeführt. Das heißt viele verschiedene Bereiche arbeiten zusammen (medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung). Das ist vor allem wichtig, da die Versorgung sehr komplex sein kann.


    Wir sprechen über die vielen Begriffe, die in der Palliativversorgung zu finden sind: Was ist eine allgemeine und was eine spezialisierte Palliativversorgung? Welche Unterschiede gibt es zwischen einem Hospiz und einer Palliativstation? Des Weiteren erzählt uns Nils wie die Strukturen in der Palliativversorgung gewachsen sind und welche Strukturen im ambulanten und welche im stationären Sektor zu finden sind.


    Welche Erfahrungen hast du denn schon mit der Palliativversorgung gemacht? Teile sie gerne unter meinem neuen Beitrag auf Instagram @palliativ.detektiv


    Website von Nils Wommelsdorf: nilswommelsdorf.de

    Musik: www.adrian-karperien.de

    16 min

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