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Wir sagen Eltern und meinen Mütter. Und wundern uns dann, dass Väter nicht kommen.
Der Rat, den ich mir sofort gemerkt habe:„Mach es wie geschiedene Paare."
Das war der Rat aus dem Gespräch mit Double Duty, als es darum ging, wie ein Paar die Elternzeit vorab bespricht. Gemeint ist: Wer verdient was, wie viel Zeit hat wer und wie viel Zeit will jeder mit dem Kind verbringen, das kommt vorher auf den Tisch.
Warum Väter bei der Elternzeit noch immer nur mitgemeint sindDiesmal sitzen mit Sophie Ernest und Valentina Flores zwei Mütter bei mir im Studio. Sie haben mit Double Duty ein Business gegründet, das Mütter beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit begleitet und Unternehmen berät, wie sie Frauen halten und in Führung bringen. Deshalb war für mich klar, dass wir bei Vaterschaft und Care-Arbeit nur gemeinsam weiterkommen. Ich war schon bei den beiden im Podcast zu Gast, die Folge verlinke ich unten.
Wir haben darüber gesprochen, was wir von unseren Vätern mitbekommen haben, warum Elternsein im Berufsleben trotzdem noch immer ein Frauenthema ist und was moderne Väter dazu beitragen können, dass sich das ändert. Außerdem habe ich von einem Vereinbarkeits-Event erzählt, bei dem ein Unternehmen mit 7.000 Mitarbeitenden sein Elternzeit-Management vorgestellt hat. Auf meine Frage, was davon für Papas gedacht ist, kam eine kurze Antwort: Keine.
Dazu gibt es einen Rat für alle, die die Elternzeit aufteilen wollen: Redet vorher offen über Geld und Zeit, bevor jemand frustriert zu Hause sitzt. Diese Folge ist für dich, wenn ihr über Elternzeit reden müsstet, aber nie den richtigen Moment dafür findet.
Kapitel(00:00) – Intro
(09:01) – Zwei Väter, die geprägt haben: einer starb früh, einer sprach nie über den Krieg
(16:45) – Elternzeit-Programm für Mütter: 7.000 Mitarbeitende und kein Angebot für Papas
(27:50) – Mitgemeint ist nicht dabei: Warum auf Babytreffs und Panels kaum Männer sitzen
(41:22) – Was habe ich als Unternehmer davon? Die Rechnung, wenn Mitarbeitende nicht zurückkommen
(48:07) – Mach es wie geschiedene Paare: Der Deal, den ihr vor der Elternzeit braucht
Sophie Ernest und Valentina Flores kommen aus Executive Search und Diplomatie und haben mit Double Duty eine Beratung gegründet. Sie begleiten Mütter beim Wiedereinstieg und helfen Unternehmen, Frauen zu halten und in Führung zu bringen. Dazu machen sie den Podcast Double Duty Dialogues. Für diese Folge sind sie relevant, weil sie täglich sehen, wo Eltern im Berufsleben ausgebremst werden.
Über Papa Mia!?Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Ich spreche mit Vätern, Müttern und Expertinnen über moderne Vaterschaft, Elternzeit und das Papasein im Familienalltag, wie es wirklich ist.
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Papa Mia
Bernhard Vosicky
Double Duty
Podcast Double Duty Dialogues
Meine Folge bei Double Duty Dialogues: Warum Vaterschaft zählt
Alle reden darüber, was Väter tun müssen. Niemand fragt, was sie davon haben. Dabei wäre das der Schlüssel.
Vielleicht hören deshalb bei mir rund 70 Prozent Frauen zu und "nur" 30 Prozent Männer? Denn Solidarität mit den Müttern ist ein schwacher Treiber, wenn ein Mann sich fragt, was er von mehr Präsenz zu Hause hat.
Sebastian Tigges' ehrlichster Moment in dieser Folge:
„Natürlich zweifle ich jeden Tag daran, dass ich ein guter Vater bin. Mindestens einmal jeden Tag.“
Was bringt Vaterschaft und warum fangen Väter so spät an?
Sebastian Tigges ist mitverantwortlich dafür, dass es Papa Mia!? gibt. Wer sich online in der Papa-Bubble bewegt, kommt an ihm als „Walking Dad“ nicht vorbei. Trotzdem folgen ihm vor allem Frauen, und genau das ist der Ausgangspunkt für unser Gespräch.
Wir fragen uns, warum Männer erst dann in Bewegung kommen, wenn sie müssen. Sebastian erklärt, weshalb Mütter durch die Schwangerschaft automatisch früher im Thema sind und weshalb Väter diese Lücke dennoch schließen können. Außerdem sprechen wir über Elterngeld, Karenz und darüber, was Unternehmen tun müssten, damit ein Kind für Mütter und Väter keinen Karriereknick bedeutet.
Diese Folge ist für dich, wenn du Vater wirst oder schon bist und ehrlich wissen willst, was dir mehr Präsenz zu Hause bringt.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über moderne Vaterschaft, Väterkarenz und Care-Arbeit.
Kapitel
(00:00) – Intro
(02:27) – Leidensdruck oder Begeisterung: Was bringt Väter wirklich in Bewegung?
(14:37) – Warum wir Väter oft erst im Kreißsaal merken, dass wir Väter sind
(22:46) – Würdest du einen männlichen Babysitter engagieren? Sebastians ehrliche Antwort
(28:51) – Väter zwingen? Warum Karenz sich für alle lohnen müsste
(39:07) – Zurück in die Zukunft: Was Sebastian seinem kinderlosen Ich raten würde
Das nimmst du mit
Über Sebastian Tigges
Sebastian Tigges ist durch sein Instagram-Format „The Walking Dad“ bekannt geworden und gilt als eine der prägenden Stimmen für moderne Vaterschaft im deutschsprachigen Raum. Er ist Autor von „Becoming Dad“ (Piper, 2026), schreibt die Stern-Kolumne „Daddy Issues“ und spricht im Podcast „tigges trifft“ mit prominenten Gästen. Früher war er Anwalt für Insolvenzrecht, heute lebt er mit seinen zwei Kindern in Berlin.
Über Papa Mia!?
„Papa Mia!?“ ist der Podcast von Papas für Papas. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern, Müttern und Expertinnen über moderne Vaterschaft, Familie und Care-Arbeit, damit gleichberechtigte Elternschaft für mehr Männer zur echten Option wird.
Links
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Bernhard Vosicky
Sebastian Tigges auf Instagram
Sebastian Tigges Website
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Carina Rieder ist ausgebildete Kindergartenpädagogin. Ihr eigenes Kind würde sie trotzdem nie in einen klassischen Kindergarten geben.
Der Satz, der bei mir noch nachhallt:
„Ihr müsst nicht herausfinden, woran es liegt. Wenn ihr ein schlechtes Bauchgefühl habt, dürft ihr euch eingestehen, dass es vielleicht eine andere Lösung gibt."
Carina war selbst im Kindergarten tätig, deshalb kennt sie die Zahlen aus der eigenen Praxis: acht Kinder in einer Gruppe in Salzburg, fünfzehn in Wien, ab drei Jahren sogar fünfundzwanzig.
Wir reden in dieser Folge darüber, was das mit den Kindern macht, aber auch mit den Pädagoginnen, die täglich zwischen Wickeltisch, Jause und Dokumentation aufgerieben werden. Nämlich genau deshalb hat sie den klassischen Kindergarten verlassen.
Heute vermittelt sie über Smiling Hearts Childcare ausgebildete Pädagoginnen direkt an Familien, mit einem Betreuungsschlüssel von eins zu vier statt eins zu fünfzehn.
Ich wollte wissen, was das kostet, ob das nicht eine Zwei-Klassen-Betreuung schafft und warum sich ihr Angebot fast ausschließlich an Unternehmerinnen richtet.
Außerdem sprechen wir darüber, warum kaum Männer in der Elementarpädagogik arbeiten, obwohl sich bei ihr hunderte Pädagoginnen bewerben und trotzdem so gut wie keine Männer darunter sind.
Diese Folge ist für dich, wenn du dich beim Abholen aus dem Kindergarten manchmal fragst, ob es deinem Kind dort wirklich gut geht.
Kapitel
(00:00) – Intro
(04:44) – Warum eine gelernte Pädagogin den Kindergarten für immer verlässt
(13:08) – Acht Kinder, eine Wickelstation: Der Alltag hinter dem Betreuungsschlüssel
(18:24) – Eins zu Vier: Wie ihr eigenes Modell im Wohnzimmer der Familie funktioniert
(26:41) – Warum fast keine Männer im Kindergarten arbeiten
(36:59) – Vier Monate Geschrei: Wann Eltern auf ihr Bauchgefühl hören sollten
Das nimmst du mit
Über Carina Rieder
Carina Rieder ist ausgebildete Kindergarten- und Elementarpädagogin und Gründerin von Smiling Hearts Childcare. Nach Jahren in klassischen Kindergärten vermittelt sie heute Pädagoginnen direkt an Familien, mit einem Betreuungsschlüssel von eins zu vier statt eins zu fünfzehn. Für diese Folge ist sie relevant, weil sie beide Seiten kennt: den Alltag in der Gruppe genauso wie das unternehmerische Gegenmodell dazu.
Mehr von Carina: smiling-hearts-childcare.at
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Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Bernhard Vosicky spricht über moderne Vaterschaft, Familie und die Suche nach der eigenen Rolle als Papa. Ehrlich, persönlich und ohne erhobenen Zeigefinger.
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Ein Väter-Netzwerk klingt nach einem Ort, wo Männer unter sich bleiben. In der Praxis war das Gegenteil der Fall, denn Christoph Reiser hat bei Boehringer Ingelheim fünfeinhalb Jahre lang genau so ein Netzwerk geleitet, und der größte Teil der Mitglieder waren Mütter.
Der Satz, der die ganze Folge erklärt:
„Also große Teile des Väter-Netzwerks waren Mütter."
Deshalb geht es in dieser Folge weniger um Christoph selbst als um die Frage, wie ein Väter-Netzwerk eigentlich funktioniert. Wir reden darüber, warum ausgerechnet die schärfsten Kritikerinnen am Ende selbst Teil des Netzwerks wurden, welche drei Säulen Christoph aufgebaut hat und warum eine Frau in Karenz für uns selbstverständlich ist, während ein Mann dafür oft noch als arbeitsunwillig gilt.
Am Ende steht eine einfache Erkenntnis: ein Väter-Netzwerk ist ein Werkzeug für die ganze Familie, weil es auch Müttern hilft. Diese Folge ist für dich, wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das groß genug für sowas wäre, aber noch keins hat.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über Väterkarenz, Care-Arbeit und moderne Vaterschaft in Unternehmen.
Kapitel
Das nimmst du mit
Christoph Reiser
Christoph ist 42, Vater von zwei Töchtern und hat 2020 bei Boehringer Ingelheim ein unternehmensinternes Väternetzwerk gegründet und fünfeinhalb Jahre lang geleitet. Seit April 2026 arbeitet er hauptberuflich als Spieleautor und Väterinfluencer, unter anderem mit dem Kindermemo MEMOETT und Lucky Kitty. Mehr von ihm unter christophreiser.com.
Papa Mia!?
Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern über Vaterschaft, Familie und alles, was dazwischen liegt.
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Dein Kind isst seit drei Wochen nur Nudeln mit Butter. Du kochst heimlich schon ein zweites Gericht, weil du Angst hast, es fehlt sonst etwas. Ernährungspsychologin Ronia Schiftan sagt: Genau das ist gesundes Essverhalten.
Der Satz, der mich seit diesem Gespräch nicht mehr loslässt:
"Nährstoffmangel bei Kindern ist extremst selten."
Ronia Schiftan ist Ernährungspsychologin, Mutter und hat gerade das Buch „Wie Kinder essen" veröffentlicht. Wir reden über den Moment, den wahrscheinlich jede Familie kennt: Das Kind will wieder nur Nudeln, keine Sauce, kein Gemüse, und du fragst dich, ob du gerade etwas falsch machst, oder dein Kind "anders" ist. Ronias Antwort ist die einfachste und gleichzeitig unbequemste, die ich in diesem Podcast bekommen habe: Nein, machst du nicht.
Denn Kinder sind laut Ronia Komponenten-Esser und essen in Phasen, das ist normale Entwicklung, keine Störung. Trotzdem macht uns das nervös, weil wir selbst mit dem Satz groß geworden sind, der Teller muss leer sein. Deshalb kochen viele Eltern heimlich ein zweites Gericht, obwohl das Kind eigentlich genau weiß, was es braucht. Und genau da liegt der Punkt: nicht das Kind hat ein Problem, sondern unsere Angst davor.
Besonders relevant für mich als Papa: Ronia beobachtet in ihrer Praxis, dass gerade Väter oft die strengeren, rigideren Vorstellungen mitbringen, was am Tisch richtig und falsch ist. Sie gibt fünf konkrete Fragen mit, an denen du ehrlich checken kannst, ob wirklich Grund zur Sorge besteht, oder ob du dir nur selbst Druck machst. Für dich, wenn dein Kind gerade in einer Nur-Nudeln-Phase steckt und du nicht mehr weißt, ob das noch normal ist.
Kapitel
(00:00) – Intro
(12:50) – Der Safe-Food-Trick: Nudeln im Kühlschrank sind kein Scheitern
(14:09) – Die leere Batterie: Warum erschöpfte Kinder nichts Neues probieren
(26:25) – Warum Kinder wochenlang nur Nudeln essen (und das okay ist)
(29:57) – Die fünf Fragen, die dir sagen, ob wirklich Grund zur Sorge besteht
(32:11) – Warum "iss den Salat" das Gegenteil bewirkt
Das nimmst du mit
Über Ronia Schiftan
Ronia Schiftan ist Psychologin MSc, Fachpsychologin für Gesundheitspsychologie FSP und spezialisiert auf Ernährungs- und Medienpsychologie. Sie berät in ihrer Praxis in Bern Familien rund ums Essverhalten von Kindern und hat mit „Wie Kinder essen" gerade ihr erstes Buch veröffentlicht. Selbst Mutter eines sechsjährigen Kindes, bringt sie neben der Fachexpertise auch die eigene Tischrealität mit ins Gespräch.
Links
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Papa Mia!? ist der Podcast über moderne Vaterschaft, ehrlich erzählt. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern und mit Menschen, die Familien professionell begleiten, über das, worüber Männer sonst schweigen: Überforderung, Zweifel, Stolz und die Frage, was für ein Papa man eigentlich sein will.
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Wenn er drei Wochen weg war und seine Kinder am Telefon geweint haben, hat ihn das jedes Mal umgehauen. Also hat er irgendwann nicht mehr angerufen.
Der Satz, der mich seit diesem Gespräch nicht mehr loslässt:"Das tut richtig weh. Irgendwann hab ich mich distanziert, um dem Schmerz auszuweichen. Hab teilweise gar nicht mehr angerufen. Dass das der falsche Weg ist, hab ich erst im Nachhinein gemerkt."
Manuel Feller ist Papa von Lio und Leila und mit Selina verheiratet. Beruflich fährt er Skirennen, und zwar sehr erfolgreich. Genau das ist sein Problem als Vater. Im Winter ist er drei Tage weg, zwei Tage daheim, dann wieder weg, im Herbst drei Wochen am Stück in Südamerika. Wenn er von dort telefoniert hat, haben seine Kinder geweint. Weil ihn das jedes Mal getroffen hat, hat er sich distanziert und teilweise gar nicht mehr angerufen. Heute weiß er, dass genau das der Fehler war, weil du so den Bezug zu deinen Kindern und zu deiner Frau verlierst. Gemerkt hat er es erst, als er sich professionelle Hilfe geholt hat.
Er selbst ist mit zehn ins Internat gegangen, sechs Tage die Woche, neun Jahre lang. Im ersten Jahr hat er jedes Mal geweint, wenn er mit seinen Eltern telefoniert hat. Sein Vater war der Mann für Ski, Fischen und Verträge. Auf die Frage nach dem Papa, mit dem man kuschelt, sagt Manuel nur: Wenn du mit zehn weg bist, gibt es das nicht. Deshalb sitzt ihm die Frage quer, was er heute bei seinen eigenen Kindern anders macht. Seine Antwort darauf ist der unbequemste Moment der Folge, und er lässt sie stehen, ohne sie schönzureden.
Wir reden über seine Tochter, die ihn monatelang nicht getröstet haben wollte. Über seine Frau, die daheim denselben Job macht und trotzdem keine Auszeit findet. Und über zwei Welten, weil daheim der Halligalli-Papa steht und im Auto der Skifahrer sitzt. Diese Folge ist für dich, wenn dein Job dich regelmäßig von deiner Familie wegholt und du dir schon mal gedacht hast, dass Wegschauen leichter ist als Vermissen.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über Abwesenheit, Bindung und Väter, die viel arbeiten.
KapitelManuel Feller ist Vater von Lio und Leila und seit Mai 2025 mit Selina verheiratet. Als Skirennläufer gewann er 2026 den Slalom in Kitzbühel, dazu Olympia-Silber in der Teamkombination von Milano Cortina und 2024 die Slalom-Weltcupwertung. Über das Vatersein spricht er hier zum ersten Mal so ausführlich.
LinksPapa Mia!? ist der Podcast über moderne Vaterschaft, ehrlich erzählt. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern über das, worüber Männer sonst schweigen: Überforderung, Zweifel, Stolz und die Frage, was für ein Papa man eigentlich sein will.
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Dein Kind fragt dich im Restaurant, wo ihr sitzen wollt. Du fragst zurück. Mein heutiger Gast - Unternehmer Thomas Kenyeri - würde das nie tun. Und er erklärt auch, warum das keine Frage der Strenge ist, sondern der Fürsorge.
Das ist bei mir von diesem Gespräch besonders hängengeblienben:
„Wenn die Familie nicht funktioniert, funktioniert auch der Mitarbeiter nicht. Das gilt für CEO, für Mitarbeiter, für alle."
Worum es in dieser Folge geht
Thomas Kenyeri ist Co-Gründer von KESCH und Papa von zwei Teenagern. Er denkt Familie nicht als Gegenpol zum Beruf, sondern als erstes Rudel, dem wir jeden Morgen begegnen. Und in einem Rudel führt jeder, nämlich auch die Kinder. Nicht weil er das romantisch findet, sondern weil er überzeugt ist, dass Kinder Orientierung brauchen, keinen Mitbestimmungsausschuss.
Wir reden darüber, wie er seinen Teenagern Eigenverantwortung beibringt, ohne sie zu kontrollieren. Wie er mit seiner Frau die frühe Babyzeit überlebt hat, als er gleichzeitig ein Unternehmen aufgebaut hat. Und warum er einer Mitarbeiterin bei der Scheidung geholfen hat, weil er das für seine Aufgabe als Chef hält. Das klingt nach Konzept, ist bei Thomas aber einfach gelebter Alltag.
Diese Folge ist für dich, wenn du merkst, dass du deinen Kindern ständig Entscheidungen überlässt, die eigentlich deine wären.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über moderne Vaterschaft, Familienkultur und Führung.
Kapitel
Was du aus dieser Folge mitnimmst
Über Thomas Kenyeri
Thomas Kenyeri ist Co-Gründer und Chief Visionary Officer von KESCH, einer der führenden Eventagenturen Österreichs. KESCH wurde zum besten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet. Thomas ist Papa von zwei Teenagern, schreibt an einem Buch über Rudelverhalten und Führung, das im Herbst 2026 erscheint, und zeigt auf LinkedIn und Instagram regelmäßig, dass Familie und Business nicht getrennt gelebt werden müssen.
🌐 kenyeri.com
💼 LinkedIn: Thomas Kenyeri
🌐 kesch.com
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Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern, Expertinnen und Experten über moderne Vaterschaft, Care-Arbeit und das, was es wirklich bedeutet, heute Papa zu sein. Ehrlich, nah und ohne Schönfärberei.
🎙️ papamia.at
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Dein Kind kommt auf die Welt – und du fühlst dich wie ein Kind, dem man ein Kind in die Hand gelegt hat.
Otto Jaus ist alles: Schauspieler, Kabarettist, Musiker, Autor. Aber als seine Tochter 2020 geboren wurde, war er vor allem eines: heillos überfordert. In dieser Folge reden wir darüber, was wirklich passiert, wenn man Papa wird. Über das Gefühl, erstmal nur der Erzeuger zu sein. Über Liebe, die man mit Leistung verwechselt hat. Und darüber, warum Therapie das Beste sein kann, was du deinen Kindern schenkst.
Der Satz, der mich noch Tage danach beschäftigt hat:
"Mein Kind ist mein Spiegel – und ich muss ihn putzen. Je besser ich mich kenne, desto besser kann ich mit meinen Kindern umgehen."
Ich kenne dieses Muster aus meinem eigenen Leben: Der schönste Tag war für mich der, an dem ich die Matura geschafft hatte und meine Eltern festlich den Tisch gedeckt haben. Wunderschön, aber gleichzeitig die Belohnung dafür, dass ich etwas geleistet habe. Otto nennt das Liebe mit Leistung verwechseln. Denn wer als Kind nur dann gefeiert wird, wenn er erfolgreich ist, lernt, dass Liebe an Bedingungen hängt.
Deshalb reden wir nicht nur über die schönen Seiten. Wir reden über Überforderung, über das Streiten als Paar, über Paartherapie, und darüber, warum man als Mann nicht alles alleine lösen muss.
Otto sagt einen Satz, der hängen bleibt: Wenn ihm der Fuß wehtut, geht er zum Arzt. Wenn ihm die Seele wehtut, eben auch.
Diese Folge ist für dich, wenn du dich manchmal fragst, ob du als Vater eigentlich weißt, was du tust und ahnst, dass die Antwort darauf bei dir selbst anfängt.
Kapitel
Was du aus dieser Folge mitnimmst
Über Otto Jaus
Otto Jaus ist Schauspieler, Kabarettist, Musikkabarettist und Autor. Aufgewachsen in Großebersdorf, war er als Kind bei den Wiener Sängerknaben. Heute lebt er mit seiner Frau Eva und den beiden gemeinsamen Kindern (Tochter, fast sechs; Sohn, zwei) in Perchtoldsdorf. In dieser Folge lässt er die Bühne bewusst draußen und redet als Vater offen über Überforderung, Therapie und das Aufarbeiten der eigenen Prägung.
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Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas – und für alle, die Papas mögen. Bernhard Vosicky spricht mit seinen Gästen über moderne Vaterschaft, Familie und das echte Leben mit Kindern. Ehrlich, persönlich und ohne erhobenen Zeigefinger.
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Familie ist ein Hemmschuh. Steht nicht im Leitbild, aber es klingt durch – in Kommentaren, in Büros, in Werbekatalogen zwischen Grillzange und Whiskeyflasche. Und solange wir das so framen, braucht es uns nicht wundern, dass kaum einer freiwillig dort sein will.
Das Zitat aus dieser Folge, das ich nicht mehr loswerde:
„Meine Anliegen sind nicht feministisch, meine Anliegen sind tief egoistisch. Ich will, dass es mir besser geht und wenn das anderen hilft, ist es schön. Aber das ist nicht das Ziel."
Worum es in dieser Folge geht
Vatertag in Österreich. Dominik Gocumyan ist wieder da und wir reden, wie wir es immer tun: offen, direkt und ohne Scheuklappen. Diesmal geht es um die Frage, die mich eigentlich schon seit Jahren umtreibt, nämlich warum wir Väterkarenz immer als Problem behandeln, das gelöst werden muss – statt als etwas, das man wollen könnte.
Denn das Paradoxe ist folgendes: Es gibt genug Männer, die länger in Karenz gehen wollen. Die es aber trotzdem nicht tun. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis davon, wie wir Familie als Gesellschaft beschreiben. Als Belastung. Als Karrierebremse. Als etwas, das einem passiert. Deshalb kämpfen wir seit Jahren um Prozentzahlen, statt an dem echten Problem zu arbeiten: dem Framing.
Diese Folge ist für dich, wenn du das Gefühl hast, du willst eigentlich mehr Zeit mit deiner Familie – aber irgendwie sprichst du dafür nie davon, als wäre es etwas Verlorenes.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über moderne Vaterschaft, Väterkarenz und das Framing von Familie.
Kapitel
(00:00) – Intro
(01:15) – Vatertag in Österreich vs. Deutschland: Leiterwagen, Aschenbecher und Kresse-Igel
(10:30) – Grillzange, Whiskey, Old Spice: Warum Vatertagsgeschenke so viel über Rollenbilder verraten
(16:00) – FM4, Hero of Feminism und warum Bernhard den Preis lieber nicht feministisch nennt
(21:00) – FOMO für Väter: Vom Müssen zum Wollen
(36:00) – Der größte Hebel: Höherer Deckel, längere Mindestzeit, schwedisches Modell
Das nimmst du mit
Über Dominik Gocumyan
Dominik Gocumyan ist Unternehmer, Werber und Papa. Er ist einer der wenigen Menschen, mit denen ich wirklich streiten kann – und trotzdem immer klüger rausgehe. In dieser Folge redet er zum zweiten Mal über das, was Vaterschaft für ihn bedeutet: nicht als Gesellschaftsprojekt, sondern als persönliche Entscheidung.
Über Papa Mia!?
Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas – und für alle, die Papas mögen. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern, Expertinnen und Menschen, die moderne Vaterschaft und Familie aus unterschiedlichsten Perspektiven kennen. Ehrlich, direkt, manchmal unbequem.
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Er ist seit über 20 Jahren die Stimme von Ö3. Aufgewachsen ist Thomas Kamenar mit einem Vater, der wochenlang nicht zu Hause war – weil die Familie aus der Tschechoslowakei geflüchtet ist, weil der Vater Volleyballtrainer war, weil er später als Unternehmer zwischen Wien und Bratislava unterwegs war. Thomas weiß deshalb sehr genau, wie es sich anfühlt, wenn der Papa fehlt. Und er hat sich früh entschieden, das bei seinen 2 Kindern anders zu machen.
Thomas' ehrlichster Moment in dieser Folge:
"Du stellst dir immer die Frage, wie wird das wohl sein, wenn ich Papa bin. Die viel wichtigere Frage ist eigentlich nicht, was bin ich für ein Papa – sondern was bin ich dann für ein Partner? Weil ohne diese Partnerschaft funktioniert das Papa-Sein gar nicht."
Worum es in dieser Folge geht
Thomas Kamenar ist 1979 in der Slowakei geboren und kurz darauf mit seiner Familie nach Österreich geflüchtet. Sein Vater war viel unterwegs, die Rollenaufteilung war klassisch – weil es damals kaum anders möglich war. Was das mit Thomas gemacht hat, merkt er erst jetzt, wo sein Vater versucht, das Verpasste nachzuholen und dadurch die Beziehung zwischen ihnen eine ganz neue Spannung bekommt.
Mit 35 hat er Petra kennengelernt, mit 36 ist er zum ersten Mal Papa geworden. Für ihn war immer klar: Kinder kriegen ist die Krönung einer Beziehung und nicht die Hochzeit. Deswegen haben sie auch erst nach der Geburt von Emilia geheiratet. Was das Papa-Sein dann wirklich verändert hat, war trotzdem eine Überraschung – denn die entscheidende Frage war nicht, was er für ein Vater ist, sondern was er für ein Partner ist.
Thomas redet in dieser Folge nicht davon, wie toll Papa-Sein ist. Er redet davon, wie oft er gestolpert ist, wie er sich irgendwann professionelle Hilfe geholt hat und was ihm dabei geholfen hat, wieder klaren Kopf zu bekommen. Er ist außerdem jemand, dessen Tochter Emilia das Ö3 Radio Christkindl mitmoderiert hat – und der seinem Sohn Jakob beim Fußball einen Batman-Satz zuruft, der eigentlich für uns alle gilt. Diese Folge ist für dich, wenn du weißt, dass du als Papa alles geben willst – aber ahnst, dass du dabei manchmal vergisst, auch noch ein guter Partner zu sein.
Kapitel
Das nimmst du mit
Dein Gast heute: Thomas Kamenar
Thomas Kamenar ist Ö3-Moderator, Studioinhaber und zweifacher Papa aus Tulln. Er ist seit 2003 fixer Bestandteil des österreichischen Radios – bekannt unter anderem durch das Radio Christkindl auf Ö3, das er zuletzt gemeinsam mit seiner Tochter Emilia moderiert hat. Mit Studio Kamenar begleitet er Unternehmen in der Multimedia-Kommunikation: von Podcast über Videoproduktion bis Fotografie und Voice-Over.
Thomas Kamenar auf Ö3
Thomas Kamenar auf Instagram
Thomas Kamenar auf LinkedIn
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Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Hier spricht Bernhard Vosicky mit Vätern, Expertinnen und Experten über alles, was modernes Vatersein ausmacht – ehrlich, direkt und ohne Schönreden.
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