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In dieser Episode geht es um
Das Projekt der letzten Monate: Conversion Updates
In den letzten Jahren hat sich das Partnermarketing extrem weiterentwickelt, und damit haben sich sowohl die Möglichkeiten als auch die Anforderungen an eine SaaS-Plattform im Partnermarketing verändert. Insbesondere das Thema Conversion ist stark gereift und so wurden der Ingenious Partnermarketing Plattform zahlreiche Funktionen hinzugefügt. So ist über die Zeit ein komplexes und unhandliches Konstrukt entstanden. Als gute Parallele bietet sich hier ein Jenga-Turm als Sinnbild eines über Jahre wachsendes Systems an: aus der Basis werden Steine entfernt und oben drauf gesetzt und zudem werden Steine angebaut, bei denen man nach einiger Zeit gar nicht mehr sicher weiß, wo sie eigentlich herkamen. So wächst das System zwar, aber wird auch instabiler und vor allem weniger pflegeleicht.
Der Ausweg aus dem Innovationsverhinderer Legacy
Zurück zum Jenga-Turm: Je weiter das Spiel vorangeschritten ist, umso schwieriger wird es, Steine zu entfernen und anzubauen. Komplett unvorstellbar scheint deshalb zum Beispiel die Idee, den Turm auf eine andere Unterlage zu verschieben, den Turm zu transportieren oder andere schwerwiegende Veränderungen. Ähnliches gilt für ein System: Wenn ein System erst einmal einige Zeit gewachsen ist, sind tiefgreifende Veränderungen schwierig umzusetzen. Man ist nie wieder so frei wie ganz am Anfang, wenn das System einem unbeschriebenen Blatt Papier gleicht und noch nicht viele Kunden mit dem System arbeiten. Das System für längere Zeit anzuhalten, ist im laufenden Kundenprozess aufgrund von Verpflichtungen gegenüber der Kunden nicht möglich.
Kunden und die Innovationskraft eines Systems
Auch die Kunden können manchmal die Innovationskraft eines Systems hemmen. Nicht alle reagieren jubelnd auf Veränderung, sondern eher skeptisch und lassen sich nur ungern auf Neuerungen ein. Außerdem können andere kleine Anpassungen des Systems während eines großen Projekts nicht so schnell wie gewohnt umgesetzt werden. Doch langfristig profitieren Kunden enorm von einer solchen umfangreichen Neuerung. Um die Skepsis und Ablehnung so klein wie möglich zu halten, wurden einige Kunden in den Entstehungsprozess der neuen Funktion mit einbezogen und nach ihren konkreten Wünschen, Bedürfnissen sowie Feedback gefragt.
Die Wunschliste
Die Liste aus unseren eigenen Wünschen und die unserer Kunden war zu lang und nicht alle Wünsche konnten erfüllt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass das Projekt nie beendet werden kann und die neue Funktion nie gelauncht wird. Im Rahmen einzelner Projektiterationen wurden so viele Wünsche wie möglich erfüllt, während gleichzeitig sichergestellt war, dass das Projekt dennoch umsetzbar bleibt. Einige Wünsche konnten nicht (sofort) erfüllt werden, werden aber in Zukunft angegriffen.
Das Ergebnis: Conversion Updates
Das Feature Conversion Updates wurde nicht mit einem lauten Knall auf einmal released. Stattdessen erfolgten einzelne Releases zwischendurch, bei denen Funktionen sukzessiv ins System integriert wurden.
Wichtige Neuerung: Conversion Requests
Des Weiteren können die bisher passiven Partner nun mitgestalten und können nun über Anfragen (Conversion Requests) kommunizieren und fehlende Conversions beantragen oder fehlerhafte Conversions ausbessern. Diese Anfrage bzw. der Status der Anfrage stellt den Austausch zwischen den Parteien (Partner und Admin) dar. Bei nachträglichem Eintragen einer Conversion bietet das Feature zudem eine automatische Zuordnung der zum Zeitpunkt der Conversion geltenden Provision inkl. Angabe des Modellnamen, sodass die NutzerInnen diese nicht manuell herausfinden müssen.
Partnermarketing ist für mich
Die Möglichkeit, in einem von mir mitgestalten Ökosystem verschiedene Parteien zusammenzubringen und sie über die Daten, die ich auch mitgestalten kann, zu Erfolg zu bringen.
In dieser Episode geht es um
Die Rolle von Agenturen in der (deutschen) Partnermarketing-Welt
Daniels Erfahrung nach werden Agenturen zum Großteil als externe Arbeitskraft genutzt und es werden das klassische Outsourcing betrieben, weil man aktuell das benötigte Personal nicht hat oder das Risiko nicht eingehen will bzw. nicht langfristig binden will.
Die Symptome des starken Wettbewerbs im Agenturland Deutschland
Aufgrund des großen Wettbewerbs und des damit verbundenen Preiskampfes sind leider Unternehmen nicht bereit, große Budgets für eine Agenturleistung bereitzustellen. Die geforderte Arbeitslast muss aber dennoch geleistet werden, sodass häufig unerfahrenes Personal auf Seiten der Agentur eingesetzt wird. Hieraus entwickelt sich eine Negativspirale: Arbeit, die aufgrund des fehlenden Know-Hows eines Unternehmens nicht eingeschätzt werden kann, wird outgesourced und wird aber aufgrund der fehlenden Einschätzung nicht mit genug Budget bedacht. Die engagierte Agentur bringt dann eine nicht perfekte bzw. besser gesagt nicht dem Budget-entsprechende Leistung, wodurch sich das Unternehmen darin bestätigt fühlt, wenig Budget dafür einzuplanen.
Lösungen bzw. Wege aus der Negativspirale heraus
Sowohl die Agenturen als auch die Advertiser müssen sich und ihre Sichtweisen verändern, damit eine sinnvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zustande kommen kann.
Inhouse oder Agentur
Best Case Szenario
Das Best Case Szenario entspricht (unserer Meinung nach) aus einer Kombination aus einer hervorragenden Technologie und einer großartigen Agentur, die dann aber von allem Consulting betreibt, während operative Aufgaben inhouse vom Advertiser übernommen werden. Auf diese Weise wird eine Unabhängigkeit von großen öffentlichen Netzwerken erreicht.
**Woran erkenne ich eine gute Agentur **
Erfolgsfaktoren einer Zusammenarbeit mit einer Agentur
Es wird keinen reinen Affiliate-Kanal mehr geben. Je schwieriger das Tracking-Thema wird, desto mehr verschwimmen die einzelnen Kanäle und desto wichtiger ist das Ablegen vom Silodenken!
Partnermarketing für mich ist
Ein sehr effizienter Kanal, in dem unglaublich viel Potenzial steckt, ihn mit anderen Kanälen zu verschmelzen und definitiv kein Affiliate Marketing mehr.
Weiterführende Quellen und Links
In dieser Episode geht es um
Erfolgreich mit hybridem Partnermarketing
Mit 10 Fragen zur passenden Private Network Lösung
Corinna Harloff (Team Leader Affiliate Marketing) und Tamara Schmitt (Senior Consultant) von blueSummit Media liefern euch die 10 Fragen, die auf dem Weg zum richtigen Netzwerk helfen. In ihrem Vortrag haben sie vor allem deutlich gemacht, dass es die Suche nach der für euch passenden Private Network Lösung ein langer Prozess ist. Es handelt sich dabei um eine langfristige Entscheidung, für die man sich deshalb auch genug Zeit nehmen sollte. Außerdem: träumen ist erlaubt, sogar erwünscht wenn nicht sogar notwendig. Gerade der Schritt zu einem neuen Anbieter sollte auch genutzt werden, um über Wünsche und neue Möglichkeiten nachzudenken und zu wagen, diese auch auszuprobieren. Denn zu viel Vorsicht und Business as usual ist der Endgegner von Innovation und Weiterentwicklung.
Datengetriebene Entscheidungen im Partnermarketing
Im Vortrag von Siamak Haschemi, CEO von Ingenious Technologies, drehte sich alles um Daten. Während die vorherigen Podcastfolge von “Technologie Erklärt” den Fokus auf den technische Bezug auf Daten, Datenspeicher und Datenverarbeitung legte, stand dieses Mal das Warum und damit auch der Mehrwert von Datenverarbeitung im Vordergrund. So arbeitet beispielsweise unternehmensintern jede Abteilung mit unterschiedlichen Programmen. Um eine problemlose Zusammenarbeit zu unterstützen und gewährleisten zu können, ist das Zusammenführen von Daten aus diesen verschiedenen Systemen essentiell. Im nächsten Schritt können Automatisierungen das Leben enorm vereinfachen. Das bedeutet keine Reporting Mondays, an denen ihr euch Daten händisch aus Exceltabellen zieht. Lasst diese langweilige Arbeit eine Maschine für euch übernehmen.
Wie Tchibo den Schritt zum hybriden Affiliate Marketing vollzogen hat
Wie kommt ein großes Unternehmen zu einer Entscheidung, hybrides Affiliate Marketing zu beginnen? Je größer das Unternehmen, desto länger sind die Entscheidungswege und -prozesse. Dennoch kam bei den Überlegungen zu diesem Umzug die klassische Pro- und Contraliste zum Einsatz. Detaillierte Einblicke in die weiteren Phasen der Entscheidung zum hybriden Affiliate Marketing erhaltet ihr im Vortrag von Kathrin Petersen, Senior Online Marketing Manager Affiliate.
Coupon Publishers: Curse or Blessing
Wie relevant sind Coupon Publisher? Wie bewertet Office Depot Coupon Publisher? Fluch oder Segen? Wie fast alle Dinge haben auch Coupon Publisher Vor- und Nachteile. Es geht vielmehr darum, als Unternehmen eine Strategie zu finden, wie man mit Coupon Publishern umgeht und mit diesen zusammenarbeitet. Über die Kooperation mit Coupon Publishern sprechen Rachel Lamberts und Kristian Libetta außerdem über eine Zusammenarbeit mit einem Technologiepartner wie AdPolice hinsichtlich Fraud Protection.
Das Beste kommt zum Schluss: Das Panel
Das Panel war hochkarätig besetzt mit Teilnehmern mit hoher Branchenexpertise und dem starken Moderator Dr. Gijsbert Pols, der sich zurückgehalten hat, als die Teilnehmer klare Worte gesprochen und kein Blatt vor den Mund genommen haben aber auch an den richtigen Stellen nachgehakt hat.
Zum Abschluss möchten wir Tobias Rast zitieren: “Partnermarketing ist für mich die Arbeit mit Menschen, aus der mehr entsteht als einfach nur die Platzierung eines Links. Partner Marketing sind Menschen, mit denen man vielleicht auch mal ein Bier trinkt.”
Ihr sucht eine Plattform, auf der wir uns bereits jetzt austauschen können? Dann seid ihr in unserem Partner Marketing Club genau richtig. Genießt den einzigen Clubbesuch, der aktuell möglich ist und seid immer auf dem neuesten Stand zu Themen, die die Partner Marketing Welt bewegt! Meldet Euch an und werdet Teil unserer Community.
Weiterführende Quellen und Links
** In dieser Episode geht es um **
** Was ist ein Data Warehouse? (00:46) **
** Was macht ein Data Warehouse zu mehr als einem Lager? (2:46) **
** Funktionen eines Data Warehouses (10:30) **
** Wie hat Ingenious Technologies das Data-Warehouse aufgebaut? (37:45) **
** Die Entscheidung für einen Data Warehouse Anbieter (55:59) **
** Ingenious Vision mit Data Warehouse (57:47) **
** Partnermarketing mit Data Warehouse ist für mich (1:01:50) **
Weiterführende Links und Quellen:
Emerging Architectures for Modern Data Infrastructure
https://a16z.com/wp-content/uploads/2020/10/Data-Report-Martin-Inline-Graphics-R8-1.pdf
Was sind Erfolgsfaktoren und Best Practices für ein Partnerprogramm, wie mache ich es erfolgreich? Robert Bratzke hat ein brachliegendes Partnerprogramm aus der Versenkung geholt und erfolgreich gemacht. Seine Erfahrungen teilt er in dieser Folge.
Angefangen hat Robert Bratzke als Consultant, dann ging’s für ihn in die Online-Branche und er betreute Stromanbieter für einen Vergleich. In diesem Podcast erzählt er Tobias Rast unter anderem, wie er vor zwei Jahren das vergessene Partnerprogramm von preisvergleich.de aus der Versenkung geholt hat. Nie mehr ein unternehmensberaterisches “alle tragen die gleiche Krawatte bei der Präsentation”. Stattdessen sind der lockere Austausch auf Augenhöhe und ein Bierchen beim Affiliate-Stammtisch ganz nach seinem Geschmack.
In dieser Episode geht es um
**Das vergessene Partnerprogramm * **
Robert Bratzke verrät uns Schritt für Schritt, wie er das vergessene Partnerprogramm von Preisvergleich.de aus der Versenkung geholt hat und das in nur weniger als zwei Jahren. Für ihn ist ganz klar, hinter jeder Webseite, hinter jedem Portal steht ein Mensch, dem man auf Augenhöhe begegnen sollte.
Wie bringt man Strom an den Mann? Vergleiche, Deals, Cashback oder geht da noch mehr?
‘’Juhu, ich hab meinen Strom gewechselt’’, hat so noch keiner gesagt. Auch Robert Bratzke ist der Meinung, ein Stromanbieterwechsel sei relativ langweilig. Neben den üblichen Verdächtigen der erfolgreichen Publisher-Modelle (Cashback-Portale, Vergleichsportale und Schnäppchenseiten) geht da noch einiges mehr, z.B. im Content-Bereich.
Wie löst man also, fernab der Endjahresabrechnung, einen Kaufimpuls für einen Stromwechsel aus? Robert Bratzke arbeitet auch hier eng mit Partnern zusammen, um ein eher emotionales Produkt mit einem emotionalen Produkt zu kombinieren. Wie wär’s mit: Wechsel deinen Stromanbieter und bekomme ein Jahr gratis Netflix dazu?
Erfolgsfaktoren im Partnermarketing
Für Robert Bratzke ist ganz klar: Partnern und Publishern sollte man auf Augenhöhe begegnen. Auch ein verlässliches Tracking und eine faire Attribution gehören dazu. Provisionen sind auch ein klarer Erfolgsfaktor, ebenso wie passende Werbemittel. Bei Preisvergleich.de wird hier aber einen Schritt weiter gedacht und Publishern mit dem richtigen Content unter die Arme gegriffen.
Navigieren im Partnermarketing - Links der Publisher, rechts der Energieversorger
Auf der einen Seite stehen die Publisher auf der anderen Seite stehen die Produktgeber, also die Energieversorger und DSL-Anbieter. Wie kann man diesen unterschiedlichen Interessen gerecht werden? Das ist eine der größten Herausforderungen, auch für Robert Bratzke. Persönliche Kommunikation ist hier das A und O, vor allem Publishern muss hier die Branche gut erklärt werden, um so die richtigen Voraussetzungen zu bieten. Klar ist: dieser Markt ist nichts für Schnäppchenjäger und Bonushopper.
Banner - eine aussterbende Spezies?
Es gibt sie überall, diese nervigen Banner, die man einfach nicht wegklicken kann. Laut Robert Bratzke haben aber kreative und provokative Banner absolut ihre Daseinsberechtigung. Er sieht über die schlechten Klickraten der Banner hinaus. Ein gut gemachter Banner verankert sich im Unterbewussten und trägt klar dazu bei eine Marke und ein bestimmtes Angebot wiedererkennbar zu machen.
Weiterführende Quellen und Links
Schnitt: Darius Rybacki und Leopold Strauch
Steve Hänisch betreibt sehr erfolgreich das Reiseportal Back-packer.org, ist Videoproduzent für seine Youtube-Kanäle und Deutsche Welle TV, ist Autor mehrerer Reiseführer und Speaker auf Konferenzen. Ursprünglich war er UX Designer und Social Media Consultant. 2012 packte er seine Sachen und sein Erspartes, flog nach Südamerika und entdeckte dort seinen neuen Job.
Im Podcast mit Tobias Rast (Senior Manager Client Solutions) spricht er über seine Anfänge im Affiliate Marketing, erklärt warum er mittlerweile kein Affiliate Marketing betreibt und erzählt von den Auswirkungen der Coronapandemie auf das Tourismusmarketing.
In dieser Episode geht es um:
Start mit Affiliate Marketing während eines Gap Years 2012 in Südamerika (7:00)
Seinen Blog back-packer.org hat Steve zunächst als Hobby über zwei Jahre geführt und hat darin seine Erfahrungen kleinerer und größerer Reisen geteilt. Mit steigender Reichweite wurde das Thema Monetarisierung immer wichtiger. Durch seinen Hintergrund im Bereich User Experience bei der Deutschen Telekom empfand er Werbung jedoch als Störfaktor und hat sich gegen die klassischen GoogleAds entschieden. Auf einer Reisemesse entdeckte Steve dann das Affiliate Marketing, das ihm die Möglichkeit eröffnete, seine Inhalte zu monetarisieren. So bringt das Bloggen und Reisen, ihm neben Spaß und Erfahrungen auch Geld ein. Seine ersten Schritte in Richtung Kooperation unternahm er bei seiner ersten Südamerikareise in einer Partnerschaft mit Hostelbookers (jetzt HostelWorld). Son kam er kostenlos in Unterkünften unter. Im Gegenzug erstellte er erst Content auf der Hostelbookers-Plattform, anschließend betrieb er Affiliate Marketing für Hostelbookers auf seinem eigenen Portal. Am Ende des ersten Jahres wurde Steve klar, dass er so die Möglichkeit hatte, das Reisen kostengünstiger zu gestalten und nicht vollständig auf das Ersparte zurückgreifen zu müssen. Das Hobby wurde von da an zu seinem Beruf.
Arten von Kooperationen (16:00)
Zu Beginn ging Steve vor allem Kooperationen in Form von Pressereisen für DMOs (Destination Marketing Organisation) ein. Er wurde auf Reisen eingeladen, um anschließend über das jeweilige Land zu berichten. Er durfte zwar umsonst reisen, erhielt aber keine (zusätzliche) Bezahlung, um so seine Lebenshaltungskosten (daheim) zu finanzieren. Mit einer wachsenden Reichweite gestaltete er die Kooperationen professioneller und budgetierte nach Aufwand, sodass der Weg hin zu bezahlten Kooperationen verlief. Am Ende einer Kooperation lieferte er dem Kunden einen Report. Mit der erzielten Reichweite der Inhalte, Interaktionen auf Social Media etc. konnte er einen Proof of ROI erbringen und machte den Mehrwert messbar. Das war ein enormer Vorteil gegenüber Pressereisen für Printjournalisten, bei denen der Mehrwert nur schwer erfassbar ist. Das Problem von bezahlten Kooperationen ist jedoch potentiell die fehlende Unabhängigkeit. Zu Beginn einer Zusammenarbeit ist bereits festgelegt, wohin die Reise geht, welche Sehenswürdigkeiten besichtigt und welche Restaurants besucht werden. So begann Steve mit der Suche nach Partnerprogrammen bei Unternehmen und Portalen, die er auch auf seinen eigenen Reisen nutzt und von denen er überzeugt ist. Im Gegensatz zu den bezahlten Kooperationen läuft eine Reise im Hinblick auf Affiliate Marketing genau andersherum ab: Der Reiseblogger fährt erst auf eigene Kosten an einen Ort, macht dort seine Erfahrungen, um danach die ehrliche Meinung in einem Blogpost niederzuschreiben. Dann wird recherchiert, welche Produkte und Leistungen über welche Partnerprogramme bezahlt mit gutem Gewissen und glaubwürdig weiterempfohlen werden können.
Langfristige Partnerschaften (33:10)
Auch Steve spricht lieber von Partnermarketing, denn seine Kooperationen sind sehr viel weitgehender als reines Affiliate Marketing: Die Zusammenarbeit ist viel umfangreicher und langfristiger, sodass man gemeinsam wachsen kann. Ein gutes Beispiel ist seine Kooperation mit G Adventures (weltweit größter Anbieter für Kleingruppentouren im Aktivbereich), für die er Markenbotschafter ist. Mit G Adventures ist Steve unterwegs auf Messen, nimmt deren Reiseangebot teil, macht dabei Videodokumentationen und gibt so der Marke ein Gesicht. Durch diesen direkten Kontakt mit den Mitreisenden erhält er direkt Feedback sowohl über seine Arbeit auf seinem Blog als auch über die Marke.
Besonderheiten des Tourismusmarketing und die Bedeutung von Videocontent (42:10)
Reisen und vor allem “Adventure Reisen” wie z.B. eine Besteigung des Kilimandscharo sind ein Produkt, bei dem mehr Informationen und mehr Beratung und Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, als bei einem einfachen Konsumprodukt. Wer solche Reisen erfolgreich vermarkten möchte, sollte viele Eindrücke und Informationen liefern. Dabei eignen sich Vlogs enorm gut, um umfangreichere Details und Einblicke zu liefern und eine emotionalen Zusammenhang herzustellen.
Auswirkungen von Corona auf Tourismusmarketing (01:01:53)
Auf kaum eine andere Branche hat die Coronapandemie mehr Auswirkungen als auf die Tourismusbranche. Auch Steve konnte einen Einbruch um mehr als 80% in den Buchungen über seine Affiliate-Links feststellen. Während der Blog back-packer.org vor dem Coronaausbruch circa 150.000 unique visitors pro Monat verzeichnen konnte, besuchen aktuell 20.000 Personen pro Monat den Blog. Durch die Pandemie legt er einen verstärkten Fokus auf Content im deutschen Inland (Hamburg, Berlin, Leipzig). So hat Steve zum Beispiel einen Reiseführer für Hamburg als Printversion veröffentlicht.
Partnermarketing für mich ist… (01:08:10)
Siamak Haschemi (CEO, Ingenious Technologies) spricht mit Tobias Rast (Senior Customer Solutions Manager, Ingenious Technologies) über das Mysterium: die Cloud. Dabei wird geklärt, was die Cloud eigentlich ist und wie sich die Cloud-Umgebung entwickelt hat. Außerdem geht es um die Vorteile für Nutzer der Cloud und der Ingenious-Reise in die Cloud. Zudem diskutieren Siamak und Tobias, ob Deutsche bzw. Europäer sorgenfrei amerikanische Cloud-Provider nutzen können.
In dieser Episode geht es um:
Was ist die Cloud und wie hat sich die Cloud-Umgebung entwickelt? (01:10)
Das Mysterium Cloud kann als Daten- / Rechnerwolke bezeichnet werden und beinhaltet umgangssprachlich alles, was nicht auf meinem Rechner ist und dementsprechend keine direkte Rechner- / Speicherkapazität einnimmt.
Die Entwicklung in Richtung Nutzung einer Cloud-Umgebung wurde durch Amazon angestoßen. Amazon wandelt sich vom Buchhändler zum Internet-/Softwaregiganten. Die Amazoninfrastuktur ist dann enorm gewachsen, sodass sie Rechnerkapazitäten, die sie ursprünglich gekauft hatten, weil sie sie teils bei starkem Ansturm brauchten, (die meiste Zeit) übrig hatten. Diese überflüssige Rechnerkapazität boten sie dann zur Miete an. So entstand AWS: Dienst, der Rechnerkapazitäten vermietet und Amazon wandelte sich von einem Onlineshop zu einem Hoster.
Funktionen und Vorteile einer Cloud-Umgebung (2:41)
Die Cloud-Umgebung unterstützt ihre Nutzer, schneller zu entwickeln, mehr zu experimentieren und auf Serverlasten schnell zu reagieren. Zudem dient der Cloud-Anbieter als Innovationspartner, da er sich aufgrund des Konkurrenzdrucks stets weiterentwickelt bzw. weiterentwickeln muss.
Ingenious-Migration vollständig in die Cloud (19:47)
Ingenious Technologies war schon immer in einer Cloud-Umgebung, doch erst 2016 erfolgte mit der Migration von Microsoft Azure auf die Google Cloud ein vollständiger Umzug in der Cloud.
Was sind Module und was haben sie mit der Cloud zu tun? (31:30)
Module entsprechen Einheiten, die deployed und released werden können. Bei Ingenious gibt es keine Mikromodule, nicht jede Funktion entspricht einem Modul. Unsere sechs Produkte (Finance, Creatives, Messaging, Integration, Trail, Insights) wären prinzipiell deploybar, aber sehr bzw. zu grob, deshalb werden sie in einzelne Prozesse heruntergebrochen, die dann Module darstellen z.B. Relationship Explorer.
Haben wir als Deutsche oder Europäer kein Problem damit, Google als Anbieter zu nutzen? (44:15)
Jeder Cloud-Provider muss sich an europäische (Datenschutz-) Gesetze halten. Wir wissen durch unsere Verträge mit unserem Cloud-Provider, wie die Datenverarbeitung abläuft, wie die technisch-organisatorischen Maßnahmen sind, wo die Daten liegen und wie sie verarbeitet werden. Wir haben zudem vertraglich festgelegt, dass sämtliche Daten unserer Kunden in Rechenzentren im EU-Raum sind. Außerdem haben wir eigene Maßnahmen getroffen: Die Container, in denen unsere Module liegen, sind ein Standard, der unabhängig von Google oder Amazon ist. Dadurch haben wir eine weitere, cloudunabhängige Ebene eingefügt (Kubernetes) für unsere Anwendungen, wodurch wir flexibel auf eine Multicloud-Strategie oder vollständig in eine andere Cloud wechseln könnten.
Was sind die Cloud Vorteile von Ingenious Kunden oder wiederum deren Kunden? (50:41)
Der größte Vorteil ist eine hohe (Lade-) Geschwindigkeit. Dank der Cloud wird der Pagespeed einer Seite nicht beeinträchtigt, nur weil die Werbemittel von einem externen Server kommen. Ein weiterer Vorteil ist das Reporting. So geben wir unseren Kunden Zugriff auf eine endlos wachsende Datenbank. Zusammenfassend geben wir kleinen bis mittleren Advertisern/Partnern, Möglichkeiten, die sie aufgrund ihrer Größe (auf direktem Wege) nicht hätten und unterstützen sie, technologisch auf den aktuellsten Stand zu bringen.
Dr. Siamak Haschemi ist CEO von Ingenious Technologies. Im Gespräch mit Tobias Rast (Senior Manager Customer Success, Ingenious Technologies) gibt er Einblicke in Ereignisbasierte Systeme und die Hintergründe. Dabei wird geklärt, was ein Event ist und warum überhaupt Systeme damit arbeiten sollten, welche Vorteile sie dadurch haben. Außerdem geht es um Anwendungsgebiete und Beispiele aus dem Partnermarketing von Features und Funktionen bis zu großen Projekten wie dem Parallelbetrieb eines ganzen Public Affiliate Netzwerks.
In dieser Episode geht es um
Was ist überhaupt ein Event und warum arbeiten Systeme damit?
Events sind in Systemen fachliche Ereignisse. Beispiele sind, wenn jemand in einem System eine Einstellung geändert hat oder im Partnermarketing-Kontext ein Einkauf durchgeführt wurde. Demnach ist ein Ereignis etwas, das in der Vergangenheit passiert ist und beschreibt, was passiert ist.
Wenn jemand eine Änderung macht und diese in der Datenbank gespeichert ist, ist eigentlich alles systemseitig erledigt. Allerdings gibt es Systeme, die sich weiterentwickelt haben und Funktionen beinhalten wie “immer dann wenn x passiert, möchte ich y machen.” Ein Beispiel: Wenn etwas bestimmtes passiert, soll eine Email zur Information versendet werden.
Anwendungsgebiete: Was kann man mit Events machen?
Regeln, wie bei einer bestimmten Anzahl an Sales/ Monat soll die Provision erhöht werden sind nur ein Anwendungsgebiet. Wer Events als Basis hat, kann kreativ werden und mit der Entwicklung von Systemen auf Events basierende Anwendungen umsetzen.
Dabei gibt es bestimmte Daten und Prozesse, die prädestiniert sind, eventbasiert verarbeitet zu werden, wie Klicks oder Conversions. Ingenious hat sich bei der Umsetzung im eigenen System auf Prozesse konzentriert, die einen Wert für unser und das Business unserer Kunden haben. Dabei hat es Jahre gedauert, diese Veränderungen zu denken und umzusetzen. Heute gibt es keine neue Funktion ohne Events im Konzept.
Das Versenden von System-Nachrichten basiert bei Ingenious jetzt auf Events, ebenso Provisionsstufen oder Reporting-Daten bzw. unser Data Warehouse.
Vorteile: Warum sollte man mit Events arbeiten? Eine einfache Datenbankabfrage tut’s doch auch?!
Jedes Event hat seine Quelle als Eigenschaft, also in welchem Teil eines Systems es entstanden ist. Typischerweise haben Systeme zu Beginn Phasen eines schnellen Wachstums und ab einem bestimmten Punkt soll die Datenabfrage und Verarbeitung entkoppelt werden. Ereignisse sind ein guter Weg, diese Entkopplung zu schaffen, indem es Systeme gibt, die Ereignisse produzieren und andere, die diese Ereignisse konsumieren. So kann ein produziertes Event, das eine Email ausgelöst hat, auch helfen, eine Statistik aufzubauen.
Vorteil: Die Entkopplung reduziert Komplexität und gibt Verantwortung an diejenigen, die Daten produzieren. So gehen beispielsweise bei einer Einfachen Änderung eines Spaltennamens einer Tabelle nicht ungewollt mehrere Integrationen kaputt. Auch Frage der Häufigkeit der Abfrage wird gelöst: Wenn ich Ereignis produziere, sage ich den anderen damit, dass etwas neu ist. Eine starke Vereinfachung der Kommunikation.
Im Partnermarketing könnte man es so denken: Anstatt jeden Tag als Partner oder Agentur die Reports der letzten drei Monate automatisch abzufragen, um zu wissen, ob etwas bestätigt wurde, kann man einfach die Updates als Events anschauen.
*Der Parallelbetrieb der Belboon Plattform und die Frage der Unternehmenskultur
Ein gutes Beispiel, in dem auch ein Kunde von Ingenious mit den Events des Ingenious-Systems gearbeitet hat ist der Parallelbetrieb der Belboon-Plattform (alt) mit der Belboon-Ingenious-Plattform. Es ging darum, beide Systeme eines public Affiliate Netzwerks über einen gewissen Zeitraum synchron zu halten. Dabei gab es Änderungen an Daten in beiden Systemen, die eine Sekunde, nachdem sie passiert sind, im jeweils anderen System sichtbar sein sollten. So konnten Advertiser und Publisher Ihre Daten in beiden Systemen problemlos wiederfinden, wie Provisionsänderungen, neue angelegte Partner, Stornos von Conversions, geänderten Werbemitteln usw. Große Integrationen von Systemen vereinfachen sich also auch durch Events: Hier haben sich zwei Firmen auf diese Art von Kommunikation geeinigt, sodass der Endkunde profitiert.
Es ist aber wichtig, dass die Art wie Werkzeuge und Möglichkeiten von Events im Unternehmen genutzt werden, davon bestimmt wird, wie im Unternehmen die Chancen gedacht und erkannt werden. Vom Manager bis zum Entwickler, das ist durchaus eine Frage der Kultur.
Ein Beispiel aus der Ingenious-Technologie: Nach einem Trackingtest erscheint jetzt die Conversion nach 1 Minute (statt wie früher 10 Minuten). Der langfristige Blick bedeutet auch, dass man nachhaltig arbeiten muss. Großer Teil der Aufgabe sind die Menschen, die man begeistern und mitnehmen muss.
Datenschutz und starten mit Events
Für Events gelten die gleichen Regeln wie für alle Daten, sie bergen die gleichen Risiken und Chancen. Z.B. im Bereich persönliche Daten und dem Recht auf vergessen werden. Die Zeitachse ist so ein Element, was neu ist und Informationen mitliefert. Denn Metadaten sind nicht ohne, ein Beispiel: Jemand ist mal zu Spiegel Online gegangen und hat nur Metadaten gesammelt und war in der Lage, Urlaubsdaten von Redakteuren zu identifizieren oder wer war noch um 23 Uhr im Büro und hat veröffentlicht.
Eventbasiertes Partnermarketing für mich ist…
…sind neue Ideen, die wir übermorgen haben und die wir heute nicht wissen, die wir aber nicht verhindern sollten, nur weil es heute ein bisschen anstrengend ist.
Weiterführende Links
David Kriesel: Spiegel-Mining
Website dieser Podcast Folge:
Webinar von Siamak Haschemi: Tracking Protection Methoden und Auswirkungen auf das Tracking im Affiliate Marketing
Schnitt: Darius Rybacki und Leopold Strauch
At a time when the status quo is constantly being challenged - whether it's tracking, transparency, data ownership, customer focus, or partnerships - advertisers are forced to rethink their marketing mix and question their technical expertise.
Take a behind-the-scenes look at the impressive reality and far-reaching benefits of building a state-of-the-art private affiliate network!
This episode is about busting the following myths
Setting up a private network is only relevant for large advertisers and requires serious IT knowledge
ITP killed tracking - why bother with a blackbox?
Partner Marketing is laborious, tedious and thus inefficient - why invest more resources into a private network?
Doing your own housekeeping and reporting is hard and confusing
Affiliate marketing offers no control mechanisms and leaves you at the mercy of your partners
Further resources and links
Presentation Slides to the Podcast:
Website of this podcast episode: [https://blog.ingenioustechnologies.com/andrea-springer-ferazin-5-myths-busted-a-behind-the-scenes-look-at-idealos-private-affiliate-network]
All episodes of #Partnermarketing: https://blog.ingenioustechnologies.de/tag/podcast/
idealo: https://www.idealo.de/
Philip Cordes ist Senior Key Account Manager beim Portal Finanztip. Im Gespräch mit Tobias Rast (Senior Manager Customer Success, Ingenious Technologies) gibt er Einblicke in die Mission von Finanztip (finanzielle Bildung) und warum sie als Zentrum des Handelns so gut funktioniert, was es bedeutet, sich auf den Verbraucher zu fokussieren, wie daraus Expertenstatus und Medienpartnerschaften wachsen und wie und warum Produktgeber davon profitieren.
In dieser Episode geht es um
Die Mission von Finanztip: Der Verbraucher im Zentrum des Handelns
Finanztip als Stiftung ist ein unabhängiger Geldratgeber, eine Experten Redaktion erklärt Consumern, wie sie ihre Finanzen selber managen können. Dabei trifft die Redaktion ihre Auswahl nach harten und transparenten Kriterien. Idee ist, dass Consumer einen Ratgeber abseits der Werbebotschaften von Banken, Versicherungen & Co finden, so wie man es auch seinen Freunden empfehlen würde. Finanztip steht also für finanzielle Bildung.
**Medienpartnerschaften durch Expertenstatus **
Ehrlichkeit und Unabhängigkeit formen die Basis für Medienpartnerschaften, so kommt Finanztip mittlerweile auf über 2500 monatliche Nennungen in anderen Medien (Portalen, Zeitschriften, usw.). Experten in der Redaktion beleuchten Themen transparent und schaffen damit eine Anleitung zum Selbermachen und einen Expertenstatus, der von anderen Medien gern genannt oder zitiert wird. Und auch für Produktgeber bedeutet der Nutzen für den Endkunden.
Warum profitieren Produktgeber von diesem Modell, trotz der unabhängigen Redaktion?
Auch wenn Produktgeber hin und wieder mal ein Produkt promotet sehen, das nicht die komfortabelste Marge hat: Insgesamt funktioniert das Modell für Produktgeber sehr gut, insbesondere mit gut kalkulierten und damit erfolgreichen Produkten.
Ein Test oder eine Empfehlung kann auch mit ehrlichen Formulierungen der Redaktion einherkommen. Auf diese hat der Produktgeber keinen Einfluss. Aber er kann z.B. bestimmte Botschaften auf seiner Landingpage aufgreifen und damit entsprechend steuern.
Allerdings: Bei Produktupdates, Gesetzesänderungen und ähnlichem Werden Anbieterempfehlungen oft neu bewertet und langjährige Kooperationspartner werden hier und da durch die Redaktion aussortiert.
Weiterführende Quellen und Links
Schnitt: Darius Rybacki und Leopold Strauch
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