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Overthinking ist nicht Klugheit, die zu viel arbeitet. Overthinking ist Angst, die sich als Klugheit verkleidet.
Du kennst das vielleicht. Eine kurze Mail an eine Kundin steht an. Etwas, das dich zehn Minuten kosten sollte. Eine Stunde später sitzt du immer noch davor, hast den Satz dreimal umgeschrieben und dir vier Reaktionen ausgemalt, die dein Gegenüber haben könnte.
In dieser Solofolge schauen wir genau hin. Was Overthinking eigentlich ist und warum es nicht um die Menge an Gedanken geht, sondern um ihre Art. Was die Forschung von Susan Nolen-Hoeksema zu reflektivem Nachdenken und Brüten sagt. Und warum gerade Menschen mit People-Pleasing-Anteilen so anfällig dafür sind, dass ihre innere Qualitätskontrolle nie ausgeschaltet wird.
Ich teile drei typische Overthinking-Muster aus meiner Coaching-Praxis. Den gedanklichen Probelauf, die rückwärts gerichtete Analyse und die endlose Pro- und Kontra-Liste.
Und dann bekommst du fünf konkrete Hebel, die in meinen Coachings wirksam sind. Über den Körper aussteigen. Den Gedanken adressieren statt analysieren. Eine Entscheidung treffen, auch wenn sie nur mittelgut ist. Dir selbst eine Frist setzen. Und mit einem Menschen deines Vertrauens sprechen statt mit dir selbst.
Wenn du heute aus dieser Folge nur einen Satz mitnimmst, dann vielleicht den. Du bist nicht deine Gedanken. Du bist die, die sie wahrnimmt. Und wer wahrnimmt, hat immer eine Wahl.
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„Ich funktioniere noch, also kann es ja nicht so schlimm sein.“ Genau diesen Satz nimmt Christina Voss auseinander. Nach 15 Jahren Konzernkarriere als Führungskraft konnte sie irgendwann nicht mehr richtig laufen, und von Facharzt zu Facharzt hörte sie vor allem eines: psychosomatisch. Heute arbeitet sie als Coach für Burnout-Prävention und mentale Gesundheit, und im August ist ihr Buch „Burnout beginnt früher, als du denkst“ erschienen.
Christina war bereits in Folge 81 zu Gast, damals mitten im Schreibprozess. Außerdem ist sie Gastautorin in meinem Buch „Stop Pleasing – Start Leading“: Im Winterkapitel schreibt sie über gesunde und zukunftsfähige Organisationen.
Darüber sprechen wir:
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📖 Mein Buch „Stop Pleasing – Start Leading“
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In dieser Solofolge von „People Pleasing adé“ geht es um den inneren Antreiber „Beeil dich“ – die Stimme, die dich ständig antreibt, schneller zu sein und keine Zeit zu „verschwenden“. Du erfährst, woher dieses Muster kommt, warum es so hartnäckig ist und wie du Schritt für Schritt einen gesünderen Umgang mit Tempo findest.
Wir schauen uns an, welche Vorteile dieser Antreiber hat (Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Macher:innen-Mentalität) und welchen Preis du dafür zahlst – von Dauerstress und innerer Unruhe bis hin zu Erschöpfung. Du hörst, was passiert, wenn „Beeil dich“ mit „Mach es allen recht“ oder „Sei perfekt“ zusammenkommt und wie sich das auf deine Beziehungen, deine Arbeit und dein Team auswirkt.
Du bekommst mehrere alltagsnahe Beispiele und drei einfache Sofort-Schritte, mit denen du deinen „Beeil dich“-Modus unterbrechen kannst – inklusive Formulierungen, die dir nach außen mehr Zeit verschaffen, ohne an Professionalität zu verlieren. Am Ende lade ich dich mit Reflexionsfragen ein, dein eigenes Tempo bewusst zu wählen, statt im Dauerlauf zu funktionieren.
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Nicht wenige Menschen behandeln ihre Arbeit wie einen Zahnarztbesuch: möglichst selten hingehen und in der Zeit dort an etwas anderes denken. Die Zahlen aus Deutschland zeigen, wie verbreitet das ist. Nur jeder Dritte würde seinen Job Freunden empfehlen, und 9 von 10 Menschen arbeiten auf Sparflamme.
Arbeitsforscher Dr. Hans Rusinek will das nicht hinnehmen. In seinem neuen Buch „Reclaim Work – Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht“ zeigt er, wie wir uns die gute Arbeit zurückholen können. Mit mir spricht er darüber, warum Arbeit weit mehr ist als „Human Capital“. Sie prägt unsere psychische Gesundheit, unser Erleben von Macht und sogar unser Verhalten an der Wahlurne. Und sie ist einer der letzten Orte, an denen wir Menschen begegnen, die wir uns nicht selbst ausgesucht haben.
Darüber sprechen wir:
Dr. Hans Rusinek forscht an der Universität St. Gallen zur Zukunft der Arbeit und lehrt als Visiting Lecturer an der ESMT Berlin. Zuvor war er Strategiedirektor bei der Boston Consulting Group und hat die Purpose-Beratung BrightHouse mit aufgebaut. Sein erstes Buch „Work-Survive-Balance“ wurde ein Bestseller. „Reclaim Work“ erscheint am 30. September 2026 im Kösel-Verlag.
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Motivation, Willenskraft und Durchhaltevermögen – drei Kräfte, die oft in einem Atemzug genannt werden. Aber sie sind nicht dasselbe. Und gerade ihr Zusammenspiel entscheidet darüber, ob wir unsere Ziele wirklich erreichen.
In dieser Solo-Folge nehme ich dich mit in die Unterschiede und Verbindungen dieser drei inneren Ressourcen:
Du erfährst:
Wie immer gebe ich dir Reflexionsfragen, Coaching-Beispiele und 5 klare Takeaways für deine Selbstführung.
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Bei dieser 100. Folge übernimmt die Verlegerin meines Verlages Esperanza das Mikrofon und stellt mir Fragen zum Buch. In dieser etwas anderen Folge berichte ich darüber
„Stop Pleasing – Start Leading" ist bereits gedruckt und geht jetzt in den Versand.
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Wie sage ich das Schwierige, ohne die Beziehung zu beschädigen? Diese Frage begegnet mir im Coaching von Führungskräften häufiger als jede andere. Dahinter steckt die Annahme, dass Empathie und Klarheit Gegenspieler sind: Je klarer ich werde, desto härter werde ich.
In dieser Solofolge zeige ich dir, warum diese Annahme falsch ist und was sie kostet. Mit dem Modell Radical Candor von Kim Scott schauen wir uns die vier Felder zwischen Zugewandtheit und Klarheit an: ruinöse Empathie, aggressive Härte, manipulative Unaufrichtigkeit und radikale Aufrichtigkeit.
Das erwartet dich:
Diese Folge ist für dich, wenn du ein Gespräch schon viel zu lange vor dir herschiebst.
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Zum Abschluss meiner kleinen vierteiligen Sommer-Edition stelle ich dir die vierte und jüngste der vier Führungspersonen aus meinem Buch „Stop Pleasing – Start Leading" vor: Lena.
Lena ist 32 und führt ein junges, quirliges Team – und sitzt zugleich in einer Führungsrunde aus lauter älteren Kollegen. Als Jüngste, als eine von zwei Frauen, immer ein bisschen anders. Ihr Muster ist von allen vieren am schwersten zu greifen, denn Lena pendelt: mal passt sie sich an und macht sich klein, mal grenzt sie sich viel zu scharf ab, nur um überhaupt gehört zu werden. Zu viel Anpassung, dann zu viel Abgrenzung – und mittendrin die Suche nach der goldenen Mitte.
In dieser Folge blicke ich mit dir zurück auf Katja, Oskar und Sabine, ich verrate dir, warum unsere Muster immer eine Geschichte haben, und ich nehme dich noch einmal mit hinein in den Aufbau meines Buches – als Reise durch ein Jahr, mit Modellen aus Psychologie und Führung, einem „Moment für dich selbst" am Ende jedes Abschnitts und Gästen, die schon einmal hier im Podcast waren und am Monatsende eine ganz eigene Perspektive beisteuern.
Du erfährst in dieser Folge:
Mein Buch:
🎧 Sommeredition #1: Katja - Von Miss Perfect zu "Almost Perfect"
🎧 Sommeredition #2: Oskar - Everybody's Darling
🎧 Sommeredition #3: Sabine - Vom Grübeln ins Gestalten
👉 https://www.amazon.de/Stop-Pleasing-Dr-Verena-Stahl/dp/3912372063/
Mehr von mir:
🎧 Alle Folgen und Infos
Schon morgen erscheint die Solofolge „Radical Candor – warum empathisch und klar kein Widerspruch ist", in der ich dir das Modell hinter Lenas goldener Mitte vorstelle. Und eine Woche später folgt die Jubiläumsfolge Nummer 100, in der ich das Mikrofon an meine Verlegerin und Lektorin Sylvia Pietzko übergebe, die mir Fragen zu meinem Buch und seinem Entstehungsprozess stellt.
Frauen schneiden in 13 von 19 Leadership-Kompetenzen besser ab als Männer. Und zweifeln trotzdem an sich selbst. Maren Wölfl benennt in dieser Folge, woran das liegt: an Strukturen, die Frauen klein halten, und an Frauen, die dabei mitmachen.
Maren Wölfl ist Business Coach, Lektorin an der Fachhochschule Wien und Unternehmerin des Jahres. In ihrem neuen Buch „Female Wake-up Call" (Wiley) beschreibt sie, wie Frauen souverän, authentisch und wirksam in Führung gehen. Im Gespräch mit Dr. Verena Stahl erzählt sie von ihrer eigenen Zeit als „fleißige Ameise", von einem HR-Leiter, der ihr seine Haltung zur Arbeitszeit seiner Frau auf der Männertoilette mitteilte, und davon, warum sie Frauen rät, das System zu hinterfragen statt sich selbst.
Themen dieser Folge:
Maren Wölfls Satz aus der Folge, der hängen bleibt: „Wir brauchen nicht Menschen, die lauter sind. Wir brauchen Menschen, die klarer sind."
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Du freust dich – und gleichzeitig ist da Sorge. Du bist erleichtert – und gleichzeitig traurig. Du bist dankbar – und gleichzeitig unsicher. Und dann meldet sich diese Stimme: Was soll ich denn jetzt eigentlich fühlen?
In dieser Folge teile ich ein sehr persönliches Erlebnis mit dir: den Tag, an dem ich ein Neugeborenes im Arm hielt, während mein Vater im selben Moment im Krankenhaus um sein Leben kämpfte. Glück und Angst, Freude und Trauer – alles gleichzeitig. Eine Krankenschwester schenkte mir damals ein Bild, das mich bis heute begleitet: Dein Leben ist ein Haus mit vielen Zimmern. In jedem herrscht ein anderes Gefühl. Und du darfst dich frei zwischen ihnen bewegen.
Ausgehend von diesem Bild schauen wir gemeinsam auf das Prinzip der Gleichzeitigkeit – und auf einen einfachen Sprachwechsel, der erstaunlich viel verändern kann: Was passiert, wenn du „aber" durch „und gleichzeitig" ersetzt? Warum dieser kleine Tausch innere Konflikte nicht löst, aber erträglich macht. Und warum gemischte Gefühle kein Zeichen von Schwäche sind, sondern ein Zeichen emotionaler Reife.
Am Ende warten fünf Reflexionsfragen auf dich, die dir helfen, das Gehörte auf dein eigenes Leben zu übertragen.
Diese Folge ist für dich, wenn du oft das Gefühl hast, du müsstest dich für ein Gefühl entscheiden – und dabei immer eines verlierst.
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